Erwerbsminderung befristet / Übergang in Altersrente (1 Betrachter)

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christa2000

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Habe eine Rentenbescheid erhalten, erhalte ab 01.03.2020 rückwirkend zum 01.08.2018 befristet bis 31.7.2021 die volle Erwerbsminderungsrente,
weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschließlich auf meinem Gesundheitszustand, sondern auf den Verhältnissen des Arbeitsmarktes beruht.
Das ganze Antragsverfahren hat jetzt 1 Jahr gedauert und ich habe bereits seit 10/2019 einen Minijob angenommen um die fehlenden Monate für
die normale Rente für Langjährig Versicherte ab 0..07.2020 zu erlangen. Da mein Krankengeldbezug in 04/19 ausgesteuert war und ich danach offiziell arbeitssuchend war und diese Zeit nicht zählt, habe ich diesen Weg gewählt, da mir seitens VdK auch keine guten Aussichten auf die Erwerbsminderungs-
rente gemacht wurden.
Nun meine Frage, sind die Monate des Minijobs umsonst gewesen bzw. zählen nicht mit? Nach Ablauf der vollen Erwerbsminderung wurde mir die
halbe Erwerbsminderungsrente angekündigt. Muss ich jetzt weiterhin meine Erwerbsminderung nachweisen?
Wäre für Tips dankbar.
 

Curt The Cat

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Moinsen christa2000...

Sei bitte so freundlich und überleg Dir bitte eine aussagekräftigere Überschrift als Erwerbsminderung befristet / Übergang in Altersrente.

Am besten einen vollständigen Satz, verbunden mit einer Frage - soviel Zeit sollte sein.


Ergänzend verweise ich dazu auf Forenregel 11. Du kannst Deinen Beitrag, sowie den Thementitel eine Stunde lang nach Erstellung bearbeiten, jetzt also noch gute 40 Minuten.

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als fünf zusammenhanglose Worte rein ...

Im Editor der Überschrift findest Du zudem auch den Hinweis:
Themen-Überschrift, bitte den Themeninhalt (nicht zu) kurz beschreiben ...
Folge auch diesem Link ...! Hier erläutert @Admin2, weshalb ein aussagekräftiger Thementitel wichtig ist ...

Danke für Deine Mitwirkung und ich wünsche dir noch einen angenehmen Aufenthalt im Forum.


:icon_wink:
 

Klaus79

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Habe eine Rentenbescheid erhalten, erhalte ab 01.03.2020 rückwirkend zum 01.08.2018 befristet bis 31.7.2021 die volle Erwerbsminderungsrente,
Der Leistungsfall für die volle EMR war der 01.08.2018 bzw. 6 Monate vorher, da die DRV bei befristeten Renten erst ab dem 07. Monat nach Eintritt des Leistungsfalles zahlt.
Das steht im Rentenbescheid auf der zweiten Seite unter Anspruchsvoraussetzungen erfüllt ab...:
Bis dorthin rückwirkend 4 Jahre (früher waren es auch mal 2 Jahre) ist die Zurechnungszeit und alle gesammelten Entgeltpunkte wurden hochgerechnet.


Nun meine Frage, sind die Monate des Minijobs umsonst gewesen bzw. zählen nicht mit? Nach Ablauf der vollen Erwerbsminderung wurde mir die
halbe Erwerbsminderungsrente angekündigt. Muss ich jetzt weiterhin meine Erwerbsminderung nachweisen?
Wäre für Tips dankbar.
Was nach der jetzigen vollen bewilligten Rente - also seit dem Datum der Anspruchsvoraussetzungen - an Entgeltpunkten dazugekommen ist, also Ihr Minijob, kann zu positiven Effekten in neu berechneten Folgerenten führen neue Leistungsfälle eintreten. Ein Wechsel von Teil- zur Vollrente und andersrum sowie Umwandlung in Altersrente haben komplette Neuberechnungen zur Folge.
Ihre Monate des Minijobs sind also nicht verloren. Sie werden bei weiteren Renten mit deren Hochrechnungen beachtet..
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo christa2000,

Habe eine Rentenbescheid erhalten, erhalte ab 01.03.2020 rückwirkend zum 01.08.2018 befristet bis 31.7.2021 die volle Erwerbsminderungsrente,
weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschließlich auf meinem Gesundheitszustand, sondern auf den Verhältnissen des Arbeitsmarktes beruht.
Ganz so "logisch" wie mein Vorschreiber sehe ich deine Situation noch nicht, denn er hat offenbar schon unbeachtet gelassen, dass dir eine sogenannte "Arbeitsmarkt-Rente" bewilligt wurde.

Das bedeutet, dass du aus gesundheitlicher Sicht (der DRV) noch in der Lage sein sollst 3 - UNTER 6 Stunden zu arbeiten, es gibt nur nicht den "passenden" Teilzeit-Arbeitsplatz dafür am aktuellen Arbeitsmarkt und NUR darum wird dir aktuell die volle EM-Rente gezahlt.

Das ganze Antragsverfahren hat jetzt 1 Jahr gedauert und ich habe bereits seit 10/2019 einen Minijob angenommen um die fehlenden Monate für
die normale Rente für Langjährig Versicherte ab 0..07.2020 zu erlangen.
Zum 01.08.2018 bist du also (theoretisch) noch im Krankengeldbezug gewesen bis zur Aussteuerung in 04 / 2019, ein paar genauere Angaben dazu, wie das bei der DRV (mit deiner KK) verrechnet wurde wären schon interessant.
Denn du hättest ja (theoretisch) noch weiter Anspruch auf einen Teil des Krankengeldes gehabt aus dem auch Rentenbeiträge gezahlt werden.

Da mein Krankengeldbezug in 04/19 ausgesteuert war und ich danach offiziell arbeitssuchend war und diese Zeit nicht zählt, habe ich diesen Weg gewählt, da mir seitens VdK auch keine guten Aussichten auf die Erwerbsminderungs-
rente gemacht wurden.
Danach hättest du (bis zum schriftlichen Rentenbescheid oder Ablauf des Anspruches an die AfA) Anspruch auf ALGI gehabt (nehme ich zumindest mal an), da ist man nach einer Aussteuerung nur eingeschränkt vermittelbar, das ist auch der DRV bekannt.
Daraus werden ebenfalls Rentenbeiträge gezahlt, ich sehe also bisher keine "Lücke" in deiner Rentenversicherung, die Auswirkungen auf den Anspruch für "langjährig Versicherte" haben könnte.

Genaue (und in diesem Falle korrekte) Informationen bekommst du dazu von der DRV und sicher nicht vom VDK, denn bei der DRV sind deine rentenrelevanten Beitrags- und "Ersatz-Zeiten" erfasst.
Meiner Kenntnis nach zählen auch Arbeitslosenzeiten für den Anspruch als "langjährig" Versicherter ... dafür müssen 35 Jahre "Wartezeit" erfüllt / belegt sein.

Krankheitszeiten / Kinder-Erziehung usw. werden dafür auch anerkannt, dein Arbeitsleben (erreichte Rentenpunkte) solltest du doch dafür schon der Auflistung entnehmen können, die deinem aktuellen EM-Renten-Bescheid beigefügt wurde.
Während einer bereits laufenden EM-Rente bekommt man da allerdings nichts mehr dazu ...

Nun meine Frage, sind die Monate des Minijobs umsonst gewesen bzw. zählen nicht mit?
Hast du denn (freiwillige) Beiträge aus diesem Einkommen an die DRV gezahlt, ansonsten zählt das nicht unbedingt mit für die Erfüllung der "Wartezeiten" bei langjährig Versicherten.
Wie alt wirst du denn bei Ablauf der aktuellen Befristung sein, man kann ja auch die Verlängerung der EM-Rente beantragen wenn man noch keinen anderen Renten-Anspruch hat.

Dafür sollte man dann allerdings auch gute (aktuelle) medizinische Nachweise erbringen können, damit die DRV dann die EM-Rente verlängert ...
So besonders schwer hat man dir das doch scheinbar gar nicht gemacht die Bewilligung (ohne Widerspruch / Klage) zu bekommen, warum sollte es dann keine Verlängerung geben können ???
Der Teilzeit-Arbeitsmarkt (für EM-Teilrentner) wird sich bestimmt nicht positiv genug entwickeln und die Gesundheit wird ja im Alter auch eher nicht mehr besser.

Nach Ablauf der vollen Erwerbsminderung wurde mir die
halbe Erwerbsminderungsrente angekündigt.
In welcher Form wurde dir das "angekündigt", hast du bereits einen schriftlichen Teil-Bescheid (zur EM-Teilrente) ohne Befristung erhalten ???
Ansonsten kann man dir viel erzählen, wenn es nur den Gesamt-Bescheid gibt zu deiner (vollen) "Arbeitsmarktrente", dann endet auch die Zahlung mit dem Ende der Frist ... dann gibt es auch keine "halbe Rente" ...

Ich hatte selbst mal eine solche Arbeitsmarktrente, vorher habe ich aber schon einen separaten Bescheid zur EM-Teilrente (unbefristet) bekommen, in diesem Falle hätte die DRV tatsächlich die "halbe" Rente zahlen müssen wenn die Voll-Rente nicht verlängert wird ...

Muss ich jetzt weiterhin meine Erwerbsminderung nachweisen?
Solange du eine Rente aus gesundheitlichen Gründen beziehst solltest du schon darauf achten weiter regelmäßig in Behandlung zu bleiben, die Rente macht ja in der Regel nicht "gesund" ... und für eine Verlängerung sollte man das auch duch aktuelle Arztberichte belegen können.

Du bist ja NICHT verpflichtet im Sommer 2020 eine vorzeitige Altersrente zu beantragen wenn du aktuell (lt. Bescheid) bis 07 / 2021 eine EM-Rente beziehen kannst ... sehe ich da persönlich keinen Sinn drin. :icon_evil:
Gesetzlich gesehen musst du erst in die reguläre Altersrente (mit 65 + X) wechseln und das dürfte ja noch etwas dauern ... bis dahin kannst du doch weiter in EM-Rente bleiben wenn die DRV das nächstes Jahr verlängert ...
Geringer als deine aktuelle (volle) EM-Rente darf deine (direkt nachfolgende) Altersrente dann auch nicht mehr sein, das ist gesetzlich so festgelegt.

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo christa2000,

also zuerst einmal schließe ich mich da voll den Ausführungen von Doppeloma an.

Mich verwundert hier allerdings deine Aussage, daß du eine Rente für langwirig Versicherte anstrebst. Nach meinem derzeitigen Wissensstand wirst du die aufgrund deiner jetzigen EMR wohl kaum von der DRV bewilligt bekommen, denn das System sieht dies so gar nicht vor, wozu auch du befindest dich doch bereits in einer Verrentung.

Wer eine EMR bezieht geht im Regelfall nahtlos ins die Altersrente egal mit welcher Form der EMR, denn wenn dann nur äußerst seltenen Fällen dürfte hier eine echte Genesung dergestalt erfolgen, das eine volle Erwerbsfähigkeit wieder ermöglicht würde.

Wie Doppeloma bereits zu recht ausführte dürfte es bei deiner jetzigen zugrunde liegenden Teil-EMR aufgrund welcher du nun die volle EMR erhälst eben weil dich die AfA aktuell nicht in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit vermitteln kann, an der Situation seitens der AfA auch in Zukunft kaum großartig was ändern. Ich erwähne dies auch deshalb, weil ich bereits seit 2012 auch eine Arbeitsmarktrente erhalte und sich mein Gesundheitszustand in den letzten Jahren eben nicht durch eine Wunderheilung verbessert hat.

Ja die DRV wird dich darauf hingewiesen haben, daß wenn deine befristete EMR ausläuft (zum 31.07.2021) du selbstverständlich nicht automatisch weiterhin deine EMR bekommst. Das ist ja logisch, denn sie wurde ja nur befristet. Letztendlich bedeutet dies jedoch lediglich, daß du dich rechtzeitig (ca. 4-6 Monate vorher) mittels einem Weiterzahlungsantrag darum kümmerst, das die EMR weiter verlängert wird, wenn sich dein Gesundheitszustand nicht wieder soweit verbessert hat, das du einer vollschichtigen Erwerbsfähigkeit nachgehen kannst. Im Regelfall (zumindest bei mir) schreibt dich die DRV 4-6 Monate vor Ablauftermin an und teilt dir dabei unmissverständlich mit, das (in deinem Fall jetzt) am 31.07.2021 deine EMR zum letzten mal gezahlt wird. Das schreiben könnte dann so aussehen wie z.B. meine bisherigen:

Soll die Rente weitergezahlt werden, weil Sie sich weiterhin für erwerbsgemindert halten, müssen Sie einen entsprechenden Antrag - auch formlos - stellen.
Zur Beschleunigung des Verfahrens haben wir lhnen den Antrag R0120 auf Weiterzahlung der Rente beigefügt. Den ausgefüllten Antrag reichen Sie bitte bei uns ein. Sie können den Antragsvordruck auch bei einer unserer regionalen Service-Zentren oder einer anderen antragsaufnehmenden Stelle, z. B. Ihrem Gemeindeamt oder Ihrer Krankenkasse, ausfüllen lassen.
Sollten Sie zwischenzeitlich die Weiterzahlung bereits beantragt haben, wird Ihr Antrag unverzüglich bearbeitet.
Um Nachteile bei unterlassener oder nicht rechtzeitiger Antragstellung zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, eventuell zustehende Leistungen anderer Sozialleistungsträger (z.B. von der Agentur für Arbeit) unverzüglich zu beantragen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie eine WeiterzahIung Ihrer Rente beantragen oder bereits beantragt haben.
Hierbei liegt es dann ausschließlich in deiner Entscheidung, ob du weiterhin nicht Leistungsfähig bist und dies dann natürlich gegenüber der DRV mittels ärztlicher Atteste auch nachweisen kannst, oder aber auf die EMR verzichten möchtest und wieder eine Arbeit aufnehmen willst.

Mir ist allerdings persönlich bisher kein Fall bekannt, welcher nach einer befristeten EMR wieder so gesund war das er wieder arbeiten konnte - eher umgekehrt hat sich der Gesundheitszustand durch neuerliche Krankheitsbilder verschlechtert.

Dazu ist es natürlich angeraten das du dich auch weiterhin in fortlaufender ärztlicher Behandlung zu befinden, damit die behandelnden Ärzte - sofern du einen Weiterzahlungsantrag stellen willst - auch der DRV auf Nachfrage einen Befundbericht zusenden können, aus welchem die DRV dann entsprechende medizinische Auskunft erhält, die ggf. eine Fortführung der EMR begründet.

Wenn du in der Vergangenheit bereits einen Minijob nachgegangen bist, für welchen du dann auch freiwillig deine Rentenbeiträge (3,6%) an die DRV abgeführt hast, dann werden diese Beitragszahlungen natürlich deinem Rentenkonto gut geschrieben, wenngleich dies nur minimale Rentenansprüche ergibt (es ist die Rede von so um die 4,-€/mtl. mehr). Eigentlich sollte man eher diese freiwilligen Rentenbeiträge beim Minijob in Erwägung ziehen, um auf diese Weise überhaupt den Rechtsanspruch auf eine Reha bzw. EMR zu erhalten bzw. aufrecht zu erhalten, was für den Personenkreis eher von Bedeutung ist die aus dem ALG-I ins ALG-II welchseln/abrutschen, denn aus dem ALG-II ergibt sich eben kein neuer EMR Anspruch mehr, weil die JC keine Beiträge mehr an die DRV abführen, was bei der BA hingegen geschieht.

Für jemanden wie dich (so habe ich deine Ausführungen verstanden) wäre der freiwillige Rentenbeitrag aus dem Minijob eher nicht notwendig gewesen, da du ja aus dem KG kommend in die EMR gewechselt bist. Was dir da der VdK geraten hat und warum dürfte deren Geheimnis bleiben, denn immerhin hättest du ja nach der Aussteuerung aus dem KG auch noch einen Rechtsanspruch auf ALG-I gehabt, oder.

Du solltest hier auch bedenken, wer einen Minijob nachgeht, erwäckt bei der DRV eher den Eindruck das man ihm keine EMR zu bewilligen braucht, da er ja noch einer Arbeit nachgehen kann.

Du solltest dir hier also überlegen wie du ab dem 31.07.2021 weiter verfahren willst, was ja auch von deinem aktuellen Alter und eben dem Gesundheitszustand abhängen dürfte.



Grüße saurbier
 
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