Erwerbslos und schwanger... Umzug? Mehrbedarf? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Lenachen

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Hallo, ich habe mich gerade erst neu hier angemeldet und hoffe das ich hier im richtigen Themen Bereich mit meiner Frage bin. Und zwar weiß ich echt nicht mehr weiter, ich habe schon eine Beratungsstelle angeschrieben und keineAntwort erhalten, bei einer anderen Beratungsstelle schon ein Termin, dauert aber noch bis dahin. Es geht darum das ich seit einem Jahr krank geschrieben bin. Ich bekomme nurKrankengeld und weiß nicht wo ich den Mehrbedarf beantragen soll und wie ich umziehen soll. In einer 1-Zimmer Wohnung kann ich unmöglich mit meinem Baby wohnen. Dazu wird hier im Haus die Wäsche geklaut, in die Wohnung passt keine Waschmaschine rein und die im Keller sind verschimmelt, dadrin kann ich keine Babywäsche waschen. Im Fahrstuhl wird geraucht und ich wohne im 9ten Stock, heißtfür mich unmöglich die Treppen zu laufen und den Rauch kann und darf ich auch nicht einatmen. Da sind noch so viele Punkte warum ich hier schnellst möglichst raus muss. Auf jedenfall bin ihc jetzt in der 15ten Woche Schwanger und mir möchte keiner helfen. Ich war heute beim Arbeitsamt und die meinten solange ich nicht wieder arbeitsfähig bin sind sie nicht fü mich zuständig. Sie haben mich zum Sozialamt geschickt. Beim Sozialamt haben sie mir wieder gesagt sie wären für mich nicht zuständig sondern das Arbeitsamt.... also stand ich wieder am Anfang. Das einzige was ich nun den ganzen Tag geschafft habe war einen Antrag auf ein Wohnungsberechtigungsschein. Das Sozialamt meinte dann noch, wenn ich eine andere Wohnung habe kann ich Wohngeld beantragen... aber wie soll ich die Miete bezahlen bis der Antrag auf Wohngeld durch ist? Das war den egal. Und ich weiß auch nicht wie hoch die Miete sein darf... ich weiß sogesehen gar nichts und keiner kann mich beraten oder hilft mir. Weiß hier vlt jemand weiter? )=
 

Seepferdchen 2010

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Hallo, ich habe mich gerade erst neu hier angemeldet und hoffe das ich hier im richtigen Themen Bereich mit meiner Frage bin.

Und zwar weiß ich echt nicht mehr weiter, ich habe schon eine Beratungsstelle angeschrieben und keineAntwort erhalten, bei einer anderen Beratungsstelle schon ein Termin, dauert aber noch bis dahin.

Es geht darum das ich seit einem Jahr krank geschrieben bin. Ich bekomme nurKrankengeld und weiß nicht wo ich den Mehrbedarf beantragen soll und wie ich umziehen soll. In einer 1-Zimmer Wohnung kann ich unmöglich mit meinem Baby wohnen.

Dazu wird hier im Haus die Wäsche geklaut, in die Wohnung passt keine Waschmaschine rein und die im Keller sind verschimmelt, dadrin kann ich keine Babywäsche waschen.

Im Fahrstuhl wird geraucht und ich wohne im 9ten Stock, heißtfür mich unmöglich die Treppen zu laufen und den Rauch kann und darf ich auch nicht einatmen.

Da sind noch so viele Punkte warum ich hier schnellst möglichst raus muss.

Auf jedenfall bin ihc jetzt in der 15ten Woche Schwanger und mir möchte keiner helfen.

Ich war heute beim Arbeitsamt und die meinten solange ich nicht wieder arbeitsfähig bin sind sie nicht fü mich zuständig. Sie haben mich zum Sozialamt geschickt.

Beim Sozialamt haben sie mir wieder gesagt sie wären für mich nicht zuständig sondern das Arbeitsamt.... also stand ich wieder am Anfang. Das einzige was ich nun den ganzen Tag geschafft habe war einen Antrag auf ein Wohnungsberechtigungsschein.

Das Sozialamt meinte dann noch, wenn ich eine andere Wohnung habe kann ich Wohngeld beantragen... aber wie soll ich die Miete bezahlen bis der Antrag auf Wohngeld durch ist?

Das war den egal. Und ich weiß auch nicht wie hoch die Miete sein darf... ich weiß sogesehen gar nichts und keiner kann mich beraten oder hilft mir. Weiß hier vlt jemand weiter? )=
Hallo Lenachen und willkommen.

War mal so frei und habe erstmal in deinen Beitrag ein paar Absätze gemacht, damit jeder user das besser lesen kann!

Ich stelle dir mal ein paar Infos rein, das kann einen Augenblick dauern!

Keine Sorge hier wird dir geholfen!

Gruß :icon_pause:
 
M

Minimina

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Hallo Lenachen,

erst mal willkommen hier im Forum :icon_smile:

Bevor ein Rat gegeben werden kann, ist es wichtig mehr zu wissen von Deinen Lebensumständen.

Du schreibst, daß Du krank geschrieben bist. Hast Du denn vorher gearbeitet oder bist zur Schule geganen. Was hast Du vorher gemacht, bzw. wovon hast Du gelebt? Hast Du schon Wohngeld oder irgendwas vorher von einem Amt erhalten?

Wichtig für die Bestimmung der angemessenen Miete ist auch zu wissen z.B. lebst Du allein oder mit Freund etc, in welchem Bundesland, Wohngegend in die Du ziehen willst, welche körperlichen Einschränkungen etc.

Es wird hier einige geben, die da gut drüber Bescheid wissen und sich noch melden werden. Kopf hoch, hier wirst Du geholfen :icon_smile:

Was aber für die Fredels vom Amt nicht zählt ist wie schlimm es in Deiner jetzigen Wohnung/Haus zugeht. Erwarte da kein Mitleid
:icon_sad:

LG MM
 

Seepferdchen 2010

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Ja da hat Minimina recht ein paar Input wären schon nötig!

Solange du Krankengeld bekommst ist das Amt für Arbeit erstmal aussen vor.

Du kannst aber wenn es absehbar ist das du bald wieder gesund bist schon deinen Antrag auf ALG I einreichen, mit allen Unterlagen vom letzten AG usw.

Wenn dein ALG I nicht reicht dann muß man schauen wegen Wohngeld oder ggf.
ALG II zusätzlich beantragen, das muß man sich genau anschauen, daher nur
erstmal ein Vorschlag!

Bei der Wohnung mußt du im Hinterkopf immer die Kosten haben, daher
erstmal schon mal ein Link zu den örtlichen Richtlinien, schau nach deiner Stadt!

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Frage hast du schon deinen Mutterpass?

Gut erstmal schauen was du noch schreibst, dann kann man sehen welche
Hinweise man dir noch geben kann.

:icon_pause:
 

hartaber4

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Wenn du der Auffassung bist, dass die Voraussetzungen vorliegen (könnten) stelle einen Antrag beim Sozialamt. Mehr wie ein Ablehnungsbescheid kann eh nicht bei herumkommen.

Zum

§ 30 SGB XII Mehrbedarf

(2) Für werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche wird ein Mehrbedarf von 17 vom Hundert der maßgebenden Regelbedarfsstufe anerkannt, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht.



§ 35 SGB XII Unterkunft und Heizung


(2) Übersteigen die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang, sind sie insoweit als Bedarf der Personen, deren Einkommen und Vermögen nach § 27 Absatz 2 zu berücksichtigen sind, anzuerkennen. Satz 1 gilt so lange, als es diesen Personen nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft haben Leistungsberechtigte den dort zuständigen Träger der Sozialhilfe über die nach den Sätzen 1 und 2 maßgeblichen Umstände in Kenntnis zu setzen. Sind die Aufwendungen für die neue Unterkunft unangemessen hoch, ist der Träger der Sozialhilfe nur zur Übernahme angemessener Aufwendungen verpflichtet, es sei denn, er hat den darüber hinausgehenden Aufwendungen vorher zugestimmt. Wohnungsbeschaffungskosten, Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zustimmung übernommen werden; Mietkautionen sollen als Darlehen erbracht werden. Eine Zustimmung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den Träger der Sozialhilfe veranlasst wird oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zustimmung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.
 

Lenachen

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Hallo Lenachen und willkommen.

War mal so frei und habe erstmal in deinen Beitrag ein paar Absätze gemacht, damit jeder user das besser lesen kann!

Ich stelle dir mal ein paar Infos rein, das kann einen Augenblick dauern!

Keine Sorge hier wird dir geholfen!

Gruß :icon_pause:

Danke dir =)
 

Lenachen

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Hallo Lenachen,

erst mal willkommen hier im Forum :icon_smile:

Bevor ein Rat gegeben werden kann, ist es wichtig mehr zu wissen von Deinen Lebensumständen.

Du schreibst, daß Du krank geschrieben bist. Hast Du denn vorher gearbeitet oder bist zur Schule geganen. Was hast Du vorher gemacht, bzw. wovon hast Du gelebt? Hast Du schon Wohngeld oder irgendwas vorher von einem Amt erhalten?

Wichtig für die Bestimmung der angemessenen Miete ist auch zu wissen z.B. lebst Du allein oder mit Freund etc, in welchem Bundesland, Wohngegend in die Du ziehen willst, welche körperlichen Einschränkungen etc.

Es wird hier einige geben, die da gut drüber Bescheid wissen und sich noch melden werden. Kopf hoch, hier wirst Du geholfen :icon_smile:

Was aber für die Fredels vom Amt nicht zählt ist wie schlimm es in Deiner jetzigen Wohnung/Haus zugeht. Erwarte da kein Mitleid
:icon_sad:

LG MM

Guten Tag Minimina,

also ich bin 21 Jahre alt und hatte eine Ausbildung gemacht die ich nach einem Jahr abgebrochen habe, wegen sozialen Ängsten. Deshalb bin ich dann auch krank geschrieben seitdem ich die Ausbildung abgebrochen habe. Nach 6 Wochen Krankschreibung hat das Arbeitsamt gesagt sie seien nicht mehr für mich zuständig und ich bekomme seitdem nur noch Krankengeld. Das ist jetzt seit letzten Jahr Juni oder Juli so. Gearbeitet habeich also noch nicht. Ich hatte während meiner Ausbildung BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) erhalten und mein Lehrlingsgeld. Wohngeld habe ich noch nie bekommen. Ich wohne alleine in einer 1-Zimmer Wohnung in Schleswig-Holstein, Lübeck und hier in der Stadt möchte ich auch wohnen bleiben. Körperliche einschränkungen habe ich nicht. =) Ja... das soweit. Danke auch dir!
 

Lenachen

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Ja da hat Minimina recht ein paar Input wären schon nötig!

Solange du Krankengeld bekommst ist das Amt für Arbeit erstmal aussen vor.

Du kannst aber wenn es absehbar ist das du bald wieder gesund bist schon deinen Antrag auf ALG I einreichen, mit allen Unterlagen vom letzten AG usw.

Wenn dein ALG I nicht reicht dann muß man schauen wegen Wohngeld oder ggf.
ALG II zusätzlich beantragen, das muß man sich genau anschauen, daher nur
erstmal ein Vorschlag!

Bei der Wohnung mußt du im Hinterkopf immer die Kosten haben, daher
erstmal schon mal ein Link zu den örtlichen Richtlinien, schau nach deiner Stadt!

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Frage hast du schon deinen Mutterpass?

Gut erstmal schauen was du noch schreibst, dann kann man sehen welche
Hinweise man dir noch geben kann.

:icon_pause:

Ich bin in der 15ten Woche Schwanger meinen Mutterpass habe ich daher schon erhalten =)
 

Seepferdchen 2010

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Nicht so einfach solange du Krankengeld bekommst!

Aber "hartaber4" hat dir schon mal einen Anhaltspunkt geschrieben!

Wenn du wieder gesund bist, dann stell auf jeden Fall einen Antrag auf ALG II.

Falls du dazu dann Fragen hast, kannst du ja schreiben!

Nun noch ein paar Infos für dich!

Hier beachte das diese Infos alle in Richtung ALG II gehen und auch wichtig für dich sind
bei der Wohnungssuche!

Auch zukünftig entstehender Wohnraummehrbedarf ist zu berücksichtigen (zum Beispiel bei Schwangerschaft ab der 14. Woche).

Die Richtwerte der Angemessenheit von Wohnkosten können in besonders begründeten Einzelfällen um bis zu 10 % überschritten werden. Das gilt insbesondere für Alleinerziehende und Schwangere.


Änderung der Familensituation

Eine Änderung der Familiensituation kann einen Wohnungswechsel erforderlich machen.

Das ist insbesondere der Fall, wenn sich die Anzahl der Bewohner ändert.
Indiz für den Wohnraummehrbedarf können die Kriterien für die Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins sein.

Schwangere haben bereits mit Beendigung der 12. Schwangerschaftswoche einen Anspruch auf zusätzlichen Wohnraum.

Schwangere haben Anspruch auf zusätzlichen Wohnraum.
(DV 37-07/Unterkunft und Heizung; DV - Deutscher Verein)

Und auch noch dieses Urteil:

HAMBURG 2 / Hartz 4 - Erforderlichkeit eines Umzugs bei Geburt eines Kindes

Konkrete Veränderungen im Flächenbedarf in einem überschaubaren Zeitraum, z.B. der Raumbedarf des gezeugten, aber noch nicht geborenen Kindes, ist bei der Personenzahl zu berücksichtigen - LSG NSB, Az.: L 6 AS 556/06 ER, B.v. 17.10.2006.


Hier noch Links wo du auch Hilfe finden kannst!

Startseite: Bundesstiftung Mutter und Kind

Finanzielle Hilfen vor und nach der Geburt - caritas.de

Diakonisches Werk Hamburg | Einrichtung: Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung | Schwangerenberatung

So das mal fürs erste, es gibt noch einige Sachen die du beantragen kannst wenn du z.B.
ALG II bekommst.

Du hast ja geschrieben das du einen Termin bekommen hast bei einer Beratungsstelle.

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 
M

Minimina

Gast
Wenn Du weniger als 12 Monate in der Lehre warst hast Du nach 78 Wochen maximaler Krankschreibung Anspruch auf ALG II. Wenn Du mehr als 12 Wochen gearbeitet hast Anspruch auf ALG I, was jedoch wohl nicht reichen wird und Du möglicherweise noch zusätzlich Sozialhilfe beantragen müsstest. Aber erst wenn Du wieder gesund bist, bzw. die 78 Monate um sind.

Krankengeld - Soziales & Recht - betanet

Ok, es wäre jetzt wichtig zu sehen wieviel Krankengeld Du von der KK erhältst. Erhältst Du weniger als den Sozialhilfesatz, dann hast Du Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe oder ggf. Wohngeld. Laß Dich wenn es geht so lange wie möglich krank schreiben.

Deswegen ist es ganz wichtig wie schon geschrieben, sofort einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen, da Du ggf. Leistungen ab dem Antragsdatum erhältst.

Sozialhilfe - Soziales & Recht - betanet

Wichtig zu wissen ist auch, daß Du beim Sozialamt Leistungen für den Sonderbedarf (Schwangerschaft) etc. beantragen kannst. Das müsste Dir die Beratungsstelle sagen können, was das alles ist.

Vom Vater des Kindes ist wohl keine Hilfe zu erwarten? Aber Du mußt wissen daß dieser auch zur Prüfung Deiner Ansprüche herangezogen wird, sobald Dein Baby auf der Welt ist.

Ist schwer allein, sei tapfer und ich würde an Deiner Stelle auch Beratungsangebote von Hebammen annehmen, sofern Du sie kostenfrei erhalten kannst.

LG MM
 

hartaber4

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Krankengeld und Sozialhilfe müssen sich nicht zwangsläufig ausschliessen....

Stimmt aber auch was die anderen User sagen.... aufgrund des § 44a SGB II (Feststellung der Erwerbsfähigkeit) dürfte noch Klärungsbedarf bestehen.

Bitte keine Panik aufzwängen lassen..... der § 44a SGB II ist in seiner Deutung für den Unwissenden nicht ganz einfach (Stichworte: Nahtlosigkeitsregelung, fiktive Erwerbsfähigkeit, etc.)
Wenn dann hier im Forum fragen.... und dann erst zur Tat schreiten.

Auf alle Fälle die entsprechenden Anträge stellen.... du kannst um dir die Rennerei zwischen JC und Sozialamt zu ersparen auch den SGB II Antrag beim Sozialamt stellen (lass dir IMMER den Eingang bestätigen!!)

Ein wirksamer Antrag auf ALG II wurde gestellt, auch wenn der Antragsteller seinen Antrag bei dem Sozialamt als unzuständigen Leistungsträger gestellt hat



Landessozialgericht Berlin-Brandenburg,Beschluss vom 20.04.2012,- L 19 AS 1029/11 B PKH -

1. Die Auslegung eines Antrags auf Gewährung von Sozialleistungen folgt dem Grundsatz der Meistbegünstigung (vgl. Bundessozialgericht (BSG), Urteil vom 02. Juli 2009 – B 14 AS 75/08 R - in SozR 4 – 4200 § 7 Nr. 13). Sofern eine ausdrückliche Beschränkung auf eine bestimmte Leistung nicht vorliegt, ist davon auszugehen, dass der Leistungsberechtigte die Sozialleistung begehrt, die nach der Lage des Falls ernsthaft in Betracht kommt (vgl. BSG, Urteil vom 19. Oktober 2010 - B 14 AS 16/09 R - in SozR 4 - 4200 § 37 Nr. 3 m. w. N.).

2. Ein sozialrechtlicher Herstellungsanspruch kann sich grundsätzlich auch aus dem fehlerhaften Verhalten anderer Behörden ergeben.

Einer anderen Behörde als der für die Entscheidung über die begehrte Leistung befugten Stelle kann eine Beratungspflicht, deren Verletzung zu einem sozialrechtlichen Herstallungsanspruch gegen die zuständige Behörde führt, dann obliegen, wenn die andere Behörde vom Gesetzgeber im Sinne einer Funktionseinheit "arbeitsteilig" in das Verfahren eingeschaltet ist (so BSG in SozR 3 – 1200 § 14 Nr. 22 m. w. N.).


Quelle:


sozialrechtsexperte: Ein wirksamer Antrag auf ALG II wurde gestellt, auch wenn der Antragsteller seinen Antrag bei dem Sozialamt als unzuständigen Leistungsträger gestellt hat
 

alexander29

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Wenn du eine soziale Phobie hast; und du deshalb krankgeschrieben bist; kann ich mir vorstellen, dass du, wenn du in dem Hochhaus wohnst, deine soziale Phobie sich nicht verbessert, eher noch verschlimmert.

In einem anderen Wohnumfeld könnte sie sich verbessern.

Falls dein Arzt derselben meinung ist und dies bestätigt, ist das ein Grund für einen Umzug und du bekommst die Kosten gezahlt, falls die Wohnung angemessen ist.

Stell auf jeden Fall umgehend, noch diesen Monat einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Sozialamt und (ggf, weil ich nicht genau weiss, wer rechtlich zuständig ist) gleichzeitig einen Antrag auf ALG 2 beim Jobcenter.

Aber erst einmal reicht Sozialamt, da diese, falls sie nicht zuständig sind, den Antrag weiterreichen müssen.
Formloses Schreiben genügt, "hiermit stelle ich einen Antrag auf Sozialhilfe oder staatliche Leistungen ab sofort".

Das quittieren lassen.

Also bis morgen, da du dann noch für den ganzen Monat Juli Geld bekommst.

Zusätzlich Antrag auf Mehrbedarf wg Schwangerschaft.
 

desmona

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Vom Vater des Kindes ist wohl keine Hilfe zu erwarten? Aber Du mußt wissen daß dieser auch zur Prüfung Deiner Ansprüche herangezogen wird, sobald Dein Baby auf der Welt ist.
...es besteht auch schon gem. BGB ein Unterhaltsanspruch während der Schwangerschaft...und nach Entbindung bis zum 3. Lebensjahr des Kindes für die Mutter...

...ob der Unterhaltspflichtige (Erzeuger/ Vater) auch zahlungsfähig ist muß durch Gericht rsp. Jugendamt etc. abgeklärt werden...

Achtung...die Unterhaltszahlung bzw. Einforderung hat Vorrang...d.h. du mußt Unterhalt einfordern...auf Unterhalt klagen...zunächst für dich

...solange der Unterhaltspflichtige nicht zahlt oder nicht zahlen kann...wird die Forderung ans JC bzw. SA abgetreten...das bedeutet das JC oder SA die entsprechende Leistung dir zahlt/ berechnet...

...für das Kind wird dann Unterhaltsvorschuß gezahlt...
 
M

Minimina

Gast
@hartaber4

QUOTE]Krankengeld und Sozialhilfe müssen sich nicht zwangsläufig ausschliessen....[/QUOTE]

das sag ich doch...ergänzend...deswegen sofort beantragen, wie Du ja auch schon geschrieben hast

LG MM
 

hartaber4

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@hartaber4

QUOTE]Krankengeld und Sozialhilfe müssen sich nicht zwangsläufig ausschliessen....
das sag ich doch...ergänzend...deswegen sofort beantragen, wie Du ja auch schon geschrieben hast

LG MM[/QUOTE]

Ich bitte um Gnade!

Begründung:

Wollte dich nicht bloßstellen, sondern es nochmal herausstellen.

Auf die Knie plumps und verbeug!

(Virtuell)

:biggrin:
 
M

Minimina

Gast
[/QUOTE]

Auf die Knie plumps und verbeug!

(Virtuell)

:biggrin:[/QUOTE]

Na Gut, aber nur ausnahmsweise :biggrin:

LG MM
 

hartaber4

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Auf die Knie plumps und verbeug!

(Virtuell)

:biggrin:[/QUOTE]

Na Gut, aber nur ausnahmsweise :biggrin:

LG MM[/QUOTE]

PUUUH...mea culpa maxima (obwohl ja "Mini" Programm ist)

Freu.... Schwanzwedel...:icon_wink:
 

Lenachen

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Wenn Du weniger als 12 Monate in der Lehre warst hast Du nach 78 Wochen maximaler Krankschreibung Anspruch auf ALG II. Wenn Du mehr als 12 Wochen gearbeitet hast Anspruch auf ALG I, was jedoch wohl nicht reichen wird und Du möglicherweise noch zusätzlich Sozialhilfe beantragen müsstest. Aber erst wenn Du wieder gesund bist, bzw. die 78 Monate um sind.

Krankengeld - Soziales & Recht - betanet

Ok, es wäre jetzt wichtig zu sehen wieviel Krankengeld Du von der KK erhältst. Erhältst Du weniger als den Sozialhilfesatz, dann hast Du Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe oder ggf. Wohngeld. Laß Dich wenn es geht so lange wie möglich krank schreiben.

Deswegen ist es ganz wichtig wie schon geschrieben, sofort einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen, da Du ggf. Leistungen ab dem Antragsdatum erhältst.

Sozialhilfe - Soziales & Recht - betanet

Wichtig zu wissen ist auch, daß Du beim Sozialamt Leistungen für den Sonderbedarf (Schwangerschaft) etc. beantragen kannst. Das müsste Dir die Beratungsstelle sagen können, was das alles ist.

Vom Vater des Kindes ist wohl keine Hilfe zu erwarten? Aber Du mußt wissen daß dieser auch zur Prüfung Deiner Ansprüche herangezogen wird, sobald Dein Baby auf der Welt ist.

Ist schwer allein, sei tapfer und ich würde an Deiner Stelle auch Beratungsangebote von Hebammen annehmen, sofern Du sie kostenfrei erhalten kannst.

LG MM

Das Sozialamt hat mein Einkommen und Ausgaben zusammengerechnet und meint ich wäre 22 € drüber.

Der Vater des Kindes ist immer anwesend und wir sind auch zusammen und er ist ne große Hilfe. Nur in Moment läuft noch die letzten Monate seine Weiterbildung. =)
 

Lenachen

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Wenn du eine soziale Phobie hast; und du deshalb krankgeschrieben bist; kann ich mir vorstellen, dass du, wenn du in dem Hochhaus wohnst, deine soziale Phobie sich nicht verbessert, eher noch verschlimmert.

In einem anderen Wohnumfeld könnte sie sich verbessern.

Falls dein Arzt derselben meinung ist und dies bestätigt, ist das ein Grund für einen Umzug und du bekommst die Kosten gezahlt, falls die Wohnung angemessen ist.

Stell auf jeden Fall umgehend, noch diesen Monat einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Sozialamt und (ggf, weil ich nicht genau weiss, wer rechtlich zuständig ist) gleichzeitig einen Antrag auf ALG 2 beim Jobcenter.

Aber erst einmal reicht Sozialamt, da diese, falls sie nicht zuständig sind, den Antrag weiterreichen müssen.
Formloses Schreiben genügt, "hiermit stelle ich einen Antrag auf Sozialhilfe oder staatliche Leistungen ab sofort".

Das quittieren lassen.

Also bis morgen, da du dann noch für den ganzen Monat Juli Geld bekommst.

Zusätzlich Antrag auf Mehrbedarf wg Schwangerschaft.

Naja mit meiner sozialen Angst habe ich in meiner Freizeit überhaupt keine Probleme, das merkt man mir nicht einmal an. Ich habe nur damit Probleme wenn ich in einer Klassengemeinschaft oder Arbeitsgemeinschaft bin. Durch viele schlechte Erfahrungen die ich in Klassen, auf der Arbeit und in Praktikas gemacht habe, habe ich nur da furchtbare Angst vor Menschen. Wenn es in meiner Freizeit geht habe ich das überhaupt gar nicht. Und das Sozialamt möchte nichts zahlen weil ich 22 € drüber bin.
 

Lenachen

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...es besteht auch schon gem. BGB ein Unterhaltsanspruch während der Schwangerschaft...und nach Entbindung bis zum 3. Lebensjahr des Kindes für die Mutter...

...ob der Unterhaltspflichtige (Erzeuger/ Vater) auch zahlungsfähig ist muß durch Gericht rsp. Jugendamt etc. abgeklärt werden...

Achtung...die Unterhaltszahlung bzw. Einforderung hat Vorrang...d.h. du mußt Unterhalt einfordern...auf Unterhalt klagen...zunächst für dich

...solange der Unterhaltspflichtige nicht zahlt oder nicht zahlen kann...wird die Forderung ans JC bzw. SA abgetreten...das bedeutet das JC oder SA die entsprechende Leistung dir zahlt/ berechnet...

...für das Kind wird dann Unterhaltsvorschuß gezahlt...

Sry aber was heißt denn JC und SA?
In Moment kanner noch nicht zahlen.
 
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Minimina

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Sry aber was heißt denn JC und SA?
In Moment kanner noch nicht zahlen.
JC = Jobcenter
SA = Sozialamt

Gut, d.h. aber daß das Sozialamt zuständig wäre weil Du weniger als 12 Monate in der Ausbildung warst ?

Dann hast Du aber auf jeden Fall Anspruch auf Sonderbedarf, denn wenn Du unter das Sozialhilfegesetz einzuordnen bist, dann hast Du bessere Karten als bei Alg II.

Z.b. Kleidergeld, Erstausstattung der Wohnung u.ä. und vor allen Dingen Schwangerschaftsmehrbedarf (Kleidung), und Erstausstattung für das Baby.

Guggst Du hier:

Einmalige Leistungen - Soziales & Recht - betanet

So schnell wie möglich einen Antrag für alles and Sonderbedarf was in Frage kommt stellen. Im Antrag jedes einzelne Teil (Schwangerschaftshose etc) das Du beschaffen willst/musst auflisten und Kopie mit Eingabestempel beim SA einreichen.

Obwohl es beim SA meistens gesitteter zugeht als beim JC, nimm einen Beistand mit. Der braucht seinen Namen nicht zu nennen und laß Dich vom Sozialamt beraten. Die haben eine Aufklärungspflicht nach §§ 13,14 SGB II.

LG MM
 

gelibeh

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Das Sozialamt ist erst zuständig, wenn eine volle Erwerbsminderung vorliegt. Und die stellt der Amtsarzt oder die Rentenversicherung fest. Sie muss zum Jobcenter gehen, denn rein theoretisch ist sie 3 Stunden und mehr erwerbsfähig, auch wenn sie im Moment krank geschrieben ist. Dort auch den Mehrbedarf für Schwangere beantragen.
 

hartaber4

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Im SGB XII ist die "volle Erwerbsfähigkeit" keine direkt genannte Anspruchsvoraussetzung (siehe § 27 SGB XII).

Personen die nach dem SGB II als Erwerbsfähige oder als Angehörige dem Grunde nach leistungsberechtigt sind, erhalten keine Leistungen für den Lebensunterhalt.

Verweis auf den § 44a SGB II (Klärung der Erwrbsfähigkeit im Sinne des SGB II).

Ferner ist nach dem 3. und 4. Kapitel noch zu differenzieren.

Ältere und dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen erhalten Leistungen der Grundsicherung nach dem 4. Kapitel ( § 41 SGB XII).

Bei Leistungen des 4. Kapitels kann auch das Erreichen der Altersgrenze (Absatz 2) bei Vorliegen der Bedürftigkeit zu einem Anspruch führen (OHNE VOLLE ERWERBSMINDERUNG!)

Hier nicht immer alles durcheinander werfen!
 

hartaber4

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Das Sozialamt hat mein Einkommen und Ausgaben zusammengerechnet und meint ich wäre 22 € drüber.

Der Vater des Kindes ist immer anwesend und wir sind auch zusammen und er ist ne große Hilfe. Nur in Moment läuft noch die letzten Monate seine Weiterbildung. =)
Wenn du mal konkrete Zahlen nennen würdest wäre es einfacher zu beurteilen...

Deine Bedarfssituation mal grob vermutet:

Regelbedarf 374,00 €

Kosten der Unterkunft (fiktiv mal 300,00 € angenommen)

Mehrbedarf Schwangerschaft 63, 58 € (374/100x17)

Wäre eine Summe von 737,58 €

(zzgl. KV- Beitrag)

Da bist du 22,00 € drüber?
 

Lenachen

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Also ich war heute bei Caritas und sie sagt da ich über den Satz beim Sozialamt bin und nicht arbeiten kann kommt bei mir kein Mehrbedarf in frage, heißt steht mir nicht zu.

Wegen der Wohnung muss ich Wohngeld beantragen, dies kann ich allerdings erst wenn ich eine neue Wohnung habe. Ich kann mir aber keine wohnung leisten ohne das Geld... also muss ich warten bis ichweider beim Arbeitsamt bin kurz vor der Geburt... )=
 
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