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Erwerbslos - Obdachlosigkeit droht...!! Wer hilft??

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Lady_liz

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#1
Hallo ihr Lieben!

Da mein Freund keinen Zugriff auf's Internet hat, erkundige ich mich nun für ihn zum Thema Privatinsolvenz. Ich versuche euch den ganzen Spaß hier mal zu schildern, hoffe, ihr könnt mir helfen. Schon einmal herzlichen Dank im Voraus,

Liz

Die Privatinsolvenz meines Freundes läuft seit Dezember 2006, als jetzt genau ein Jahr. Nach einem Haftaufenthalt bis Juni 2007 bezog er danach eine Wohnung. Nachdem er im Oktober 2007 gekündigt bekam und direkt sich beim Arbeitsamt gemeldet hatte, bekam er für den Oktober noch Geld, danach war nichts mehr. Er hatte sich mehrmals erkundigt, wurde aber immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt und weitere Termine vertröstet, die er alle pünktlich und ausnahmslos annahm. Nun hatte ihm seine Vermieterin gestern seine Kündigung der Wohnung vorgelegt, wenn nicht bis 24.12. die ausstehenden 600 € für die Miete November/Dezember einginge. Da das Arbeitsamt immer noch nicht zahlt (Laut Angaben des Arbeitsamtes wurde mein Freund fälschlicherweise als Arbeitend eingetragen), sieht mein Freund keine Möglichkeit, innerhalb von 6 Tagen an 600 € zu kommen. Nun meine Frage: Welche Möglichkeiten sind uns nun geboten? Wir können es ja wohl nicht hinnehmen, dass mein Freund jetzt auf die Straße gesetzt wird, und obdachlos ist. Bei mir kann er leider nicht wohnen, da ich noch bei meinen Eltern wohnhaft bin und zu Schule gehe (daher kein eigenes Einkommen). Habe ich Möglichkeiten über die Arge? Helft mir bitte, es ist mir ein großes Anliegen, das ganze hier zum Guten zu wenden! Herzlichen Dank!

Ps.: Wohngeld bekommt mein Freund vom Arbeitsamt nicht ausgezahlt, da er noch kein Jahr in der Wohnung lebt.
 

Felicia07

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#2
Hallo,
ohne mich auszukennen, würde ich als dein Freund zu einer kostenlosen Rechtsberatung vom Amtsgericht gehen. Die können dir da besser helfen. Und bis dahin sollte dein Freund mal mit seinem Vermieter reden und ihm die Situation schildern. Wenn das nichts nutzt, würde ich einfach nicht ausziehen, er kann ja schlecht unter der Brücke schlafen. Aber da würde ich mal bei so einer Rechtsberatung fragen.
Gruß
Felicia
 

Richardsch

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#3
Hallo Liz,

wegen der Kündigung gibt es eine Hilfe bei drohendem Wohnungsverlust. Ich weiß nicht wo du wohnst, daher einfach zum Wohnungsamt und sich da erkundingen.
Mit der Vermieterin soll er sich aber auf jeden Fall noch einmal zusammensetzen, die Sachlage schildern und auf Aufschub bitten.

Erzähl mal wie lange er vor der Haft gearbeitet hat, wie lange er in Haft war, ob er im Oktober ALG I bekommen hat etc.

Gruß Richard
 

Arania

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#4
bekam er für den Oktober noch Geld, danach war nichts mehr.
Nur ist der 24.12. jetzt vorbei, also darf man da nicht mehr lange warten
 
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#5
Kündigung

Um nach Zugang der Kündigung den Mietvertrag per Gesetz wiederzustellen, darf nicht hilfsweise mit Frist gekündigt sein und auch nicht ohne schriftliche Rücknahme der Kündigung gezahlt werden.
Die gesetzliche Schutzregelung tritt erst mit der Rechtshängigkeit in Kraft.

Also noch ist ein sofortiger Wohnungsverlust nicht zu befürchten. Hier ist nur eine angemessene Danksagung an die beteiligten SBs fällig.


Die Vermieterin sollte keinen weiteren Kredit gewähren. Sobald sie nach Kenntnisnahme der Bonität diesen einräumt, könnte die ARGE diesen als mietfreies Wohnen werten, und damit bei Gericht durchkommen. Während des Darlehenzeitraumes ist ja keine Miete (KdU) zu zahlen.

Ich kann jedem Wohnungsgeber nur raten, die gesetzlichen Regelungen zu nutzen. Ein Warten kann teuer werden. Damit hat Gorbi immernoch recht.

Hat der Mann nicht noch einen Bewährungshelfer? Wenn nein, sofort zur Rechtsberatung.
 

Lady_liz

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#6
Herzlichen Dank für eure Antworten.

Mein Freund war 15 Monate in Haft. Einen Bewährungshelfer hat er nicht, da er seine Endstrafe angetreten hatte (und um einen Monat früher Entlassen zu werden, wäre es eine Bewährung von 2 Jahren geworden). Er hatte vorher eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker angefangen, hatte diese auch 2 Jahre durchgeführt. Davor hat er auch immer gearbeitet, war nie arbeitslos.

Das Ende vom Lied ist, dass er der Vermieterin den Brief des Arbeitsamtes ausgehändigt hat (der endlich gekommen ist), dass eine Nachzahlung in Höhe von x Euro noch nachkommt. Sie hat ihn dann weiterhin drin wohnen lassen. Zum 1.3. bezieht er eine neue Wohnung, die günstiger, größer und schöner ist. Von daher hat sich alles nochmal zum guten gewendet :)

Nochmals herzlichen Dank,

Liz
 

Richardsch

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#7
Das sind doch mal erfreuliche Nachrichten.

Ich wünsche euch beiden alles erdenklich Gute.

Gruß Richard
 
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