Erwerbsfähigkeit nicht geklärt - VV mit Rechtshilfebescheid (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Zwo7

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Mai 2012
Beiträge
11
Bewertungen
0
Hallo Forum,

meine neue SB hat im Januar - ohne mich je gesehen zu haben- eine Prüfung meiner Erwerbsfähigkeit beim äD angeordnet.
Habe den Termin wahrgenommen und alle relevanten Sachen dort persönlich überreicht + unterschreiben lassen, daß keine medizinischen Daten an das JC gehen- wie hier im Forum geraten wird.

Ergebnis gibt es bisher keines, trotzdem hat meine SB mir letzt einen VV geschickt samt Androhung der Sanktion bei Ablehnung/ nicht bewerben oder auch durch negatives Verhalten: "Ein solcher Pflichtverstoß liegt vor, wenn Sie die Aufnahme der angebotenen Arbeit durch negatives Bewerbungsverhalten vereiteln".

Vor Jahren war ich schon einmal beim äD und bin seitdem eingeschränkt erwerbsfähig, bis 6h am Tag.
Kein langes Stehen, kein langes Sitzen, nichts Schweres heben e.t.c. .
Cluster-Kopfschmerzen und regelmässige Migräne-Anfälle mit Emesis (Kotzerei), schwere Depression ist auch dabei...


Bewerben soll ich mich morgen bei dem amerikanisch-schottischen Schnellimbiß für Vollzeit Schicht- und Wochenenddienst.
Hatte noch nie was mit der Materie zu tun, unter Gästebetreuer kann ich mir auch wenig vorstellen.
Wie die SB auf diese tolle Vermittlungs-Idee kommt oder kommen kann, ist mir völlig schleierhaft.
Meinem Profil entspricht es jedenfalls in keinster Weise.

Darf mir also meine SB bei nicht abschliessend geklärter Erwerbsfähigkeit einen Vermittlungsvorschlag mit Androhung der Sanktion "anbieten"- ist das rechtens?

Danke für die Antworten
 

grün_fink

Elo-User*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
409
Bewertungen
516
Hallo,

schleierhalft ist mir dieser VV auch. Er scheint ja weder deinem Profil zu entsprechen, noch mit deinen Krankheiten kompatibel zu sein.

Zum Gästebetreuer:

Nach kurzer Recherche fand ich etwas bei einem typischen Restaurant der Systemgastronomie:

Moderation:

Kommerzielle Links entfernt: Forenregel 13

Soviel dazu, aber das wird dir jetzt nicht besonders helfen. (Anm. Mod. In der Tat nicht.)
Vielleicht steht im VV noch eine Spur mehr dazu, woraus du etwas schließen kannst.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wurdest du irgendwann im Laufe diess Jahres begutachtet, und niemals mit dir ein Auswertungsgespräch geführt, dir das Ergebnis nicht mitgeteilt? Ich gehe davon aus, du wurdest Anfang des Jahres, spätestesn im Frühjahr begutachtet.
Eingliederung darf eigentlich erst nach der Begutachtung erfolgen, besser gesagt nach der Mitteilung des Ergebnisses.
Hast du das irgendwann mal angefordert, im JC selber oder über den behandelnden Arzt?

Soweit dazu.
Was du jetzt morgen mit einem dermaßen kurzfristigen Bewerbungstermin machst, weiß ich leider auch nicht ;)
 

grün_fink

Elo-User*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
409
Bewertungen
516
Hallo @Zwo7
Was hast du denn heute mit dem VV gemacht?
Dich mit dem JC oder Arzt wegen des Gutachtens in Verbindung gesetzt?
Kann man dir noch irgendwie weiter helfen?
Grüße von hier
 

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
Beiträge
1.822
Bewertungen
953
@Zwo7
Bist du ALG 1 oder ALG 2? Wie wurde dir mitgeteilt wann du dich bewerben sollst? Wie sollst du dich bewerben? Hast du aktuell eie gültige Eingliederungsvereinbarung mit Regelungen zu VVs?
Ist der VV mit Rechtsfolgebelehrung?

Das übliche "umgehend" heißt in der Regel innerhalb von 3 Tagen.

Ich rechne immer so: VV von Montag braucht bis Donnerstag zu mir + 3 Tage = Sonntag, also kann ich am Folgemontag mit Datum von Sonntag die Bewerbung einwerfen.

Ich stünde nun vor der Wahl, ob ich:
1. ...mich nicht bewerbe mit der Begründung, dass ich das mit meinen Einschränkungen von meinem bisherigen Gutachten nicht machen kann.
2. ...mich bewerbe und bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch ganz unschuldig Frage, ob die Stelle denn meinen Einschränkungen entspricht. (dabei musst du auch nicht den Grund der Einschränkungen nennen, sondern nur die Einschränkungen)

Wenn du morgen persönlich hin musst, geht auf jeden fall Punkt 2. (Fahrtkosten vorher beantragen, evtl. formlos per Fax)
 

Zwo7

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Mai 2012
Beiträge
11
Bewertungen
0
ALGII

Den VV habe ich knapp eine Woche vorher per Post bekommen.
Nichtmal von meiner SB selbst, sondern von unbekanntem SB.

Aufgrund der Rechtsbelehrung (Sanktionsdrohung) bin ich dort hin- persönliches Erscheinen war gefragt. Rechne trotzdem mit einer Sanktion, da von vornherein eine Vollzeitstelle mit Schicht- und Wochenendarbeit ausgeschrieben war, die für mich nicht in Frage kommen kann.

Hätte mich wohl am Besten attestiert krank gemeldet...

Meinen SB geht es immer in der Hauptsache darum, Druck zu machen und Sanktionsgründe zu konstruieren, darin sind die echt spitze... aba dit is nüscht neujet...
Den letzten Versuch einer EGV hatte ich abgeblockt, dann kam die unbegründete Aufforderung beim äD anzutanzen, jetzt dieser sinnlose Aktionismus.

Habe bereits einen MiniJob, der meinen Bedürfnissen gerecht wird und der mit 13€/h wesentlich besser bezahlt wird, als beim Burger-Franchise-Halsabschneider wo es entsetzlich stinkt und der Fussboden klebt.

Danke für die Antworten, aber interessant wäre eine konkrete Antwort auf meine Einstiegsfrage gewesen:
"Darf mir also meine SB bei nicht abschliessend geklärter Erwerbsfähigkeit einen Vermittlungsvorschlag mit Androhung der Sanktion "anbieten"- ist das rechtens?"
 

Nena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
1.930
Bewertungen
1.864
Darf mir also meine SB bei nicht abschliessend geklärter Erwerbsfähigkeit einen Vermittlungsvorschlag mit Androhung der Sanktion "anbieten"- ist das rechtens?
Ja. Wenn Du zu krank zum Bewerben bist, kannst Du das attestieren lassen. Wenn ein Vermittlungsvorschlag nicht zumutbar ist - wegen bereits bekannter (=attestierter) gesundheitlicher Einschränkungen, musst Du Dich darauf nicht bewerben. SB sollte vorher auf Zumutbarkeit prüfen.
 

Zwo7

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Mai 2012
Beiträge
11
Bewertungen
0
Danke Nena.

Wobei sich mir die Paradoxität der Sachlage immer noch nicht erschließt:
SB will unbedingt äD, aber bevor ein Resultat (inwiefern ich erwerbsfähig bin) da ist, dann doch wieder irgendein VV. Als wäre ich nie zum äD geschickt worden...
 

Nena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
1.930
Bewertungen
1.864
Bewirb Dich doch einfach. Die laden Dich eh ein, egal, was Du schreibst. Und beim Gespräch sagst Du dann, was Sache ist. "Ich habe mir schon immer gewünscht, einer dieser immer fröhlichen Menschen zu sein, zu dienen liegt mir im Blut. Aber leider... krank... nicht stehen... oft AU. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!" Kostet Dich insgesamt eine Stunde. Gegen eine Sanktion anzugehen, möglicherweise mehr (wenn Du jetzt ablehnst, Dich auf den VV zu bewerben, ohne entsprechende Diagnosen/Atteste zu haben).
 

grün_fink

Elo-User*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
409
Bewertungen
516
Ich kenne das so, bin aber nicht so ganz sicher:
Vermittlung und EGV setzt vorheriges Profiling voraus. Ins Profiling eingehen müssen Kompetenzen und auch Einschränkungen (wegen letzterem auch der äD).
Vermittlung muss also das Ergebnis der Einschätzung des äD berücksichtigen.
Das steht sicher auch irgendwo in den Richtlinien und Gesetzen.
Was die SBs machen, ist eine andere Sache. Da passiert auch viel Mist, aus verschiedenen Gründen.

Mir selber wurden auch VVs ausgehändigt, wo ich die Arbeit laut Stellungnahme des äD nicht hätte machen dürfen: Verkäuferin Backshop (obwohl kein Kundenkontakt sein sollte) und Schichtarbeit in der Fabrik, obwohl ich keine Schichten arbeiten durfte (und das ganze noch mit sehr langem Fahrtweg, so dass der Tagesablauf noch mehr durcheinander kommt). Da wollte sich jemand wahrscheinlich Fleißbienchen verdienen. Rückblickend frage ich mich bei den vielen aufgeschriebenen Einschränkungen, ob es für mich überhaupt einen Job gegeben hätte.

Manchmal erfüllen die SBs nur ihre Pflicht ihrem Arbeitgeber gegenüber, dass jetzt ja mal irgendwas mit dem Kunden gemacht worden ist.

Wäre ich in deiner Situation, würde ich erstmal das Ergebnis vom äD (ärztlicher Dienst) ansehen wollen. Das kannst du glaube ich auch über den Hausarzt dort verlangen. Teil A (Leistungseinschätzung) müsste im JC vorliegen. Dies hätte mit dir besprochen werden müssen wegen dem weiteren Vorgehen. Hast du das noch nicht eingefordert?

Aufgrund der Rechtsbelehrung (Sanktionsdrohung) bin ich dort hin- persönliches Erscheinen war gefragt. Rechne trotzdem mit einer Sanktion, da von vornherein eine Vollzeitstelle mit Schicht- und Wochenendarbeit ausgeschrieben war, die für mich nicht in Frage kommen kann.
Quatsch, doch nicht deswegen, wegen dem Hingehen selber.
Und selbst wenn deswegen etwas kommen sollte, kannst du das überprüfen lassen, ob der Job für dich überhaupt zumutbar wäre laut dem (ja offensichtlich erfolgtem) Leistungsbild des äD.

Die Variante mit dem Ausfüllen der Rückseite (nicht beworben wegen Einschränkungen) hab ich auch gemacht, kam nie etwas zurück vom JC.
 
Oben Unten