Ersttermin, fragwürdige EGV und drohende Maßnahme (1 Betrachter)

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mindblown

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Guten Morgen zusammen,

ich versuche das Geschehen möglichst kompakt zusammenzufassen.

Nachdem mein ALG II Antrag vor kurzem vorläufig bewilligt wurde, kam recht schnell der Ersttermin zur "Potentialanalyse" welchen ich gestern auch antrat.

Nun gehts los...

Mein SB war eigentlich recht höflich und es war ein normales Gesprächsklima. Er schilderte mir wie es im ALG II Bereich zugeht und das beide Parteien Rechte und Pflichten hätten, soweit so gut. Das wars übrigens auch schon in dem Gespräch was meine Rechte angeht. :) Recht schnell ging es dann darum, dass ich dann eine Massnahme antreten soll am kommenden Montag, bei einem Ihnen verbundenen Träger, welcher ja wie zu erwarten absolut super ist. Dieses "Sofortangebot" wäre vom Gesetzgeber ja so vorgesehen. Auf meine Frage hin, welche Kenntnisse mir dieses "Sofortangebot" bringen soll bekam ich nur grobe Antworten wie z.B. die herausragenden Vermittlungsquoten, und die Regional zahlreichen Connections die dieser Träger vorzuweisen hat, vorgehalten. Ich nahm das so hin und lies das Gespräch weiter fortlaufen womit wir auch schon zur EGV kamen. Er erklärte mir das ich sie unterschreiben müsste, ansonsten würde ich das selbe Exemplar bindend als EGV -VA erhalten. Prompt wurde mir das gute Stück dann auch schon vor die Nase gehalten, wohlgemerkt ohne überhaupt auf deren Inhalte etc. einzugehen. Ich entgegnete, dass ich die EGV gerne zum prüfen mit na Hause nehmen würde. Er bewilligte das aber druckte mir extra ein neues Exemplar aus, welches noch nicht vom Jobcenter unterzeichnet war, was mir seltsam vorkam. Nun habe ich 14 Tage Zeit um darauf zu reagieren, ich solle mich doch melden wenn ich nicht unterschreiben möchte, damit der VA erlassen werden kann. Soweit zum Termin.

Die EGV lade ich mit diesem Beitrag hoch. Sie kommt mir sehr suspekt vor, da sie lediglich Rechtfolgen, aber keine Leistungen beider Parteien sowie die Massnahme enthält. Auch der Gültigkeitszeitraum ist absolut komisch. Ich habe die Vermutung, dass sie möchten das ich das Ding unterschreibe, es Ihnen zurücksende und sie dann einfach die erste Seite mit ihrem Wunschvormat ersetzen. Das würde für mich auch erklären warum er extra eine neue EGV ausdruckt welche nicht unterschrieben ist. Ist ein enormer Vorwurf, aber nachdem was ich hier schon gelesen habe traue ich denen vieles zu. :)

Meine Fragen sind nun die folgenden:

Wie reagiere ich nun am besten? Ich persönlich habe darüber nachgedacht ein Schreiben aufzusetzen, und darum zu bitten die fehlenden Parts in dieser EGV zu ergänzen und mir unterschrieben zukommen zu lassen, damit ich die neue "korrekte" EGV dann prüfen kann.

Kann ich dieser Massnahme entkommen? Ich gehe persönlich stark davon aus dass es sich um eine 0815 Sinnlosmaßnahme handelt, welche dazu dient mich aus der Statistik zu bekommen.
Das ich noch nicht hin muss solang ich keine EGV oder Zuweisung diesbezüglich habe ist mir klar, aber es ist abzusehen das es in naher Zukunft auf mich zukommen wird.

Entschuldigt den langen Text, aber ich hoffe ich konnte euch die Situation so verdeutlichen. Würde gerne wissen wie ihr nun meinerseits vorgehen würdet.

LG

Mindblown
 

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vidar

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Moin @mindblown,

Ein Gültigkeitszeitraum von einem Tag. Das ist ja mal was ganz neues. Es fehlen z.B. auch die Textbereiche „Das JC bietet, kann…, fördert … etc.“ sowie „Der Leistungsbezieher verpflichtet sich … „! Über einer verpflichtenden Teilnahme an einer Maßnahme ist hier im Text nichts aufgeführt. Die EGV besteht fast ausschließlich nur aus der reinen Aufzählung von Verpflichtungen, die eh schon gesetzlich geregelt worden sind, sowie den üblichen Rechtsfolgebelehrungen. Dieses "Machwerk" würde ich nicht unterschreiben. Warte auf den EGV-VA.

BTW. „Dieses Sofortangebot“ ist zwar gesetzlich vorgesehen, heißt aber noch lange nicht, dass jede Maßnahme auch dazu geeignet ist, gerade dich mit dieser wieder in den Job zu bringen. Falls vorhanden, lade doch mal den Flyer der Maßnahme hier hoch.
Wie reagiere ich nun am besten? Ich persönlich habe darüber nachgedacht ein Schreiben aufzusetzen, und darum zu bitten die fehlenden Parts in dieser EGV zu ergänzen und mir unterschrieben zukommen zu lassen, damit ich die neue "korrekte" EGV dann prüfen kann.
Es ist die Aufgabe des SB dir eine "korrekte" EGV" auszuhändigen. Es bringt dir mMn momentan nichts, wenn du dem SB eine eigenen Vorschlag deines EGV-Texts anbietest.

Schaue auch mal hier rein: https://www.elo-forum.org/antraege-klagen-widersprueche-und-weitere-vorlagen-sortiert-/188238-leitfaden.html
 

Frank71

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Die EGV ist Müll und sonst nichts. Gegenvorschläge würde ich nicht unterbreiten zumal Du mit dem heutigen Tage keine gültige EGV mehr hast.
 

mindblown

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Moin,

danke für die schnelle Rückmeldung.

Es bringt dir mMn momentan nichts, wenn du dem SB eine eigenen Vorschlag deines EGV-Texts anbietest.
Ich glaube es kam falsch rüber was ich damit bezwecken möchte. Natürlich kann ich auf diese EGV keine Gegenvorschläge unterbreiten. Sie besteht ja lediglich aus Rechtsfolgebelehrungen.

Es fehlen z.B. auch die Textbereiche „Das JC bietet, kann…, fördert … etc.“ sowie „Der Leistungsbezieher verpflichtet sich … „!
Genau darum möchte ich sie in einem Schreiben bitten.
Warum ich gedenke das zu tun? Ich möchte einen offiziellen Beweis dafür das ich an einer Verhandlungsphase zu dieser EGV interessiert bin. Falls dann nämlich ohne Verhandlungsphase eine EGV -VA mit fragwürdigen Passagen erlassen wird, hätte ich im Vorfeld schon eine Widerspruchsbegründung um diesen dann im Fall des Falles anzufechten.
Mich würde interessieren ob ich mit dieser Theorie richtig liege?

zumal Du mit dem heutigen Tage keine gültige EGV mehr hast.
Ich hatte noch nie eine, das ist alles Neuland für mich weswegen ich dankbar für eure Unterstützung bin. :)

Grüße,

Mindblown
 

Regensburg

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Moin :)
Ich möchte einen offiziellen Beweis dafür das ich an einer Verhandlungsphase zu dieser EGV interessiert bin.
Du kannst nicht verhandeln was schon abgelaufen ist -> 18.06.2018.
Hier zieht auch keine Flüchtigkeit Fehler (meistens sind es Schreibfehler) denn, man kann mit besten willen nicht einschätzen bis wann sollte, SB Meinung nach, die EGV gelten.
Falls dann nämlich ohne Verhandlungsphase
Wurde dir doch nicht gewährt.
eine EGV -VA mit fragwürdigen Passagen erlassen wird,
Eine zeitlich abgelaufene EGV kannst Du nicht als EGV-VA bekommen.
Und wenn schon es doch kommen sollte, muss es inhaltlich gleich sein => leer.
Nun habe ich 14 Tage Zeit um darauf zu reagieren, ich solle mich doch melden wenn ich nicht unterschreiben möchte, damit der VA erlassen werden kann.
Ich würde gar nichts machen. Was der SB sagt interessiert mich persönlich recht wenig.

----------------------------

Zur Sofortangebot. Vermutlich nach §15a SGB2 der aber am 17.07.2017 Aufgehoben wurde. Ist anscheinend beim SB noch nicht angekommen.
Hier alte Fassung:
§ 15a SGB II Sofortangebot

Erwerbsfähigen Personen, die innerhalb der letzten zwei Jahre laufende Geldleistungen, die der Sicherung des Lebensunterhalts dienen, weder nach diesem Buch noch nach dem Dritten Buch bezogen haben, sollen bei der Beantragung von Leistungen nach diesem Buch unverzüglich Leistungen zur Eingliederung in Arbeit angeboten werden.
Ich habe es gerade durchgecheckt:
SGB 1, 2, 3 kennt den Begriff Sofortangebot nicht.

Kann ich dieser Massnahme entkommen?
Hast Du zur Sofortangebot überhaupt etwas schriftliches, z.B. Zuweisung?
Oder hat der ole SB nur gesagt: Junge, geh mal am Montag hin....

Nachtrag:
Die EGV unbedingt behalten! Für eventuelle Rechtsstreitigkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:

mindblown

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Hey Regensburg!

Danke für deine Mühe. :)

man kann mit besten willen nicht einschätzen bis wann sollte, SB Meinung nach, die EGV gelten.
Im Gespräch sagte er mir das die immer ein halbes Jahr laufen würden.

Wurde dir doch nicht gewährt.
Die Frage ist wie Beweise ich das im Streitfall? Da wird doch meine bloße Aussage nicht reichen oder?

Und wenn schon es doch kommen sollte, muss es inhaltlich gleich sein => leer.
Ist das irgendwie gesetzlich so vorgeschrieben, das sie gleich sein muss? Ich muss nochmal betonen, das beide Exemplare dieser EGV NICHT vom Jobcenter unterschrieben sind. Falls dem so wäre hätte ich ja nichts zu befürchten....

Ich würde gar nichts machen. Was der SB sagt interessiert mich persönlich recht wenig.
Ich dachte mir dabei das es vielleicht besser wäre keinen Krieg anzuzetteln, wo noch keiner herrscht :)

Hast Du zur Sofortangebot überhaupt etwas schriftliches, z.B. Zuweisung?
Das sollte über die EGV laufen , weswegen es mich wundert wieso diese eben so aussieht wie sie aussieht. Das ich einen verdacht habe, hab ich ja im Eingangspost angesprochen. Er sagte mir solange ich die EGV noch nicht abgeschlossen habe, kann ich auch noch nicht zur Massnahme. Wir würden dann nach dem Abschluss den kommenden Starttermin nehmen....

EGV werde ich selbstverständlich behalten. :)
 

CuiBono

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Könnte es nicht evtl. sogar "sinnvoll" sein das Angebot einfach in 1-2 Wochen unterschrieben zurückzusenden bzw. anzunehmen?

Wenn das wirklich alles ist was upgeloaded wurde... von Maßnahme und Zuweisung ist nix drin, auch sonst kann ich keine Fallstricke erkennen, abgesehen davon das die ganze EGV natürlich kompletter Nonsens ist und alles limitiert auf nur einen Tag.

Hätte evtl. den Vorteil dass der SB nach Erhalt den Inhalt nicht mehr richtig prüft und das Teil abheftet, in Gedanken eine 6 Monate gültige EGV vereinbart zu haben? Dies stimmt diesen sicherlich erstmal "fröhlich" und gleichzeitig hat man sich so entgegenkommend gezeigt.

(Denn ein SB der so eine EGV produziert hat, der wird sicherlich in Zukunft noch ausreichend Momente liefern, in welchen es sich dann lohnt sich aufzulehnen)


Ich persönlich würde wahrscheinlich auf uninformiert tun und dieses erste Angebot einfach mal annehmen, und erst in späteren Fällen (abhängig davon wann und wie da was kommt) "aktiv" werden.


Dass der SB im Nachhinein Seiten des Vertrages verändert/austauscht, bzw. den Vertrag somit verfälscht, halte ich fast für ausgeschlossen, aber möglich ist natürlich alles.


Deswegen auf jeden Fall, wie Regensburg schon hingewiesen hat, immer alle Dokumente bestens bei dir archivieren und dokumentieren, falls man das später mal in einer Auseinandersetzung braucht!


Ansonsten die Taktik die definitiv klappt wie schon beschrieben:
- 2x Wochen verstreichen lassen.
- Mit Glück/Pech kommt die EGV als VA.
- Wenn die EGV als VA kommt muss sie inhaltlich nahezu identisch sein, falls nicht ist ein erfolgreicher Widerspruch dagegen fast sicher.
- Wenn die EGV als VA kommt mit identischen Inhalt ist ein erfolgreicher Widerspruch auch sicher.
- Danach beginnt wieder die Verhandlungsphase für eine neue mögliche EGV von vorne.
 

Regensburg

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Hi :)
Im Gespräch sagte er mir das die immer ein halbes Jahr laufen würden.
Lerne eins -> gesagt ist nicht nachweisbar.
Die Frage ist wie Beweise ich das im Streitfall?
18.06.2016 bis 18.06.2018.
Wo ist hier Verhandlungszeitraum?
Ist das irgendwie gesetzlich so vorgeschrieben, das sie gleich sein muss?
Gesetzlich wahrscheinlich nicht aber es gibt Urteile / Beschlüsse die es bestätigen.
Ist ja auch logisch denn, wenn ich mit dir über etwas verhandle, kannst Du mir dann nicht etwas anderes per VA aufzwingen.
Ich muss nochmal betonen, das beide Exemplare dieser EGV NICHT vom Jobcenter unterschrieben sind. Falls dem so wäre hätte ich ja nichts zu befürchten....
Hier kann ich dich nicht folgen was Du meinst.
Um Gültigkeit zu erlangen bedarf es Unterschriften von beiden Vertragsparteien.
besser wäre keinen Krieg anzuzetteln, wo noch keiner herrscht :)
Meine volle Zustimmung!
Wir würden dann nach dem Abschluss den kommenden Starttermin nehmen....
Wir oder doch nur der SB?
 

mindblown

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Guten Morgen :)
Erneut vielen Dank für eure Beiträge!

Hier kann ich dich nicht folgen was Du meinst.
Um Gültigkeit zu erlangen bedarf es Unterschriften von beiden Vertragsparteien.
Dass der SB im Nachhinein Seiten des Vertrages verändert/austauscht, bzw. den Vertrag somit verfälscht, halte ich fast für ausgeschlossen, aber möglich ist natürlich alles.
Ich erkläre es nochmal kurz. SB setzt sich neben mich mit zwei seinerseits unterzeichneten EGV's. Als ich entgegne ich möchte sie mitnehmen, steht er extra auf und macht neue Kopien (bzw. eben diese abgeänderte schwachsinnige) welche er NICHT unterschreibt --> kam mir vor wie eine Verhaltensanweisung von oben beim Stichwort Mitnahme EGV. Er hätte mir doch einfach die beiden unterschriebenen Exemplare zur Prüfung mitgeben können, ich hätte daheim nach Prüfung eines unterzeichen können (sofern sie mir gefallen hätte) und anschließend dem SB wieder zukommen lassen. SB gibt mir aber stattdessen diese neuen nicht vom Jobcenter unterzeichneten Kopien und sagt ich solle ein Exemplar unterschrieben zurückschicken, worauf diese sie dann unterschreiben würden und mir anschliessend wieder zukommen lassen --> totaler Umweg. Es kann ja sein, dass diese EGV die ich nun habe auch für das Jobcenter totaler Müll ist, da sie im Streitfall behaupten können, dass sie das Ding nie unterschrieben haben.

Mein Gedankengang wie der Plan des JC's also ausschaut:

Unterbreitung EGV --> Kunde will mitnehmen --> Ausdruck sinnlose EGV (nicht unterzeichnet) --> bitte um unterschriebene Rücksendung nach Bedenkzeit --> nun zwei Fälle...

Fall 1: Kunde schickts unterschrieben zurück --> Leistungen und Pflichten werden nach eigenem ermessen angepasst --> unterschriebene Rücksendung an Kunden (welcher vermutlich aus den Latschen kippt weil er sowas nie unterzeichnet hat)

Fall 2: Kunde reagiert nicht --> salzige EGV-VA wird erlassen --> Kunde legt Widerspruch ein mit Verweis auf die zu verhandelnde EGV --> Widerspruch abgelehnt, da das Exemplar welches SB dem Kunden zur Verfügung stellte nicht unterschrieben war (von beiden Parteien)

Ansonsten die Taktik die definitiv klappt wie schon beschrieben:
- 2x Wochen verstreichen lassen.
- Mit Glück/Pech kommt die EGV als VA.
- Wenn die EGV als VA kommt muss sie inhaltlich nahezu identisch sein, falls nicht ist ein erfolgreicher Widerspruch dagegen fast sicher.
- Wenn die EGV als VA kommt mit identischen Inhalt ist ein erfolgreicher Widerspruch auch sicher.
- Danach beginnt wieder die Verhandlungsphase für eine neue mögliche EGV von vorne.
Super Zusammenfassung, Danke! :)

Wir oder doch nur der SB?
Drei mal darfst du raten. :)

Ich hoffe ich konnte euch meine Gedankengänge nochmal nachvollziehbar erklären. Vielleicht denke ich auch zu weit, so bin ich nunmal gestrickt. :bigsmile:

Grüße,

Mindblown
 

Regensburg

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Moin :)
Dass der SB im Nachhinein Seiten des Vertrages verändert/austauscht, bzw. den Vertrag somit verfälscht, halte ich fast für ausgeschlossen, aber möglich ist natürlich alles.
Meines Wissens nach kann SB in Verbis nichts ändern oder löschen.
Möchte SB etwas ändern oder löschen muss es dieses Vorgang beantragen was wiederum protokoliert ist.
Deshalb gelten Verbis-Einträge beim SG als Beweismittel.

Vielleicht kann uns @Helga40 aufklären.

Ansonsten die Taktik die definitiv klappt wie schon beschrieben:
- 2x Wochen verstreichen lassen.
- Mit Glück/Pech kommt die EGV als VA.
- Wenn die EGV als VA kommt muss sie inhaltlich nahezu identisch sein, falls nicht ist ein erfolgreicher Widerspruch dagegen fast sicher.
- Wenn die EGV als VA kommt mit identischen Inhalt ist ein erfolgreicher Widerspruch auch sicher.
- Danach beginnt wieder die Verhandlungsphase für eine neue mögliche EGV von vorne.
Jupp - richtig.
Ich persönlich unterbreite allerdings Gegenvorschlag um Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren, was in diesem Fall mMn. nicht möglich ist.

Drei mal darfst du raten. :)
Gerne :)
Ich hoffe ich konnte euch meine Gedankengänge nochmal nachvollziehbar erklären.
Ja, jetzt verstehe ich dich.

Aber siehe oben -> alles ist im Verbis protokoliert.
Unbefugte (SB) Änderungen sind ohne Spuren zu hinterlassen mMn. unmöglich.
 

mindblown

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Guten Morgen :)

Meines Wissens nach kann SB in Verbis nichts ändern oder löschen.
Von diesen Verbis habe ich noch nie was gehört :O Google spuckt aus das ist sowas wie ein in der JC Datenbank gespeichertes Gesprächsprotokoll, kommt das so hin? Wäre interessant zu wissen was drin steht :)

Ich persönlich unterbreite allerdings Gegenvorschlag um Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren, was in diesem Fall mMn. nicht möglich ist.
Mir wäre es eigentlich auch lieber irgend eine Art von Rückmeldung zu geben, zumal ich das im Gespräch auch angedeutet habe. Möchte nicht der jenige sein, der das Verhältnis kippt.

Im Dokument ist es 18.06.2018 bis 18.06.2018, d.h vor 3 Tage war dieser "Angebot" genau ein Tag gültig
Gestern 06:14
Was mir aufgefallen ist.. In der RFB der EGV steht folgendes:
"Die EGV behält grundsätzlich solange ihre Gültigkeit, solange sie hilfebedürftig sind." Hebt das die Gültigkeitsdauer in der Kopfzeile nicht auf?


Alles in allem denke ich, das ich nun tatsächlich warten werde bis mir der EGV-VA zuflattert, welchen ich dann auch hier einstellen werde. Trotzdem würde ich gerne freundlichkeitshalber irgendeine Rückmeldung geben, um die Wogen schön glatt zu halten.:bigsmile: Oder findet ihr das überflüssig?

Grüße,

Mindblown
 

mindblown

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Hallo :)

Es hat sich eine Kleinigkeit getan. Habe heute den Briefkasten geleert und darin befand sich eine Einladung des Maßnahmeträgers für diesen Montag morgen. Ich sei vom Jobcenter einer Maßnahme zugewiesen worden. Auf mögliche Sanktionen bei Nichterscheinen wird auch hingewiesen. Die Sache ist nur die, dass ich bislang weder eine EGV-VA (auf die ich ja noch warte), noch eine Zuweisung zu einer Maßnahme erhalten habe. Ich vermute eins von beidem erhalte ich,wenn überhaupt, erst am Montag NACH Maßnahmebeginn. Theoretisch liegt mir nun keinerlei Verpflichtung vor da am Montag aufzuschlagen. Würde dies auch gerne vermeiden, was ja auch schon aus vorigen Posts ersichtlich ist. Was haltet Ihr davon? Wie soll ich mich nun am besten verhalten? Sobald ich eine Zuweisung, bzw EGV-VA erhalte werde ich die natürlich anonymisiert hochladen. Bin für jeden Rat dankbar! :)

Grüße,

Mindblown
 

twitmarsh

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Hallo :)
Habe heute den Briefkasten geleert und darin befand sich eine Einladung des Maßnahmeträgers für diesen Montag morgen.
Wenn mir so ein Einladung zugestellt wird dann würde ich dies ignorieren da ich so eine Maßnahme nicht bezahlen kann und es mir nicht bekannt ist dass das JC die Kosten übernimmt. Ich würde das JC heute noch anschreiben (und heute verschicken) und fragen ob dieser Einladung rechtmäßig ist. Wenn das JC dies bestätigt dann wird es interessant :wink:.

Falls eine Schreiben von JC am Montag eintrifft würde ich schriftlich fragen zu bestätigen das der Einladung des MT daher kommt weil der MT früher informiert wurde und das dies alles ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Frage: kannst du dich im Jobbörse anmelden ?

Wichtig: bitte dieser Einladung (anonymisiert) hochladen.
 

mindblown

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Hallo :)

anonymisiertes Einladungsschreiben ist beigefügt.

Die Sache ist die, egal ob ich nun ein Schreiben aufsetze oder nicht, vor Montag 8:30 werde ich keine Antwort des JC erhalten.
Deswegen bleibt mir ja nur die Entscheidung ob ich hin soll oder nicht.
Ich nehme an wenn ich nicht hingehe, wird bald eine Anhörung folgen.
Frage: kannst du dich im Jobbörse anmelden ?
Ich habe das Onlineangebot des Jobcenters noch nicht genutzt, und würde dies auch lieber vermeiden. Zu welchem Zweck sollte ich mich da anmelden?

Danke und Grüße,

Mindblown
 

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Sonne11

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Hallo!
Ich nehme an wenn ich nicht hingehe, wird bald eine Anhörung folgen.
Wenn Du sicher bist keine EGV unterschrieben zu haben, kein Angebot/Zuweisung oder EGVA mit Maßnahme erhalten zu haben, dann könnte man gar nichts tun. Denn wie schon angemerkt, wer bezahlt alles und Deine Fahrkosten zudem auch?

Wenn eine Anhörung kommt, muss der Vorwurf begründet sein und dann wirst Du erfahren, worauf sich das JC beruft. Es kann Dir also egal sein, weil sich das JC auf nichts berufen kann. (Deine Aussage)

Ich würde dem JC auch nichts schreiben, nichts fragen. Jetzt könnte man den Träger auffordern, dass er mitteilt, woher er Deine Daten hat und die Löschung verlangen. Aber dann kontaktiert der Träger das JC und es könnte alles per VA für Dich verbindlich werden.

Lass' die einfach doof sein. :biggrin: Wenn Du dann tatsächlich den Marschbefehl bekommst, denke an Deine Fahrkosten. Diese müssen verbindlich zugesagt werden vom JC. Wenn sie zudem hoch sind, muss man leider diese auch vorher erhalten. Bei mir dauert nämlich jede Beantragung immer ca. 2 Wochen. Wer will schon 2 Fahrkosten selbst vorauslegen, wer kann das zudem?

Zudem dann auf erlaubte Zugriffe für den Träger in VerBIS oder ähnliche Datenweitergaben achten. Diese unterbinden für JC und MT.

Das Schreiben vom Träger finde ich persönlich lächerlich. Es fehlen noch Totenköpfe und durchgestrichene Geldscheine oder Männchen in gestreiften Knast-Anzügen. :biggrin: Da sieht man, wessen Gehilfe und Dienstleister der Träger hier ist. Nicht Deiner. :wink:
 

mindblown

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Hallo! :)

Wow das geht ja fix mit den Antworten danke euch! :peace:

Wenn eine Anhörung kommt, muss der Vorwurf begründet sein und dann wirst Du erfahren, worauf sich das JC beruft. Es kann Dir also egal sein, weil sich das JC auf nichts berufen kann. (Deine Aussage)
Angenommen das JC hat die Zuweisung/EGV-VA am Freitag geschickt und ich bekomme sie erst am Montag. Bei wem liegt im Streitfall die Beweislast wann ich das Schreiben erhalten habe? JC könnte ja einfach behaupten, dass ich es am Samstag hätte erhalten haben müssen.

Jetzt könnte man den Träger auffordern, dass er mitteilt, woher er Deine Daten hat und die Löschung verlangen.
Also das vom JC eine Massnahme bei diesem Träger angedacht ist, ist mir ja bekannt. Ich warte ja auch derzeit auf eine EGV-VA welche ja rein rechtlich so ausschauen müsste wie die im Anfangspost. Entspricht die EGV-VA dann nicht der EGV, welche ununterschrieben bei mir liegt, werde ich ohnehin Widerspruch einlegen.

Wenn Du dann tatsächlich den Marschbefehl bekommst, denke an Deine Fahrkosten.
Habe mich hier im Forum schon ein bisschen schlau gemacht wie das mit der Maßnahmeabwehr ausschaut. :) Werde wenn es so weit ist ggfs. einen zweiten Thread zu diesem Thema aufmachen.
Zudem dann auf erlaubte Zugriffe für den Träger in VerBIS oder ähnliche Datenweitergaben achten. Diese unterbinden für JC und MT.
Ich habe nichts dergleichen zugestimmt, bzw. unterschrieben.
Gibt es da dennoch Handlungsbedarf?
Es fehlen noch Totenköpfe und durchgestrichene Geldscheine oder Männchen in gestreiften Knast-Anzügen.
Gott sei Dank gibt es dieses Forum. Ich denke Menschen welche sich nicht im Internet etc. informieren, lassen sich dadurch leider durchaus einschüchtern. Aber ja, ein paar furchteinflößende Grafiken würden gut dazu passen. :biggrin:

Danke und Grüße,

Mindblown
 

Pixelschieberin

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Das würde ich unter Michel-Methode verstehen:
[...] Ich würde das JC heute noch anschreiben (und heute verschicken) und fragen ob dieser Einladung rechtmäßig ist. [...]
Pfff - seit wann kommt denn der Knochen zum Hund?
Warnt der Schach spielende Stratege seine Gegner vor und bringt sie auf Ideen, Versäumtes nachzubessern?

Wenn ich keinen offiziellen Marschbefehl vom JC habe, betrachte ich das Gequake wichtigtuerischer Drücker-Firmen - mit denen ich KEINERLEI Geschäftsbeziehung pflege - als unerwünschte Werbung.
[...] Bei wem liegt im Streitfall die Beweislast wann ich das Schreiben erhalten habe? [...]
Beim Versender.
Dem Umstand liegt die Idee zugrunde, daß i. d. R. derjenige die Beweislast trägt, der Rechtsfolgen ableiten will.
[...] JC könnte ja einfach behaupten, dass ich es am Samstag hätte erhalten haben müssen. [...]
Wie du schon sagtest, es wäre eine Behauptung.
Die müßte der Gerichtsvolzieher bestätigen.
Oder das Schreiben müßte per PZU versandt worden sein.
[...] Ich habe nichts dergleichen zugestimmt, bzw. unterschrieben.
Gibt es da dennoch Handlungsbedarf? [...]
JA.
Selbst wenns nur vorsoglich sein sollte.

Grund:
Von SBs werden teilweise sehr unbekümmert Fakten hinsichtlich der Unterwanderung der informationellen Selbstbestimmung und von Persönlichkeitsrechten geschaffen.

Wie es aussieht, ist nicht undenkbar, daß in deinem Fall schon was aus dem Ruder zu laufen droht.

Meine Empfehlung:
Versende vorsorglich DEINE Datenverarbeitungserklärung/en,
in der du Speicherung und Weitergabe von Daten - die den vom Gesetzgeber (GG) gesteckten Rahmen sprengen/unterwandern/you name it - untersagst.
mir meinte:
Die Nachweisbarkeit des Eingangs meiner Schreiben stelle ich mit der Methode "doppelt gemoppelt" auf niedrigem Kostenniveau sicher.
Die als zu häufig empfundene Erwähnung der Vorgehensweise geht einer Mit-Forentin zwar voll auf den Docht - aber - da ich nicht davon ausgehen kann, daß Noobs sie sogleich finden werden, werde ich mir trotzdem weiterhin erlauben, diese Verlinkung zur Verfügung zu stellen.
Die Rücknahme möglicherweise unbedacht gegebener Einverständniserklärungen, das vorsorgliche Verbot - ist keine mangelnde Mitwirkung - da vom GG für den mündigen Bürger so eingetütet.
Dabei ist auf die präzise Formulierung zu achten, die sich deutlich auf die Gesetzesgrundlage beziehen und stützen soll.
 

twitmarsh

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Hallo :)
Ich habe das Onlineangebot des Jobcenters noch nicht genutzt, und würde dies auch lieber vermeiden. Zu welchem Zweck sollte ich mich da anmelden?
Es gibt etwas in Jobbörse das (aus meiner Sicht) man nützen könnte. Im Jobbörse gibt es die Möglichkeit einen Nachricht a SB zu schicken, diesen Nachricht wird registriert und kann (wenn druck ausgeübt wird) verfolgt werden.
 

twitmarsh

Elo-User*in
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Das würde ich unter Michel-Methode verstehen:pfff - seit wann kommt denn der Knochen zum Hund?
Warnt der Schach spielende Stratege seine Gegner vor und bringt sie auf Ideen, Versäumtes nachzubessern?
Wenn LE nicht zur Maßnahme geht, MT danach SB informiert gibt es Ärger.

Was soll LE machen ?
 
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