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Erstes Auto unter H4 Bezug. Was ist zu beachten?

HHPeterle

  Th.Starter/in   
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#1
Hallo,

da ich nicht mehr so gut gehen kann, werde ich mir zum ersten Mal in meinem Leben ein eigenes Auto anschaffen müssen.

Was sollte ich unter Hartz4 Bezug beachten? Welcher Kaufpreis wird ohne Nachfragen geschluckt? Wie sieht es mit der Kfz Versicherung aus? Mein Vater könnte ihn erstmal für mich als Zweitwagen 120% anmelden. Wäre günstiger ist aber wohl aber unter H4 Bezug nicht möglich, oder? Muss ich den Wagen sofort melden oder reicht es ihn beim nächsten Weiterbewilligungsantrag mit anzugeben?
So viele Fragen...Hat jemand bereits Erfahrungen damit gemacht? Danke Euch!
 

mertenshom

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#2
als alg2 he wirst du wohl nicht das große auto kaufen können. bis 7500 euro darf ein auto kosten, ohne als vermögen angerechnet zu werden.
sobald du es hast, gibst du es per veränderungesmitteilung einfach an. die versicherung dazu kannst du dann auch mit angeben.
 

Dark Vampire

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#4
120% ????

Kollege hat als Führerscheinneuling bei knapp 90 angefangen.......

Da würd eich mal diverse Vergleichsrechner bemühen im Netz.

Und ich habe es so gemacht, alles auf eine andere Person und ich nutze es nur, ergo ich besitze offiziell kein Auto ;)
 

AntiHartz

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#5
Ein Kfz erhöht die Mobilität und Flexibilität.
Das bedeutet, das es passieren kann, das man in ein neues, erweitertes und größeres Gebiet der ZAF Haie rutscht! "Radiusvergrößerung".

Ein Kfz leiht man sich höchstens. Dabei sind natürlich gewisse Fahrten untersagt. Z.B. durch eine km Begrenzung. So ist z.B. die Wahrnehmung eines Meldetermins möglich, ein Einkauf oder ähnliches. Aber 4 Wochen Praktikum, Probearbeit, Lohndumping oder andere tolle Aktionen nicht.

Kaufpreis, wenn ich es richtig im Kopf habe, bis 7500 Euro ok. Darüber hinaus gilt es als Vermögen und nicht mehr zum Hausrat der anrechnungsfrei ist.
Ein Auto muss angegeben werden bei 7500 und weniger bei der Arbeitsvermittlerin, die darauf natürlich reagieren wird, indem das Radius vergrößert wird durch die Unabhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Und ab über 7500 Euro muss dies auch der Leistungsabteilung angezeigt werden.
So interpretiere ich das SGB2.
 

Mona62

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#6
Wenn du es als eigenes Auto angeben willst, darfst du unter H4 auch offiziell ein Auto besitzen, allerdings höchstens im Wert von 7500 Euro.
Im VM-Formular (Vermögen) wird genau gefragt, wie alt das Auto ist, km-Stand usw. und du mußt einen Nachweis über die KFZ-Versicherung vorlegen.
Du solltest das dann auch gleich dem JC melden, wenn sich dein
"Vermögen" verändert hat.

Wenn aber alles auf eine andere Person laufen kann, hat das eventuell Vorteile, siehe Beiträge der anderen Forenteilnehmer.
 

AntiHartz

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#7
Ein Auto auf eigenen Namen laufen zu lassen hat nur einen einzigen Vorteil.
Die Absetzung der KFZ-Haftpflicht.
SONST NUR NACHTEILE.
 
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#8
Kaufpreis, wenn ich es richtig im Kopf habe, bis 7500 Euro ok. Darüber hinaus gilt es als Vermögen und nicht mehr zum Hausrat der anrechnungsfrei ist.
Ein Auto muss angegeben werden bei 7500 und weniger bei der Arbeitsvermittlerin, die darauf natürlich reagieren wird, indem das Radius vergrößert wird durch die Unabhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Und ab über 7500 Euro muss dies auch der Leistungsabteilung angezeigt werden.
Gilt das mit den 7.500 Euro nicht bei schon vorhandenen Auto beim Erstantrag?
Wenn ich z.B. erst 1 Jahr im Bezug bin und beim Erstantrag kein Vermögen angegebn habe und jetzt mir ein Auto von bis zu 7500 Euro kaufe? Interessiert das die Leistungsabteilung nicht?
 

AntiHartz

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#9
Ich verstehe das SGB2 so, das getrennt wird, was haushaltsüblich ist und was nicht. Ein Auto bis 7500 wird als haushaltsüblich eingestuft und unterliegt somit garnicht einer Vermögensanrechnung. 7500 bedeutet also in Bezug auf Vermögen 0. Genauso wie ein Toaster in Bezug auf Vermögen 0 bedeutet.
Wenn Du nun einen Toaster verkaufst und dafür eine Kaffeemaschine anschaffst, dann ist das nichts anderes als eine Umwandlung. Das besondere hier dran. es ist KEINE Vermögensumwandlung, weil beides haushaltsüblich ist!
Da nun auch ein Auto unter 7501 mit 0 angesetzt wird, ist dieses ebenfalls "nur" eine Umwandlung. Nicht einmal eine Vermögensumwandlung. Würde das Auto aber 8000 Wert sein, man würde es für 7900 verkaufen und sich ein neues kaufen für 7500 Euro, dann würde folgendes passieren:
Es würde KEIN Einkommen vorliegen durch den Verlust beim Verkauf.
Weiterhin wäre das neue Auto ein haushaltsüblicher Gegenstand geworden durch einen Kaufbetrag unterhalb der Eurogrenze und das Vermögen würde um
8000 Euro nach unten korrigiert werden müssen, obwohl man sich ein Auto für 7500 gekauft hat.

Zu Deiner Frage. Du hast ein Auto was einen Marktwert von 7500 Euro hat. Nun verkaufst Du es für 7500, packst 100 vom Konto dazu und kaufst ein Auto für 7600. Was passiert? Zunächst einmal gibt es kein Einkommen, da kein Gewinn. ABER, da nun die 7500 Grenze durchbrochen wird, wird das Auto nun zum VERMÖGEN! Und damit muss man sein Vermögen korrigieren und anmelden. Bisschen verwirrend.
Besitzt man 200 Euro in bar und ein Auto mit Marktwert 7500,
dann bedeutet das: 200 Euro Scheingeld und Vermögensanrechnung 0 für das Auto.
Besitzt man 100 Euro in bar und ein Auto mit Marktwert 7600,
dann bedeutet das: 100 Euro Scheingeld und Vermögensanrechnung 7600 für das Auto.
Soweit ich weiß wird nämlich nie die Differenz zu den 7500 genommen, sondern sobald man über der Grenze ist, dann die komplette Summe.
Ein 16000 Euro Auto wird also gleich mit 16000 Euro Vermögen angerechnet. Und man muss zusehen, das der Freibetrag das ausgleicht!
Hoffe, das war verständlich.
Du kannst Dir also ein Auto für 7500 kaufen. Für die Leistungsabteilung muss es als haushaltsüblicher Gegenstand gelten und dann mit 0 beim Vermögen angesetzt werden. So läßt man bis zu 7500 Euro legal "verschwinden". Die Leistungsabteilung kann da nichts machen. Aber sie versuchen es natürlich gegebenenfalls. Und so wird dann geschaut, woher die 7500 Euro kommen für den Autokauf.
Also musste bei Erstantrag immer irgendwas schönes teures angeben, was dann verkauft wurde ohne Gewinn. Und schon kannst Du jonglieren soviel Du willst. Wenn Du es nicht gemacht hast beginnt ein Spiel der Mitwirkung. Dann sollst Du erläutern woher das Geld stammt, weil Du eine Mitwirkungspflicht hast und der Verkauf von Toaster und Kaffeemaschine für so eine Anschaffung nicht ausreicht.
Wer beim Erstantrag nicht gepennt hat, kann also sogar sagen "es war eine Umwanldung innerhalb haushaltsüberlicher Gegenstände oder angegebener Vermögensgegenstände". Wer klug ist, macht es ganz anders. Und wer pennt, der hat alle Freibeträge nicht ausgeschöpft und kann nun wirklich in Erklärungsnot kommen. Aber da gibt es ja noch verschiedene Kaufarten aus dem BGB :)


Es gibt Spielchen, wenn man sich arm rechnen muss. Dann machen sowohl Vermögensumwandlungen Sinn, aber auch Verlust, der nur auf dem Papier entstanden ist (Aktien verkaufen und gleich wieder kaufen), als auch die Spielchen, das man dafür sorgt, das man unter Wertgrenzen kommt, das etwas mit 0 angesetzt wird. Weiterhin würde ich bei Erstantrag immer extrem taktieren und alles ausschöpfen, damit Umwandlungen später simpler werden.

Ich sage es mal anders:
Es gibt etwas, was im Erstantrag und in der WBA NICHT abgefragt wird und viel mehr Wert ist, als Geld oder reale Sachwerte.
Ein Netzwerk! Brauch ich ein Auto, kostet mich das nicht mal nen Anruf und ich habe eines vor der Tür. Aber nur wenn ich will.
Nicht wenn irgendwer das will und nichts dafür gezahlt wird (z.B. ZAF). Und so ist es mit allen Dingen.
Dafür gibt man z.B. Wissen, Kontakte und bezahlt den Gefallen damit, das der andere mehr Geld macht oder Geld spart. Das ihm
etwas ermöglicht wird oder was auch immer. Win to win und alle sind glücklich ohne das ein cent fliegt (Ausser der SB vielleicht, wenn der checkt das sein Sanktionshebel keine Wirkung zeigt *heul*). Aber es läuft eben nicht verboten wie z.B.: Papa kommt, drückt mir Geld in die Hand und ich gebe es nicht als Einkommen an. Genau das darf nicht passieren.
Prinzip: Sagst Du mir, ob ich die Pflanze da fressen kann, sag ich Dir, ob man den Käfer fressen kann.
Ein Auto schafft man sich grundsätzlich wegen der Nachteile nicht an.
 

galigula

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#10
Ich habe vielleicht irgendwann die Möglichkeit, einen günstigen Gebrauchten zu erwerben, der Haken ist aber, dass er über 150 PS hat,(Ein Diesel, der sehr sparsam im Verbrauch ist), gibt es da gewisse Grenzen in Punkto Ps oder Hubraum?
 

Maxenmann

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#13
Ich habe vielleicht irgendwann die Möglichkeit, einen günstigen Gebrauchten zu erwerben, der Haken ist aber, dass er über 150 PS hat,(Ein Diesel, der sehr sparsam im Verbrauch ist), gibt es da gewisse Grenzen in Punkto Ps oder Hubraum?
Wenn du genug Kohle für Reparaturen hast oder selber schrauben kannst, kein Thema

Sollte es ein V6 TDI aus dem VW Konzern sein, dann lass blos die Finger davon, die bekommt man hinterher geworfen, aber fast jede Kleinigkeit kostet da 4-stellig
 

The_Vulcan

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#14
Ein Auto auf eigenen Namen laufen zu lassen hat nur einen einzigen Vorteil.
Die Absetzung der KFZ-Haftpflicht.
SONST NUR NACHTEILE.
Absetzen klappt aber wohl auch nicht so wirklich... wenn man nicht gerade genug Geld verdient.

Siehe:
http://www.elo-forum.org/alg-ii/112525-kfz-haftpflichtversicherung.html

Also das Jobcenter will natürlich Wissen woher Du das Geld dafür hast!

Mich haben sie auch in einem unfein Formulierten Brief gefragt woher ich das Geld habe für ein Auto... die SB dachte wohl ich hab mirn Ferrarie gekauft....


Wichtig ist das man es gut erklären kann und der Wagen halt einen geringen Wert hat... unter 7.500.- besser noch unter 5.000 (meiner hatte davon nicht mal die hälfte....)

Die Versicherung wird teuer.... ich zahle auch fast 80.- im Monat und bin inzwischen auf SF1 oder so.. das Problem ist das es jedes Jahr teurer wird auch wenn man herunter gestufwird... Sauerei...

Hinzu kommt Steuer, Benzin/Diesel (nie wieder Benziner ey ;) ), Wartung, Verschleißteile usw....

Ich habe den nur kaufen können weil ich auch Selbständig Arbeite und den halt brauchte.... sonst hätte ich noch 1-2 JAhre länger sparen müssen.

Aber neben der Arbeit meide ich Öffentliche Verkehrsmittel weil mich die meisten Menschen darin einfach nur Wahnsinnig machen... es Stinkt, ist Laut, Agressiv... ich wäre da irgendwann durchgedreht...
Mit Auto jetzt ein Stressfaktor (Psychisch) weniger.... aber die Kosten sind ein Problem....

Sobald ich es hauptsächlich Privat nutzen sollte ist es fraglich ob der Unterhalt weiter Bezahlbar ist.... eben wegen Versicherungskosten, Reparaturen und Wartung....

Jedes Jahr Ölwechsel, alle zwei Jahre TÜV, Klimaservice ....bei gebrauchtwagen ist dann oft Zeitnah auch ein Zahnriemenwechsel fällig oder die Reigen verschlissen usw.


Autokauf bei ALGII sollte man sich wirklich gut überlegen!
 
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