Erster Verwaltungsakt da. - &Vermittlungsvorschläge

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sweid

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Hallo.
Habe kürzlich meine EGV per Verwaltungsakt bekommen.
Die ist nichtmal unterschrieben?!

Nun wollt ich diese von euch mal bitte prüfen lassen.

EGV Seite 1
EGV Seite 2
EGV Seite 3
EGV Seite 4


Habe eigentlich schon ein weiteres anliegen.
und zwar bekomme ich ständig vermittlungsvorschläge auf ausbildungsplätze.
und manche sind kilometer weit weg.
Habe mich, weil ich ja laut egv verpflichtet bin, nun beworben und wurde jetzt zum vorstellungsgespräch geladen.
Jetzt soll ich 180km dort hin fahren?! mitm zug? Oo

die spinnen doch :(
 
S

silka

Gast
Habe mich, weil ich ja laut egv verpflichtet bin, nun beworben und wurde jetzt zum vorstellungsgespräch geladen.
Jetzt soll ich 180km dort hin fahren?! mitm zug? Oo
die spinnen doch :(
wieso laut EGV? ich denk, du hast grad erst den VA bekommen?
schon beworben und auch schon eingeladen?
was meinst du, wer spinnt?
der, der dich einlädt, zahlt grundsätzlich die Zeche. Das sind hier die Fahrtkosten. Meist steht sonst: nö, wir zahlen aber nicht.
Wenn du jetzt zum Monatsbeginn kein Ticketgeld hast zum Vorlegen, dann beantrage einen Vorschuß /Vermittlungsbudget beim JC.
Du kannst auch mitm Auto fahren, oder per MFG, wenns geht.
 
E

ExitUser

Gast

sweid

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Hallo..Berwerbungskosten sind nicht geregelt..."Bewerberprofil auf Agentur für arbeit"..fehlt anonym..

Also geh ich in Widerspruch, ja. aber kann ich auch ankreiden, dass ich an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitwirke?
Seite 2, 1. Absatz.

Ich meine, das könnte doch bedeuten, dass ich da jede Maßnahme annehmen muss?

wieso laut EGV? ich denk, du hast grad erst den VA bekommen?

Ja. Vorher war eine EGV gültig. Und in EGV und VA steht, dass ich mich auf Vermittlungsvorschläge bewerben muss.

schon beworben und auch schon eingeladen?
was meinst du, wer spinnt?

ja, schon beworben und schon eingeladen. Das Amt bietet mir ja ne ganze Menge Ausbildungsplätze, auf die ich mich bewerben muss, wie gesagt.
Und jetzt wurde ich zum Vorstellungsgespräch geladen. 180km von meiner Heimatstadt entfernt. :(

der, der dich einlädt, zahlt grundsätzlich die Zeche. Das sind hier die Fahrtkosten. Meist steht sonst: nö, wir zahlen aber nicht.
Wenn du jetzt zum Monatsbeginn kein Ticketgeld hast zum Vorlegen, dann beantrage einen Vorschuß /Vermittlungsbudget beim JC.
Du kannst auch mitm Auto fahren, oder per MFG, wenns geht.

Die Firma hat mich eingeladen. Die Kosten trägt doch aber das Arbeitsamt, oder? Bzw muss ich die ja anscheinend beantragen..

Wenn ich nun den Betrieb anrufe und sage, dass ich dort garkeine Ausbildung anfangen kann und von der Arbeitsagentur "genötigt" wurde, mich zu bewerben, wäre das "rechtens" oder bekomm ich da wieder Probleme mit der Bundesagentur? Oo
 
S

silka

Gast
Wozu dienen denn Vorstellungsgespräche? :icon_neutral:

Auf jeden Fall nicht zum Pendeln.:biggrin:
Wenn der Bewerber eingestellt werden könnte---kann er alles erörtern, was ihm wichtig ist---in diesem Gespräch.
Ob alles passend ist, oder passend gemacht werden kann--auch das kann man im V-Gespräch erörtern.
Denn dazu dient ein Vorstellungsgespräch.:icon_mued:
Was hast du denn gedacht;-)
 

gila

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Hallo und noch Fragen zum besseren Verständnis:

Bist du unter 25? (weil es um Ausbildung geht und hier 100% Sanktionen angedroht werden!)

Wurde dir diese "EGV ersetzende Verwaltungsakt" vorher eigentlich als EGV mal vorgesetzt und besprochen - weil immer der schöne Satz da übernommen wird, eine EGV sei nicht zustande gekommen ...

wurde eine Potenzialanalyse gemacht oder Berufsberatung, so dass KLAR ist, worauf du dich bewirbst?

Es ist die Rechtsfolgenbelehrung FALSCH - sie bezieht sich auf eine EGV

Es ist keine "Rechtsbehelfsbelehrung" angegeben - also nicht, wie du dir gegen einen VErwaltungsakt "behelfen" kannst ... nämlich unter Angabe der Möglichkeit zum WIDERSPRUCH und der Frist, Anschrift wohin etc.

Die Bewerbungs- und Reisekosten KÖNNEN nicht nur übernommen werden, sondern MÜSSEN es auch - und das muss auch klar heraus kommen.

Hier einige Formulierungen aus der Musterkiste des Users @Ghansafan, die du unter anderem verwenden kannst (sicher kommt noch was - du hast noch Zeit!) - gleichzeitig muss beim SG die "aufschiebende Wirkung" des VA beantragt werden, da du ansonsten die Pflichten erledigen musst ... sowie die Sanktionen befürchten.

Muster gibt es hier überall ...

Beispieltext für die oben angeführten "Mängel":

Die „vorab“ aufgegebene Verpflichtung, zur Erreichung der Eingliederung auch an Arbeitsgelegenheiten/Maßnahmen teilnehmen zu müssen, ist in dieser vagen Ausprägung rechtswidrig.
Verweis: SG Berlin S 37 AS 11713/05 vom 12.05.2006

Die Erstattung der Bewerbungs- und Reisekosten ist im Verwaltungsakt nicht hinreichend bestimmt.
Diese Kosten sind nicht im Regelsatz enthalten und haben erstattet zu werden.

Die Rechtsfolgebelehrung im Verwaltungsakt ist fehlerhaft, sie bezieht sich auf Vereinbarungen in einer EGV. In einem Verwaltungsakt werden keine Eingliederungsbemühungen vereinbart, sondern einseitig festgelegt.
Die Rechtsfolgenbelehrung hat als Voraussetzung für ihre Wirksamkeit konkret, richtig, vollständig und verständlich sein.
Verweis: BSG Urteil 18.12. 2010, B 14 AS 53/08 R (Rn 20)

Ein Verwaltungsakt hat eine Rechtsbehelfsbelehrung zu enthalten.
Verweis: §36 SGB X

Ein Verwaltungsakt hat inhaltlich bestimmt zu sein.
Verweis: § 33 SGB X

Verwaltungsakte, die nicht den Bestimmtheitserfordernissen nach § 33 Abs. 1 SGB X entsprechen, sind rechtswidrig. In diesem Fall ist das Interesse des Betroffenen höher einzustufen als das der Öffentlichkeit, siehe S 25 AS 1675/07 ER SG Lüneburg vom 12.07.2007 sowie L 8 AS 4922/06 ER-B LSG Baden-Württemberg vom 17.10.2006.

Dieser Verwaltungsakt wurde mir nicht begründet, dieses wäre aber zwingend notwendig gewesen.
Verweis: §35 SGB X

Ich beantrage die aufschiebende Wirkung des Widerspruches nach §86a SGG.

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S

silka

Gast
Ja. Vorher war eine EGV gültig.
Achso---du hast dich dann aufgrund der alten EGV, die du unterschrieben hattest, beworben.
Verstehe. :icon_daumen:

ja, schon beworben und schon eingeladen. Das Amt bietet mir ja ne ganze Menge Ausbildungsplätze, auf die ich mich bewerben muss, wie gesagt.
Und jetzt wurde ich zum Vorstellungsgespräch geladen. 180km von meiner Heimatstadt entfernt. :(
Ja, hab ich verstanden. So ein Mist aber auch, daß man dir jede Menge Ausbildungsplätze anbietet.:icon_kinn:
Und nun noch so weit weg. gleich mal 2-3 Auto-oder Bahnstunden entfernt. 1x dorthin zum Vorstellen, ohGott---
Wo ist denn das Problem? Willst du denn keine Ausbildung machen??
Die Firma hat mich eingeladen. Die Kosten trägt doch aber das Arbeitsamt, oder?
Wie kommst du denn darauf?
der Arbeitgeber/Ausbildungsbetrieb zahlt die Fahrtkosten, wenn er es in der Einladung nicht gleich ablehnt, damit man Bescheid weiß.
Also, wenn in der Einladung nichts steht, zahlt die Firma. Du kannst dir höchstens Vorschuß vom JC holen bzw. Bahntickets beantragen.
Dann mußt du nicht in Vorlage gehen. Die Firma kann dir ja erst die Fahrtkosten erstatten, wenn du da gewesen bist.

Wenn ich nun den Betrieb anrufe und sage, dass ich dort garkeine Ausbildung anfangen kann und von der Arbeitsagentur "genötigt" wurde, mich zu bewerben, wäre das "rechtens" oder bekomm ich da wieder Probleme mit der Bundesagentur? Oo
Na klar, bekommst du da Probleme---das Problem heißt Sanktion.
Du bist U25, solche jungen Leute sollen schnell vermittelt werden oder in Ausbildung kommen.
Warum willst du dich drücken?? Warum KANNST du diese Ausbildung nicht anfangen?
Hast du schon mal überlegt, ob man dich vielleicht gar nicht nimmt?:confused:

Schreib doch bitte Jobcenter---das ist jetzt dein zuständiger Leistungsträger.
 
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