Erster VA und Selbstständigkeit - bitte alle Profis

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
Hallo zusammen,

erfolgreich konnte ich über Jahre eine Unterschrift auf der Eingliederungsvereinbarung verhindern...nun hab ich meinen ersten VA :mad:

Da ich mir seit Februar eine Existenzgründung aufbaue, habe ich auch noch einige Fragen an Euch:

Muss ich Kundentermine verschieben, oder sogar absagen, wenn ich einen Termin im Jobcenter habe ? (das wollen die mir zumindest einreden)
Ich gehe davon aus, dass es wohl wichtiger ist, meine vereinbarten Termine mit dem Kunden einzuhalten, sonst habe ich keine mehr :frown:

Muss ich meine Kundentermine beim Jobcenter nachweisen ? (steht so im VA) wie soll ich das tun ?

Bitte über den VA schauen, ich brauche dringend Eure Hilfe, da ich mich mit sowas noch nicht auseinander setzen musste.

:danke:
 

Anhänge

  • img001.jpg
    img001.jpg
    158,1 KB · Aufrufe: 103
  • img002.jpg
    img002.jpg
    242,3 KB · Aufrufe: 80
  • img003.jpg
    img003.jpg
    266,5 KB · Aufrufe: 71
  • img004.jpg
    img004.jpg
    233,4 KB · Aufrufe: 59
  • img005.jpg
    img005.jpg
    58,4 KB · Aufrufe: 56

Ah4entheater

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
1.121
Bewertungen
1.046
Hallo zusammen,

erfolgreich konnte ich über Jahre eine Unterschrift auf der Eingliederungsvereinbarung verhindern...nun hab ich meinen ersten VA :mad:

Also das erste, wo man schon mal dagegen angehen könnte, ist die Frage, wie URPLÖTZLICH ein VA daherkommen kann, wenn es ZUVOR noch nicht einmal ein Verhandlungsgespräch für eine EGV gegeben hat ODER bisher nach einem Verhandlungsgespräch NIE ein VA ausgestellt wurde!? Dieses plötzliche "andere" Verhalten soll das JC mal erklären!

Erste Fragen also:

1) Wann hast Du konkret das letzte Mal eine EGV ANGEBOTEN bekommen? Könntest Du das nachweisen?

2) Wann war Dein letzter Meldetermin? Bist Du hingegangen, hat es ein Gespräch gegeben? Wurde Dir eine EGV vorgelegt?

3) Hast Du bei den letzten Meldetermin-Versäumnissen VORHER Widerspruch oder/und Klage eingereicht? Gibt es noch laufende Verfahren?

4) Oder kommt der VA quasi tatsächlich aus heiterem Himmel? Vielleicht, weil es einen Sachbearbeiter-Wechsel gegeben hat und Deine Akte deshalb aus der Versenkung wieder auftaucht?


Ansonsten: wenn EWIG her, dann gegen den VA alleine schon DESHALB vorgehen. Wieso? Wenn das JC ewig nichts hören lässt, dann sollen die mal begründen, warum sie urplötzlich glauben, ein As aus dem Ärmel ziehen zu können, ohne Deine Rechte auf Verhandlung einer EGV zu achten!

Die schreiben zwar in den VA rein, dass Du angeblich Meldetermine "vereitelt" haben sollst und deshalb nie eine EGV zustande hat kommen können. Aber das ist für mich solange keine Grund, wenn Du jedes Mal vor einem Meldetermin einen wichtigen Grund hattest ODER ZUVOR jedes Mal Widerspruch oder/und Klage gegen die Einladungen eingereicht hast.


Siehe auch folgendes BSG-Urteil:
14. Februar 2013, Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (Az.: B 14 AS 195/11 R).
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sg...=esgb&id=161724&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=


Muss ich Kundentermine verschieben, oder sogar absagen, wenn ich einen Termin im Jobcenter habe ? (das wollen die mir zumindest einreden)
Ich gehe davon aus, dass es wohl wichtiger ist, meine vereinbarten Termine mit dem Kunden einzuhalten, sonst habe ich keine mehr :frown:

Muss ich meine Kundentermine beim Jobcenter nachweisen ? (steht so im VA) wie soll ich das tun ?

Arbeitsaufnahme oder "Vorstellungsgespräche", also auch Kundentermine haben IMMER Vorrang vor einem Meldetermin beim JC - solange Du das auch nachweisen kannst. Das ist leider so.

Wenn Du also einen Kundentermin wegen einem Meldetermin "locker" verschieben kannst, dann würde ich das halt machen, auch wenns nervt.

Das Blöde ist, dass man ja über eine Veränderungsmitteilung dem JC immer bekannt geben muss, wenn man Arbeit aufgenommen hat und Einkommen erwartet oder spätestens, wenn man es bekommen hat. Sonst legt das JC einem das sofort als Betrugsversuch aus - auch je nachdem, wie Du Deine Anlage EKS ausgefüllt hast. Oder hast Du noch nicht in Deinem Fall?

Nachweise von Kundenterminen bzw. angenommene Aufträge UND das dazugehörige Einkommen musst Du also nachweisen und vor ALLEM SOFORT nach BekanntWERDEN dem JC bekannt GEBEN. Wie gesagt, sonst legen die das als Betrugsversuch aus:

Veränderungsmitteilung
https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai381595.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI381598

Anlage EK
https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai378211.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378214

Anlage EKS
https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai383135.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI383138


Was Du machen kannst, um Dich abzusichern: Schreibe denen doch einen Brief mit Fristsetzung (z.B. eine Woche) mit dem Antrag auf Auskunft und Aufklärung nach §§ 13,14,15 SGB I. Diesen Brief schickst Du nicht nur an Deinen AV, sondern auch an die Team- UND Geschäftsleitung! Die sollen Dir dann genau, vollständig und FALLWEISE (z.B. kurz- oder langfristige Auftrags- bzw. Vertragsanbahnung) und vor allem RECHTSVERBINDLICH erklären, wie Du in DEINEM KONKRETEN FALL welche Formulare bzw. tabellarische Aufstellungen tatsächlich warum und wann ausfüllen und dem JC schicken sollst. Da kann man durchaus mal darauf verweisen, dass es ja wohl keinen Sinn machen kann, bei jeder kleinen Veränderung gleich 12 Seiten Formulare ans JC zu schicken! Was für ein wahnsinniger Aufwand! Die also auffordern, dass die Dir das gemäß dem Bestimmtheitsgebot GENAU erklären und darstellen müssen. Eventuell schreibst Du sogar auch deshalb einen Widerspruch zu dem VA, da der Nachweis Deiner selbständigen Bemühungen nicht eindeutig klar aus dem VA hervorgeht.

Aber ERSTMAL ist es dieser Aufwand - soweit ich das bisher verstanden habe -, denn dieses Dingens mit "Kleinaufträgen", die auch noch sehr kurzfristig kommen können, habe ich im Moment auch.

Ansonsten kannst Du Deine Kundentermine und Aufträge dadurch nachweisen, dass Du z.B. Email-Schriftverkehr (persönliche Daten schwärzen! Siehe Forum für Selbständige, da kann man das noch genauer nachlesen, was da zu beachten ist) nachweist. Du musst jedoch KEINE Verträge offen legen, denn die fallen ja meistens unter die Geheimhaltungsvereinbarung.

Außerdem kannst Du per Brief auf Einkommen hinweisen oder einen Kontoauszug, wo der Geldeingang zu sehen ist, hinschicken (Auch hier persönliche Daten schwärzen!)

Siehe auch bei der BfDI weitere Infos wegen Datenschutz:

Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - FAQ zu Arbeit - Arbeitslosengeld II


Du bist übrigens NICHT VERPFLICHTET Dein Gewerbe (wenn Du denn eines angemeldet hast) abzumelden! Das JC mag das gerne so haben wollen, aber dafür gibt es einfach KEINE Rechtsgrundlage!


Noch was zur Info:

Ein rechtswidrig erlassener Verwaltungsakt, der damit ebenfalls rechtswidrig in die Rechte Dritter eingreift, ist gemäß § 34 Grundgesetz und § 839 BGB eine Amtspflichtsverletzung. Für die Rechtmäßigkeit der dienstlichen Handlungen der SBs bzw. AVs haben diese gemäß § 36 BeamtStG die volle persönliche Verantwortung zu tragen und machen sich gemäß § 22, § 24, § 25 und § 339 StGB für Ihre Handlungen gegebenenfalls strafbar.
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.547
Bewertungen
9.769
Bitte über den VA schauen, ich brauche dringend Eure Hilfe, da ich mich mit sowas noch nicht auseinander setzen musste.
In diesem VA werden unter dem Punkt deiner Pflichten fast ausschliesslich Klauseln angeführt die lediglich bereits vollständig abschliessende gesetzliche Regelungen beinhalten und DAS ist gem. den Rechtssprechungen schlicht und ergreifend einfach unzulässig und damit ein Anfechtungsgrund, um dagegen mit einem Widerspruch und ggf. auch einem SG-Verfahren diesen VA zu pulverisieren.

Ebenso enthält dieser VA unter demselben Punkt noch Fantasieklauseln der SB (z.B. wo man Vordrucke findet / Selbstständigkeit stabilisieren / Arbeitszeiten zu verlegen wenn SB grad Aufmerksamkeit braucht / ein zusätzliches Attest zur Krankmeldung abzugeben / usw.), welche so in dieser Weise nicht zulässig sein dürften und die auch nicht ansatzweise dem Gebot der hinreichenden Bestimmheit genügen.

Das Teil ist einfach nur Müll das jemand mit massiven geistigen Defizit abgelassen hat, um irgendwelche rankinggetragenen Zielvorgaben des JC zu erfüllen und damit in den Hintern des Systems zu flutschen.
 

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
Also das erste, wo man schon mal dagegen angehen könnte, ist die Frage, wie URPLÖTZLICH ein VA daherkommen kann, wenn es ZUVOR noch nicht einmal ein Verhandlungsgespräch für eine EGV gegeben hat ODER bisher nach einem Verhandlungsgespräch NIE ein VA ausgestellt wurde!? Dieses plötzliche "andere" Verhalten soll das JC mal erklären!

Erste Fragen also:

1) Wann hast Du konkret das letzte Mal eine EGV ANGEBOTEN bekommen? Könntest Du das nachweisen?

Am 26.01.2014 wurde mir eine EGV vorgelegt, die ich nicht unterschrieben hatte. Seither keine mehr.

2) Wann war Dein letzter Meldetermin? Bist Du hingegangen, hat es ein Gespräch gegeben? Wurde Dir eine EGV vorgelegt?

Am 08.05.2014 war mein letzter Meldetermin, den ich nicht wahrnehmen konnte, da ich einen Kundentermin hatte.

3) Hast Du bei den letzten Meldetermin-Versäumnissen VORHER Widerspruch oder/und Klage eingereicht? Gibt es noch laufende Verfahren?

nein, ich musste nur etliche Einladungen absagen, weil ich Kundentermine hatte.

4) Oder kommt der VA quasi tatsächlich aus heiterem Himmel? Vielleicht, weil es einen Sachbearbeiter-Wechsel gegeben hat und Deine Akte deshalb aus der Versenkung wieder auftaucht?

Ich würde sagen er kommt aus heiterem Himmel. Die beziehen sich auf die EGV aus dem Januar. Was anderes habe ich nicht erhalten.
 

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
@ Couchhartzer :icon_hug:

ja meine SB ist schon die ganze Zeit ein Knaller für sich !!!

Ständig Einladungen für Informationsveranstaltungen für Selbstständige usw. die geht mir richtig extrem auf den Sack, den ich nicht habe :icon_rolleyes:
EKS habe ich bereits die zweite ausgefüllt...sie schreibt mir ständig, Unterlagen sind nicht vorhanden.
Habe letzte Woche eine Beschwerde an die Geschäftsführung sowie an die SB geschickt.
SB sagte im Januar zu mir, wir lassen Sie bis Ende April in Ruhe ihre Existenz aufbauen und dann muss aber was passiert sein, sonst schicken wir wieder Meldetermine und Stellenangebote.
Stellenangebote Fehlanzeige, aber Meldetermine in einer Tour, daher habe ich diese Termine auch nicht wahrgenommen. Was soll ich mich da unnütz von denen belabern lassen, die haben eh keine Ahnung, helfen tun sie auch nicht und ihre ständigen Androhungen von Sanktionen...da schwillt mir der Kamm :icon_dampf:

wie gehe ich jetzt genau vor ?
 

Ah4entheater

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
1.121
Bewertungen
1.046
Am 26.01.2014 wurde mir eine EGV vorgelegt, die ich nicht unterschrieben hatte. Seither keine mehr.
Am 08.05.2014 war mein letzter Meldetermin, den ich nicht wahrnehmen konnte, da ich einen Kundentermin hatte.
nein, ich musste nur etliche Einladungen absagen, weil ich Kundentermine hatte.
Ich würde sagen er kommt aus heiterem Himmel. Die beziehen sich auf die EGV aus dem Januar. Was anderes habe ich nicht erhalten.


Aha, also seither auch KEINEN VA! Und jetzt plötzlich, fast vier Monate später kommen die Dir einfach so mit einem VA daher? Mal ganz klar, wenn die bisher keinen VA rausgelassen haben, dann ist das DEREN Entscheidung und Verantwortung.

Hattest Du eigentlich das Glück, dass Du jedes Mal, also bei jeder Terminabsage, KEINE Sanktion erhalten hast? Wenn ja, dann hieße das ja, dass jede Deiner Terminabsagen GERECHTFERTIGT waren. Ansonsten waren auch hier die möglichen Versäumnisse des JC, nicht zu sanktionieren, nicht Deine, sondern DEREN Entscheidung und Verantwortung. Wie kommen die also plötzlich mit dem Argument MITTELS EINEM VA daher, dass Du - quasi ab jetzt - jeden Meldetermin wahrzunehmen hast?

Ich verstehe es jetzt so, dass Du seit dem 26.01.2014 keinen Vor-Ort-Termin wahrgenommen hast / wahrnehmen konntest und Dir deshalb auch keine (auch neue) EGV vorgelegt werden konnte.

OHNE VORHERIGE VERHANDLUNG KEINE EINGLIEDERUNGSVEREINBARUNG UND AUCH KEIN DIESEN ERSETZENDEN VA!

Siehe, wie gesagt, BSG-Urteil vom 14. Februar 2013, Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (Az.: B 14 AS 195/11 R).
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb...ds=&sensitive=

Zumal ich davon ausgehe, dass der EGV VA wohl nicht EXAKT, also 1:1 dem Inhalt der EGV entsprechen dürfte, die Du am 26.01.2014 bekommen hast. Hoffentlich hast Du davon noch die Kopie als Beweis.


Alternative 1)
Ich in dieser Situation würde jetzt entweder Widerspruch beim JC und danach - die lassen sich dann natürlich 3 Monate Zeit - Klage beim SG einreichen. Einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim SG bin ich mir nicht sicher, ob Du den durchkriegst, da Du noch nicht (finanziell betrachtet) beschwert bist.

Alternative 2)
Du könntest auch GLEICH eine Nichtigkeitsfeststellungsklage nach § 55 SGG wegen Unbestimmtheit des VAs beim SG einreichen. Ob da ein Vorverfahren (als das Widerspruchsverfahren mit dem JC) stattgefunden haben muss, weiß ich allerdings nicht. Einfach das SG, die Rechtsantragsstelle anrufen, die können einem dazu was sagen (also nicht INHALTLICH, weil die nicht beraten dürfen; sondern wie das formal laufen muss).


Zu 1)
Du kannst den Widerspruch recht knapp formulieren oder ausführlich begründen (mit oder ohne §§ und Urteile, wie Du willst).

Vorschlag:


Absender

Adressat: JC

Ort, Datum

Betreff: Widerspruch gegen den die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt vom xx.xx.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erhebe ich gegen Ihren Bescheid vom XX.XX.2014 fristwahrend Widerspruch.

Eine Eingliederungsvereinbarung wurde mir zuletzt am 26.01.2014 zur Verhandlung vorgelegt.

Der diese Eingliederungsvereinbarung ersetzende Verwaltungsakt vom xx.xx.2014 stimmt inhaltlich in keiner Weise mit der Eingliederungsvereinbarung vom 26.01.2014 überein, so dass davon ausgegangen werden muss, dass es für diesen den die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt vom xx.xx.2014 keine Rechtsgrundlage gibt, da mir zuvor gemäß dem BSG-Urteil vom 14. Februar 2013 mit dem Az.: B 14 AS 195/11 R keine neue Eingliederungsvereinbarung zur Verhandlung vorgelegt worden ist. So oder so muss ein Eingliederungsverwaltungsakt dem Inhalt der Eingliederungsvereinbarung, die zuvor nicht unterzeichnet wurde, vollständig entsprechen.

Des Weiteren enthält der die Eingliederungsvereinbarung ersetzende Verwaltungsakt vom xx.xx.2014 unzulässige Inhalte (Gründe: siehe @couchhartzer).

Zudem hat ein den die Eingliederungsvereinbarung ersetzender Verwaltungsakt gemäß § 33 SGB X inhaltlich bestimmt zu sein.

Daher ist aus meiner Sicht der Verwaltungsakt zurückzunehmen.


MFG

Unterschrift
 

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
@ Ah4entheater

nein bisher noch kein VA - noch nie !
Ja ich hatte das Glück, nach jedem abgesagten Meldetermin eine Anhörung zu erhalten mit Androhung einer Sanktion. Ich habe jedes Mal den selben Grund angegeben : Kundentermin ! nie wurde ich sanktioniert und auf einmal wollen sie Nachweise haben.
Das stinkt ja wohl ganz gewaltig :icon_dampf:
Wenn ich Nachweise bringen muss, warum haben die noch nie sanktioniert ? Das wäre doch der Hit für diese Schwachköpfe gewesen, mir eins reinzuwürgen ?

Die EGV vom 26.01.2014 habe ich natürlich noch und die ist in keinster Weise identisch oder ansatzweise so wie jetzt der VA
 

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
wenn ich bei dem Kunden gearbeitet habe, kann ich eine Rechnung mit dem Termin als Nachweis vorlegen...soweit richtig !

wenn ich aber ein Erstgespräch mit dem Kunden hatte, wie soll ich das bitteschön nachweisen ? Ich kann ja wohl schlecht den Kunden auffordern, mir zu unterschreiben, dass ich bei ihm war :icon_neutral:
 

Ah4entheater

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
1.121
Bewertungen
1.046
Wenn ich Nachweise bringen muss, warum haben die noch nie sanktioniert ? Das wäre doch der Hit für diese Schwachköpfe gewesen, mir eins reinzuwürgen ?

Na ja, das Dings ist ja, dass die dafür, also fürs "reinwürgen", von Dir eine FREIWILLIGE Unterschrift unter eine EGV im Sinne einer WILLENSerklärung gebraucht hätten, welche ausgesagt hätte, dass Du Dich sehr gerne bereitwillig vom JC steinigen lassen möchtest :biggrin:

Sanktionieren auf Basis eines EGV-VAs geht aber nicht ganz so einfach.

Interessant ist für mich an Deinem Fall zu sehen, dass die vom JC GENAU wissen, dass auch ein KUNDENTERMIN - wir reden ja jetzt hier unter Selbständigen - ein WICHTIGER GRUND ist, warum man einen Meldetermin nicht wahrnimmt. Ich wundere mich allerdings auch darüber, dass die Dich deshalb nicht sanktioniert haben, weil Du ja auch noch NACH dem Kundentermin am selben Tag den Meldetermin hättest erfüllen können (ich kenne Deine Kundetermine und -inhalte natürlich jetzt nicht).

Jetzt regt die das halt auf, dass die das nicht KONTROLLIEREN können, was Du da eigentlich die ganze Zeit "selbständig" so treibst. Letztlich MÜSSEN die halt irgendeinen Knopf in ihrem JC-System drücken, damit der AV seinen Job absichert.

DAS ist ja DER Grund, warum das JC-System so völlig mit den Selbständigen überfordert ist! Man kann solche Menschen wie Dich und mich einfach so verdammt schlecht an der Leine führen :icon_mrgreen:


wenn ich bei dem Kunden gearbeitet habe, kann ich eine Rechnung mit dem Termin als Nachweis vorlegen...soweit richtig !

... UND die persönlichen Daten vorher noch schwärzen ...


wenn ich aber ein Erstgespräch mit dem Kunden hatte, wie soll ich das bitteschön nachweisen ? Ich kann ja wohl schlecht den Kunden auffordern, mir zu unterschreiben, dass ich bei ihm war :icon_neutral:

OT - ich musste grad so lachen :icon_lol:, weil Du könntest ja auch irgendeinen Schmierzettel nehmen und einen Haken oder einen Strich draufmalen - ähnlich wie die Bedienungen auf einem Bierdeckel, um mitzuzählen, wieviel Bier jemand schon intus hat - und diesen Wisch dann als "Nachweis" ans JC schicken :icon_razz: - OT

Sehe ich genauso. Deshalb meine Idee (siehe Posting weiter oben) das JC über einen Antrag auf Auskunft bzw. Aufklärung gemäß §§ 13,14,15 SGB I mit Fristsetzung von z.B. einer Woche aufzufordern Dir bitteschön RECHTSVERBINDLICH mitzuteilen, wie konkret die sich das vorstellen, dass Du Nachweise für Deine Kundentermine bringen sollst.

Denn Du hast das Recht persönliche Daten zu SCHWÄRZEN bzw. nicht zu nennen! Kann ja wohl nicht angehen, dass die sich aufgrund offen gelegter Daten (hallo, Datenschutz!?) plötzlich in Deine selbständigen Geschäfte einmischen könnten. Denn trauen kann man den JCs ja nicht. Denen ist zuzutrauen, dass die da einfach bei Deinen Kunden anrufen und nachhaken. Gerade, wenn Du private Kunden haben solltest, geht sowas ja schon mal gar nicht! Und dann hast Du wirklich ein Problem, da Du deshalb Deine Kunden verlieren könntest (Vertrauensverlust)!

Aus meiner Sicht könntest Du bestenfalls eine tabellarische Liste für das JC führen, die z.B. so aussehen könnte:

Datum
Gesprächspartner
Leistung
Ort
Anfahrt
Dauer
Abfahrt
dazugehörige Abrechnung / Betrag in EUR
etc.


Beispiel:


xx.xx.2014

Gesprächspartner = Geschäftsführer, Einkäufer, Privater Klient oder wer auch immer; also KEINE konkrete Namensnennung à la Vor- und Nachname)

Kundentermin Leistung XY
(was auch immer Du eben fallweise als Auftrag bzw. Leistung im Rahmen Deiner Selbständigkeit hast, das kann auch eine Vorbesprechung für einen Auftrag sein)

Ort: XY (z.B. das Stadtviertel, Dorfname oder weiß ich nicht ... )

Anfahrt: XY Minuten / Stunden

Dauer: XY Minuten / Stunden

Abfahrt: XY Minuten / Stunden

XY EUR (was Du dann noch berechnest; der Wert muss natürlich dann mit der Rechnung identisch sein; ich meine damit, dass man danach nix mehr korrigieren müssen sollte, sonst wird das JC ja gleich wieder misstrauisch ...)

etc.



Wenn Du zusätzlich zu einer tabellarischen Auflistung noch Email-Schriftverkehr hast, dann kann der als Nachweis auch noch helfen, allerdings auch hier unbedingt die persönlichen Daten schwärzen (Name/n, Telefonnummern, etc.)
 

Heike73

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Dezember 2010
Beiträge
540
Bewertungen
87
ich habe bisher nur die EKS an das JC geschickt, da wird ja auch nur das Einkommen geschätzt.
Nachweise habe ich dafür noch nicht vorgelegt oder versendet :redface:

Da das JC in diese Richtung noch nichts angefordert hat, mir lediglich mitteilte, dass ich die EKS ausfüllen muss, habe ich auch nichts eingereicht.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten