Erste EGV - bitte um Prüfung (1 Betrachter)

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Frabbel

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Hallo liebe Forenmitglieder,

nun ist es soweit, meiner Frau und mir wurde die erste EGV unseres Lebens vorgelegt und es wäre nett, dazu ein wenig Hilfestellung zu erhalten.
Vorab muss ich dazu sagen, dass ich (59) seit Monaten arbeitsunfähig geschrieben bin und zusätzlich erst gestern wegen einer lebensbedrohenden Herzattacke aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Weitere Krankenhausaufenthalte sind möglicherweise geplant, aber auch so dürfte alleine wegen der neuen Erkrankung eine mehrmonatige AUF gegeben sein.
Trotz allem habe ich die gleiche EGV zwecks Unterschrift vorliegen wie meine Ehefrau.
Bei ihr ist es so, dass sie aus gesundheitlichen Gründen seit Jahren nur einen kleinen freiwilligen Minijob macht, mehr traut sie sich einfach nicht zu.
Meiner Frau wurde zusätzlich ein Fragebogen hinsichtlich Ihres Gesundheitszustandes ausgehändigt, den ihr Hausarzt ausfüllen soll.

Zuerst möchte ich Euch kundtun, wie ich über die Sache denke, kurz und gut, die können mich mal alle kreuzweise, zumal seit nunmehr fast 3 Jahren mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente läuft und ich eigentlich letzte Woche (Krankenhausaufenthalt) den ersten Gutachtertermin gehabt hätte, der vom Gericht bestimmt wurde.
Meiner Einstellung nach bekommen die weder von mir noch von meiner Frau eine Unterschrift und dass ich meinen (unseren) Hausarzt 'nötige' als Scherge des Jobcenters tätig zu werden, sehe ich noch viel weniger ein.

Hätte mal gerne Eure ehrlichen Meinungen dazu gehört, die EGV, welche unten eingestellt ist, haben wir beide mit dem gleichen Wortlaut zwecks Unterschrift erhalten, muss hier wohl Standard sein.

Sollte mich zwar auf Grund der Herzgeschichte dringend schonen, aber den Spass, die Mitarbeiter des JC zu ärgern, mache ich mir doch gerne, möchte nur von Euch hören, ob wir uns nicht doch irgendwie ein Eigentor schiessen können.

Viele Grüße
und herzlichen Dank im voraus
Frabbel
 

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Paolo_Pinkel

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In dieser EGV ist keine Spur von konkretisierte und individueller Förderung zu sehen. Sei es Erstattung von Bewerbungskosten, noch Fahrtkosten zum Vorstellungstermin usw. Rechtswidrig!
Meiner Frau wurde zusätzlich ein Fragebogen hinsichtlich Ihres Gesundheitszustandes ausgehändigt, den ihr Hausarzt ausfüllen soll.
Das geht solche medizinischen Volllianen im JC nichts an! Ist pure Neugierde! Die Erwerbsfähigkeit stellt der mD fest und NUR der! Gerade wegen deiner Herz-Sache ist garnicht klar, ob und inwiefern wieviel Erwerbsfähigkeit noch vorliegt. Warst du schon mal beim mD deshalb? Ich würde weder diese EGV unterschreiben, noch medizinische Informationen an das JC weitergeben lassen. VA abwarten und den dann gerichtlich überprüfen lassen. Das wird ein Spaß :biggrin:
 

Frabbel

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Danke Paolo Pinkel,

Du sprichst mir aus der Seele, möchte wirklich nicht diskriminierend sein oder so, aber die besagte Mitarbeiterin des JC ist ohnehin an Begriffstutzigkeit kaum noch zu überbieten.
Sollte ich für den besagten Termin in rund einer Woche ein entsprechendes Schreiben vorbereiten oder ihr nur mündlich mitteilen, wie gut ich sie leiden kann *fg? :icon_twisted:
 

Paolo_Pinkel

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Danke Paolo Pinkel,

Du sprichst mir aus der Seele, möchte wirklich nicht diskriminierend sein oder so, aber die besagte Mitarbeiterin des JC ist ohnehin an Begriffstutzigkeit kaum noch zu überbieten.
Keine Sorge! Das ist da scheinbar Zugangsvoraussetzung, um seiner Mitbürger quälen zu dürfen.
Sollte ich für den besagten Termin in rund einer Woche ein entsprechendes Schreiben vorbereiten oder ihr nur mündlich mitteilen, wie gut ich sie leiden kann *fg? :icon_twisted:
Etwas schriftlich machen heißt immer auch, dass man dem argen Gesindel Beweise liefert, die sie nur all zu gerne gegen dich verwenden werden. Darum sei vorsichtig was du denen schriftlich gibst. Man muss solche Subjekte auch nicht noch zusätzlich damit aufwerten, indem man ihnen zeigt, wie sehr sie einen verletzten können. Mach das anders. Sag nein. Ich unterschreibe das nicht und fertig. Dann ist das SBchen am Zug und wird den VA erlassen. Und gegen den hast du dann Rechtsmittel. Glaub mir. Es trifft solche Penner mehr, wenn sie vom SG ---> Teamleiter dann gesagt bekommen, was sie für eine Niete sind.
 

Frabbel

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Wie Recht Du hast, ohne Begründung und wenn und aber, einfach nur nein und der Hausarzt weigert sich auch, etwas auszufüllen und ohne medizinische Untersuchung (dabei geht es nur um meine Frau, mich wollen sie angeblich erstmal in Ruhe lassen) wird auch keine Massnahme angetreten o.ä., notfalls gibt sie eben eine AU ab und fertig...richtig so?
 

Paolo_Pinkel

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Ein Arzt darf ohne deine Einwilligung sowieso keine Informationen an Dritte weitergeben. Ansonsten macht der sich strafbar.
 

Hartzeola

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Wenn "alle Maßnahmen zur Eingliederung" durchgestrichen werden, würde ich persönlich eine solche EGV sogar unterschreiben.

Keine Kostenerstattung, aber auch keine Bewerbungen. Auch Pflichten drin, die so oder so Pflichten sind.

Klar ist die Rechtswidrig aber in dieser Form auch harmlos.

Es wäre für mich auch kein Problem, dem potenziellen AG(nicht vielleicht einem MT) meinen Namen und Beruf anzugeben.
 

Frabbel

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@ Hartzeola,

bin aber fast sicher, über 'Nicht Unterschreiben' ärgert die Brut sich mehr als über eine gestrichene Unterschriebene.
Und dass ein Attest des Hausarztes keine Aussagekraft hat, müssten sogar die SBs wissen...schaun mer mal, würde der Kaiser sagen.
Werde den Doc morgen mal auf die Aktion ansprechenen, dachte auch eher mit mehreren CTs und MRTs für meine Frau einige Monate Zeit zu gewinnen, denn Zeit gewinnen ist in unserer Situation eigentlich das Wichtigste, so sehe ich das zumindest.
Und wenn dann neben den körperlichen und psychischen Sachen nun noch lebensgefährliche Herzstörungen dazukommen, sollten meine Aussichten auf Erfolg bei der Rentenklage auch nicht kleiner geworden sein.
Aber, wie heisst es so schön, vor Gericht und auf hoher See ist fast alles möglich......

(Eine Schande, dass man sich nach fast 40 Arbeitsjahren solche Sorgen machen muss, Hauptsache aber, unseren Politikern geht es gut ...kotz :icon_evil:)
 

Hartzeola

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Und dass ein Attest des Hausarztes keine Aussagekraft hat, müssten sogar die SBs wissen...schaun mer mal, würde der Kaiser sagen.
Medizinische Sachen stehen nicht in der EGV.

Sie müssen die Atteste deiner Ärzte akzeptieren, wenn du diese vorlegst. Sollten sie jedoch nicht an diese glauben, können die ihre eigene Untersuchung veranlassen.

Ich betrachte diese EGV nur als eine Statistik EGV, die möglichen Maßnahmen entfernen lassen und gut ist es.
 

Frabbel

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Unter dem Aspekt, möglichst viel Zeit zu gewinnen, vielleicht sogar die bessere Alternative, die Du vorschlägst.
Werde erstmal morgen mit unserem Arzt reden, wie er das sieht und wie er uns möglicherweise helfen kann.
Schonmal herzlichen Dank für Eure Ratschläge.
 
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