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Erstaustattung Bekleidung abgelehnt

alazeya

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Hi!

Neueinsteigergrüße und Entschuldigung für Textwand, habe keinen Scanner.

Mein Antrag auf Erstaustattung Bekleidung ist mit Verweis auf § 24 Absatz 1 in Verbindung mit § 20 Absatz 1 SGB II abgelehnt wurden. :(
Im Ablehnungsbescheid heißt es:

Jobcenter schrieb:
Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Ernährung, Kleidung, [...] sowie Bedarfe des täglichen Lebens. (§ 20 Absatz 1 SGB II).

[...]

Kann im Einzelfall ein von dem genannten Regelbedarf umfasster u. nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhaltes nicht gedeckt werden, kann dem Leistungsberechtigten bei entsprechendem Nachweis der Bedarf als Sach- oder Geldleistung in Form eines entsprechenden Darlehens gewährt werden (§ 24 Absatz 1 SGB II).
Die von mir beantragte Sonderleistung ist also lt. Jobcenter durch den Regelbedarf abgedeckt; nach den dem JC vorliegenden Unterlagen ist der mein Bedarf nicht unabweisbar. Eine detaillierte Begründung warum dies so sei, blieb außerhalb des Verweises auf die o.g. Paragraphen aus.

Zu meiner Person bzw. zum Antrag:

  • 1. Bin seit ca. 15 Jahren chronisch krank, nehme Medikamente ein. Hab medikamenteninduziert im letzten Jahr an Gewicht zugelegt, hausärztliche Bescheinigung über Zunahmegrund, Umfang der Gewichtszunahme (a bissle über 10 kg) und Zunahme des Bauchumfangs liegt vor. Am Ende manifestiert sich dies in einem Unterschied von 2-3 Bundweiten, ergo von 28 Inch auf 30 bis 31 Inch.
  • 2. Bin vor einem Jahr umgezogen; einem vorangegangenen Antrag auf Erstaustattung Hausrat wurde stattgegeben.
  • 3. Mir sind Bekleidungsgegenstände aus dem Wäschekeller entwendet wurden, die Polizei habe ich deswegen nicht bemüht.
  • 4. Mir bleibt zur Zt. nur völlig verschlissene sommertaugliche Ersatzbekleidung; ein mehrfaches Wechseln von Kleidung innerhalb der Woche ist... herausfordernd. Hnnng.
  • 5. Bin seit ca. 10 Jahren im Bezug und habe vorher noch nie einen Antrag auf Erstaustattung Bekleidung eingereicht.
  • 6. Durch Abzahlung eines Mietschuldendarlehens ist mein ALG II-Säckle um ca. 30 € mtl. leichter.
  • 7. Desweiteren habe ich innerhalb des letzten Jahres zusätzlich noch die als Darlehen gewährte Kaution für die neue Wohnung gleich mit abgezogen bekommen.
  • 8. Zusätzlich kommen in unmittelbarer Zukunft warsch. noch Kosten im Rahmen kassenärztl. Eigenbeteiligungen auf.
Wär nun Sahne, wenn mir der/die Eine oder Andere bei diesen Fragen helfen könnte:

  • 1. Würde ein Widerspruch gg. obigen Ablehnungsbescheid Sinn machen? Im Antragsschreiben hatte ich Punkte 6 und 7 nicht explizit erwähnt. Das macht mir bei einem evtl. Neuantrag auf Erstaustattung via Darlehen Sorgen: die finanzielle Überforderung. Oder ist ein Darlehen vielleicht doch die bessere Wahl?
  • 2. In meiner EGV ist festgehalten, daß ich mich "um die Wahrnehmung ärztlicher Termine bemühen muß". Teil davon, via EGV jedoch nicht fixiert, ist ein bis zu einwöchiger stationärer Krankenhausaufenthalt. In hab aber nicht wirklich das Verlangen, mich mit der einen mir verbliebenen zerrissenen Hose dorthin zu begeben. Kann mir mein SB deswegen eine Sanktion reinknallen? Mein nächstes Eingliederungsverhör steht an, bevor sich die ganze Kleidergrütze erledigen wird, so oder so.
  • 3. Gibt es evtl. rechtsberatendende Stellen, die einem in der Sache weiter helfen könnten?
  • 4. Ein Neuantrag nach Fristverstreichung für einen Widerruf ist problemlos möglich, nix extra zu beachten?

Danke u. mit frdl. Grüßen,
alazeya
 

ela1953

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Du kannst auch einen Antrag bei der Mutter-Kind-Stiftung stellen. Geht über pro famila oder die Caritas.Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen und der Miete. Wenn du telefonisch den Termin ausmachst wird dir gesagt, was du alles mitbringen musst.
 

JulieOcean

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  • 3. Gibt es evtl. rechtsberatendende Stellen, die einem in der Sache weiter helfen könnten?
Gewerkschaften und Sozialverbände können dich unterstützen, allerdings setzen sie alle eine Mitgliedschaft voraus. Kost so um die fünf Euro im Monat.

Vielleicht gibt es auch eine Arbeitslosenberatung in deiner Nähe, die versorgen dich aber nur mit Informationen, helfen nicht beim evtl. Widerspruch etc.

Wirf doch mal einen Blick in die örtlichen Kleiderkammern, Oxfam, oder was sich in deiner Nähe anbietet. Dann hättest zu zumindest ein paar Teile anzuziehen, um die allergrößte Not zu lindern.
 

alazeya

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Thematiker*in
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Danke schonmal.

Du kannst auch einen Antrag bei der Mutter-Kind-Stiftung stellen. Geht über pro famila oder die Caritas.
Hmm, das klingt sehr bedingungsgebunden, i.e. Schwangerschaftskram. Ich bin aber männlich und Kinder hab ich und will ich keine. Da wirds wohl nüscht mit "pro Familia". Desweiteren wird das bestimmt auch via Darlehen abgewickelt, oder?
 

DuliebesBißchen

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Danke schonmal.

Hmm, das klingt sehr bedingungsgebunden, i.e. Schwangerschaftskram. Ich bin aber männlich und Kinder hab ich und will ich keine. Da wirds wohl nüscht mit "pro Familia". Desweiteren wird das bestimmt auch via Darlehen abgewickelt, oder?
Also ich würde versuchen zu klagen.
Denn für mich bist du, so gesehen, schon ein bißchen schwanger... :biggrin:
und da gibt es ja auch Urteile dazu...
(Gleichstellungsprinzip)
 
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