Erstausbildung zum Tischler per Bildungsgutschein bei ALG2/ Hartz 4 (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Bateman

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Hallo und ein herzliches Willkommen,
ich bin auf die Kampagne Spätstarter bzw. Zukunfsstarter aufmerksam geworden. Die ziehlt bekanntlich auf 25 bis 35 Jährige, wie mich (30), ohne Ausbildung.
Ich selber verlasse nach diversen Hochschulbesuchen diese tolle Einrichtung aus verschiedensten, aber für den weiteren Verlauf unerheblichen, Gründen.
Meine Fragen:
1. Ist es erfahrungsgemäß möglich, dass man direkt nach Beantragung auch ein Bildungsgutschein bekommt (unter 2 Monaten) oder wird diese Karte vom Eingliederungsmanager nie sofort gezogen?
2. Im Kursnet der Agentur für Arbeit erscheinen bei mit Bildungsgutschein geförderte Ausbildung größtenteils diese privaten Bildungsträger, wie die Eckert Schulen. Ist das üblich und gibt es keine Betriebe, die Geld dafür bekommen, dass sie Azubis einstellen?
3. Welcher Bildungsträger wäre empfehlenswert, im Sinne von einem postivem Arbeitsklima?

Danke für die Mithilfe.
 

Gaestin

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es gibt Betriebe, die Tischler ausbilden und händeringend Azubis suchen. Hast Du schon geschaut, wie Zerberus oben fragt?
 

Nena

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1. ja
2. Betriebe bezahlen ihre Auszubildenden in der Regel.
3. Keiner, dessen Klienten in erster Linie AjA-/JC-Kundinnen sind.

Warum suchst Du Dir nicht einen Ausbildungsplatz?

(Danke für das "herzliche Willkommen".)
 

Bateman

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Die Firma dankt für die tätige Mithilfe.
Ich habe Ausbildungsbetriebe gefunden. Ausbildungsbeginn ist im September. Die Berufsbildungträgersschulen beginnen auch im Februar/März.
Was zeitlich luxuriös ist, aber wenn von denen abgeraten wird, dann würde ich das lassen.
Ist das Klima da wirklich unterirdisch? Also sind in den handwerklichen Ausbildungsberufen nur vom Jobcenter hingelotste Hängengebliebene anzutreffen?
 

Nena

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Lunger doch mal vor ein oder zwei oder drei solcher "Bildungs"einrichtungen rum in den nächsten Tagen. Guck Dir die Leute an, sprich mit denen (es stehen immer welche vor den Türen und rauchen). Komm ins Gespräch mit den Geschäften drum rum. Und am besten wäre es, wenn Du kannst, mit Arbeitgeberinnen zu sprechen, warum die aufhören, Bewerbungen/Lebensläufe zu lesen, wenn die die Namen der einschlägigen MT lesen. (Und such hier im Forum und gerne auch weiter im Netz) nach Erfahrungsberichten von Umgeschulten.)

Wenn Du die Chance hast - mach was anderes als das, was das JC Dir (möglicherweise) anbietet. Und warte vor allem nicht drauf. Und glaube (mündlichen) Zusagen nicht.

Hingelotst? Hängengeblieben? So wie Du?
Nein, das hat weder was mit Ausbildungsberufen noch mit handwerklich was zu tun.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Es gibt Handwerksmeister, die stellen grundsätzlich keine Mitarbeiter ein, die ihren Gesellenbrief in einer überbetrieblichen Umschulung erworben haben. Da fehlen oftmals ganz einfach die praktischen Grundlagen. Andererseits liest man ja immer vom "Fachkräftemangel", da müssten die eigentlich nehmen was sie kriegen könnten.

Ein Kumpel wollte nach dem Abi unbedingt Tischler werden, dachte er könne den ganzen Tag in der Werkstatt stehen und sich künstlerisch an antiken Möbelstücken verwirklichen. Tatsächlich musste er aber Türrahmen in den 5. Stock hochschleppen. :D
 

Bateman

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Das klingt bitter und lässt tief blicken. Ich habe gezielt Erfahrungen von Umschülern gesucht.
So üppig bin ich nicht fündig geworden. Bilungsträger habe leider keinen in der Nähe. Ich müsste gezielt anreisen.
Eigentlich hat mir jemand einen positiven Eindruck einer Umschulung vermittelt. Ich meinte das wäre die Schule in Regenstauf. War zwar aus zweiter Hand aber die Ausführungen klangen verlockend.
 

karuso

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Andererseits liest man ja immer vom "Fachkräftemangel", da müssten die eigentlich nehmen was sie kriegen könnten.
Der Fachkräftemangel ist eine Fata Morgana den gibt es nicht und den wird es nicht geben.Den gab es mal in den 50 und 60 Jahren durch den Krieg aber heute nicht mehr.Wenn wir wirklich Fachkräftemangel hätten würde man das an kräftig steigende Löhne erkennen aber das Gegenteil ist der Fall.Immer mehr Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor.Immer weniger Betriebe sind Tarifgebunden.Die Tarifbindung sank von 1990 bis heute von 75% auf knapp unter 50% weiter fallend. Die Arbeitgeber wollen nur billige Arbeitskräfte und sie wurden ja jetzt durch lautes schreihen von der Politik erhört und die unfähigen Politiker haben ja jetzt ein Einwanderungsgesetz geschaffen damit billige Fachkräfte aus nicht EU Staaten hier rein kommen können ganz nach dem Wunsch der Arbeitgeber damit man weiter die Löhne drücken kann.:icon_kotz2:
 

BerndB

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Wählt man hier unter "Sie Suchen" den Begriff "Ausbildung", wird nach Ausbildungsstellen gesucht.

SGB III gilt im Bildungsbereich bedingt auch im SGB II:

Eine Fortbildung kann nicht nur über § 81, sondern auch über § 82 SGB III (Seite 11) gefördert werden.
Geregelt ist die wenig bekannte Möglichkeit, im Arbeitsverhältnis zu beginnen und bei Weiterzahlung des Lohns im Arbeitsverhältnis die Ausbildung zu absolvieren. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann AfA/JC (?) dann meines Wissens bis zu 100% der Ausbildungskosten tragen (Arbeitsentgeltzuschuss).
Die betriebliche Ausbildung muss von der AfA zertifiziert werden (§ 177 - Seite 37 gleicher Link).
Die AfA legt für Bewerber und deren Arbeitsplatzsuche Profile an (Jobbörse). Sie sollte auch Ausbildungsplatzprofile anlegen können.
 
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