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erstausbildung/arge stellt immer andere spielregel

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Harlekin

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#1
hallo miteinander,

ich bin alleinerziehend und ich kam nie zu einer ausbildung (familieninterne schwirigkeiten,sowie keine unterstützung von familie)
nun versuche ich seit meiner scheidung einen Ausbildungsplatz zu finden,was aber nicht klappt.
zuerst hieß es von der arge aus,ich solle mir eine Lehrstelle suchen,ende des jahres hieß es dann (anderer arbeitsvermittler)
ich darf mir keine lehrstelle suchen,weil sie das nicht finanzieren sondern ich solle mir einen umschulungsplatz suchen,ich habe dann bei kursnet gesucht und mit dem bildungsanbieter gesprochen,die meinten da ich keine ausbildung habe,könnt ich auch keine umschulung machen.
ich wieder zumarbeitsvermittler...
dann hieß es rein schulische ausbildung dürfe ich nicht machen( Sani,büro,physio)zu teuer,man bekommt schlecht arbeit danach)

dann hieß es ich solle mir einen Ausbildungsplatz suchen und dabei erwähnen,daß die arge sich finanziell beteiligt,wiederholtes
nachfragen wegen einer schriftlichen bestätigung der gesagten vorgehensweise wurde mir wieder verwehrt.

nachfrage beim teamleiter ergab dann,daß sich die arge in keinster weise beim arbeitgeber finanziell beteiligt und ich müßte diese ausbildung mit einer dauer von 2 jahren beenden (solange finanziert die arge unseren lebensunterhalt weiterhin,bei drei jahren ausbildungszeit nicht).
ok ich bei lehrstellenbereiten arbeitgebern angerufen,wegen ausbildungsdauer von 2 jahren ob das geht ??? geht nicht in ihrem betrieb ,hieß es von denen.

einen hab ich gefunden (friseur) der meinte es wäre möglich,ABER unter der vorrausetzung 6 monate praktikum vorher bei ihm zu machen um dann nahtlos die lehre anzufangen.
ich zum arbeitsvermittler und gefragt ob ich es so machen könnte,nein sagte man mir ,ich dürfte höchstens 4 wochen praktikum machen,unter dem aspekt,daß der arbeitgeber nach 4 wochen wüßte ob er mich wollte oder nicht.
der friseur sagte aber es wäre aber notwendig,weil die ausbildung ja sowiso schon kürzer wäre (um vorkenntnisse zu erlangen)
klingt mir nachvollziehbar.....
sollte meine bewerbung bei diesem friseur anklang finden,er aber auf die 6 monate behahrt,und die arge sagt Nein
was dann???
die arge meinte dann noch ,meinen 400 euro job sollte ich zusätzlich machen....*stress*
aber schriftlich bekomme ich das nicht.
habe von einer einstigsquwalifizieung ( 6 monate ) gehöhrt aber nichts für erwachsene in meinem alter gefunden,das dieses auch bestätigt oder b.z.w erlaubt....wie ich mich drehe und wende ich finde keinen weg
wenn sich jemand sich da auskennt wäre ich dankbar bis in die steinzeit um hilfe,
vielen lieben dank Harlekin
 

Barbarix

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#2
ich darf mir keine lehrstelle suchen,weil sie das nicht finanzieren sondern ich solle mir einen umschulungsplatz suchen,ich habe dann bei kursnet gesucht und mit dem bildungsanbieter gesprochen,die meinten da ich keine ausbildung habe,könnt ich auch keine umschulung machen.
Zur Erklärung: Für Auszubildende ist nicht das ALG2, sondern BAB zuständig, deshalb wurde Dir ein sogenannte Umschulung nahegelegt. BAB zahlt nämlich weniger. Bei der Umschulung müssen wir nun unterscheiden zwischen einer betrieblichen Umschulung (ganz normal beimArbeitgeber) und einer überbetrieblichen (in einer Erwachsenenbildungseinrichtung). Vermutlich meinte dein Arnbeitsvermittler, Du solltest Dir einen Umschulungsplatz bei einem Arbeitgeber suchen. Das gibts aber nicht im Kursnet, sondern nur durch Klinkenputzen bei den Arbeitgebern.
Der Bildungsanbieter aus demKursnet wollte vermutlich nur seine Begriffskenntnisse demonstrieren und darauf hinweiseisen, dass eine "Umschulung" von der Wortbedeutung her eine Erstschulung voraussetzen würde. Ignorier das.

ich wieder zumarbeitsvermittler...
dann hieß es rein schulische ausbildung dürfe ich nicht machen( Sani,büro,physio)zu teuer,man bekommt schlecht arbeit danach)
Büro ist auf jeden Fall Mist, aber es gibt auch gute (und teure) schulische Angebote. Geh mal auf die Homepage der ARGE. Dort sollte irgendwo die "Bildungszielplanung" für 2010 veröffentlicht sein. In einer solchen publizieren die ARGEN und Arbeitsagenturen, was für Bildungsutscheine im jeweiligen Kalenderjahr ausgegeben werden sollen. Was da an Qualifizierungen aufgelistet wird, ist definitv möglich. Das Angebot schwankt aber von ARGE zu ARGE erheblich.
dann hieß es ich solle mir einen Ausbildungsplatz suchen und dabei erwähnen,daß die arge sich finanziell beteiligt,wiederholtes
nachfragen wegen einer schriftlichen bestätigung der gesagten vorgehensweise wurde mir wieder verwehrt.
nachfrage beim teamleiter ergab dann,daß sich die arge in keinster weise beim arbeitgeber finanziell beteiligt und ich müßte diese ausbildung mit einer dauer von 2 jahren beenden (solange finanziert die arge unseren lebensunterhalt weiterhin,bei drei jahren ausbildungszeit nicht).
An einer ganz normalen Ausbildung kann sich die ARGE nicht beteiligen, sondern nur einer betrieblichen Umschulung (s.o.). Diese muss in der Tat prinzipiell um ein Drittel der Lehrzeit verkürzt sein.

ok ich bei lehrstellenbereiten arbeitgebern angerufen,wegen ausbildungsdauer von 2 jahren ob das geht ??? geht nicht in ihrem betrieb ,hieß es von denen.
Erstens: Frag sicherheitshalber begrifflich korrekt nach einer "Umschulung", nicht nach "Ausbildung". Davon abgesehen: Ja, darauf lassen sich sehr wenige Arbeitgeber ein, deswegen kommt das auch eher selten vor.
einen hab ich gefunden (friseur) der meinte es wäre möglich,ABER unter der vorausetzung 6 monate praktikum vorher bei ihm zu machen um dann nahtlos die lehre anzufangen.
ich zum arbeitsvermittler und gefragt ob ich es so machen könnte,nein sagte man mir ,ich dürfte höchstens 4 wochen praktikum machen,unter dem aspekt,daß der arbeitgeber nach 4 wochen wüßte ob er mich wollte oder nicht.
Dein Arbeitsvermittler hat recht. Ein normales Praktikum kann natürlich dauern solange du willst, aber Praktikanten haben keinen ALG 2 Anspruch. Das "Praktikum" für ALG Empfänger heißt "Maßnahme bei einem Arbeitgeber" (§46 SGB III) und darf tatsächlich allerhöchstens 4 Wochen dauern.
der friseur sagte aber es wäre aber notwendig,weil die ausbildung ja sowiso schon kürzer wäre (um vorkenntnisse zu erlangen)
Erstens mal: "Praktika" sind nichts dazu da, die Bestimmungen zur betrieblichen Umschulung zu ergänzen oder zu unterlaufen. Wenn der Arbeitgeber es nicht kann, dann soll er es lassen.
Zweitens, ohne jemandem Unrecht tun zu wollen:
Schon mal in Betracht gezogen, dass der Friseur Dir und dem Steuerzahler (wegen deines Verbleibs im ALG 2) das Fell über die Ohren ziehen will? Ein halbes Jahr umsonst praktizieren, nur für das Versprechen, dass er dann aber ehrlich einen Umschulungsvertrag mit Dir machen wird? Das wird völlig zurecht von Gesetzes wegen nicht toleriert.
sollte meine bewerbung bei diesem friseur anklang finden,er aber auf die 6 monate behahrt,und die arge sagt Nein
was dann???
Dann hat die Arge Dich vor einem Fehler bewahrt. Übrigens würde ich mir angesichts der Lohnentwickling im Friseurgewerbe ohnehin überlegen, ob das die Umschulungszeit wert ist.

Um nochmal das Wesentliche herauszustreichen: Versuch mal die "Bildungszielplanung" der Arge herauszufinden und beantrage eine der dort genannten Qualifizierungen mit Berufsabschluss. Und wenn man Dir nichts schriftlich geben will, dann mach das, was hier alle Leute ständig predigen und vielleicht in Deinem Fall sogar hilfreich ist: Nimm Dir einen Beistand/Zeugen mit.
 

Harlekin

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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16 Jan 2010
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#3
Zur Erklärung: Für Auszubildende ist nicht das ALG2, sondern BAB zuständig, deshalb wurde Dir ein sogenannte Umschulung nahegelegt. BAB zahlt nämlich weniger. Bei der Umschulung müssen wir nun unterscheiden zwischen einer betrieblichen Umschulung (ganz normal beimArbeitgeber) und einer überbetrieblichen (in einer Erwachsenenbildungseinrichtung). Vermutlich meinte dein Arnbeitsvermittler, Du solltest Dir einen Umschulungsplatz bei einem Arbeitgeber suchen. Das gibts aber nicht im Kursnet, sondern nur durch Klinkenputzen bei den Arbeitgebern.
Der Bildungsanbieter aus demKursnet wollte vermutlich nur seine Begriffskenntnisse demonstrieren und darauf hinweiseisen, dass eine "Umschulung" von der Wortbedeutung her eine Erstschulung voraussetzen würde. Ignorier das.


Büro ist auf jeden Fall Mist, aber es gibt auch gute (und teure) schulische Angebote. Geh mal auf die Homepage der ARGE. Dort sollte irgendwo die "Bildungszielplanung" für 2010 veröffentlicht sein. In einer solchen publizieren die ARGEN und Arbeitsagenturen, was für Bildungsutscheine im jeweiligen Kalenderjahr ausgegeben werden sollen. Was da an Qualifizierungen aufgelistet wird, ist definitv möglich. Das Angebot schwankt aber von ARGE zu ARGE erheblich.


An einer ganz normalen Ausbildung kann sich die ARGE nicht beteiligen, sondern nur einer betrieblichen Umschulung (s.o.). Diese muss in der Tat prinzipiell um ein Drittel der Lehrzeit verkürzt sein.


Erstens: Frag sicherheitshalber begrifflich korrekt nach einer "Umschulung", nicht nach "Ausbildung". Davon abgesehen: Ja, darauf lassen sich sehr wenige Arbeitgeber ein, deswegen kommt das auch eher selten vor.

Dein Arbeitsvermittler hat recht. Ein normales Praktikum kann natürlich dauern solange du willst, aber Praktikanten haben keinen ALG 2 Anspruch. Das "Praktikum" für ALG Empfänger heißt "Maßnahme bei einem Arbeitgeber" (§46 SGB III) und darf tatsächlich allerhöchstens 4 Wochen dauern.

Erstens mal: "Praktika" sind nichts dazu da, die Bestimmungen zur betrieblichen Umschulung zu ergänzen oder zu unterlaufen. Wenn der Arbeitgeber es nicht kann, dann soll er es lassen.
Zweitens, ohne jemandem Unrecht tun zu wollen:
Schon mal in Betracht gezogen, dass der Friseur Dir und dem Steuerzahler (wegen deines Verbleibs im ALG 2) das Fell über die Ohren ziehen will? Ein halbes Jahr umsonst praktizieren, nur für das Versprechen, dass er dann aber ehrlich einen Umschulungsvertrag mit Dir machen wird? Das wird völlig zurecht von Gesetzes wegen nicht toleriert.

Dann hat die Arge Dich vor einem Fehler bewahrt. Übrigens würde ich mir angesichts der Lohnentwickling im Friseurgewerbe ohnehin überlegen, ob das die Umschulungszeit wert ist.

Um nochmal das Wesentliche herauszustreichen: Versuch mal die "Bildungszielplanung" der Arge herauszufinden und beantrage eine der dort genannten Qualifizierungen mit Berufsabschluss. Und wenn man Dir nichts schriftlich geben will, dann mach das, was hier alle Leute ständig predigen und vielleicht in Deinem Fall sogar hilfreich ist: Nimm Dir einen Beistand/Zeugen mit.
vielen lieben dank für die antwort .....
 

alvis123

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#4
Hi, harlekin...

..Du machst einen Grundfehler bei der ARGE. Dieser ist, dass Du Dich mündlich "abspeisen" lässt.

Du musst alles schriftlich beantragen. Im Normalfall läuft das mit einer Ausbildung so, dass Dir Deine Eltern zu Unterhalt verpflichtet sind bis Du eine Lehre abgeschlossen hast oder 27 Jahre alt bist. Je nach Einkommen der Eltern kannst Du "BAFöG" zusätzlich beantragen.

Aufgrund Deiner Angaben nehme ich an, dass bei Deinen Eltern nix für Dich zu holen ist. Du kannst jetzt hingehen und Dir einen Ausbildungsplatz suchen. Dafür bekommst Du neben der Ausbildungsvergütung von Deinem Arbeitgeber eine Ausbildungsbeihilfe von der Agentur für Arbeit. Da Du alleinerziehende Mutti bist, unterstützt Dich auch das Jugendamt mit Kostenzuschuss für Kinderbetreuung. Auch ergänzendes Wohngeld ist für Dich drin.

Da Du im Moment bei der ARGE gemeldet bist, versuchen die Dich natürlich aus Ihrer Datei zu bekommen; sprich egal wie und was Dir so schnell wie möglich Arbeit zu besorgen. Du bekommst da den Regelsatz für Dich und den Anhang, KDU und Alleinerziehendenzuschlag. Bis der Nachwuchs drei Jahre alt ist, brauchst Du Dich nicht aktiv zu bewerben. Danach kannst Du zusätzlich wieder finanzielle Hilfe vom Jugendamt für die Kinderbetreuung bekommen, wenn Du eine Arbeit annimmst oder via Arge an einer "Maßnahme" teilnimmst.

Aber alles ist vorher schriftlich zu beantragen und von den einzelnen Ämtern zu bescheiden. Erst mit einem rechtsmittelfähigen Bescheid kannst Du wirklich was anfangen.

MfG
 
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