Erstattungsfähigkeit v. Inkassokosten mit Rechtsprechungsnac

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Silvia V

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Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten

Wer eine Rechnung trotz Mahnung nicht zahlt, bekommt es häufig mit professionellen Geldeintreibern - sog. Inkassounternehmen oder Inkassobüros - zu tun. Diese machen dann meist zusätzlich zur ausstehenden Forderung auch noch erhebliche Inkassokosten geltend. Viele Empfänger derartiger Schreiben scheint ein erfürchtiges Erschauern zu packen, wenn sie auch nur "Inkasso" lesen. Offenbar trägt sich noch immer der Irrglaube fort, ein Schreiben von einem Inkassobüro hätte eine andere Qualität als ein einfacher Brief des Gläubigers - aber vermutlich deswegen sind diese Unternehmen auch so erfolgreich.

Nichts desto trotz stellt sich die Frage, ob man als Schuldner die geltend gemachten Inkassokosten tatsächlich bezahlen muss. Ausgangspunkt hierbei ist folgender: Befindet sich der Schuldner in Verzug, hat der Gläubiger einen Anspruch auf Ersatz des sog. Verzugsschadens (§§ 280, 286 BGB), zu dem grundsätzlich auch die Inkassokosten zählen - aber eben nur grundsätzlich - also nicht in jedem Fall - und meist auch nicht in dem Umfang, in dem es von den entsprechenden Unternehmen gefordert wird.




https://verbraucherrecht.blogspot.com/2006/04/erstattungsfhigkeit-von-inkassokosten.html
 

medea

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Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten mit Rechts........

Hallo Silvia V !

Danke, Dein Artikel kommt mir sehr gelegen.
Das Problem habe ich nämlich auch gerade.
Für mich von Bedeutung ist vor allem der Satz :

Inkassokosten sind nicht erstattungsfähig, wenn die Forderung gegenüber dem Gläubiger bestritten wurde, oder der Schuldner mitteilt, dass er zahlungsunfähig ist.

weiter so !!!!! :klatsch: :klatsch: :klatsch:
bey medea :stern:
 

wolliohne

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Besten Dank Silvia

Bei mir sind diese Brüder ganz schön hartnäckig.

Aber wo nichts ist......
 

rannseier

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Re: Besten Dank Silvia

wolliohne meinte:
Bei mir sind diese Brüder ganz schön hartnäckig.

Aber wo nichts ist......

Die wird man doch relativ einfach los..

Schlag sie mit den eigenen Mitteln..
 

Inkasso

Super-Moderation
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Intressanter Link
alles nochmal auf den Punkt gebracht

allerdings erfolgreich sind nicht alle Inkassobüros...
Hier in frankfurt befindet sich z.b die eine oder andere Inkasso Ich AG im Existenzminimumslevel ...
Teilweise wird auch heftigst untereinander abgemahnt
Die Unternehmen erkennen immer mehr den Konkurenzkampf und nehmen natürlich die billigsten IBs.
mit den z.b höchsten KickBack Zahlungen.



gruß
jürgen
 

Andi_

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...

Die Frage ist auch eher nach der Zulässigkeit der Kosten gerichtet. Darf man jemand der nichts hat und von dem dies auch -bekannt- ist über Gebühr nachstellen?

Bekannt ist die Zahlungsfähigkeit spätestens durch ALG2 Bescheid, bei dem vom Staat bereits die Bedürftigkeit überprüft wurde. Seriöse Gläubiger nehmen dies korrekt hin. Unseriöse Gläubiger versuchen es mit Kontopfändungen und stürzen dadurch Schuldner noch tiefer ab.

Auch in meinem Fall, ironischerweise durch das "Inkassounternehmen" Zollamt Giessen, wurde vom Gläubiger Barmer Ersatzkasse alles unternommen, was rechtlich irgendwie zulässig war. Sogar ein Postsparbuch mit etwa 10 EUR haben sie im Rahmen der Kontopfändung erbeutet.

Ergebnis, als gescheiterter "Ich AG" Gründer hatte ich anschliessend nicht mal mehr ein Konto, weil es der Postbank zuviel Aufwand war, meine Sozialeingänge auf meinem -Guthabenkonto- zu schützen. Eigentlich hätte ich diesen Fall behördlicher Willkür publizieren sollen.

Aber am Ende hat man wenigstens darauf verzichtet, mich noch zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zu nötigen, nur weil ich im Rahmen meiner "Ich AG" die letzten Monate Krankenversicherungsbeiträge schuldig bleiben musste - mangels Einkünften.

Die hier gewährten 600 EUR reichten schliesslich nicht, meine Miete und meinen Lebensunterhalt sicherzustellen, weshalb ich davon natürlich keine KV vor meiner erneuten Arbeitslosenmeldung zahlen konnte. Aber man gibt eine Existenzgründung nur ungern auf ...

Ausser bei uns, da sollte man sich besser schon 6 Monate vor möglichen Verdienstausfällen in einer "Ich AG" wieder arbeitslos melden :|
 

pinguin

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Eventuell ist hier eine Korrektur fällig, die Ausgangsseite ist nicht mehr existent; (Link im ersten Beitrag ist "not found").
 

ArmesWuerstchen

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Hallo,


dazu:
Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten
Wer eine Rechnung trotz Mahnung nicht zahlt, bekommt es häufig mit professionellen Geldeintreibern - sog. Inkassounternehmen oder Inkassobüros - zu tun. Diese machen dann meist zusätzlich zur ausstehenden Forderung
auch noch erhebliche Inkassokosten geltend.

Das ist die Geschäfstidee dieser vornehm ausgedrückt "windigen Zeitgesellen"......


Zur Klarstellung
Wer Waren oder Dienstleistungen bestellt oder in Anspruch nimmt,MUSS
diese auch bezahlen !!
Kommt jemand damit in Verzug oder zahlt gar nicht,so muss er dem
Gläubiger die daraus entstehenden Kosten auch ersetzen.
Genau hier ist aber Otto Normalverbraucher überfordert....ob Kosten
(gerade von Inkasso-Unternehmen) wirklich angemessen sind,kann er in der Regel nämlich nicht überprüfen......hier hilft nur die Konsultation eines
Anwaltes oder einer Schuldnerberatungsstelle........



Noch ein Nachsatz zu:
Die Frage ist auch eher nach der Zulässigkeit der Kosten gerichtet. Darf man jemand der nichts hat und von dem dies auch -bekannt- ist über Gebühr nachstellen?
Bekannt ist die Zahlungsfähigkeit spätestens durch ALG2 Bescheid, bei dem vom Staat bereits die Bedürftigkeit überprüft wurde. Seriöse Gläubiger nehmen dies korrekt hin. Unseriöse Gläubiger versuchen es mit Kontopfändungen und stürzen dadurch Schuldner noch tiefer ab.

Das jemand NICHTS hat wird im Zivilrecht erst durch die
"Eidesstatliche Versicherung
festgestellt......

Und wieso "unseriöse Gläubiger" ???.......
Man sollte die Dinge auch mal von der anderen Seite sehen......:icon_idee:
Um eine Kontopfändung durchführen zu können,muss ja wohl
ein Vollstreckungsbescheid oder ein Urteil vorliegen......
Es bestand also hinreichend Gelegenheit,dem Gläubiger seine Lage darzulegen.......

Und das ist KEIN Inkassounternehmen......
Auch in meinem Fall, ironischerweise durch das "Inkassounternehmen" Zollamt Giessen, wurde vom Gläubiger Barmer Ersatzkasse alles unternommen, was rechtlich irgendwie zulässig war. Sogar ein Postsparbuch mit etwa 10 EUR haben sie im Rahmen der Kontopfändung erbeutet.
Dabei handelt es sich um die Zwangsweise Beitreibung von Sozialversicherunsgabgaben.....aufgrund staatlichen Vollstreckungsrechtes...

Und das finde ich auch voll gut.....:icon_smile:

Denn es ist nicht einzusehen,das man selber keinen Lohn bekommt,weil die Firma (der Chef) angeblich nicht zahlen kann.......nunja....das Zollamt hat bei ihm dann 1,9 MILLIONEN EURO "gefunden".......:)

 

Inkasso

Super-Moderation
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25 Oktober 2005
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Wer Waren oder Dienstleistungen bestellt oder in Anspruch nimmt,MUSS
diese auch bezahlen !!
Seh ich genau so :icon_pause:
Kommt jemand damit in Verzug oder zahlt gar nicht,so muss er dem
Gläubiger die daraus entstehenden Kosten auch ersetzen.
Seh ich genau so :icon_pause:
Genau hier ist aber Otto Normalverbraucher überfordert....ob Kosten
(gerade von Inkasso-Unternehmen) wirklich angemessen sind,kann er in der Regel nämlich nicht überprüfen......hier hilft nur die Konsultation eines
Anwaltes oder einer Schuldnerberatungsstelle........
Seh ich allerdings nicht so :cool:
Ich habe bei unstrittigen Forderungen noch nie die Schuldnerberatungsstelle oder gar einen Anwalt konsultiert sondern ich habe die Inkassogebühren des extern beauftragten Inkassobüros einfach nicht bezahlt
Die Hauptforderung plus eventuelle Mahngebühren habe ich immer direkt an den GL überwiesen und gegenüber dem Inkassobüro die Forderung mangels Vorlage der Gläubigervollmacht bzw - bei abgetretenen Forderungen - mangels Vorlage der Abtretungsurkunde - zurückgewiesen
Ich spreche von ca 7 bis 8 Fällen aus eigener Erfahrung
Bisher ist es noch nie zu ernsthaften Konsequenzen gekommen.
2 bis 3 weitere Briefe kamen bisher immer !
Das ein oder andere IB hat noch ein Call Agent (Telefon Inkasso) eingeschaltet und versucht dadurch Druck zu machen
Manchmal schreibt auch noch der Inkasso Hausadvokat noch 1 oder 2 Briefe
Ein einziges mal habe ich wg Inkassogebühren einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen welchen ich vollumfänglich widersprochen hatte
Danach war Ruhe:icon_daumen:

lg
 
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