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Erstattung zu Unrecht erbrachter Leistungen nach §50 Sozialgesetzbuch - SGB - X

aristide

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#1
Hallo Community :smile:

Zuerst einmal muss ich dieses Forum loben, ich finde es super, dass man hier Hilfe finden kann! :icon_daumen:

Nun mein Anliegen:

Meine Eltern befinden sich zur Zeit im Ausland (nein kein Urlaub) und ich bin vor einer Woche ins Elternhaus gekommen um mal nach dem Rechten zu sehen. Ich selber studiere an einem anderen Ort.

Vor zwei Wochen habe ich einen Brief vorgefunden, bei der die "Erstattung zu Unrecht erbrachter Leistungen nach §50 Sozialgesetzbuch - SGB - X" innerhalb der nächsten zwei Monate gefordert wird.

Mein Vater erhielt vom 01.12.2010 bis zum 30.06.2014 eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (in etwa 230€/mtl.*plus minus 5-6€ Differenz/Erhöhung) von der Knappschaft Bahn See. Nun wird der Betrag von 9.550,46€ innerhalb von zwei Monaten von meinen Eltern zurückgefordert, da diese Rente nur unter Vorbehalt gezahlt worden ist.

Ferner steht drin, dass "durch die Rücknahme der Berufung am 14.03.2014 der Bescheid vom 02.12.2010 nunmehr bindend und unanfechtbar" sei :confused:

Ein noch größeres Problem ist, dass ich den zuständigen Anwalt seit Wochen nicht erreichen kann. Es gebe keinen Anschluss unter der Nummer, auf meine Briefe und E-Mails antwortet dieser Herr auch nicht und das Recht auf Widerspruch erlischt morgen. Ich habe einen anderen Anwalt konsultiert und er hat mir versichert, dass ein Widerspruch nichts bringen würde und dass wir im Endeffekt nur auf den Kosten sitzen würden. Die Versicherungstante sagte mir, dass der Betrag auf jeden Fall gezahlt werden müsse und dass es da kein Spielraum gebe. Zumindest könne man die Summe auch in Raten abbezahlen (wie gütig :biggrin: wovon denn? ).


Meinen Eltern hat dieser Anwalt wohl versichert, dass er sich um alles kümmern würde und dass sie nichts zu befürchten hätten. Was hat unser Anwalt denn da angestellt?


Wir haben einfach kein Geld, ich finanziere mein Ingenieurstudium durch zwei Jobs, meine Mutter hat nur einen Minijob und bekommt eine kleine Rente. Mein Vater kann seit seinen Herz-OPs seinen Beruf nicht mehr ausüben und all unsere Ersparnisse sind aufgebraucht.

Kann eigentlich unser Anwalt zur Rechenschaft gezogen werden? :icon_motz: Niemand kann wirklich nachvollziehen, was er veranstaltet. Von einer Rücknahme der Berufung wussten meine Eltern nichts, da wir absolut keinen Brief diesbezüglich erhalten haben. Die Dame bei der Knappschaft hat mir auch versichert, dass sie einen Bescheid jeweils an uns und an den Anwalt abgeschickt habe....

Es ist absolut zum Verzweifeln und ich weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll (außer, dass ich morgen 200km zu diesem Anwalt fahren werde, diese Woche ging nicht, weil ich noch eine wichtige Masterklausur schreiben musste)

Vielen Dank erstmal fürs Lesen und über jeden Tipp/jede Hilfe wäre ich unendlich dankbar

Viele Grüße

aristide
 

Charlot

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#2
Den Anwalt kannst Du leider nicht verantwortlich machen.
Du hast ihn ja beauftragt, für Dich tätig zu sein. (Bzw. Deine Eltern)

Es sei denn, er hat mit groben Vorsatz gehandelt, was aber kaum nachzuweisen ist.

(Nur meine Laienmeinung, frag doch mal in einem Anwaltsforum)
 
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