Erstattung von "Reisekosten" mit Taxi zur Agentur für Arbeit - 1. Gespräch mit AV - GdB 70, G, B ?!

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KrisEU

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Hallo Zusammen,

mein 2. Thread hier und heute... Bin ganz neu in dem Thema (und im Forum), bisher noch nie mit der AfA und ALG I zu tun gehabt... Bin schon lange krank, und jetzt wegen Aussteuerung bei der AfA angekommen. Falls es hier einen Vorstellungsbereich gibt, bitte mitteilen.. Werde ich dann nachholen.

Also, wie im anderen Thread schon erwähnt, habe ich heute erst meinen ALG-Bescheid erhalten... --> und ebenfalls heute eine erste Einladung meiner zuständigen Arbeitsvermittlerin / Reha-Team, die mit mir "das Ergebnis meiner ärztlichen Untersuchung besprechen will", und bei Nichterscheinen schon mit Sperrfristen droht.

Das ist in 4 Tagen angesetzt, also recht kurzfristig..

Ich kann dort nicht mit dem Auto hin, weil ich keins habe und auch keins fahren kann, mit Bus & Bahn geht krankheitsbedingt auch nicht, ich komme zu Fuß & mit Rollator nicht mal bis zur Bushaltestelle um die Ecke (ca. 200 Meter).
Die normalen regelmäßigen Besorgungen und Notwendigkeiten (Einkaufen, Arzt, Physio, Friseur, eigentlich alles) - dafür habe ich einen guten Bekannten, der mich überall hin fährt und begleitet, wenn er Zeit hat.

Zu dem Termin am Montag kann er leider nicht, also müsste ich mit dem Taxi dorthin fahren, was pro Strecke ca. 15 Euro sind.

In dem Einladungsschreiben steht der tolle Satz: "Unter bestimmten Voraussetzungen können notwendige Reisekosten erstattet werden..."

Ich habe einen GdB von 70, mit Merkzeichen G und B
Dazu noch Pflegegrad 2
Und ich bin zwingend auf den Rollator angewiesen, ich kann nicht mal 1 Meter geradeauslaufen im Moment, ohne hinzufallen.

Aber nirgendwo steht, wo und wie ich diese Reisekostenerstattung beantragen kann oder muss (vorher / nachher ?)

Muss ich die Taxikosten tatsächlich selber tragen?

Viele Grüße, Kris

PS: Natürlich hat man bei Pflegegrad 2 ein monatliches Budget für sowas (Alltagshilfe, Begleitung, usw.) - aber sämtliche Pflegedienste im weiteren Umkreis von mir haben für sowas schlichtweg keine Zeit, keine Kapazitäten oder brauchen 3-4 Wochen Vor-Planzeit.
 

BerndB

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Die Erstattung von Reisekosten ist eine Leistung die nur dann gezahlt wird, wenn der Antragsteller sie selbst nicht tragen kann. Der frisch arbeitslose Geschäftsführer mit bisher gutem Einkommen wird vermutlich keine Kostenerstattung erhalten. Die gesetzliche Regelung findest du in § 309 (4) SGB III.

Auch wenn in deinem Schreiben "hässliche" Belehrungen stehen, sie müssen sein und sind nicht auf dem Mist des SB gewachsen. Der/die sind im SGB III eher humaner als im SGB II. Wenn du allerdings einfach zum Termin nicht erscheinst, sieht es blöd aus. Würde bei dir auch schlecht ankommen, wenn du SB währst. Deshalb möglichst schnell beim SB anrufen, Situation schildern und um Verlegung auf einen Termin bitten, an dem dein Begleiter Zeit hat. Mach das aber nicht erst am Morgen des Termins.
 

KrisEU

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Hi Bernd,

ich werde den Termin auf alle Fälle wahrnehmen, das kann ich mir grad noch so leisten... Egal, wer die Fahrtkosten zahlt...

Trotzdem wäre es toll (nachdem mir eben von einem Monat auf den anderen) 300 Euro fehlen... zu sehen, ob man ein paar Euro wieder zurückholen kann...

Weil, solche Fahrtkosten hatte ich vorher auch nicht...
 

ZynHH

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Schon wegen dem vorher zu stellenden Fahrtkostenantrag solltest du deinen sb möglichst kurzfristig kontaktieren.
 

BerndB

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Trotzdem wäre es toll (nachdem mir eben von einem Monat auf den anderen) 300 Euro fehlen... zu sehen, ob man ein paar Euro wieder zurückholen kann...
Nach einer Aussteuerung (18 Monate Krankengeld) dürften die Chancen einer Kostenerstattung gut stehen und die Frage ist dann auf jeden Fall erlaubt, eher Pflicht.
 

KrisEU

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Ixch
Schon wegen dem vorher zu stellenden Fahrtkostenantrag solltest du deinen sb möglichst kurzfristig kontaktieren.

Ja... kurzfristig.. wie denn? heute (Donnerstag) Post bekommen, am Montag schon Termin...Und ich habe immer noch keinen Antrag im Internet gefunden.


Nach einer Aussteuerung (18 Monate Krankengeld) dürften die Chancen einer Kostenerstattung gut stehen und die Frage ist dann auf jeden Fall erlaubt, eher Pflicht.
Und auch hier, Bernd, ist ja schön und gut, aber: WO beantragen, mit WELCHEM Formular? Gibt ja keine....


Ich möchte das noch kurz erläutern: Mir geht es nicht um mehr Geld... Ich zahle seit 8 Jahren knapp 300 Euro Unterhalt jeden Monat für meinen Sohn (auch während dem Krankengeldbezug).. Würde das gerne beibehalten... Aber bei 1000 Euro ALG I - no way...da zahle ich dann maximal die gesetzlichen 100-120 Euro....

Weil,wenn da jetzt noch alle paar Tage / Wochen 30 Euro für ein Taxi zum Arbeitsamt dazu kommen, funktioniert das nicht mehr.
 

BerndB

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Und auch hier, Bernd, ist ja schön und gut, aber: WO beantragen, mit WELCHEM Formular? Gibt ja keine....
Ist zunächst viel einfacher als du denkst. Mündliche Antragstellung gilt. Muss halt später in Formularform "gegossen" werden. Du kannst bspw. die Hotline anrufen und um Zusendung eines Formulars bitten. So wie ich es im Kopf habe geht es aber noch einfacher. Mündliche Antragstellung beim Termin, müsste auch noch als rechtzeitig gelten. So mein Wissensstand.
Im Internet findest du die Formulare nicht.
 

KrisEU

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Okay, danke Dir BerndB..

Das ALG1 soll ja am 1. Werktag des Monats verfügbar sein.. Was soll ich tun, bzw. wo soll ich anrufen, wenn es das nicht ist?? Bei mir fehlt es noch... Aber es ist ja
immer noch der erste Tag des Monats...angewiesen wurde es am 30.07. - laut "deiner" Agentur....
 

Agent

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Hallo KrisEU,

wenn du heute den ALG Bescheid erhalten hast, dann ist das Geld auch angewiesen. Wird vermutlich morgen kommen, da ist die Post gelegentlich schneller.
Antragstellung für Reisekosten zum Termin kannst du direkt persönlich beim Termin machen.

Viele Grüße
Agent
 

Kerstin_K

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Ihr stellt euch an wie die ersten Menschen. Was soll denn der Quatsch mit der mündlichen Beantragung? Anträge im Sozialrecht können formlos gestellt werden. Dazu reicht ein Zweizeiler. Unterschreiben, einscannen und per Fax noch vor dem Termin ab damit. Zum Beispiel mit PDF24 geht das schnell, einfach und kostenlos. So ist man auf der sicheren Seite, dem Anträge müssen gestellt werden, bevor Kosten entstehen. Formulare kann man nachreichen.
 

HermineL

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Mündliche Antragstellung gilt. Muss halt später in Formularform "gegossen" werden. Du kannst bspw. die Hotline anrufen und um Zusendung eines Formulars bitten. So wie ich es im Kopf habe geht es aber noch einfacher. Mündliche Antragstellung beim Termin, müsste auch noch als rechtzeitig gelten. So mein Wissensstand.
Im Internet findest du die Formulare nicht.
Dann wird es Zeit deinen Wissensstand aufzufrischen bevor du weiter Ratschläge gibst die für den TE nach hinten losgehen können.

Eine mündliche Antragstellung ist zwar rechtlich auch gültig jedoch muss man diese auch nachweisen können was bei einem Anruf generell nicht möglich ist. Also wenn man wirklich eine Leistung erhalten will Finger weg von einer mündlichen Beantragung. Nur schriftliches ist nachweisbar.

Einen Antrag kann man, wie @Kerstin_K schon schrieb, formlos mit einem Zweizeiler stellen und nachweislich, z.B. per Fax, dem Amt zukommen lassen. In Formularform "gegossen" werden muss da gar nichts.
 

KrisEU

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Hallo und Danke für so viel Info,

ich habe jetzt einen "Zweizeiler" erstellt. Soll ich den jetzt an die Leistungsabteilung schicken (die mir den Bewilligungsbescheid geschickt hat), oder an meine Vermittlerin/Betreuerin, wo ich am Montag den Termin habe?

Übernehmen die überhaupt in so einem Fall Taxi-Kosten? Weil, sonst kann ich mir den ganzen Aufwand auch sparen... Taxifahrer muss Quittung ausstellen, usw..

Ich mache das übrigens alles online / per Email (nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ich einfach nicht gut zu Fuss bin). Alle Unterlagen und Nachfragen habe ich per Internet erledigen können, ich musste nur einmal zur Agentur bisher, wegen der persönlichen Arbeitslosmeldung (auch mit Taxi).

Gruß, Kris
 

HermineL

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Du musst das nur an die BA schicken die es dann intern an den zuständigen Sachbearbeiter weiterleitet.

Ich mache das übrigens alles online / per Email (nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ich einfach nicht gut zu Fuss bin).
Davon kann ich dir nur abraten weil du genau wie bei einer mündlichen Antragstellung keinen rechtssicheren Nachweis der Beantragung hast.
Auf der sicheren Seite bist du bei einem Fax mit qualifizierten Sendeprotokoll das auch gerichtsfest anerkannt wird und zusätzlich kann man
es noch per Briefpost hinsenden wenn man will.
 

BerndB

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Dann wird es Zeit deinen Wissensstand aufzufrischen bevor du weiter Ratschläge gibst die für den TE nach hinten losgehen können.
Eine mündliche Antragstellung ist zwar rechtlich auch gültig jedoch muss man diese auch nachweisen können was bei einem Anruf generell nicht möglich ist.
Also ist eine mündliche Antragstellung zunächst mal möglich.
Und die Pflicht zur Nachweisbarkeit steht nirgends. Sie beruht nur auf grundsätzlichem Misstrauen dem SB gegenüber. Gerade in diesem Fall ist dies schon deshalb nicht angebracht, weil die Anstragstellung auch im persönlichen Gespräch beim Termin noch rechtzeitig erfolgen kann.
Solches Misstrauen wird dazu führen, dass keine Partei mehr auf das gesprochene Wort des anderen Vertraut.
Dieses Misstrauen zu schüren, wirkt sich auf die Beziehung SB - Alo aus. Auch der SB kann misstrauisch werden. Dann bspw. gern auch alle Stellenvorschläge und Auflagen der EV mit Rechtsfolgen versehen, was ja jetzt nicht passiert. Oder er kann bei der Frage, ob die Kinderbetreuung gesichert ist, dem Alo glauben oder einen Nachweis verlangen. Es wird dann seine Grenzen finden, wenn am Ende jeder Beratung beide Parteien ein gemeinsames Protokoll erstellen und gegenzeichnen. Also nicht nur dann, wenn eine EV neu abgeschlossen oder geändert wird. Beide, SB und Alo, können sich also gegenseitig hochschaukeln und sich das Leben schwer machen. Briefwechsel dann werden nur noch per Einschreiben erfolgen. Denn wer garantiert, dass ein Schreiben an die BA auch letztendlich beim SB ankommt und nicht irgendwo in der Versenkung verschwindet?
Und wenn man die ganzen Forenbeiträge liest, fallen einem sicher noch mehr Dinge ein.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Du musst das nur an die BA schicken die es dann intern an den zuständigen Sachbearbeiter weiterleitet.
Wenn es dort aber nicht ankommt, hast du keinen Nachweis.

Nachtrag:

Wenn man so etwas anrät dann muss man auch auf die Risiken hinweisen die ein solcher Rat beinhaltet. Mit dieser Erkenntnis kann der TE dann selber entscheiden welches Risiko er gehen möchte. Weißt man nicht darauf hin sollte man den Ratschlag besser für sich behalten.
Dann sollte man beispielhaft auch darauf hinweisen, dass der schriftliche Zweizeiler auch nicht in Briefform beim SB landet, sondern, so mein Kenntnisstand von vor ca. 2 Jahren von der AfA (falls dort eigenhändig eingeworfen) ungeöffnet an ein Scan-Zentrum weitergeleitet wird und dann per ePost bei einem SB landet. Vermutlich werden die per Post an die AfA geschickten Briefe gleich per Weiterleitung an das Scan-Zentrum umgeleitet. Es gibt also genügend Möglichkeiten, dass der Brief nicht beim SB ankommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

KrisEU

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Na dann mache ich es mal so:

Ich schicke gleich meine Mail an die Dame, bei der ich am Montag den Termin habe. Ob sie die heute noch lesen wird, weiß ich nicht (ist ja Freitag, dann Wochenende, usw.)
Am Montag beim Termin werde ich sie darauf noch mal ansprechen, und vom Taxifahrer lasse ich mir einfach mal eine Quittung aussstellen...
 

HermineL

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Also ist eine mündliche Antragstellung zunächst mal möglich.
Was niemand bestritten hat, ganz im Gegenteil.

Und die Pflicht zur Nachweisbarkeit steht nirgends.
Muss es auch nicht aber man wird spätestens dann froh sein es nachweisen zu können wenn behauptet wird das kein Antrag gestellt wurde oder Unterlagen nicht angekommen sind. Hierbei reden wir nun wahrlich nicht über Ausnahmen sondern dies ist bei diesen Ämtern schon eher die Regel.

Zu allem anderen was du da schreibst lohnt es sich nicht dies weiter kommentieren. Wer gerne in vorausschauenden Gehorsam alles ohne Nachweis machen möchte was man von ihm verlangt kann das selbstverständlich tun darf sich aber hinterher auch nicht wundern wenn er damit auf die Nase fällt.

Wenn du dem TE rätst dies mündlich ohne Nachweis zu machen bis du sicherlich auch gerne bereit die Konsequenzen für den TE zu tragen wenn dieser Schuss nach hinten losgehen sollte weil die BA behauptet nie einen Antrag bekommen zu haben oder ?
Wenn man so etwas anrät dann muss man auch auf die Risiken hinweisen die ein solcher Rat beinhaltet. Mit dieser Erkenntnis kann der TE dann selber entscheiden welches Risiko er gehen möchte. Weißt man nicht darauf hin sollte man den Ratschlag besser für sich behalten.



Wenn es dort aber nicht ankommt, hast du keinen Nachweis.
Dann sollte man beispielhaft auch darauf hinweisen, dass der schriftliche Zweizeiler auch nicht in Briefform beim SB landet, sondern, so mein Kenntnisstand von vor ca. 2 Jahren von der AfA (falls dort eigenhändig eingeworfen) ungeöffnet an ein Scan-Zentrum weitergeleitet wird und dann per ePost bei einem SB landet. Vermutlich werden die per Post an die AfA geschickten Briefe gleich per Weiterleitung an das Scan-Zentrum umgeleitet. Es gibt also genügend Möglichkeiten, dass der Brief nicht beim SB ankommt.
Wenn du richtig gelesen hättest dann hättest du es auch verstanden:
Auf der sicheren Seite bist du bei einem Fax mit qualifizierten Sendeprotokoll das auch gerichtsfest anerkannt wird und zusätzlich kann man
es noch per Briefpost hinsenden wenn man will.
 

bondul

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Dazu noch Pflegegrad 2
Und ich bin zwingend auf den Rollator angewiesen...
Bei PG 2 empfehle ich dir, einmal in das Gutachten (MDK...) nach den „außerhäuslichen Aktivitäten“ zu sehen, ab „6.1.“ Je öfter „dort überwiegend / völlig unselbstständig“ und „nur mit personeller Hilfe möglich“ steht, umso besser bekommt man eine Fahrt zu AfA / SG / DRV ua mit Taxi oder Behindertenfahrdienst durchgesetzt.

Sollten die entsprechenden Voraussetzungen bei dir vorliegen (wovon ich bei G, B und Rollator ausgehe), sendest du ein Fax an die AfA (am besten mit Auszug aus dem Gutachten, 6.1ff) und beantragst die Kostenübernahme.

lg, bondul
 

saurbier

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Und die Pflicht zur Nachweisbarkeit steht nirgends. Sie beruht nur auf grundsätzlichem Misstrauen dem SB gegenüber. Gerade in diesem Fall ist dies schon deshalb nicht angebracht, weil die Anstragstellung auch im persönlichen Gespräch beim Termin noch rechtzeitig erfolgen kann.
Solches Misstrauen wird dazu führen, dass keine Partei mehr auf das gesprochene Wort des anderen Vertraut.

Wenn du ernsthaft meinst, daß du mit Vertrauen bei den Behörden weiter kommst, dann kannst du es gerne so machen, solltest aber andere eher nicht zu soviel Vertrauen raten.

Ich warte seit seit 8 Wochen auf meinen Bescheid bei der AfA, die haben alle notwenigen Unterlagen bereits bei der Antragstellung erhalten.

Vorgestern hat mein SB hier angerufen und auf dem Anrifbeantworter nochmals dringend um die angeblich nicht angekommende Schweigepflichtentbindung gebeten. Ich hab hier drauf per E-Mail geantwortet und was glaubst du was daraus wurde. Richtig sie hat am nächsten Tag wieder angerufen und sich entschuldigt.

Nur was bitte bringt mir jetzt die Entschuldigung der SB - wohl nichts, denn es sind weitere 3 Wochen ohne Bearbeitung meines Antrages verstrichen und ich darf damit noch länger auf mein Geld warten. Damit dann die Verhöhnung noch perfekt wird, heißt es lapidar im Schreiben der AfA, um eine finanzielle Notlage abzusichern beantragen sie bitte ALG-II.

Hallo das JC ist hier der AfA unterstellt, also keine Optionskumme. Da griefen die Herrschaften also auf die selbigen Daten im Computersystem zurück, warum soll es da beim JC schneller gehen, wenn dort sogar nochmals alles geprüft wird.

Und ja, inzwischen greift die AfA wohl überall auf eine zentrale Scanstelle zurück um die Daten digital im System aufzunehmen, ist ja auch nicht schlecht, denn so kann jeder SB sofort darauf zugreifen, nichts desto trotz werden die Briefe aber danach weiter geleitet, ja müssen sogar.

Und für KrisEU gilt leider wie für alle Kunden der AfA, wie unsereins da hin kommt ist leider unser Problem, denn dafür erhalten wir ja das ALG-I als Versicherungsleistung hier eben als Lohnersatz und der Lohn dient halt uns den Lebensunterhalt zu sichern. Darin besteht nun mal der kleine Unterschied zum ALG-II als staatliche Hilfe. Einzige Ausnahme wäre hier dann eine Fahrt zum äD-Gutachter oder eben für Bewerbungsgespräche.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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Taxifahrer muss Quittung ausstellen, usw..
Das ist kein Aufwand für den Taxifahrer. Und wenn bri der AfA partout nichts gehen sollte, dann kannst du sie vielleicht für die Steuerklärung brauchen.
Ich mache das übrigens alles online / per Email
Bitte nicht per eonfacher Mail, dann hast Du wieerr keinen Nachweis. Es gibt in der Jobbörse ene Mailfunktion, über die du mit deinem zuständigen SB kommunizieren kannst, das ist wohl auch nachweissicher, ansonsten bitte per afx mit qualifizierte sendebericht, da gibt es wie gesagt auch online-Faxdienste.
Und die Pflicht zur Nachweisbarkeit steht nirgends. Sie beruht nur auf grundsätzlichem Misstrauen dem SB gegenüber. Gerade in diesem Fall ist dies schon deshalb nicht angebracht, weil die Anstragstellung auch im persönlichen Gespräch beim Termin noch rechtzeitig erfolgen kann.
Gerde in diesem Fall ist es anzuraten, das vorher zu beantragen, da die Kosten um ein vielfaches häher sind als im Normalfall. Auf die Antwort zu warten ist woh leider keine Zeit mehr, aber vielleicht klappt es ja sogar noc, dass SB sich heute Anchmittag zurückmeldet.
Und für KrisEU gilt leider wie für alle Kunden der AfA, wie unsereins da hin kommt ist leider unser Problem, denn dafür erhalten wir ja das ALG-I als Versicherungsleistung hier eben als Lohnersatz und der Lohn dient halt uns den Lebensunterhalt zu sichern.
So ein Quatsch. Ich habe schon in den 80igern erreicht, dass mir die AfA die Taxikosten zu Meldeterminen zahlen musste. War zwar ein klener Kampf, aber die bekamen damals vom Ministerium sogar die Anweisung, ihre Bestimmungen zu ändern. Damals gab es nämlich noch kaum barrierefreie Öffis.
 

KrisEU

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Bei PG 2 empfehle ich dir, einmal in das Gutachten (MDK...) nach den „außerhäuslichen Aktivitäten“ zu sehen, ab „6.1.“ Je öfter „dort überwiegend / völlig unselbstständig“ und „nur mit personeller Hilfe möglich“ steht, umso besser bekommt man eine Fahrt zu AfA / SG / DRV ua mit Taxi oder Behindertenfahrdienst durchgesetzt.

Sollten die entsprechenden Voraussetzungen bei dir vorliegen (wovon ich bei G, B und Rollator ausgehe), sendest du ein Fax an die AfA (am besten mit Auszug aus dem Gutachten, 6.1ff) und beantragst die Kostenübernahme.

lg, bondul

Kann man hier Bilder hochladen? Falls ja, so sieht das in meinem Pflegegutachten aus:

pflege611.png
pflege611.png
 

bondul

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Bis auf 6.1.1 (überwiegend... Hilfe durch eine Person…) wurde ich genau gleich begutachtet.

Mit folgendem Anschreiben habe ich eine Fahrt zum / vom Sozialgericht beantragt, den Auszug beigefügt und per Fax versendet:

"Sehr geehrte XXX,

aufgrund meiner Gehbehinderung ist es mir nicht möglich, meine Anreise zum Erörterungstermin am XXX mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuführen.

Ich benötige sowohl beim Verlassen meiner Wohnung, bei der Fortbewegung außerhalb der Wohnung sowie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel personelle Hilfe und kann diese nicht ausreichend für Hin- und Rückreise organisieren.

Durchführbar wäre die Anreise durch Inanspruchnahme eines Fahrdienstes des Roten Kreuzes in XXX. Bitte teilen Sie mir mit, ob diese gestattet werden kann, insbesondere im Hinblick auf die dadurch entstehenden Kosten.

Mit freundlichen Grüßen

XXX"



Hin- und Rückfahrt wurden anstandslos und zügig bewilligt. Meine Gehbehinderung war dem Gericht allerdings bereits bekannt, du müsstest die AfA also noch darauf hin- und auf den MDK Auszug verweisen.

Ich wundere mich etwas, dass du bei 6.1.1 selbstständig begutachtet wurdest, denke mal, du hast wohl keine Treppen zu überwinden?


lg, bondul
 

KrisEU

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Ich wundere mich etwas, dass du bei 6.1.1 selbstständig begutachtet wurdest, denke mal, du hast wohl keine Treppen zu überwinden?

Genau, keine Treppen, Erdgeschoss.. Zum Briefkasten (30m durch den Garten) schaffe ich es noch. Und das Badezimmer ist Dank Pflegekasse und meiner Vermieterin nun auch barrierefrei..
 

saurbier

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Sorry Kerstin_K,

So ein Quatsch. Ich habe schon in den 80igern erreicht, dass mir die AfA die Taxikosten zu Meldeterminen zahlen musste. War zwar ein klener Kampf, aber die bekamen damals vom Ministerium sogar die Anweisung, ihre Bestimmungen zu ändern. Damals gab es nämlich noch kaum barrierefreie Öffis.

Auch wenn ich dir häufig beipflichten muß, hier solltest du mal nicht vergessen, daß du dir die Fahrtkosten auch erst mal erstreiten mußtest.

Man kann nicht immer von seiner Situation direkt auf andere übertragen. Hier kann man dann auch nicht außer Acht lassen, daß die AfA´s keineswegs alle gleich handeln. Wäre das mal so, ich glaub dann hätten wir es weit einfacher, oder.

Aber leider ist ist eben so, daß viele AfA´s und dort noch die SB´s ihre eigenen Brötchen backen und das Gesetz häufig nach lust und laune auslegen auch wenn es hier und da freundlicher SB´s gibt die wirklich helfen wollen (auch das hab ich schon erleben dürfen), weshalb braucht es sonst dieses Forum.

Und ja, wenn es im vorliegenden Fall so ist, dann sollte man es der SB einmal nachweisen und dann dürfte die sich dazu was einfallen lassen müssen, wenn sie auf den persönlichen Termin besteht, auf meiner Einladung ist z.B. die E-Mail Adresse der SB vermerkt. Es erscheint mir eh sehr merkwürdig das eine SchwerB SB (ich bin ja auch seit 2012 bei denen hier bei meiner AfA) wegen der Eröffung des äD-Gutachtens mit einer Sperre droht wenn man nicht erscheint und dazu noch so kurzfristig. Bei mir kam eine schriftliche Einladung mit einer Frist von über 2 Wochen. Sofern der SchwerB SB ein GDB 70 mit Merkzeichen "G" und "B" bekannt ist, verstehe ich ehrlich gesagt ein solches Verhalten nicht, zumal wohin will man da vermitteln noch dazu bei Pflegegrad 2.


Grüße saurbier
 

bondul

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Sofern der SchwerB SB ein GDB 70 mit Merkzeichen "G" und "B" bekannt ist, verstehe ich ehrlich gesagt ein solches Verhalten nicht, zumal wohin will man da vermitteln noch dazu bei Pflegegrad 2.

KrisEU‘s berufliche Qualifikation ist dir nicht bekannt, GdB und PG sagen doch nichts über die Erwerbsfähigkeit aus.

lg, bondul
 
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