Erstantrag - Versagung der Leistungen - Angeblich Unterlagen nicht angekommen. Wie geht es nun weiter?

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Therapie

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Guten Tag,

also ich fasse ersteinmal meine Situatuion zusammen:
  • Alter 32
  • Lebe alleine in einer Mietwohnung (dazu später mehr)
  • Mache derzeit eine Umschulung
  • Kriege ca. 515€ ALG1
  • Zahle Nebenkosten, Gas und Strom selber, jedoch keine Miete, da es die Wohnung meines Vaters ist.
Mein erster Kontak zum Jobcenter ist es nicht, bisher war aber immer alles soweit okay, ich hatte die Unterlagen per Einschreiben eingereicht und sie sind auch vollständig angekommen. Die Sacharbeiter waren zwar ab und an eigenartig, es ging bei mir aber immer soweit ganz gut. Mit dieser Denkweise bin ich diesesmal auch heran gegangen. Da ich absolut keine Ahnung von all dem hab und ne Zeitlang auch kein ALG2 mehr bezogen hatte, kannte ich mich da nicht aus. Nun ist es so, dass ich halt wegen der Umschulung sehr wenig Geld habe und mir irgendwann jemand gesagt hätte, ich könnte ja zusätzlich noch ALG2 beantragen, das wusste ich so vorher nicht, dass das geht. Ich würde da nicht viel kriegen, vielleicht was um die 20-30€, aber dann ist da ja noch das GEZ Zeugs auf der einen Seite, dann ist es aber auch so, dass mir mit dem ALG2, da es eine Sozialleistung ist, auch sonst einige Vergünstigungen kriegen kann, worauf ich absolut angeweisen bin, da halt nach den Fixkosten nicht mehr viel übrig bleibt zum leben. Da merke ich halt wirklich jeden Euro, ihr kennt das bestimmt.

Nunja, also ich habe wieder einen Antrag gestellt, dann die ganzen Unterlagen soweit ich es konnte eingereicht, teilweise hatte es ein wenig gedauert, da ich in einem ungewöhnlichem Mietverhältnis lebe. Erst die Unterlagen per Einschreiben eingereicht, dann hies es die hälfte sei nicht dabei gewesen (was eine glatte Lüge ist), also so ein Zeugs wie Meldebescheinigung nochmal neu holen und solche Späße. Dann wollte ich die Unterlagen persöhnlich gegen Eingangsstempel abgeben, aber da wurde ich mit einem "Nein machen wir nicht, werfen sie die Unterlagen hier einfach in den Briefkasten", also mit dem Kopierer dort kopiert und eingeworfen, angeblich ist aber nix angekommen. Dann das ganze per E-Mail versendet, angeblich wieder nicht angekommen und naja, heute hatte ich dann den Brief im Briefkasten mit der Versagung der Leistung. Das ganze geht schon beinahe 3 Monate hin und her, an gewisse Unterlagen bin ich nicht früher gekommen, da mein Vermieter nicht vorher erreichbar war, das habe ich denen auch (dummerweise nur telefonisch) so mitgeteilt. In der Vergangenheit ging soetwas aber immer gut bei mir.

Nunja was soll ich nun machen, alle Anträge komplett neu stellen? Aber wie soll ich das jetzt nachweisen, dass ich es auch wirklich abgegeben habe, wenn die ohne Begründung einfach keinen Eingangsstempel geben wollen? Ich habe mir jetzt ein E-Post Konto eingerichtet, wäre das eine rechtlich sichere Möglichkeit? Ein Faxgerät habe ich leider keines, auch da würde ich nicht wissen, wie es rechtlich aussieht.

Möglichkeit A wäre : Ich reiche alles komplett neu ein, dann würde ich ja zumindest ab 1.Juli alles bekommen und die 3 Monate sind dann halt verloren oder B ich reiche Widerspruch ein. Aber wenn es dann einige Monate dauert und am ende doch abgelehnt wird, verliere ich noch mehr Zeit, was also machen, was wäre das klügste?

Und ja, insgesammt mit allem wären es "Nur" 40-50€ (da ich halt auch kein GEZ mehr zahlen muss) und eben diese Ersparnisse, also eventuell auch sowas wie Tafeln und sowas, da ich ja dann einen Sozialdingens beantragen kann. Aber dieses Geld ist für mich derzeit absolut bedeutend.


Mit freundlichen Grüßen,

Therapie
 

erwerbsuchend

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Wenn dir das JC keine Eingangsbestätigung für die Abgabe der Unterlagen geben möchte, faxt du eben diese Unterlagen dem JC. Dazu solltest du einen Faxanbieter nutzen, der dir ein qualifiziertes Sendeprotokoll zur Verfügung stellt.
 

gila

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Ich würde das ganze mit sämtlichen Unterlagen noch mal einreichen, persönlich einen Zeugen mitnehmen und vor der Empfangs Tussi Blatt für Blatt auslegen, fotografieren und bestätigen lassen und darauf bestehen auch wenn er Sicherheitsdienst kommt.

Dazu der Dame sagen, dass die gesamten Vorgänger jetzt auch der Geschäftsführung schriftlich geschildert werden, denn so geht man mit wichtigen Anträgen, von denen das Wohl und Wehe einer Person abhängt nicht um.

Du solltest hier ein bisschen mehr VEHEMENZ zeigen.
Und was heißt denn auch ungewöhnliches Mietverhältnis? Bekommst du überhaupt Kosten der Unterkunft?
Wenn nein warum nicht?
Beantrage gleich mal mit einem Untermietvertrag ein paar Kosten der UNTERKUNFT, weil dein Vater eben jetzt Miete nehmen möchte.
Dann kommst du mit allem anderen während der Umschulung auch besser klar.

Apropos Umschulung: Wer ist denn der Träger deiner Umschulung? Aus welchem Grund diese UMSCHULUNG, hat es einen Reha Hintergrund?

Und: es gibt zwar keine gesetzliche Regelungen für eine Eingangsbestätigung, aber durchaus eine Weisung der Bundesagentur für Arbeit dass eine Eingangsbestätigung auf Verlangen auszustellen ist. Manchmal sind es die Optionskommunen, die sich daran nicht halten mögen. Aber schon in einem Papier vom Bundestag von 2016 habe ich irgendwo das Thema gelesen, wird man beim Googeln sicher noch mal finden:

Weisung 201806011 vom 20.06.2018 –
Eingangsbestätigungen im Bereich SGB II
Laufende Nummer: 201806011
Geschäftszeichen: GR 1 – II-5020
Gültig ab: 20.06.2018
Gültig bis: 19.06.2023
 
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Therapie

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Okay ja das kann ich so machen, ob ich einen Zeugen aufteiben kann der da zeit hat, muss ich noch schauen, aber das geht bestimmt.

Fax meinte auch jemand, jemand anderes meinte was von E-Post. Wenn diese beiden Wege gleichwertig und sicher wären, wäre das der Schritt, den ich jetzt am schnellsten unternhemen könnte, um direkt da hin zu gehen, muss ich mir extra frei nehmen von der Schule, aber das würde auch gehen, ich müsste mir nur einen Zeugen organisieren.

Schwierige Situation weil die Wohnung meinem Vater gehört, er mich aber einfach nur so mietfrei drinnen wohnen lässt, ich im Gegenzug dafür die Nebenkosten sowie Strom und Gas zahle. Mein derzeitiges Einkommen sind die ~512 ALG1, andere Einkünfte habe ich keine.

Die Umschulung hat den Grund: Ich selber habe keine Ausbildung und habe eine ganze Zeitlang in einem Elektronikbetrieb gearbeitet und habe dort halt Geräte repariert. Nun musste dieses Unternehmen Insolvenz anmelden, also hab ich die Situation genutzt und gleich eine Umschulung beantragt bei der Arbeitsagentur, das wurde mir auch genemigt. Der Träger ist die Arbeitsagentur, die Umschulung vollziehe ich bei einer privaten Bildungseinrichtung. Es eine schulische Umschulung mit Praktikas. Die Schule ist jeden Wochentag von 8 bis 17 uhr.

Dennoch habe ich ja jetzt ersteinmal diese Ablehnung bekommen, soll ich widerspruch einreichen oder einen neuen Antrag stellen? Der Widerspruch wird ja ne Zeitlang dauern. Oder soll ich beides gleichzeitig machen, geht das überhaubt? Also das im Falle des Falles zumindestens der neue Antrag ab Juli durchkommt?

Aber schon einmal vielen Dank für die schnelle Antwort!
 

gila

StarVIP Nutzer*in
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Stell den Versagungsbescheid doch mal - ausreichend geschwärzt - hier ein.
Wenn Widerspruch, dann auch gleich mit der Anmerkung, dass eine Beschwerde eingereicht wird, da hier angeblich die Unterlagen immer verloren gehen und dir Bestätigungen verweigert wurden - daher dein Anspruch auch zu einem VIEL FRÜHEREN Zeitpunkt angemeldet wurde!
Vielleicht findest du da noch einen, der das bezeugen kann?

Wenn du schon Nebenkosten etc. zahlst, dann kann dein Vater auch einen Untermietvertrag mit dir machen, indem du eine "kleinere" PAUSCHALE vereinbarst, die diese Kosten auch DECKT. Außer auf Strom hast du ja auch einen Anspruch auf Heizung und weitere Nebenkosten. Wenn in dem Vertrag eine PAUSCHALE vereinbart wird, in der es heißt: "In dem Betrag von (nehmen wir mal an ;-) ) 200 Euro sind ALLE Nebenkosten wie Heizung, Gas, Strom abgegolten, Guthaben oder Nachforderungen werden nicht erhoben" dann MUSS das Jobcenter auch den Strom hier akzeptieren, weil der sich aus einem pauschalen Vertrag NICHT "passgenau" auf den tatsächlichen Verbrauch rausrechnen lässt - und eine "Schätzung" hier nicht statthaft ist ;-)

Es stünde dir als Einzelperson sogar eine Mietübernahme in der Höhe der "angemessenen" und für deinen Ort geltende Mietrichtlinie des JC zu. Sei nicht dumm und zahl das alles von deinem bissel GEld und gefährde nicht deine Umschulung.
 

JuleSH

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Es kam schon mal vor, dass ein Mitarbeiter am Tresen keinen Eingangsstempel geben wollte

Ich bleib da beharrlich und bestehe darauf, dass jemand geholt wird, der berechtigt und qualifiziert ist

Dann gehts 😉

Mit dem Neuantrag kannst Du auch einen Vorschuss beantragen und parallel einen Wohngeldantrag stellen
 
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