Erstantrag ALG2 als Ü25 und mietfrei wohnhaft bei Eltern (Eigentum) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

forelle84

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Hallo zusammen,

habe mich gerade angemelde, um hier vielleicht 2-3 Antworten zu bekommen...

Ich schildere kurz die Situation:

- bin gerade 30 Jahre alt geworden
- wohne (bitte nicht lachen) schon immer in meinem „kleinen Reich“ im Dachgeschoss im Haus meiner Eltern (Eigentum)
- meine Eltern lassen mich hier schon immer mietfrei wohnen
- muss auch keine Nebenkosten zahlen
- ich bin halt einfach nur für all meine Kosten, essen, trinken, Klamotten, Versicherungen etc. eigenverantwortlich und bekomme da natürlich auch gar keine Unterstützung
- vor 2 Jahren habe ich meinen Job verloren und 12 Monate ALG1 bezogen
- zum Ende der ALG1-Zeit konnte ich kein ALG2 beantragen, weil mein „Vermögen„ (ich glaub es waren 6800 Euro auf dem Girokonto) zu hoch war
- somit habe ich nun seit exakt 11 Monaten mein Leben u.a. als freiwillig Versicherter in der gesetzlichen Krankenkasse selbst finanziert
- das so genannte „Vermögen“ geht nun dem Ende entgegen, ich habe noch keinen neuen Job und muss nun ALG2 beantragen

Das war der gesamte Status! Nun meine Fragen:

1. Bekomme ich ALG2?
2. Spielt es irgendeine Rolle, dass ich die 11 Monate mein Leben von Erspartem finanziert habe und mich darum nun jetzt erst 11 Monate nach Ende der ALG1-Zeit melde?
3. Bin ich dann meine eigene Bedarfsgemeinschaft?
4. Müssen meine Eltern irgendwie aufkommen? Oder reicht es, wenn sie angeben, dass sie bis auf das mietfreie wohnen nichts für mich übernehmen?
5. Muss ich persönlich zu einem Sachbearbeiter ins JC? Oder bekomme ich den Antrag irgendwo und kann ihn ausgefüllt abgeben?

Mit Antworten hierauf wäre mir schon sehr geholfen :)

Ich bedank mich bereits im Voraus!!
 

abcabc

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Hey, willkommen im Forum.

- zum Ende der ALG1-Zeit konnte ich kein ALG2 beantragen, weil mein „Vermögen„ (ich glaub es waren 6800 Euro auf dem Girokonto) zu hoch war
- somit habe ich nun seit exakt 11 Monaten mein Leben u.a. als freiwillig Versicherter in der gesetzlichen Krankenkasse selbst finanziert
- das so genannte „Vermögen“ geht nun dem Ende entgegen, ich habe noch keinen neuen Job und muss nun ALG2 beantragen
Schade, dass du dich jetzt erst hier meldest. Du hättest ALG II schon beantragen können, sobald du 1€ unterhalb der Grenze des Schonvermögens warst. Dann hättest du 4499€ auf der hohen Kante behalten können.....

1. Bekomme ich ALG2?
Ja klar - sofern du kein weiteres Vermögen besitzt (zu teures Auto, Aktien, Altersversorge ohne "Sperre", .....).
Reiche den Antrag unbedingt noch noch DIESEN Monat ein und lasse dir das schriftlich bestätigen - so kannst du noch für November ALG II beziehen.

2. Spielt es irgendeine Rolle, dass ich die 11 Monate mein Leben von Erspartem finanziert habe und mich darum nun jetzt erst 11 Monate nach Ende der ALG1-Zeit melde?
Nein, das ist vollkommen egal. Es spielt nur eine Rolle, ob du arbeitslos gemeldet warst während der Zeit (aber das auch nur für die Rentenkasse später).

3. Bin ich dann meine eigene Bedarfsgemeinschaft?
Kommt drauf an. Wenn ihr euch Kühlschrank, Vorratskammer usw. teilt (keine klare Trennung), gibts nur den niedrigeren Satz....

4. Müssen meine Eltern irgendwie aufkommen? Oder reicht es, wenn sie angeben, dass sie bis auf das mietfreie wohnen nichts für mich übernehmen?
Nein, da Ü25. Da das Jobcenter die Miete bzw. KDU zahlen würde, kann man natürlich überlegen, ob die Eltern jetzt Geld haben wollen, weil du Hartz IV empfängst.... ;)


5. Muss ich persönlich zu einem Sachbearbeiter ins JC? Oder bekomme ich den Antrag irgendwo und kann ihn ausgefüllt abgeben?
Du musst persönlich mit Ausweis hingehen. Möglichst morgen schon, damit du es noch diesen Monat schaffst. Den Antrag kannst du dann am Empfang einreichen und lässt dir bestätigen, dass du den Antrag eingereicht hast - z.B. 1. Seite kopieren und darauf einen Eingangsstempel klatschen lassen.


Und dann beginnt der Spaß so richtig mit Gängeleien durch die Sachbearbeiter mit Maßnahmen, Bewerbungen usw. usf. Aber da findest du hier im Forum mehr als genug Tipps, wie du die meisten Probleme lösen kannst oder von vornherein vermeiden kannst....
 

forelle84

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Vielen Dank für deine schnelle Antwort!



Und dann beginnt der Spaß so richtig mit Gängeleien durch die Sachbearbeiter mit Maßnahmen, Bewerbungen usw. usf.
Was ist hiermit gemeint? Habe jetzt etwas Schiss :oops:
Und wo genau auf dieser Webseite finde ich die Tricks dazu? Denn ich habe schon viele schlimme Beiträge gelesen, zu was man so „verdonnert“ wird...

Könnte man nicht im schlimmsten Fall, nach dem Urteil jetzt, bis man einen Job gefunden hat zu nichts hingehen und würde maximal 30% abgezogen bekommen?
 

abcabc

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So schlimm ist es auch nicht, wenn man ein paar Grundlagen beachtet: Das allerwichtigste ist niemals irgendwas einfach leichtfertig zu unterschreiben. Sofern du nicht 100% weißt, was du unterschreibst und das es keine negativen Konsequenzen haben kann, gilt: Immer alles einstecken und sagen "das werde ich erstmal in Ruhe zu Hause prüfen" - egal ob Eingliederungsvereinbarungen, oder sonst was.

Könnte man nicht im schlimmsten Fall, nach dem Urteil jetzt, bis man einen Job gefunden hat zu nichts hingehen und würde maximal 30% abgezogen bekommen?
Fehlende Mitwirkung kann immer zur kompletten Streichung führen.... aber das muss dann schriftlich konkret angedroht werden.
Mehr als 30% kann sonst nicht passieren - aber die kann man natürlich auch in den meisten Fällen vermeiden....
 

Fabiola

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- vor 2 Jahren habe ich meinen Job verloren und 12 Monate ALG1 bezogen
- zum Ende der ALG1-Zeit konnte ich kein ALG2 beantragen, weil mein „Vermögen„ (ich glaub es waren 6800 Euro auf dem Girokonto) zu hoch war
- somit habe ich nun seit exakt 11 Monaten mein Leben u.a. als freiwillig Versicherter in der gesetzlichen Krankenkasse selbst finanziert - das so genannte „Vermögen“ geht nun dem Ende entgegen
Das heißt, dass Du vor ca. zwei Jahren etwa 6.800 € auf dem Konto hattest, Dein sog. Schonvermögen also zu hoch war um AlgII zu beantragen?? Stimmt soweit.
Schonvermögen bedeutet, dass Du alles was darüber liegt erst mal für Deine Lebenshaltungskosten einsetzen musst, bevor Du algII-berechtigt bist.
Da Du aufgrund Deiner Angaben nach meiner Berechnung zur Zeit Deiner ersten AlgII-Beantragung 29 Jahre alt warst, hättest Du Dein 6.800€-Vermögen auf 5.100€ abschmelzen müssen, um algII-berechtigt zu sein.

Faustregel:
Das Schonvermögen ist an das Lebensalter gekoppelt. Das bedeutet - pro Lebensjahr 150€ Schonvermögen.
29 Lebensjahre x 150 Euro = 4.350€. Dazu kommt ein Schonbetrag von 450€ für notwendige Anschaffungen (z.B.Waschmaschine) in Höhe von 750€. Ergibt ein Gesamtschonvermögen von 5.100€.
Das darfs Du algII-unschädlich besitzen.

Wie hast Du von der Differenz 1.700€ (6.800 - 5.100€ = 1.700€) während der letzten 11 Monate leben können, zumal Du freiwillige Krankenkassenbeiträge von ca. 190€/Monat zahlen musstest?
Oder hast Du (unnötig) Dein beinahe gesamtes 'Vermögen' für Deinen Lebensunterhalt in den letzten 11 Monaten eingesetzt?

Welche Informationen hat Dir das Jobcenter seinerzeit bzgl. Schonvermögen gegeben? Mündlich oder schriftlich?
 

axellino

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Das war der gesamte Status! Nun meine Fragen:
1. Bekomme ich ALG2?
Ja.

2. Spielt es irgendeine Rolle, dass ich die 11 Monate mein Leben von Erspartem finanziert habe und mich darum nun jetzt erst 11 Monate nach Ende der ALG1-Zeit melde?
Nein.

3. Bin ich dann meine eigene Bedarfsgemeinschaft?
Mit Ü25 wohnend bei Eltern ja, und die olle Haushaltsgemeinschaft (HG) im SGB 2 kommt ja auch nicht in betracht, da ihr laut deinen Darlegungen auch getrennt wirtschaftet und somit keine Wirtschaftsgemeinschaft seid und mietfreies wohnen, wäre keine Unterstützung im Sinne einer Wirtschaftsgemeinschaft.

4. Müssen meine Eltern irgendwie aufkommen? Oder reicht es, wenn sie angeben, dass sie bis auf das mietfreie wohnen nichts für mich übernehmen?
Nein sie müssen nicht für dich aufkommen und angeben brauchen sie auch nix.
Einfach unter Punkt "8" im Hauptantrag (Mir entstehen Kosten der Unterkunft und Heizung) kein Kreuzchen setzen und gut ist erstmal.
Weitergehende Neugierde in dieser Hinsicht, wäre folgend, gesondert schriftlich an dich vorzubringen.

5. Muss ich persönlich zu einem Sachbearbeiter ins JC? Oder bekomme ich den Antrag irgendwo und kann ihn ausgefüllt abgeben?
Den Hauptantrag samt beizubringenden Anlagen könntest Du dir z.B. auch aus dem Internet runterladen und jenes ausgefüllte Gedöns z.B. am sogenannten Kundenempfang deines JC, mit einer gleichzeitigen Identitätsfeststellung einfach erstmal abgeben.
Folgend wird es dann sowieso zur bekannten, Aufforderung zur Mitwirkung und auch zum beliebten Frage-Antwort Spiel kommen :p

Und dann beginnt der Spaß so richtig mit Gängeleien durch die Sachbearbeiter mit Maßnahmen, Bewerbungen usw. usf. Aber da findest du hier im Forum mehr als genug Tipps, wie du die meisten Probleme lösen kannst oder von vornherein vermeiden kannst....
Am eigentlichen Thema hier absolut vorbei, denn um Spaß und ggfls. folgenden Gängeleien gehts hier nicht.
 

forelle84

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Ich möchte mich für eure Antworten bedanken und werde es heute direkt angehen!

Ein schönes Wochenende euch allen
 

forelle84

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Nein sie müssen nicht für dich aufkommen und angeben brauchen sie auch nix.
Einfach unter Punkt "8" im Hauptantrag (Mir entstehen Kosten der Unterkunft und Heizung) kein Kreuzchen setzen und gut ist erstmal.
Weitergehende Neugierde in dieser Hinsicht, wäre folgend, gesondert schriftlich an dich vorzubringen.

Entschuldigung, eine Frage habe ich doch noch:

Würdest du empfehlen, persönlich zum JC zu gehen und mir bei einer Sachbearbeiterin alle Unterlagen und Anweisungen was zu machen ist geben lassen oder tatsächlich den Antrag runterladen und einfach nur mit Eingangsstempel abgeben?
 

DrDosenpfand

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Und wo genau auf dieser Webseite finde ich die Tricks dazu? Denn ich habe schon viele schlimme Beiträge gelesen, zu was man so „verdonnert“ wird...
Der erste und wichtigste Trick: Niemals sofort etwas unterschreiben. Zur Prüfung mitnehmen und hier anonymisiert hochladen :)

Der zweite Trick: Suche dir einen (oder mehrere) Beistände für Behördentermine. Beistände fungieren im Notfall als Zeugen.

Sollten deine Eltern ebenfalls im Haus wohnen, kann es sein, dass dir das JC eine Haushaltsgemeinschaft unterstellt. In diesem Fall wird angenommen, dass im Haus lebende Verwandte das Bedürfnis verspüren, dich finanziell zu unterstützen. Hierbei würde das Einkommen/Vermögen der im Haus wohnenden Verwandten beim ALG2 Antrag berücksichtigt werden.
Aber: Das JC trägt in diesem Fall die Beweispflicht, das heißt, es muss hingehen, und dir nachweisen, dass du und deine Eltern "aus einem Topf wirtschaften". Tut ihr das nicht (keine gemeinsamen Konten, keine gemeinsame Haushaltsführung), kann keine Haushaltsgemeinschaft angenommen werden (es kann aber passieren, dass sie danach fragen, daher sei gewarnt ;)).
 

noillusions

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Man kann auch ein förmliches schreiben mit einem einzigen Satz aufsetzen und abgeben:"hiermit beantrage ich Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts". Nachweislich abgeben,also mit Eingangsstempel. Das Schreiben adressiert an das Jobcenter. Das ginge sogar an ein "falsches" Jobcenter, die müssen das weiterleiten.die versuchen zwar dich wegzuschicken zum richtigen Jobcenter aber das dürfen die nicht. Falls die Gängeleien aus irgendeinem Grund verzögern willst.
 

forelle84

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Der erste und wichtigste Trick: Niemals sofort etwas unterschreiben. Zur Prüfung mitnehmen und hier anonymisiert hochladen :)
Gibt es auf dieser Seite denn einen speziellen Thread, in dem User die unterschiedlichsten Dokumente die sie unterschreiben sollen, hochladen können oder macht man dafür dann immer ein neues Thema auf?




Mit Ü25 wohnend bei Eltern ja, und die olle Haushaltsgemeinschaft (HG) im SGB 2 kommt ja auch nicht in betracht, da ihr laut deinen Darlegungen auch getrennt wirtschaftet und somit keine Wirtschaftsgemeinschaft seid und mietfreies wohnen, wäre keine Unterstützung im Sinne einer Wirtschaftsgemeinschaft.
Also ganz ehrlich, natürlich nehm ich mir da mal eine Scheibe Brot oder ein Glas Wasser, aber auf meinem Konto wird alles nur für mich abgebucht, Versicherungen, leider Sky, Handy, KV, usw...
Können die mir da selbst bei tatsächlich einem Brot etwas sagen?!







>>>>>>>> Ach so und was ist mit einer Eingliederungsvereinbarung? Unterschreiben oder nicht? Und wenn nicht, was sage ich warum? Oder muss ich darauf nicht antworten?
 
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axellino

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Entschuldigung, eine Frage habe ich doch noch:

Würdest du empfehlen, persönlich zum JC zu gehen und mir bei einer Sachbearbeiterin alle Unterlagen und Anweisungen was zu machen ist geben lassen oder tatsächlich den Antrag runterladen und einfach nur mit Eingangsstempel abgeben?
Eine diesbezügliche Empfehlung möchte und kann ich Dir eigentlich auch nicht geben, denn ggfls. ist dein künftiger Leistungsträger auch eine Optionskommune und jene haben alle ihre eigens gestrickten ollen Antragsvordrucke.

Das was ich Dir aber z.B. empfehlen könnte, Du gehst z.B. Montag persönlich mit deinen Ausweis und einer Person die dich als Beistand begleitet (wie auch schon in Beitrag 9 angesprochen) zu deinen künftigen Leistungsträger und sagst am Kundenempfang, das Du ALG 2 beantragen möchtest. Folgend wirst Du sicherlich (so läufts jedenfalls beim JC in meiner Stadt ab und ähnlicher Ablauf wurde mir auch vom JC aus einer anderen Stadt berichtet) zu einen SB geschickt, der die Identitätsfeststellung vornimmt und folgend anfängt seinen Fragenkatalog runter zu faseln und auf deinen Antworten hin, werden Dir dementsprechende Antragsvordrucke und Anlagen zum ausfüllen übern Tisch geschoben. Sollten in diesen Augenblick Fragen angeschmettert kommen, die Du nicht sofort beantworten möchtest, weil Du dir ggfls. betreffend der Antwort unsicher bist, dann sagst einfach zu den vor Dir sitzenden SB, geben sie mir das bitte schriftlich und das wars erstmal. Folgend nimmst das ganze Papiergedöns mit nach Hause und füllst das dort in Ruhe aus. Solltest Du in dieser Hinsicht Fragen haben und benötigst Ratschläge und Hinweise, dann melde dich ruhig hier in deinen Thread und sicher werden Dir Nutzer hier versuchen, hilfreich an der Seite zustehen.

Im ganzen kann ich Dir auch mal ein von mir eröffneten Thread aus 2018, wo ich mich das erstemal als Beistand versucht habe zum lesen nahelegen. Schaue ggfls. mal rein ;)

 

DrDosenpfand

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Gibt es auf dieser Seite denn einen speziellen Thread, in dem User die unterschiedlichsten Dokumente die sie unterschreiben sollen, hochladen können oder macht man dafür dann immer ein neues Thema auf?
Du eröffnest akut ein Thread mit dem Thema, worum es geht und postest darin dann die Dokumente, um die es geht.

Können die mir da selbst bei tatsächlich einem Brot etwas sagen?!
Können sie. Aber: Wo kein Kläger, da kein Richter. Solche Dinge (dass du von deinen Eltern ab un zu was bekommst), solltest beim JC einfach nicht ansprechen.
Merke: Das JC ist immer bestrebt, dir so wenig wie möglich Geld auszuzahlen. Daher wird es alles in seiner Macht stehende tun, um andere Leute (Eltern, Verwandte, Partner) finanziell mit ins Boot zu holen.
Wichtig für dich ist vor allem, dass sich (finanzielle) Zuwendungen nicht auf den Kontoauszügen sehen lassen. Geldgeschenke von 50 Euro und mehr pro Jahr (das sind ca. 4 Euro im Monat!) werden als Einkommen gewertet und dementsprechend dein H4 Satz gekürzt.


>>>>>>>> Ach so und was ist mit einer Eingliederungsvereinbarung? Unterschreiben oder nicht? Und wenn nicht, was sage ich warum? Oder muss ich darauf nicht antworten?
Eingliederungsvereinbarungen (EGV) sind welche von den Dokumenten, die erstmal zur Prüfung mitgenommen werden. Ob du sie unterschreibst (nach der Prüfzeit) hängt ein wenig davon ab, ob du mit dem Schmarrn darin einverstanden bist.
 

Fabiola

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Eingliederungsvereinbarungen (EGV) sind welche von den Dokumenten, die erstmal zur Prüfung mitgenommen werden. Ob du sie unterschreibst (nach der Prüfzeit) hängt ein wenig davon ab, ob du mit dem Schmarrn darin einverstanden bist.
Bevor eine EGV abgeschlossen werden kann muss eine sog. Poentialanalyse voran gegangen sein.
Eine EGV stellt einen öffentlich rechtlichen Vertrag dar, der nach Unterschrift für bede Seiten bindend ist und nachträglich äußerst schwer anfechtbar ist.

Der Vorgang sähe in etwa so aus:
- SB legt Dir einen EGV-Vorschlag vor. Diesen liest Du Dir in Ruhe durch. Zu diesem Zweck nimmst Du diesen am besten nach Hause mit. Das ist Dein gutes Recht, egal was SB Dir dazu erzählen wollen will.
- Jetzt beginnt die vorgesehene Verhandlungsphase. Das bedeutet, Du machst eigene Vorschläge, äußerst Änderungswünsche etc. - das ganze (nachweislich) schriftlich.
Es wird so lange verhandelt, bis das Ergebnis für beide Seiten stimmt.

Es ist also wichtig, dass Du den erhaltenen EGV-Vorschlag hier in Deinem Thema einstellst, damit die 'Profis' mal drüber sehen können. Es gibt selten einen rechtskonforme EGV-Vorschlag, daher ist das wichtig damit später kein böses Erwachen kommt.

Es gibt SBs, die meinen, die Verhandlungsphase überspringen zu können (nicht statthaft) und hauen schnell eine EGV per Verwaltungsakt raus (EGV-VA). Das warte aber erst einmal ab. Sollte es so kommen, dann unmittelbar den EGV-VA hier einstellen.

Regel Nummer 1:
Nie unmittelbar vor Ort etwas unterschreiben sondern immer erst zur Prüfung (durch z.B. sachkundige Personen) mit nach Hause nehmen!
 
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