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Erst KdU nur anteilig,jetzt garnicht mehr?

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Forsaken08

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#1
Hallo zusammen,

ich habe da heute in der "Alg II" Sprechstunde einen Sachverhalt gehört und bin da völlig planlos warum es so ist wie es ist.Offensichtlich verstehe ich da was nicht und stehe ganz gefährlich auf dem Schlauch. Bevor ich nun also demjenigen sagen muss "Sorry,ich kann da nicht helfen weil ich hab keine Ahnung was da steht" oder ihm eine falsche Auskunft gebe, möchte ich euch bitten mir mal auf die Sprünge zu helfen.

Also,die Sachlage (nicht wundern,ich hab mir während des Gespräches nur Kurznotizen gemacht :) ):

Alleinerziehender Vater,Kind inzwischen volljährig. Wohnung schon seit Beginn des ALG II Bezuges zu groß,daher zahlt die Stadt nur die "angemessenen" Kosten. Dazu kam Anfang diesen Jahres die drohende Strom und Gas Sperre durch den Versorger. Rückstände beliefen sich auf knapp 1500 Euro. Damals habe ich zu einem Anwalt geraten,da die Heizkosten komplett nicht von der Stadt übernommen wurden und die Miete nur anteilig aber eben weniger als die "Angemessenen" Kosten. Schön und gut. Der Anwalt hat dann per Sozialgericht durchgesetzt, dass die Schuld durch Raten getilgt wird und die Stadt nun endlich die Gaszahlungen übernimmt.
Die Miete wurde dann per Bescheid auch "angemessen" gezahlt, schien zumindest so.
Letzte Woche dann: Anruf vom Vermieter -> Die Stadt hat nicht gezahlt seit Februar......... tjo.

Bescheid bis August (Weil Kind erst im August volljährig wurde):

Berechnung der Unterkunftskosten

+ zu berücksichtigende Miete 560,00
- Bereinigung der Miete 340,00
+Nebenkosten 130
+ zu berücksichtigende Heizkosten 128,00
- Bereinigung der Heizkosten 11,94
Anerkannte Unterkunftskosten 466,06
ergibt bei 2 Personen im Haushalt einen UNterkunftskostenanteil je Person 233,03

Berechnung der Einzelanprüche nach dem SGB II

Vater

Bedarf
Hilfe zum Lebensunterhalt,Regelsatz 351,00
12,24,48 o. 60% Alleiner. für jedes Kind 42,00
Unterkunftskostenanteil 233,03
Summe Bedarf 626,03

Kind

Bedarf
Hilfe zum Lebenunterhalt, Regelsatz 281,00
Unterkunftskostenanteil 233,03
Summe Bedarf 514,03

Einkommen
Kindergeld 164,00
Unterhalt 316,00
- Summe eigene Mittel 480
Summe Bedarf 34,03

Leistungen an andere

Gas 128,00
Strom 75,00
Tilgung 100,00
(Jeweils an den Gasversorger)

Im Bescheid steht: Den Betrag von 357,06 wird überwiesen auf das Konto u.s.w.. Tatsächlich überwiesen wurden lt. Kontoauszug: 212 Euro.

Frage 1: Woher kommt die Differenz beim Auszahlungsbetrag?
Frage 2: Wenn die Miete sonst immer an den Vermieter gezahlt wurde und das bis Ende des letzten Bescheides auch so war (nachweisbar), warum dann urplötzlich mit dem neuen Bescheid nicht mehr?

Nun denn,Kinder werden älter und seines im August volljährig.
Daher dann: Neuer Bescheid, der schaut so aus:

Berechnung der Unterkunftskosten:
+ zu berücksichtigende Miete 560,00
- Bereinigung der Miete 340,00
+Nebenkosten 130,00
+zu berücksichtigende Heizkosten 128,00
- Bereinigung der Heizkosten 12,22
Anerkannte Unterkunftskosten: 465,78
ergibt bei 2 Personen im Haushalt einen Unterkunftskostenanteil je Person von 232,89

Berechnung der Einzelansprüche nach dem SGB II:

Vater
Hilfe zum Lebensunterhalt,Regelsatz 359,00
Unterkunftskostenanteil 232,89
Summe Bedarf 591,89

Einkommen
Kindergeld des Berechtigten 116,11
- Summe eigene Mittel 116,11
Summe Bedarf 475,78

Kind
Hilfe zum Lebensunterhalt 287,00
Unterkunftskostenanteil 232,89
Summe Bedarf 519,89

Einkommen
Kindergeld 164,00
UNterhalt 316
Wohngeld (anrechnen) 156,00
Summe Einkünfte 636
Summe Überschuss 116,11

Leistungen an andere:
Gas 128,00
Strom 75,00
Tilgung 100,00
Summe: 303,00

Arbeitslosengeld II 475,78
- Abtretungen 303,00
Restbetrag 172,78

Der Betrag von 172,78 wird überwiesen auf das Konto u.s.w.

Frage 3: Wo sind denn die KdU hin? Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die KdU an den Vermieter direkt zu zahlen ist, so wurde auch bis zum vorletzten Bescheid verfahren und dann ab März diesen Jahres nicht mehr. Warum?

Mir erschliesst sich diese Rechnung nicht. Auch die Frage warum der "Einkommensüberschuss" des Kindes beim Vater als Einkommen gerechnet wird und warum die 75 euro Strom direkt an den Versorger gezahlt werden,wenn der Strom doch aber aus dem Regelsatz zu decken ist?

Ich habe dem Betroffenen geraten nochmals einen Anwalt hinzuzuziehen und seinem Vermieter die Sachlage auch dementsprechend zu erklären. Wobei der Vermieter schon kulant ist und ihm Zeit gegeben hat, bis zum Wochenende wenigstens einen Lösungsansatz zu präsentieren der aussagt woher die Miete der vergangenen Monate kommt und vor allem wie sie in Zukunft kommt.

Könnt ihr mir hier etwas Klarheit verschaffen?

Danke im voraus!
 

gelibeh

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#2
Soweit ich weiß, kann das Geld direkt an den Stromversorger überwiesen werden, wenn schon mal Stromschulden aufgetreten sind. Das mit der Einkommensanrechnung des Kindesgeldes verstehe ich auch nicht. Warum ist das Kind noch in der BG? Kann ja anscheinend seinen Bedarf decken.
Was ich nicht verstehe ist dies hier
Leistungen an andere:
Gas 128,00
Strom 75,00
Tilgung 100,00
Summe: 303,00

Arbeitslosengeld II 475,78
- Abtretungen 303,00
Restbetrag 172,78
Die 128€ sind ja Heizkosten, warum werden die vom Regelsatz abgezogen?
Ich würde das mit einem Anwalt machen. Da ist einiges unklar
 

Forsaken08

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#3
Sehe ich genauso,denn das überschüssige KG wird dem Vater ja abgezogen.Ebenso unverständlich ist mir auch die Zahlung der 128 Euro an den Versorger direkt,denn die müssten doch unter der KdU laufen oder nicht?
 

biddy

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#4
Vater
Hilfe zum Lebensunterhalt,Regelsatz 359,00
Unterkunftskostenanteil 232,89
Summe Bedarf 591,89

Einkommen
Kindergeld des Berechtigten 116,11 falsch!
- Summe eigene Mittel 116,11
Summe Bedarf 475,78

Kind
Hilfe zum Lebensunterhalt 287,00
Unterkunftskostenanteil 232,89
Summe Bedarf 519,89

Einkommen
Kindergeld 164,00
UNterhalt 316
Wohngeld (anrechnen) 156,00
Summe Einkünfte 636
Summe Überschuss 116,11 falsch!
Kann ein Kind seinen Bedarf durch eigenes Einkommen decken, wird der Teil des Kindergeldes, der über den Bedarf hinausgeht, wieder zum Einkommen des Kindergeldberechtigten, also des Vater. Nach dem EStG sind immer die Eltern die Kindergeldberechtigten; vorrangig im SGB II die Kinder.
Der Sohn, der nicht mehr zu BG gehört, hat 116,11 € mehr, als er zur Bedarfsdeckung benötigt. Auch wenn er nicht mehr dem SGB II "unterliegt", wird fiktiv eine Einkommens-Bedarfs-Berechnung vorgenommen, um eben den Kindergeldübertrag zu ermitteln.
Hier wurde aber - der Sohn ist ja im August volljährig geworden - vergessen, sein Einkommen zu bereinigen. Das heißt, vor Übertrag der 116,11 € an den Vater sind 30 € Versicherungspauschale in Abzug zu bringen. Verbleiben somit 86,11 € Kindergeld. Sind die 86,11 € beim Vater "angekommen", steht auch ihm die Versicherungspauschale zu, also 86,11 € minus 30 € = 56,11 €, die dem Vater als Einkommen angerechnet werden dürfen.


Die 128€ sind ja Heizkosten, warum werden die vom Regelsatz abgezogen?
Weil wohl ebenso wie die Stromkosten sie direkt an den Versorger gehen, um neuerliche Schulden zu vermeiden? Und dann werden sie eben von der zu überweisenden Leistung abgezogen.
 

gelibeh

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#5
Dazu kam Anfang diesen Jahres die drohende Strom und Gas Sperre durch den Versorger. Rückstände beliefen sich auf knapp 1500 Euro.
Ich denke mal, deshalb.
 

Forsaken08

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#6
Weil wohl ebenso wie die Stromkosten sie direkt an den Versorger gehen, um neuerliche Schulden zu vermeiden? Und dann werden sie eben von der zu überweisenden Leistung abgezogen.
Ja,aber in der Ermittlung der KdU sind die 128 Euro aufgeführt,als Heizkosten (was sie auch sind). Warum werden die denn dann vom Regelsatz abgezogen?Wenn er die Heizkosten ganz selbst tragen muss, dann ist doch die KdU nicht richtig berechnet,oder doch?
Denn so wie ich das verstehe sollten die 128 Euro in der KdU garnicht auftauchen. Dann dürfte da nur stehen: Unterkunftskosten 560 und Nebenkosten 130, dann anteilig das was ihm zusteht. Und genau dieses fehlt, es geht nichts an den Vermieter.
 

biddy

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#7
Ich sehe nicht, dass die128 € vom Regelsatz abgezogen werden, nur, dass sie direkt an das Energieunternehmen gezahlt werden.

:confused: Ich muss mir das jetzt nochmal durchlesen, bin verwirrt
 

Forsaken08

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#8
Ich sehe nicht, dass die128 € vom Regelsatz abgezogen werden, nur, dass sie direkt an das Energieunternehmen gezahlt werden.

:confused: Ich muss mir das jetzt nochmal durchlesen, bin verwirrt
Arbeitslosengeld II 475,78
- Abtretungen 303,00
Restbetrag 172,78

Letzter Absatz im Bescheid :) Die Abtretungen sind die Zahlungen der 128 Euro für Gas,75 Euro Strom und 100 rate an den Energieversorger.
 

biddy

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#9
Frage 3: Wo sind denn die KdU hin? Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die KdU an den Vermieter direkt zu zahlen ist, so wurde auch bis zum vorletzten Bescheid verfahren und dann ab März diesen Jahres nicht mehr. Warum?
Wenn die Miete plus Nebenkosten 350 € ausmacht, kann die ARGE schlecht die Miete direkt überweisen, wenn sie einen Alg-II-Anspruch (nach Abzug der von ihr direkt überwiesenen Verbindlichkeiten) von 172,78 € ausgerechnet hat.
Die Miete muss selbst vom HE angewiesen werden; dazu wird anteilig Kindergeld bzw. Wohngeld bzw. Unterhalt benötigt, um den Betrag zusammenzubekommen.
 

biddy

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#10
Arbeitslosengeld II 475,78
- Abtretungen 303,00
Restbetrag 172,78

Letzter Absatz im Bescheid :) Die Abtretungen sind die Zahlungen der 128 Euro für Gas,75 Euro Strom und 100 rate an den Energieversorger.
... dass die 128 € vom Alg-II-Auszahlungsbetrag abgezogen werden, ist doch klar. Nicht der Hilfeempfänger überweist sie direkt an den Energieanbieter, sondern die ARGE erledigt es für ihn. Bewilligt sind die Gaskosten aber doch im Rahmen der KdU (siehe Auflistung).

Vielleicht reden wir ja aber aneinander vorbei? *grübel*
 

Forsaken08

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#11
Wenn die Miete plus Nebenkosten 350 € ausmacht, kann die ARGE schlecht die Miete direkt überweisen, wenn sie einen Alg-II-Anspruch (nach Abzug der von ihr direkt überwiesenen Verbindlichkeiten) von 172,78 € ausgerechnet hat.
Die Miete muss selbst vom HE angewiesen werden; dazu wird anteilig Kindergeld bzw. Wohngeld bzw. Unterhalt benötigt, um den Betrag zusammenzubekommen.
Hm,da aber der Sohn doch nicht mehr in der BG ist und zudem das Wohngeld und der Unterhalt nicht das Einkommen des Vaters sind, Kindergeld hier scheinbar anteilig, müsste der Vater doch aber die Miete zumindest für ihn bekommen,oder übersehe ich da was?
Wie soll er denn von 172,78 € 233 € Mietanteil bezahlen und zudem noch leben?
 

biddy

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#12
Dazu musst Du noch addieren:

- den Stromanteil, den der Sohn dem Vater zahlen muss (Hälfte von 75 €)
- Hälfte von 128 € Heizkosten = Anteil des Sohnes. Den vollen Betrag zahlt die ARGE ja vom Alg II des Vaters. Der Sohn hat aber auch seinen Teil zu übernehmen.
- übertragenes Kindergeld (Betrag stimmt nicht, wie schon geschrieben!)
- die Hälfte der 100 € Abzahlung Schulden, Anteil Sohn; die ARGE zahlt die komplette Summe
 

Forsaken08

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#13
Dann müsste die KdU Berechnung falsch sein.Wenn die 128 Euro Heizkosten schon drin sind in der KdU Berechnung für beide, dann kann vom Sohn ja nicht nochmal die Hälfte davon eingefordert werden.
Oder verstehe ich da was nicht?

Bin verwirrt,da steige mal einer durch ...... Selbst wenn der Sohn die Hälfte jeweils zahlt,komme ich auf einen Betrag von 207,61 € den der Vater vom Sohn zu bekommen hätte. Mit den 172,78€ wären das dann 380,39 €. Davon dann den Mietanteil des Vaters abgezogen lande ich bei 146,50 € die zum Leben bleiben.

Müsste es nicht aber so sein,dass das Kindergeld was dem Vater angerechnet werden kann,also 56,11 € vom Regelsatz abgezogen werden müsste und die 75 € Strom zur Hälfte ebenfalls vom Regelsatz runtergerechnet werden müssen?
 

biddy

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#14
Die 128 € sind Bestandteil der Gesamt-KdU, also auch des Gesamt-Bedarfs von Vater und Sohn. Es wurde errechnet, dass der Sohn seinen Bedarf (inkl. Hälfte KdU, also auch Hälfte von 128 €) selbst durch sein Einkommen decken kann. Daher ist die Übernahme des Anteils des Sohnes durch die ARGE nicht nötig.

Die ARGE zahlt aber für den Sohn (obwohl er gar kein Alg II bezieht) und den Vater die 128 € direkt an den Energieanbieter, zieht den Anteil des Sohnes (neben dem des Vaters) also ebenfalls vom Alg II des Vaters ab. Daher hat der Vater Anspruch auf den Anteil des Sohnes - dieser hat ja bisher noch gar nichts für die Gaskosten gezahlt (genauso beim Strom)!

Du musst es so sehen, dass die ARGE die Hälfte von den 128 € als Bedarf beim Sohn berücksichtigt hat (er bekommt es natürlich nicht real, sondern nur im Rahmen der fiktiven Bedarfsrechnung). Hätte sie es nicht, wäre sein fiktiver Gesamtbedarf geringer und es würde mehr Kindergeld an den Vater übertragen werden.
 

Forsaken08

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#15
Hm,so langsam geht mir ein Licht auf :cool:

Sehe ich das richtig, dass der Bescheid dann so tatsächlich richtig ist und es ebenso richtig ist keine Mietzahlungen mehr an den Vermieter zu leisten?
 

biddy

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#16
Hm,so langsam geht mir ein Licht auf :cool:
Ich muss gestehen, auf die genaue Zahl komme ich auch nicht. :confused:

... und der Bescheid ist schon allein dadurch nicht richtig, dass weder dem volljährigen Sohn noch dem Vater die Versicherungspauschale gewährt wurde. Das wären 60 Euro mehr für den gemeinsamen Haushalt!

In der Zeile "Einkommensbereinigung" steht bei beiden wirklich nichts, ja? *mich-rückversicher*
 

Forsaken08

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#17
Ich muss gestehen, auf die genaue Zahl komme ich auch nicht. :confused:

... und der Bescheid ist schon allein dadurch nicht richtig, dass weder dem volljährigen Sohn noch dem Vater die Versicherungspauschale gewährt wurde. Das wären 60 Euro mehr für den gemeinsamen Haushalt!

In der Zeile "Einkommensbereinigung" steht bei beiden wirklich nichts, ja? *mich-rückversicher*
Nein,da steht nichts. War am frühen Abend bei dem guten Mann daheim und habe mir die Unterlagen "entliehen" um alles vor Augen zu haben. Dabei war auch der Vermieter anwesend, dem ich nun leider nichts sagen konnte.

Was mich stutzig macht ist diese nicht vorhandene Logik bei der Sache. Ich meine es ist Sinnfrei an den Energieversorger Abschläge zu zahlen,wenn die Miete seit Februar nicht mehr überwiesen wurde und es dem SB auch klar sein muss dass die Miete nicht aufgebracht werden kann.
Da kann ich hin und her rechnen ...... Ich habe auch die Bescheide der letzten Bewilligungszeiträume vorliegen. Bis zu dem Bescheid wo die Abschläge für gas und Strom nebst Rate an den Versorger direkt gingen, wurde dem Vermieter monatlich 350 € Miete überwiesen. Ab Februar nicht mehr.
 

biddy

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#18
Bin verwirrt,da steige mal einer durch ...... Selbst wenn der Sohn die Hälfte jeweils zahlt,komme ich auf einen Betrag von 207,61 € den der Vater vom Sohn zu bekommen hätte. Mit den 172,78€ wären das dann 380,39 €. Davon dann den Mietanteil des Vaters abgezogen lande ich bei 146,50 € die zum Leben bleiben.

Müsste es nicht aber so sein,dass das Kindergeld was dem Vater angerechnet werden kann,also 56,11 € vom Regelsatz abgezogen werden müsste und die 75 € Strom zur Hälfte ebenfalls vom Regelsatz runtergerechnet werden müssen?
Ich komme auf 60 Euro mehr, denn die ARGE gewährt ja nicht die Versicherungspauschale! Also 267,61 Euro statt 207,61 Euro.
267,61 + 172,78 = 440,39 €

Du musst auch die 128 € aus den Kosten der Unterkunft herausrechnen. Nur Kaltmiete 220 € plus 130 € Nebenkosten und davon die Hälfte muss er zahlen; Gaskosten zahlt die ARGE direkt an den Versorger.
440,39 € - 175 € Miete = 265,39 €

Das haut schon so hin, zumal auch seine 50 Euro Schulenabzahlung ziemlich "reinhauen".

Wenn Du von einem HE mit 359 € Regelleistung ausgehst, der noch Schulden, Strom und Warmwasser-Anteil direkt selbst zahlt, bleibt genauso viel bzw. weniger übrig.
 

biddy

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#19
Nein,da steht nichts. War am frühen Abend bei dem guten Mann daheim und habe mir die Unterlagen "entliehen" um alles vor Augen zu haben. Dabei war auch der Vermieter anwesend, dem ich nun leider nichts sagen konnte.
Dann sollte er Widerspruch einlegen bzw. Überprüfungsantrag wegen Nichtgewährung der Versicherungspauschale beim Sohn und beim Vater.

Was mich stutzig macht ist diese nicht vorhandene Logik bei der Sache. Ich meine es ist Sinnfrei an den Energieversorger Abschläge zu zahlen,wenn die Miete seit Februar nicht mehr überwiesen wurde und es dem SB auch klar sein muss dass die Miete nicht aufgebracht werden kann.
Doch, kann sie. ;)

Da kann ich hin und her rechnen ...... Ich habe auch die Bescheide der letzten Bewilligungszeiträume vorliegen. Bis zu dem Bescheid wo die Abschläge für gas und Strom nebst Rate an den Versorger direkt gingen, wurde dem Vermieter monatlich 350 € Miete überwiesen. Ab Februar nicht mehr.
... weil die andere Hälfte beim Sohn ist, der damals zur BG gehörte und ab jetzt eben nicht mehr. An das Einkommen des Sohnes kann die ARGE natürlich nicht heran, deshalb muss der Sohn natürlich die Hälfte von 350 € dem Vater geben, damit der die Miete überweisen kann. Ebenso - wie gesagt - Stromgeld, Heizung, Anteil Kindergeld ...
 

Forsaken08

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#20
Ich komme auf 60 Euro mehr, denn die ARGE gewährt ja nicht die Versicherungspauschale! Also 267,61 Euro statt 207,61 Euro.
267,61 + 172,78 = 440,39 €

Du musst auch die 128 € aus den Kosten der Unterkunft herausrechnen. Nur Kaltmiete 220 € plus 130 € Nebenkosten und davon die Hälfte muss er zahlen; Gaskosten zahlt die ARGE direkt an den Versorger.
440,39 € - 175 € Miete = 265,39 €

Das haut schon so hin, zumal auch seine 50 Euro Schulenabzahlung ziemlich "reinhauen".

Wenn Du von einem HE mit 359 € Regelleistung ausgehst, der noch Schulden, Strom und Warmwasser-Anteil direkt selbst zahlt, bleibt genauso viel bzw. weniger übrig.

Oha, dann muss ich dem guten Menschen nun erklären, dass er die Miete selbst aufbringen muss wovon auch immer.
Zumindest kann ich ihm ans Herz legen Widerspruch gegen den aktuellen Bescheid und Überprüfung für den letzten Bescheid einzulegen,da die Pauschale nicht berücksichtigt wurde, immerhin.

Nachtrag:
Hm,aber wenn der Sohn dem Vater die Hälfte gibt kann der Vater seine Hälfte trotzdem nicht aufbringen. Deshalb bin ich ja so verwirrt.
 

biddy

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#21
Von 440,39 Euro kann er die 175 Euro Mietanteil doch aufbringen?
 

biddy

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#23
Sein restliches ihm zustehendes Geld (siehe Rechnung) ist beim Sohn. Immer noch ...

Die ARGE hat Zahlungen für den Sohn vorgenommen, die sie gar nicht hätte tätigen müssen, sondern der Sohn selbst. Damit es aber in einer Summe gezahlt wird, hat sie es an Sohns Stelle übernommen und dem Vater vom Alg II abgezogen - wem auch sonst, dem Sohn stehen ja keine Leistungen mehr zu. Also hat der Sohn an den Vater zu zahlen, was die ARGE für den Sohn an Zahlungen übernommen hat.
 

biddy

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#24
Der Sohn hat 519,89 € ... davon sind noch nicht sein Mietanteil, sein Heizkostenanteil, sein Stromanteil, sein Warmwasseraufbereitungsanteil bezahlt --> weiterzureichen an den Vater.

Und der Vater behält zudem´den Teil des Kindesgeldes, der momentan (noch) bei ihm angerechnet wird.
 

Forsaken08

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#25
Ah ja,der berühmte Schlauch. Ich bin inzwischen runtergegangen :icon_redface:

Nun denn,ist es bis auf die Versicherungspauschale wohl alles richtig.

Wie er wohl von dem Rest der noch bleibt leben soll,dann müsste der Sohn wohl Essensgeld abgeben bzw. den Vater irgendwie zumindest teilweise mitverpflegen. Denn Ausziehen ist ja nicht drin.

Der Witz an der Sache ist: Die Energieschulden sind entstanden weil die Stadt bis Anfang diesen Jahres garkeine Heizkosten übernommen hatte ...... ohne Grund.

Herzlichen Dank Biddy für deine Geduld :icon_daumen:
 

gelibeh

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#26
Die Energieschulden sind entstanden weil die Stadt bis Anfang diesen Jahres garkeine Heizkosten übernommen hatte ...... ohne Grund.
Na, da hoff ich doch, dass er sich die Heizkosten wiederholt.
 

biddy

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#27
Wie er wohl von dem Rest der noch bleibt leben soll,dann müsste der Sohn wohl Essensgeld abgeben bzw. den Vater irgendwie zumindest teilweise mitverpflegen.
Grob gesagt, musst Du es so sehen:

Der Sohn hat einen Bedarf an Regelleistung von 287 €, hat aber im Augenblick viel mehr zur Verfügung (das sind aber durchlaufende Posten, KdU etc.).
Das, was über seine 287 € geht (und noch ein bisschen mehr für Strom, WW, Schuldenabzahlung), hat er dem Vater zu übergeben, weil der Vater "über einen Umweg" Zahlungen für den Sohn getätigt hat. Auch der Vater kommt so wieder auf seine 359 € Regelleistung (minus Strom, WW, Schulden).

Wenn der Papa auch für den vollen Kühlschrank sorgt, dann kann m.E. nicht erwartet werden, dass er das allein macht, sondern nur mit Zuzahlung vom Sohn ... aus dessen verbleibender Regelleistung.
 

Forsaken08

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#28
Was im Prinzip auch nicht weiter schlimm wäre,mit 18 kann man sich schonmal beteiligen,denke ich.

@gelibeh

Die Stadt hat an den Versorger schon etwas gezahlt,aus den Unterlagen sehe ich dass es sich dabei um ca. 100 € handelt. Angeblich sei das der Betrag den die Stadt dem Vater noch zahlen müsste für 3 Jahre Heizkosten. Die Raten die gezahlt werden sollten eigentlich auch als Darlehen laufen (lt. Unterlagen),denke aber um ein Darlehen kann es sich nicht handeln,wenn die Tilgungsrate vom Regelsatz des Vaters abgezogen wird.

Ich fahre nachher hin und versuche das ganze zu erklären,musste ja selbst erstmal verstehen wie sich das hier entwirren lässt. Ich danke euch für die Hilfe :)
 

biddy

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#29
Was im Prinzip auch nicht weiter schlimm wäre,mit 18 kann man sich schonmal beteiligen,denke ich.
Zumal im Regelsatz etwas mehr als 1/3 für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren enthalten ist.
Eine meiner Töchter z.B. hat einen Bedarf von 251 € RL ... ist doch ganz logisch, dass ich auch davon Geld für Dinge, die vom Regelsatz abgedeckt werden sollen, abzweige und sie das Geld nicht "auf den Kopf hauen" bzw. sich groß Träume davon erfüllen kann. Der RL ist nicht dazu gedacht, ihn als - sagen wir mal - "Taschengeld" zur Verfügung zu haben, sondern davon seine Lebenshaltungskosten mit allem Drum und Dran zu bestreiten ... inkl. der Befriedigung allerkleinster Wünsche ...
Auch wenn der Sohn in diesem Fall nicht mehr zur BG gehört, hat er dennoch nicht mehr als ein Alg-II-Bezieher zur Verfügung, weil er mit einem solchen in Bedarfsgemeinschaft lebt. Und die Hälfte aller Kosten muss er eben daraus bestreiten ... der Vater kann ihn nicht auch noch unterstützen, da er von seinem Regelsatz sich selbst versorgen muss.
 

gelibeh

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#30
Irgendwie bin blöd. Du schreibst:
Die Energieschulden sind entstanden weil die Stadt bis Anfang diesen Jahres gar keine Heizkosten übernommen hatte .
Also hat die Stadt nichts gezahlt, obwohl sie es müsste.
Und wieso ziehen Sie dem HE 100€ ab. Strom alleine kann das ja wohl nicht sein und Heizkosten dürften sie ihm nicht abziehen
 

Forsaken08

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#31
Irgendwie bin blöd. Du schreibst:

Also hat die Stadt nichts gezahlt, obwohl sie es müsste.
Und wieso ziehen Sie dem HE 100€ ab. Strom alleine kann das ja wohl nicht sein und Heizkosten dürften sie ihm nicht abziehen

Laut Unterlagen schaut es so aus:

Die Stadt zahlte bis Anfang diesen Jahres garkeine Heizkosten. Der Betroffene hatte bis dahin versucht die 128€ Gas und 75 € Strom aus dem Regelsatz zu begleichen,das ging nun zwangsläufig nicht immer so wie es sollte. Dann kam Ende letzten Jahres die Endabrechnung mit einer Gasnachforderung ..... und daraus resultierenden letztlich zzgl. einiger Raten die Rückstände. Die Stadt hat nach Überprüfungsantrag einen Betrag von 97 € nochwas an den Energierversorger überwiesen und dem Betroffenen mitgeteilt genau diese 97 € nochwas wären das was sie zu zahlen hätten.Die Unterlagen zeigen für die BWZ´s bis zur Überprüfung waren Heizkosten nicht mit drin, seitdem sind sie drin aber werden an den Energieversorger direkt gezahlt und dementsprechend vom Regelsatz abgezogen.
 
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