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Erst Erwerbsminderungsrente abgelehnt, jetzt im Hartz 4 Bezug. Wer hat auch schon solch eine Erfahrung gemacht?

Colin66

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#1
Hallo zusammen, ich bin neu hier und möchte mich gerne mit Erfahrenen beraten. Ich habe bis 31.12. eine EMR (Arbeitsmarktrente) und musste jetzt im Anschluss Hartz 4 beantragen. Im Juni werde ich 53 Jahre alt. Wie ist das nun, welche Maßnahmen seitens des Jobcenters habe ich zu erwarten?
Ich habe wegen der nicht verlängerten Rente einen Widerspruch gemacht, aber wie ich gelesen habe, dauert das einige Monate bis hier entschieden wird.
Ich habe vor der EMR eine 3-jährige Integration, medizinisch und auch beruflich, durch die DRV Bund vergeblich absolviert und bekam dann zunächst diese Arbeitsmarktrente für 2 Jahre. Für die letzte ausgeübte Tätigkeit bin ich seinerzeit erwerbsunfähig beschieden worden, doch die jetzige Gutachterin hielt mich für arbeitsfähig in meinem erlernten Beruf, den ich nach der Lehre, die vor 33 Jahren beendet wurde, niemals ausgeübt habe und auch nicht machen möchte (wollte , ich schon nach der Ausbildung nicht, da diese nur ein Übergang war ).
Ich fühle mich total mies und verzweifelt und weiß nicht, was mich erwartet. Hat hier jemand ähnliche Erfahrung gemacht? Die Rentenversicherung hat mir keinerlei Angebot bzgl. erneuter LTA gemacht.
Vielen Dank im voraus.
 

saurbier

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#2
Hallo Colin66,

Nun ja das hört sich leider gar nicht gut an.

Zuerst einmal frage ich mich, wenn du ja eine befristete volle EM-Arbeitsmarktrente hast, die ja zum 31.12.2018 ausläuft, wann hast du denn da die Verlängerung beantragt. Ich frage deshalb, weil aus meiner eigenen Erfahrung heraus die DRV eigentlich ja recht frühzeitig die Unterlagen zuschickt (bei mir z.B. bisher immer 4 Monate vorher). Da wäre ja noch Zeit für ein Widerspruchsverfahren gewesen, wenn auch sehr knapp.

Nun wenn du dich jetzt bereits beim JC gemeldet hast, damit die ab dem 01.01.2019 zahlen, dann wird man von dort doch auch sicherlich gesagt haben wie es weiter geht, oder.

Hast du denen denn mitgeteilt das du gegen die Entscheidung der DRV die EM-Arbeitsmarktrente nicht zu verlängern jetzt in Widerspruch gegangen bist, ich hoffe mal.

Grundsätzlich bist du ja bis dato ein Teil-EMR gewesen, dem man nur mangels einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsstelle die Arbeitsmarktrente bewilligte. Das bedeutet für dich nun, daß du beim JC auch in die Vermittlung kommen wirst.

Hier ist dann aber zuerst einmal die wichtige Frage, wie sieht dein Status bei der DRV überhaupt aus, weil oben schreibst du ja die Gutachterin hätte dich in deinem Beruf als arbeitsfähig eingestuft. Hast du denn überhaupt schon eine Teil-EMR oder war die auch nur befristet. Das würde dann nämlich bedeuten das dich die DRV für voll Erwerbsfähig hält und du nun wieder 8 Std./tägl. Leistungsfähig wärst.

Dazu wäre dann schon interessant zu wissen, wie das damalige Ergebnis des Reha-Abschlussberichtes aus viel.

Und wenn du jetzt gegen die Entscheidung der DRV in Widerspruch gegangen bist, worauf sich dein Widerspruch begründet. Immerhin ohne ausreichende ärztliche Befundberichte dürfte die Sache nicht gerade positiv aussehen. Genau da irritiert mich dann schon, daß die damalige Maßnahme vor der EMR eben die 3-jährige Integration, medizinisch und auch beruflich, welche durch die DRV Bund doch vergeblich absolviert wurde und zu guter letzt zur vollen EM-Arbeitsmarktrente führte nach nun 2 Jahren plötzlich zu einer Wunderheilung geführt haben soll. irgendwie paßt da doch was nicht zusammen.

Ob du jetzt deinen erlernten Beruf ausüben möchtest oder nicht, nun ja danach wird dich bei JC wohl kaum einer fragen, für die Herrschaften dort zählt leider nur - dich aus der jetzigen Hilfsbedürftigkeit - raus zu bekommen, denn das ist deren Aufgabe.

Ggf. wäre hier anzuraten, sofern du dich in ärztlicher Behandlung befindest, jetzt mit einer fortlaufenden AU den Vermittlungsbemühungen seitens des JC vorläufig zu entziehen. Das aber dürfte auch nicht so einfach sein, denn aktuell spricht ja das derzeitige ärztliche Gutachten der DRV gegen dich. Wenn du Pech hast wird das ganze erst in einem Prozeß gegen die DRV zu klären sein, wenn du nicht schon im Widerspruchverfahren (mit ärztlichen Attesten) belegen kannst das sich dein Gesundheitszustand keineswegs gebessert hat.

Leider kann man hier nicht viel mehr dazu sagen, ohne genauere Fakten zu kennen, denn das wäre allenfalls ein Blick in eine Glaskugel und der dürfte kaum hilfreich sein.


Grüße saurbier
 

Colin66

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#3
Hallo saurbier,
ich habe bereits Ende Juni den Verlängerungsantrag gestellt, leider hat meine Therapeutin sehr, sehr lange für ihren Beitrag gebraucht, sie ist leider so. Die Rentenversicherung hat sich schon an das Gutachten von Oktober 17 nicht gehalten, der nämlich, hat mich voll erwerbsunfähig und befristet bis Oktober 2019 bewertet. Stattdessen gab es Teil-EMR mit Befristung 12/2018.
Die jetzige Gutachterin hat übrigens noch für 6 Monate eine Erwerbsfähigkeit von 4-6 Stunden begutachtet, was für mich hießt, ich hätte noch ein halbes Jahr die Teil-EMR erhalten müssen.
Desweiteren war ich dann gestern beim Jobcenter, die Dame war sehr nett und freundlich, und meinte als erstes, dass momentan die DRV alles abschmettert und die Leute reihenweise bei ihr landen. Scheint wohl momentan eine Masche.....
Das sie weiß, dass ein Widerspruch läuft, lässt sie mich zunächst komplett in Ruhe, keine Stellenangebote und ebenso keine Maßnahmen, außer einer Infoveranstaltung über die Angebote des JC, die ich allerdings aus dem Web zur Genüge kenne. Anscheinend muss sie aber so etwas anbieten, der Statistik wegen !?
Wir warten den Widerspruch ab und ich sagte ihr, dass ich bei Ablehnung direkt wieder LTA bei der DRV beantragen würde, sie meinte, diese wären auch vorrangig zuständig.
Die Wunderheilung ist natürlich nicht passiert. Mir geht es zur Zeit gut, weil ich ja Ruhe habe und das war ja auch der Sinn einer Auszeit. Dennoch sehe ich mich in keinster Weise direkt wieder Vollerwerbsfähig und ebenso nicht mal ansatzweise in meinem erlernten Beruf, den ich nie ausgeübt habe, in dem ich mit 53 Jahre ein Berufsanfänger wäre und für den ich in einigen anderen Beurteilung von Reha-Maßnahmen auch nicht mehr einsatzfähig bin. (gelernt habe ich Arzthelferin und ich soll gar keine Helferberufe mehr ausüben)
Die Maßnahmen, Integration und danach Umschulung musste ich aus Krankheitsgründen aufgeben und die letzte KH-Behandlung hat mich für komplett erwerbsunfähig beschieden.
Letzendlich sehe ich mich in der Position, dass jetzt der ganze Prozess von LTA usw. wieder von vorne losgeht. Man hat ja sonst nix zu tun.....in diesem Sinne. Vielen Dank und herzliche Grüße
P.S. Da ich eine gerissene Sehne am Finger habe bin ich z.Zt. sowieso au.
 

Doppeloma

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#4
Hallo Colin66,

Hallo zusammen, ich bin neu hier und möchte mich gerne mit Erfahrenen beraten.
Na-Ja, so ganz "neu" bist du ja nicht, immerhin seit Mitte 2016 schon angemeldet und es gibt durchaus schon viele Beiträge (genau hier in diesem Bereich) was so passieren kann wenn eine befristete EM-Rente nicht (rechtzeitig) verlängert wird.

Ich habe bis 31.12. eine EMR (Arbeitsmarktrente) und musste jetzt im Anschluss Hartz 4 beantragen. Im Juni werde ich 53 Jahre alt. Wie ist das nun, welche Maßnahmen seitens des Jobcenters habe ich zu erwarten?
Wurde denn vorab geprüft (bei der AfA) ob du dort einen Anspruch haben könntest, das ist durchaus möglich wenn du VOR der Bewilligung der EM-Rente noch NICHT Hartz 4 beziehen musstest, hat man dich darauf beim JC nicht hingewiesen ???

Ich habe wegen der nicht verlängerten Rente einen Widerspruch gemacht, aber wie ich gelesen habe, dauert das einige Monate bis hier entschieden wird.
Das könnte sogar Jahre dauern bis dazu mal was endgültig entschieden wurde, kommt ja ganz darauf an mit welchen Begründungen man die Verlängerung abgelehnt hatte ... hast du "Akten-Einsicht" gefordert bei der DRV um deinen Widerspruch genauer begründen zu können ???
Ab dem 01.01.2019 solltest du dich auf jeden Fall wieder (durchgehend) AU schreiben lassen, sonst wird auch die DRV nicht annehmen müssen, dass du zumindest "Arbeits-Unfähig" bist und vielleicht doch weiterhin Erwerbsgemindert.

Lass dir dazu vom JC nichts Anderes erzählen, der ÄD dort KANN dich NICHT regulär "krankschreiben", wie das für den Nachweis deiner AU nötig ist ... dafür brauchst du die (nach SGB V) gesetzlich vorgeschriebene "amtliche Bescheinigung" von einem behandelnden / ambulanten Arzt.

Mit dieser Bescheinigung hat dich auch das JC im Bezug auf Arbeits-Vermittlung und irgendwelche "Maßnahmen" in Ruhe zu lassen, du bist weiter krank und informierst das JC über die abgelehnte Verlängerung deiner EM-Rente und den laufenden Widerspruch.
Da wird das JC eben vorerst zahlen MÜSSEN ... denn die DRV meint ja aktuell (bzw. ab 01.01.2019), dass du NICHT mehr Erwerbsgemindert bist ... AU-krank vom Arzt darfst du trotzdem sein, man gilt aber als "Erwerbsfähig" für mindestens 3 Stunden täglich und NUR das ist wichtig für den Anspruch auf ALGII.

Ich habe vor der EMR eine 3-jährige Integration, medizinisch und auch beruflich, durch die DRV Bund vergeblich absolviert und bekam dann zunächst diese Arbeitsmarktrente für 2 Jahre.
Dazu gibt es doch sicher Unterlagen bei der DRV, hast du die mal für dich angefordert ?
Wenn nicht solltest du das jetzt nachholen, auch eventuelle (frühere) Reha-Berichte und bisher schon erstellte Gutachten sind wichtig, darin findest du deine Argumente um den Widerspruch zu begründen aber auch enthaltene Fehler / Fehleinschätzungen zu bemängeln.

Für die letzte ausgeübte Tätigkeit bin ich seinerzeit erwerbsunfähig beschieden worden, doch die jetzige Gutachterin hielt mich für arbeitsfähig in meinem erlernten Beruf, den ich nach der Lehre, die vor 33 Jahren beendet wurde, niemals ausgeübt habe
Das machen die gerne mal ohne weiter darüber nachzudenken, wie lange dieser Abschluss schon zurück liegt und, dass es gar keine Berufserfahrungen gibt, die ein AG aber erwartet wenn man sich mit Ü 50 auf eine solche Stelle bewirbt ... es hat sich in dieser Berufsrichtung (wie in vielen Anderen) sicher auch "kaum was verändert in den letzten über 30 Jahren" ... :doh:

Besonders die DRV-"Gutachter" sind meist so weit entfernt vom realen, aktuellen Arbeitsmarkt wie es die Erde wohl vom Mond ist ... zumal man schon als Gesunder ab Ü 50 spätestens in ALLEN Bereichen kaum noch eine Aussicht hat eingestellt zu werden und dann "frisch aus einer EM-Zeit-Rente", mit den letzten Erfahrungen aus aktiver Erwerbstätigkeit vor "X" Jahren ...
Was du gerne machen würdest (wenn du es denn gesundheitlich könntest) dürfte wohl insgesamt eher Nebensächlich sein ...

Wenn dir dazu was einfällt kannst du dich nur selber auf die Suche machen, von AfA oder JC hast du da absolut NICHTS zu erwarten ... für die DRV (und deinen Antrag auf EM-Rentenverlängerung) zählen aber NUR die rein gesundheitlichen Aspekte, deine tatsächlichen Aussichten am Arbeitsmarkt interessieren da Niemanden, wenn man dich noch für Erwerbsfähig begutachtet hat.

Die Rentenversicherung hat mir keinerlei Angebot bzgl. erneuter LTA gemacht.
Da kommt auch nichts mehr, was stellst du dir vor sollen die noch bezahlen wollen, wenn der Versuch VOR der EM-Rente bereits gescheitert ist ?
Es käme höchstens noch eine LTA als AG-Zuschuss in Frage und der nützt dir auch nichts ohne den passenden Arbeitgeber, den man erst mal finden müsste ...
Dazu kannst du hier auch schon einige Leidensgeschichten nachlesen.

Dann beantworte ich gleich noch deinen nächsten Beitrag ...

ich habe bereits Ende Juni den Verlängerungsantrag gestellt, leider hat meine Therapeutin sehr, sehr lange für ihren Beitrag gebraucht, sie ist leider so.
Meist ist es besser sich rechtzeitig auf diesen Antrag vorzubereiten und sich recht aktuelle medizinische Unterlagen bei den Behandlern ausdrucken zu lassen, damit man das dem Antrag gleich beifügen kann.

Deine Therapeutin sollte doch wissen wie wichtig das für dich ist, wurde sie von der DRV angeschrieben oder hast du sie selbst gebeten sich zu äußern ?

Die Rentenversicherung hat sich schon an das Gutachten von Oktober 17 nicht gehalten, der nämlich, hat mich voll erwerbsunfähig und befristet bis Oktober 2019 bewertet. Stattdessen gab es Teil-EMR mit Befristung 12/2018.
Die DRV muss sich ja auch nicht "an die Gutachten halten" die sollen ja nur eine medizinische Entscheidungshilfe sein und die DRV sucht sich gerne das aus was ihr selbst "angenehmer" erscheint.

Die jetzige Gutachterin hat übrigens noch für 6 Monate eine Erwerbsfähigkeit von 4-6 Stunden begutachtet, was für mich hießt, ich hätte noch ein halbes Jahr die Teil-EMR erhalten müssen.
Na-Ja, 6 Monate sind aber keine wirklich rentenrelevante Zeit mehr aber auch hier gilt wieder, dass die DRV entscheidet was sie daraus für dich machen wird.
Was du schreibst klingt zumindest auch nicht danach, dass du es selbst glaubst, dass es dir in 6 Monaten wieder "blendend" gehen könnte ...
Widerspruch hast du nun eingereicht und bis zu weiteren Entscheidungen der DRV muss ja dein Leben auch erst mal irgendwie weitergehen, besonders Krankenversicherung und Lebensunterhalt.

Desweiteren war ich dann gestern beim Jobcenter, die Dame war sehr nett und freundlich, und meinte als erstes, dass momentan die DRV alles abschmettert und die Leute reihenweise bei ihr landen. Scheint wohl momentan eine Masche.....
Das ist IMMER eine "Masche" der DRV, wir mussten schon vor fast 10 Jahren längere Zeit Hartz 4 beziehen, weil es Jahre dauerte (bis übers Gericht) ehe die EM-Renten überhaupt mal bewilligt wurden ... wir waren sogar noch beide im festen Arbeitsverhältnis aber Krankengeld / ALGI war ALLES schon abgelaufen ...

Das sie weiß, dass ein Widerspruch läuft, lässt sie mich zunächst komplett in Ruhe, keine Stellenangebote und ebenso keine Maßnahmen, außer einer Infoveranstaltung über die Angebote des JC, die ich allerdings aus dem Web zur Genüge kenne. Anscheinend muss sie aber so etwas anbieten, der Statistik wegen !?
Wenn du AU geschrieben bist musst du auch zu KEINER Info-Veranstaltung, was soll man dir dort schon erzählen können wenn du um die Verlängerung deiner EM-Rente kämpfst ... dazu fällt denen auch nichts Gescheites ein ...
Die "muss" dir so was gar nicht anbieten, die will nur die Teilnehmerzahlen erfüllen helfen, die ihr "von oben" dazu aufgedrückt werden, auch diese Maßnahmeträger wollen schließlich "überleben".

Wir warten den Widerspruch ab und ich sagte ihr, dass ich bei Ablehnung direkt wieder LTA bei der DRV beantragen würde, sie meinte, diese wären auch vorrangig zuständig.
Ja-Klar, damit das JC dann (außer der Leistung für den Lebensunterhalt) gar nichts mehr für dich zahlen muss, weil das ja dann die DRV über LTA machen soll ...
Verfolge deine EM-Rente weiter (reiche Klage ein wenn der Widerspruch abgelehnt wird), mit einer neuen LTA-Bewilligung gewinnst du KEINEN "Blumentopf" mehr ...

Die Wunderheilung ist natürlich nicht passiert. Mir geht es zur Zeit gut, weil ich ja Ruhe habe und das war ja auch der Sinn einer Auszeit.
Dann versuche doch eine Teilzeitstelle zu finden, die deinen Vorstellungen und Kräften entsprechen würde ... dann brauchst du vielleicht weiter "Aufstockung" vom JC aber du hast wieder eigenes Geld ... Manches sollte man auch nicht mit den Behörden "ausdiskutieren" wollen, deine "nette SB" kann dir da auch nicht helfen ... warum hat sie denn nur eine Informations-Veranstaltung für dich und KEINE Vermittlungs-Vorschläge in ihrem schlauen PC ???

Die Maßnahmen, Integration und danach Umschulung musste ich aus Krankheitsgründen aufgeben und die letzte KH-Behandlung hat mich für komplett erwerbsunfähig beschieden.
Hast du diesen KH-Bericht mit bei der DRV eingereicht, sonst solltest du das noch im Widerspruch nachholen, auch wenn es die DRV nicht unbedingt beeindrucken muss was eine Akut-Klinik da zu deiner Erwerbsfähigkeit festgestellt haben will.
Kommt auch immer etwas auf die konkrete Klinik an ...

Letzendlich sehe ich mich in der Position, dass jetzt der ganze Prozess von LTA usw. wieder von vorne losgeht.
Das sehe ich etwas anders und die Erfahrungen der Ü 50- User hier werden dir das bestätigen, die DRV gibt KEIN Geld mehr aus für ernsthafte Fortbildung / Umschulung ... schon gar nicht wenn solche Versuche bereits gescheitert sind VOR der EM-Rente ... du bist ja nicht "jünger" geworden ... die kennen die Arbeitsmarktlage durchaus sehr gut was deine "Aussichten" betreffen wird.

Aber das ist KEIN Entscheidungs-Kriterium für die Bewilligung / Verlängerung einer EM-Rente. :icon_evil:

P.S. Da ich eine gerissene Sehne am Finger habe bin ich z.Zt. sowieso au.
Als EM-Rentner braucht man KEINE AU-Bescheinigung, wenn deine Rente abgelaufen ist solltest du allerdings immer Eine haben und dich nicht nur auf die "Nachsicht" einer "netten" JC-SB verlassen wollen ...

MfG Doppeloma
 

Colin66

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#5
Hallo Doppeloma,
vielen Dank für deine ausführlichen Ausführungen.
ALG 1-Anspruch habe ich nicht, da die letzten Jahre keine Versicherungsbeiträge mehr einbezahlt wurden, hatte abwechselnd Übergangsgeld und Krankengeld.
Akteneinsicht habe ich natürlich angefordert, dies wurde bei der DRV allerdings (absichtlich) übersehen und schlichtweg nicht darauf reagiert, ich bin aber dran. Heute schon wieder einen Brief diesbezgl. abgeschickt. Alle anderen Befunde/Gutachten liegen mir vor und damit marschiere ich am Donnerstag zum VdK.
Übrigens, der Beruf, den die letzte Gutachterin für mich ausgesucht hat (Arzthelferin) ist der Beruf wegen dem ich die ganze Integration angefangen hatte und für den ich seinerzeit als berufsunfähig geschrieben wurde. Und in diesen Beruf soll ich jetzt wieder rein. :)
Das widerspricht doch m.M. nach total dem Grundsatz der DRV, dass man eben nicht wieder in den alten Beruf rein soll.
Ich verstehe allerdings einen Satz im Ablehnungsbescheid von der EMR nicht : "Wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob Sie ihre letzte Tätigkeit vor Rentenbeginn aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder ausüben können."
Heißt das jetzt, dass ich den alten Beruf doch nicht machen darf, aber irgendeinen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt? Dann hätte ich gerne einen Tipp in welchen Forum ich mich jetzt dann informieren kann, wenn man mit fast 53 ohne Berufserfahrung einen Job suchen soll. Ehrlich, ich bin grad ein bisschen am verzweifeln.
Wünsche euch allen trotzdem einen guten Rutsch und alles Gute für 2019
 

Kerstin_K

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#6
Das macht die DRV unglaublich gerne, Akteneinsicht übersehen. DA musst Du knallhart bleben. Bei mir hhaben Sie es erst ignoriert und dan haben sie versucht, mit Seiten zu unterschlagen. Bis ich dann alles beisammen hatte, verginen fast 2 Jahre und est dann gab es eine Widerspruchsbegründung von mir.
 

Doppeloma

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#7
Hallo Colin66,

Akteneinsicht habe ich natürlich angefordert, dies wurde bei der DRV allerdings (absichtlich) übersehen und schlichtweg nicht darauf reagiert, ich bin aber dran. Heute schon wieder einen Brief diesbezgl. abgeschickt.
Hoffendlich alles nachweislich und nachprüfbar per Übergabe-Einschreiben, normale Post wird sehr gerne ignoriert ...
Ich bekam meine Gutachten damals (ganz plötzlich) als ich einen Anwalt eingeschaltet hatte, bis dahin hatte man wohl auch vor sich "tot zu stellen".

Alle anderen Befunde/Gutachten liegen mir vor und damit marschiere ich am Donnerstag zum VdK.
Bist du schon Mitglied oder willst du dafür erst eintreten ?
Für das Geld (Mindestens 2 Jahres-Beiträge ehe die überhaupt einen Stift in die Hand nehmen werden) kannst du auch zu einem Anwalt gehen der sich mit EM-Rentenfällen gut auskennen sollte.

Die Erfahrungen zum VDK sind sehr "durchwachsen" was die Hilfe bei der Durchsetzung von EM-Rente betrifft ... man erfährt auch oft nicht viel dazu was die überhaupt genau machen oder gemacht haben oder das soll "extra" kosten ...
Aber vielleicht gehörst du ja zu den (seltenen) Ausnahmen die dort bestens betreut werden wenn sie Hilfe brauchen, ich bin damals schnell wieder ausgetreten, die wollten nicht mal Widerspruch einlegen gegen die Ablehnung meines Erstantrages auf EM-Rente. :icon_evil:

Übrigens, der Beruf, den die letzte Gutachterin für mich ausgesucht hat (Arzthelferin) ist der Beruf wegen dem ich die ganze Integration angefangen hatte und für den ich seinerzeit als berufsunfähig geschrieben wurde. Und in diesen Beruf soll ich jetzt wieder rein. :)
Das widerspricht doch m.M. nach total dem Grundsatz der DRV, dass man eben nicht wieder in den alten Beruf rein soll.
Welchen Grundsatz meinst du denn da, einen Berufsschutz gibt / gab es NUR für die Jahrgänge VOR dem 02.01.1961, inzwischen ist es egal ob man noch im Beruf arbeiten könnte oder nicht, es wird nur noch der gesamte "allgemeine Arbeitsmarkt" berücksichtigt.

Ich verstehe allerdings einen Satz im Ablehnungsbescheid von der EMR nicht : "Wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob Sie ihre letzte Tätigkeit vor Rentenbeginn aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder ausüben können."


Genau das möchte man dir damit sagen (dass (d)eine bestehende Berufs-Unfähigkeit Niemanden bei der DRV mehr interessiert in deinem persönlichen Falle) und es steht sicher auch noch (sinngemäß) drin, dass es keine Rolle spielt, ob du einen Arbeitsplatz hast oder finden wirst, der dir ansonsten gesundheitlich zumutbar ist ...

Heißt das jetzt, dass ich den alten Beruf doch nicht machen darf, aber irgendeinen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt?
Man verbietet dir ja nicht im alten Beruf wieder zu arbeiten, es ist deine "freie" Entscheidung mit welcher Tätigkeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" du dir die Restgesundheit ruinieren wirst ... nur für eine EM-Rente (auch für eine Teilrente) bist du der DRV aktuell wieder "zu gesund" ...

Dann hätte ich gerne einen Tipp in welchen Forum ich mich jetzt dann informieren kann, wenn man mit fast 53 ohne Berufserfahrung einen Job suchen soll. Ehrlich, ich bin grad ein bisschen am verzweifeln.
"Für die Arbeitsvermittlung ist die Agentur für Arbeit zuständig" = AfA (oder auch das JobCenter wenn man kein ALGI mehr bekommen kann), auch das hat man mir damals wörtlich in meinen Ablehnungsbescheid geschrieben ...
Meine Verzweiflung war deiner sehr ähnlich, denn ich hatte noch einen Job (den ich aber NICHT mehr machen konnte, deswegen war ich ja seit Jahren AU geschrieben) und die AfA hatte mich (nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) aufgefordert eine EM-Rente zu beantragen, weil ich nach Feststellung des AfA-ÄD nicht mehr vermittelbar sei aus rein gesundheitlichen Gründen.

Dieses Gutachten hatte ich sogar dem EM-Renten-Antrag direkt beigefügt aber das hat die gar nicht interessiert ... ich war "ganz schön von den Socken" als ich das damals dann lesen musste.
Eine BU-Rente (bin Jahrgang 52, hatte also theoretisch noch "Berufs-Schutz") bekam ich aber auch nicht, denn in meinem erlernten (also geschützten) Beruf hatte ich zuletzt schon länger nicht mehr gearbeitet (weil mich dafür auch kein AG mehr einstellen wollte) ... du siehst schon die DRV nimmt das immer so, wie sie es selbst am Besten gebrauchen kann.

Bei dir ist das schon vom Alter her nicht mehr relevant, weil du ohnehin keinen Anspruch mehr auf eine BU-Rente von der DRV haben würdest und dann wäre denen sicher aufgefallen, dass du das zuletzt ja gar nicht mehr gemacht hast.

Die DRV ist leider nicht verpflichtet dir Vorschläge zu machen was du nun konkret arbeiten könntest und wo es diese Arbeitsplätze gibt. :icon_evil:

Trotzdem auch dir ein (hoffendlich) erfolgreiches Neues Jahr :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Colin66

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#8
Hallo Doppeloma,
das ist ja mega gruselig...
Wenn ich das dann mal kurz zusammenfassen darf, nur damit ich das für mich klar habe : Nachdem ich 18 Jahre lang Hausfrau und Mutter war, habe ich gezwungenermaßen in der Pflege (als "auf dem Papier qualifizierte Arzthelferin") einen Job gemacht, 4 Jahre lang, bis ich mich kaputt gearbeitet hatte. Danach begann der Integrationsprozess, weil ich unbedingt eine Umschulung wollte, die ich dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geschafft habe. Dann rückwirkend die Rente, die bis gestern bestand.......
Jetzt hänge ich in Hartz 4 beim Jobcenter und das für den Rest bis zur Altersrente.....sehe ich das jetzt richtig? Herzliche Grüße
 

Bitas

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#9
Nein das siehst Du nicht richtig.
Du mußt halt um die EMR kämpfen, wie fast alle hier im Forum.
Nicht aufgeben, hier sind einige Member die Dir helfen können.
Ob es am Ende klappt, weiß natürlich niemand.
Viel Erfolg und Kraft
 

Doppeloma

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#10
Hallo Colin66,

das ist ja mega gruselig...
Ja leider aber wie mein Vorschreiber schon festgestellt hat bleibt dir nur der Weg über Widerspruch und Klage, den ersten Schritt dafür hast du ja schon gemacht und da darfst du tatsächlich NICHT aufgeben, sofern dein Leben nicht im "Dauer-Hartz4" enden soll ...

Wenn ich das dann mal kurz zusammenfassen darf, nur damit ich das für mich klar habe : Nachdem ich 18 Jahre lang Hausfrau und Mutter war, habe ich gezwungenermaßen in der Pflege (als "auf dem Papier qualifizierte Arzthelferin") einen Job gemacht, 4 Jahre lang, bis ich mich kaputt gearbeitet hatte.
Deine berufliche Qualifikation (als Arzthelferin) hatte und hat wirklich nur noch einen "Papierwert" aber wegen dem fehlenden (gesetzlichen) Berufsschutz für deinen Jahrgang kann dir das eigentlich inzwischen schon egal sein ... aktuell hast du aber auch einen finanziellen "Renten-Status" zu verlieren, wenn ich mir deine geschilderte Berufs-Biografie so ansehe.

Als Hausfrau und Mutter erwirtschaftet man ja nicht gerade viele Beiträge für die Rente (auch nicht für die spätere Altersrente), da ist es besonders wichtig deine Verlängerung "nahtlos" durchzusetzen.
Denn der aktuelle Rentenbetrag scheint ja zumindest "erträglich" zu sein, ein Grund mehr NICHT aufzugeben ...

Danach begann der Integrationsprozess, weil ich unbedingt eine Umschulung wollte, die ich dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geschafft habe. Dann rückwirkend die Rente, die bis gestern bestand.......
Das dürfte spätestens am Sozialgericht mehr Bedeutung erlangen, denn dazu muss es ja auch Unterlagen bei der DRV geben, woran das konkret gescheitert ist damals und vom Gericht wird mit Sicherheit dann (mindestens) ein eigenes Gutachten dazu beauftragt, ob du wirklich keine EM-Rente mehr brauchst.

Ich "überspringe" da gedanklich schon das Widerspruchs-Verfahren, denn es führt nur sehr selten zur Änderung der DRV-Entscheidungen ... aber man muss es ja trotzdem erst mal durchstehen.
Solltest du noch kein VDK-Mitglied sein kann ich dir nur dringend raten dir einen Beratungs-Hilfeschein vom Amtsgericht zu holen und dir einen Anwalt zu suchen der bereit (und in der Lage) ist, das mit dir durchzuziehen.

Wenn du jetzt auf Hartz 4 angewiesen sein wirst, sollte das kein Problem sein den Schein zu bekommen und für das Gerichtsverfahren gibt es dann Prozess-Kosten-Hilfe, dabei wird dir ein Anwalt dann schon weiterhelfen.
Ich hatte Glück und habe einen gefunden (der hatte schon mit EM-Renten zu tun, obwohl er sonst eher Scheidungen bearbeitet hatte), es lohnt sich also da etwas genauer hinzusehen (und nachzufragen), auch Sozial-Rechts-Anwälte kennen sich NICHT gleich gut im gesamten sozialen Bereich aus.

Anwälte bekommen umfangreichere "Akteneinsicht" bei der DRV und wissen worauf sie achten müssen bei der Sichtung, in der Regel bekommst du auch selbst mehr Einsicht in das ganze Verfahren, wer im VDK ist bekommt meist keinen Beratungsschein mehr, weil die das ja dann übernehmen könn(t)en und oft fordern die nicht mal die Renten-Akte an für eine vernünftige Widerspruchs-Begründung..

Ja, es ist "gruselig" aber es wird noch "gruseliger" werden wenn du jetzt aufgeben würdest und später vielleicht einen neuen Antrag stellen musst / wirst auf EM-Rente, denn dann gelten auch die Berechnungsgrundlagen für den neuen Zeitpunkt und deine EM-Rente könnte schon deutlich geringer ausfallen als sie jetzt war (weniger Anrechnungs-Jahre bis zur regulären Altersrente).
Wenn du nicht arbeiten kannst und in Hartz 4 bleiben musst, kommt ja an (neuen) Beiträgen auch nichts mehr dazu ...

Jetzt hänge ich in Hartz 4 beim Jobcenter und das für den Rest bis zur Altersrente.....sehe ich das jetzt richtig?
Nicht ganz, denn das JC wird dich nicht endlos behalten wollen wenn du weiterhin AU bist und nicht arbeiten kannst, dann wird man dich an das Sozial-AMT (SGB XII) "abdrängen" wollen und die schieben dich irgendwann zurück zum JC weil du ja offiziell (von der DRV bestätigt) nicht (mehr) Erwerbsgemindert bist.

Solange du weiter um deine Verlängerung kämpfen wirst, ist das JC gesetzlich verpflichtet deinen Lebensunterhalt zu sichern, denn aktuell bist du (zumindest theoretisch lt. DRV) als Erwerbsfähig für wenigstens 3 Stunden anzusehen, AU sein kannst du du trotzdem und das sollte auch unbedingt so bleiben.
Für den Widerspruch und besonders für ein späteres Gerichtsverfahren solltest du deine Ärzte fest an deiner Seite haben und immer für laufende Behandlungs-Berichte (und AU-Bescheinigungen) sorgen, denn du selbst bist in der "Beweis-Pflicht", dass Arbeiten wirklich nicht (mehr) möglich ist für deinen Lebensunterhalt "aus rein gesundheitlichen Gründen" und am gesamten "allgemeinen Arbeitsmarkt" ...

Das klingt nicht nur hart, das ist auch hart aber man kann es schaffen wenn man gute Ärzte und einen guten Anwalt hat, in meinem Falle dauerte es dann insgesamt fast 3 Jahre (ab Antragstellung) bis die DRV am Gericht endlich nachgeben musste ...
Vorher wurde ich zu 2 Gutachtern vom Gericht geschickt, denn die DRV-"Gutachter" (nach der Antragstellung) hatten nur aus einem (schon älteren) Reha-Bericht abgeschrieben, wie es mir zu gehen hatte und schon dieser Bericht entsprach nicht meinem wahren gesundheitlichen Zustand (zum Zeitpunkt der Reha und danach) ...

Aus dieser Reha wurde ich Voll Erwerbsfähig (also über 6 Stunden) für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" entlassen, nur meinen vorhandenen Job (im CallCenter) sollte ich NICHT mehr machen müssen (ging ja auch nicht mehr, deswegen war ich ja AU geschrieben), so landeten wir (mein Männe und ich) über Aussteuerung und ALGI (Nahtlosigkeit) auch noch für knapp 2 Jahre in Hartz 4.

Ich war schon Richtung Ende 50 inzwischen (nach fast 40 Jahren Arbeit und 2 Kindern) und sollte mir "einfach Andere Arbeit suchen", damit ich keine EM-Rente bekommen muss, das war für mich inzwischen undenkbar geworden, ich KONNTE einfach NICHT mehr...
Mein Männe war schon vor mir (mit gut 35 Arbeitsjahren) dauerhaft krank geworden und kämpfte 2 Mal um die EM-Rente ... ich konnte es mir eigentlich gar nicht "leisten" auch noch krank zu sein ... und nun BEIDE noch mit Job in Hartz 4, um überhaupt "überleben" zu dürfen. :doh:

Ich bekam dann am Gericht zunächst die "Arbeitsmarktrente" (2 Jahre rückwirkend) zugesprochen weil zumindest Teil-EM bereits "unbefristet" (ab Antragstellung) bewilligt werden musste, auch da hat die DRV noch zu ihren Gunsten "herumgetrickst", aber ich war erst mal froh überhaupt nun EM-Rente zu bekommen.
Männes 2. Antrag hatten wir inzwischen auch alleine durchbekommen (nun sogar ohne Befristung, wo er doch knapp 1 Jahr zuvor sogar lt. Richter noch Vollzeit arbeiten können sollte ???) und konnten uns vom JC (mit meinem Bescheid) wieder abmelden ...

Bald musste ich schon die Verlängerung (für die "Arbeitsmarktrente") beantragen und habe wieder mit ALLEM gerechnet dabei ... zu meiner Überraschung wurde nun (innerhalb 2 Wochen) eine reguläre Volle EM-Rente "unbefristet" bis zur Altersrente bewilligt ... :icon_daumen:

Damit war unsere EM-Renten-Odyssee nach fast 8 Jahren Dauer endlich beendet ... sonst wären wir wohl auch bis zur Altersrente in Hartz 4 "gefangen" geblieben, mit 63,5 hätte ich erst vorzeitig in diese Rente gehen können aber auch mit Abzügen lebenslang ....
Im letzten Sommer (mit 65,5) habe ich nun in die reguläre Altersrente gewechselt (da endet ja eine EM-Rente generell) und nun habe ich endlich richtig meine RUHE ...

MfG Doppeloma
 

Colin66

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#11
Hallo Doppeloma, dankeschön, dass du so deine Erfahrungen teilst, du hast da ja auch schon einiges mitgemacht, bist du Ruhe hattest.
Ich bin schon seit über 2 Jahren beim VdK Mitglied und habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, sie haben damals meinen GdB 50 durchgebracht.
Daher werde ich dann wohl keinen Schein für den Anwalt bekommen.
Leider habe ich auch nicht wirklich so die Ärzte, meine Therapeutin wollte zuerst, dass ich unbedingt in die Rente gehe, da wollte ich nocht nicht, das war ein längerer Prozess.....Jetzt findet sie es auf einmal gut, wenn ich "ein bisschen arbeiten gehe". Sie hatte auch im vergangen Jahr nicht so wirklich Zeit für mich, ich habe sie vllt. 5 x gesehen. Ich weiß, ich sollte mir jemand anderen suchen, aber ganz ehrlich, mir fehlt jetzt schon die Kraft, noch einmal von vorne zu beginnen.
Herzliche Grüße, ich werde weiter berichten....
Noch eine Frage, wie finde ich hier meine "Leidensgenossen", ich hab das nicht so mit der Suchfunktion? Dankeschön
 

Doppeloma

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#12
Hallo Colin66,

Hallo Doppeloma, dankeschön, dass du so deine Erfahrungen teilst, du hast da ja auch schon einiges mitgemacht, bist du Ruhe hattest.
Ja, es dauerte sehr lange, bis wieder "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen war und mich hat es am meisten entsetzt und belastet, wie wenig man doch plötzlich "wert" war für all die "Sozial-Leister" (KK / AfA / DRV), die gerne Jahrzehnte lang die Beiträge kassiert hatten aus unseren Arbeitslöhnen und immer suggeriert haben, dass man ja dadurch so "gut versorgt und abgesichert" sei.

JEDER der gerade zahlen musste (oder sollte) hat versucht uns das Leben so schwer wie möglich zu machen, so viel blanke Existenz-ANGST wie in diesen Jahren hatte ich bis dahin noch nie erlebt ... :icon_evil:
Dabei (vielleicht wieder) "gesund" zu werden ist ein Ding der Unmöglichkeit, aber das scheint diese Institutionen immer weniger zu interessieren ...
Ich bin schon seit über 2 Jahren beim VdK Mitglied und habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, sie haben damals meinen GdB 50 durchgebracht.
Dann drücke ich dir mal feste die Daumen, dass es auch für die EM-Rente dabei bleibt, dass man dich umfassend unterstützt, leider tendiert der VDK auch immer mehr in Richtung (berufliche) Reha statt EM-Rente ... manchmal habe ich den Eindruck (allgemein), man müsse nur die richtigen Arbeitsplätze "erfinden" (und die rücksichtsvollen AG gleich dazu), damit Niemand mehr eine EM-Rente benötigen wird.
Bei der DRV ist ja dieser "Erfindungs-Reichtum" ohnehin schon lange vorhanden, das geht vom "Pförtner" (an der Nebenpforte) über den "Karten-Abreißer" im Kino oder Theater bis zum "Parkplatz-Einwinker", was immer das auch sein soll ... :doh:

Mein Männe war übrigens zuletzt als "Pförtner" beschäftigt, in einem Sicherheits-Unternehmen, wie es inzwischen üblich ist, mit vertraglich vereinbarten 12-Stunden Schichten (Tag und Nacht).
Dafür wurde er schon im ersten EM-Rentenverfahren AUCH BU erklärt (sogar von der DRV), aber trotzdem sollte es für ihn nun auch noch "etwas Anderes" geben ... lt. DRV-"Gutachter" sollte er "Klebearbeiten" machen oder "Maschinen reinigen" (wo auch immer), an Maschinen arbeiten durfte (oder sollte) er NICHT mehr, weil er ja bereits ständig Opiate einnehmen musste (Chronisches Schmerz-Syndrom) ...
Lt. "Gutachter" brauchte er "NUR" die Menge und Dosierung erhöhen, dann KÖNNE er auch (problemlos und ohne unzumutbare Schmerzen) Vollzeit arbeiten, das wäre nur eine Frage seiner "Willens-Anstrengung" ... :doh:

Jetzt arbeitet er seit vielen Jahren nicht mehr und nimmt inzwischen Morphine ... weil die Opiate irgendwann nicht mehr ausgereicht haben gegen seine Dauerschmerzen ...
Er ist natürlich immer noch in laufender Behandlung und versucht was möglich ist, damit es erträglicher wird für ihn, geht sogar 2 Mal die Woche noch zum Reha-Sport und bekommt inzwischen auch dauerhaft Physio-Therapie (als Langzeit-Verordnung) um wenigstens aufzuhalten, dass es zu schnell noch schlimmer wird.

Daher werde ich dann wohl keinen Schein für den Anwalt bekommen.
Kommt drauf an, ich kenne die aktuellen Formulare dafür nicht, damals muste man ankreuzen, ob man in einem Sozial-Verein/ Gewerkschaft Mitglied ist oder eine Rechtsschutzversicherung hat ...
Dann wird natürlich erwartet, dass man diese Möglichkeiten nutzt, das Gericht KANN (und wird) aber nicht nachprüfen, ob es stimmt wenn du da "NEIN" angegeben hast.
Dann darfst du den VDK natürlich NICHT "parallel" beauftragen ... ich hatte bereits die Kündigung dort eingereicht und "fühlte" mich daher NICHT mehr als Mitglied. :icon_evil:

Man konnte auch begründen (auf den damaligen Formularen), warum man die nicht in Anspruch nehmen wollte aber darüber wollte ich gar nicht erst diskutieren müssen, auch mein Anwalt weiß bis heute nicht, dass ich (zumindest beim Widerspruchs-Verfahren) theoretisch noch VDK-Mitglied gewesen bin, man kommt ja vor dem Jahresende dann nicht endgültig raus.

Leider habe ich auch nicht wirklich so die Ärzte, meine Therapeutin wollte zuerst, dass ich unbedingt in die Rente gehe, da wollte ich nocht nicht, das war ein längerer Prozess.....Jetzt findet sie es auf einmal gut, wenn ich "ein bisschen arbeiten gehe".
Das ist eher ungünstig, denn die medizinischen Nachweise sind sehr wichtig und die Nachweise über laufende Behandlungen und die Ergebnisse. Was Psychotherapeuten so meinen nimmt die DRV allerdings selten besonders ernst, ich war bei einem Psychiater in Behandlung (und von ihm fast 4 Jahre AU geschrieben), selbst seine Berichte fand die DRV (angeblich) nie "Aussagefähig genug".
Erst die gerichtlichen Gutachter haben dann genau verstanden was er (mehrfach über die Jahre) geschrieben hatte und stimmten seiner Einschätzung komplett zu, dass ich bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung (voll) Erwerbsgemindert war und nun ganz sicher keine Verbesserung meiner Leistungsfähigkeit mehr zu erwarten sei.

So kam es dann zu einem "Vergleich" und es wurde alles "auf den kleinsten gemeinsamen Nenner" gebracht, die DRV "verliert" nur selten solche Prozesse, weil dann ein akzeptabler "Vergleich "angestrebt wird, um das Verfahren ohne Urteil zu beenden.

Ich weiß, ich sollte mir jemand anderen suchen, aber ganz ehrlich, mir fehlt jetzt schon die Kraft, noch einmal von vorne zu beginnen.
Du musst deine Möglichkeiten erweitern, du beginnst ja nicht "von vorne" aber die bisherige Therapie hat dich ja offenbar nicht wirklich "gesünder" gemacht, du brauchst schon wenigstens 1 - 2 Ärzte (z.B. Hausarzt + Psychiater), die dir auf dem weiteren Weg den Rücken stärken und die notwendigen Arztberichte schreiben werden ... es ist nun mal vorrangig eine medizinische Entscheidung, ob deine EM-Rente doch noch verlängert wird oder nicht.

Noch eine Frage, wie finde ich hier meine "Leidensgenossen", ich hab das nicht so mit der Suchfunktion?
Suchergebnisse zu: Rente wegen Erwerbsminderung

Die "Leidensgenossen" findest du überwiegend hier in diesem Bereich und im Bereich wo es um die "Nahtlosigkeit" (§ 145 SGB III) nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld geht ... das greift ja in manchen Fällen erneut wenn eine EM-Rente auf Befristung nicht (oder nicht rechtzeitig) verlängert wurde.
Manches findest du auch dazu im Bereich Grundsicherung SGB XII aber das sind oft Fälle, die keinen Geld-Anspruch auf EM-Rente haben aber trotzdem für voll EM erklärt werden mussten aus gesundheitlichen Gründen (da fällt das der DRV auch oft "leichter" weil diese Feststellung kein Geld mehr kosten wird, zumindest nicht aus der Rentenkasse).

Schön, dass du weiter berichten wirst, es ist auch immer sehr schade, wenn man versucht zu helfen und dann keine Reaktionen mehr kommen vom Fragesteller ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

RA16

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#13
Für die Widerspruchsbearbeitung hat die DRV 3 Monate Zeit ( § 88 (2) Sozialgerichtsgesetz ). Ist sie einen Tag drüber, solltest du Untätigkeitsklage beim Sozialgericht einlegen, kostet nichts und beschleunigt das Widerspruchsverfahren. Der Antrag sollte lauten: Die Beklagte (DRV) wird verurteilt, über den Widerspruch vom ... zu entscheiden.

Als Begründung für deinen Widerspruch (falls nicht schon geschehen) verweise einfach auf das Gutachten aus 2017. Das reicht dann auch als Klagebegründung, denn die DRV wird sicher deinen Widerspruch ablehnen.
Ansonsten ist das Sozialgericht von Amts wegen verpflichtet, den Sachverhalt aufzuklären. Du solltest aber dennoch jegliche Stellungnahmen genau durchlesen. Viel Erfolg.
 

Colin66

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#14
Hallo, ich bin erschöpft!! Kann nicht mehr....berichte mal kurz :) von gestern:

9.00 Uhr: Termin JC zur Antragsabgabe, hatte mir echt sehr viel Mühe gegeben, alles sortiert und geordnet eingetütet (ich hatte bestimmt an die 70 Kontoauszüge), dennoch fast 2 Std. bis wir alles durchgegangen waren.
Eine Krankmeldung hatte ich auf Wunsch der Arbeitsvermittlerin bereits letzte Woche abgegeben. Dennoch bittet mich die SB noch gleich bei der Afa mal nach Ansprüchen zu fragen.
10.50 h Anstellen an der Theke zur Anmeldung bei der Afa, zwischendurch rüber zum JC wegen Mobilpass.

Warten auf den SB der Afa, mittlerweile ist des 12.20 h und ich hatte um 13.00 h Termin beim VdK zwecks Widerspruch EMR:.
Also um 12.45 h gehe ich zum VdK ( bei uns sind Afa und Jobcenter in einem Haus und der VdK fußläufig in 10 min zu erreichen)
13.00 Uhr bei VdK alles geregelt, es wird zunächst eigenständig von denen Akteneinsicht gefordert und der Rat erteilt, ersteinmal nicht zu arbeiten und bei der Afa mich nur für 3-6 Std. zur Verfügung zu stellen.

Danach zurück zur Afa, erneutes Anstellen an der Eingangstheke zur Anmeldung, jetzt ist es 13.45 h und wieder warten auf meine SB.
Irgendwann bin ich wieder dran und wir vervollständigen die zuvor begonnenen Eingaben und achja , plötzlich geht ihr auf, dass ich ja krank geschrieben bin und sie mich gar nicht annehmen darf.
Ich, "das ist jetzt nicht ihr Ernst". Doch, sie bräuchte erst eine GEsundschreibung.

Ich also nach Hause, den Arzt angerufen, der das Ganze dann etwas schräg fand. Krankenkasse angerufen, ob ich da noch Ansprüche bzgl. KG habe, und dort hierß ers erstmal ich wäre gar nicht mehr versichert, da ja mein Rentenstatus am 31.12.2018 ausgelaufen ist, noch mal angerufen zwecks Ermittlung des Mitgliederstatus und, ach GsD, vor 10 min. war der Brief raus, dass ich doch noch als Rentnerin angemeldet und Mitglied bin.
Puh, da hab ich ja nochmal Glück gehabt. Das Ganze hat mich also gestern 9 Stunden am Stück an Zeit gekostet.

Das JC hätte mich aber darauf Aufmerksam machen müssen, dass bei bestehender Krankmeldung keine arbeitslos Meldung erfolgen kann.
Da weiß doch rechts wieder nicht was links macht/will.
Ich heute morgen zum Arzt, Gesundmeldung beholt, wieder zur Afa.

Heute ging es recht schnell, war nichts los, gut, arbeislos gemeldet. Ob ich den Antrag online stellen kann. Klar kann ich, gehe nach Hause und werde auf Seite 2 des Antrags nicht weitergeleitet, weil die Bankverbindung fehlt. Diese lässt sich nicht eingeben, also technischen Support angerufen....
Aha, ich habe keine Zugangsberchtigung wegen des JC?!? Häääääää............Also, ihr könnt euch vllt. vorstellen, so ganz langsam vergeht mir die Lust.

Ich hatte gestern dann kurz mal einen Nervenzusammenbruch.... und eine schreckliche Nacht mit Alpträumen.
Mit ging es mit der EMR so gut und jetzt ist alles wieder kaputt, nur wegen dem Behördenmarathon und den Stress, den die mir machen.
Jetzt muss ich mir den Arbeitslosenantrag doch in Papierform holen......Leute , ich kann nicht mehr.

Sorry, aber ich glaub ich geh lieber meine 15 Std. die Woche arbeiten, dann bin ich gar nicht arbeitslos und eine Sache hätte sich schon mal erledigt.

In dem Sinne, ein schönes Wochenende. Danke fürs Zuhören. LG
 
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Kerstin_K

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#15
Also die Gesundschreibung war schonmal falsch und kann dir im weiteren Rentenverfahren noch auf die Fuesse fallen. Lass dich bitte umgehend wieder AU schreiben, aber gib die AUB nicht bei der AfA ab, beim JC schon und bei der KK auch.

Fuer dich müsste ALG I nach der sogenannten Nahtlosigkeitsregelung in Frage kommen, dafüer haben wir hier extra ein Unterforum, ließ dich da mal ein.

Von daher ist es auch gut, dass das mit der Online Antragstellung nicht geklappt hat, denn der online Antrag ist so gar nicht geeignet fuer diese Fallkonstellation. Im Unterforum findest du einen Musterantrag von Doppeloma. Das Formular sieht geringfügig anders aus inzwischen, aber inhaltlich hat sich da nichts geaendert.
 

Doppeloma

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#16
Hallo Colin66,

zunächst mal habe ich deinen Beitrag etwas "aufgelockert", das ist sonst für viele (auch kranke) User nur schwer zu lesen und zu erfassen.

9.00 Uhr: Termin JC zur Antragsabgabe, hatte mir echt sehr viel Mühe gegeben, alles sortiert und geordnet eingetütet (ich hatte bestimmt an die 70 Kontoauszüge), dennoch fast 2 Std. bis wir alles durchgegangen waren.
Eine Krankmeldung hatte ich auf Wunsch der Arbeitsvermittlerin bereits letzte Woche abgegeben. Dennoch bittet mich die SB noch gleich bei der Afa mal nach Ansprüchen zu fragen.
Leider hast du gleich wieder neue Fehler gemacht in deiner Hektik, die überflüssig waren, es ist wohl nicht viel hängen geblieben, von dem was dir schon geschrieben wurde.
Du willst erreichen, dass man deine EM-Rente verlängert (deswegen hast du ja Widerspruch eingelegt) und dann lässt du sinnloserweise deine AU "aufheben" ... eine "Gesundschreibung" gibt es NICHT und du bist doch auch gar nicht gesund und willst genau davon die DRV überzeugen können ...
Hatte ich dir nicht oben dringend angeraten die AU auf KEINEN FALL jetzt beenden zu lassen (völlig EGAL was dir dazu erzählt wird) ???

Aber der Reihe nach ...

10.50 h Anstellen an der Theke zur Anmeldung bei der Afa, zwischendurch rüber zum JC wegen Mobilpass.
Es war zu erwarten, dass man beim JC erst mal wissen möchte, ob du noch Anspruch auf ALGI bei der AfA haben könntest, das gibt es durchaus nach einer EM-Rente mit Befristung, das läuft dann (wie nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) im Rahmen der Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III und genau DARAUF hättest du bei der AfA auch hinweisen müssen.

Was hat man dir denn dazu nun mitgeteilt, hast du einen (zumindest theoretisch vorhandenen) Anspruch (aus der EM-Rente erworben) auf ALGI oder nicht ???

ALG 1-Anspruch habe ich nicht, da die letzten Jahre keine Versicherungsbeiträge mehr einbezahlt wurden, hatte abwechselnd Übergangsgeld und Krankengeld.
Das ist aber FALSCH gedacht, denn auch aus Lohnersatzleistungen werden Beiträge an die AfA gezahlt UND auch bei einer EM-Rente mit Befristung, wenn du VORHER noch Lohnersatzleistungen bezogen hast ... also welcher Anspruch wurde dir bei der AfA JETZT mitgeteilt ansonsten brauchst du ja keinen Antrag auf ALGI stellen, wenn du sowieso NICHTS bekommen würdest ...

Dann bescheinigt dir die AfA das für deinen Antrag beim JC und fertig ...

Warten auf den SB der Afa, mittlerweile ist des 12.20 h und ich hatte um 13.00 h Termin beim VdK zwecks Widerspruch EMR:.
Also um 12.45 h gehe ich zum VdK ( bei uns sind Afa und Jobcenter in einem Haus und der VdK fußläufig in 10 min zu erreichen)
13.00 Uhr bei VdK alles geregelt, es wird zunächst eigenständig von denen Akteneinsicht gefordert und der Rat erteilt, ersteinmal nicht zu arbeiten und bei der Afa mich nur für 3-6 Std. zur Verfügung zu stellen.
Ich könnte gerade "schreien", es ist genau wie überall, der VDK hat KEINE Ahnung von ALGI (schon gar nicht in deiner Situation) und was du dir mit dieser Angabe bei der AfA einhandeln wirst und wozu wollen die Widerspruch gegen deine Renten-Ablehnung einlegen wenn du dich bei der AfA "normal und gesund" der Vermittlung zur Verfügung stellen sollst ??? :doh:

Du kannst dich gar nicht für weniger als "Vollzeit" zur Verfügung stellen (besonders dann nicht wenn du dein ALGI aus einer Vollzeit-Beschäftigung beziehen möchtest), lt. DRV bist du aktuell NICHT (mehr) Teilerwerbsgemindert, der Widerspruch beseitigt ja diese Entscheidung aktuell nicht.
Die EM-Rente ist abgelaufen und damit bist du offiziell als VOLL Erwerbsfähig anzusehen ... bis dazu (vermutlich erst am Gericht) mal eine andere Entscheidung (rückwirkend) getroffen werden könnte.
Ich hoffe du hast bei der AfA wenigstens noch nichts unterschrieben für deine zeitliche Einschränkung bei der Arbeitsvermittlung auf 3 - unter 6 Stunden (auf "Empfehlung" des VDK), dann bekommst du nämlich automatisch gleich weniger Geld von der AfA ( berechnet auf 29,999... Wochenstunden).

Irgendwelche Einschränkungen für die Vermittlung hätte jetzt nur der ÄD der AfA festzustellen, aber da wird man dich ohne AU (im Hintergrund) auch nicht hinschicken wollen (du bist ja angeblich nun plötzlich völlig "gesund"), wie hat das denn dein Arzt aufgefasst ...?

Danach zurück zur Afa, erneutes Anstellen an der Eingangstheke zur Anmeldung, jetzt ist es 13.45 h und wieder warten auf meine SB.
Irgendwann bin ich wieder dran und wir vervollständigen die zuvor begonnenen Eingaben und achja , plötzlich geht ihr auf, dass ich ja krank geschrieben bin und sie mich gar nicht annehmen darf.
Ich, "das ist jetzt nicht ihr Ernst". Doch, sie bräuchte erst eine GEsundschreibung.
Doch, das ist völlig NORMAL, wenn man die Sonderregelung nach § 145 in Anspruch nehmen kann, weil eine EM-Rente aktuell nicht verlängert wurde ... hast du denn dazu (bei den AfA-SB) gar nichts gesagt WARUM du überhaupt den ganzen "Zauber" veranstaltest ... das wäre doch die wichtigste Information überhaupt gewesen dazu, was dich aktuell zur AfA geführt hat ... :icon_neutral:
Vorlage des Bescheides über die Zeitrente (wegen dem Ablaufdatum) und Nachweis des eingereichten Widerspruches, du kommst doch weil du krank bist und die Rente nicht verlängert werden soll und NICHT weil du gesund bist und Arbeit suchst ... da ist die "Nahtlosigkeit nach § 145" anzuwenden wenn du ALGI bekommen kannst aus deinen Beiträgen.

Zur AfA hättest du zu allererst gehen sollen, das ist (als Lohnersatzleistung) sowieso vorrangig und (noch) nicht zum JC ...

Ich also nach Hause, den Arzt angerufen, der das Ganze dann etwas schräg fand.
Was mich nicht wirlich überrascht, weil es völlig überflüssig ist sich für gesund erklären zu lassen wenn man es gar nicht ist.

Krankenkasse angerufen, ob ich da noch Ansprüche bzgl. KG habe, und dort hierß ers erstmal ich wäre gar nicht mehr versichert, da ja mein Rentenstatus am 31.12.2018 ausgelaufen ist, noch mal angerufen zwecks Ermittlung des Mitgliederstatus und, ach GsD, vor 10 min. war der Brief raus, dass ich doch noch als Rentnerin angemeldet und Mitglied bin.
Puh, da hab ich ja nochmal Glück gehabt.
Mal abgesehen davon, dass Telefonate selten sinnvoll sind hast du bisher überhaupt noch kein "Glück gehabt" denn wenn nicht bald ein Sozial-leister deine Krankenversicherung übernimmt (aktuell kommen nur AfA und/ oder JC in Frage dafür) dann musst du die Beiträge für die KK selber bezahlen.
Dass kein Krankengeld-Anspruch mehr besteht nach einer Zeitrente war schon klar (hatte ich glaube ich auch oben schon erwähnt), die KvdR ist aber auch nicht (für dich) kostenfrei wenn KEINER sonst deine Beiträge zahlt.

Die KK bekommt die Abmeldung von der DRV weil die EM-Rente erst mal beendet ist und du musst dort schon auch mitteilen, dass du Widerspruch eingelegt hast, damit du vorerst trotzdem in der KvdR weiter geführt wirst.

Das Ganze hat mich also gestern 9 Stunden am Stück an Zeit gekostet.
Man könnte es auch so sehen, dass du dich redlich bemüht hast dir in dieser Zeit viele neue Probleme zu schaffen, die du mit etwas Ruhe und Überlegung hättest vermeiden können.
Dass du nun erst mal "fertig bist mit dir und der Welt" überrascht mich nicht besonders, es wäre besser gewesen hier mal Rat zu holen, ehe du haufenweise neue Fehler machst nur weil irgendwer "gesagt" hat, was du jetzt (angeblich richtig) tun sollst.

Wirklich korrekt beraten hat dich NIEMAND dabei, nicht der VDK (die AfA betreffend), NICHT die AfA (deine Ansprüche und die Bedingungen betreffend) und auch nicht die KK, den aktuellen Status dort betreffend. :icon_evil:

Das JC hätte mich aber darauf Aufmerksam machen müssen, dass bei bestehender Krankmeldung keine arbeitslos Meldung erfolgen kann.
Da weiß doch rechts wieder nicht was links macht/will.
Auch dort wurdest du nicht richtig aufgeklärt und beraten, wenigstens haben die nun schon dein halbes Leben in den Akten, obwohl sie (vermutlich) vorerst gar nicht zuständig sein werden für dich ...
Die sind allerdings nicht dafür zuständig dir zu erklären was bei der AfA zu beachten ist und mit der Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III haben die in der Regel GAR NICHTS zu tun, dabei darf man eben durchaus noch AU-krank sein ... du hast dich ja auch nicht (vorrangig) wegen Arbeitslosigkeit gemeldet sondern weil du keine EM-Rente mehr bekommen wirst obwohl du noch gar nicht wirklich Arbeits-FÄHIG / Erwerbs-FÄHIG bist.

Ich heute morgen zum Arzt, Gesundmeldung beholt, wieder zur Afa.
Das war der größte (und überflüssigste) Fehler, wer gesund und voll Vermittlungsfähig ist braucht doch keine EM-Rente mehr von der DRV ...

Heute ging es recht schnell, war nichts los, gut, arbeislos gemeldet. Ob ich den Antrag online stellen kann.
Falsch, du kommst NICHT wegen Arbeitslosigkeit sondern um die Sonderregelung nach § 145 SGB III in Anspruch zu nehmen und dafür taugt der Online-Antrag sowieso NICHTS ... da werden wichtige Informationen zu deiner aktuellen Situation nämlich gar nicht abgefragt ... WARUM hast du nicht den Papier-Antrag verlangt, du warst doch sowieso schon vor Ort ???

Klar kann ich, gehe nach Hause und werde auf Seite 2 des Antrags nicht weitergeleitet, weil die Bankverbindung fehlt. Diese lässt sich nicht eingeben, also technischen Support angerufen....
Aha, ich habe keine Zugangsberchtigung wegen des JC?!? Häääääää............Also, ihr könnt euch vllt. vorstellen, so ganz langsam vergeht mir die Lust.
Lass den Mist sein mit dem Online-Antrag, damit hatten die Betroffenen (in ähnlicher Situation) bisher NUR weitere Probleme und was angeblich schneller gehen sollte (lt. AfA-SB) zog sich dann über Wochen und Monate hin ...
Das kannst du dir gar nicht erlauben wenn du bald mal Geld bekommen willst (und wieder krankenversichert sein musst).

Ich hatte gestern dann kurz mal einen Nervenzusammenbruch.... und eine schreckliche Nacht mit Alpträumen.
Das war ja auch der reine "Wahnsinn" und erreicht hast du eigentlich bisher NICHTS ... nur noch mehr Chaos geschaffen ...

Jetzt muss ich mir den Arbeitslosenantrag doch in Papierform holen......Leute , ich kann nicht mehr.
Das ist auch besser so und dann richte dich beim Ausfüllen bitte nach diesem "Muster-Antrag" und sieh zu, dass du deine AU-Bescheinigung wiederbelebst, sonst kannst du die EM-Rente eigentlich schon vergessen ...

MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!! -

Das musst du nur etwas "anpassen" auf die Daten deiner EM-Rente und wann die abgelaufen ist ... und gib bloß nicht an, dass du dich selbst nur für "unter 6 Stunden" Leistungsfähig sehen willst, dann bekommst du weniger ALGI gezahlt ... den Rest hat dann der ÄD der AfA festzustellen, dazu gibt es dort und hier auch schon viele Informationen.
Kläre die AfA (mit den erforderlichen Nachweisen in Kopie !!!) auf WARUM du wirklich dort bist und den Antrag stellst, wenn dein ALGI bewilligt und hoch genug ist kannst du den Antrag beim JC zurück nehmen, dort bekommst du dann sowieso NICHTS ...

Die AU ist wichtig FÜR DICH und deinen Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rentenverlängerung, bei der AfA gibts du die sowieso (in diesem Falle) NICHT ab und musst denen das auch gar nicht mitteilen.
Hättest du dazu (bei der AfA) gleich "den Mund gehalten" wäre dir wohl Einiges erspart geblieben ...

Sorry, aber ich glaub ich geh lieber meine 15 Std. die Woche arbeiten, dann bin ich gar nicht arbeitslos und eine Sache hätte sich schon mal erledigt.
WO bitte willst du denn arbeiten gehen in deinem Zustand und von dem Einkommen (für 15 Wochenstunden) kannst du doch auch gar nicht leben.
Ich weiß gerade nicht mehr ob du noch angestellt bist bei deinem letzten AG, dann KANNST du gar nicht auf die AU-Bescheinigung verzichten, dann fehlst du dort jetzt "unentschuldigt" und das kann zur fristlosen Entlassung führen.

Eigentlich eine "reife Leistung" was du in diesen 9 Stunden so alles durcheinander gebracht hast ... ich weiß auch gerade nicht "wo mir der Kopf steht" seit ich das gelesen habe ... ich bin echt ein wenig fassungslos gerade ...

Bloß gut, dass nun erst mal Wochenende ist und alle Behörden geschlossen haben, da kann man noch etwas darüber nachdenken, wie sich dieses Komplett-Chaos noch wieder einigermaßen entwirren lässt aber "Wunder" dauern auch bei mir und im Forum manchmal etwas länger ...

MfG Doppeloma
 

Larsson

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#17
Ich kann leider nicht wirklich etwas zur Hilfe beitragen. Und auch wenn Doppeloma völlig recht hat, so hoffe ich für dich, dass es dich nicht allzusehr demotiviert und dich noch mehr ins bodenlose zieht. Ich lese in diesem Forum schon länger mit, konnte mich aber erst im neuen Jahr registrieren. Wenn jemand Ahnung hat, dann Doppeloma, die hat sich so lange durch alles durchkämpfen müssen.
So wie ich das jetzt verstehe, ist noch kein Antrag bei der AfA gestellt, weil es online nicht geklappt hat. Und solange die Gesundschreibung von deinem Arzt noch niemand in den Händen hält, würde ich am Montag einfach zur AfA gehen und mir den richtigen Antrag geben lassen.
Ich wünsche dir für alles weitere viel Kraft
 

Susanne42

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#18
Kannst du noch mal kurz erklären, warum du keinen Alg1 hättest? Wenn du aus den Krankengeld in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist, dann hast du Anspruch.
Man hat nur keinen Anspruch auf Alg1 wenn du aus Hartz4 damals schon in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist. Deshalb verstehe ich das nicht ganz
 

Kerstin_K

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#19
Kannst du noch mal kurz erklären, warum du keinen Alg1 hättest? Wenn du aus den Krankengeld in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist, dann hast du Anspruch.
Man hat nur keinen Anspruch auf Alg1 wenn du aus Hartz4 damals schon in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist. Deshalb verstehe ich das nicht ganz
Es besteht ja Anspruch auf ALG I. Nur mit dem Antrag hat es online nicht funktioniert.
 

Colin66

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#21
Ich kann leider nicht wirklich etwas zur Hilfe beitragen. Und auch wenn Doppeloma völlig recht hat, so hoffe ich für dich, dass es dich nicht allzusehr demotiviert und dich noch mehr ins bodenlose zieht. Ich lese in diesem Forum schon länger mit, konnte mich aber erst im neuen Jahr registrieren. Wenn jemand Ahnung hat, dann Doppeloma, die hat sich so lange durch alles durchkämpfen müssen.
So wie ich das jetzt verstehe, ist noch kein Antrag bei der AfA gestellt, weil es online nicht geklappt hat. Und solange die Gesundschreibung von deinem Arzt noch niemand in den Händen hält, würde ich am Montag einfach zur AfA gehen und mir den richtigen Antrag geben lassen.
Ich wünsche dir für alles weitere viel Kraft
Hallo, habe mir jetzt den Papier-Antrag bei der Afa geholt und per Musterantrag soweit ausgefüllt. Dankeschön für die Hinweise.
 

Colin66

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#22
Es besteht ja Anspruch auf ALG I. Nur mit dem Antrag hat es online nicht funktioniert.
Hallo,
ich hatte vor der EMR Krankengeld, davor Übergangsgeld von der DRV Bund, beide Institutionen haben keine Beiträge zur ArlV gezahlt. Daher gehe ich davon aus, dass ich keinen Anspruch habe. Vielleicht wisst ihr ja mehr....
 

Colin66

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#23
Kannst du noch mal kurz erklären, warum du keinen Alg1 hättest? Wenn du aus den Krankengeld in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist, dann hast du Anspruch.
Man hat nur keinen Anspruch auf Alg1 wenn du aus Hartz4 damals schon in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist. Deshalb verstehe ich das nicht ganz
Ich denke, ich habe keinen Anspruch, weil ich vor der Renten erst Krankengeld hatte und vor dem KG hatte ich Übergangsgeld, von beidem wurden keine Beiträge zur AV gezahlt. Das weiß ich definitiv durch die Abrechnungen, die ich bekam.
 

Susanne42

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#25
At Colin : doch, wenn du aus Krankengeld in die Erwerbsminderungsrente gegangen bist, dann hast du 100% Anspruch, während des Krankengeld wird weiter Beitrag an die AfA gezahlt
 

Susanne42

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#26
Ich denke, ich habe keinen Anspruch, weil ich vor der Renten erst Krankengeld hatte und vor dem KG hatte ich Übergangsgeld, von beidem wurden keine Beiträge zur AV gezahlt. Das weiß ich definitiv durch die Abrechnungen, die ich bekam.
Welche Abrechnungen? Es wird eingezahlt während der Zeit
 

saurbier

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#27
Hallo Colin66,

Ich denke, ich habe keinen Anspruch, weil ich vor der Renten erst Krankengeld hatte und vor dem KG hatte ich Übergangsgeld, von beidem wurden keine Beiträge zur AV gezahlt. Das weiß ich definitiv durch die Abrechnungen, die ich bekam.
Genau, du denkst, nur hier denkst du leider falsch.

Wen die KK einem KG gezahlt hat, dann hat die KK auch auf den Betrag entsprechend an die DRV und AfA entsprechende Abgaben getätigt. Selbst die AfA zahlt vom ALG-I Sozialabgaben - hier an die DRV.

Also bitte nicht seine eigenen Gedanken übernehmen, sondern nur Fakten und die stehen nun mal in den Gesetzen.

Wer KG erhalten hat, der hat sich dadurch auch einen weiteren Leistungsanspruch auf ein späteres mögliches ALG-I erworben.

Im Regelfall wird eine KK am Jahresende (sofern nicht umgehend nach Ende des Leistungsbezuges) eine entsprechende Abrechnung über die Zahlungen zukommen lassen. Da steht dann drin, welche Summe der AfA bzw. der DRV als Berechnungsgrundlage für die Abgaben wurde.


Grüße saurbier
 
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