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Erschliessungskosten für 30 tse Haus

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M_M

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#1
Hallo,
ich bin neu hier beziehe aber leider jetzt wieder ALG 2 und stecke wegen unseren drohenden Kanalanschlusskosten hier leicht in der Klemme.

Zum einen wurde mir bereits schon mehrfach von meinem Sachbearbeiter mitgeteilt "dass ich bloss nicht noch mit Kanalanschlusskosten kommen bräuchte" "die würden sie sowieso nicht übernehmen" - zum anderen habe ich gerade in einem anderen Forum gelesen dass dieses teilweise doch mit ALG 2 Bezug der Fall sein soll?

Die Behandlung bei der Arge und von Seiten meines SB erspare ich mir lieber hier weiter zu geben komplett.

Ich habe noch Schulden auf "mein selbstgenutzes Haus", es ist aber alles denke unterhalb der Verwertungsgrenze, und mit Ofenheizung und ohne Fussbodenbelag ect.

Eine entsprechende Erstausstattung zu beantragen war ich bislang zu feige und ich schäme mich eigentlich für meinen ALG 2 Bezug - was mein SB aber allen Anschein nach ausnutzt ohne Ende???

Stehen mir als ALG 2 Empfänger mit selbst genutztem 30 tse Haus nun anteilige Erschliessungskosten zu und falls ja wie muss ich soetwas beantragen?

Ich danke für Eure Beratung.

Gruss
M_M
 

druide65

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#2
Beantragen.
Und wenn eine Ablehnung kommt....mit dem Ablehnungsbescheid zur Stadt/Gemeinde.

Die werden reagieren müssen.

Was wollen sie machen?Bei der Erschliessung eine grosse Lücke vor deinem Haus machen?

Aber ich würde mich im Vorfeld schon bei der Stadt/Gemeinde erkundigen was in solchen Fällen vorgesehen ist.

Das wird ja kein Einzelfall sein.
 

Nimschö

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#3
Und von mir:
Jegliche Scham ablegen...
Scham ist der Hemmschuh, mit dem man an der Schwelle der ARGE immer kleben bleibt. Nicht als Beleidigung gemeint, versteh das bitte richtig, ich komm ja aus der gleichen Ecke:
Du BIST arm... Als Hartz-Empfänger sogar trotz "eigenem" Haus BETTELarm...
Aber Du hast Dir das nicht ausgesucht!!!
Die Typen in der ARGE sind DAFÜR DA Leuten in Notlagen zu HELFEN und haben sich, als meist recht lebensfremde Menschen, kein Urteil über Dich als Person zu erlauben( auch wenn sie das oft und gern tun). Dies hier soll angeblich ein hochmoderner Industriestandort sein... Das kann ich mir in Verbindung mit Häusern ohne Kanalisationsanschluß schlecht vorstellen. Nicht DU mußt Dich schämen! Die Geier, die die Systeme gebaut haben, in denen Du grad gefangen sitzt udn die diesen Klumpen SCH***e, der sich Agenda 2010 schimpft auch noch als Gold verkaufen wollen, DIE müßten sich in Grund und Boden schämen!!!

Forder ein, was DU zum menschenwürdigen Leben brauchst. Nicht mehr, aber auch keinen beschi*** Cent weniger. ( Soweit meine Meinung...)
 

Martin Behrsing

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#4
Erschließungskosten werden ja nun mal durch die jeweilige kommune erhoben. Also stelle einen Antrag auf Niederschlagung dieser Kosten und verweise darauf, dass Du diese ja sonst bei der zuständigen Gemeinde beantragen müsstest, die ja bei Hartz IV für die Kosten der unterkunft zuständig ist. Die Kommune kann die Kosten dafür niederschlagen und muss dir auf jeden Fall eine Begründung geben. gleichzeitig stellst du aber auch einen Antrag bei der Arge, weist sie aber auch darauf hin, dass ihre eigene Kommune, die für die KDU zuständig ist, diese Kostn erhebt und das wohl in einem krassen Missverständnis ist.
Verklagen solltest du dann die Arge vor dem Sozialgericht (kostet nichts) und die Kommune als Beigeladene. Umgekehrt wäre sonst das Verwaltungsgericht zuständig und da werden kosten erhoben .
 

druide65

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287
#5
Und von mir:
Jegliche Scham ablegen...
Scham ist der Hemmschuh, mit dem man an der Schwelle der ARGE immer kleben bleibt. Nicht als Beleidigung gemeint, versteh das bitte richtig, ich komm ja aus der gleichen Ecke:
Du BIST arm... Als Hartz-Empfänger sogar trotz "eigenem" Haus BETTELarm...
Aber Du hast Dir das nicht ausgesucht!!!
Die Typen in der ARGE sind DAFÜR DA Leuten in Notlagen zu HELFEN und haben sich, als meist recht lebensfremde Menschen, kein Urteil über Dich als Person zu erlauben( auch wenn sie das oft und gern tun). Dies hier soll angeblich ein hochmoderner Industriestandort sein... Das kann ich mir in Verbindung mit Häusern ohne Kanalisationsanschluß schlecht vorstellen. Nicht DU mußt Dich schämen! Die Geier, die die Systeme gebaut haben, in denen Du grad gefangen sitzt udn die diesen Klumpen SCH***e, der sich Agenda 2010 schimpft auch noch als Gold verkaufen wollen, DIE müßten sich in Grund und Boden schämen!!!

Forder ein, was DU zum menschenwürdigen Leben brauchst. Nicht mehr, aber auch keinen beschi*** Cent weniger. ( Soweit meine Meinung...)
Was will er auch machen?
Wenn Stadt/Gemeinde beschliesst wir wollen jetzt da einen Kanalanschluss...dann musst du.

Eine ganze Menge Hausbesitzer sind deswegen schon in die Schuldenfalle geraten.
 

Nimschö

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#6
Was will er auch machen?
Wenn Stadt/Gemeinde beschliesst wir wollen jetzt da einen Kanalanschluss...dann musst du.

Eine ganze Menge Hausbesitzer sind deswegen schon in die Schuldenfalle geraten.
Es gibt Leute, die vor der "gefühlten Allmacht" des ganzen Staatsapparates resignieren, nichts beantragen, keine Widersprüche schreiben und genau deswegen irgendwann im "offiziellen" Armenhaus landen...
Was M_M imho tun sollte ist: Etwas TUN. Sich schlau machen, die passenden Stellen für die richtigen Anträge suchen und diese dann durchboxen...
 
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#7
schlau

Brauch erst mal nicht.
Zuerst den Rechnungssteller, die Gemeinde, zum Verzicht/Stundung auffordern. Möglichkeiten hierfür bietet hier schon das BauGB. Falls die Gemeinde für die Stundung Zinsen haben will, sind das dann KdU.

Will die Gemeinde den ganzen Betrag und es findet sich kein Kreditgeber, der zu risikoangemessen Zinsen, dann auch KdU, in Vorlage tritt, kann die ARGE den Betrag als zinsloses, tilgungsfreies Darlehen gewähren.
Eine Übernahme scheidet aus, da hier ein "Mehrwert" beim Grundstück geschaffen wird.
Die ARGE wird sich wohl an der Höhe des Kostenbeitrages orientieren wollen, eine Rechtsgrundlage dafür kenne ich allerdings nicht, um dann zu ermitteln ob sich da was lohnt. Das ist aber nicht mehr mit dem Schonvermögen, selbstgenutzte angemessene Immobilie vereinbar.
Über solche Fälle freut sich ein Richter. Ohne wird es wohl nicht gehen.

Vielleicht kann man auch den Erschließungskostenbescheid angreifen. Kommt da aber auf den Einzelfall an.
Bei so einem Hauspreis ist die Immobilie schon nicht mehr ganz neu. Wie kommt die Gemeinde auf die Idee hier noch Kasse machen zu müssen? Gab es vorher keine Verkehrsanbindung?
Kann man evtl. dem Veräusserer der Immobilie die Kosten weiterreichen?

Noch was grundsätzliches. Sozialleistungen nicht zu beanspruchen ist wie freiwillig mehr Steuern zahlen.

Das ein SB zum Themenkreis keine Ahnung hat, ist ganz normal. Hat er nie was mit zu tun gehabt. Darf er gerne ungestraft zugeben.
 

druide65

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#8
Noch was grundsätzliches. Sozialleistungen nicht zu beanspruchen ist wie freiwillig mehr Steuern zahlen.
Das ist der beste Satz den ich seit Monaten gehört habe:icon_daumen:
 

M_M

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#9
Hallo Alle,

danke für Eure Anteilnahme!!!

Mein Hauptproblem ist wahrscheinlich eher phsychischer Natur und so skrupellos wie diese Einstellung, kann ich nun einmal wirklich nicht sein:
Noch was grundsätzliches. Sozialleistungen nicht zu beanspruchen ist wie freiwillig mehr Steuern zahlen.

Das ein SB zum Themenkreis keine Ahnung hat, ist ganz normal. Hat er nie was mit zu tun gehabt. Darf er gerne ungestraft zugeben.
Ich habe einen sozialen Beruf erlernt und bin es eigentlich gewohnt dass man in freundlichem Umgangston und vor allem mit viel Respekt "seinem Nächsten" gegenübertritt.

Leider habe ich beim Umgang mit der Arge eher das Gegeteil am eigenen Leibe aber erfahren müssen und von Sprüchen "ob ich denn wohl den A. offen haben würde" bis nun eben diese "generelle Abweisung jeglicher einmaliger Sachen - wie beispielsweise dieser Erschliessungskosten" ist man leider bei denen echt schlecht dran wenn man auf deren Unterstützung baut und hofft.

Wer die Rechtslage nicht sehr genau kennt fällt voll hinten runter, egal ob es nun der Zwang zu dieser Eingliederungsvereinbarung, sich auf Jobs zu bewerben die man nicht gelernt hat, oder eben diese menschenverachtende Behandlung zu ertragen ist.

Und wie das nun bei mir mit den Erschliessungkosten mal weiter gehen kann und weiter gehen wird, ich habe wirklich keine Ahnung.

Ich habe schon mehrfach versucht der Arge klar zu machen dass Hausbesitzer nicht gleich Hausbesitzer ist und dass ich bei meinem tatsächlich nicht mehr neubau frischen Haus schon allmonatlich eine feste Summe auch reinstecken muss alleine schon aufgrund der schieren Instandhaltung, aber leider alles ohne Erfolg.

Konkret ohne dass ich ab und an mal ne neue Dachziegel auf's Dach lege regnet es mir hier rein, und wenn es an einer schwehr zugänglichen Stelle ist so wie momentan dann komme ich da ohne Leiter eben auch nicht alleine ran.

Die ja auch bei den Mietnebenkosten als sonstiges oder Hausmeisterkosten mit eingerechneten Kleinbeträge kriegt man als Grossgrundbesitzer eben nicht.

Ich habe mich da mittlerweile schon mit abgefunden, und ich versuche es denen gar nicht mehr erst klar zu machen dass ich auf der anderen Seite hier doch immer noch preisgünstiger wohne als in jeder Mietswohnung.

Die Gemeinde fragt einen nicht ob man das Geld für die Erschliessungskosten auch zur Verfügung hat. Die Baufirma hat mir bereits schon mehrere Anschlüsse gelegt, was leider auch Blödsinn war da ich nur einen einzigen gebraucht hätte und sie wollen wohl bald das Geld dafür von mir haben?

Mal schauen vielleicht werde ich es auch auf Martins Ratschlag hin versuchen, etwas Mut habe ich noch.

Gruss
M_M
 
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