Ernüchternde Bilanz: Ein-Euro-Jobs bringen kaum bessere Jobchancen

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Martin Behrsing

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Bei Jüngeren tritt kein Effekt einer Eingliederung auf
von Martin Behrsing
Nürnberg (pr-sozial) – 20 Monate nach Beginn eines Ein-Euro-Job ziegen sich lediglich bei einigen Teilnehmern derartiger Hartz IV-Maßnahmen positive Eingliederungswirkungen. Bei allen anderen dagegen nicht. Dies vor allem bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Dort ist die Wirkung gleich Null. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Bei westdeutschen Frauen wirke sich die Teilnahme positiv auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit aus, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Allerdings trägt der Ein-Euro-Job nicht zur Beendigung der Bedürftigkeit bei. Die Wahrscheinlichkeit, den Hartz IV-Bezug zu beenden, ist sogar geringer als bei vergleichbaren Arbeitslosen ohne Ein-Euro-Jobs. «Die
Ein-Euro-Jobs haben sich seit ihrer Einführung im Jahr 2005 zur quantitativ bedeutendsten Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik im SGB II entwickelt. 2007 wurden mehr als 750.000 neue Förderungen begonnen», so das IAB.


weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 
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Ernüchternde Bilanz: Ein-Euro-Jobs bringen kaum bessere Jobchancen
Das wusste ich schon immer, nur mich fragt ja keiner :icon_dampf: und auch bezahlt man mir keine Beraterhonorare, damit ich mein Wissen preisgebe :icon_cry:.

Also müssen eben Pfuscher ran, die naturgemäß alles verpfuschen, damit man dann wieder erneut rumpfuschen kann.


1 € -Jobs sollten nie bessere Jobchancen bringen, es ist vielmehr eine Form der Sanktion.
 

Richardsch

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1 € -Jobs sollten nie bessere Jobchancen bringen, es ist vielmehr eine Form der Sanktion.
Ich denke mit Sanktionen haben die 1-Euro-Jobs weniger zu tun. Die BRD hat von der EU die Auflage bekommen, dass die Beschäftigung in Deutschland bis 2010 70% betragen muss. Da es keine oder zu wenig reale Arbeitsstellen gibt, wurden eben Ersatzarbeitsplätze geschaffen um dieses Soll zu schaffen.

Gruß Richard
 
E

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Dabei war das ja von Anfang an klar. Dafür wurden die 1 Euro Jobs ja auch nicht geschaffen. Die Regierung Schröder versprach Ersatz für die immer mehr zurückgehende Zahl der Zivildienstleistenden und der wurde in Form von 1 Euro Jobbern geschaffen. Diesbezüglich ein voller Erfolg. Und da der wirkliche Erfolg ja erreicht wurde, warum sollte man sie nun wieder abschaffen? Nur weil das Märchen sich als genau das entpuppte? Der Widerstand gegen 1 Euro Jobs ist ja selbst bei Betroffenen eher gering. Immer öfter hört man, daß die Leute froh sind aus dem Haus zu kommen. Man hört auch, wie dringend das wenige Geld der 1 Euro Jobs gebraucht wird.

Wie kann man etwas wieder loswerden gegen das nur eine Minderheit der Betroffenen wirklich kämpfen will?

Oder etwas härter formuliert:
Wie befreit man Sklaven, die sich freiwillig versklaven lassen und noch Gutes daran finden?
 

ichnunwieder

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Allerdings trägt der Ein-Euro-Job nicht zur Beendigung der Bedürftigkeit bei. Die Wahrscheinlichkeit, den Hartz IV-Bezug zu beenden, ist sogar geringer als bei vergleichbaren Arbeitslosen ohne Ein-Euro-Jobs.
Und warum werden sie dann nicht abgeschafft?
Die BRD hat von der EU die Auflage bekommen, dass die Beschäftigung in Deutschland bis 2010 70% betragen muss.
Hast Du dazu bitte einmal einen Link oder eine Bezugsquelle?
 

wolliohne

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Wird in d. Bürgerantrag (öffentl.Beschäftigung statt Ein Euro jobs)

mit einfliessen.
 

ichnunwieder

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Danke,Richardsch

Die Mitgliedstaaten werden sich bemühen, dafür zu sorgen, dass eine ausreichende Zahl von Arbeitskräften .... zur Verfügung steht, um Wirtschaftswachstum .... zu stützen
Heißt das nun, viel bumsen wird gefördert, das eine Ausreichende Zahl an Arbeitskräften zur Verfügung steht? oder eher:
Es wird dafür Sorge getragen, das möglichst viele arbeitslos sind, denn erst dann stehen sie ja als Arbeitskräfte zur Verfügung(logisch: wer schon Arbeit hat, steht ja nicht mehr zur Verfügung)




auf eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung hinarbeiten, indem sie das Potenzial aller Bevölkerungsgruppen im Rahmen eines umfassenden Konzepts erschließen, das insbesondere folgende Aspekte abdeckt: Verfügbarkeit und Attraktivität von Arbeitsplätzen, Sorge dafür, dass sich Arbeit lohnt, Verbesserung der Qualifikationen und Bereitstellung geeigneter Unterstützungsangebote;
Das klingt ja wie im Schlaraffenland: Verfügbarkeit und Attraktivität von Arbeitsplätzen,Sorge dafür, dass sich Arbeit lohnt.
Ich glaub ich bin im falschen Film.Die wollen ja das selbe wie wir!
 

Richardsch

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Ich glaub ich bin im falschen Film.Die wollen ja das selbe wie wir!
Schön wärs :) Lies mal weiter:

Im Klartext bedeutet dieses, nach dem Jahr 2010 sollen zwar nie mehr als 3% der erwerbsfähigen Personen in einem Land staatliche Lohnersatzleistungen beziehen, aber dafür 30% der erwerbsfähigen Personen in diesem Land von ihren Familien, Ehegatten, Eltern oder anderweitig privat ausgehalten werden; und zwar unabhängig davon, ob sie bereits gearbeitet haben oder irgendwelchen anderen persönlichen Umständen. Es sei denn, natürlich, sie haben genügend eigenes Vermögen, von dem sie leben können.
Das ist das, weshalb ich immer sage ab 2010 gibt es gar keine Sozialleistungen mehr, wie wir sie kennen.

Gruß Richard
 

ichnunwieder

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Das heißt: Vollbeschäftigung ist offiziell dann erreicht, wenn 30% der erwerbsfähigen Personen nicht arbeiten. Andererseits versucht man erklärtermaßen die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2010 in der EU vollständig zu "beseitigen", wobei ein Rest von 3% gemeldeten Arbeitslosen, falsch! "Arbeitsuchenden" Menschen als hinnehmbar und behandelbar, d.h. schnellstens wieder in Arbeit zu bringen gilt ( die so genannte Fluktuationsreserve, die automatisch durch Entlassung und Wiedereingliederung entsteht ).
Im Klartext bedeutet dieses, nach dem Jahr 2010 sollen zwar nie mehr als 3% der erwerbsfähigen Personen in einem Land staatliche Lohnersatzleistungen beziehen, aber dafür 30% der erwerbsfähigen Personen in diesem Land von ihren Familien, Ehegatten, Eltern oder anderweitig privat ausgehalten werden; und zwar unabhängig davon, ob sie bereits gearbeitet haben oder irgendwelchen anderen persönlichen Umständen. Es sei denn, natürlich, sie haben genügend eigenes Vermögen, von dem sie leben können.
Jetzt wird mir schon wieder schlecht. Ich sollte aufhören, ständig die Wahrheit zu lesen. Das erzeugt bei mir eine Mischung aus Wut und Verzweiflung.
 

Donauwelle

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Der Beitrag bezieht sich bei U25 nur auf 1-EUR-Jobs und nicht auf sonstige Maßnahmen, oder?

Maßnahmen, die für eine Ausbildung qualifizieren oder einen Schulabschluss beinhalten, empfinde ich selbst für diese Altersgruppe sicherlich als förderlich. Wobei mir dafür natürlich die Zahlen fehlen, also spreche ich hier nur aus reiner Lebenserfahrung.

1-EUR-Jobs für diese Altersgruppe sind doch absolut sinnlos. Oh, man bekommt sie für eine Weile von der Straße und sie lernen früh aufstehen, ggf. ist das sogar besser als nichts - aber eigentlich sind es verlorene Jahre, wenn keine Ausbildung etc. da ist.
 

ichnunwieder

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Das ist das, weshalb ich immer sage ab 2010 gibt es gar keine Sozialleistungen mehr, wie wir sie kennen.
Das sage ich übrigens auch schon lange. Nur so ein Gefühl. Ich meine, Lagerhaltung ist nicht nur bei Legehennen, sondern auch schon wieder bei Arbeitsrobotern angezeigt, wie ich bei einem Besuch in einer umgebauten Kaserne bei Kleve am Niederrhein feststellen durfte. Dort wird ein Großteil der "Arbeitskräfte" gehalten, die in Holland zum Reichtum der Unternehmen beitragen. Die Tafeln und "Sozialkaufhäuser" weisen in die gleiche Richtung.

Die "Isolierung" der nicht arbeitenden Bevölkerung wird automatisch durch die Mietpreisregulierung auf die dafür vorgesehenden Stadtteile gelenkt, so viel ist sicher.In 15 Jahren wohnen die Hartzies in den großen Städten in den für sie vorgesehenden Hartzquatieren im Stadtteil Assitown mit bis zu 4 jungen Männern auf einem Zimmer. (Argument: Ihr müßt dem Staat so wenig wie möglich auf der Tasche liegen und bei der Bundeswehr ist es doch auch so)
Gute Idee, wer nach der Bundeswehr keinen Job nachweisen kann, muss gleich dableiben und kann seinen Wehrdienst bis zur Rente ausdehnen. So ist er auch gleich E-Pack mäsig ausgerüstet und fällt dem Staat nicht weiter zur Last. Als kleine Gegenleistung für so viel Güte kann er dann im Sommer auf den Feldern bis zu 10 Stunden robotern(Erspart den Polen
die lange Anfahrt)und im Winter Schnee fegen. Ist keiner da, werden sie "Ausgeliehen" für 20 Euro die Stunde an die Schweiz und Österreich, die haben genug davon.

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Und bald schon so oder so ähnlich Realität.
 
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Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Und bald schon so oder so ähnlich Realität.
genau so ist es, wenn da nicht diese "was nicht sein kann, darf einfach nicht sein" Realitsverweiger wären. Ich weiss im Moment nicht was mich eigentlich mehr ankotzt, diese Faschisten die uns behandeln wie ein Stück Vieh und versklaven, oder die welche immer noch nicht begriffen haben um was es hier eigentlich geht, diese "wird ja alles schon nicht so schlimm" sager. :icon_dampf:
 

Richardsch

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Der Beitrag bezieht sich bei U25 nur auf 1-EUR-Jobs und nicht auf sonstige Maßnahmen, oder?
Im Artikel lese ich auch nur was von 1-Euro-Jobs. Diese gängigen Massnahmen wir Bewerbungstraining etc. ebnen aber auch nicht gerade den Weg zu einem guten Arbeitsplatz und ist verschenkte Zeit.

Maßnahmen, die für eine Ausbildung qualifizieren oder einen Schulabschluss beinhalten, empfinde ich selbst für diese Altersgruppe sicherlich als förderlich. Wobei mir dafür natürlich die Zahlen fehlen, also spreche ich hier nur aus reiner Lebenserfahrung.
Für die Ausbildung und/oder Schulabschluss, sehe ich das auch so. Nur habe ich da meine Bedenken, dass dies häufiger geschieht.

1-EUR-Jobs für diese Altersgruppe sind doch absolut sinnlos. Oh, man bekommt sie für eine Weile von der Straße und sie lernen früh aufstehen, ggf. ist das sogar besser als nichts - aber eigentlich sind es verlorene Jahre, wenn keine Ausbildung etc. da ist.
Das nichts für eine Ausbildung getan wird, hatte ich schon bei der HAB bemängelt. Bevor der 1-Euro-Job kam, wurden dorthin Sozialhilfeempfänger vermittelt, die auch ein gutes Gehalt bekamen, sozialpflichtig. Normalerweise liefen diese Jobs über 1 Jahr, konnten aber auf 2 oder 3 Jahre verlängert werden. In dieser Zeit hätte man die Leute gut im Maler-, Tischler- oder Bürobereich ausbilden können. Stattdessen wurden sie nur angelernt und auf die Menschen losgelassen. Standardspruch in Hamburg war immer: Oh Gott, keinen von der HAB, dann muss ich anschließend einen Fachbetrieb bestellen :)
Gruß Richard
 

Richardsch

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Das sage ich übrigens auch schon lange. Nur so ein Gefühl. Ich meine, Lagerhaltung ist nicht nur bei Legehennen, sondern auch schon wieder bei Arbeitsrobotern angezeigt, wie ich bei einem Besuch in einer umgebauten Kaserne bei Kleve am Niederrhein feststellen durfte. Dort wird ein Großteil der "Arbeitskräfte" gehalten, die in Holland zum Reichtum der Unternehmen beitragen.
Ging es da in Holland um das Maatwerk?

Die Tafeln und "Sozialkaufhäuser" weisen in die gleiche Richtung.
Sind wie Richard Burton und Liz Taylor. Man kann nicht mit ihnen aber auch nicht ohne sie :)

Die "Isolierung" der nicht arbeitenden Bevölkerung wird automatisch durch die Mietpreisregulierung auf die dafür vorgesehenden Stadtteile gelenkt, so viel ist sicher.In 15 Jahren wohnen die Hartzies in den großen Städten in den für sie vorgesehenden Hartzquatieren im Stadtteil Assitown mit bis zu 4 jungen Männern auf einem Zimmer. (Argument: Ihr müßt dem Staat so wenig wie möglich auf der Tasche liegen und bei der Bundeswehr ist es doch auch so)
Ich denke die Städteplanung wird bald wieder anders aussehen. Ich weiß nicht, ob dir der Begriff "Maumau" bekannt ist. Ich kenne es aus den 50er Jahren. Das ist nun schon so lange her und ich weiß nicht mehr wer es finanzierte, Kommune oder Land, ist auch egal. Auf jeden Fall wurden Baracken gebaut, in die die Leute kamen, die ihre Miete nicht (mehr) selbst bezahlen konnten. Ich habe das bei einem Nachbarskind erlebt. Der Vater war Musiker und bekam keine Arrangements mehr. Da sie keine Miete mehr zahlen konnten, mussten sie dann in diese "Maumau". Nach ca. 6 Monaten zogen sie dann in einen alten Campingbus, weil sie das Leben in diesem Ghetto nicht mehr aushielten. Ich denke diese Zeit wird wiederkommen.
Gruß Richard
 
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Oder etwas härter formuliert:
Wie befreit man Sklaven, die sich freiwillig versklaven lassen und noch Gutes daran finden?
Kratze den Blattgoldbelag an deren Käfigstangen ab, damit sie nur noch den blanken Stahl sehen.

Ich kenne solche freiwilligen Sklaven aus meiner Nachbartschaft. Da hilft nur eine gewaltige Portion verbalen Sarkasmus um den schönen Schein wegzuätzen und denen die Augen zu öffnen.

Aber es gibt auch Menschen deren Begriffsvermögen ist nun einmal zu gering, um ihre eigene Lage realistisch einzuschätzen.
 

Donauwelle

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Nun - ich spreche da momentan aus den Erfahrungen, die ich mit meinem Sohn mache...

Momentan macht er einen 1-EUR-Job - quasi ist das ein verlorenes Jahr.

Zuhause möchte ich ihn natürlich auch nicht haben, einfach weil der Kerl sonst nicht wissen würde, wo er sein Ei hinlegen soll und ich das nicht besonders förderlich finde.

Den schulischen Teil, der in der Maßnahme beinhaltet ist, finde ich gar nicht so schlecht - so kommt er wenigstens zu seinen Bewerbungen und ein Verbessern der Mathematik- und Deutschkenntnisse oder zumindest ein Training zum Erhalt der Fähigkeiten ist nie schlecht - aber der praktische Teil ist einfach überflüssig bzw. passt eben nicht.

Der Junge will eine Ausbildungsstelle als Metallbauer - ich weiß nicht, ob es ihm irgendwie hilft, wenn er in einer Werkstätte mittags Kulturbeutel näht oder wie heute mittag, in einem Schulhof das Moos entfernt - mal abgesehen davon, dass letzteres eindeutig eine Aufgabe der Stadt ist, die keinesfalls irgendwie zusätzlich ist.

Es ist einfach so, dass man mit diesen "Aufbewahrungsmaßnahmen" die Vermittlungschancen nicht verbessert, sondern eher sogar hemmt.

Problem ist, dass er eben mitten im Jahr nicht einfach irgendeine Schulausbildung anfangen kann oder eine Ausbildungsstelle bekommt, sonst würde ich alle Hebel daran setzen, das zu beenden - aber besser als zuhause zu sitzen ist es allemal - und, da er ja, (wie im anderen Thread geschrieben) erstmal sanktioniert ist und die Aufhebung der Sanktionierung wohl etwas dauern wird, brauchen wir auch das Geld.
 

Donauwelle

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Kratze den Blattgoldbelag an deren Käfigstangen ab, damit sie nur noch den blanken Stahl sehen.

Ich kenne solche freiwilligen Sklaven aus meiner Nachbarschaft. Da hilft nur eine gewaltige Portion verbalen Sarkasmus um den schönen Schein wegzuätzen und denen die Augen zu öffnen.

Aber es gibt auch Menschen deren Begriffsvermögen ist nun einmal zu gering, um ihre eigene Lage realistisch einzuschätzen.
Nun ja, mancher sieht nicht nur das idealistische Ganze, sondern eben nur die eigene Position - bzw. nimmt das mit, was er bekommen kann. Dafür sollte man auch Verständnis aufbringen - und diese eben nicht verteufeln.

Ich kann es niemandem verdenken, der von 347 EUR leben muss, wenn er so 180 EUR hinzubekommen kann (das sind mehr als 50 % mehr als der Regelsatz), insbesondere, wenn er keinen langen Fahrweg hat. Manch einer würde auch in einem normalen Arbeitsverhältnis nicht mehr bekommen.

Ich würde diesen Leuten nicht das Begriffsvermögen absprechen - dennoch bringt Idealismus normalerweise keinen Sonntagsbraten auf den Tisch...
 

ichnunwieder

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Richardsch

Ging es da in Holland um das Maatwerk?
Otto find ich gut.Die haben auch schicke Busse, mit denen man dann im Sammeltransport im Lager abgeholt wird. Inzwischen gibt es Dutzende Firmen dort mit Arbeitsrobotern aus Deutschland. Hat sich wohl rumgesprochen, das die sich nicht wehren können.
Ja, was willste machen. Wir haben Holland besetzt und dann den Krieg verloren. Klar, das die sich jetzt mit Hilfe unserer Regierung an uns schadlos halten.
 
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