Erneuter Gutachtertermin für meine Frau steht an und wir bräuchten Unterstützung. Wer kann helfen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

E

ExitUser

Gast
Hallo Liebes Forum,

ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und benötige mal eure Hilfe.

Ich versuche mich kurz zu fassen:

Meine Frau leidet hauptsächlich unter Verlust- und Trennungsängsten. Sie hatte eine sehr schwere Vergangenheit.
Sie wurde von ihrer Familie und ihrem Umfeld immer schlecht gemacht. Deshalb nimmt sie sich auch immer schnell Sachen zu Herzen, die sie dann sehr mitnehmen.
Des Weiteren hat sie neben Ihren psychischen Beschwerden auch einige körperliche Beschwerden.

Sie hatte bereits 3 Gutachter-Termine bei der selben Gutachterin beim Gesundheitsamt für die Überprüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit.

Sie hat im Jahr 2013 eine Therapie gemacht, hat sie aber in Absprache mit der Therapeutin aufgrund einer Schwangerschaft abgebrochen. Im Abschlussbericht steht auch drin, dass meine Frau den Wunsch geäußert hat in Zukunft eine neue Therapie zu machen. Es gab in diesem Zusammenhang keine genaue Zeitangabe, wann sie die neue Therapie anfängt.

Das war vor dem 2. Termin bei der Gutachterin.
Beim 1. und 2. Termin hatte die Gutachterin vollstes Verständnis für meine Frau und meinte beim 2. Termin, dass sie sich jetzt erstmal voll auf das Mutter sein konzentrieren kann und soll. Daraufhin meinte meine Frau zu ihr, dass sie erst in 2 Jahren eine neue Therapie beantragen kann und sich dann auch in Zukunft um einen neuen Therapieplatz kümmert. Das war im Jahr 2014.

Da sie die erste Therapie in Absprache abgebrochen hat, wurde ihr von ihrer ehemaligen Therapeutin mitgeteilt, dass sie ohnehin erst in 2 Jahren einen neuen Antrag bei der Krankenkasse für eine neue Therapie stellen kann.

Den 3. Gutachter Termin hatte meine Frau dann genau 2 Jahre später, also letztes Jahr im August.

Da dort erst gerade die 2 Jahre abgelaufen sind und aus privaten Gründen hat sich meine Frau zu der Zeit noch nicht um eine neuen Therapieplatz gekümmert. (Sie weiß aber dass es wichtig für Sie ist und wollte sich auch schnellstmöglich kümmern)

Beim 3. Termin lief dann leider alles aus dem Ruder und meine Frau hatte das Gefühl, dass ein völlig neuer Mensch vor ihr sitzt.

Die Amtsärztin meinte dann auf einmal, dass sich meine Frau ja die 2 Jahre um eine Therapie hätte kümmern können und hat dann damit angefangen, dass meine Frau mit ihrem Verhalten unser Kind schadet (Kindeswohlgefährdung).
Sie meinte wir würden unser Kind einsperren und nur weil wir uns dazu entschieden haben ihn mit 2 Jahren noch nicht in den Kindergarten zu geben, wir ihn isolieren würden. Des Weiteren meinte sie noch, dass meine Frau überfordert mit Kind und Haushalt sei. Das hat die Amtsärztin meiner Frau einfach so auf Grund der psychischen Probleme unterstellt.
Sie hat meine Frau also indirekt als schlechte Mutter betitelt.
Meine Frau meinte auch zu ihr, dass die Amtsärztin sie ja gar nicht kennt um das Ganze beurteilen zu können.
Daraufhin meinte die Gutachterin nur, dass sie das auch gar nicht möchte.

Der Tonfall war während des Termin auch streng. Sie hat überwiegend mit "aber..." gegen argumentiert.

Wir waren schon sehr geschockt von diesen Aussagen einer fremden Frau, die das gar nicht beurteilen kann wie wir als Eltern sind.
Das war ja denke ich auch nicht Ihre Aufgabe dies zu beurteilen.

Sie hat meine Frau die ganze Zeit (mehrmals während des Termin) damit eingeschüchtert, das Jugendamt zu kontaktieren und hat daraufhin hat es daraufhin auch informiert.

Das war natürlich sehr schlimm für meine Frau und hat sie wirklich ein paar Wochen richtig fertig gemacht und sie ist auch während der Wochen danach zusammen gebrochen.
Sie musste dafür auch einmal das Gespräch unterbrechen, weil Ihr das einfach zu viel war.

Da dies nicht der Tatsache entspricht, hat meine Frau versucht ihr zu erklären, dass wir unser Kind überhaupt nicht isolieren, sondern viel mit ihm unterwegs sind und auch mit ihm auf den Spielplatz gehen, dass er Kontakt mit anderen Menschen bekommt und er auch sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig ist.
Des Weiteren hat sie versucht zu erklären, dass sie mit Haushalt und Kind gar nicht überfordert ist und gut klar kommt.

Das Problem ist eher die Sache, dass Sie sich schlecht trennen kann und Angst hat alleine unter fremde Leuten zu gehen.
Bezüglich unseres Sohnes fängt sie langsam an sich zu lösen. Allerdings geht dies nicht von heut auf morgen.
(Ich beziehe im übrigen EU Rente, da ich ebenfalls meine Probleme habe. Wir unterstützen uns da aber gegenseitig und das klappt ganz gut.)

Das hat die Gutachterin aber nicht interessiert und hat meiner Frau auch gar nicht mehr zu gehört.
Meine Frau wollte mich dann nochmal dazu holen, aber sie meinte dann, dass meine Frau ja kein kleines Kind sei und hat mich sozusagen abgelehnt. Meine Frau wollte schon das ich von Anfang an mit rein komme. Die Gutachterin hat es aber schon von vornherein abgelehnt.

Danach waren wir natürlich direkt beim Jugendamt, um der Amtsärztin zuvor zu kommen und haben denen die Situation geschildert.
Das Jugendamt wollte dann erstmal abwarten, ob da was vom Gesundheitsamt kommt.
Nach ca. 2 Wochen war das Jugendamt auch bei uns zu Hause und hat gesehen, dass es unserem Kind gut geht und auch erklärt, dass man uns nicht zwingen kann ihn in den Kindergarten zu stecken (es gibt in Deutschland ja keine Pflicht bzgl Kindergarten) und sich die Sache für sie erledigt hätte. Wir haben ihr während unseres Gesprächs auch erklärt, dass wir ihn nicht isolieren und er Kontakte zu anderen Menschen bekommt.

Kurze Randinfo: Wir haben inzwischen darüber geredet und haben vor unseren Sohn evtl. 1 - 2 Jahre vorher in den Kindergarten zu stecken. Das wäre 1. eine Therapie für meine Frau und für unseren Sohn ist es natürlich auch gut für die Eingewöhnung. Aber was das Thema Kindergarten angeht, gibt es ja so oder so sehr zwiegespaltene Ansichten.
Wir tun wirklich alles für unser Kind und wälzen unsere Probleme nicht auf ihn ab. Wir bekommen auch genug Unterstützung von meinen Eltern und Freunden.

Meine Frau hat sich das Jahr über auch bei sehr vielen Psychotherapeuten gemeldet, aber es ist ja nicht so einfach einen Platz zu bekommen. Viele konnten ihr leider keinen Therapieplatz anbieten.
Anfang des Jahres hat sie bereits Probesitzungen bei einem Therapeuten gemacht. Sie hat aber gemerkt, dass die Chemie leider nicht passt.
Sie hatte daraufhin bei einem weiteren Therapeuten ein Erstgespräch und steht dort auf der Warteliste. Dort kann Sie sich jetzt Ende Oktober zwecks einer Therapie melden.
Eine Bescheinigung hat sie vom Therapeuten ausgestellt bekommen.
Des Weiteren hat sie auch noch bei 2 weiteren Therapeuten einen Termin.

Jetzt hat meine Frau morgen einen neuen Termin zur Begutachtung.
Diesmal findet dieser bei Ihrer "Kollegin" statt. (Deshalb "Kollegin" weil die Gutachterin auf der selben Etage sitzt wie die erste.)

Nun hat meine Frau natürlich panische Angst, dass der Gutachterin ihre Bemühungen nicht ausreichen und sie nicht ernst genommen wird. Ihr vielleicht indirekt wieder unterstellt wird, sie sei eine schlechte Mutter und meiner Frau gar nicht zuhört.
Und vielleicht sogar anfängt von Ihrer Kollegin zu sprechen, das sie ja vor 1 Jahr dies und das gesagt hat und dies unterstützt, obwohl das ja alles gar nicht stimmt.

Sie hat sich vom Hausarzt auch letzte Woche Beruhigungstabletten verschreiben lassen, damit es ihr nicht zu schlecht geht.

Nun habe ich gelesen und mich auch beim SOVD (Sie ist dort kein Mitglied) telefonisch informiert, dass meine Frau die Begutachtung auch abbrechen kann, wenn die Gutachterin nicht objektiv bleibt und meine Frau nicht ernst nimmt.

Meine Frage wäre nun, ab wann Sie das Gutachten abbrechen kann? Wenn die Amtsärztin meine Frau nicht ernst nimmt? Oder wieder alles auf das Muttersein bezieht? (Meine Frau geht ja immerhin zum Termin, um sich bezüglich ihrer Gesundheit beurteilen zu lassen und nicht, wie sie als Mensch bzw. als Mutter ist)

Ich habe mich auch bereits belesen, dass es am Besten ist danach eine Gesprächsprotokoll anzufertigen. Leider haben wir gegen die letzte Begutachtung nichts unternommen, möchten es aber nun besser machen, falls es wieder schief laufen sollte.
(Wir haben nichts gegen das letzte Gutachten unternommen, weil wir uns erstens nicht auskannten und zweitens hat sie meine Frau ja trotz alledem weiterhin erwerbsunfähig geschrieben)

Leider haben wir keinen Beistand bzw. eine Betreuung für unser Kind morgen, so dass ich meine Frau als Beistand leider nicht beim Gespräch begleiten kann. Und wahrscheinlich würde ein Beistand wie bei letzten Mal ohnehin wieder abgelehnt werden.

Ich hoffe auf Verständnis und würde mich über eine schnelle Rückmeldungen freuen, da der Termin ja bereits morgen ist.

Liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.720
Bewertungen
2.022
AW: WICHTIG: Gutachtertermin - brauche Dringend Hilfe

Ich würde auf jeden Fall das Vorsorgeuntersuchungsheft mit den U-Untersuchungen mitnehmen. Diese Untersuchungen beim Kinderarzt finden in der 1. Zeit häufig statt.
 
E

ExitUser

Gast
AW: WICHTIG: Gutachtertermin - brauche Dringend Hilfe

Hallo, =)

bitte nicht falsch verstehen, aber warum sollten wir das U-Heft mit nehmen?

Das geht die doch nichts an und ist für den Termin garnicht relevant.

Meine Frau geht dort ja nicht wegen der Entwicklung unseres Kindes hin, sondern um sich begutachten zu lassen ob Sie wieder arbeiten gehen kann oder nicht.
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
7.380
Bewertungen
7.575
Moinsen Tobi88 und willkommen ...!

Wichtig und dringend sind alle Themen hier. Deshalb war ich mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]WICHTIG: Gutachtertermin - brauche Dringend Hilfe[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Curt The Cat,

vielen Dank für den netten Hinweis und für die Abänderung.

Ich habe mir die Forenregeln vorher nicht durchgelesen, daher wusste ich das nicht.

Aber in Zukunft weiss ich ja jetzt bescheid. =)

Lieben Gruß

PS: Wir würden uns sehr darüber freuen wenn sich noch jemand melden könnte, wie sich meine Frau am besten verhält und ab welchem Punkt Sie die Begutachtung abbrechen kann.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.720
Bewertungen
2.022
Deine Geschichte finde ich sehr schwierig. Ich befürchte nach deinem Beitrag, dass du dir aussuchen kannst, in welches Fettnäpfchen du bzw deine Frau latschen möchte.
Ich dachte, dass es gut wäre, dass Heft dich vor der Anmache der Vernachlässigung eures Kindes schützen könnte, falls es bei dem erneuten Gutachten heute auf das Tapet kommen würde.
Wie ist es denn nun gelaufen?
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

wie gesagt, das Jugendamt war ja bereits hier und hat bestätigen können das es unserem Kind gut geht.

Aber trotzdem Danke für den Tipp mit dem U-Heft.

Aber nun zum Termin:

Dieser ist zum Glück und anders als erwartet gut verlaufen. =)

Die neue Gutachterin war sehr verständnisvoll und hat meiner Frau gut zugehört.
Sie meinte auch das uns keiner zwingen kann, bezüglich des Kindergarten und war diesbezüglich auch sehr verständnisvoll.
Sie meinte auch das meine Frau nicht wegen unserem Sohn da ist, sondern wegen Ihrer Erwerbsfähigkeit.

Sie hätte mich als Beistand auch nicht abgelehnt, bin aber wegen unseres Kindes draußen geblieben. Sie hätte mich aber hinterher auch noch dazu geholt, war aber nicht nötig da ja alles gut verlaufen ist.

Meine Frau ist nun weiter Erwerbsunfähig geschrieben.

Liebe Grüße
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.720
Bewertungen
2.022
Ich habe mich gefreut, dass du ausführlich den Verlauf des Termin beim Gutachters geschildert hast und dass es so stressfrei verlaufen ist. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die DRV die Rente bewilligt. Teilst du mir dies mit?
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo Muzel,

Ich habe mich gefreut, dass du ausführlich den Verlauf des Termin beim Gutachters geschildert hast und dass es so stressfrei verlaufen ist. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die DRV die Rente bewilligt. Teilst du mir dies mit?
Es war ein "Gutachten" vom JC (NICHT bei der Rentenkasse :icon_evil:), es geht NICHT um Rente also kann sie auch (zumindest bisher) keine bewilligt bekommen.

Magst du auch mal richtig lesen worum es geht, ehe du sehr häufig völlig unpassende Antworten gibst ???

MfG Doppeloma
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.720
Bewertungen
2.022
Bei mir wurde die Erwerbsfähigkeit nur von der DRV geprüft.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Muzel,

Bei meiner Frau wurde die Erwerbsfähigkeit, wie bereits von Doppeloma geschildert, durch das Sozialamt geprüft.

Daher spielt die DRV hierbei keine Rolle. :)

LG
 

Zeitkind

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Januar 2015
Beiträge
4.319
Bewertungen
13.427
Ich habe mir die Forenregeln vorher nicht durchgelesen, daher wusste ich das nicht.
Hast Du die Regeln denn inzwischen gelesen? Ich empfehle Dir ► diesen Beitrag zu studieren.
Insbesondere den Punkt 1 unter der letzten Überschrift und in den Forenregeln
das Copyright und Urheberrecht. :icon_wink:
Forenregel Copyright und Urheberrecht meinte:
Sobald Sie Inhalte im Erwerbslosen Forum Deutschland einstellen, räumen Sie diesem Forum automatisch
alle Nutzungsrechte bezüglich der Inhalte zeitlich unbegrenzt, unwiderruflich, kostenlos, aber nicht exklusiv ein.
Das bedeutet, dass Sie Ihre Inhalte jederzeit auch anders verwenden,
dem Erwerbslosen Forum Deutschland die Nutzung aber nicht mehr entziehen können.
 
Oben Unten