Erneuter Antrag nach Ablehnung - welche Nachweise muß ich erbringen? (1 Betrachter)

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flowerpowe

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Hallo zusammen,

bin neu hier und sehr froh, ein solches Forum gefunden zu haben!

Mein Problem ist folgendes:

Letztes Jahr wurde mein Antrag auf H4 abgelehnt, u.a. weil ich zu viel Barvermögen hatte, was aber inzwischen längst aufgebraucht ist.

Weiterhin hatte (habe ich immer noch) eine Lebensversicherung auf Fonds-Basis, die ich für meine private Altersversorgung abgeschlossen habe. Der Rückkaufswert von 6000 Euro wäre zwar in meinem "Schonvermögen" - kann ich aber mit H4 jetzt dann eh nicht mehr bezahlen (bisher habe ich von meinen Ersparnissen gelebt). D.h. die muß ich wohl ohnehin auflösen.

Dann wollte man einen Nachweis, was ich mit mehreren Tausend Euro gemacht habe, die ich in den Monaten vor Antragstellung vom Konto abgehoben habe....Ich habe aber keine Nachweise, muß ich die jetzt immer noch erbringen, bzw. was passiert wenn ich keine habe?

Außerdem bin ich in Erbengemeinschaft an Grundstücken beteiligt - mein Elternhaus, in dem meine alte Mutter wohnt - dies ist aber auch ihre "Altersvorsorge", sprich, müsste sie in ein Heim - ist das Haus dran....... Die anderen Grundstücke sind kaum etwas wert (Ackerland), für das meine Mutter etwas Pacht erhält und die Grundsteuer zahlt.
Für alles soll ich jetzt aber Nachweise über die Werte erbringen - und nach tel. Rückfrage sagte mir die Dame vom Amt - ich soll einen Nachweis erbringen, daß ich da kein Geld rausziehen kann. Ich möchte aber nicht meine Mutter belasten und ihr sagen, daß sie mir bescheinigen soll, kein Geld für das Haus geben zu können, die bricht mir zusammen!

Kann mir jemand von euch sagen, wie das rechtlich aussieht?

Muß ich das alles nach wie vor nachweisen, wenn ich jetzt erneut einen Antrag stelle? Können die diese Nachweise wirklich fordern?

Vielen Dank für eure Hilfe,

powerflower
 

flowerpowe

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Hallo,

kann mir keiner von euch helfen?

Meine wichtigste Frage ist die, was passiert, wenn ich keine Nachweise erbringen kann, was ich mit Geld, das ich vor der Antragstellung ausgegeben habe, erbringen kann....

Vielleicht weiß doch jemand, wie das rechtlich aussieht?

Wäre dankbar, Grüße flowerpower
 
R

Rounddancer

Gast
Erstens: Kapital-Lebensversicherung sollte man nur in höchster Not auflösen, wenn man sie nicht mehr zahlen kann, sagen die Fachleute und Verbraucherschützer. Besser beitragsfrei stellen lassen.
Und, damit sie bei Alg-II-Antrag schonvermögensneutral ist, vertraglich mit der Versicherung festschreiben, daß sie Dir erst frühstens mit -ich glaube- 60 Jahren ausbezahlt werden wird.

Ansonsten: Schau mal:
https://www.lra-ffb.de/pdf/arge/Infoblatt.pdf

Das Problem ist halt, daß die sehen wollen, daß man sich nicht künstlich verarmt hat. Aber: Beim Erstantrag wollen die nur die Auszüge der letzten drei Monate sehen,- um zu gucken, ob da ungewöhnlich große Abflüsse,oder irgendwelche Zuflüsse waren.
Wenn die Abhebung länger als drei Monate her ist, ist das doch außerhalb des Berichtszeitraums,- ich würde nur über das reden, was in den drei Monaten vor Antragstellung war.

Was Immobilien angeht, kann ich nix sagen, denn ich habe keine, auch nicht anteilig, da beim Tod meines Vaters meine Mutter Alleinerbin war, und sie noch lebt.
 

esbe

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Was hast du denn mit dem Geld gemacht? Um wie viel geht es? Wie viel sind "mehrere Tausend Euro"? Lässt es sich auch so nachvollziehbar erklären?

Für zB "normales" Leben, also Essen einkaufen etc muss man sicher nicht lückenlos Nachweise haben. Gibt man aber an, davon größeres angeschafft zu haben oder beispielsweise das Haus renoviert zu haben, PC, Auto ... gekauft zu haben oder was auch immer, sollte sich doch der eine oder andere Nachweis auftreiben lassen.
 
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Geldverbrauch
Geld ist nun mal zum Ausgeben da. SB darf keine Verwendungsnachweise fordern. Macht SB vom Kunden mit Erwerbseinkommen vorher auch nicht.
SB ist auch nicht berechtigt vorzugeben wie lange denn ein "Bargeldüberschuss" zu halten hat. Mit Ablehnung des Antrages hat SB Rechte am Kunden gar nicht erst bekommen.

Für die Sachvermögenswerte müsste schon nachgewiesen werden, dass diese nicht verwertet werden können. Z.B. wg. Miteigentümer. Als Rechtsfreund beantragt man dann beim JC Rechtsschutz für die Klage(n) auf Aufhebung der Gemeinschaft(en).
 
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