Erneute Zuweisung in eine Sinnlosmaßnahme ab Montag, 21.1.

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Plexi

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Hallo zusammen!
Ich habe gestern (16. Januar) zum wiederholten Male (siehe vorige Beiträge) eine Zuweisung per Gelbem Brief erhalten.
Wie Ihr Euch denken könnt, will ich da unbedingt hin, ähem ...
Eine neue EGV gibt es nicht, auch nicht als VA.
In der Branche, in der ich normalerweise nur auf 450€-Basis arbeite, ist der Dezember der arbeitsreichste Monat. Deshalb habe ich befristet für Dezember Vollzeit gearbeitet. Läuft das ALG2 danach automatisch weiter? Wenn nämlich nicht, dann würde ich vielleicht sogar einen Monat JobcenterUrlaub einlegen, womit ja dann auch die Maßnahme hinfällig wäre, oder?
Der Arbeitsvertrag, den ich aus Zeitmangel zum Jobcenter schicken mußte, ist offenbar irgendwo versumpft, so daß ich zum 1. Januar doch ALG2 erhalten habe und den Vertrag nun am 11. Januar gegen Empfangsbstätigung einreichen mußte. Da werden die mir vermutlich noch einen Betrugsversuch reinrenken wollen ...
Kennt sich jemand aus in diesem Wirrwarr? Vielen Dank schonmal!
 

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DonOs

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Erstmal unter aller Sau, daß man sich nicht mal die Mühe macht die Trennzeichen in den Textbausteinen zu entfernen (sozial-versicherungspflichtige/ Unter-schrift/maßnah-merelevanten/Beurtei-lungen etc.). Dazu die Rechtschtreibfehler, unter aller Kanone. Der SB kann bestimmt einen Bildungskurs bei einem Träger vertragen. :popcorn:

Falls Sie sich wieder gegen die Unterzeichnung von Unterlgen beim Träger entscheiden sollten, bitte ich dabei unbedingt zu beachten: Die Unterzeichnung der entsprechenden Schreiben der Träger u.a. Hausordnung, Umgang mit PC, Übermittlung der Daten... sind als Information zu verstehen und nicht als Einverständniserklärung

Wenn es als Information und nicht als Einverständnis dient, ist ja alles gut und bedarf auch keiner Unterschrift. Der Teilnehmer nimmt es als Information zur Kenntnis und gibt nicht seine Einverständniserklärung, ganz so wie es in der Zuweisung steht. Natürlich verweigert man die Maßnahme als solches nicht, irgendwelche Sonder-Zusatz-Verträge unterschreibt man hingegen nicht.

Der zeitliche Umfang der Maßnahme ist völlig unbestimmt. Es steht dort nur Vollzeit, keine Uhrzeiten, die vorgegeben werden müssen vom Jobcenter, nicht vom Träger.

...auf der Grundlage der Vorlage von regelmäßigen wöchentlichen Stundennachweisen von Ihrem Arbeitgeber beim Träger

Dein Arbeitgeber soll also nun Stundennachweise einer Profitorientierten Fremdfirma aushändigen? Die Stundennachweise kann sicherlich das Jobcenter erfragen, nicht aber der Träger. Wie will man deinen Arbeitgeber dazu bewegen können einer Fremdfirma irgendetwas aushändigen zu wollen, als deine Mitwirkungspflicht. :icon_lol:

Notwendige Kosten...können übernommen werden...sprechen Sie das mit dem Träger vor Ort ab.

Der Träger hat damit nichts am Hut, die Fahrkosten werden beim Jobcenter beantragt.

Erkranken Sie während der Maßnahme...Träger die Zeiten Ihrer AU sofort mitzuteilen...ab ersten Tag durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen... .

Die AU geht natürlich weiterhin zum Jobcenter, dazu ist man verpflichtet. Der Träger darf sich beim Jobcenter dahingehend informieren, wo denn der TL abgeblieben sei.

...die Annahme von Arbeitsangeboten durch den Maßnahmeträger. (Der Maßnahmeträger ist verpflichtet, Ihnen nur zumutbare Arbeitsangebote zu unterbreiten... .

Der Träger darf unterstützend wirken aber nicht vermitteln oder einem Arbeit überhelfen wollen, was sehr gerne gemacht wird.

Maßnahmenträger keine Sanktions-Filiale / Gehorsam nicht durch Sanktionsdrohung

Von 0zymandias unter:

Maßnahme läuft bereits, wie beenden ?

Die Zumutbarkeit kann zudem der Träger nicht prüfen, da er gar keine Daten diesbezüglich vorliegen hat (Lebenslauf/Qualifikation/gesundheitliche Einschränkungen etc.) aber dieser kann Arbeitsangebote unterbreiten. Unterbreiten, eine sanktionsbewehrte Pflicht zur Bewerbung besteht allerdings nicht, kleiner feiner Unterschied, der Gerichtsentscheidend sein kann, meiner Meinung nach.

Was genau soll jetzt bei der Maßnahme vermittelt werden? Der Inhalt der Maßnahme beschränkt sich auf:

Unterstützung bei aktiven Bemühungen zur Ausschöpfung der Wochenarbeitszeit bzw. Umwandlung/Aufnahme einer sozialversicherungs. Beschäftigung mit dem Ziel der Beendigung des Hilfebedarfs im SGBII

Das hat man ohnehin als Mitwirkungspflicht, dazu bedarf es keinen Träger. Ersteres hört sich so an, als wenn dein Arbeitgeber belagert werden solle, damit du mehr Stunden malochen kannst. Gern auch vom Jobcenter bezahlt, als Maßnahme getarnt. Dein Arbeitgeber erhält dann Geld vom Jobcenter, damit er dich beschäftigt.

Für mich ist die Zuweisung zu unbestimmt und damit rechtswidrig.
 

verona

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Das liest sich ja grauenvoll. Sofort, unverzüglich, sollten Sie nicht, dann.....
Reinster Drohbrief ohne näherer Bestimmungen zur Maßnahme.
DonOS hat ja zur rechtlichen Lage etliches konkretes und hilfreiches gesagt.
 

Plexi

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Tja, was soll ich sagen. Mein SB mag mich halt; so sehr, daß ich nichtmal mehr eingeladen werde, um etwa meine berufliche Situation mit mir zu besprechen.
Und als ich vorhin pflichtbewußt beim MT angerufen habe, konnte ich hören, wie sie zusammengezuckt ist, als ich meinen Namen gesagt hab. Alle freuen sich auf Montag.
 

Frodo

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Die Unterzeichnung des entsprechenden Schreiben der Träger, u.a. die Hausordnung, Hinweise zum Umgang mit dem Computer bzw. Nutzung des Internets sowie zur Übermittlung der Daten an das Jobcenter sind als Information an die Kunden zu verstehen und nicht als Einverständniserklärung.
Die Teilnehmer/innen sind insbesondere auf ihre Mitwirkungspflichten hinzuweisen.
Die Verweigerung der Unterschrift bezüglich der Information über die Übermittlung von Daten entbindet nicht von der Teilnahmeverpflichtung.
Sollten Teilnehmer/innen trotzdem ihre Teilnahme verweigern, sind diese entsprechend §31 SGBII anzuhören und ggf. zu sanktionieren
.

Der Abschnitt in dem Schreiben ist wirklich sehr aufschlussreich und sollte von allen Betroffenen - denen auch noch Maßnahmen bevorstehen - abgespeichert werden.
Man kann sich dann darauf berufen, dass das alles nur Informationsblätter sind.
Ich würde sagen, dass einmal durchlesen reicht, um das zu verstehen. Unterschreiben muss absolut niemand mehr.

Schön, dass ein Jobcenter so etwas nun endlich auch auf Papier verschickt hat. :LOL:
 
D

Dinobot

Gast
Unterschreiben muss absolut niemand mehr.Schön, dass ein Jobcenter so etwas nun endlich auch auf Papier verschickt hat. :LOL:

Trotzdem ist dadurch das Jobcenter nicht von einer persönlichen Beratung enbunden, die wird nämlich dem Träger in dessen Vertragsunterlagen immer vorgegauckelt. Zudem steht dort auch immer eine Ergänzung, was die Berichte des Trägers anbelangt, die meist nicht ohne vorherige Einsicht und zustimmung an das Jobcenter versendet werden dürfen. Deswegen wäre auch es auch wichtig, dies anhand dessen zu recherchieren. Dazu bräuchte ich aber den Namen der Maßnahme bzw. dessen bezeichnung, sofern die Betroffene an weiteren Infos dazu interessiert wäre.

Der Hinweis des Sb ist übrigens schlichtweg ignorant, denn Infos über ggf drohende unbestimmte Schadenersatzforderungen in den Unterlagen wären eben nicht nur Infos sondern ernst gemeinte Hinweise, die eine Ablehnung sogar notwendig erscheinen lies. Das wäre dann nämlich unzumutbar. Allerdings muss man den Passus dann auch nachweisen können. Darum ist es wichtig, sich erst einaml die Unterlagen zur Überprüfung aushändigen zu lassen.

konnte ich hören, wie sie zusammengezuckt ist, als ich meinen Namen gesagt hab. Alle freuen sich auf Montag.

Um welche Maßnahme, welcher Bezeichnung handelt es sich hier denn?. Dann könnte ich Dir wahrscheinlich hilfreiche Abwehrtipps geben, denn die meisten Maßnahmen sind Standard Maßnahmen , die nur der Statistik diensen sollen oder von Schwarzarbeit abhalten sollen und dazu noch meist irgendwelche Mutmaßungen im Hinblick auf Hemmnisse enthalten.
 

Couchhartzer

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Der Abschnitt in dem Schreiben ist wirklich sehr aufschlussreich
Warum auch?
Die Maßnahmebeschreibung ist es ja auch nicht einmal ansatzweise, um den Anforderungen einer rechtlich zulässigen Zuweisung zu genügen.
Da passt also alles zusammen was die offenbare Intelligenzfreiheit des zuweisenden SB angeht (der auch nach meiner Meinung dringends einer eigenen Maßnahme bedarf).
 

Sonne11

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Den selektiven Zugriff würde ich dennoch beiden untersagen. Dem Träger dann am ersten Tag und man könnte gleich erfragen, welche Daten der MT nun bereits hat? Er ist verpflichtet, dies mitzuteilen.

Der andere Text bezüglich Datenaustausch soll wohl verwirren und den selektiven Zugriff mit-begründen?

Ein, für mich sehr eigenartiger Zuweisungsversuch. Mir fehlen in den Texten Smileys und abgebildete droh-GIF's. Es liest sich alles wie "gewollt, aber nicht gekonnt eingefügt" von einer nicht ernst zu nehmenden Person. Die Beurteilung des TE würde mich so stören und soll wohl eine "Analyse" vortäuschen. TE macht ja alles, aber es ist zu wenig.

Und weil TE ja bereits macht, würde hier eine noch genauere Begründung und ein Stundenplan / Ablauf nötig erscheinen.
 

verona

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Der Abschnitt in dem Schreiben ist wirklich sehr aufschlussreich und sollte von allen Betroffenen - denen auch noch Maßnahmen bevorstehen - abgespeichert werden.
Man kann sich dann darauf berufen, dass das alles nur Informationsblätter sind.
Ich würde sagen, dass einmal durchlesen reicht, um das zu verstehen. Unterschreiben muss absolut niemand mehr.

Schön, dass ein Jobcenter so etwas nun endlich auch auf Papier verschickt hat. :LOL:
Für mich liest sich das schizophren.
 

Frodo

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Über die offenbare Intelligenzfreiheit des SB kann ich keine Beurteilung abgeben, aber ich bin doch überrascht, dass jemand soviel Blödsinn auf ein Behördenpapier bringt und dem Kunden damit auch noch die Informationen in die Hände spielt. Das wäre jetzt das erste Mal, dass sich ein Jobcenter zu diesen ganzen Trägerpapieren schriftlich geäußert hat. :ROFLMAO:
 
D

Dinobot

Gast
Kennt sich jemand aus in diesem Wirrwarr? Vielen Dank schonmal!

Viellen dank für die PN . Die Maßnahme mit dem Kürzel CC ist schon mal beschrieben worden. Dabei handelt es sich aber um die dir genannte Maßnahme für Vietnamesen für 2 Jobcenter in Deiner Stadt . Deine ist aber trotzdem eine Maßnahme mit gleichem Inhalt, da als Standads von der BA vorgeben sind . Der nachfolgende Suchmodus führt dich über die Suchmaschine Gockel zu der PDF zu downloaden:

Gib ein:
Maßnahme 901-17-45ind-59135

Dann bekommst du auf Gockel unmittelbar -als drittes auf Seite -Beschreibung Maßnahme Minijobber angezeigt, die das Forum dort eingestellt hat, sofern mein Versuch der Aneige jetzt nicht klappen sollte:


Wie gesagt, die Maßnahme ist auch ansonsten inhaltlich gelich. Und da mir eine Neuausschreibung für den Träger oder ansosnten nicht bekannt ist -gehe ich von einer Verlängerung der Maßnahme ansonsten aus.

dazu bekommst du von mir aber noch sicherheitshalber den Inhalt der Maßnahme CC mitgeteilt, wie sie ein anderes Jobcenter in deiner Stadt ohne die vorgeannte Zielgruppe bestellt hat. Auf den Nachfolgenden Inhalt kannst du dich also auf jeden Fall beziehen oder solltest ihn vegleichen:. die beschreibung ist übrigens im Original 4 Seiten lang, was den Inhalt betrifft:
B.2 Inhalte der Maßnahme und deren Qualitätsstandards

Inhalt des Coachingcenters für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit geringem Einkommen ist die
Aktivierung mit dem Ziel der erfolgreichen Vermittlung und anschließender Stabilisierung der
versicherungspflichtigen Beschäftigung.

Soweit Eignungs- oder Kenntnisprüfungen gefordert werden gilt:
Der Auftragnehmer stellt sicher, dass die Auswahl des Verfahrens, die Auswertung und Interpretation sowie
die Rückmeldung an den Bedarfsträger und den Teilnehmer ausschließlich durch fachkundiges Personal
erfolgt.
Psychometrische Testverfahren oder Fragebögen dürfen generell nicht eingesetzt werden.
Grundsätzlich gilt: Sollten im Einzelfall psychologische Begutachtungen für erforderlich gehalten werden,
ist dies dem Bedarfsträger mitzuteilen, der über das weitere Vorgehen entscheidet.

Um das Maßnahmeziel zu erreichen, sind neben der individuellen Unterstützung im Aktivierungs- sowie
Vermittlungsprozess und anschließender Stabilisierung der erfolgreichen Vermittlung prozessbegleitende
Elemente im Rahmen der Verbesserung des Bewerbungsverhaltens erforderlich. Es wird ein
Vermittlungserfolg laut Leistungsverzeichnis/Losblatt geschuldet.

Die Inhalte des Coachingcenters für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit geringem Einkommen sind
wie folgt gegliedert.

Zielsetzung Aktivierung mit dem Ziel der erfolgreichen Vermittlung und anschließender
Stabilisierung der versicherungspflichtigen Beschäftigung.

Um das Maßnahmeziel zu erreichen, sind neben der individuellen Unterstützung im
Aktivierungs- sowie Vermittlungsprozess und anschließender Stabilisierung der
erfolgreichen Vermittlung prozessbegleitende Elemente im Rahmen der Verbesserung
des Bewerbungsverhaltens erforderlich. Ein verbessertes Bewerbungsverhalten ist die
Grundlage für eine erfolgreiche Vermittlung. Damit in möglichst kurzer Zeit das
Bewerbungsverhalten verbessert wird, werden die entsprechenden Elemente in der
Maßnahme mit Präsenzzeiten vermittelt.
Es wird ein Vermittlungserfolg laut Leistungsverzeichnis/Losblatt geschuldet.
Produktstrategie Neben der intensiven Unterstützung bei der Vermittlung des Teilnehmers, die in der
Gestaltungsfreiheit des Auftragnehmers nach seiner Konzeptbeschreibung liegt, sind
während der Präsenzzeiten folgende Leistungen zu erbringen:
Informationen zum Arbeitsmarkt
Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt in der Region/bundesweit, ggf. europaweit
sowie Ausblick auf künftige Entwicklungen
Arbeitsbedingungen und Anforderungen in:
• Industrie und Handwerk
• Pflege
• Wirtschaft und Verwaltung
• Hotel- und Gaststätten
• Dienstleistung und Handel
sind im Überblick darzustellen.

Informationen rund um das SGB II
• Aufgaben und Strukturen der Jobcenter (Informationsmaterial wird nach
Zuschlagserteilung durch den Auftraggeber zur Verfügung gestellt)
• Erläutern des Prinzips „Fördern und Fordern“
• Leistungen der aktiven Arbeitsmarktförderung

Hilfe zur Selbsthilfe
• Informationen über die Leistungen gem. § 16 a SGB II
• Kennenlernen der professionellen regionalen Beratungsstellen und
Selbsthilfeeinrichtungen
• Organisation und Möglichkeiten der Kinderbetreuung
• Umgang mit Behörden und Ämtern

Coachingcenter für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit geringem Einkommen
nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 3 und 5 SGB III

Stand: 21.06.2018 901-18-45ind-70167 Seite 14 von 16
Analyse und Aufarbeitung des Bewerberprofils
• Erhebung der persönlichen und berufsrelevanten Daten, Aufarbeitung und
Aktualisierung aller persönlichen und berufsrelevanten Daten auf der Grundlage
des VerBIS-Bewerberprofils
• Prüfung der Aktualität/Anerkennung von Zertifizierungen und Qualifikationen
• ggf. Feststellung der vorhandenen Deutschkenntnisse (je nach
Teilnehmerstruktur)
• Berufsbezogene Stärken- und Potentialanalyse insbesondere hinsichtlich der
Sozialkompetenzen
• Zusammenfassende Feststellung der Eignung (u.a. Kenntnisse und Fertigkeiten,
physische und psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Neigungen)
• Feststellung der realistischen Eingliederungschancen auf dem erreichbaren
Arbeitsmarkt
• Eignungsabklärung durch Gegenüberstellung des erarbeiteten Bewerberpotentials
mit dem aktuellen Anforderungsprofil der jeweiligen Tätigkeitsbranche
• aktuelle Standards zur Erstellung schriftlicher Bewerbungsunterlagen
• optimieren des Bewerberprofils „Arbeitsplatz“

Bewerbungscoaching und Eigenbemühungen
• Analyse des bisherigen Bewerbungsverhalten und der Bewerbungsunterlagen
• die konstruktiv kritische Reflektion bisheriger Aktivitäten des Bewerbers
• die Analyse fehlgeschlagener Bewerbungen und Vorstellungsgespräche
• Abklärung des Bewerberpotentials sowie evtl. bestehender alternativer
Berufsmöglichkeiten
• Stärkung der Eigeninitiative und Motivation
• Steigerung der beruflichen Mobilität und Flexibilität, insbesondere durch
Darstellung alternativer Arbeitszeitmodelle und alternativer Beschäftigungsformen
(u.a. Zeitarbeit), Chancen befristeter Beschäftigungsverhältnisse, Nutzung ÖPNV,
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
• Information über die Möglichkeiten der Online-Bewerbung auf eigenen
Homepages und über den elektronischen Versand von Bewerbungsunterlagen
und trainiert die hierfür notwendigen Anwendungen (Erstellung von
Worddokumenten, Präsentationen, E-Mail-Versand, Website-Erstellung etc.)

Vorstellungsgespräche – Grundlagen/ Training
• Grundlagen der Kommunikation
• Arten von Vorstellungsgesprächen inkl. telefonischer Bewerbungen (Interview,
Präsentation, Assessmentcenter, u.a.)
• Vorbereitung, Ablauf, typische Fragen
• Verhaltenskodex und Erscheinungsbild / Outfit-Beratung
• aktives Training von Vorstellungsgesprächen inkl. telefonischer Bewerbungen
• Einsatz von Körpersprache
• Kommunikationstraining zusätzlich sind Rollenspiele einzusetzen inkl. Video-
Aufzeichnung

Elemente der intensiven Aktivierung
gezielte beraterische Hilfestellung zur Beseitigung individueller Hemmnisse
• Information über generelle Hilfen zur Beschäftigungsaufnahme
• gemeinsame Entwicklung fallangemessener Selbstvermarktungsstrategien
• Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich des
Kommunikationverhaltens, des Outfits, der Körpersprache und der
Gesprächsführung mit entsprechender technischer Unterstützung,
Netzwerkstrategien etc.
• Information und Anleitung zur Nutzungsmöglichkeit bei der Suche nach geeigneten
Stellen, die in Print- oder elektronischen Medien – insbesondere der JOBBÖRSE
der BA unter www.arbeitsagentur.de - veröffentlicht sind und ggf. Hilfestellung bei
der technischen Handhabung
• Unterstützung beim Abbau individueller Vermittlungshemmnisse


Coachingcenter für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit geringem Einkommen
nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 3 und 5 SGB III

Stand: 21.06.2018 901-18-45ind-70167 Seite 15 von 16
Wirtschaftlichkeit:
Bei den Teilnehmern ist Sensibilität und Bereitschaft zu wecken, um eigene finanzielle
Ressourcen sinnvoll und wirtschaftlich einzusetzen (z. B. Umgang mit knappen
Ressourcen, Erhöhung der Einnahmen / Verringerung der Ausgaben).

Basisinformationen über Verhaltensregeln im Betrieb/Minimierung des
Kündigungsrisikos:
• Betriebliche Ordnungen und Strukturen
• Midijob
• Rechtliche Beziehungen im Betrieb
• Personalfragebogen
• Arbeitsvertrag
• Betriebliche Verhaltensregeln, z.B. Zeiterfassung
• Personalbeurteilung
• Rechtschutz

Basisinformationen Minijob
• Auswirkungen auf den gesetzlichen Rentenanspruch/Aufstockung der
Rentenversicherungsbeiträge
• Minijob im Privathaushalt
• Verdienstgrenzen
• Mehrere Minijobs
• Kombination Hauptberuf und Minijob
• Argumente für die Umwandlung des Minijobs in sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung

Arbeitsrechtliche Mechanismen
• Verhalten gegenüber Kollegen, Vorgesetzten, Auszubildenden etc.
• Verhalten bei Fehlzeiten
• Elemente aus dem Arbeitsvertrag
• Rechte und Pflichten in einem Arbeitsverhältnis

Gesundheitsorientierung
Die Leistungen der Grundsicherung sind darauf auszurichten, dass die
Erwerbsfähigkeit des Leistungsberechtigten erhalten, verbessert oder wieder
hergestellt wird (§ 1 Abs. 2 S. 4 Nr. 2 SGB II).
Durch die Aufnahme der Gesundheitsorientierung in diese Maßnahme sollen
Teilnehmer sensibilisiert und motiviert werden für eine gesundheitsbewusste
Lebensführung, die ihre Eingliederungsfähigkeit erhöht.
Die Maßnahme findet ausschließlich in der Gruppe statt und kann bis zu einem
Gesamtumfang von höchstens 10 % Aktivitäten zur Gesundheitsorientierung in
folgenden Bereichen enthalten:

Stressbewältigung:
- Entspannungs-, Regenerations- und Konzentrationstechniken vermitteln
- Aufbau einer regelmäßigen Tagesstruktur
- Schlafgewohnheiten optimieren
- Zeitmanagement optimieren
Bewegung:
- Heranführung an sportliche Aktivitäten
- Angebote lokaler Vereine vorstellen
- Bewegung mit Musik
- Gymnastik & Rückenschule
- Teamsport & Spiele
Gesunde Ernährung:
- Essgewohnheiten überprüfen und ggf. ändern
- Mangel- und Fehlernährung
- Gemeinsam Einkaufen und Zubereiten
- Lebensmittelkunde vermitteln
Coachingcenter für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit geringem Einkommen
nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 3 und 5 SGB III

Stand: 21.06.2018 901-18-45ind-70167 Seite 16 von 16
Umgang mit eigenem Konsumverhalten:
- Konsumverhalten erkennen
- gesundheitliche Folgen von falschem Konsumverhalten aufzeigen
- Therapieangebote und Beratungsstellen vorstellen

Umgang mit sich selbst (Selbstmanagement):
- realistische Selbsteinschätzung der gesundheitlichen Verfassung ermöglichen
- Motivation und Selbstwahrnehmung fördern
- Selbstwertgefühl stärken
- Therapieangebote und Beratungsstellen vorstellen und zu deren Inanspruchnahme
motivieren

Die oben beschriebenen Inhalte sollen die Leistungen zur primären Prävention der
Krankenkassen nach § 20 SGB V sowie die kommunalen Eingliederungsleistungen
nach § 16a SGB II (psychosoziale Betreuung sowie Suchberatung) nicht ersetzen. Der
Auftragnehmer kann die Möglichkeit der lokalen Vernetzung und Kooperation nutzen,
z.B. mit Krankenkassen und Verbänden.

Hinweise zum Datenschutz:
Im Rahmen gesundheitsorientierten Unterweisung durch den Auftragnehmer dürfen
keine gesundheitsbezogenen persönlichen Daten (z. B. ärztliche Diagnosen) erhoben
werden. Die Informationen sollen sich daher auf Sachverhalte erstrecken, die zum
Erkennen von persönlichen Risikofaktoren und Belastungen erforderlich sind, die auf
Dauer die Erwerbsfähigkeit mindern können. Ein Austausch/eine Übermittlung
gesundheitsbezogener Daten mit dem Auftraggeber bzw. sonstigen Dritten ist nicht
gestattet.


Quelle: Auschreibung Maßnahme CC über REZ der BA Stand: 21.06.2018 Geschäftszeichen 901-18-45ind-70167 .

Dazu kommen dann noch folgende Details

B.1.1 Beschreibung der Maßnahme (Zielsetzung und Einführung)

Gegenstand der Maßnahmekombination nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 3 und 5 SGB
III ist die dauerhafte berufliche Eingliederung durch Einzelcoaching, eine intensive Aktivierung und die
Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Sinne des § 25 Abs. 1 S. 1 SGB III. Bei erfolgter
Vermittlung ist die Stabilisierung des Beschäftigungsverhältnisses im Sinne des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. §
45 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 SGB III durch den Auftragnehmer anzustreben (siehe B.1.6).

Diese Maßnahmen können alle Aktivitäten der Aktivierung und Unterstützung der Teilnehmer umfassen, die
auf eine dauerhafte berufliche Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung gerichtet sind. Bei
der Durchführung der Maßnahme hat der Auftragnehmer insbesondere die Grundsätze der §§ 35 und 36 SGB
III zu beachten. Den Teilnehmern sind schnellstmöglich passgenaue Vermittlungsvorschläge initiativ zu
unterbreiten.

Zwingend notwendig ist darüber hinaus eine nachvollziehbar dokumentierte Kontaktaufnahme des
Auftragnehmers zum aktuellen Arbeitgeber des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit geringem
Einkommen zur Prüfung der Möglichkeiten der Ausweitung der Beschäftigung (z.B. Arbeitszeiterweiterung,
Erlangung Versicherungspflicht) sowie deren Nachhaltung.

B.1.2 Teilnehmer

Teilnehmer sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb), die trotz Ausübung einer kurzzeitigen
Beschäftigung oder einer versicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung oder einer selbständigen Tätigkeit
ihren Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts nicht decken können und sich dadurch im Leistungsbezug
und in der Betreuung des Bedarfsträgers befinden.
Die aktuelle Beschäftigung der Teilnehmer soll auf eine langfristige Integration in den Ausbildungs- bzw.
Arbeitsmarkt abzielen. Die Zielgruppe der Maßnahme setzt sich aus folgenden Personengruppen zusammen:

Personengruppe I
• Teilnehmer, die eine kurzzeitige Beschäftigung - unter 15 Stunden wöchentlich - ausüben (i. S. von § 138
Abs. 3 SGB III) – insbesondere geringfügige Beschäftigungen (Minijobs) bzw. Einkommen aus
Erwerbstätigkeit erzielen.

Personengruppe II
• Teilnehmer, mit einer Teilzeitbeschäftigung von mindestens 15 Stunden wöchentlich, die aber
grundsätzlich auch in der Lage wären, eine Beschäftigung mit höherer Wochenarbeitszeit auszuüben (Ein
wichtiger persönlicher Grund zur Einschränkung der Arbeitszeit liegt nicht vor.).

Personengruppe III
• Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die derzeit keine Beschäftigung ausüben, bei denen aber die
Ausübung einer nichtangezeigten Beschäftigung/Erwerbstätigkeit vermutet wird bzw. die Teilnahme an
der Maßnahme zu einer Verbesserung der Eingliederungsaussichten führt.

Personengruppe IV
• Teilnehmer, die einer selbständigen Tätigkeit nachgehen, welche eine dauerhafte Beendigung der
Hilfebedürftigkeit nicht erwarten lässt und bei denen insofern eine Zumutbarkeit zur Aufnahme einer
abhängigen versicherungspflichtigen Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt vorliegt.

Eine Teilnahme in Vollzeit umfasst 39 Stunden pro Woche. Die tägliche Inanspruchnahme der Teilnehmer
soll 9 Zeitstunden inklusive angemessener Pausenzeiten und dem Zeitraum der geringfügigen Beschäftigung,
der Beschäftigung in Teilzeit bzw. der selbständigen Tätigkeit sowie angemessener Fahrzeiten nicht
überschreiten. Die Teilnehmer sind für den Zeitraum der geringfügigen Beschäftigung, der Beschäftigung in
Teilzeit bzw. der selbständigen Tätigkeit freizustellen. Die Ausübung der Beschäftigung sowie angemessene
Fahrzeiten gelten somit nicht als Fehlzeit.
Diese Einschränkungen sind vom Teilnehmer entsprechend
nachzuweisen. Gleichwohl befreit die stundenweise Ausübung einer Beschäftigung den Teilnehmer nicht von
der Teilnahme an einem ganzen Maßnahmetag.

Die Berechnung der angemessenen Fahrzeiten und das Nachweisverfahren von und zur geringfügigen
Beschäftigung, der Beschäftigung in Teilzeit bzw. der selbständigen Tätigkeit werden nach Zuschlagserteilung
durch den Bedarfsträger (Jobcenter) mit dem Auftragnehmer (Träger ) abgestimmt.

Die festgelegte individuelle Teilnahmedauer bezieht sich auf die tatsächliche Teilnahme an der Maßnahme.
Fehlzeiten, wie z.B. Zeiten der Arbeitsunfähigkeit verlängern die tatsächliche Teilnahme an der Maßnahme
entsprechend.

Die individuelle Teilnahmedauer endet jeweils auch mit
• der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. Ausbildung des Teilnehmers bei einer
mind. 30 Std. umfassenden Beschäftigung (Personengruppe I und III)
• der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. Ausbildung des Teilnehmers bei einer
mind. 15 Std. umfassenden Beschäftigung (Personengruppe IV)
• der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, deren regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit
den Arbeitsvertrag der aktuellen versicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung des Teilnehmers um
mindestens 5 Zeitstunden übersteigt (Personengruppe II),
• einer länger als sechs Wochen andauernden Arbeitsunfähigkeit,
• dem Abbruch der Maßnahme durch den Bedarfsträger.
Dieser Zeitpunkt ist auch maßgeblich für die Fristen zur Beantragung der Honorierungen gemäß den
Vertragsbedingungen.

Teilnahme an der Maßnahme
Die Teilnahme an der Maßnahme wird ausschließlich vom Bedarfsträger veranlasst.
Bei der Auswahl der Teilnehmer steht dem Auftragnehmer kein Mitwirkungsrecht zu. Die Ablehnung eines
Teilnehmers durch den Auftragnehmer ist ausgeschlossen.

Der Bedarfsträger informiert den Auftragnehmer vor Maßnahmebeginn über die Zugangsmodalitäten zur
Nutzung des Vermittlungs-, Beratungs- und Informationssystems (VerBIS) und stellt die für den Zugang
notwendigen Benutzernamen und das Kennwort zur Verfügung.
Der Teilnehmer wird im Vorfeld durch den Bedarfsträger über das Maßnahmeangebot und den Zugriff des
Auftragnehmers auf seine selektiven Bewerberdaten in VerBIS beraten. Im Anschluss wird dem
Auftragnehmer der Zugriff auf die selektiven Bewerberdaten in VerBIS gewährt.

Quelle -wie vorher.

Letzteres halte ich im Hinblick auf die hier an den Tag gelegte Vorgehensweise des SB für besonders dreist und nicht rechtskonform. Den wie die Ausschreibungsinhalte dem MT vorgauckeln oder dir zubilligen bzw.das als vorgesehenes Prozedere beschrieben wird -so ignoriert der Sb diesen Passus völlig und hält sich nicht daran, was ich persönlich schon mal als gravierenden Grund für eine Dienstaufsichtsbeschwerde ansehen würde .

Insbesondere , wenn das so auch schon vorher passiert sein sollte.


Es hätte vorher eine Beratung und Aufklärung zu allen Punkten -wie beschrieben und darüber hinaus auch über die Tragweite des Zugriffs durch den Träger vom Sb erfolgen müssen. Tragweite insbesondere hierzu :

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba013193.pdf
 
D

Dinobot

Gast
Noch eine Ergänzung, was die Nicht- Freiwilligkeit von gerade solch einer Maßnahme angeht. Wieso werden solche Maßnahmen eigentlich im ALG II "verordnet"?, obwohl die BA sehr genau weiß, was tatsächlich grundsätzlich erfoderlich wäre und das übrigens auch aktuell sogar in eine Weisung verpackt hat:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung-201901002_ba031961.pdf

Wenn ich hier die Betroffene wäre, dann würde ich diese Begründung in der Weisung der BA mihin als solche zur Abwehr der Maßnahme nutzen. Denn unabhängig davon, dass die Maßnahme bei Wiederholung auch nicht weiter bringt, fehlt ansonsten auch -von Anfang an -hier offensichtlich die NOTWENDIGE Freiwlligkeit, um sowas glücken lassen zu können.
 

Frodo

Elo-User*in
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Noch eine Ergänzung, was die Nicht- Freiwilligkeit von gerade solch einer Maßnahme angeht. Wieso werden solche Maßnahmen eigentlich im ALG II "verordnet"?, obwohl die BA sehr genau weiß, was tatsächlich grundsätzlich erfoderlich wäre und das übrigens auch aktuell sogar in eine Weisung verpackt hat:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung-201901002_ba031961.pdf

Wenn ich hier die Betroffene wäre, dann würde ich diese Begründung in der Weisung der BA mihin als solche zur Abwehr der Maßnahme nutzen. Denn unabhängig davon, dass die Maßnahme bei Wiederholung auch nicht weiter bringt, fehlt ansonsten auch -von Anfang an -hier offensichtlich die NOTWENDIGE Freiwlligkeit, um sowas glücken lassen zu können.

Die Weisung gilt für das interne Coaching in der BA, nicht für die Kunden, die bekanntlich von den Maßnahmenträgern die Krümel vorgesetzt bekommen.

Für die eigenen Mitarbeiter wird nur das beste erwartet und genehmigt nach den üblichen Qualitätsstandards in dem Bereich:

Die erfolgreiche Qualifizierung zum Coach wird durch eine entsprechende Abschlussarbeit und einem Zertifikat nachgewiesen und ist Voraussetzung für die Ausübung einer Tätigkeit als Coach in der BA.
 
D

Dinobot

Gast
Die Weisung gilt für das interne Coaching in der BA, nicht für die Kunden, die bekanntlich von den Maßnahmenträgern die Krümel vorgesetzt bekommen.

Du solltest das auch nicht driekt auf Dich beziehen, sondern dir dadursc Diskussionen ersparen., indem Du sagen könntest: Sie wissen doch selbst ganz genau welche Voraussetzungen ein erfolgreiches Coaching haben muss. Nämlich -diese (Weisung zeigen). Warum ich oihnen das zeige? Damit sie mal beantworten , was dann das sogar wiederholte Zwangs . Coaching bringen soll , wo eben nicht auf solche notwendigen Voraussetzungen geachtet wird. -wie eine freiwillige Teilnahme usw. Das ganze kann so wie bisher nicht funktionieren und wird es auch nicht mehr ... Nicht in diesem Kurs, zu diesen erneuten Bedingungen. so in etwa -dachte ich mir das.

Du könnstest das damit krönen, indem du ihm eine garantierte Dienstaussichtsbeschwerde ankündigst, wegen der Sache und seinem nicht aussschreibungskonformen Vehalten Dir gegenüber. Vielleicht lenkt er dann ein . Es komt auf den Versuch an. Sollte der Sb weiter auf Stur schalten -dann würde ich an Deiner Stelle die Weisung zum Träger mitnehmen -und ide total frustierte deswegen mimen . Grundsaätzlich ist der nochmalige Kurs verschwendetes Steuergeld in Reinkultur. Wenn der Sb wirklich selbst von der Maßnahme überzeugt wäre, dann häötte der das anders gehändelt -von Anfang an. In den meisten sonstigen Maßnahmen werden den Elo immer Vorahltungen gemacht -sie hätten zu wenig Talent zur Selbstdarstellung. Überzeuge doch mal alle vom Gegenteil.

Wenn ich den Sb -bei mir immer wechselnd mein Wissen auspacke, was Maßnahmen und Weisungen anbetrifft und auch noch das wollte , was andere Jobcenter anbieten -mein Jobcenter aber nicht, dann war nch kurzer Zeit Ende der Diskussion und ich wurde aus dem Meldetermin entlassen -auch weil ich immer einen Ausdruck dazu aus meinem Bewerberprofil wollte, der den angeblichen Handlungsbedarf aufzeigt oder ich wollte eine Eingliederungsgarantie und nicht nur die üblichen 10 Prozent Vorgabe an die meisten Träger, so haben 99 Prozent in den letzten 4 Jahren bei mir keine Maßnahmen mehr andrehen können. Weil ich immer sofort die Flucht nach vorn antrat. Klappte vorher auch nicht immer und auch nicht gleich reibungslos. Konfrontieren mit unschlagbaren Argumenten ist immer eine Versuch wert. Es bei der Weisung um das Wesen und ide Voaussetzung eines erfolgreichen Coachings und nicht vorrangig für wenn es dort gedacht ist.

Und darum, dass der Sb nicht sagen kann: Sowas machen wir hier eben anders . Oder wir haben andere Anweisungen.Jeder hat eine andere Strategie. Ich bin damit sehr gut gefahren -vor allen Dingen hilft mir das nachweisbare Wissen um den tatsächlichen Inhalt vieller Maßnahmen. Sowas -erschreckt Sb zutiefst -weil sie es nicht erwarten. Sowas bringt die meist ganz aus dem Konzept
 

Kerstin_K

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Zwingend notwendig ist darüber hinaus eine nachvollziehbar dokumentierte Kontaktaufnahme des
Auftragnehmers zum aktuellen Arbeitgeber des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit geringem
Einkommen zur Prüfung der Möglichkeiten der Ausweitung der Beschäftigung (z.B. Arbeitszeiterweiterung,
Erlangung Versicherungspflicht) sowie deren Nachhaltung.

Habt ihr das gelesen? Ich galube es hackt.

Plexi,

>Deine Arbeitsverträge gehen das JC nichts an.

Und warum telefonierst Du mit einem MT?
 

Plexi

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Hallo Kerstin,
grundsätzlich weiß ich, daß es sie nichts angeht. Ich kann allerdings derzeit auch keinen drohenden Nachteil für mich erkennen.
Und warum ich mit dem MT telefoniere? Weils am schnellsten geht und ich auf diesem Wege auch keine Daten hinterlassen habe.

Kurze Rückmeldung:
Ich war heute beim MT und wurde tatsächlich ohne auch nur eine einzige Unterschrift aufgenommen.
Jetzt werd ich mir was einfallen lassen müssen
 

Frodo

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Das heißt noch gar nichts!

Kann sein, dass die jetzt versuchen, auch ohne deine Unterschriften den Mist durchzuziehen. Du bekommt ja gar nicht mit, wen die alles kontaktieren und wo sie dich hinvermitteln wollen. Das ist alles rechtswidrig!

Datenweitergabe, Datennutzung, Datenspeicherung und alles andere schriftlich untersagen, direkt vor Ort abgeben und den Empfang bestätigen lassen.
 

Plexi

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Ja, ist mir angeboten worden. Brauch ich aber nicht.
Hab ich tatsächlich selber :)

@ Frodo: Untersagung geht morgen ans Jobcenter und zum MT nehme ich es mit, wobei ich ja arge Zweifel habe, daß die mir den Empfang bestätigen.
 

Plexi

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Eine Frage hätte ich noch: Antrag auf Fahrkostenerstattung

Ich habe eine Monatskarte. Kann das JC mir die Erstattung verweigern, weil ich die Monatskarte ja schon vor Beginn der Maßnahme gekauft und genutzt habe bzw jene für den letzten Maßnahmeteil auch bis zum Monatsende nutzen werde? Oder muß ich Einzelfahrscheine für die nicht vollen Monate kaufen? Muß ich die Fahrscheine überhaupt vorlegen? Gibts dazu belastbare Aussagen?
Danke.
 
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