Erneute ALG 2 Ablehnung, diesmal wegen nicht erwerbsfähig...

JungFlexiblArbeitlos

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Hallo da draussen :),

ich mal wieder. Der nicht weiss was er am besten als nächstes macht, deswegen frag ich mal hier.

Also, mein Neuantrag ALG 2 (mein alter ist immernoch im Widerspruch, gibt dazu paar Threads hier, einfach mal nach meinen Namen suchen wer mehr wissen will) wurde abgelehnt da ich nicht erwerbsfähig sei. Und ich so: "Huch, woher wissen die das denn so genau?!"

Story dazu: Nachdem ich den Neuantrag gestellt hatte bekam ich Post wegen Klärung meiner beruflichen Situation (war vorher nicht mehr arbeitslos gemeldet da meine BG Freundin angeblich zu viel verdient, siehe Widerspruch). Bin da hin und hab denen gesagt das ich zur Zeit zwar nicht offiziell Krank geschrieben bin aber auch nicht arbeitsfähig. (Aufgrund vererbter Depression und Angststörung, das hab ich denen aber nicht gesagt). Scheinbar aufgrund dessen lehnen die meinen Antrag ab und meinen ich wäre nicht erwerbsfähig.

Das stimmt zwar so prinzipiell, aber seit wann reicht es wenn ich denen irgendwas erzähle?! Wenn ich mich recht erinnere muss doch sowas vom äD festgestellt werden. Mich beschleicht so das Gefühl das die sich auf dem Weg des geringsten Widerstands aus der Verantwortung (also dem Kohle überweisen) stehlen wollen...

Ich muss auch leider den Psychater wechseln da meiner kürzlich leider verstorben ist, das machts nicht einfacher.

Langsam wird auch das Geld bei uns knapp, meine Freundin hat, entgegen der Meinung des Amtes nicht genug, wir können nur hoffen das ihr Kindergeld doch wieder bewilligt wird (sie ist schwerbehindert) da wir jeden Monat 200 Euro verlust machen, dabei gönnen wir uns quasi nichts.

Wie mach ich jetzt weiter? Widerspruch schreiben mit Begründung das sowas vom äD festgestellt werden muss? Versuchen Sozialhilfe zu beantragen?

Danke für Eure Hilfe.
 
G

gast_

Gast
Hast du im Antrag angegeben, daß du mindestens 3 Std täglich arbeitsfähig bist?

Sonst hättest du Sozialhilfe beantragen müssen. (Wobei: Das JC muß deinen Antrag weiter leiten)

hab denen gesagt das ich zur Zeit zwar nicht offiziell Krank geschrieben bin aber auch nicht arbeitsfähig.
Was sollte das denn?

Wenn nicht arbeitsfähig zur Zeit, holt man sich eine AU.
 

JungFlexiblArbeitlos

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>>Hast du im Antrag angegeben, daß du mindestens 3 Std täglich arbeitsfähig bist?<<

Hmm weiss ich nicht mehr genau. Glaubs aber fast nicht.

>>Sonst hättest du Sozialhilfe beantragen müssen. (Wobei: Das JC muß deinen Antrag weiter leiten)<<

Oha.

>>Was sollte das denn?

Wenn nicht arbeitsfähig zur Zeit, holt man sich eine AU.<<

Da ich nicht arbeitslos gemeldet war brauchte ich halt keine Krankschreibung. Hatte mit meinem (damaligen) Psychiater drüber gesprochen und er meinte wenn ich eine Krankschreibung für Arbeitsamt brauche kann ich eine kriegen. Das ich die trotzdem haben sollte wusste ich nicht. :(
 
E

ExitUser

Gast
Hast du also falsche Angaben im Antrag bezüglich der Leistungsfähigkeit gemacht?
Beantrage doch eine Begutachtung beim Medizinischen Dienst, ich würde aber wenn das Geld knapp wird zum Sozialamt, die schicken dich zwar auch zum Arzt aber hier geht es m.E schneller.
 

JungFlexiblArbeitlos

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>>Hast du also falsche Angaben im Antrag bezüglich der Leistungsfähigkeit gemacht?<<

Nein. Ich habe glaub ich geschrieben das ich offiziell nicht krank geschrieben bin, da es ja nicht nötig war, ich aber zZ. nicht Leistungsfähig bin. Doc hatte das so gesagt.

>>Beantrage doch eine Begutachtung beim Medizinischen Dienst, ich würde aber wenn das Geld knapp wird zum Sozialamt, die schicken dich zwar auch zum Arzt aber hier geht es m.E schneller.<<

Wo beantrage ich denn die Begutachtung beim Med. Dienst?

Brauch ich da nicht ne Stellungnahme vom Behandelnden Arzt aka Psychiater? Den hab ich ja zur Zeit leider nicht mehr und ich hab auch wieder absagen bekommen bei denen ich angefragt habe. Es ist zum heulen hier.

Ich/Wir bekomme/n auch schon Wohngeld, beisst sich das dann mit der evtl zu beantragenden SH?


Wenn die ARGE das weiterreichen muss sollte ich da dort mal anrufen bzw hinschreiben das die das ans Sozialamt weitergeben sollen? Das sie das machen stand jedenfalls nicht in der Ablehnung, daher glaube ich nicht das sie es tun.




Irgendwie könnt ich mir in den HIntern beissen das ich mir keine AU hab geben lassen, aber ich dachte halt nicht das es nötig wäre und konnt ja nicht ahnen das mein Arzt plötzlich verstirbt. So ein Mist aber auch.
 
E

ExitUser

Gast
Wenn nicht Leistungsfähig, dann ist Alg 2 keine Leistung für dich, sondern das Sozialamt ist zuständig.
Ob das Jobcenter den Antrag weiter leitet und wenn ja wann, ist es da nicht besser du gehst gleich zum Sozialamt und beantragt Leistungen nach dem SGB XII?
 

JungFlexiblArbeitlos

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>>Ob das Jobcenter den Antrag weiter leitet und wenn ja wann, ist es da nicht besser du gehst gleich zum Sozialamt und beantragt Leistungen nach dem SGB XII?<<

Da hast du allerdings auch wieder Recht :)
 

Doppeloma

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Wo beantrage ich denn die Begutachtung beim Med. Dienst?
Nirgendwo, du stellst den Antrag auf Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter) und gibst im Antrag an, dass du dich für Arbeitsfähig mindestens 3 Stunden hältst, zu deinen Einschränkungen im Übrigen machst du dann später "umschriebene" Angaben.

DANN hat der SB deine konkrete Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt beim ärztlichen Dienst prüfen zu lassen.

Ihr MÜSST mal davon weg kommen immer schon selber die "Erwerbsminderung" zu propagieren, diese Feststellung hat NUR die DRV zu treffen und bis DAS der Fall ist, ist rechtlich IMMER erst mal das JobCenter zuständig.

Wenn man sich zeitweise (auch längere Zeit) nicht ARBEITS-Fähig fühlt, dann sollte man auch eine entsprechende AU-Bescheinigung vom Arzt vorweisen können.

Denn als Arbeitsloser OHNE eine solche Bescheinigung vom Arzt ist man verpflichtet sich um ARBEIT zu kümmern oder an Maßnahmen teilzunehmen. :icon_neutral:
Es reicht also NICHT aus, dann "wahlweise" mal eine AU-Bescheinigung vorzulegen, um solchen Anforderungen aus dem Wege zu gehen. :icon_evil:

Daraus ergeben sich dann später höchstens wieder vielfältig einsetzbare Urteile, die auf ALLE ELOs angewendet werden. :icon_dampf:

Das Sozial-AMT ist (eigentlich) erst zuständig, wenn eine Erwerbsminderung tatsächlich festgestellt wurde (von der Rentenkasse), jedenfalls wenn die sich an die geltenden Gesetze halten.

Als Nachweis dafür reichen üblicherweise KEINE Bescheinigungen von den eigenen Ärzten, KEINE Gutachten von Amtsärzten (MDK / AfA/ JobCenter / Gesundheitsamt) und schon GAR NICHT die persönliche Einschätzung, die man selber dazu trifft.

Diese Entscheidung ob man tatsächlich Erwerbsgemindert ist (also GAR NICHT arbeiten KANN) trifft NUR die Rentenkasse und DANN haben sich ALLE Anderen danach zu richten.

Brauch ich da nicht ne Stellungnahme vom Behandelnden Arzt aka Psychiater? Den hab ich ja zur Zeit leider nicht mehr und ich hab auch wieder absagen bekommen bei denen ich angefragt habe. Es ist zum heulen hier.
Auch dein verstorbener Arzt muss ja eine Patientenakte geführt haben, die ist jetzt irgendwo archiviert, frage mal beim Praxis-Nachfolger und/oder bei der Ärztekammer nach...

Wenn du schreibst, dass du jederzeit eine AU-Bescheinigung bekommen könntest, dann musst du ja aktuell auch irgendwo in Behandlung sein, bitte diesen Arzt sich darum zu kümmern, diese Unterlagen anzuforden.

Wenn du dann zu einem Amtsarzt eingeladen wirst KANNST und SOLLTEST du dort relativ aktuelle Befunde mitnehmen, die SB von den Ämtern geht das ALLES GAR nichts an, weder mündlich noch schriftlich.

Erzähle denen nicht soviel zu deiner "nicht vohandenen Leistungsfähigkeit", dann wimmeln die dich auch nicht ab, hast du Widerspruch eingelegt, gegen die Ablehnung vom JobCenter ???

Man KANN sich das Leben mit solchen "Eigendiagnosen" auch SELBER schwer machen, wenn man Geld von einem Amt braucht, Wohngeld entfällt übrigens in BEIDEN Fällen, egal ob JC oder Sozial-Amt.

Keine Sorge, ich kenne mich da ziemlich gut aus, bekomme auch HARTZ 4, bin schon über 4 JAHRE AU geschrieben, die Rentenkasse hält mich aber immer noch nicht für ausreichend Leistungseingeschränkt (Erwerbsgemindert), dass ich deswegen eine EM-Rente bekäme...:icon_evil:

Beim Sozial-Amt darfst du (und auch deine Partnerin) aber zusätzlich so gut wie NIX mehr besitzen, beim JC sind die "Schonvermögens-Grenzen" doch um Einiges höher.

MfG Doppeloma
 

alexander29

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Das Sozial-AMT ist (eigentlich) erst zuständig, wenn eine Erwerbsminderung tatsächlich festgestellt wurde (von der Rentenkasse), jedenfalls wenn die sich an die geltenden Gesetze halten.

Als Nachweis dafür reichen üblicherweise KEINE Bescheinigungen von den eigenen Ärzten, KEINE Gutachten von Amtsärzten (MDK / AfA/ JobCenter / Gesundheitsamt)


Nicht erwerbsfähig ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit, d.h länger als 6 Monate, außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Diese Feststellung wird durch den Rententräger oder einen Amtsarzt getroffen

HANNOVER.DE - Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung


Dieses bezieht sich auf Hilfe zum Lebensunterhalt.
Falls diese Aussage von der Stadt Hannover so richtig ist, kann auch ein Amtsarzt feststellen, dass man länger als 6 Monate nicht erwerbsfähig ist und dann gibt es HLU.
 

JungFlexiblArbeitlos

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@Doppeloma

>>Ihr MÜSST mal davon weg kommen immer schon selber die "Erwerbsminderung" zu propagieren, diese Feststellung hat NUR die DRV zu treffen und bis DAS der Fall ist, ist rechtlich IMMER erst mal das JobCenter zuständig.<<

Wenn ich vom Amt eingeladen werde über meine berufliche Situation zu sprechen was soll ich denn sonst sagen? Ich habs halt dargelegt wie es ist, ohne aufs detail einzugehen. Alles andere wäre für mich lügen gewesen und das mach ich nicht. Genauso hab ich es auch mit den Antrag gehandhabt.

Da es scheinbar wichtig ist sag ich es explizit: Es geht darum das ich zur Zeit nicht erwerbsfähig bin (das hatte mir jedenfalls mein Arzt gesagt). Gehe aber davon aus das ich es wieder werde.

>>Wenn du schreibst, dass du jederzeit eine AU-Bescheinigung bekommen könntest, dann musst du ja aktuell auch irgendwo in Behandlung sein, bitte diesen Arzt sich darum zu kümmern, diese Unterlagen anzuforden.
<<

Ich HÄTTE die AU jederzeit bekommen können. Da aber besagter Arzt verstorben ist, das weiss ich seit letzten Freitag, geht das nunmal schlecht. Die Ablehnung ALG2 hab ich am Sonnabend per Brief bekommen. Entsprechend bin ich auch, wie ich geschrieben habe, auf der Suche nach einen neuen Psychiater. Und ob der mir auch rückwirkend eine AU geben würde kann ich natürlich nicht wissen.

>>Erzähle denen nicht soviel zu deiner "nicht vohandenen Leistungsfähigkeit", dann wimmeln die dich auch nicht ab, hast du Widerspruch eingelegt, gegen die Ablehnung vom JobCenter ???<<

Nein, wie gesagt hab ich die erst seit 3 Tagen. Du hast mich jetzt auch ganz schön verunsichert, Doppeloma, noch mehr als ich es sowieso schon bin. Ich wollte eigentlich keinen Widerspruch machen und SH Antrag stellen. So hatte ich jedenfalls jordon und kiwi verstanden.

>>Denn als Arbeitsloser OHNE eine solche Bescheinigung vom Arzt ist man verpflichtet sich um ARBEIT zu kümmern oder an Maßnahmen teilzunehmen.<<

Wie geschrieben, da ich NICHT Arbeitslos gemeldet BIN und WAR hielt ich die AU für nicht notwendig. Als ich dort war meinte ja auch noch die SB das wenn der Antrag genehmigt wird ich dann ein AU natürlich brauche. Jetzt ist es aber egal. Ich könnte mich freiwillig arbeitslos melden, was ich aber nicht getan habe.

<<Beim Sozial-Amt darfst du (und auch deine Partnerin) aber zusätzlich so gut wie NIX mehr besitzen, beim JC sind die "Schonvermögens-Grenzen" doch um Einiges höher.<<

Wir haben kein Vermögen. Sie bekommt Bafög und EU Rente, ich halt Wohngeld.


Also das mit dem SH Antrag sein lassen und in Widerspruch gehen? Wenn ja: Mit welcher Begründung? (Die Bearbeitung dauert ja dann auch wieder ewig, ich hab ja schon nen widerspruch zu nem alten antrag laufen).
 

lyra

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@ alexander29
Nicht erwerbsfähig ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit, d.h länger als 6 Monate, außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Diese Feststellung wird durch den Rententräger oder einen Amtsarzt getroffen
Wobei ein Gutachten der DRV schwerer wiegt, als das Gutachten eines Amtsarztes. Sagt der Amtsarzt:"Erwerbsunfähig und ein Gutachter der DRV Erwerbsfähig, gilt erst mal vorrangig das Gutachten der DRV! Daran ist auch der Amtsarzt vom JC gebunden. Zumindest solange nicht über Widersprüche und evtl. Klagen anderes befunden wird.

@ JungFlexiblArbeitlos
Doppeloma hat da schon recht, mit dem was sie schreibt. Hinterher (wie Du in Deinem Fall) ist man immer schlauer. Du hättest im Antrag ankreuzen sollen, dass Du voll erwerbsfähig bist. Soweit ich das rauslese, hattest Du weder eine AU noch sonst einen medizinischen Befund/Bericht oder einen Antrag bei der DRV laufen.

Dann hätte das JC Deinen Antrag (meine Ferndiagnose) erstmal bewilligen müssen. DANN hättest Du Dir eine AU besorgt. Die hätte Dir erstmal Luft verschafft um Deine gesundheitliche Situation zu ordnen um dann die nötigen Schritte einzuleiten (Fachärtzte usw.)

Im Grunde warst Du zwar ehrlich, kannst Dir aber nichts dafür kaufen. ICH hätte da keine Skrupel (nach besten Wissen und Gewissen) mit gehabt. Du hast dem JC da wirklich eine sehr gute Steilvorlage abgeliefert....
 

Doppeloma

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Hallo Alexander,

Dieses bezieht sich auf Hilfe zum Lebensunterhalt.
Falls diese Aussage von der Stadt Hannover so richtig ist, kann auch ein Amtsarzt feststellen, dass man länger als 6 Monate nicht erwerbsfähig ist und dann gibt es HLU.
Das wird (leider inzwischen) regional sehr unterschiedlich gehändelt und nach den "berühmten" 6 Monaten stellt der Amtsarzt (vom Sozial-Amt beauftragt) wieder fest, dass man jetzt HARZT 4 beantragen soll, weil es ja KEINE ECHTE Entscheidung (von der DRV) zur Erwerbsminderung gibt...:icon_neutral:

Muss letztlich JEDER selber WISSEN, ob er sich in diesen (Dauer ???) -Verschiebebahnhof zwischen den Ämtern begeben "will" oder nicht.

Machmal bin ich wirklich FROH, dass ich schon so alt bin und mich (wenigstens gedanklich) auf die nahe Alters-Rente "vorbereiten" kann, in der Haut sehr junger (längere Zeit) kranker Menschen möchte ICH heute NICHT stecken...was da getrieben wird, hat mit Menschenwürde NICHTS mehr zu tun. :icon_eek:

MfG Doppeloma
 

JungFlexiblArbeitlos

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>>Doppeloma hat da schon recht, mit dem was sie schreibt. Hinterher (wie Du in Deinem Fall) ist man immer schlauer. Du hättest im Antrag ankreuzen sollen, dass Du voll erwerbsfähig bist. Soweit ich das rauslese, hattest Du weder eine AU noch sonst einen medizinischen Befund/Bericht oder einen Antrag bei der DRV laufen.<<

Antrag beim DRV hatte ich laufen da mein Arzt mir eine Reha vorgeschlagen hat die ich auch machen möchte. Wurde allerdings wegen nicht zuständigkeit an Krankenkasse weitergegeben. Die noch auf die Stellungnahme des Arztes warten, der nun leider verstorben ist. Medizinischen Befund hab ich letzlich nur die Aussage meines verstorbenen Arztes: Bin krank und er würde mich auch krank schreiben. Therapie ausserhalb einer stationären halte er für wenig hilfreich, daher Reha.


Es ist halt so wie es ist.

Bei mir ist nur noch Rauschen im Kopf. Man ist schon Krank und muss sich noch wegen paar Kröten rumschlagen. Und ehrlichkeit wird bestraft. Toll.

Was sollte ich jetzt tun?
 
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Die Antworten vom mit und ich glaube auch die von @ Kiwi sollten den TE schnell zu finanziellen Mitteln bringen, ob er jetzt den Weg direkt zum Sozialamt geht, oder Widerspruch beim Johncenter einlegt, das ist hier die Frage, wobei ich nach wie vor der Meinung bin, das es beim Jobcenter durch die Bearbeitung des Widerspruches dauern kann, bis über einen evtl Anspruch entschieden wird.
 

Rosalia

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Dann nimm dir doch jemanden mit und sag, wie es ist, dass Dein Arzt verstorben ist und Du deshalb jetzt Geld bräuchtest, gleichzeitig aber um Untersuchung zwecks Feststellung Deiner Leistungsfähigkeit beim ÄD bittest. (Bis dahin wirst Du schon wieder einen neuen Arzt haben, der dann auch etwas schreiben kann.
 

lyra

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Antrag beim DRV hatte ich laufen da mein Arzt mir eine Reha vorgeschlagen hat die ich auch machen möchte.
Du kannst einen Antrag auf Reha /Teilhabe am Arbeitsleben bei der DRV ebenso stellen, wie einen EM Rentenantrag. Ich habe letzteren laufen. Kommt dann in den Anträgen natürlich darauf an, worin man eher einen Sinn sieht; Aussagekräftige Befunde etc, und dann natürlich auch darauf, um es mal salopp zu sagen, wie hoch die eigene Lust/Antrieb auf das heutige "Arbeitsleben" überhaupt noch vorhanden ist. Das hat aber ja soweit nichts im JC Antrag auf Bewilligung zu suchen. WENN ein Antrag auf EM Rente gestellt wurde, sieht das dann schon wieder etwas anders aus. Ein Antrag zu einer Reha sagt erstmal wenig bis gar nichts aus.

Bei mir, meine Diagnosen/Krankheiten (um die es hier im Thread ja aber nicht geht) sprechen eine klare Sprache in Richtung EM Rente. Lust auf Teilhabe im Arbeitsleben (zu Bedingungen der heutigen H4 Gesetze und Praktiken der JC) ist nach 30 jahren "Maloche" bei mit total verflogen! Ich bin froh, wenn ich mich aus diese Tretmühle verabschieden kann, zumal meine Rente höher ausfällt, als mein RS & KDU....
 

lyra

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Die Antworten vom mit und ich glaube auch die von @ Kiwi sollten den TE schnell zu finanziellen Mitteln bringen, ob er jetzt den Weg direkt zum Sozialamt geht, oder Widerspruch beim Johncenter einlegt, das ist hier die Frage, wobei ich nach wie vor der Meinung bin, das es beim Jobcenter durch die Bearbeitung des Widerspruches dauern kann, bis über einen evtl Anspruch entschieden wird.
Könnte ja evtl. auch ein dritter Antrag (diesmal richtig ausgefüllt) schneller als ein Widerspruch bearbeitet werden....Meine ich so ernst!
 

Doppeloma

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Hallo JungFlexiblArbeitlos,

Nein, wie gesagt hab ich die erst seit 3 Tagen. Du hast mich jetzt auch ganz schön verunsichert, Doppeloma, noch mehr als ich es sowieso schon bin. Ich wollte eigentlich keinen Widerspruch machen und SH Antrag stellen. So hatte ich jedenfalls jordon und kiwi verstanden.
Tut mir leid, es war nicht meine Absicht dich zu verunsichern.

Deine Ehrlichkeit in allen Ehren, aber solange du definitiv KEINE ANDERE (wenigstens) amtsärztliche Einschätzung dazu vorliegen hast, bist du vor dem Gesetz für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig und somit ist zunächst mal das JobCenter für dich zuständig.

Deine eigene Ansicht dazu, wird auch das Sozial-Amt nicht interessieren, du solltest dir zunächst mal irgendeinen anderen Arzt suchen (Hausarzt), der dir deine aktuelle Arbeits-Unfähigkeit bescheinigen kann.

Du brauchst das NICHT rückwirkend, man KANN dich ja auch "rückwirkend" nicht mehr zu Bewerbungen verpflichten oder in Maßnahmen stecken.

Mit welcher Begründung wurde denn dein Antrag abgelehnt ???

Eine Begründung für den Widerspruch ist KEINE Pflicht, der muss trotzdem bearbeitet werden, du bist mittellos und hilfebedürftig, diese Ablehnung ist nicht zulässig und du stellst dich für mindestens 3 Stunden täglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

DAS sollte im Prinzip schon reichen, den Rest sollen die selber rausfinden. :icon_daumen:

DAS IST SEHR WICHTIG und hat mit irgendeiner "Unehrlichkeit" NICHTS zu tun, DU WILLST ja arbeiten, wenn du NICHT mehr krank (AU) bist, den Rest hat dann (NACH einer Bewilligung !!!) gegebenenfalles der Amtsarzt vom JobCenter festzustellen.

Also lege Widerspruch ein, dann zählt nämlich das aktuelle Antragsdatum weiter für deinen Leistungs-Anspruch.
Ab wann hast du Leistungen beantragt ???

Da kannst du einen Vorschuß-Antrag stellen, wenn die zu lange für die Bearbeitung brauchen.
Das Geld steht dir IMMER im Voraus zu, zur Not noch mit Beistand hin und die BAR-Auszahlung verlangen.

Gibt es trotzdem KEIN Geld zum zuständigen Sozialgericht und die EA einleiten, es gibt durchaus Wege, das zu beschleunigen und das Amt zum Handeln zu bewegen, MACHEN MUSST du das allerdings SELBER.

Du solltest NICHT annehmen, dass die das beim Sozi schneller bearbeiten werden, dort sind die Vorprüfungen NOCH intensiver, es wird auch erst mal "geforscht", ob nicht jemand Anders (deine Eltern z.B.) für deinen Unterhalt aufkommen KÖNNEN /MÜSSEN...

Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass du Wohngeld bekommst, das gibt es (nach meiner bisherigen Kenntnis) doch NUR, wenn ein gewisses (zusätzliches) Grundeinkommen vorhanden ist...:confused:

WO und WIE bist du denn aktuell überhaupt Krankenversichert, aus Wohngeld ergibt sich keine K-Versicherung...???

Ich würde es gerne verstehen, ich frage nicht aus Neugier, aber deine ganze Konstellation (mit Freundin /BaföG /Wohngeld) bekomme ich nicht wirklich sortiert, darf ich fragen wie alt du bist ???

MfG Doppeloma
 

JungFlexiblArbeitlos

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>>Deine Ehrlichkeit in allen Ehren, aber solange du definitiv KEINE ANDERE (wenigstens) amtsärztliche Einschätzung dazu vorliegen hast, bist du vor dem Gesetz für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig und somit ist zunächst mal das JobCenter für dich zuständig.<<

Das war ja auch meine Eingangsfrage, da die ja nur Ablehnen weil ich die Aussage getätigt habe. Irgendeine Einschätzung von jemanden der das darf gibt es nicht.

>>Deine eigene Ansicht dazu, wird auch das Sozial-Amt nicht interessieren, du solltest dir zunächst mal irgendeinen anderen Arzt suchen (Hausarzt), der dir deine aktuelle Arbeits-Unfähigkeit bescheinigen kann.<<

Wenn man so argumentiert macht Sozialamt natürlich keinen sinn. Hab auch nen neuen Arzt in Aussicht, die wollen sich am Donnerstag melden. Wir sind ja nicht mittellos, ich denke ich warte mal noch das Gespräch mit dem neuen Psychiater ab bzw schau wie kurzfristig der Termin sein kann und entscheide dann.

>>Mit welcher Begründung wurde denn dein Antrag abgelehnt ???<<

"Sie können keine Leistungen beanspruchen, weil Sie nicht erwerbsfähig sind. Die Entscheidung beruht auf § 7 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 i. V. m. § 8 SGB II"

Dann noch das übliche, Rechtsbehelfsbelehrung

>>Eine Begründung für den Widerspruch ist KEINE Pflicht, der muss trotzdem bearbeitet werden, du bist mittellos und hilfebedürftig, diese Ablehnung ist nicht zulässig und du stellst dich für mindestens 3 Stunden täglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.<<

Jop, ok.
<<Also lege Widerspruch ein, dann zählt nämlich das aktuelle Antragsdatum weiter für deinen Leistungs-Anspruch.
Ab wann hast du Leistungen beantragt ???<<

Antragstellung war der 14.02.2012

>>Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass du Wohngeld bekommst, das gibt es (nach meiner bisherigen Kenntnis) doch NUR, wenn ein gewisses (zusätzliches) Grundeinkommen vorhanden ist...:confused:

WO und WIE bist du denn aktuell überhaupt Krankenversichert, aus Wohngeld ergibt sich keine K-Versicherung...???

Ich würde es gerne verstehen, ich frage nicht aus Neugier, aber deine ganze Konstellation (mit Freundin /BaföG /Wohngeld) bekomme ich nicht wirklich sortiert, darf ich fragen wie alt du bist ???<<

Ok, dann mach ich das noch etwas genauer, ich fasse den ganzen Werdegang mal bisschen zusammen:

Ich bin 30 Jahre und lebe mit meiner Freundin in einer BG. Sie ist 50% schwerbehindert und bekommt EU Rente in Höhe von 500 Euro. Zuätzlich macht sie ne Ausbildung und bekommt Bafög in Höhe von (ich glaub) 465 Eur. Ich bekomme seit Februar Wohngeld ihn Höhe von 214 Eur.
Ich erwähnte ja das dies der 2. Antrag ist und ich beim ersten noch im Widerspruch bin. Der Widerspruch läuft seit Dezember letzten Jahres. Der erste Antrag wurde abgelehnt weil meine Freundin zu viel verdient, sie bekam zur EU Rente und Bafög auch noch Kindergeld. Kindergeld wurde aber zum Januar gestrichen (wir sind da auch noch im Widerspruch) also hab ich neuen Antrag auf ALG II gestellt. Welche nun wegen nicht erwerbsfähig abgelehnt wurde.
Ich bezweifel auch das wir überhaupt SH kriegen würden, da meine Freundin zu viel hat, aber das nur am Rande.
Ich bin freiwillig Pflichtversichert und drück von dem Wohngeld meine 150 Eur ab um wenigstens versichert zu sein.

Was ich prinzipiell nur erreichen will, ist das mir das Arbeitsamt zumindest die KV+PV bezahlt. Wir sind ja nicht mittellos, aber wir machen halt monatlich ca. 200 Euro verlust und haben kaum noch ersparnisse.

Und ich hock halt auf meiner Angsstörung/Depression und meine Freundin auf ihrer Schizophrenie und durch die Geldsorgen wirds nicht besser. Ich bin studierter Sozialarbeiter, aber mir fehlt echt die Kraft für sonen scheiss. Ich bin froh das ich überhaupt nen Bein vor die Tür setzen kann....wie auch immer, ich will hier nicht rumheulen. Ich hoffe meine Ausführungen klären das etwas.
 
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