Ernährungsmehrbedarf bei Pangastritis? (1 Betrachter)

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E

ExitUser

Gast
Moin,

Nachdem die Diagnose der Pangastritis (chronische Gastritis Typ B, ausgehend vom Pförtner + Speiseröhrenentzündung resultierend aus chronischem Sodbrennen) endlich aus dem Labor an den Hausarzt geflattert kam, und mir die Ärztin klar machte, dass die Gastritis immer wieder kommt, und ich mich auf dauerhafte Schonkost einstellen sollte, hab ich als aller erstes an meinen Geldbeutel gedacht.
Japp - als ALG II Empfänger macht man das wohl so.

Ich habe nun eine Woche lang Schonkostbasiert eingekauft und gekocht, und mein Budget pro Woche, reicht vorne und hinten nicht.
Ich muss mich ausgewogen ernähren, vertrage aber nur noch einen Bruchteil dessen, was ich früher "günstig" gekauft habe.

Wäre eine Pangastritis mit resultierender Schonkosternährung ein Grund für einen Antrag auf Mehrbedarf bzgl. Ernährung?


Grüße
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Everafter,

bitte schau mal hier rein!

https://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2004/ALG_II_Durchfuerhungshinweise/hw21.pdf


Regelbedarfsstufen rückwirkend ab dem 01. Januar 2012

37,40 – 74,80 MB kostenaufwendige Ernährung 10-20 % § 21 Abs. 5 SGB II

Die Auflistung findest du im ersten Link "Art der Erkrankung"

Gruß:icon_pause:
Auch wenn die Pangastritis / Gastritis nicht in der Liste aufgeführt ist, werde ich es einfach probieren müssen. Attest vom Arzt holen und dann die Daumen drücken, müsste die Devise sein.


Danke dir :)
 

Sinuhe

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Auch wenn die Pangastritis / Gastritis nicht in der Liste aufgeführt ist, werde ich es einfach probieren müssen. Attest vom Arzt holen und dann die Daumen drücken, müsste die Devise sein.


Danke dir :)

Das wird wohl nicht ausreichen.Du solltest Deinen finanziellen Mehrbedarf über einen gewissen Zeitraum auf Euro und Cent belegen können,wenn Du damit vor dem SG landest.
 

Atze Knorke

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Mitglied seit
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Erstens:

... die DV (privatrechtlicher Verein) aus 2008 waren bereits
bei Herausgabe nicht mehr aktuell - wir schreiben jetzt das Jahr 2012!
Dieses Konstrukt ist die Hintertür zu Sozialleistungskürzungen
an Kranken und Behinderten, die von Hause aus einen erhöhten
und besonderen Ernährungsaufwand haben!

Quelle: https://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen_archiv/empfehlungen2008/pdf/DV 25-08.pdf

Die Gewährung von Zulagen bei hier nicht berücksichtigten
Erkrankungen soll durch diese Empfehlungen nicht
ausgeschlossen werden.


Diese "Empfehlungen" wurden in der Zwischenzeit sogar als
Rechtsgrundlage in den Gerichtsstand erhoben. :confused:

Der Regelsatz soll noch einen finanziellen Mehrbedarf zur Ausgabe
von Euronen hergeben, diese anhaltenden Spitzfindigkeiten des SG
sind zynisch und lassen erkennen, was hier verschleiert werden soll.

Das entspricht keiner geeigneten Entscheidungsgrundlage und
das SG macht den Bock zum Gärtner!

Nicht alle Produkte können in Qualität, Quantität, Region,
Preisniveau, Standard (Gebinde- und Packungsgröße),
entsprechend abgestimmter Preissteuerung im
untersten Preissegment gekauft werden.
Es gibt keine unendliche Haltbarkeit von Lebensmitteln!

Kleine Mengen, großen Mengen, Fahrkosten und Aufwand
für den kranken Betroffenen, nicht alle billigen
Nahrungs-/Lebensmittel sind für eine ausgewogene Ernährung/Vollkost geeignet.

Schon unter diesen Bedingungen ist eine gesunde und regelmäßige Ernährung - Tagessatz -
mit einer Krankheit niemals gegeben und nicht aufrechtzuerhalten!


Zweitens:

Der Regelsatz gibt kein MEHR an Euronen her!
Der Lug und Betrug in der Regelsatzberechnungen alá Gesetzgeber
zieht sich durch wie ein rotes Tuch! :icon_dampf:

Bei dem MEHRBEDARF handelt es sich um die Tatsache, nicht einen
durchschnittlichen Lebensstandard zu gewährleisten!
Es sind notwendige, ärztlich angeordnete, medizinische Behandlungsmaßnahmen!

Die DV die Höhe des Betrages inkorrekt bzw. keine Berechnung für
kranke, behinderte Betroffene für die Vollkost zur Verfügung stellt.

Der DV 2008 im Regelfall NUR ALS ORIENTIERUNGSHILFE dienen
kann! Sie stützen sich nicht auf belastbare wissenschaftliche Begründungen.

Die DV 2008 stellen einen direkten Eingriff in die Grundrechte
von Kranken und Behinderten dar und sind willkürliche Grundrechtsverletzungen!

Ungleichbehandlung im Sinne des Art. 3 I GG.
 
E

ExitUser

Gast
Das wird wohl nicht ausreichen.Du solltest Deinen finanziellen Mehrbedarf über einen gewissen Zeitraum auf Euro und Cent belegen können,wenn Du damit vor dem SG landest.
Das ist bei mir sowieso Gang und Gebe.
Ich zähle jeden Cent bevor ich einkaufen gehe. :)
Wobei ich mir das SG nicht unbedingt zu muten möchte. Das ist Stress der mir nur unnötig auf den Magen schlägt (wortwörtlich).
 
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