Erkrankung dem Jobcenter angeben? Oder lieber verschweigen?

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Tokess

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Hallo, ich bin jetzt 57, leider krank geworden und es zeichnet sich eventuell ab, das dies chronisch verläuft.. daduch zeichnet sich schon eine Leistungsschwäche ab.

Nun habe ich die Frage, ob mir Nachteile entstehen, wenn ich dies dem Jobcenter angebe... oder sollte ich dies lieber verschweigen?
Bin da jetzt unsicher.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
Grüße
 

Wutbuerger

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Ich würde sagen rechtlich wäre maßgebend wenn du krankgeschrieben bist .Dann mußt du das ja mitteilen . Vielleicht wirst du irgendwann mal zur Rentenantragstellung gedrängt . Wenn du eine EM Rente bekommen würdest , wäre das nicht eher vorteilhaft ? Da gibt's aber im ALG2 nur Geld , wenn du noch keine 2 Jahre aus dem Job bist - sprich in den 5 letzten Jahren drei Jahre Beiträge bezahlt hast .
Von ALG1 werden- soweit mir bekannt- Beiträge bezahlt , von ALG2 nicht .
Hast du keine größeren Vermögenswerte kannst du ja riskieren dem JC mitzuteilen was Sache ist , schlimmstenfalls bekommst du Grundsicherung .
 

gelibeh

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Krank sein, heißt ja nicht zwangsläufig auch, dass das für eine Rente reicht. Es kann auch Einschränkungen geben, die es einem unmöglich machen, jeden Job auszuführen. Um zu vermeiden, dass ein SB einem solche Jobs anbietet, sollte man dem nachweislich mitteilen, dass es gesundheitliche Einschränkungen gibt, die es unmöglich machen, jede Arbeit anzunehmen. Diagnosen gehen einen SB aber nichts an. Dann muss eben ein Amtsarzt die Leistungsfähigkeit feststellen und in einem Gutachten schreiben, was man noch kann bzw. nicht.
 

Albertt

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Hallo, ich bin jetzt 57, leider krank geworden und es zeichnet sich eventuell ab, das dies chronisch verläuft.. daduch zeichnet sich schon eine Leistungsschwäche ab.

Nun habe ich die Frage, ob mir Nachteile entstehen, wenn ich dies dem Jobcenter angebe... oder sollte ich dies lieber verschweigen?
Bin da jetzt unsicher.

Gegenfrage: Du bist seit 2012 hier am schreiben.. Hast du in den Jahren nichts gelernt?
 

Doppeloma

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Hallo Tokess,

Hallo, ich bin jetzt 57, leider krank geworden und es zeichnet sich eventuell
ab, das dies chronisch verläuft.. daduch zeichnet sich schon eine
Leistungsschwäche ab.

kann ich mich nur anschließen, es gibt hunderte (wenn nicht inzwischen tausende) Beiträge dazu im Bereich ALGII und "Schwerbehinderte /Rente ..." vielleicht einfach mal was nachlesen was dazu schon geschrieben wurde über die Jahre ... :icon_kinn:

Nun habe ich die Frage, ob mir Nachteile entstehen, wenn ich dies dem Jobcenter angebe... oder sollte ich dies lieber verschweigen?
Bin da jetzt unsicher.

Welche "Vorteile" hast du denn jetzt, wo man noch nicht weiß, dass es gesundheitliche Einschränkungen gibt ???

Zunächst solltest du mal AU geschrieben sein wenn du akut krank bist, da bekommt der SB /das JC den Krankenschein und mehr als da drauf steht, hat einen Arbeitsvermittler auch nicht zu interessieren ... der ist ja kein Arzt, dass der beurteilen könnte wie es dir geht und in der Zukunft gehen könnte, wenn das chronisch werden sollte.

Ansonsten gilt was dir schon geschrieben wurde, man muss dich zum Arzt vom JC schicken, wenn du (allgemein gehalten) sagst, dass du für einige Tätigkeiten wohl gesundheitlich nicht mehr geeignet bist ... das hat ein studierter Mediziner zu prüfen und kein Arbeits-Berater / -Vermittler.

Das Weitere wird sich dann ergeben (müssen), kommt ja auch auf die konkrete Erkrankung an, chronische Krankheiten und bestimmte Alterserscheinungen (Sehschwächen / Rücken und Gelenkbeschwerden /Herz- Kreislauf usw.) die die Leistungsfähigkeit einschränken, sind ja Ü 50 nicht so ungewöhnlich.

Wir sind eben (leider) alle nicht unverwüstlich, das wird aber die DRV nicht unbedingt beeindrucken müssen, um EM-Rente zu zahlen ...

Trotzdem bleibt der Anspruch erhalten so lange man Nahtlos aus KG/ ALGI in Hartz 4 angekommen ist ... sonst könnten sich die JC ja nach 10 Jahren ALGII auch langsam sparen die Dauerlangzeit-Arbeitslosen Kranken LE immer wieder zum Antrag auf EM-Rente zu drängen.

Oft genug nur deswegen weil sie mal länger oder öfter AU waren und das JC nicht in der Lage ist ihnen auch bei bester Gesundheit noch eine ordentliche, gut bezahlte neue Stelle zu vermitteln ... dann "vermittelt" man sie eben möglichst irgendwie in die (meist magere) Rente ... früher oder später ... :icon_dampf:

MfG Doppeloma
 

Tokess

Elo-User*in
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Dann danke ich euch erstmal für eure Ausführungen!

Ansonsten hatte ich das mal so verstanden wenn man vorzeitig in Rente geht oder irgendwann zwangsverrentet wird erhält man keine Grundsicherung.

Ansonsten verstehe ich euch so, wenn nichts total Gravierendes vorliegt macht es keinen Sinn das JC zu informieren und es besteht auch kein MUSS.


Zu Albertt und auch Doppeloma... wenn man auf eine Frage nicht antworten möchte, muss man das ja nicht...
Man kann hier viel erlesen, aber auch nicht immer eindeutiges, da jeder Einzelfall im Grunde auch anders gelagert ist... gleichfalls finde ich die Anmerkung von Albertt auch daneben (also freundlich ist anders) - wenn man im Forum nichts mehr fragen kann/soll und vielleicht nicht müßig ist sich 1000 Seiten durchzulesen um den einen Satz zu finden, der Klarheit bringt - dann hat sich ein Forum als Forum verwirkt.
Aber ohne Fragen wären wohl auch die 1000 Seiten nicht zusammengekommen.

Aber ich habe euch verstanden, keine persönlichen unnützen Fragen - Lesen bildet.


Trotzdem allen > danke für eure Zeit!:dank:
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Tokess,

Ansonsten hatte ich das mal so verstanden wenn man vorzeitig in Rente geht oder irgendwann zwangsverrentet wird erhält man keine Grundsicherung.

Das kommt ja darauf an in welche Rente man geht (oder gehen muss) ...
Wenn eine EM-Rente bewilligt wird (weil die DRV eine Erwerbsminderung bestätigt), dann gibt es auch Grundsicherung aus dem SGB XII, wenn es sich um eine EM-Rente "auf Dauer" (also bis zur regulären Altersrente) handelt und nicht mit Befristung auf höchstens 3 Jahre ...

Auch ab der regulären Altersgrenze (also ab 65 + X je nach Geburtsjahrgang) ist die Grundsicherung des SGB XII zuständig, vorher allerdings nicht, das hast du komplett richtig verstanden.

Das gilt sowohl für Rentner die freiwillig vorzeitig in Altersrente gehen (wollen) als auch für "Zwangsrente" ab 63, wenn das JC dazu auffordert ... es ist aber IMMER davon abhängig, ob der Betroffene auch entsprechende Möglichkeiten dafür (bei der DRV) erarbeitet hat (also genug anerkannte Versicherungszeiten vorliegen).

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten eventuell in "vorzeitige Rente" zu gehen oder gehen zu müssen und davon ist letztlich abhängig, ob man Grundsicherung aus dem SGB XII erhalten wird / kann oder nicht ... sofern man eine Rente unter dem gesetzlichen Mindestbedarf bekommen würde ...

Ansonsten ist dafür auch das SGB XII zuständig (bei vorzeitiger Rente jeder Art), aber mit Sozial-HILFE und nicht mit Grundsicherung.

Ansonsten verstehe ich euch so, wenn nichts total Gravierendes vorliegt macht es keinen Sinn das JC zu informieren und es besteht auch kein MUSS.

Korrekt, es gibt kein MUSS und wenn du mal länger AU sein solltest (wegen deiner Krankheiten, dadurch erfährt ja das JC schon, dass irgendwas nicht ganz in Ordnung ist gesundheitlich bei dir), dann wird das JC (meist jedenfalls) von ganz alleine auf den Gedanken kommen dich mal zum Amtsarzt zu schicken, um deine "Erwerbsfähigkeit" prüfen zu lassen ...

Daraus kann sich dann auch sehr schnell ergeben, dass man dich auffordert eine EM- Rente zu beantragen, weil man dich ja so nicht in Arbeit vermitteln kann ... in vielen Fällen sieht das die DRV dann aber doch nicht als so gravierend an und erwartet vom JC / AfA , dass man dir "passende /geeignete" Arbeit anbieten (können) sollte ...

... wenn man auf eine Frage nicht antworten möchte, muss man das ja nicht...

da hast du natürlich auch völlig Recht, nur würden Viele überhaupt keine Antworten mehr bekommen, wenn die User mit den erforderlichen Kenntnissen und Erfahrungen das auch so durchziehen, weil sie die gleichen Erklärungen schon hunderte Male aufgeschrieben haben ... :icon_kinn:

Vielleicht solltest du auch mal darüber nachdenken, es macht schon einen Unterschied, ob Jemand sich verzweifelt gerade neu angemeldet hat oder bereits seit längerem die Möglichkeit gehabt hätte, nach ähnlichen Fällen mal die Suche zu bemühen ... den so einmalig und selten sind gestellten Fragen meist eher nicht ...

Auch das gehört (aus meiner Sicht) zu einer gut funktionierenden Foren-Kultur, die freiwilligen Helfer nicht unnötig zu belasten wenn es schon genug passende Antworten im Forum dazu gibt, dass man sich bestimmt NICHT mit den JC-SB über seine Krankheiten austauschen sollte ... :icon_evil:

Du hast dich immerhin für die Mühen allgemein bedankt, darum habe ich dir auch gerne erneut geantwortet ...du darfst davon ausgehen, dass ich generell selbst entscheide, wem ich antworten möchte und wem nicht ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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