Erhoffter Umzug - aber überfordert und unwissend

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Luccer

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Hallo zusammen! Ich habe bzgl. Umzug schon Einiges hier gelesen und bin dank Euch schon etwas tiefer in der Materie. Aber irgendwie dann doch nicht.
Derzeit wohne ich in NRW bei relativ günstiger Miete (160,- plus NK) in einem Minihaus, das bei dieser geringen Miete natürlich auch seine Nachteile hat. Im Winter zieht es wie Hechtsuppe, bei zu starkem Regen tropft es ab und an rein. Aus Gründen, die ich nicht näher erläutern möchte (ich hoffe, Ihr habt dafür Verständnis), ist eine Abhilfe durch den Vermieter nicht möglich. Aber diese „Problemchen“ sind nicht der eigentliche Grund für meinen gewollten Umzug. Ich lebe seit über 40 Jahren in dieser Stadt und fühle mich hier total fehl am Platze. Zudem habe ich mich mit meiner Familie überworfen und habe regelrecht Angst, diese beim Einkauf oder so zu treffen. Unter anderem dadurch und frühere berufliche Belastung leide ich an Depressionen, bin in therapeutischer Behandlung. Beruflich habe ich eine neue Ausbildung abgeschlossen, sehe aber in diesem Umfeld (die Stadt plus Umgebung) keine Aussichten. Kurzum: Ich möchte hier weg, wozu mir auch mein Hausarzt geraten hat. Auch wegen meiner (körperlichen) Erkrankung (Asthma).
Jetzt aber zur Sache: Wie spreche ich das Thema bei meiner noch recht jungen, unerfahrenen und etwas zickigen SB an? Als wichtigen Grund wird man mein „Unwohlsein“ hier wohl kaum anerkennen und meine beruflichen Aussichten an einem neuen Standort kann ich ja auch nicht belegen. Meine Lungenfachärtzin allerdings hat mir zu einem Umzug (Küstennähe) geraten, derzeit versuche ich, mir eine schriftliche Bestätigung von ihr geben zu lassen. Aber irgendwie „quält“ sie sich damit, warum auch immer.
Mein Vermieter würde mich aus meinem Vertrag entlassen, wenn ich ihm einen Nachmieter präsentiere, den ich aktuell schon suche. Aber was, wenn ich ihn gefunden habe? Das kann morgen sein, oder erst in 10 Wochen. Also nicht wirklich planbar. Und wenn, dann muss ja alles ratzfatz gehen. In der Kürze der Zeit also eine neue Wohnung finden, vorher möglichst besichtigen. Und wenn ich eine passende Wohnung gefunden habe schnell zuschlagen. ABER: Wie kriegt man das dann noch mit dem JC vereinbart? Besonders schnell sind die hier nicht. Seit Wochen informiere ich mich schon über Wohnraum an der Küste, die Stadt ist mir da eher egal. Was ich aber so gesehen habe ist: Selbst für 280 oder 300 Euro Kaltmiete bekommt man dort teilweise viel Wohnraum (über 50 qm). Ticken die Uhren im Norden anders, wird dort bei mehr Quadratmetern eher ein Auge zugedrückt?
Ach, ich hab so viele Fragen. Kann ich, wenn ich eine passende Wohnung finde, den Mietvertrag unterschreiben? Ich muss ja mal eben schlappe 300 – 400 km zur Besichtigung fahren. Oder erst das Mietangebot einholen, dann zum alten JC und auf deren Genehmigung warten? Mit der Gefahr, dass die Wohnung dann vl. weg ist?
Ich freue mich riesig auf einen Neustart, vor allem auch im Beruf. Aber die Hürden bis dahin … Was, wenn mir das JC einen Umzug nicht genehmigt? Den Umzug würde ich eventuell ohne Übernahme des JC schaffen. Aber was, wenn ich eine neue Wohnung finde? Wenn es preislich in die Vorgaben passt, aber etwas zu groß ist? Oder sie etwas teurer ist als genehmigt? Bekomme ich dann die übliche Kaltmiete und muss die Differenz aus dem Regelsatz zahlen?

Ich bin für jeden Tipp dankbar. Und auch für Meldungen von Leuten aus dem Norden mit Erfahrungen mit den JC 's dort. Vorzugsweise aus der Gegend von Emden bis Wilhelmshaven. Danke, danke, danke!
 

Kikaka

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Nehmen wir mal Wilhemshafen.Dort soll es hinreichend Wohnungsangebote geben.

https://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-Wilhelmshafen-Stadt---01.01.2012.pdf

Für eine Person gilt für die Bruttokaltmiete eine Obergrenze von 306 €. Wohnungsgröße 50 qm. Wenn die Bruttokaltmiete nicht überschritten wird darf die Wohnung auch größer sein.
-Heizkosten sollten nicht höher als ca. 60 € sein, dann gibt es keine Probleme.

Wenn Du entsprechendes Mietangebot gefunden hat reichst Du dieses bei Deinem jetzigen JC zur Angemessenheitsprüfung schriftlich ein.Von denen bekommst Du einen Bescheid .
-Gleichzeitig stellst Du einen Antrag schriftlich auf Zusicherung der Kostenübernahme des Umzuges .Dieser Antrag muß begründet sein, d.h. Du mußt unbedingt die ärztlichen Atteste beibringen.

Tip : Erspare Dir möglichst mündliches Hickhack mit SB , konfrontiere schriftlich
-Natürlich ist das jetzt nur ein knapper Orientierungsrahmen,es werden weitere Fragen zu klären sein.
 

Purzelina

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Sicher würde ein Umzug an die Küste deiner Gesundheit zuträglich sein, nur ob diese Zuträglichkeit auch gleich zu einer Kostentragungspflicht durch das JC führt?

Asthma ist eine Volkskrankheit, wenn jetzt alle Betroffenen ins günstigere Klima ziehen wollten........:confused:

Einfacher wäre es mit Arbeitsplatz am neuen Wunschwohnort oder Kosten des Umzuges selbst tragen.
 

gelibeh

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Wenn Du ein Attest von Arzt hast, dass ein Umzug als notwendig erachtet, dürfte das einfacher werden Die Wohnsituation ist ja im Winter auch nicht gerade gesundheitsfördernd.
Kann ich, wenn ich eine passende Wohnung finde, den Mietvertrag unterschreiben? Ich muss ja mal eben schlappe 300 – 400 km zur Besichtigung fahren. Oder erst das Mietangebot einholen, dann zum alten JC und auf deren Genehmigung warten? Mit der Gefahr, dass die Wohnung dann vl. weg ist?
Nicht sofort unterschreiben. Vom neuen JC eine Bescheinigung holen, dass die Miete angemessen ist und die dann beim alten JC einreichen.
Das Problem sind ja die Umzugskosten und die Kaution. Brauchst Du das alles nicht, kannst Du auch ohne Genehmigung umziehen, musst aber auf die angemessene Miethöhe am neuen Ort achten.
 

Luccer

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Erstmal lieben Dank für die bisherigen Antworten. Besonders den Hinweis auf die schriftliche Vorgehensweise (statt mündlich) werde ich mir zu Herzen nehmen. Auch, wenn es dadurch deutlich länger dauern wird. Aber ich lese aus euren Beiträgen, dass die Chancen da eher schlecht stehen, dass mir das jetzige JC einen Umzug genehmigt. Den Umzug selbst könnte ich ja wie geschrieben eventuell selbst stemmen.

Kniffelig wird es dann wohl bei einer eventuellen Mietkaution. Oder, wie ich hier an anderer Stelle gelesen habe, besteht die Chance auf eine Art Darlehen des neuen JC ?
Schlau habe ich mich jetzt auch wegen der Bruttokaltmiete gemacht. Diese ist als die Kaltmiete inklusive der Nebenkosten, ohne Heizkosten? Richtig? Das schränkt natürlich die möglichen Mietobjekte erheblich ein. :frown:

Maßgebend ist also für das JC die Bruttokaltmiete. Selbst bei einer Wohnung von (gesponnen) 80 qm bei einer Bruttokaltmiete von 299,- würde das JC das Ok geben?

Und was ist, wenn die Bruttokaltmiete etwas höher ist? Die Differenz muss ich dann aus dem Regelsatz tragen? Oder sagt das JC dann, anstatt der maximalen (z.B.) 306 Euro zahlen wir nur 280?
 

Kikaka

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Maßgebend ist also für das JC die Bruttokaltmiete. Selbst bei einer Wohnung von (gesponnen) 80 qm bei einer Bruttokaltmiete von 299,- würde das JC das Ok geben?
-Lege es nicht darauf an. Der Streit wird wegen der dann höheren Heizkosten eskalieren.Aber bis 55qm geht das schon.

Und was ist, wenn die Bruttokaltmiete etwas höher ist? Die Differenz muss ich dann aus dem Regelsatz tragen? Oder sagt das JC dann, anstatt der maximalen (z.B.) 306 Euro zahlen wir nur 280?

- So ist es. Hat aber auch die Konsequenz das Umzugskostenübernahme sowie Kaution nicht übernommen werden weil die Wohnung unangemessen ist.

Oder, wie ich hier an anderer Stelle gelesen habe, besteht die Chance auf eine Art Darlehen des neuen JC ?
Nein,bei Unangemessenheit gibt es das nicht
...............
 
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