"Erhöhung von Hartz IV kurbelt Konjunktur stärker an als jede Steuersenkung"

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Elo-User*in
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Meine Meinung zu Rettung diesen unseren Land !

Die Regelsätze bei ALG II müssten erhöht werden ( ich denke ein pauschaler Satz von € 420,- pro Person sollten schon sein ) zzgl. KdU.
Die Löhne müssten steigen auf Europa durchschnitt und über ALG II liegen.
Die MwSt. vorrübergehend von 19% auf 15%

Einsparungen:
Kindergeld ab einen bestimmten Netto Jahreseinkommen nicht mehr zahlen.:icon_evil:
Bei einen niedrigen Jahreseinkommen weniger Sozialabgaben für den Arbeitnehmer.
Ab einen bestimmten Jahreseinkommen höhere Sozialabgaben für den Arbeitnehmer.
Durch höhere Löhne weniger Aufstocker.
Kaufkraft würde durch höhere Löhne und ALG II deutlich steigen.

Gruß Coole-Sache :icon_klatsch:


Eigentlich bin ich mit deinen Vorschlägen konform, jedoch die MwSt. würde ich mindestens auf 10% runter senken um eine spürbare preissenkung zu bekommen!

Es ist schon lange kein Geheimniss mehr, dass geringe Steuersätze mehr an Einnahmen bringen!
 

MenschMaier

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Eigentlich bin ich mit deinen Vorschlägen konform, jedoch die MwSt. würde ich mindestens auf 10% runter senken um eine spürbare preissenkung zu bekommen!

Es ist schon lange kein Geheimniss mehr, dass geringe Steuersätze mehr an Einnahmen bringen!

Und mindestens 500 Euro RS, alles darunter ist nicht akzeptabel.
mm
 

galigula

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Ja, aber halt nicht genug, um dadurch die H4-Bezieher zu finanzieren. Das klappt einfach nicht. Ein Kreislauf, in dem es keine Verluste gibt, existiert leider noch nicht.

Eine Vermögenssteuer oder eine hohe Einkommenssteuer für wirklich Reiche klingt sympathisch. Ich habe aber keine Zahlen, um gegenzurechnen, ob sich das wirklich lohnt. Am Ende gibt es gar nicht so viele Reiche in Deutschland. Und - was dann?

Es geht nicht um einen Kreislauf ohne Verluste ,sondern um die überfällige Ankurbelung der Binnenkonjunktur und da wäre die Hartz 4-satz-erhöhung äusserst nutzvoll.So wie Sancho sagt,fliesst diese Erhöhung direkt in den Konsum,alle Ökonomen sind sich einig,dass ein Konjunkturpaket nur sinnvoll ist,wenn es schnell wirkt.
Bei unserer Sparquote von Null kann kein Mensch eine blitzartige Konjunkturankurbelung bestreiten.
Ausserdem wird oft nicht bedacht,dass wir Hartzler eine absolut wichtige und sinnvolle Rolle in der Wirtschaft spielen.
Ohne uns Arbeitslose würde die deutsche Wirtschaft in kürzester Zeit total zusammenbrechen, ohne uns Erwerbslose würde sich eine Lohn-Preis-Spirale ungeahnten Ausmases entwickeln,die darauffolgende Hyperinflation würde unsere Ökonomie hinwegfegen,deshalb müssten unser sogenannten Leistungsträger uns eigentlich sehr dankbar sein und unseren Satz massiv erhöhen.
 
E

ExitUser

Gast
Es geht nicht um einen Kreislauf ohne Verluste ,sondern um die überfällige Ankurbelung der Binnenkonjunktur und da wäre die Hartz 4-satz-erhöhung äusserst nutzvoll.So wie Sancho sagt,fliesst diese Erhöhung direkt in den Konsum,alle Ökonomen sind sich einig,dass ein Konjunkturpaket nur sinnvoll ist,wenn es schnell wirkt.
Bei unserer Sparquote von Null kann kein Mensch eine blitzartige Konjunkturankurbelung bestreiten.
Ausserdem wird oft nicht bedacht,dass wir Hartzler eine absolut wichtige und sinnvolle Rolle in der Wirtschaft spielen.
Ohne uns Arbeitslose würde die deutsche Wirtschaft in kürzester Zeit total zusammenbrechen, ohne uns Erwerbslose würde sich eine Lohn-Preis-Spirale ungeahnten Ausmases entwickeln,die darauffolgende Hyperinflation würde unsere Ökonomie hinwegfegen,deshalb müssten unser sogenannten Leistungsträger uns eigentlich sehr dankbar sein und unseren Satz massiv erhöhen.

Eine generelle Erhöhung der unteren "Einkommen" wie Sozi, Hartz IV, untere Renten und ein Mindestlohn, der unabhängig von aufstockendem Hartz IV zum Leben reicht, wäre das Beste, denn da könnten Politik wie Wirtschaft "ihren Teil zum Wohle des Landes" bringen.
 
E

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Eine generelle Erhöhung der unteren "Einkommen" wie Sozi, Hartz IV, untere Renten und ein Mindestlohn, der unabhängig von aufstockendem Hartz IV zum Leben reicht, wäre das Beste, denn da könnten Politik wie Wirtschaft "ihren Teil zum Wohle des Landes" bringen.

Hier gebe ich Sancho voll und ganz recht. Das Problem in Deutschland ist eindeutig die fehlende Binnenkonjunktur. Eichel hat den Spitzensatz der Einkommensteuer von 52 auf 42 Prozent gesenkt und uns dafür einen Wirtschaftsaufschwung versprochen. Herausgekommen sind allerdings nur 30 Milliarden Euro Schulden jährlich, weil die Reichen ihr Geld lieber in Liechtenstein angelegt haben.
 

pinguin

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jedoch die MwSt. würde ich mindestens auf 10% runter senken um eine spürbare preissenkung zu bekommen!
Wem bringt das was? Ich kaufe mir keine Waschmaschine, nur weil die 25 Euro billiger ist.

Ich bin gegen jede Form der MwSt.-Reduzierung, denn die reduziert auch die Handlungsfähigkeit des Staates. Gerade bei derart vielen Minijobs, wo ja eh keine Steuern anfallen, ist die MwSt. eine elementare Stütze für den Staat., aus der er eben wiederum u. a. seine ALG2-Leistungen bezahlen kann. Viel eher würde ich die Einkommensteuer bei abhängig Beschäftigten komplett abschaffen und die MwSt. noch erhöhen, selbstredend mit einhergehender Herabsetzung oder Abschaffung bei Lebensmitteln.

Es ist schon lange kein Geheimniss mehr, dass geringe Steuersätze mehr an Einnahmen bringen!
Das ist Unfug. Was bekommt man als Einzelner für 8,27 Euro? Das ist bei mir der im Dezember bisher angefallene 7%ige MwSt.-Anteil bei Lebensmitteln; der 19%ige Anteil für sonstige Waren liegt noch deutlich darunter.

ciao
pinguin
 
E

ExitUser

Gast
Wem bringt das was? Ich kaufe mir keine Waschmaschine, nur weil die 25 Euro billiger ist.

Ich bin gegen jede Form der MwSt.-Reduzierung, denn die reduziert auch die Handlungsfähigkeit des Staates. Gerade bei derart vielen Minijobs, wo ja eh keine Steuern anfallen, ist die MwSt. eine elementare Stütze für den Staat., aus der er eben wiederum u. a. seine ALG2-Leistungen bezahlen kann. Viel eher würde ich die Einkommensteuer bei abhängig Beschäftigten komplett abschaffen und die MwSt. noch erhöhen, selbstredend mit einhergehender Herabsetzung oder Abschaffung bei Lebensmitteln.

Das ist Unfug. Was bekommt man als Einzelner für 8,27 Euro? Das ist bei mir der im Dezember bisher angefallene 7%ige MwSt.-Anteil bei Lebensmitteln; der 19%ige Anteil für sonstige Waren liegt noch deutlich darunter.

ciao
pinguin

Denkfehler!

Die Preise für Lebensmittel würden zwar um ein paar Cent zurückgehen, die Produktionskosten würden aber steigen, ebenso die Preise für den ÖPNV, Benzin und andere "täglichen" Bedürfnisse.

Gewonnen hättest Du dadurch nichts.

Dann lieber die MwST generell runter, denn auch von 8,27€ hätte man davon mehr, wenn man Deinen Gedanken folgt.
:icon_smile:
 

pinguin

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Sicher?

Dann lieber die MwST generell runter, denn auch von 8,27€ hätte man davon mehr, wenn man Deinen Gedanken folgt.:icon_smile:
Was genau hätte man davon mehr? Und dann sage mir, wie Du die Sozialleistungen des Staates finanzieren willst. Das geht nur, wenn der Staat kontinuierliche Einnahmen hat. Verbraucht wird immer, zumindest in Bezug auf die lebensnotwendigen Bereiche. Alle nicht lebensnotwendigen Bereiche brechen in einer Zeit, wo sich die Leute diese, durch Dumpinglöhne bedingt, nicht leisten können, eh zusammen. Die meisten Dumpingentlohnten zahlen aber gar keine Steuern; je weiter sich dieses Dumpinglohnproblem ausdehnt, desto weniger Lohn- und Einkommensteuern fließt in die Staatskasse.

Ist es dann nicht günstiger für den Staat, die MwSt. noch zu erhöhen und andere Steuern abzuschaffen? Warum sollten denn Verbrauchssteuern nicht die überhaupt einzigsten Steuern sein, die Privathaushalte zahlen?

Rechenbeispiel:
1.800 brutto macht bei Steuerklasse 1 etwa 1.200 netto; ohne Lohnsteuern etwa 1.410 netto. Diese 210 Euro mehr Netto spare ich mir im Monat durch die MwSt nicht ein.

4.000 brutto macht bei Steuerklasse 1 etwa 2.240 netto; ohne Lohnsteuern etwa 3.170 netto. Diese 930 Euro mehr Netto spare ich mir im Monat auch hier durch die MwSt nicht ein.

ciao
pinguin
 

Hotti

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Das ist doch alles Show und Wahlkampf. Die einzige Chance ist eine Regierungbeteiligung der Linken für eine Hartzerhöhung. Oder wenn das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass die Regelsätze zu niedrig sind. Die Spd, oder die Grünen werden nichts erhöhen.
 

jane doe

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Es gibt keine "500 Mrd für die Banken". Das ist lediglich eine Absicherung, aber 500 Milliarden Euro fliessen sicher nicht an "die Banken". Ich denke, Viele verstehen das einfach nicht.

und warum ist solch eine garantie so wichtig? genaus es ist doch nur scheingeld. nicht wirklich da. oder wurde bei der byernlb nur spielgeld verbrannt. was ist mit hre? kein geld? nur buchwerte?

jede garantie hat einen geldwert. und der liegt, oh wunder, hier genau bei 500 mrd euro. und wenn die garantie nicht gebraucht würde wäre es auch nicht nötig sie anzufordern, was aber geschehen ist.

Man hätte einfach Konsumschecks verteilen sollen. Ist doch egal, was damit finanziert wird. Das Gejammer der Regierung ist völlig hohl. Warum gehen sie nicht an ihre Goldreserven? Dann hätten sie keine Finanzprobleme mehr.

wie hoch sind die goldreserven? 3400 tonnen entsprechen bei einem maktpreis von 847,35 $/unze, 1 EUR = 1,4051 USD dann genau

zum nachrechnen: 3.400.000.000 g/31,1g = 109324758,842 unzen

109324758,842 unzen * 847,35 $/unze = 92636334404,8 $

92636334404,8 $ * 1 euro / 1,4051 $ = 65.928.641.665,9 euro (~ 66 mrd euro)

das reicht offensichtlich nicht aus, um die finanzprobleme zu lösen.
 

jane doe

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3400 t entsprächen, sofern es denn 3400 t wären!!!
typodingsbums?

es sind übrigens genau 3.412,6 t nach https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610707.pdf#page=28 vom 22.10.2008, verfügbarkeit: jederzeit!

Aber erstens sind es weniger, durch Abverkauf ...
das ist völlig egal, denn das argument war, durch die goldreserven das manko zu finanzieren. aber das reicht schon nicht mit der größeren (angenommenen) menge aus. mit einer kleineren goldreserve ist das argument noch weniger zu halten.

und zweitens liegt der grösste Teil nicht in D-Land.
das ist kein grund. ich habe auch geld bei meiner bank, trotzdem kann ich darüber verfügen. so what?
 

Mario Nette

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Wenn du 3.400 Tonnen Gold auf den Markt wirfst, kannst du nicht mit dem aktuellen Goldpreis rechnen. Der wird durch die Menge nach unten gedrückt. Die 3.400 Tonnen sind nur, wenn sie weiterhin liegen bleiben, so viel wert, nicht aber, wenn sie in Umlauf kommen.

Mario Nette
 

MenschMaier

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typodingsbums?

es sind übrigens genau 3.412,6 t nach https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610707.pdf#page=28 vom 22.10.2008, verfügbarkeit: jederzeit!


das ist völlig egal, denn das argument war, durch die goldreserven das manko zu finanzieren. aber das reicht schon nicht mit der größeren (angenommenen) menge aus. mit einer kleineren goldreserve ist das argument noch weniger zu halten.


das ist kein grund. ich habe auch geld bei meiner bank, trotzdem kann ich darüber verfügen. so what?

Du ignorierst einiges

Es wird immer vom deutschen Gold geredet. Es gibt keine deutschen Goldvorräte! Die gehören, so oder so, den Amerikanern!
SIehe hier:
Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmasslich nur noch als blosser schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.
Das Gelbe Forum - MaxNews (NEU) zu: Dottores "Game Over", Hamers "Weltgeltbetrug", ... (mkT)

Ich gehe davon aus das das so stimmt.Bedenke auch das in den letzten Wochen der Goldpreis, alsö physisch, stark gestiegen ist.
Bei unseren Banken im Ort gibts keine Goldmünzen mehr. Barren (1000g) kosten im Schalterverkauf diese Woche 655 EURO per Feinunze!!!Aber es gibt auch keine Barren zur Zeit.
Also ich glaube nicht an das Goldvorrat Märchen. In Amerika wird ja gewitzelt, das Fort Knox nur so gut bewacht wird, damit niemand merkt das das Gold weg ist :icon_twisted: Da gibts einen Abgeordneten der seit über 20 Jahren da rein will, der hat geklagt und alles mögliche. Die lassen da keinen rein!!!
Aber eigentlich will ich damit nur sagen, daß es nichts zu verteilen gibt.
goldige Grüsse
mm

PS: Ob Du über dein Geld bei der Bank in einer Krise, einer die kommen wird, noch verfügen kannst möchte ich bezweifeln.
 
E

ExitUser

Gast
Sicher?

Was genau hätte man davon mehr? Und dann sage mir, wie Du die Sozialleistungen des Staates finanzieren willst. Das geht nur, wenn der Staat kontinuierliche Einnahmen hat. Verbraucht wird immer, zumindest in Bezug auf die lebensnotwendigen Bereiche. Alle nicht lebensnotwendigen Bereiche brechen in einer Zeit, wo sich die Leute diese, durch Dumpinglöhne bedingt, nicht leisten können, eh zusammen. Die meisten Dumpingentlohnten zahlen aber gar keine Steuern; je weiter sich dieses Dumpinglohnproblem ausdehnt, desto weniger Lohn- und Einkommensteuern fließt in die Staatskasse.

Ist es dann nicht günstiger für den Staat, die MwSt. noch zu erhöhen und andere Steuern abzuschaffen? Warum sollten denn Verbrauchssteuern nicht die überhaupt einzigsten Steuern sein, die Privathaushalte zahlen?

Rechenbeispiel:
1.800 brutto macht bei Steuerklasse 1 etwa 1.200 netto; ohne Lohnsteuern etwa 1.410 netto. Diese 210 Euro mehr Netto spare ich mir im Monat durch die MwSt nicht ein.

4.000 brutto macht bei Steuerklasse 1 etwa 2.240 netto; ohne Lohnsteuern etwa 3.170 netto. Diese 930 Euro mehr Netto spare ich mir im Monat auch hier durch die MwSt nicht ein.

ciao
pinguin

schon mal was von der alte Weise gehört?

Spare in guten Zeiten, gib mehr in schlechten Zeiten.

Die Ausrede "das die Kinder dann unsere Schulden erben" ist genauso unsinn, denn wenn JETZT nichts gemacht wird, haben die Kinder trotzdem Schulden und die Ausgaben alleine für die RS bei Hartz IV (ca 22 Mrd) sind da nur ein kleiner Teil.


Ansonsten sollten auch ALLE etwas davon haben und nicht wie in Deinem Beispiel wieder nur ein Teil der Bevölkerung (zu Gunsten der eh schon betuchten)
 

pinguin

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schon mal was von der alte Weise gehört? Spare in guten Zeiten, gib mehr in schlechten Zeiten.
Sicher kenne ich den Spruch; nur hat der nur dann seine Berechtigung für mich, wenn man in guten Zeiten soviel hat, daß man überhaupt sparen kann. Sicher ist das individuell verschieden, aber, (als abstraktes Beispiel), von einem 1.000 Euro Gehalt kannst Du keine 1.000 Eure zum Sparen zur Seite legen, von 4.000 Euro hingegen schon eher. Und selbst bei jenen Leuten, die in ihren guten Zeiten, Möglichkeiten hatten und nutzten, Mittel zu sparen, bedeutet das auf die Jetztzeit bezogen noch lange nicht, daß diese gesparten Mittel jetzt ausreichen. Es gibt hier zu viele Faktoren, die in einander greifen.

Übrigens ist diese durchaus verständliche Sparwut, die manche an den Tag legen, eine der Ursachen mit für die jetzige Krise. Man kann sich ja auch zu Tode sparen.

Fall1:
Auf der einen Seite stehen Leute und Banken, die sich und ihre Fähigkeiten, weil sie ja schnell viel haben wollen, selber total überschätzen und virtuelle "Werte" schaffen, die keine wirkliche Verbindung zur tatsächlichen Wirtschaft haben. Wenn diese "virtuellen" Werte materialisiert werden sollten, kollabiert die Wirtschaft, weil dem eben diese materiellen Werte nicht entgegenstehen. -> Der Markt bricht zusammen, weil er "ertränkt" wird.

Fall2:
Auf der anderen Seite steht der einzelne Bürger, der überwiegend auch ganz schnell ganz viel haben will; er kann dieses vordergründig aber nur dadurch erreichen, daß er von seinen Mitteln möglichst viel zurückhält und dem realwirtschaftlichen Kreislauf entzieht. Je mehr Leute aber ihre Mittel dem Markt vorenthalten, desto eher kollabiert dieser. -> Hier wird er also ausgeblutet.

Resultat:
Die Auswirkungen der Kombination aus Fall1 und Fall2 ist das, was wir gerade erleben.

Die Gesellschaft hat also durch ihren kollektiven Unverstand selber dafür gesorgt, daß ihr ach so geschätztes Wirtschaftssystem zusammenbricht. Das ist so als wenn zwei Eltern in unterschiedliche Richtungen gehen wollen, auf die Bedürfnisse ihres zwischen ihnen stehenden Kindes keine Rücksicht nehmen und sich hinterher darüber mockieren oder wundern, daß es krachen geht.

Man kann es aber auch mit einem Kreislauf vergleichen, es heißt ja nicht umsonst immer Wirtschaftskreislauf, wo man diesem Kreislauf immer etwas mehr entnimmt, als der Organismus, in dem dieser Kreislauf seine Dienste vollbringt, selber reproduzieren kann.

Ansonsten sollten auch ALLE etwas davon haben und nicht wie in Deinem Beispiel wieder nur ein Teil der Bevölkerung (zu Gunsten der eh schon betuchten)
Ist alles richtig, aber sage sachlich nachvollziehbar, wie willst Du dieses umsetzen? Es ändert nämlich nix daran, daß durch geringere Staatseinnahmen, H4 und Co. nicht erhöht werden. Und selbst wenn man sagt, man schafft eine andere Grundlage für jene Bevölkerungsteile, die nicht zu vernünftigen Konditionen arbeiten dürfen, so basieren jene Zahlungen, die diese Leute erhalten, auf Mitteln, die der Staat zuvor eingenommen hat. Woher sollen die Mittel aber kommen, wenn sich der Staat seiner Einnahmen beraubt? Daß man manches besser ausgeben könnte, steht dabei auf einem anderen Blatt.

ciao
pinguin
 
E

ExitUser

Gast
sicher, aber das ist nicht nicht nur die Schuld der Bürger, sondern des Staates.

Im Gegensatz zum Staat, können sich die Bürger nicht einfach Kredite von den Banken holen und sagen "das zahlen dann die nach mir".

Wenn D vorher angeblich kein Geld hatte, woher nimmt er es jetzt um "Konjunkturpakete" zu schnüren?

Wenn die Bürger kein Geld haben, warum war der Staat immer dafür, z. B. den Niedriglohnsektor zu erweitern, statt sich dafür Stark zu machen, das man von seiner Arbeit ohne Staatsknete leben kann? Mit der "Globalisierung" hatte das weniger zu tun, oder ist D erst seit der Agenda 2010 und Hartz I - IV zum Exportweltmeister geworden?

Jetzt ist plötzlich Geld da, um z. B. Handwerkerrechnungen von der Stuer abzusetzen, Käufer von Autos mit Steuervergünstigungen zu "belohnen", usw.

Hier "beraubt" sich der Staat doch selbst seiner Einnahmen.

Was wäre bitteschön so falsch, wenn der Staat mal auf der einen Seite (z. B. Auslandseinsätze, BKA usw.) etwas hinten anstellt, oder für 1 - 3 Jahre Steuern senkt und den Bürgern/Käufern dafür etwas mehr Geld in den Taschen lässt um erst mal die Binnenwirtschaft zu unterstützen?

Diese Pakete, die jetzt "geschnürt" wurden, helfen so gesehen auch nur den großen Firmen, weil die bei ihren Preisen besser Kalkulieren können und somit meist auch unter den Preisen eines Mittelständlers liegen können.

Im Endeffekt wird der "Mittelstand" weiter vernichtet, die Käufer, also wir haben weiterhin wenig Geld und können uns nichts davon kaufen, aber die Großfirmen und andere sahnen dabei kräftig ab.

Der Binnenmarkt lässt sich nur stützen oder beleben, wenn der Kunde (wir) mehr Kaufkraft besitzt. Das kann auch mit der Zeit eher Arbeitsplätze schaffen, als Steuersenkungen bei immer weniger Umsatz.
 
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