Erhebliche Probleme mit beruflicher Eingliederung und Unterstützung vom Jobcenter (1 Betrachter)

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tobylein

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Hallo zusammen.

Ich stehe gerade vor einer großen Problematik, dass ich nicht weiter komme und mir nur Steine in den Weg gestellt werden.

Kurze Vorgeschichte:

Ich bin seit Juni 2015 depressiv erkrankt, war davor in Arbeit, danach Selbstständig und musste die Selbstständigkeit aufgeben durch Krankheit. Diagnose damals: Schwere Depression und Panikstörung. Auslöser waren davor Mobbing, Arbeitsgerichtsprozesse, soziale Ausgrenzung, drohende Obdachlosigkeit uvm.
Trotz dieser Lage, habe ich mich zu Recht gewehrt und auch Recht bekommen, aber meine Gesundheit hat es geschadet und so wurde ich schwer krank. Der Prozess lief schleichend und habe es es nicht so wahrgenommen, erst wo es zu spät war und da war ich ein Häufchen Elend, das sich täglich gequält hat.
Ich habe mich dann in ärztliche Betreuung begeben, dass Geschäft abgewickelt und in ALG 2 melden müssen, schuldenfrei und ohne Verbindlichkeiten.
Ich wurde erstmal für 6 Monate krankgeschrieben und habe mich zu einer stationären Therapie angemeldet und habe die auch gemacht (2 Monate stationär und 4 Wochen teilstationär), Wartezeit waren 8,5 Monate. Gleichzeitig bin ich jetzt auch in ärztlicher Betreuuung.
Prognose und auch Empfehlung der Klinik ist, dass für mich eine Umschulung bzw. berufliche Reha angebracht wäre. Entlassen wurde ich als arbeitsfähig mit dieser Bedingung.

Nach der Therapie (Juni 2016) war ich beim Jobcenter und habe die berufliche Reha erörtet und wollte um Unterstützung fragen. Ich wurde erstmal auf den Rentenversicherungsträger verwiesen und ich sollte dort mal nachfragen, EGV bekommen mit der Bedingung, dass ich mich an den Rentenversicherungsträger wende und Anträge stelle.
Gemacht und getan und der Rentenversicherungsträger ist für mich nicht zuständig, weil ich nicht die Anwartschaft erfülle (war mir klar und hatte ich auch der SB vom Jobcenter erwähnt, dass mir die Beiträge fehlen).
Mitte November 2016 nächster Meldetermin Jobcenter, ich habe das der SB mitgeteilt und erklärt, darauf hin wollte sie eine Vorführung beim Amtsarzt... Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung. Gemacht und getan und es passierte nichts. Heute hatte ich wieder ein Pflichtmeldetermin und der hatte es in sich!

Ich kam rein in das Zimmer und die SB stellte sich hinter die Tür, ich ging um die Tür und gab ihr die Hand als Begrüßung, die sie zögerlich nur annahm und ging flott zur ihrem Arbeitsplatz. Sie erörterte kurz, dass sie eine EGV abschließen möchte und die Sachstandlage besprechen will.
Danach fragte sie wieder ob ich nochmal beim Rentenversicherungsträger einen Antrag gestellt habe, das verneinte ich und erinnerte sie, dass ich letztes mal schon den negativen Bescheid erwähnt habe. Dann fragte sie ob ich auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe, das beneinte ich wieder, weil ich die Vorausetzungen nicht erfülle und auch im November 2016 schon besprochen wurde.

Auf einmal meinte sie ich bin voll erwerbsfähig und das Gutachten sagt das aus. Ich fragte nach welchen Gutachten und sie meinte, dass es ein Gutachten nach Aktenlage jetzt gibt und alle (Mein Arzt, die Klinik und ÄD) sagen ich bin voll erwerbsfähig, volltags, alle Schichten und ohne Einschränkungen. Ich bin voll einsetzbar und sie muss mich voll vermitteln.

Ich fragte kritisch, was für ein Gutachten, ich habe keins vor mir und ich bezweifle sehr, dass ich voll ohne Einschränkungen arbeitsfähig bin. Ich bin seit 2000, auch Amtsärztlich bestätigt, nur beschränkt arbeitsfähig. Dann erwähnte ich auch, das in der Entlassung der Klinik eindeutig erwähnt ist, dass ich eine berufliche Reha benötige. Dann wurde mein Facharzt nicht befragt, der angeblich alles bestätigt hat!
Ich bat dann gleich dass ich das Gutachten schriftlich haben möchte, das gab sie mir auch gleich (Teil B).

Ich habe es mir vor Ort nicht durchgelesen, erst daheim. Aber sie wurde gleich wo ich den Ausdruck hatte auf einmal nicht so überzeugt, dass ich voll ohne Einschränkungen arbeitsfähig bin. Ich hätte doch Einschränkungen (kurz davor war es anders!).
Achso, das Gutachten ÄD wurde ohne Anfrage von meinen behandelten Arzt, geschweigen von einen Gutachten der Klinik gemacht, sprich einfach mal so heraus! Aber das Gutachten ist zweideutig.. Einmal voll erwerbsfähig ohne Einschränkungen aber gleichzeitig, kein Stress und Zeitdruck, kein Publikumsverkehr, eingeschränkt Heben, Stehen, Sitzen, keine Konzentrations- und Rechenaufgaben! (Keine Ahnung wie der ÄD darauf kommt ohne mich gesehen zu haben und ohne ärztliche Befunde!)
Ich muss erwähnen, dass ich 2 Facharbeiterabschlüsse habe mit sehr guten Noten und FH-Reife, zusätzlich Weiterbildungen mit ebenfalls sehr guten Abschlüssen!

Dann versuchte sie mir meinen Beruf auszureden und ich hätte keine Perspektive, sie hat Bekannte und die sind fit und sind erfolgreich darin, aber ich nicht, weil ich nix kann.
Spontan versuchte sie auf einmal Mitgefühl zu zeigen, und meinte, dass sie mir ansieht, dass ich für den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe sondern nur für den 2. Arbeitsmarkt und es gibt da Möglichkeiten. Sie merket auch an, dass sie mir die mangelnde Konzentrationsfähigkeit sofort ansieht wenn ich vor ihr sitze! Sie stammelte rum mit Eingliederung und Möglichkeiten, ich stoppte sie und fragte sie wegen Teilzeit, dass ich dann aufbauen kann auf Vollzeit. Passte ihr nicht (Wollte mir eine Betreuungsmaßnahme aufdrehen). Ich habe dann klar auf Umschulung und Weiterbildung gelenkt. Dann war die Psycho-Maßnahme mal weg.
Dann kam sie mit tollen Sinnlosmaßnahmen, wie toll die sind und ich würde wieder Struktur haben. Ich sagte nur, dass ich mir selber eine Struktur geben kann und habe, und benötige keine Dritte dafür. Da habe ich SB erzürnt, sie wurde lauter und erklärte mir, dass sie selber weiß was Tagesstruktur sei und das sowas nicht mit der persönlichen Struktur zusammenhängt, sondern mit einer Arbeitsstruktur und die anders sei. Das habe ich hinterfragt. Sie stammelte was von Teamarbeit und Gespräche mit Kollegen was man lernen muss, integration von Konversaation bei der Arbeit und auch im privaten Leben und Persönlichkeit.
Ich habe dann Rückwirkend von meiner Therapie in der Klinik erzählt, dass ich da auch Struktur und Konversation erlernt habe, aber auf einen therapeutischen und fundamentalen Ebene und mit Fachärzten. Ich habe auch erklärt, dass ich den therapeutischen Ansatz dort als gut und hilfreich erfunden habe und mich daran halte und mich nicht abbringen werde.
Ich sprach wieder die Weiterbildung und Umschulung an und hielt fest.

Sie fragte mich genervt dann was ich machen möchte, welche Umschulung... das sagte ich klar und deutlich. Ich erklärte auch warum der angestrebte Beruf gut wäre und wie meine Zukunftaussichten sind. Sie schaute mich wie ein scheues Eichhörnchen an und war still.
Ich erzählte auch von den Websites von der BA (Kursnet usw.) und sie schaute kritisch mich an und ich fragte sie, ob sie die Website von der BA kennt wo man die Bewerberquote abfragen kann nach Beruf. Da wurde Madam erbost und brüllte mich an:
"Sie arbeitet für die BA und sie findet es frech, dass ich sie sowas frage und ihre Kompetenzen in Frage stelle, selbstverständlich würde sie das kennen"!
Ich unterbrach sie bei den Gebrülle und ich meinte, dass sie das falsch versteht und es nur eine einfache Frage ist und es nicht in meiner Absicht liegt, ihre Kompetenzen abzuerkennen.

Danach fragte ich wie es jetzt weiter geht, ich habe zusammengefasst, dass ich voll erwerbstätig bin, aber irgendwie doch nicht - ein Widerspruch in sich!
Habe den Rahmen von Weiterbildung und Umschulung erörtert und nur Gestammel bekommen!
Dann auf einmal will sie ein Berufs-Psychologisches Gutachten in Auftrag geben, ich fragte nach für was? Sie meinte Umschulung, ich fragte welche Umschulung. Sie gab mir kein konkretes ja dafür, also habe ich auch die Untersuchung verweigert und erklärt, dass ich selbstverständlich den Termin wahrnehme, wenn auch eine Umschulung ansteht, nur so mal aus Lust und Laune mache ich das nicht!
Sie erklärte noch, dass sie das in die EGV aufnimmt, ich sprach dagegen und nur wenn es mit einer gesicherten Umschulung in Verbindung ist.

EGV lag sie mir dann vor:
Ziele:
Stabilisierung, Integration und Heranführung an den Arbeitsmarkt

Unterstützung:
Unterstützung bei der beruflichen Orientierung

Mehr war es nicht und ich habe unterschrieben. Psychologischer Dienst, Sinnlos- und Betreuungsmaßnahme standen nicht drin.

Irgendwie war sie bei dem Gutachten extrem aufgeregt und erklärte sich in Widersprüche und wollte meine Ansichten nicht hören, auch auf einmal revidierte sie, dass ich doch erhebliche Einschränkungen habe. Dann auf einmal flippte die aus und brüllte bei einer einfachen Frage. Switchte von Hui auf Pfui.. einmal ja, dann nein.
Irgendwie ist das komisch!

Wie würdet ihr vorgehen, was Weiterbildung und Umschulung angeht?
Ich stehe gerade vor einer Wand, seit Monaten passiert nix, trotz, dass ich mich um beruflicher Eingliederung bemühe.

Liebe Grüße
tobylein
 

SB Feind

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Hallo.

Das hast du deinem SB aber anscheinend ganz schön aus der Fassung gebracht. Hat die sich hinter der Tür versteckt oder wollte Sie dich erschrecken? Gutachten nach Aktenlage obwohl du nicht beim Ärztlichen Dienst warst und der selber aus der Ferne eine Diagnose stellt wie geht das?:doh:

Für Sinnlos Maßnahmen braucht es keine EGV da reicht eine Zuweisung.
Umschulung und Weiterbildung können die aber müssen Sie nicht bewilligen das liegt in der Entscheidung des SB.

Bei mir wurden meine Vorschläge auch alle abgelehnt zu Weiterbildung. Habe denen verschiedene Angebote vorgelegt mit Kosten und länge und das ganze.
 
E

ExitUser

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Hallo Tobylein,
da ist einiges schiefgelaufen, vermute ich.

Du hast einen Antrag auf LTA (berufliche Reha) bereits 2016 gestellt? Warum wurde der dann nicht vom zuständigen Träger beschieden? Wenn ein Träger nicht zuständig ist, muss er den Antrag binnen zwei Wochen an den zuständigen weiterleiten.

Das wäre dann für dich die Rehaabteilung, vermute ich mal stark. Kostenträger ist die BA über das JC.
Wenn über den Antrag noch gar nicht entschieden wurde, würde ich darauf nun bestehen und bis dahin ruht alles andere. Wenn sie ablehnen kannst du klagen. Auf LTA besteht ein Rechtsanspruch. Nur halt nicht unbedingt in Form einer Ausbildung.

p.s. Die Aussage der Klinik ist schon eine gute Voraussetzung.
 

noillusions

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Sie gab mir kein konkretes ja dafür, also habe ich auch die Untersuchung verweigert und erklärt, dass ich selbstverständlich den Termin wahrnehme, wenn auch eine Umschulung ansteht, nur so mal aus Lust und Laune mache ich das nicht!
Sie erklärte noch, dass sie das in die EGV aufnimmt, ich sprach dagegen und nur wenn es mit einer gesicherten Umschulung in Verbindung ist.
Das wird nicht klappen weil eine Umschulung eine Kann-Leistung ist. Die machen den Test zur Bedingung: Friss oder stirb.
Wie würdet ihr vorgehen, was Weiterbildung und Umschulung angeht?
Ich stehe gerade vor einer Wand, seit Monaten passiert nix, trotz, dass ich mich um beruflicher Eingliederung bemühe.
Informieren über diesen Drecks-Test und dann hoffen dass du den gut bewältigst.
Ansonsten Warm-up für deinen Wunschberuf schon mal machen. Wie es aussieht mußt du dich ja gar nicht bewerben, hast also den Rücken frei. So viel Wand kann doch da nicht sein.
 

Doppeloma

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Hallo tobylein,

Ich wurde erstmal für 6 Monate krankgeschrieben und habe mich zu einer stationären Therapie angemeldet und habe die auch gemacht (2 Monate stationär und 4 Wochen teilstationär), Wartezeit waren 8,5 Monate. Gleichzeitig bin ich jetzt auch in ärztlicher Betreuuung.
Du wurdest vom behandelnden Arzt also AU geschrieben, hast du auch einen Bericht (Kopie) dieser Klinik bekommen, dass du mal selber nachlesen kannst, was man dort so aktuell und prognostisch festgestelt hat ?

Prognose und auch Empfehlung der Klinik ist, dass für mich eine Umschulung bzw. berufliche Reha angebracht wäre. Entlassen wurde ich als arbeitsfähig mit dieser Bedingung.
Na-Ja, Arbeits-Fähig zu entlassen ohne sichere Aussichten auch wirklich eine entsprechende Förderung bewilligt zu bekommen und antreten zu können ist ja auch etwas merkwürdig ...

Was sagen denn deine behandelnden Ärzte nach diesem Klinik-Aufenthalt, sehen die dich auch "Arbeits-Fähig" für die Belange des JC, denn die müssen dich ja nicht verschonen, bis (vielleicht) mal eine Weiterbildung beginnen würde OHNE AU vom Arzt.

Nach der Therapie (Juni 2016) war ich beim Jobcenter und habe die berufliche Reha erörtet und wollte um Unterstützung fragen. Ich wurde erstmal auf den Rentenversicherungsträger verwiesen und ich sollte dort mal nachfragen, EGV bekommen mit der Bedingung, dass ich mich an den Rentenversicherungsträger wende und Anträge stelle.
Ja, das können die JC sehr gut, erst mal (versuchen) an die DRV abzuschieben, damit es nicht das eigene Geld kostet, du fängst es aber auch schon falsch an, wenn du immer nur "nett nachfragst" und KEINE schriftlichen / nachweislichen Anträge an das JC stellst ...

Die DRV ist ja nun schon nachweislich RAUS, wenn du dort keine Ansprüche erworben hast auf berufliche Förderung, das hast du doch sicher schriftlich bekommen (von der DRV) und auch ordnungsgemäß und nachweislich bei deinem JC abgegeben ???

Gemacht und getan und der Rentenversicherungsträger ist für mich nicht zuständig, weil ich nicht die Anwartschaft erfülle (war mir klar und hatte ich auch der SB vom Jobcenter erwähnt, dass mir die Beiträge fehlen).
Ob du meinst das schon zu wissen oder ob du das schriftlich (als Bescheid) von der DRV bekommst macht ja einen klaren Unterschied, denn daraus ergibt sich ja die eindeutige Zuständigkeit von JC (AfA/ BA) für deine berufliche Förderung auch im Reha-Fall.

Mitte November 2016 nächster Meldetermin Jobcenter, ich habe das der SB mitgeteilt und erklärt, darauf hin wollte sie eine Vorführung beim Amtsarzt... Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung. Gemacht und getan und es passierte nichts.
Wie hast du ihr das mitgeteilt, nachweislich mit einer Kopie der DRV-Entscheidung ???
Was stand denn da noch drin, außer der Begründung, dass du keine Ansprüche auf Reha-Maßnahmen hast über die DRV, das wäre ja nicht ganz uninteressant.

Welche Gesundheits-Unterlagen hast du denn noch abgegeben (und bei WEM ?) außer dem Fragebogen und den Schweigepflicht-Entbindungen, für wen konkret (welche Ärzte / Institutionen) waren die denn ausgestellt worden ???

Die erteilten Schweigepflicht-Entbindungen solltest du jetzt ALLE schriftlich widerrufen (am Besten direkt beim ÄD einreichen und auf einer Kopie bestätigen lassen), die sind sonst 3 Jahre gültig und wie du schon feststellen musstest, wurden sie offenbar gar nicht genutzt, wenn deine Ärzte nicht angeschrieben wurden.

Gleichzeitig kannst du dann den Teil A des erstellten "Gutachtens" als Kopie einfordern (das bekommst du nur direkt beim ÄD), da muss ja irgendwas drauf stehen wie der ÄD zu deiner Leistungs-Einschätzung gekommen ist, ohne dich je gesehen und untersucht zu haben dafür.

Heute hatte ich wieder ein Pflichtmeldetermin und der hatte es in sich!
Du solltest dir einen Beistand suchen und nicht mehr alleine zu solchen Terminen gehen ...

Ich kam rein in das Zimmer und die SB stellte sich hinter die Tür, ich ging um die Tür und gab ihr die Hand als Begrüßung, die sie zögerlich nur annahm und ging flott zur ihrem Arbeitsplatz. Sie erörterte kurz, dass sie eine EGV abschließen möchte und die Sachstandlage besprechen will.
Sie ist verpflichtet eine EGV mit dir zu besprechen und abzustimmen, erst dann kann es (vielleicht) Grund geben die auch abzuschließen ... vorher nimmt man die aber zur gründlichen Prüfung mit nach Hause.

Danach fragte sie wieder ob ich nochmal beim Rentenversicherungsträger einen Antrag gestellt habe, das verneinte ich und erinnerte sie, dass ich letztes mal schon den negativen Bescheid erwähnt habe.
Das sollte sie doch eigentlich in deiner "Kunden-Akte" nachlesen können, wenn sie sich auf deinen Termin ordentlich vorbereitet hat, da wären (eigentlich) längst schon Vorschläge von ihrer Seite angebracht gewesen, wie man dich nun vom JC aus fördern wird, wenn die DRV nicht zuständig ist ...

Sie scheint ja zumindest Einiges (wahrscheinlich schon zu viel) von deinen Gesundheitlichen Problemen zu wissen, obwohl sie das gar nichts angeht als Arbeitsberaterin / Vermittlerin ...

Dann fragte sie ob ich auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe, das beneinte ich wieder, weil ich die Vorausetzungen nicht erfülle und auch im November 2016 schon besprochen wurde.
Sonst ist diese "dumme" Frage nicht nachvollziehbar, nicht jeder der gesundheitlich nur eingeschränkt arbeiten könnte bekommt deswegen direkt eine EM-Rente ... übrigens ganz unabhängig davon, ob du die sonstigen Bedingungen dafür erfüllen würdest oder nicht.

Die Kriterien dafür sind andere als für die Reha-Förderung, das bedeutet nicht unbedingt, dass du auch keine Anwartschaften für EM-Rente "erworben" hast, deine Anmerkung auf Selbstständige Tätigkeiten in den letzten Jahren vor Hartz 4 lässt das allerdings vermuten.

Das berechtigt aber noch lange keine SB zu entscheiden, ob du nun EM sein wirst oder nicht, nur weil die DRV dich nicht weiterbilden möchte mangels Anspruch darauf.
Schon erschreckend, dass sie selbst gar nicht auf den Gedanken kommt, dass der zuständige Leistungsträger durchaus dafür zu finden ist, wenn man es denn nur WILL ... es gibt nicht nur die DRV für berufliche Reha-Maßnahmen. :icon_evil:

Wenn die DRV "nur" wegen gfehlender Anwartschaften abgelehnt hat bedeutet das ja nicht, dass du dort als EM angesehen wirst, die wollen einfach keine berufliche Änderung für dich bezahlen (müssen), mehr bedeutet das nicht.

Zu deiner Gesundheit / Erwerbsfähigkeit kann man daraus überhaupt keine Schlüsse ziehen.

Auf einmal meinte sie ich bin voll erwerbsfähig und das Gutachten sagt das aus.
Hast du je was Anderes behauptet, es ging um eine berufliche Veränderung (soweit ich das bisher verstehe) und nicht um die Aufgabe jeglicher Berufstätigkeit. :icon_kinn:

Woher meint sie zu wissen, was deine Ärzte und diese Klinik dazu geäußert haben könnten, das geht sie gar nichts an, steht dazu was im Teil B des "Gutachtens", ansonsten wäre ja mal zu hinterfragen (schriftlich bitte) , woher sie diese Kenntnisse genommen hat ... aus der Sichtung deiner abgegebenen Unterlagen ???

Dann erwähnte ich auch, das in der Entlassung der Klinik eindeutig erwähnt ist, dass ich eine berufliche Reha benötige. Dann wurde mein Facharzt nicht befragt, der angeblich alles bestätigt hat!
Ich bat dann gleich dass ich das Gutachten schriftlich haben möchte, das gab sie mir auch gleich (Teil B).
Was eine Akut-Klinik so erwähnt im Bericht (sofern es keine Rehaklinik der DRV ist) hat aber nicht besonders viel Wirkung auf die Behörden, die solche Maßnahmen dann bewilligen und bezahlen müssten ... :icon_evil:

Ich habe es mir vor Ort nicht durchgelesen, erst daheim. Aber sie wurde gleich wo ich den Ausdruck hatte auf einmal nicht so überzeugt, dass ich voll ohne Einschränkungen arbeitsfähig bin. Ich hätte doch Einschränkungen (kurz davor war es anders!).
Schade eigentlich, so viel steht ja da meist nicht drin, ich hätte da schon Nachfragen gehabt direkt im Termin, besonders wenn es doch Einschränkungen gibt (die sie zu beachten hat bei deiner Vermittlung) die sie vorher noch "abgewiegelt" hatte ...

Achso, das Gutachten ÄD wurde ohne Anfrage von meinen behandelten Arzt, geschweigen von einen Gutachten der Klinik gemacht, sprich einfach mal so heraus!
Im Teil B steht das nicht unbedingt drin, darum würde mich schon interessieren was im Teil A steht und woher die SB ihre Kenntnisse zu Auffassungen deiner Ärzte oder der Klinik hatte, allerdings habe ich den Eindruck, dass du ihr schon "freiwillig" mehr erzählt hast, als sie unbedingt wissen müsste, weil sie ja mal so "verständnisvoll" getan hat.

Aber das Gutachten ist zweideutig.. Einmal voll erwerbsfähig ohne Einschränkungen aber gleichzeitig, kein Stress und Zeitdruck, kein Publikumsverkehr, eingeschränkt Heben, Stehen, Sitzen, keine Konzentrations- und Rechenaufgaben! (Keine Ahnung wie der ÄD darauf kommt ohne mich gesehen zu haben und ohne ärztliche Befunde!)
Voll Erwerbsfähig bedeutet ja auch nur, dass es keine zeitlichen Einschränkungen gibt (also 6 und mehr Stunden), dann soll dir doch deinen SB den entsprechenden Vollzeit-Schon-Arbeitsplatz besorgen, wo du all diesen Belastungen nicht ausgesetzt sein wirst.

Dazu fällt mir nicht viel ein am heutigen Arbeits-Markt, ich nehme mal an das war bei ihr nicht anders ... steht da auch drin, dass vom ÄD eine berufliche Reha als notwendig angesehen wird ???

Ich muss erwähnen, dass ich 2 Facharbeiterabschlüsse habe mit sehr guten Noten und FH-Reife, zusätzlich Weiterbildungen mit ebenfalls sehr guten Abschlüssen!
Darf ich fragen in welche Richtungen deine Ausbildungen gehen und welche beruflichen Perspektiven du selbst mit diesen Kenntnissen und Erfahrungen noch siehst am aktuellen Arbeitsmarkt, eine komplette berufliche Veränderung ist auch nicht unbedingt ein "Zuckerschlecken", dafür muss man auch sehr belastbar sein. :icon_kinn:

Dann versuchte sie mir meinen Beruf auszureden und ich hätte keine Perspektive, sie hat Bekannte und die sind fit und sind erfolgreich darin, aber ich nicht, weil ich nix kann.
So was musst du dir nicht sagen lassen, die haben immer "Bekannte" (oder Familien-Angehörige) die haben entweder die gleichen Krankheiten, die gleichen privaten Probleme oder die gleichen Berufe und sind damit natürlich sehr erfolgreich, weil sie gesund sind ... "Was hatte die denn zum Frühstück" ...

Die soll dich unterstützen und FÖRDERN und nicht noch die letzten Hoffnungen zerstören mal wieder beruflich voran kommen zu können, wenn sie dazu nicht fähig ist, dann sollte sie vielleicht selber mal über einen Berufswechsel nachdenken ... dann ist sie dort am falschen Platz.

Spontan versuchte sie auf einmal Mitgefühl zu zeigen, und meinte, dass sie mir ansieht, dass ich für den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe sondern nur für den 2. Arbeitsmarkt und es gibt da Möglichkeiten.
Na dann kannst du dich ja schon auf das erste Angebot für einen 1- € - Job freuen, da gibt es wirklich (inzwischen zu viele) Möglichkeiten dich restlos vom 1. Arbeitsmarkt zu entfernen und entfremden ...

Klar, wenigstens die ALO-Statistik wird dann wieder etwas "bereinigt", du bist beschäftigt (vielleicht mit Altkleider oder Park-Unrat einsammeln) und sie hat sich beim Chef wieder ein "Bienchen" verdient ... :icon_neutral:

Scheint gerade wieder großen Bedarf überall in den Gemeinden zu geben, den 2. "Arbeitsmarkt" neu zu bestücken, damit nicht alles liegen bleibt, was Keiner mehr ordentlich entlohnen möchte.
Dabei ist allerdings auch auf die Zumutbarkeit für deine Gesundheit zu achten, befasse dich mit § 10 SGB II ...

§ 10 SGB II Zumutbarkeit

Sie merket auch an, dass sie mir die mangelnde Konzentrationsfähigkeit sofort ansieht wenn ich vor ihr sitze!
"Hobby-Psychologin" ist sie also auch noch, warum hat sie dich dann nicht endlich gehen lassen, wenn deine Konzentration ohnehin schon "Laien-Erkennbar" im "Eimer" war ???

Sie stammelte rum mit Eingliederung und Möglichkeiten, ich stoppte sie und fragte sie wegen Teilzeit, dass ich dann aufbauen kann auf Vollzeit.
Das war aber auch etwas "blauäugig", wo willst du denn Teilzeit einsteigen und auf Vollzeit aufbauen können ganz ohne Job ... solche Wiedereingliederungen gibt es nur wenn man noch einen Arbeitsplatz hat, nach längerer AU z. B.

In NIX kann man nicht stundenweise "wieder eingegliedert" werden ... suche dir selber eine Teilzeit-Arbeit die du dir zutrauen kannst und fang einfach an dich selber wieder einzugliedern ... im SGB II wird zwar Vollzeit "angestrebt" aber mit Teilzeit kann man durchaus beginnen, die Bedürftigkeit schon mal zu verringern.

Dafür brauchst du deine SB nicht und auch nicht ihre Erlaubnis, wenn du selbst was passendes für dich findest muss sie das einfach akzeptieren, du kannst dir auch zunächst einen Minijob suchen für ein paar Stunden die Woche (bis 450 € im Monat).

Damit wärst du bereits (wenn auch minimal) im 1. Arbeitsmarkt integriert und sie kann ihre Ratschläge / Vorschläge für den 2. Arbeitsmarkt direkt stecken lassen. :cheer2:
Ich habe dann klar auf Umschulung und Weiterbildung gelenkt.
Dann such dir was aus (im KursNet) wenn es dir ernst damit ist und stelle einen schriftlichen und gut begründeten Antrag auf eine Umschulung / Weiterbildung NACHWEISLICH beim JC einreichen.

KURSNET - Startseite

Darüber redet man nicht, dafür stellt man (schriftlich /nachweislich) Anträge und hat dann einen Bescheid zu bekommen, wird abgelehnt erfolgt Widerspruch und wird der auch abgelehnt, muss die Frage deiner Förderung durch das JC notfalls am Sozial-Gericht geklärt werden ... anders KANN das nichts werden ...

Die Zuständigkeit kannst du direkt mit dem Antrag klarstellen, indem du den Ablehnungsbescheid der DRV in Kopie beifügst ... sonst "leiten" die das nämlich direkt weiter an die DRV immer in der Hoffnung, nicht selber dafür zahlen zu müssen.

Dann kam sie mit tollen Sinnlosmaßnahmen, wie toll die sind und ich würde wieder Struktur haben.
Diese Maßnahmen müssen mit Teilnehmern "gefüllt" werden, da wird Jedem eingeredet, dass er keine "Struktur" mehr haben soll, nur weil er nicht zur Arbeit gehen kann aktuell ... DU hättest lieber einen Job, da bekommst du von ganz alleine eine neue "Struktur" ...

Was hält sie denn davon zu tun wofür sie (eigentlich) bezahlt wird = Arbeitsvermittlung ... ???

Da habe ich SB erzürnt, sie wurde lauter und erklärte mir, dass sie selber weiß was Tagesstruktur sei und das sowas nicht mit der persönlichen Struktur zusammenhängt, sondern mit einer Arbeitsstruktur und die anders sei.
Ach - NEEE da hast du ja was ganz Neues gelernt von deiner SB, wenn sie dir Arbeits-Struktur ermöglichen will, dann soll sie dich in ARBEIT vermitteln, in solchen Maßnahmen lernt man auch nicht, wie es im realen Arbeits-Alltag zugeht inzwischen ... da lernt man höchstens sich "zu Tode zu langweilen" ...

Hast du aber trotzdem gut gekontert, obwohl sie dich auch nicht "anzubrüllen" hat, warum gehst du dann nicht einfach, das musst du dir doch nicht bieten lassen ...:icon_evil:

Du hast dich viel zu lange mit dieser Diskussion aufgehalten und von Weiterbildung auch wieder "nur geredet".

Da wurde Madam erbost und brüllte mich an:
"Sie arbeitet für die BA und sie findet es frech, dass ich sie sowas frage und ihre Kompetenzen in Frage stelle, selbstverständlich würde sie das kennen"!
Da hätte ich den Teamleiter verlangt ... da bist du ihr aber "böse auf den Schlips getreten" ... mach was ich dir oben geschrieben habe, da hilft dann auch kein "Brüllen" mehr, den Antrag kannst du auch am Empfang / beim Teamleiter abgeben oder direkt bei der Geschäftsleitung, sollte sie deswegen wieder einen "Tobsucht-Anfall" bekommen.

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns nun mal TATEN sehen ...

Ich unterbrach sie bei den Gebrülle und ich meinte, dass sie das falsch versteht und es nur eine einfache Frage ist und es nicht in meiner Absicht liegt, ihre Kompetenzen abzuerkennen.
Warum entschuldigst du dich noch, das war doch vollkommen richtig was du dazu gesagt hast, wenn ihr dazu nicht mehr einfällt als dich anzubrüllen, dann hast du wohl genau ihren "wunden Punkt" getroffen ...
Alles Mögliche hat sie dir vorgeschlagen aber den direkten Weg zu Umschulung und Weiterbildung hat sie schön für sich behalten, du glaubst doch nicht, das war ein "Versehen" ...

Sie erklärte noch, dass sie das in die EGV aufnimmt, ich sprach dagegen und nur wenn es mit einer gesicherten Umschulung in Verbindung ist.
Eine gesicherte Umschulung bekommst du (wenn überhaupt) NUR auf schriftlichen Antrag und vorher sind auch keine Untersuchungen dafür erforderlich ... :icon_evil:

EGV lag sie mir dann vor:
Ziele:
Stabilisierung, Integration und Heranführung an den Arbeitsmarkt
Was konkret soll da wie Stabilisiert werden ?
"Heranführung" an den Arbeitsmarkt klingt verdächtig nach "Versenkung in einer AGH".

Unterstützung:
Unterstützung bei der beruflichen Orientierung
was konkret versteht sie nun darunter ... will sie dir "Gehstützen" schenken, damit du dich besser orientieren kannst ???

Mehr war es nicht und ich habe unterschrieben. Psychologischer Dienst, Sinnlos- und Betreuungsmaßnahme standen nicht drin.
WARUM unterschreibst du so was, mehr stand nicht drin kann ein gefährlicher Irrtum werden, zu geplanter Qualifizierung stand also auch NICHTS drin, wie lange ist die EGV gültig ???

Irgendwie ist das komisch!
"Komisch" ist irgendwie ganz anders, wenn du dich da mal nicht irrst in deiner Einschätzung, was steht denn konkret in den einzelnen Punkten der EGV, magst du das mal einstellen (anonymisiert natürlich), ich glaube nicht an eine "harmlose EGV".

Bei diesem Verhalten hätte ich den Termin abgebrochen und ihr geraten mich beim nächsten Mal mit besserer Laune und fundierten Informationen zum Termin zu laden ...

Wie würdet ihr vorgehen, was Weiterbildung und Umschulung angeht?
Habe ich dir ausführlich beschrieben wie man da vorgehen soll und MUSS, vor allem unterschreibt man aber auch besser keine EGV ohne Prüfung zu Hause (und / oder durch uns hier) in der von konkreten beruflichen Förderplänen gar nichts zu finden ist. :icon_evil:

Ich stehe gerade vor einer Wand, seit Monaten passiert nix, trotz, dass ich mich um beruflicher Eingliederung bemühe.
Was hast du erwartet, wenn du nur zu Hause sitzt und abwartest, dass man dir vom JC schon irgendwie helfen wird, da kannst du lange WARTEN, deine bisherigen Bemühungen gingen an den falschen Partner (DRV) und der zuständige Partner (JC / BA) bietet dir ALLES (was er gerne los werden möchte und nicht viel kostet), um dich NICHT Umschulen / Weiterbilden zu müssen.

Das kannst du nur selber ändern wenn du endlich aktiv wirst, eine Umschulung / berufliche Förderung aus dem Vermittlungsbudget offiziell beantragst und das JC gezwungen wird zu handeln oder begründet abzulehnen.

Dagegen kannst und musst du dann notfalls weiter rechtlich vorgehen, wie oben schon beschrieben.

Mit dieser EGV bereitet man gerade schon den Boden vor für eine Ablehnung, weil man dich nicht für "stabil und strukturiert" genug halten möchte und mit deiner Konzentration ist es ja (lt. ÄD und SB) auch nicht weit her ... wie willst du da eine intensive und anstrengende Umschulung durchstehen und erfolgreich abschließen können ?

Ich fürchte diese Unterschrift wirst du sehr bald bitter bereuen...

MfG Doppeloma
 
G

Gast1

Gast
tobilein, dieses Hin- und Her Deines Jobcenters bzw. der Sachbearbeiterin lässt sich darauf zurückführen, dass Dein Jobcenter es vermeiden will Dir eine Umschulung zu genehmigen.

Hintergrund hierfür sind die seit 2011 (?) durchgeführten bundesweiten Einsparungen in den Eingliederungsbudgets der Jobcenter für Bezieher von Leistungen nach dem SGB II und die in den Medien mehrfach berichtete Tatsache, dass den Jobcentern zu wenig Geld für die Durchführung ihrer Aufgaben zur Verfügung steht, weswegen die Jobcenter Gelder aus ihren Eingliederungsbudgets für Bezieher von Leistungen nach dem SGB II zweckentfremden, damit die Jobcenter die Kosten für ihren Betrieb decken können.

Eine richtige Umschulung kostet viel Geld, mehrere 10.000 €. Das ist ein großer Batzen Geld fürs Jobcenter. Und derartige Ausgaben will es vermeiden.

Nimm zu den Meldeterminen im Jobcenter einen Beistand mit.
 
E

ExitUser

Gast
@schlaraffenland, hier geht es um besondere Reha-Budgets. Das wollen sie sicher auch nicht immer bewilligen, aber da sind ganz andere Kriterien anzulegen und auch andere Stellen zu beteiligen.

Die Aussage der Klinik ist schon mal ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Allerdings muss man das dann auch durchsetzen.
 
M

mucel

Gast
AW: Erhebliche Probleme mit beruflicher Eingliederung und Unterstützung vom Jobcente

Informieren über diesen Drecks-Test und dann hoffen dass du den gut bewältigst.
Die berufspsychologischen Tests kann mann weder gut noch schlecht bewältigen.

Der Grossteil eines solchen Test besteht darin, dass man Aussagen bestätigen oder verneinen soll.
Beispiel: Ich mag es im Freien zu arbeiten oder Ich habe gerne mit Menschen zu tun oder Ich schreibe gerne Briefe oder Daheim führe ich kleine Reparaturen in der Wohnung selbst aus
Immer dann mit der Möglichkeit ja oder nein anzukreuzen

Dann gibt es in der Regel noch ein paar Fragen zum logischen-, räumlichen-, sprachlichen-, und mathematischen Denkvermögen.

Die Aussagekraft solcher Tests ist in der Regel, auch aufgrund ihrer nahezu totalen Standarisierung, ziemlich dürftig.

Also, hingehen und machen und sich nicht zuviel Erkenntnis davon erhoffen.
 
E

ExitUser

Gast
Bei mir kamen da durchaus differenzierte Aussagen bei heraus. Das ganze dauerte mehrere Stunden. Beim Bfw durchläuft man dann zahlreiche weitere Testverfahren in der Berufsfindung. Letztendlich geht es darum, ob man die Voraussetzungen für seinen Berufswunsch mitbringt.

Es wurden auch merkwürdige Fragen gestellt, ob ich der Meinung sei, für Alg eine Gegenleistung erbringen zu müssen z.Bsp.
 

tobylein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
2 November 2006
Beiträge
61
Bewertungen
23
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Erstmal zu Doppeloma:

Du wurdest vom behandelnden Arzt also AU geschrieben, hast du auch einen Bericht (Kopie) dieser Klinik bekommen, dass du mal selber nachlesen kannst, was man dort so aktuell und prognostisch festgestelt hat ?
Ja, den Entlassungsbrief habe durchgelesen und es wurde auch beim Entlassungsgespräch darauf eingegangen.

Was sagen denn deine behandelnden Ärzte nach diesem Klinik-Aufenthalt, sehen die dich auch "Arbeits-Fähig" für die Belange des JC, denn die müssen dich ja nicht verschonen, bis (vielleicht) mal eine Weiterbildung beginnen würde OHNE AU vom Arzt.
Mit meinem Arzt habe ich darüber ausführlich gesprochen, aber er selber kennt sich mit den Belangen und Abhandlungen im Jobcenter nicht aus. Er befürwortet aber eine berufliche REHA.
Kümmern muss ich mich da selber und habe dann als erstes das mit der DRV geklärt. Daraufhin das den Jobcenter mitgeteilt und einen Termin bekommen. Dort mit meiner SB abgeklärt worauf sie die Abklärung mit den ÄD einleitete.
Angegeben bzw. von der Schweigepflicht befreit habe ich meinen Facharzt bei den ich mich in Behandlung befinde und die Klinik. Dann den restlichen Gesundheitsbogen ausgefüllt. Ich fragte auch genau danach ob Gutachten benötigt werden und ich diese besorge. Das wurde verneint, mit der Aussage, dass sich der ÄD die besorgt bzw. mich dann vorläd.

Ich bezweifle sehr, dass sich der ÄD Unterlagen besorgt hat. Bei meinen letzten Termin beim Arzt, wusste er von nichts und da war das Gutachten schon längst erstellt.

Zitat: Auf einmal meinte sie ich bin voll erwerbsfähig und das Gutachten sagt das aus.

Hast du je was Anderes behauptet, es ging um eine berufliche Veränderung (soweit ich das bisher verstehe) und nicht um die Aufgabe jeglicher Berufstätigkeit. :icon_kinn:

Woher meint sie zu wissen, was deine Ärzte und diese Klinik dazu geäußert haben könnten, das geht sie gar nichts an, steht dazu was im Teil B des "Gutachtens", ansonsten wäre ja mal zu hinterfragen (schriftlich bitte) , woher sie diese Kenntnisse genommen hat ... aus der Sichtung deiner abgegebenen Unterlagen ???
Sie fing die Sache so an, dass ich voll erwerbsfähig bin ohne Einschränkungen und das steht so im Gutachten. Ich habe bezweifelt, dass ich ohne Einschränkungen bin (Einschränkungen gibt es schon seit vielen Jahren und ich wurde schon mal von der BA ärztlich begutachtet) und verlangte den Ausdruck von Teil B. Danach ruderte sie zurück und meinte dass ich doch Einschränkungen habe. Hätte ich nicht danach gefragt, wäre die Aussage von der SB fakt gewesen. Sie fing auch an wieder mich normal in die Vermittlung zu nehmen in den ersten Arbeitsmarkt. Erst nach meiner Nachfrage nach dem Gutachten, switchte sie und war genervt, unsicher und wurde patzig. Dann auf einmal 2. Arbeitsmarkt etc. wie von mir geschrieben. Ich unterbrach sie und erinnerte sie, dass doch eine berufliche Reha ansteht und diese seit 6 Monaten angestrebt wird, in Zusammenarbeit mit ihr als SB und Jobcenter.
Sie eierte nur rum mal Hü mal Hott.
Auch die Frage von EM-Rente war nie ein Bestandteil der Sache, das fragte sie einfach mal so. Selbstverständlich habe die ich auch nicht beantragt, weil es nicht in meiner Interesse liegt.

Was eine Akut-Klinik so erwähnt im Bericht (sofern es keine Rehaklinik der DRV ist) hat aber nicht besonders viel Wirkung auf die Behörden, die solche Maßnahmen dann bewilligen und bezahlen müssten ... :icon_evil:


Es ist eine Rehaklinik der DRV, die aber auch Akut-Behandlung durchführen.
Therapie-Angebote sind identisch, außer Reha hat noch Ergonomie am Arbeitsplatz, ein paar Einzelphysio mehr und bessere Zimmerausstattung.

Voll Erwerbsfähig bedeutet ja auch nur, dass es keine zeitlichen Einschränkungen gibt (also 6 und mehr Stunden), dann soll dir doch deinen SB den entsprechenden Vollzeit-Schon-Arbeitsplatz besorgen, wo du all diesen Belastungen nicht ausgesetzt sein wirst.

Dazu fällt mir nicht viel ein am heutigen Arbeits-Markt, ich nehme mal an das war bei ihr nicht anders ... steht da auch drin, dass vom ÄD eine berufliche Reha als notwendig angesehen wird ???


Sie verpackte es aber erst so, als wäre ich voll ohne Einschränkungen, nicht nur wegen dem zeitlichen Umfang. Der ÄD hat sieht nichts als notwendig an.

Darf ich fragen in welche Richtungen deine Ausbildungen gehen und welche beruflichen Perspektiven du selbst mit diesen Kenntnissen und Erfahrungen noch siehst am aktuellen Arbeitsmarkt, eine komplette berufliche Veränderung ist auch nicht unbedingt ein "Zuckerschlecken", dafür muss man auch sehr belastbar sein. :icon_kinn:
In meinen ersten Beruf bin ich sehr eingeschränkt arbeitsfähig und nicht vermittelbar. Das wurde schon im Jahr 2000 festgestellt (Berufsunfähigkeit) und ich habe einen neuen Beruf erlernt. Daher stehe ich da komplett nicht mehr zur Verfügung. Meinen jetzigen Beruf sehe ich als schwer vermittelbar, wenig freie Arbeitsstellen und hoher Bewerberandrang, ich müsste mich weiter spezialisieren um bessere Chancen zu haben.

"Hobby-Psychologin" ist sie also auch noch, warum hat sie dich dann nicht endlich gehen lassen, wenn deine Konzentration ohnehin schon "Laien-Erkennbar" im "Eimer" war ???


Die eierte nur rum und versuchte sich zu erklären, daher kamen die psychologischen Fähigkeiten. Ihr fehlten die Argumente weil ich alles hinterfragt habe und konkrete Vorschläge gemacht haben für eine qualifizierte Weiterbildung oder Umschulung. Da musste sie ja irgendwas erfinden bzw. versuchte mich damit zu manipulieren.
Das Beste war noch, dass ich es noch klar erörtert habe warum ich an einer Umschulung festhalte mit einen festen Beruf. Das wurde ihr dann zuviel und ich wäre so schwankhaft, weil ich es erkläre. Und sie hätte ein ungutes Gefühl.

Dann such dir was aus (im KursNet) wenn es dir ernst damit ist und stelle einen schriftlichen und gut begründeten Antrag auf eine Umschulung / Weiterbildung NACHWEISLICH beim JC einreichen.


Das habe ich ich schon und werde es beantragen und nachdem was mir passiert ist schriftlich und nachweissicher.


Ach - NEEE da hast du ja was ganz Neues gelernt von deiner SB, wenn sie dir Arbeits-Struktur ermöglichen will, dann soll sie dich in ARBEIT vermitteln, in solchen Maßnahmen lernt man auch nicht, wie es im realen Arbeits-Alltag zugeht inzwischen ... da lernt man höchstens sich "zu Tode zu langweilen" ...

Hast du aber trotzdem gut gekontert, obwohl sie dich auch nicht "anzubrüllen" hat, warum gehst du dann nicht einfach, das musst du dir doch nicht bieten lassen ...:icon_evil:

Du hast dich viel zu lange mit dieser Diskussion aufgehalten und von Weiterbildung auch wieder "nur geredet".


Ich weiß, ich war schon vor einigen Jahren mal bei solch einer Maßnahme, war das Grauen! Aber ich habe die Zeit dort genutzt den Träger schön auf den Leim zu gehen und die hatten keinen Spaß mit mir. Zum Glück war ich nicht alleine und wir haben gut Paroli gegeben.
Struktur lernt man da schon:
Morgens: Unterforderung, innere Leere, Hinweise zur Verdummung
Mittags: Langeweile, Müdigkeit und Hungerbedürfnis
Nachmittags: Aggressionen, Sekundenzählen bis der Blödsinn aufhört
Abends: Erschöpfung, Zweifel am Leben
Nachts: Alpträume

Bei den Brüllen war ich eher etwas irritiert, weil das hatte ich nicht erwartet und habe das dann eher ruhig begegnet, emotionslos halt und habe mein Anliegen weiter geschildert.

Da hätte ich den Teamleiter verlangt ... da bist du ihr aber "böse auf den Schlips getreten" ... mach was ich dir oben geschrieben habe, da hilft dann auch kein "Brüllen" mehr, den Antrag kannst du auch am Empfang / beim Teamleiter abgeben oder direkt bei der Geschäftsleitung, sollte sie deswegen wieder einen "Tobsucht-Anfall" bekommen.

Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns nun mal TATEN sehen ...


Ich werde den Antrag auch schriftlich machen, mit Teamleiter holen usw. wird da nix bringen, ist eine kleine Außenstelle eines Jobcenters und die kennen sich alle dufte. Hilfe wäre da eher ein Beistand immer dabei, aber das ist für mich fast eine Unmöglichkeit, da ich keinen kenne, der um die Zeiten mitgehen kann.


Warum entschuldigst du dich noch, das war doch vollkommen richtig was du dazu gesagt hast, wenn ihr dazu nicht mehr einfällt als dich anzubrüllen, dann hast du wohl genau ihren "wunden Punkt" getroffen ...
Alles Mögliche hat sie dir vorgeschlagen aber den direkten Weg zu Umschulung und Weiterbildung hat sie schön für sich behalten, du glaubst doch nicht, das war ein "Versehen" ...


Eine Entschuldigung war es nicht, es war eine Klarstellung von mir. Der hat es nicht gepasst, dass ich Argumente gebracht habe, Fragen gestellt habe und das Spielchen mit Sinnlosmaßnahem durchschaut habe. Sprich: Der Untertan widerspricht der Königin!

Was konkret soll da wie Stabilisiert werden ?
"Heranführung" an den Arbeitsmarkt klingt verdächtig nach "Versenkung in einer AGH".


Gut möglich, in Prinzip können die eh erstmal alles machen wenn die eine Zuweisung raushauen. Aber dagegen kann ich Widerspruch/Klage erheben.

Die EGV ist nur kurz gültig 3 Monate.


Allgemein:
Ich werde jetzt den Antrag Umschulung nachweislich schriftlich einreichen, meinen Arzt aufsuchen und nochmals das Gutachten hinterfragen und auch abklären ob ich gesundheitlich Maßnahmefähig bin bei Sinnlosmaßnahmen und 1-Euro-Jobs.



 

tobylein

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@ SB Feind:

Hallo.

Das hast du deinem SB aber anscheinend ganz schön aus der Fassung gebracht. Hat die sich hinter der Tür versteckt oder wollte Sie dich erschrecken? Gutachten nach Aktenlage obwohl du nicht beim Ärztlichen Dienst warst und der selber aus der Ferne eine Diagnose stellt wie geht das?:doh:

Für Sinnlos Maßnahmen braucht es keine EGV da reicht eine Zuweisung.
Umschulung und Weiterbildung können die aber müssen Sie nicht bewilligen das liegt in der Entscheidung des SB.

Bei mir wurden meine Vorschläge auch alle abgelehnt zu Weiterbildung. Habe denen verschiedene Angebote vorgelegt mit Kosten und länge und das ganze.
Keine Ahnung, vielleicht ist das eine neue Vorgehensweise wegen Eigenschutz vor Übergriffe an SB.
Ja, ich musste nicht zum ÄD und wurde einfach so nach Aktenlage entschieden.

@ en Jordi
Das wäre dann für dich die Rehaabteilung, vermute ich mal stark. Kostenträger ist die BA über das JC.
Wenn über den Antrag noch gar nicht entschieden wurde, würde ich darauf nun bestehen und bis dahin ruht alles andere. Wenn sie ablehnen kannst du klagen. Auf LTA besteht ein Rechtsanspruch. Nur halt nicht unbedingt in Form einer Ausbildung.
Kostenträger wäre auch die BA, weil es mit der DRV abgeklärt ist, aber wie geschrieben eiern die rum und versuchen mich so abzuspeisen.


 
E

ExitUser

Gast
Da steht nichts von LTA.

Bist du dir sicher, dass der Antrag an der richtigen Stelle gelandet ist? Die RV müsste dir ja schriftlich mitgeteilt haben, an wen sie ihn weitergeleitet hat.

Wenn ja, dann musst jetzt einen Bescheid über den LTA-Antrag erzwingen, notfalls per Gericht. Vorher würde ich aber noch einmal anmahnen und einen Frist setzen.
 

Dark Vampire

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Wie sieht das Gutachten der DRV aus? Wenn das passend ist knallste das deiner SB auf den Tisch (natürlich nur der sozialmedizinische Teil) und das ist auch bindend für das JC da das mehr zählt als dere eigenen......
 
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