Ergänzendes Alg2 und Einladung zum Arbeitsberater

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Helena

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Hallo liebes Forum
ich bin seit mehreren Jahren als Teilzeitkraft (Knochenjob) beschäftigt und verdiene ca. 800 Euro netto monatlich. In den letzten Jahren lebte ich mit meiner Tochter zusammen, wir bekamen Wohngeld... Seit sie ausgezogen ist, bin ich in einer 3-Zimmer-Wohnung alleine geblieben und seitdem steht mir kein Wohngeld mehr zu. Ich beantragte also vor kurzem Alg2 (nur für kurze Zeit vorübergehend, bis ich eine kleine Wohnung gefunden habe, dann kann ich wieder Wohngeld beantragen)... Seit 2 Wochen wird der Antrag nicht bearbeitet, stattdessen wollen sie schriftliche Stellungsnahmen zu einzelnen Kontobuchungen... Jetzt bekam ich trotz Arbeit eine Einladung zu einem Gespräch bei meinem Arbeitsberater, obwohl ich berufstätig bin und dieser Termin während der Arbeitzeit wäre. Er verlangt eine Bestätigung vom Arbeitgeber, dass ich in dieser Zeit nicht erscheinen kann, dann bekäme ich einen neuen Termin.
Dazu soll ich sämtliche Bewerbungsunterlagen mitbringen, obwohl ich nicht arbeitssuchend bin. Ist dieses Vorgehen normal oder handelt es sich um Schikane? Er meinte, es muss geprüft werden, ob ich nicht mehr arbeiten kann, was absolut unmöglich ist, da wir viele Überstunden machen, die aber im Moment nicht ausbezahlt werden. Außerdem mehr körperliche Arbeit ist nicht zu schaffen.
Für hilfreiche Antworten vielen Dank im Voraus.
 

Dirkus

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Hallo Helena,

im erklären bin ich teilweise echt schlecht - hoffe aber man versteht das folgende:

"Ziel" des Jobcenters ist es, dass Du auf Zuwendungen seiten des Amtes nicht angewiesen bist. Sprich, Du hast ALG II beantragt. Nun soll das Amt Dich in einen Job vermitteln bei dem Du eben nicht mehr auf Aufstockung angewiesen bist.

Dem Amt ist es egal ob Du es beantragst bis Du eine günstigere Wohnung findest oder welchen Gründen auch immer. Du musst Dich bewerben um eben einen Job zu finden, der Aufstockung nicht mehr erforderlich macht. Mit Antragsabgabe setzt Du eine Maschenerie in Bewegung welche Stumpf nach Schema abläuft. Somit wirst Du der Aufforderung nachkommen und eben persönlich mit besagten Unterlagen beim SB antreten. Oder aber Du erhälst kein Geld vom Amt (Sperre).

Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine, ich kann sowas echt schlecht erklären.

Lieben Gruß
 

Solanus

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Du bist nach dem SGB gehalten Deine Bedürftigkeit zu mindern.

Gehst Du nun während der Arbeitszeit (unbezahlte Freistellung!!!!) zum JC, verringerst DU Deine Bedürftigkeit nicht.

Somit ist dies Ansinnen des JC eine Aufforderung zur Missachtung des SGB.

Kannst Du nachweisen, das Du zu diesem Zeitpunkt Arbeitszeit hast, dazu reicht auch einfach Deine Angabe dazu, muss das JC einen neuen Termin außerhalb Deiner Arbeitszeit benennen.

Eine Bestätigung des AG für das JC wird den Sozialdatenschutz verletzen. Der AG wird wissen wollen für was dieses Schreiben benötigt wird. Du mußt nicht angeben dass es für das JC ist. Das geht den AG nichts an und unterliegt dem Sozialdatenschutz. Somit reichen deine Angaben zu den Arbeitszeiten. Dieses Schreiben ist also eine Aufforderung zur Verletzung des Sozialdatenschutzes und somit zu ignorieren.

Bewerbungen mußt Du nur machen, wenn dies in einer EGV formuliert sein sollte. Es leitet sich aus dem Bezug von ALG II nicht unbedingt die Verpflichtung zur Initiativbewerbung ab.

Als Aufstocker würde ich allerdings auch keine EGV akzeptieren, die mich in irgendeiner Weise zu irgendetwas verpflichtet.

Der Antrag muß, auch wenn einzelne Kontobuchungen (Ich vermute mal Einnahmen) ungeklärt sind weiter bearbeitet werden. Solange Du Deine Bedürftigkeit nachweisen kannst, hast Du einen Rechtsanspruch auf die Bearbeitung. Sollten einzelne Buchungen, und nur Einnahmen oder außergewöhnlich hohe Ausgaben könnten dies sein, unklar sein, aber im Großen und Ganzen eine Bedürftigkeit vorliegen, hast Du diesen Rechtsanspruch. Spätestens nach 3 Wochen würde ich beim SG einen Antrag auf einstweilige Anordnung stellen.

Nicht zu lange damit warten, das SG unterstellt ansonsten keine Eilbedürftigkeit, weil Du ja längere Zeit ohne Unterstützung klar gekommen bist.
 

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Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Dirkus ich bekomme das nicht Zitiert :-( , Du schreibst : "Ziel" des Jobcenters ist es, dass Du auf Zuwendungen seiten des Amtes nicht angewiesen bist. Sprich, Du hast ALG II beantragt. Nun soll das Amt Dich in einen Job vermitteln bei dem Du eben nicht mehr auf Aufstockung angewiesen bist.
_____________________________________________________

Genau so sollte das sein, von diesem Aufstocken abzukommen. Meine Meinung dazu ist, das, die Jobcenter direkt von Anfang an darauf hin Arbeiten sollten zu Vermitteln, das erst gar kein Aufstocken in frage kommt. Das die Jobcenter mit Einwirken, bei Arbeitgeber, Löhne zu Zahlen das ein Aufstocken nicht mehr in betracht kommt. Für meine Begriffe, sollte das auch als Weisung ausgesprochen werden.

Das ist oder wäre eine gute Zielsetzung, hilft den Jobcentern in der ganzen BRD, und auch den betroffenen.

Sanktionieren wie die Kesselflicker, oder mit brachialer Gewalt etwas umzusetzen, hilft keinem, das macht nur Krank. und wirkt sich Kontraproduktiv aus, Menschen zu Vermitteln im Arbeitsmarkt.

Ich glaube weiter, dass die Jobcenter, oder auch die BA im sinne des Arbeitslosen Menschen Arbeiten sollte, gemeinsam zu Versuchen, eine Arbeitsstelle zu Finden, nicht mehr auf Hart IV angewiesen zu sein. Diese Zielsetzung sollten die Behörden haben, und nicht im sinne der Arbeitgeber zu Entscheiden, und Menschen vermitteln fürn appel und ein Ei das die eh wieder anklopfen müssen, Lieber SB ich bekomme nicht genug Lohn musst mir Geld Geben. Das ganze Kostet zisch Milliarden.
 

Helena

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Ich danke euch recht herzlich... Das mit den kleinen Einnahmen (ca. 50 Euro) habe ich schriftlich erklärt und denke so wäre alles eingereicht, was die haben wollten.
Es bleibt nur noch das Gesprach und bevor ich da nicht erscheine, wird kein Bewilligungsbescheid erstellt, nehme ich an...
 

bernd02

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Helena,wie sind deine Arbeitszeiten?
Wann müssteste von zu Hause los um mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz zu gelangen und wann wärest du vom Arbeitsplatz aus mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln beim Jobcenter gegebenenfalls am längsten Öffnungstag des JC?
Bin auch Aufstocker und bei mir haben sie es anfangs auch mit Terminen zum Beratungsgespraech probiert.
Da meine Arbeitszeit 7.45Uhr beginnt und um 16.45Uhr endet,mein AG einer Freistellung fürs JC während der Arbeitszeit nicht zustimmt und ich am längsten Öffnungstag des JC(bis 18Uhr)erst dort gegen 18.15Uhr wäre ,so haben sie mich bis heute noch nie gesehen.
EGV und Weiterbewilligung läuft ausschließlich per Post.
 

Helena

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Helena,wie sind deine Arbeitszeiten?
Wann müssteste von zu Hause los um mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz zu gelangen und wann wärest du vom Arbeitsplatz aus mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln beim Jobcenter gegebenenfalls am längsten Öffnungstag des JC?
Bin auch Aufstocker und bei mir haben sie es anfangs auch mit Terminen zum Beratungsgespraech probiert.
Da meine Arbeitszeit 7.45Uhr beginnt und um 16.45Uhr endet,mein AG einer Freistellung fürs JC während der Arbeitszeit nicht zustimmt und ich am längsten Öffnungstag des JC(bis 18Uhr)erst dort gegen 18.15Uhr wäre ,so haben sie mich bis heute noch nie gesehen.
EGV und Weiterbewilligung läuft ausschließlich per Post.

Wieso EGV?
 
G

gast_

Gast
Die soll mit fast jedem abgeschlossen werden...
1) Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung). Die Eingliederungsvereinbarung soll insbesondere bestimmen, 1.welche Leistungen die oder der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält,
2.welche Bemühungen erwerbsfähige Leistungsberechtigte in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen müssen und in welcher Form diese Bemühungen nachzuweisen sind,
3.welche Leistungen Dritter, insbesondere Träger anderer Sozialleistungen, erwerbsfähige Leistungsberechtigte zu beantragen haben.

§ 15 SGB II*Eingliederungsvereinbarung
 

Helena

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Ich glaube, es ist eine Lücke im Gesetz. Wieso werden Wohngeldempfänger in Ruhe gelassen und so bald wie in meinem Fall die Wohnung übergangsweise zu groß ist, verliert man den Anspruch und wird man in die Höhle des Löwen geschickt... Ich habe es so was von satt...Bin kurz dabei, aufzugeben...und den Antrag rückgängig machen, so wäre ich trotz Arbeit um mehr als 220 Euro unter Existenzminimum...hätte aber meine Würde zurück bekommen... Mit 400 Euro-Jobs klappt es bei mir nicht... Dazu bin ich abends so kaputt...habe mich auch bemüht, bekomme einfach nichts...
 
G

gast_

Gast
Bewerb dich auf Vollzeitstellen. Denn kurzfristig einsatzfähig bist ja nicht...wegen deiner Kündigungsfrist. Also nix mit Zeitarbeit... und vielleicht findest so auf Dauer was nicht so Anstrengendes.

Wieso werden Wohngeldempfänger in Ruhe gelassen
weil die kein ALG II beziehen, beides geht nicht
 

Helena

Elo-User*in
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Bewerb dich auf Vollzeitstellen. Denn kurzfristig einsatzfähig bist ja nicht...wegen deiner Kündigungsfrist. Also nix mit Zeitarbeit... und vielleicht findest so auf Dauer was nicht so Anstrengendes.

weil die kein ALG II beziehen, beides geht nicht

Auch wenn es anstrengend ist, ich bin in diesem Job glücklich...Ich möchte nur Wohngeld und in Ruhe gelassen werden, kein ALG II... es geht aber nicht...Das ist die Gesetzeslücke, die ich meine...
 
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Nun wenn die Wohnung zu großgibts nix das ist jetzt klar, wenn du auch kein ALGII willst wegen dem ganzen Stress dann musst du so damit auskommen, so hart es nunmal klingt und schleunigst ne kleiner Wohnung suchen dann klappts auch mit Wohngeld.

Im Notfall würde ich mir die Kohle wenn möglich von der Verwandtschaft dazu abklappern.......
 
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