Erfolglose Bewerbung (1 Betrachter)

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ofra

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Ich hatte mich schriftlich auf eine Stelle beworben (Firma), die als Inserat in der Zeitung stand. Heute hatte ich meine Bewerbung im Original wieder im Briefkasten. Auf dem Umschlag stand ein Vermerk des Zustellers: "Der Brief konnte leider nicht zugestellt werden, da der Empfänger seinen Briefkasten nicht entleert."

Toll! :icon_party:

Ich rief dann bei der Service-Stelle der Post an. Dort sagte man mir, dass es bei Briefen keinen zweiten Zustellversuch gibt. Briefe, die nicht eingeworfen werden können, gehen an den Absender zurück. Der Schaden (sinnloses Porto) wird mir von der Post nicht ersetzt. Ich solle mich doch bitte an den Empfänger wenden.

Was würdet ihr in diesem Falle tun?
Nochmals bewerben auf die Gefahr hin, dass der Brief wieder zurück kommt?
Dort anrufen und den Empfänger zur Rede stellen?
Einfach den Brief mit Originalumschlag abheften als Beweismittel, dass man es ja versucht hat, sich ordungsgemäß zu bewerben?
 

avalon

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Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man sich vor Lachen kugeln! Was ist denn das für eine Bruchbude?

Nochmalige Bewerbung erscheint wenig erfolgversprechend. Falls Du einen Nachweis für die ARGE brauchst, einfach Umschlag und Anschreiben aufbewahren!
 

ofra

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Bei der Firma handelt es sich um eine Art "Finanz AG", scheint ein 1-Mann-Betrieb zu sein, der suchte gleich mehrere Fachleute aus der Bank-, Büro und Immobilienbranche.
Dachte zuerst, es handle sich vielleicht um eine ZA-Firma. Irgendwie ein bissel unseriöser Touch ... :cool:

Wenn ich als Arbeitgeber ein Inserat aufgebe, muss ich doch damit rechnen, dass ich etwas mehr Post als sonst bekomme und dann stell ich mich drauf ein. Oder nicht?
Der hat ja bezahlt für sein Inserat. Ich gehe davon aus, dass der auch Zuschriften bekommen WILL.

Sehr dubios ....
 

HajoDF

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Hi ofra,
Brief kompl. aufheben,
Adressaten anrufen und nachfragen (postboten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren):icon_party:
 

Emma13

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Hi Ofra -

gerade in dieser Branche geht es sehr unseriös zu - vielfach wird gar nicht jemand für die ausgeschriebene Stelle gesucht, sondern ein "Treppenterrier" für den Verkauf von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen :icon_evil:

Habe ich kürzlich auch zweimal erlebt, als ich mich als Sekretärin bei zwei Versicherern beworben hatte :icon_dampf:Habe mir dann noch einige "nette" Telefonate mit den Bezirksdirektoren geliefert :icon_twisted:. Die Stellenanzeigen sind immer noch in der Jobbörse der Agentur vorhanden - hier spiegelt man falsche Tatsachen vor !!

Vermutlich hat deine Bewerbung schon nach "nicht beeinflussbar und keinesfalls willfährig" gerochen ??? !! :icon_lol:

Also, Bewerbung vergessen, abheften und SB bei Bedarf vorlegen - und natürlich abrechnen !!!!

Grüße - Emma
 

ofra

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Wenn der Briefkasten überfüllt ist, hätte der Postbote noch die Möglichkeit gehabt, bei der Firma zu klingeln. Vielleicht wäre jemand im Büro gewesen, dem er die Post direkt hätte aushändigen können.

Irgendwie riecht das alles schon sehr komisch. Ist mir in der Form noch nie passiert.
 

ofra

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Zitat: "Vermutlich hat deine Bewerbung schon nach "nicht beeinflussbar und keinesfalls willfährig" gerochen ??? !!"


Ich vermute seit langem, dass dies der einzig WAHRE Grund ist, warum ich immer nur Absagen bekomme! :icon_pause:
 

Donauwelle

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Aus diesem Grunde stehe ich nicht im Stellenportal bei der Arbeitsagentur. Ich konnte mich mit Beruf Versicherungskauffrau trotz Vermerkes "nur Innendienst" nicht vor Anrufen und Briefen mit Akquisejobs von Finanzdienstleistern nicht retten. Ich war auch zweimal bei Vorstellungsgesprächen, bei denen das nicht hundertprozentig aus der Stelleninformation herauszusehen war und ich schon am Telefon nachgefragt habe, ob es sich hier um derartige Jobs handelt - was am Telefon verneint wurde, sich dann aber so herausstellte...
 

ofra

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Aus diesem Grunde stehe ich nicht im Stellenportal bei der Arbeitsagentur. Ich konnte mich mit Beruf Versicherungskauffrau trotz Vermerkes "nur Innendienst" nicht vor Anrufen und Briefen mit Akquisejobs von Finanzdienstleistern nicht retten. Ich war auch zweimal bei Vorstellungsgesprächen, bei denen das nicht hundertprozentig aus der Stelleninformation herauszusehen war und ich schon am Telefon nachgefragt habe, ob es sich hier um derartige Jobs handelt - was am Telefon verneint wurde, sich dann aber so herausstellte...
Da ist man also mit einer Ausbildung im Versicherungsbereich gestraft. Gibt es dort denn überhaupt seriöse Jobs? Oder muss man sich das als Frau "erarbeiten" :icon_redface:?!

PS: Sogar im kirchlichen Bereich habe ich mich bisher erfolglos beworben, vielleicht suchen die auch nur willfährige und unterwürfige Bewerber?? :cool:
 

Emma13

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Da ist man also mit einer Ausbildung im Versicherungsbereich gestraft. Gibt es dort denn überhaupt seriöse Jobs? Oder muss man sich das als Frau "erarbeiten" :icon_redface:?!
Im Innendienst ist nichts zu machen - hier wird schon seit Jahren ständiger Abbau betrieben :icon_neutral:

Aber wenn du dir die Hacken krummlaufen willst, um an Verträge zu kommen, skrupellos mit deinen Mitmenschen umgehen kannst und kein schlechtes Gewissen dabei hast, andere "über den Tisch " zu ziehen, hast du sicher gute Chancen :eek:

Grüße - Emma
 

ofra

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Vermutlich ist dies in vielen Branchen so: je schlechter der Charakter, desto besser die Chancen, genommen zu werden ...:eek:

Ich möchte aber ein netter Mensch bleiben :icon_cry:
 

Donauwelle

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Im direkten Innendienst bei Versicherungsgesellschaften - wenn Fa. X und Fa. Y am liebsten tausende Mitarbeiter vor Ort loswerden möchten, ist der Markt da recht schwierig.

Innendienst im Außendienst - die großen Makler suchen keine HartzIVler, sondern haben die Qual der Wahl. Die kleineren suchen eher den Typ Sekretärin (also auch Äußerlich - das bin ich nicht), häufig nur Teilzeit und in der Nähe.

Neue Maklerpools benötigen zwar Sachbearbeiter, häufig aber eher im Bereich Leben.

Callcenter und Co., die sich in den letzten Jahren in diesem Bereich gebildet haben, suchen eher den Typ gerade ausgelernt - die suchen keine Spezialisten, bei denen es ggf. Kompetenzschwierigkeiten mit den recht jungen Abteilungs- und Gruppenleitern gibt.

Quereinsteigen in anderen kaufmännischen Bereichen - dort ist die Marktlage doch auch nicht viel besser. Der Schwerpunkt beim Versicherungskaufmann sind die versicherungsspezifischen Bereiche, nicht der kaufmännische. Meine Bewerbungen in andere Bereiche waren bisher absolut erfolglos - bei denen im Versicherungsbereich (wenn auch nie die wirklich passenden Stellen) waren zumindest ab und zu so erfolgreich, dass man ein Vorstellungsgespräch ergattern konnte.


-------------

Nicht jeder Versicherungsvertreter oder - makler ist unseriös. Wenn ich mich aber für diesen Bereich interessieren würde, würde ich mich direkt bei mir seriös erscheinenden Gesellschaften bewerben, da die auch immer wieder suchen... Wenn die einen wollen, finanzieren diese einem auch das erste halbe Jahr aus Lehrgängen und zahlen ein anständiges Grundgehalt, man übernimmt danach einen anständigen Bestand und bekommt Bürozuschüsse. Alles andere empfinde ich als unseriös.

Frauen als Versicherungsvertreter - ich habe nur 2 Frauen kennengelernt, die halbwegs erfolgreich in diesem Bereich waren - vom Typ eher die, die noch eher die Hosen anhaben als Männer. Frauen kaufen lieber bei Mann und Mann sowieso. Frauen brauchen für die Gespräche auch häufig ihren Mann ...

Ich bin zu wenig extrovertiert, als dass das etwas für mich wäre - selbst bei einer passenden Gesellschaft mit guten Produkten. Zum Verkäufer muss man geboren sein und den meisten Versicherungsvertretern, denen ich in meinem Leben begegnet bin (und das waren massig viele), würde ich nicht mal eine Zahnbürste abkaufen.
 

Emma13

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Deswegen ist es als Versicherungskauffrau auch so schwierig, sich in anderen Bereichen zu bewerben, weil vielfach angenommen wird, dass man von bürotechnischen und kaufmännischen Dingen keine Ahnung hat :icon_neutral:

Grüße - Emma
 

Draconi

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wenn ich das so lese kann ich nur mit kopf schütteln

mein freund ist gelernter bürokaufmann mit berufserfahrung ect. und ihn versuchen die vom amt ständig in irgendwelche versicherungsfirmen zu stecken.

er hat gar kein nerv auf versicherungen, er würd alles andere machen, nur keine versicherung. was schicken die vom amt ständig für stellen?
versicherungsvertreter und solche scherze,wo er dann auch immer steht für quereinsteiger. und man erstmal ne ausbildung bzw weiterbildung machen soll, die man noch selber bezahlen darf ect. naja....

wozu gibts denn leute die versicherungskaufmann gelernt haben?

Da ist man also mit einer Ausbildung im Versicherungsbereich gestraft. Gibt es dort denn überhaupt seriöse Jobs? Oder muss man sich das als Frau "erarbeiten" :icon_redface:?!
sieht bei bürokaufmann/frau doch auch nich anders aus.
da werden zunehmend techniker gesucht.
nem techniker kannste schneller nen pc und tastatur erklären,als ein "normalen" mitarbeiter, der sich erst mit den teilen auseinander setzen muss, was bestellt werden muss, wie große die teile sind und dieses ganze drumherum

mein freund fragt sich auch seit 4 jahren wieso er überhaupt den beruf erlernt hat.
 

Donauwelle

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@Draconi

Es gibt da einen Unterschied.

Es gibt den Sachbearbeiter im Innendienst, der sich meist auf einen Bereich qualifiziert, dessen Ausbildungsberuf auch Versicherungskaufmann/-frau hieß...

und den Beruf oder die Tätigkeit des Versicherungsfachmannes - das ist der übliche Versicherungsvertreter draußen, der häufig eben nur eine Grundschulung aller Versicherungsprodukte bekommt und dessen Schulung hauptsächlich Verkaufselemente enthält. Ein richtiger Kaufmann im Sinne von §84 HGB ist aber eigentlich nur der selbständige Versicherungsvertreter.

Als Versicherungskauffrau kann ich mir zwar die Schulungen sparen und bekomme im Bedarfsfall auch ohne diese einen Zusatztitel Versicherungsfachfrau (Es gibt eine Selbstverpflichtung der Versicherungsfirmen, ihren Versicherungsvertretern ein Mindestmaß an Versicherungswissen zukommen zu lassen, dass nach ca. einem Jahr per Prüfung nachgewiesen wird - eben den -fachmann!) - der Unterschied zwischen beiden Bereichen ist aber der wie zwischen einer Bürokauffrau einer Staubsaugerfirma und einem Handelsvertreter für Staubsauger...

Natürlich gibt es auch Leute, die Versicherungskaufmann im Innendienst (oder mittlerweile auch im Außendienst) als 2-3-jährigen Lehrberuf gelernt haben und als Versicherungsvermittler arbeiten - aber das sind Leute, die eben gerne verkaufen...

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Wenn jemand ein Verkäufertyp ist, ist das kein schlechter Beruf und man kann damit wirklich gutes Geld verdienen und sich eine gute Existenz aufbauen. Auf 10 Leute, die angeheuert werden, kommt aber nur einer, der sich auf Dauer durchsetzen kann und nur jeder Dritte von diesen kommt auf einen wirklich guten Verdienst.
 
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