Erfahrungsbericht Erfahrungsbericht nach einem Monat Arbeit mit dem Teilhabechancengesetz, §16i - Arbeitgeber und das begleitende Coaching (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

MaunziMaunz

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Hallo und Euch allen einen schönen Feiertag noch 🎄
Ich werde in nächster Zeit so alle 2 - 4 Wochen Euch meine Erfahrungen schreiben. Was vor meinem Arbeitsbeginn 12/19 alles passiert ist, kann ja noch nachgelesen werden. Als Kurzinfo nur, den Job/AG habe ich mir selber gesucht. Kein Coaching VOR Arbeitsantritt, Teilzeit 16 Stunden, mein AG zahlt 1000 brutto, sind ca. (ohne die AV) um die 810 netto, von JC erhalte ich noch 500 Aufstockbetrag. Wären eigentlich ca. 545, aber JC hat mir mein Dezembergehalt, was ich noch nicht habe, bereits "verrechnet" und deshalb mußte ich ein Darlehen von 528 für diesen Monat aufnehmen.
35 Jahre Berufserfahrung...
Mit Arbeit habe ich nun um die 260 Euro mehr in der Tasche, für mich lebensnotwendig und ich brauche die Kohle! Für etwas mehr Lebensstandard, aber noch viel mehr für die Extrakosten bzgl. meiner Gesundheit!
Habe 6 Wochen Urlaub, den festgelegten Arbeitsbeginn um 9 Uhr durfte ich in Absprache mit meinem AG, je nach morgendlicher Krankheitszipperlein inkl. Verkehrslage, auf eine Viertelstunde später verschieben, bin chronisch krank und in der Früh sollte ich mich nicht abhetzen, verkehrstechnisch steh ich auch oft im Stau. Die AZ hänge ich dann hinten dran...
*****
Mein AG behandelt mich so, als hätte er keine langjährige JC-"Geschädigte" vor sich. Er läßt mir freie Hand, darf selbständig arbeiten, Vorschläge, meine Meinung erwünscht. War im Bewerbungsgespräch auch so besprochen. Im kaufmännischen Bereich führe ich also selber meine Personalakte mit den JC-§16i-Papieren 😂 für AG und die für mich.
Ich selber muß nun jeden Monat meine Gehaltsbescheinigung und meinen Kontoauszug mit Gehaltseingang, dem JC nachweisen.
Einen Lohnzettel habe ich noch nicht erhalten, Gehalt kommt ja erst.
AG muß selber Mitte Februar 2020 den ersten Nachweis für meine Anmeldung an das JC abgeben, inkl. Nachweis eines Stundenzettels, der ist schon "angelegt"...

Die Arbeitszeit vergeht wie im Flug, bin echt happy...den Coach habe ich in diesen 3 Wochen 3x gesehen, unterschreibe ihm lediglich den Anwesenheitszettel. Ein Vertrag mit ihm liegt mir seit Anfang Dezember vor, den ich noch nicht unterschrieben habe, da mir immer noch ein paar Punkte unklar sind und die ich erklärt haben möchte. Es geht um gewisse Coaching-Inhalte, die ich detailliert schriftlich haben möchte...Stabilisierung bei einer Arbeitsaufnahme ist jedoch auch im Vertrag erwähnt. Der Coachingvertrag ist ein ganz normaler MT-Vertrag (doc-Fußzeile ist aus 2016), das mit dem THCG ist wohl noch so "neu", dass mein MT zumindest keinen passenden Vertrag dazu hat, aber kenne die Summe, die JC an MT zahlt. Wow...holla, wenn JC nur mal jede Woche meinen Chef anrufen würde, ob alles passt, dann würde enorm viel Geld gespart...

Nun habe ich mehrmals nicht unterschrieben, der Coach ist aber freundlich, ohne mich zu einer Unterschrift zu nötigen, wir sind uns beide aber schon einig, dass ab dem 7.1. irgendwas passieren muß. Er weiß, dass lt. JC-Info mehrere Coach-Wechsel vorgesehen sind und dass ich das auch in Anspruch nehmen würde, wenn einige Passagen des Vertrages von mir nicht unterschreiben werden könnten. Der Coach sagte bei einem Termin mit meinem AG, dass er nicht als Nanny fungiert, sondern nur vermitteln würde, falls es zwischen mit und AG Problemchen geben könnte. Außerdem würde sich Coach nach MIR mit der Zeit richten, auch mal in 2 Wochen nur ein persönliches Treffen oder Telefonat.
Dies werde ich dann mal im Januar ausprobieren, ob es sich tatsächlich auch so verhält, mit oder ohne Unterschrift.
Mein Coach hat mich auch ehrlich darüber informiert, alle 4 Wochen einen Bericht an das JC zu schreiben, den ich vorher lesen dürfte.
Allen ist klar, wenn Fördergelder fließen, muß das überwacht werden. Der Coach ist da ja das "Bindeglied". Die Auflagen, die mein AG gegenüber dem JC hat, beinhalten...durch Abgabe regelmäßiger Zwischenerklärungen mit festen Abgabeterminen an das JC, dass das Fördergeld/mein Gehalt auch zweckgebunden nur mir zufließt.
Da könnte der Coach doch eigentlich gleich erwähnen, dass ich ihm meine Lohnbescheinigung und den Kontoauszug vorgelegt habe und gut ist...
Dieses Doppelgemoppel braucht es für mich nicht!

Mein Coach hat auch Info, dass zwischen mir und dem JC z.Zt. ordentlich Beef herrscht, bis hin zur GL, Akteneinsicht, Befangenheitsantrag SB...etc./ Übergabe an einen FA für Sozialrecht und dass er es in dieser Form auch akzeptieren muß, darüber immer wieder abzukotzen, was JC da all die Jahre mit mir angestellt hat und nun Schluß damit ist, und ich ausschließlich Gespräche über meine neue Arbeit führen möchte.

Tja, auch wenn's ganz schön vermessen oder arrogant rüber kommt, mit langjähriger Berufserfahrung ist man auch nach vielen Jahren arbeitsuchend nicht vollkommen blöd und hilflos, wenn man wieder neu Arbeit aufnimmt. Es würde durchaus reichen, wenn JC anhand meiner Bewerbungsunterlagen und Lebenslaufes SEHEN würde, dass man mich ganz alleine erstmal auf einen selbstgesuchten Job los lassen könnte. Wenn der AG jedesmal, auch wöchentlich von mir aus dem JC über 6 Monate oder 1 Jahr telefonisch bestätigen würde, dass alles passt, könnte der Fall gut sein. Ein MT/Coach könnte immer noch eingeschaltet werden, würde AG nicht zufrieden sein würde. Dann wär's logischer...

Da wird das Pferd von hinten aufgesattelt...sollte das mit dem Coach für mich belastend werden (in der Arbeit und mit Gesundheit hab ich genug zu tun), habe ich immer noch die Möglichkeit mich auf andere "normale" Teilzeitstellen zu bewerben. Dann bin ich nur noch Aufstocker. Einen Blick jede Woche auf neue Stellenangebote werde ich also schon werfen...
Achtung...ich kann nicht mehr Vollzeit arbeiten und das JC für immer los kriegen. 11 Jahre noch bis dann zu einer kleinen geschissigen Rente...
Für ein bisserl mehr Geld und etwas mehr Rente arbeite ich jetzt sehr gerne und tut mir gut!

Nur die Zeit wird es bringen, ob der Coach wirklich so "harmlos und gelassen" nach meiner Unterschrift agiert oder ob alles in eine andere Richtung geht. Coaching kann auch "gekündigt" werden, wenn mein AG mir kündigen sollte oder ich, wenn ich einen anderen "normalen" Job anfangen würde.

Mein Chef hat mir auch für Di, 24.12. und Di, 31.12. als Büromensch freigegeben, ich muß nicht kommen, obwohl die anderen und er an diesen Tagen im Laden stehen. Er hat also in keinster Weise versucht, eine "Null-Euro"-Kraft "auszunutzen". Und 1 Tag Urlaub in der kurzen Dezember(arbeits)zeit wurde mir auch gewährt, ohne wenn und aber...
Coach ist auch in Urlaub...
Ab dem 8.1.2020 kommt das erst "Neues" auf mich zu.

LG MaunziMaunz
 
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verona

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Hört sich ja ganz gut an. Wie bist du auf den AG gekommen bzw. bist du vorgegengen?
 

JobcenterAffe

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Aber man hört dann doch immer raus, daß es dieses "Coach-im-Nacken-sitzen" und somit beobachtet und bevormundet zu werden, gibt, und vom JC durchaus beabsichtigt ist. - Eben auch weiterhin mit der vielen Bürokratie, die scheinbar viele unnötige Planstellen im JC sichern muß. Jedenfalls hast du's realtiv gut erwischt, was deinen Arbeitgeber anbelangt. Kann mir vorstellen, daß so eine "Null-Euro-Arbeitskraft" auch viele knallharte Ausbeuter von der Arbeitgeberfront anzieht.

Ich persönlich kenne auch einen 16i'ler, der seit März diesen Jahres bei der Caritas in der "Brotausgabe" (Tafeln) beschäftigt ist. Allerdings hat der auch gut verhandelt: Nur 24 Std. die Woche Arbeitszeit (also quasi halbtags) und er bekommt auch so um die 1.000 € netto raus, Brutto-Stundenlohn liegt bei ca. 13,50 € (wegen Tarifgebundenheit des AG's). Aufstockende Leistungen bezieht er keine mehr.

Diese Caritas dann jedoch nicht so karitativ, wie der Name sagt: Er muß nach 2 Jahren, genau in dem Moment, wenn der Arbeitgeber auch nur die minimalen 10 % vom Lohn zuschießen müsste, schon wieder entlassen. In meinen Augen bietet diese Beschäftigung für ihn auch keine weitere Lebensperspektive, da er erst Anfang 40 ist. Anfang 2022 wird er sich dann wohl schon wieder mit Erstbewilligungsformularen herumschlagen müssen.

Mit seinem Coach kommt er auch gut zurecht, zumindest bist jetzt. Scheint eher so ein Sozialarbeitertyp zu sein. Aber der 16i'ler versteht es auch, mit Menschen umzugehen, ist sehr kommunikativ und selbstbewusst. Eine Gabe, die eben nicht jeder ELO hat. Das Selbstbewusstsein der meisten Langzeitarbeitslosen dürfte sich so ziemlich gegen Null bewegen.
 

Onkel Tom

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Ist ja schon mal ganz gut, das Treadstarter auf dem freien Arbeitsmarkt
was gefunden hat. Zudem ein Überblick zum Datenfluss zu haben, sehe
ich hier auch als enormer Vorteil..

Tja, wenn dieses Drumherum wie vertragliche Bindungen zu weiteren
Verpflichtungen neben seiner Arbeit nicht wäre und zur Autogrammstunde
kontrahieren würde, wäre alles schon viel einfacher und könnte sich das
ganze als Hospitation hinein in ein Arbeitsverhältnis entwickeln, was m.E.
auch gesünder wäre.

Aber villeicht haut es ja doch hin, die Daumenschrauben vom JC los zu
werden und keiner hat was gemerkt beziehungsweise in Vergessenheit
geraten ist.. Daumendrück ;)
 

MaunziMaunz

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Hört sich ja ganz gut an. Wie bist du auf den AG gekommen bzw. bist du vorgegengen?
Hatte mich dort 2017 beworben, war ein sehr langes Bewerbungsgespräch...allerdings war meine Krankheit damals im bereits chronischen Zustand, was ich noch nicht wußte, deshalb sind wir damals nicht überein gekommen. Ich hab einfach telefonisch d.J. angefragt, ob er Personal braucht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

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Hallo MaunziMaunz!

Für micht klingt das wieder einmal nach missbräuchlicher Verwendung des Teilhabechancengedöns zur Integration Behinderter in den Arbeitsmarkt. Wurden denn im Vorfeld Förderwege über LTA ausgeschöpft? Wenn du die Möglichkeit hast, eine normale Teilzeitstelle zu finden, würde das z.Bsp. bedeuten, dass der AG drei Monate 100% Lohnsubventionen (Probebeschäftigung) und danach 30 - 50 % erhalten könnte (meist ein Jahr lang). Vorteil für dich wären: - keine "Betreung", AV-Beiträge und die Nachbeschäftigungspflicht.

Du hast jetzt was gefunden und bist zufrieden, was natürlich erstmal das Wichtigste ist. Das Coaching aber scheint mir völliger bürokratischer Irrsinn und bei dir fehl am Platz zu sein.

Gruß
 

grün_fink

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Wenn man max. 30 Stunden pro Woche arbeiten kann, könnte man auch eine Erwerbsminderungsrente bekommen.
Vorausgesetzt, in den letzten Jahren vorher gab es genug Beitragszeiten.
Dann bräuchte man keine Aufstockung mehr und könnte das JC verlassen mit seinen Forderungen nach Aufstockung und Gedöns.
 

HermineL

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Wenn man max. 30 Stunden pro Woche arbeiten kann, könnte man auch eine Erwerbsminderungsrente bekommen.
Aber keine volle Erwerbsminderungsrente. Dafür dürfen es max. 15 Stunden pro Woche, respektive max 2:59 Std. pro Tag sein. Ganz davon abgesehen das man auch wirklich erwerbsgemindert sein muss.
 

MaunziMaunz

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Hallo Ihr Lieben,
so, hier mein aktueller Bericht, wie es im Januar (2. Monat nach §16i) war:

AG-Seite: Prima mit Sternchen!

Wen es wundert, dass ich heute schreibe, denn sollte ich nicht in der Arbeit sein? Ich darf nach erneuter Absprache mit meinem Chef mir die Arbeitstage selber legen.
Nach 8 Wochen hat sich leider ein kleines Problemchen mit meinem Sprunggelenk ergeben.
Ich habe nach 2 Tagen Arbeit schon Schmerzen, da ich ca. 5-6x am Tagen 30 Treppenstufen rauf und runter muß. Ähm...zum Klo! Ältere Frau, schwächere Blase!
Im Monat komme ich also nun auf 2.500 Treppenstufen...

Zuhause wohne ich im Erdgeschoß und muß nur 5 Treppen zur Wohnung hatschen. 1x das Haus verlassen, 10 Treppenstufen pro Tag.
Verlasse ich 4x wöchentlich die Bude, sind das wöchentlich lachhafte 40 Treppenstufen, im Monat nur 160.
So, rechnet Euch die Mehrbelastung selber aus, ich war auch ganz entsetzt.

Bin jetzt 8 Wochen dabei, die Arbeit, der Chef, die Kollegen, das Umfeld, der Coach...sind nicht das Problem.

Ich schlucke derweil für den Rest der Woche Ibuprofen. Chef und Coach wissen Bescheid.
Bekomme wahrscheinlich einen "neuen" Arbeitsplatz...und zwar einen, wo ich nur 1x zu Arbeitsbeginn die Treppen runter muß, am Ende 1x hochlatsche und heimfahren kann. Der Arbeitsplatz wäre *lach* keine 5 Meter vom Klo entfernt...und wäre der Arbeitsplatz vom Chef. Den würde er tatsächlich räumen.
(Kommentare wie: für die 100% Fördergeld wird er sich schon ein anderes Plätzchen suchen, etc....lasst es!)

Wenn ich es brauche, kann ich nach 2 Tagen einen Tag Fußpause einlegen...oder nach 1 Tag...ich darf das ganz allein entscheiden.

Zum Thema JC: obwohl ich mein erstes Gehalt im Dezember pünklich am 30.12. erhalten habe...wurde mein Chef bis 20.1.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! vom JC "vergessen", dass sein 100% Fördergeld für mich angewiesen wurde!

Mich Anfang Dezember mittellos stellen, ein 12/19-Gehalt im Vorfeld anrechnen, was noch gar nicht da gewesen wäre, mich in ein Darlehen "zwingen"...ja, da war der Saftladen von JC bei mir ganz schnelle helle im Kopp.

Dass da aber irgend eine Schnarchnase saß, die eine Verknüfung der Akte AN und AG nach 16i nicht erkannt hat, dass auf der anderen Seite ein Geld im Nachhinein (3 Tage später, also AG erhält Fördergeld immer so um den 2./3. d.Monats) zu überweisen ist...war die Lachnummer schlechthin und ärgerlich für meinen Chef.
Denn anscheinend denkt da niemand daran, dass ihm 800 Euro fehlen (mein Netto-Gehalt) und er am Anfang des Monats ins Schleudern mit seinen Abbuchungen/Miete/Fixkosten kommen könnte, da JC ihn vergessen hat.

Er hatte ja im Vorfeld der Anstellung dem JC klar gemacht, dass er so viel Geld wegen dem Umzug ausgegeben hat, dass Kosten für weiteres Personal nicht möglich wären.

Ich hoffe, dass er gestern oder heute nun automatisch sein 2. Fördergeld erhalten hat. Erfahre ich erst morgen bzw. sehe es am Kontoauszug.

Ansonsten: die Arbeit macht Spaß, ich werde immer noch gut behandelt :=)

Meinen Coach habe ich persönlich kurz vor Weihnachten das letzte Mal gesehen. Bis heute gab es dazwischen nur 2 Telefonate. So habe ich mir das gewünscht, so bekam ich es auch.
Erst nächste Woche kommt Coachi wieder persönlich in die Firma. Auch mein Wunsch, da ich dann nicht wieder Treppen zum MT hochsteigen muß.
Mein Coach zwingt mir nichts auf, horcht mich nicht aus, weiß über das Thema Treppensteigen/Schmerzzustand/Ibuprofen wird akut, Bescheid.

Rein persönlich, aber dies taucht leider kopf- und gefühlsmässig immer wieder mehrmals die Woche auf, und tut mir nicht gut: die mögliche Abberufung durch das JC, diese Willkür, mich von heute auf morgen abzuberufen, wenn JC das just-for-fun-und-denken-wir-mal-über-die-olle-Kuh-nicht-nach-wie-immer-halt- sitzt mir im Nacken und ist ein purer emotionaler Streßfaktor für mich.

Ich frage mich jede Woche nach meiner Arbeit, wenn ich zur Ruhe komme, wann die Arbeit und mein Mehrverdienst vorbeisein könnten, weil JC dazwischengrätscht. Viele reden immer nur davon, die werden einen eh nicht abberufen, ich solle das doch ganz locker sehen (mein Chef z.B.), aber niemand kann mir die Garantie dafür bzw. es schriftlich geben. Im ALG2 habe ich 10 Jahre genug instabil gelebt, ein Problem für mich, da dem JC weiter zu vertrauen. Für all den Mist, den die eh schon angerichtet haben.

Außerdem bin ich...1. mit Sanktion gefährdet, wenn ich durch Fehlverhalten beim AG meine Festanstellung mit Kündigung gefährden würde...mich nicht, Achtung, jetzt kommts: weiterhin auf VVs bewerbe oder eine andere Arbeitsaufnahme verweigere????
Ich arbeite! Was soll ich mich noch auf VVS bewerben oder eine andere Arbeitsaufnahme verweigern...

2. Lt. JC ebenso Sanktion bekommen würde, wenn ich nicht aktiv am Coaching mitwirke, es verhindere oder es abbreche.
Also zuerst einmal 6 Monate Coaching, 48 Einheiten, was ich lt. JC muß!
Und lt. Coach, MAX. 6 Monate, Termin nach Absprache, kann vorher beendet werden.
Ja, was nun?

All das geht mir sowas von auf den Senkel-Sack. Ich hab es so was von gestricken dicke, mit Arbeit noch Sanktionsandrohungen in der Post zu haben, wenn'de net spurst, dann zeigen wir es Dir schon...

80% der sinnlosen JC-Papierflut, die mich maßlos ärgern, rauben wir meine Energie. Die ist schon weniger mit dem Fuß. Gehirn auch gut gefordert.
Habe mich über meine RSV beraten lassen und weiß genau, wie ich sanktionsfrei, wenn ich das möchte!- aus dem 16i rauskomme.

Lt. JC darf man ja aus wichtigen Grund dieses Arbeitsverhältnis kündigen...
steht nur weiter in den Papieren...das MEIN wichtiger Grund nicht unbedingt vom JC anerkannt werden würde! Deshalb hab ich im Vorfeld mal aufgrund meiner Lage mit einem FA für Sozialrecht besprochen, was bei mir ein wichtiger Grund wäre.

So ist der größte Druck bei mir weg grad kurz weg, und kann irgendwann frei entscheiden, ob ich im 16i-AV bleiben möchte...passt ja alles, das Mehrgeld freut mich auch.

Oder (aber nur wegen dem JC) ich mich auf eine stinknormale Teilzeitstelle bewerbe. Da bin ich ja nur noch Aufstocker und werde nicht mehr überwacht. Keinen Coach mehr, der AG muß auch keine Nachweise, die Zeit in Anspruch nehmen, ausfüllen.

Bin aber auch dahingehend empfindlich, Freigeist, vor H4 immer so gelebt...niemand hat mir zu drohen, wenn ich schon arbeite. Passiert alles in einem normalen soz.ver.Job nicht.
Und ich bin ordentlich wütend auf die raffinierte JC-Masche, die den AN nur aus aus "wichtigem Grund" aus dem 16i rauslassen würde...denn wenn ich einen anderen Job haben und freier leben will...dann hab ich eh einen neuen Job und JC genau das erreicht was es will...(irgend-)einen Job haben!

Außerdem ärgere ich mich gerade noch über mich selbst. Denn mein schönes Bruttogehalt von 1.000 Euro ist da jetzt im dümmsten Fall ein Handicap und wie ich es mir schon im Vorfeld gedacht habe und mit FA besprochen...es ist kein wichtiger Grund, das JC loszukriegen, in dem man in einen normalen Job wechselt, wenn der neue AG für die gleichen Stunden nur 800 Euro brutto zahlen will.

Bissi blöd, das gute Bruttogehalt, auf das ich stolz war, es so ausgehandelt zu haben, könnte bei Jobwechsel nun ein Nachteil werden.
Hätte ich jetzt nur 800 Euro brutto und bald einen neuen Job mit 850/900 oder mehr brutto...könnte mir das JC gar nichts vorwerfen.

Zu dieser Belastung, die bestimmt viele von Euch lockerer sehen, kommt die überraschende körperliche Belastung mit dem Fuß dazu. Obwohl meine Arbeitsstunden wie im Flug vergehen und keinerlei Gedanken an den übrigen Sch**** währenddessen auftauchen...komme ich, ab 14 Uhr Arbeitsende, aber dann noch mit Autofahren/Kupplung drücken, Einkaufen gehen, Tüten schleppen, mit dem Haxn so auf 14:45 Uhr nach Hause. Falle auf die Coach, mache Nickerchen, was bis abends um 20/21 Uhr dauert. Schone meinen Fuß, mache nichts mehr im Haushalt, schaue Fernsehen, dann ist es Mitternacht, komme im dümmsten Fall mit den Gedanken nicht zur Ruhe, stehe -ist die Zeit schon wieder vorbei- um 6 Uhr auf.

Vorher feste Tage, mich mit Familie und Freunden zum Kochen oder Schwimmen gehen zu treffen...meist Fehlanzeige.
An mir passenden Tagen geht es bei ihnen nicht mehr. Manche seit 8 Wochen nicht mehr gesehen...nur telefoniert.
Mit dem dicken überlasteten Fuß, obwohl ich noch gut laufen kann, brauche ich dann nachmittags meine Ruhe und würde es gar nicht mehr abends ins z.B. Kino schaffen. Früher konnte ich das besser planen...tagsüber nicht so viel mit zu viel laufen, Einkäufen, tragen, heben, schleppen gemacht, damit abends fit.

Tja, ich schau also der nackten Tatsache, schonungs reflekierend ins Auge, dass ich mit Job eine gewisse emotionale und körperliche Belastungsgrenze habe, die sich im nur Zuhause sein... meist super gut und evtl. schön geredet bestens bewältigt werden konnte. Das körperliche zieht das emotionale und dann noch das JC nach.
Die Freude auf die Arbeit und das Geld überwiegt, aber eine Lösung muß her.
An neuer Sichtweise, Entscheidungswillen und der noch dazugehörigen Kraft würde es noch nicht mangeln.

Einmal hab ich mir Anfang Januar schon einen Tag extra für den Fuß und das Durchschnaufen genommen. Und damit ich an dem Tag auch alle Papiere mal wieder fürs JC zusammenkriege. Würde ich nach einem Arbeitstag nach 15 Uhr geistig überhaupt nicht hinkriegen, mich da noch dran zu machen.
Mein Chef wußte das und meinte, wenn das bei Ihnen mit dem JC so weitergeht, "haben Sie bald keinen Urlaub mehr ;=)
Sie müssen keinen einreichen, Sie dürfen gerne wegen dem Fuß und anderen Terminen oder wichtigen Briefchen zu Hause bleiben, dann kommen Sie einfach am nächsten Tag. Ich weiß, wie Sie arbeiten und auch mit Ihrem Fuß kommen, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen, eher um mein anderes Personal, was ständig bei jedem kleinen Zipperlein einen gelben Schein abgibt..."

Die Crux an der Sache ist auch, das ich es auch erst einmal tatsächlich verarbeiten muß, dass mir jemand, also mein Chef, alle Freiheiten dieser Welt lässt, in 4 Wochen meine Probezeit vorbei ist und nichts darauf hinweist, mich zu feuern...
Er wäre jedoch auch ohne das Fördergeld charakterlich mir gegenüber so freizügig, er wußte ja, wen er bekommt vor Vertragsunterzeichnung. Ich kannte ihn ja vor Jahren mit Bewerbungsgespräch...ich habe also keiner ausbeutenden AG-Dreck*s... mich feilgeboten.
Der Coach lässt auch die lange Leine...

In ein paar Wochen hoffe ich, dass sich eine gute Lösung mit dem Fuß ergibt. Wenn ich selber aktiv am Loslassen wegen dem JC an mir arbeite, dann wäre schonmal die dickste Kuh vom Eis. Arbeitsklima, Chef, kurzer Anfahrtsweg mit Auto, Parkplatz vor der Türe...mehr Geld uffm Konto...kein drängelnder Coach, geänderter Arbeitsplatz...würde ja alles passen.
Aber mit der neuen Schmerzerfahrung und wahrscheinlich auch Angst vor Verschlimmerung bzw. dass ich wieder ganz neu mit Schmertherapie anfangen muß, blockt wohl irgendwas bei mir.

Gibt hier bei mir in der Nähe eine Therapeutin für chronische Schmerzpatienten, überlege, ob ich anrufe.
Meine Blutegel-Therapie (die Kosten reiche ich in Absprache mit dem Coach als Beibehaltung meines Arbeitsplatzes bei JC ein, auch wenns nix wird) könnte auch noch helfen. Jetzt werden es immer mehr Termine.
Da könnte mir nur weiter oder besser geholfen werden...auch im Hinblick auf einen ganz normalen Job, davon kann ich also so oder so nur profitieren.

Morgen ist ein neuer Tag und keiner gibt mir das Gefühl, es heute nicht ganz geschafft zu haben.

LG MaunziMaunz
 

grün_fink

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Ich würde mich mit dem Gedanken anfreunden, zwischendurch mit Kur durchzuschnaufen, zusätzlich zum Urlaub. Wenn auch nicht jetzt schon.
 

MaunziMaunz

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Hallo, bin etwas früh dran, denn der Februar ist noch lange nicht um.
Kleine Ergänzung, da ich ja erwähnte, dass ich durch das viele Treppensteigen mit dem Sprunggelenk wieder mehr Schmerzen und Schwellung hatte:
Diese Woche habe ich mir gezielt spontan Urlaub genommen bzw. nehmen müssen! War mir sch***egal.

Kein AU für ein paar Tage, denn ich hätte es gar nicht mit dem Sprunggelenk mit Kupplung drücken zum Orthopäden geschafft. Noch mehr Schmerzen, Behandlung eh noch mehr Schmerzen, wenn mein Arzt daran rumreißt. Außerdem ist das einer, der mich noch nie! krankgeschrieben hat. Und nachdem ich mich geweigert hatte, mich bei seinem Fußchirurgen-Spezl operieren zu lassen, mag der mich eh nimmer so als Patientin.

Seit 1 Woche stecke ich tagsüber und nachts im dicken Kompressionsstrumpf. War überwiegend zu Hause. Fuß wieder gut und morgen habe ich meinen 1. Termin beim orthopädischen Heilpraktiker, weil ich ja eine natürliche Schmerztherapie mit Blutegeln haben möchte.

Mein Chef (Befunde liegen ihm vor) hat wahrheitsgemäß die Aussage erhalten, dass ich diese Woche nicht komme und mich förmlich weigere, nur 1 Tag die Treppen bis zu 6x rauf und runter zusausen. Nicht wegen der Arbeit, sondern weil ich nach unten aufs Klo muß!
Mein Schmerzgedächtnis und ich wollten es nicht mehr!

Es war davor eh ein anderer Arbeitsplatz ohne viele Stufen schon im Gespräch. Mein Chef hats verstanden, war nicht sauer, findet eine Lösung. Alles gut und wenn es so sein muß, dass ich nach 8 Wochen Arbeit dann 1 Woche Fußpause brauche und das akzeptiert wird, von mir aus herzlich gerne.
Das müssen AG und ich und Coach dem JC nur noch verklickern, denn bald wäre mein Urlaub aufgebraucht, wenn es so weiter ginge, über unbezahlten Urlaub, Kur, etc. will das JC durch die Auflagen immer alles wissen.

Ich rechne aber damit, dass mir die Igelchen-Therapie Besserung bringen könnte. Wenn dem wirklich so ist, werde ich mal mit dem Coach die Kostenübernahme oder einen Zuschuß durch das JC besprechen. Hier geht es so um die 80 Euro pro Sitzung, nicht jeden Monat. Alle drei oder vier...dient ja auch dem Erhalt meiner Arbeit.

LG MaunziMaunz
 

JobcenterAffe

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Ich rechne aber damit, dass mir die Igelchen-Therapie Besserung bringen könnte. Wenn dem wirklich so ist, werde ich mal mit dem Coach die Kostenübernahme oder einen Zuschuß durch das JC besprechen. Hier geht es so um die 80 Euro pro Sitzung, nicht jeden Monat. Alle drei oder vier...dient ja auch dem Erhalt meiner Arbeit.
Wieso sollte das Jobcenter für irgendwelche Krankenbehandlungen die Kosten übernehmen? - Wenn, dann wäre doch die Krankenkasse dafür zuständig.

Mein Chef (Befunde liegen ihm vor)
Und deinem Chef zeigst du einfach so deine Krankenakte? Und das findet der normal? - "Ein seltsames Paar" von AG + AN, das da zusammengefunden von hat....
 

MaunziMaunz

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Wieso sollte das Jobcenter für irgendwelche Krankenbehandlungen die Kosten übernehmen? - Wenn, dann wäre doch die Krankenkasse dafür zuständig.
Die schiebts aufs JC...

Und deinem Chef zeigst du einfach so deine Krankenakte? Und das findet der normal? - "Ein seltsames Paar" von AG + AN, das da zusammengefunden von hat....
Nein, keine Krankenakte. Befunde, was mein Fuß alles nicht mehr kann und darf. Und nun 1 Woche Pause brauchte.
 

MaunziMaunz

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Wenn man AU ist, lässt man sich (vom Hausarzt) krankschreiben und verwendet nicht seinen Urlaub dafür!
Nicht ganz so einfach, wenn weder Hausarzt noch Orthopäde einen für ca. 2-3 Tage krankschreiben sollen, sie sehen ja nur einen geschwollenen Fuß, den kann man ja bei der Arbeit sitzend im Büro auf einen Stuhl hochlegen :=( ...hab ich mir alles schon so anhören müssen).

Selbst mein Schmerztherapeut wollte mir keine AU geben, mit so einem Fuß kann man trotzdem zu Vorstellungsgesprächen oder arbeiten gehen. Er hatte ziemliche Bedenken auch wegen dem JC.
Um an eine AU zu kommen, müßte ich tatsächlich beim Hausarzt also was anderes "erfinden", dann hätt' ich bestimmt eher den Schein.
(Wirkling) Magenschleimhautentzündung (Ibuprofen) wars das letzte Mal, aber da hatte ich noch keinen Job.

Hab bald Coaching, werde das ansprechen, im Grunde genommen braucht's einfach nur den Glauben daran, dass es bei mir halt so ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67216

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Na ja, wenn du keine AU bekommst, wird es schwierig, die Stelle aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen wechseln zu wollen, denke ich.
Was machst du denn, wen der Urlaub aufgebraucht ist? Zähne zusammenbeißen?

Die AU bezieht sich auf die konkreten Bedingungen und Anforderungen deiner Stelle. Das ist nun eine andere Ausgangssituation als bei Erwerbslosen. Wenn deine Ärzte das nicht so sehen, müsstest du ihnen das deutlich machen.

Ruiniere dir bitte nicht deine Gesundheit!
 

MaunziMaunz

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Na ja, wenn du keine AU bekommst, wird es schwierig, die Stelle aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen wechseln zu wollen, denke ich.
Was machst du denn, wen der Urlaub aufgebraucht ist? Zähne zusammenbeißen?

Die AU bezieht sich auf die konkreten Bedingungen und Anforderungen deiner Stelle. Das ist nun eine andere Ausgangssituation als bei Erwerbslosen. Wenn deine Ärzte das nicht so sehen, müsstest du ihnen das deutlich machen.

Ruiniere dir bitte nicht deine Gesundheit!
Bei einem Wechsel von 16i in ein normales Arbeitsverhältnis müßte die neue Firma ebenerdig und nicht grad einfach zu finden sein...
Nächste Woche krieg ich einen anderen Platz in der Firma, nur 1x Treppen runter, arbeiten...Klo hinter mir...nach Hause nur wieder 1x hoch. Das dürfte schon erleichternd sein. Außerdem krieg ich morgen meine neue Schmerztherapie...Blutegelchen. Wenn die wirklich helfen, dann dürfte das gröbste hoffentlich rum sein.
Weiß aber, was Du meinst.

Wenns doch noch Probleme machen würde, müßte ich einem von den beiden Ärzten (HA oder Orthopäde) das nochmals verklickern.
Jetzt hab ich mal ne blöde Frage...denn mein Chef hat ja nichts gegen ein paar Tage Fußpause...zieht der Arzt eher mit, wenn mein Chef mir ein kurzes Schreiben mitgibt, dass er grundsätzlich ja vom Sprunggelenk weiß und nach Gegebenheit eine AU für ein paar Tage problemlos akzeptiert?
So sehen die Ärzte, dass ich nicht just for fun eine AU bräuchte...
 

grün_fink

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zieht der Arzt eher mit, wenn mein Chef mir ein kurzes Schreiben mitgibt, dass er grundsätzlich ja vom Sprunggelenk weiß und nach Gegebenheit eine AU für ein paar Tage problemlos akzeptiert?
Bitte was? Würdest du das in einem ungeförderten Arbeitsverhältnis auch so machen?
Und wieso, wenn du arbeitest, sieht der Arzt das anders wie bei anderen Arbeitenden?
 

MaunziMaunz

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Bitte was? Würdest du das in einem ungeförderten Arbeitsverhältnis auch so machen?
Und wieso, wenn du arbeitest, sieht der Arzt das anders wie bei anderen Arbeitenden?
Liebe grün_fink,
wir saßen doch beide im JC, da war ALLEN (Dir, JC, meinem AG) die Problematik mit meinem Fuß bekannt. Das läßt sich ja nicht verbergen.
Seit Jahren bekomme ich weder vom HA, Orthopäden oder dem Schmerztherapeuten einen gelben Schein. Der eine fürchtet das JC und meinte, mit so einem Fuß kann man arbeiten. Und die anderen beiden denken wohl genauso und ich würde blau machen wollen...?
Damaliger JC/SB von 2016, der hat mir auch nicht geglaubt, obwohl ich mit dem Fuß im Sommer vor ihm saß...

Chef glaubt's, Coach glaubt's. Coach hat gestern ein Foto vom Fuß Mitte Januar gesehen und gemeint...oh Gott, weil er so dick war.
Was soll ich denn machen, da bin ich hilflos und weiß nicht, wie ich an AU komme.
Mit den Fotos dokumentiere ich ja schon für die Ärzte...

2. Schnapsidee wäre...ob JC und AG ihren Segen auf "mehr Urlaub für mich" geben?
Ich kann mir aber auch morgens mal die Bratpfanne auf die Stirn hauen, mit ordentlich Beule, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Ja, so krieg ich ganz bestimmt die AU(a).

Da ich ja morgen das erste Mal bei einem Heilpraktiker bin, der mir Blutegel setzt und die Wunden auch 1-2 Tage nachbluten können...falls ich bis Dienstag mit den kleinen Wunden (muß ja dann in den Schuh und herrscht Reibung) nicht in die Arbeit könnte...schreibt der wenigstens eine Art "Tatsachenbericht". Ein Heilpraktiker...der wird ja keine AU ausstellen, oder doch?
 

grün_fink

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2. Schnapsidee wäre...ob JC und AG ihren Segen auf "mehr Urlaub für mich" geben?
So ein Schmarrn.
Deine Ärzte kannten dich in den letzten Jahren als ALG II-Empfängerin, und es gibt genug Ärzte, die die Regeln für die Krankmeldung im ALG II nicht kennen, damit nix anfangen können und auch nicht fragen, ob man eine Krankmeldung braucht.
In deinem Fall würde ich, bräuchte ich eine Krankmeldung, gar nix mehr vom JC erzählen, sondern nur den konkreten Arbeitsplatz beschreiben, auch mit der Toilette und dem Treppensteigen dahin. Denn auch das zählt mit zum Arbeitsplatz, nicht nur der Schreibtisch. Der Arbeitsweg dahin bzw. dessen Erreichbarkeit sollten auch eine Rolle spielen.

Du bist momentan im Job, nix anderes.

Ich selber wurde vor einem dreiviertel Jahr mit heftigen Armbeschwerden auch gefragt, ob ich eine Krankmeldung brauche, auch mal bei Grippe. Auch als Leistungsempfängerin hab ich hin und wieder mal eine Krankmeldung bekommen, wenn ich gefragt habe.

Am besten beim Doc das Wort Jobcenter nicht mehr erwähnen, wenn man eine Krankmeldung will.

Ich habe, als ich früher arbeitete, ganz selten auch mal, wenn krank, mal einen halben oder ganzen Tag frei genommen ohne Krankmeldung und Überstunden abgebummelt. Das war aber nur für ganz kurz und ganz selten.
 

Kerstin_K

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Ein Heilpraktiker kann eine AUB ausstellen, das dürfen nur Ärzte,
 

MaunziMaunz

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So ein Schmarrn.
Deine Ärzte kannten dich in den letzten Jahren als ALG II-Empfängerin, und es gibt genug Ärzte, die die Regeln für die Krankmeldung im ALG II nicht kennen, damit nix anfangen können und auch nicht fragen, ob man eine Krankmeldung braucht.
In deinem Fall würde ich, bräuchte ich eine Krankmeldung, gar nix mehr vom JC erzählen, sondern nur den konkreten Arbeitsplatz beschreiben, auch mit der Toilette und dem Treppensteigen dahin. Denn auch das zählt mit zum Arbeitsplatz, nicht nur der Schreibtisch. Der Arbeitsweg dahin bzw. dessen Erreichbarkeit sollten auch eine Rolle spielen.

Du bist momentan im Job, nix anderes.

Ich selber wurde vor einem dreiviertel Jahr mit heftigen Armbeschwerden auch gefragt, ob ich eine Krankmeldung brauche, auch mal bei Grippe. Auch als Leistungsempfängerin hab ich hin und wieder mal eine Krankmeldung bekommen, wenn ich gefragt habe.

Am besten beim Doc das Wort Jobcenter nicht mehr erwähnen, wenn man eine Krankmeldung will.

Ich habe, als ich früher arbeitete, ganz selten auch mal, wenn krank, mal einen halben oder ganzen Tag frei genommen ohne Krankmeldung und Überstunden abgebummelt. Das war aber nur für ganz kurz und ganz selten.
Ok., danke Dir ;=) werd's dann mal so probieren. Ich halt Dich auf dem Laufenden bzw. Du liest es dann bestimmt.
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Ein Heilpraktiker kann eine AUB ausstellen, das dürfen nur Ärzte,
Danke Dir ;=) Du meintest ja keine...also nur die Ärzte, dann weiß ich Bescheid
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Na ja, wenn du keine AU bekommst, wird es schwierig, die Stelle aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen wechseln zu wollen, denke ich.
Was machst du denn, wen der Urlaub aufgebraucht ist? Zähne zusammenbeißen?

Die AU bezieht sich auf die konkreten Bedingungen und Anforderungen deiner Stelle. Das ist nun eine andere Ausgangssituation als bei Erwerbslosen. Wenn deine Ärzte das nicht so sehen, müsstest du ihnen das deutlich machen.

Ruiniere dir bitte nicht deine Gesundheit!
(y)
 

MaunziMaunz

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Hallo, hier kurz der 3. Monat im 16i...

Meine Probezeit ist ja jetzt um, da gab es gar nichts zu sprechen, also übernommen *freu*
Mein Coach kommt erst Ende nächster Woche persönlich, telefonieren würde aber auch gehen...seit ein paar Wochen war eh nichts.
Seit 3 Wochen warte ich auf meinen anderen Arbeitsplatz (der ohne viel Treppen), da kommt ständig was dazwischen und eigentlich müsste ICH nun meinen Chef darauf ansprechen.

Leider halte ich das auch ziemlich lax und drängel nicht, meinem Fuß gehts grad supi, 100% schmerzfrei seit 14.2. (nach der Blutegel-Schmerztherapie). Auch die Treppen, die ich noch rauf und runter hatschen muß, gehen besser. Kann 3-4 Monate anhalten oder auch länger!!!!, meinte mein Heilpraktiker.
Obwohl die Krankenkasse die Rechnung (250 Euro) ablehnen wird, werde ich es dann trotzdem beim JC mit einer möglichen (Teil-)Kostenübernahme versuchen.
Ich hab mir eine Arbeit gesucht, so wie JC ja das wollte und habe meine Hilfebedürftigkeit deutlich mit dem Teilzeitjob verringert. Wenn ich allerdings nach 8 Wochen Arbeit 1 Woche Fußpause brauche (Coach weiß das)...da habe ich mir jetzt was einfallen lassen, damit's besser "geht"!

Eine Wohltat, auch nach der Arbeit dann zu Hause ohne Schmerzen vor sich hinzukruschen. Schwellung auch deutlich schlanker!
Rechnung darf ich dem Heilpraktiver auf 2x bezahlen, er kennt meine Lage.
Muß mir das demnächst mal durchrechnen, was ich dann noch von meinem zusätzlichen Geld habe, wenn ich mir doch mit Selbstzahlung 2 - 3x im Jahr dieses Luxus gönne. Ich beiß mich wie die Igelchen am JC fest!

Aber alleine schon die letzten 14 schmerzfreien Tage kenne ich seit 3,5 Jahren nicht mehr und bin mega happy!
Auch in der Arbeit passt es. Mein Chef hat mir am Faschingsdienstag einen Tag Urlaub spendiert...
Anfang Februar, da wo ich noch nicht wußte, ob lt. der vielen Papiere mit dem JC und der Neuberechnung meiner Aufstockleistung alles terminlich hinhaut und ob ich mein JC-Geld rechtzeitig auf dem Konto haben werden, hat mein Chef angeboten, mir die 500 Euro in bar zu leihen.
Da war ich dann vollkommen perplex und hätte beinahe das Flennen angefangen. Hat alles geklappt, aber die Geste zählt, top!

Auch hat er mir 3 Wochen nach Arbeitsbeginn in 12/19 sofort meinen Wunsch für 100 Euro wegen Weihnachten und Silvester als Lohnvorschuß gegeben :=)
Er hat den Hunni gar nicht mit dem Lohn verrechnet (sonst ham Sie ja nie Ruhe vor dem JC). Also hab ich Schulden bei meinem Chef, 20 sind schon zurückgezahlt...aber ich darf mir Zeit lassen, er fragt nix nach.

Vorgestern hatte er auch nichts dagegen, dass ich 1 Stunde früher gegangen bin, weil...er mußte weg und konnte mir keinen Buchhaltungsnachschub mehr geben :=)
Er verlangt aber auch nicht, dass ich die Stunde irgendwann gleich nächste Woche nachholen müsste...
Ich hab in allem zu 90% weiterhin freie Hand...Arbeitsbeginn, Arbeitsweise, Vorschläge, etc.. Er ist viel unterwegs und ich denke, wohl froh, wenn er sich um die Dinge nimmer kümmern muß.
Auch müßte ich ihn demnächst darauf ansprechen, für mich einen Dauerauftrag einzurichten. Er überweist am Monatsende online das Gehalt, darauf spreche ich ihn an und er weiß Bescheid, dass ich keinen Zinnober wegen 1 Tag Verspätung und Überzahlung im Folgemonat dann mit dem JC haben möchte.
Sein Fördergeld vom JC kommt allerdings immer ein paar Tage später, ist also kein Durchlaufposten.

Gestern also die Aufstockleistung vom JC in der Früh auf meinem Konto und bis mittags nix Gehalt vom Chef. Also freundlich per Whatsapp an die Zusendung der Lohnabrechnung erinnert, die bekam ich dann als pdf und zack...war mit Echtzeitüberweisung dann gleich auch mein Lohn uffm Konto.
Tja, so lange wie es ihm nicht als Mann auf den Sack geht, dass ich ihn da ständig dran erinner' und es klappt, hab ich nichts dagegen.
Er könnte aber auch mal im Urlaub oder krank sein. Dann kann ich mich ärgern wegen der Überzahlung im Folgemonat und dem Tamtam an Briefen vom JC.

Es gibt also 2 Dinge (der andere Arbeitsplatz und der Dauerauftrag), die ich demnächst verbindlich mit meinem Chef klären werde. Hiervon weiß mein Coach gar nichts. Erst wenn ich auf Granit beißen würde, dürfte ich ja den Coach einschalten. Heißt halt auch, den Chef "verpetzen" müssen. Müsste eigentlich gar nicht sein und warte auf einen guten Moment.

Ansonsten...bin richtig happy, wie schlimme 10-Jahre-Existenzängste sich langsam auflösen...was man sich alles zusätzlich leisten kann. Grad die Rechnung jetzt vom Heilpraktiker. Es ist trotzdem noch etwas ungewohnt.
Ein paar Dinge, die ich gestern online bestellt habe, hätte ich mir im vollen ALGII nicht leisten können. Auch wenns nur 35 Euro waren...ich hatte sie :=)

Alles in bester Ordnung.
Es gibt mir hin und wieder jedoch ordentlich zu grübeln, dass einige mit dem 16i das krasse Gegenteil erleben, weil das JC einen Elo zu einem Ausbeuter-AG zugewiesen hat.

Mal sehen, wie alles weiter läuft...3 Monate Arbeit supi, fest übernommen, 3 Monate Coaching ohne Zwang oder Aushorcherei teils mit Telefonaten oder persönlich, auch nicht jede Woche.
Ach ja, den Bericht vom Coach an das JC, den habe ich noch nicht gesehen bzw. weiß noch nicht, ob schon einer weg ist. Das werde ich nächste Woche erfahren, angeblich darf ich ihn ja lesen, mal sehen, ob das stimmt.

LG MaunziMaunz
 
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