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Erfahrungsbericht ARGE Kandel

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megagonzo

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Hallo liebes Forum,

hier ein kleiner Erfahrungsbericht von einem Besuch bei der zuständigen Fallmanagerin bei der ARGE in Kandel.

Meine Freundin (ALG2) musste dort antanzen, übliches Gespräch wegen Bewerbersituation bla bla bla.
Ich bin als Gesprächszeuge mitgegangen, passte grade, da ich eh Nachtschicht die Woche hatte. Pünktlich da gewesen, auch gleich drangekommen. Die Sachbearbeiterin war ´ne richtige Brotspinne. Ihre erste Maßnahme war, mich wieder rauszuschicken. Zumindest hat sie es versucht. Sie fragte mich, ob ich der Freund der Dame wäre und ob wir zusammen wohnen würden. Ich verneinte, ebenso meine Freundin - wer weiss, nachher will die einem noch einen Strick drehen wegen eheählicher Lebensgemeinschaft oder so. Ich erklärte ihr seelenruhig, das ich als Gesprächszeuge mit anwesend wäre und das das durchaus üblich wäre. und nicht vorhatte zu gehen. Nochmalige Aufforderung von ihr, den Raum zu verlassen, nochmaliges Erklären von mir, selbiges nicht zu tun. Dann ist sie zu einer Kollegin gesaust, die im Nebenzimmer saß. Kurzes Gemurmel, als sie wieder kam, fragte sie meine Freundin, ob sie es wünsche, das ich dabei sei. Das wollte sie, damit war die Sache geklärt. Meine Freundin und ich sind seit kurzem umgezogen - sie hat ihren Perso noch nicht umschreiben lassen (der im übrigen seit drei Jahren abgelaufen ist. Diesen Umstand nahm die FM, um meine Freundin eingehend zu belehren, das sie unbedingt ihren Perso erneuern müsse, und wolte genau wissen, warum das noch nicht geschehen ist. Aber in was für einer Art. Eine Grundschullehrerin hätte eine Erstklässlerin nicht besser in den Senkel stellen können. Langsam bekam ich einen dicken Hals. Nachdem das endlich geklärt war und die Dame meine Freundin nochmals AUSDRÜCKLICH aufforderte, ihren Perso zu erneuern, (Ummeldebescheinigung lag aber vor !) konnte man zum eigentlichen Teil - Bewerbersituation (ein Hohn, bei 5 Mio. Arbeitslosen In Deutschland) übergehen. Sie fragte nach der Telefonnummer, weil sie im Computer keine finden konnte. Meine Freundin erkläre, sie habe weder Telefon, noch Handy. Irritiertes gucken und unverständliches Gemurmel waren die Folge. Bevor die Dame richtig in Fahrt kam und alles brav in ihr Terminal eingeben konnte (womit sie offensichtlich ein wenig überfordert war), bremste meine Freundin sie und erklärte, das sie morgen ein Vorstellungsgespräch mit anschließendem einwöchigem Probearbeiten hätte. Einziger Haken - die Stelle ist 200Km weit weg. Frage, wie es mit Fahrtkostenübernahme aussieht. Die Brotspinne schnaufte und meinte, sowas müsse vorher geklärt werden und nicht so kurzfristig. (Arbeitgeber hat aber gestern erst angerufen und Termin gemacht) Probearbeiten ? Da müsse sie vorher die Daten des zukünftigen Arbeitgebers haben, am besten Telefonnummer, damit sie ihn anrufen könnte. Dann würde man unter Umständen ein sog. Praktikum genehmigen können, vielleicht in ein bis zwei Wochen. Das die Probewoche gleich am Anschluss an das Vorstellungsgepräch laufen sollte, sonst gibts keinen Job, kapierte sie nicht. Fragte mehrmals nach, wann den jetzt das Gespräch sein sollte und ob meine Freundin bereit wäre, für den Job umzuziehen . Und überhaupt - Fahrtkostenübernahme geht nicht so einfach. Nach mehrmaligem Austausch mit einer offensichtlich kompetenteren Kollegin erklärte sie sich bereit, die Fahrtkosten dann zu erstatten, wenn sie ein Gespräch mit dem zukünftigen Arbeitgeber geführt hätte und das Vorstellungsgespräch Aussicht auf Erfolg hätte. Dazu sollte meine Freundin später bei ihr anrufen und die Nummer vom Arbeitgeber durchgeben. Hat sie natürlich nicht gemacht, wer weiss, was die Spinatwachtel dem alles erzählt hätte - z.B. Praktikum muss erst genehmigt werden usw. - Nachher bedankt der sich und nimmt jemand anders. Die Fahrtkosten können, denke ich auch hinterher abgerechnet werden, wenn der zukünftige Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellt.
So etwas Formular-und Vorschriftengeiles wie die Dame ist mir bisher nicht untergekommen. Gesunder Menschenverstand scheint bei den ARGE-Mitarbeitern morgens wohl in den Spind gelegt zu werden. Es sollte doch eigentlich größtmögliches Interesse bestehen, die Leute wieder in Arbeit zu bringen und ihnen keine Steine in den Weg zu legen.
Und wie sieht es mit dem Perso aus ? Ist es für die ARGE nicht egal, ob der abgelaufen ist oder nicht ? Meldebestätigung existiert ja. Ist doch jedem sein Privatding, ob er sich bei Polizeikontrollen Ärger einhandelt ?

Sorry für den langen Text,

Gruss
megagonzo
 

wolliohne

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Mein Lieber megagonzo,

zum einen, Wir leben in Deutschland und da gelten gewisse Spielregeln auch für Dich/Euch, ohne PA bist Du nicht existent, und bei einer Behörde hat man sich auszuweisen !

zu 2, wo liegt Kandel ?

zu 3, die MA der Arge bekommen selber Druck von Oben und geben diesen Druck an Uns weiter. Selbstverständlich lassen Wir uns nicht Schikanieren!
Das geht auch aus Deinem Roman nicht hervor.
Wenn doch, halte den Namen der Dame fest, in Zukunft werden Wir diese
Veröffentlichen!

Hart(z) aber Herzlich
 

Curt The Cat

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wolliohne schrieb:
zu 2, wo liegt Kandel ?
Moinsen !!

Wenn ich das recht erinnere, dann liegt Kandel in der Süd-Pfalz, an der A65 zwischen Landau und Karlsruhe, nahe der französischen Grenze...

Da kommen wir wahrscheinlich am 11.Februar auf dem Weg nach Straßburg dran vorbei :mrgreen: (klugscheiß Ende)
 

Anna35

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Hi,

also ich bin auch bei der ARGE Kandel gemeldet aber solch eine FM wie du sie schilderst habe ich dort noch nie erlebt bist jetzt hatte ich weder mit Bewerbungskosten noch Fahrgelderstattungen noch mit sonstirgendwas Probleme, alles lief bisher ganz super dort. Ja stimmt übrigens Kandel liegt direkt in der mitte zwischen Landau und Karlsruhe an der A 65 in der Südpfalz.

Liebe Grüße
Anna35
 

Ironwhistle

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Ist wahrscheinlich mit meinem Sachbearbeiter verwandt, das ist auch so ein vertrockneter und unfreundlicher Zeitgenosse.. :(

@ Wolliohne

Die Namen veröffentlichen ist eine gute Idee, aber kann es da nicht zu ärger kommen in Bezug auf irgendwelche Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte?

Fragende Grüße
Ingo
 

Silvia V

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Ironwhistle schrieb:
Ist wahrscheinlich mit meinem Sachbearbeiter verwandt, das ist auch so ein vertrockneter und unfreundlicher Zeitgenosse.. :(

@ Wolliohne

Die Namen veröffentlichen ist eine gute Idee, aber kann es da nicht zu ärger kommen in Bezug auf irgendwelche Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte?

Fragende Grüße
Ingo
Obwohl die Idee verlockend ist :twisted: ..auch ich befürchte Komplikationen.
 
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