Erfahrungsaustausch Kündigungsschutzklage

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Swaaan

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Hallo,

Ich suche Erfahrungen von Usern die eine
Kündigungsschutzklage miterlebt haben.

Bitte meldet euch.

Herzliches Dankeschön.
S
 

TazD

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Bevor sich hier einer nen Wolf schreibt, du das aber alles schon weißt, wäre es sinnvoller, wenn du vllt ein paar gezielte Fragen dazu stellen würdest. :wink:
 

TazD

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Der Sinn eines Hilfeforums ist es, dass Hilfe für alle sichtbar ist, die evtl das gleiche Problem haben.
Also: Nein, kein Austausch über PN. Nur in Ausnahmefällen.
 

Swaaan

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Hallo, wäre blöd, wenn der Gegner mitliest.
Ansonsten gern öffentlich.

Gibt es denn überhaupt jemand der aktuell klagt oder geklagt hat?

Danke
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Kündigungsschutzklagen sind absoluter Normalfall und derart häufig, dass ich kaum glaube, dass man Deinen Fall erkennt.
Es sei denn Du hast eine Klage im Bereich verhaltensbedingter Kündigung mit sehr speziellen Dingen.

Geh mal zum Arbeitsgericht, Du wirst erstaunt sein.

Betriebsbedingte Kündigung?
 

TazD

Super-Moderation
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Da du den Sinn eines Hilfeforums anscheinend immer noch nicht verstanden hast, schließe ich hier.
Wenn du bereit bist dich hier so auszutauschen, dass alle profitieren, dann melde dich bei mir und ich öffne das Thema wieder.

Edit:
Wieder geöffnet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Swaaan

Elo-User*in
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AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Würde mich freuen, wenn sich aktuell und früher betroffene melden.
Austausch im Tread
 

Swaaan

Elo-User*in
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AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Hallo, also ich würde gerne mal hören, wie lang sich eine klage bei euch
Gedauert hat. Habe horror berichte gelesen, wo das bis 6 jahre lief.

Lief es durch 1 und 2 instanz oder sogar BAG?

Unter welchen Umständen wird nach 2 instanz eine berufung zugelassen
Lg
 
Zuletzt bearbeitet:
M

mucel

Gast
AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Hallo, also ich würde gerne mal hören, wie lang sich eine klage bei euch
Gedauert hat. Habe horror berichte gelesen, wo das bis 6 jahre lief.

Lg

Es kommt u.a. auch darauf an, wie ausgelastet das für dich zuständige Arbeitsgericht ist.

Den sogenannten Gütetermin bekommt man meist recht schnell. Das dauert so 2 bis 4, manchmal auch 6 Wochen. Wenn dort eine Einigung erzielt wird, ist das Verfahren ja vorbei. Wenn dort keine Einigung erzielt wird, können bis zum nächsten Termin durchaus auch 6 Monate und mehr vergehen.

6 Jahre halte ich, selbst wenn es durch alle Instanzen geht (was dann eher nur bei Grundsatzfragen vorkommt) für nicht wirklich realistisch. 2 bis 3 Jahre wenn es bis zum Landesarbeitsgericht geht, können allerdings schon mal drin sein.

Es kommt ja auch immer darauf an, welche Ziele der klagende Arbeitnehmer hat und wie weit man mit seinem ehemaligen Arbeitgeber auseinander liegt.

Ich selbst habe 2 mal geklagt. Vor dem Arbeitsgericht in München. Ein Verfahren war nach 5, dass andere nach 9 Monate erledigt. Endete jeweils mit einem Vergleich.
 

Swaaan

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Es kommt u.a. auch darauf an, wie ausgelastet das für dich zuständige Arbeitsgericht ist.

Danke für die Erfahrung.
Schlimm finde ich, wenn das verfahren über den bezug von alg 1 hinausgeht.
Hat hier jemand Erfahrung gemacht?

Hast du während der klage gearbeitet bzw schon im neuen job?
 
M

mucel

Gast
AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Hast du während der klage gearbeitet bzw schon im neuen job?

Bei der ersten hatte ich bereits einen neuen Job und bei der zweiten war ich über das Ende des Arbeitsgerichtsverfahrens hinaus krankgeschrieben.

Klagst du selbst und wenn ja, welches Ziel verfolgst du? Also, realistisch. Das mit einer Kündigungsschutzklage die Kündigung des Arbeitgebers angefochten wird, ist mir schon klar.
Willst du ein besseres Zeugnis, eine Abfindung etc. oder worum geht es dir?
 

Swaaan

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AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Hallo, mein Lebenspartner ist betroffen.
Er will den job behalten. Er ist nicht sicher, ob es klappt.

Macht in der situation ein nebenverdienst Sinn oder muss er sogar?

Lg
 
M

mucel

Gast
AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Er will den job behalten. Er ist nicht sicher, ob es klappt.


Ich will deinem Lebenspartner und dir den Mut nicht nehmen aber die Aussichten den Job zu behalten, dürften eher gering wenn nicht sogar sehr gering sein.

Wenn das Arbeitsgericht zu Gunsten deines Partners entscheiden sollte, dass die Kündigung des Arbeitsgebers unwirksam ist, dann ist das erstmal ein Gewinn für ihn. Dann sollte er aber entscheiden, ob er in diesem Unternehmen tatsächlich auch nochmal unter den Bedingungen, nur noch dort zu sein weil ein Gericht das entschieden hat, zu arbeiten.

In der Regel läuft es so ab, dass wenn das Gericht zu erkennen gibt, dass es die Kündigung für unwirksam hält, das ganze in Verhandlungen über eine Abfindung für den Arbeitnehmer endet und man sich dann halt auf eine mehr oder weniger hohe Abfindung einigt. Wird über die Abfindung keine Einigung erzielt und das Gericht erklärt die Kündigung für unwirksam, wird der AG in der Regel in die nächste Instanz gehen um den Arbeitnehmer dort los zu werden. Umgekehrt geht der AN in der Regel in die nächste Instanz, wenn die erste Instanz die Arbeitgeberkündigung für wirksam hält.

Aber nochmal kurz zusammengefasst. In der Regel geht es für den Arbeitnehmer bei so einem Verfahren nur noch um eine möglichst hohe Abfindung und ein möglichst gutes Arbeitszeugnis.
 
E

ExUser 2606

Gast
AW: Kündigungsschutzklage Austausch und nützliche Links

Schau Dir mal bei Hentsche die Infos zum Thema Weiterbeschäftigung und Prozessbeschäftigung an.

Es macht meistens Sinn, auf Weiterbeschäftigung zu klagen. Wenn der Arbeitgeber dann de Klage verliert, muss er der AfA das ALG und Dem AN die Differenz zum Gehalt erstatten. Aber man muss sich in der Zeit halt der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen.

Du kannst sogar einen anderen AV abschliessen. Wenn der AN dann verliert, hast Du eine Woche Zeit, Dich zu entscheiden, bei welchem Arbeitgeber Du weiterarbeiten willst.
 

avalanche

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Ich gehe mal davon aus, das hier KSchKl gegen eine betriebsbedingte Kündigung erhoben wird, also mithin keine personenbedingte und erst recht keine verhaltensbedingte Kündigung vorliegt.

Damit ein klagender AN einer betriebsbedingten Kündigung wirksam widersprechen kann, muss der schriftliche Arbeitsvertrag

- unbefristet sein,

- länger als ein halbes Jahr gedauert haben und

- im Betrieb der Beklagten müssen mehr als 10 AN in Vollzeit arbeiten

Wie schon gesagt wurde, wird nach Erheben einer KSchKl erstmal ein Gütetermin angesetzt, um zu prüfen, ob sich beide Parteien gütlich einigen können. Eventuell bietet hierbei die beklagte Arbeitgeberin eine sogenannte Regelabfindung an, mithin
0,5 * letztes Bruttogehalt * Anzahl Beschäftigungsjahre = Höhe der Abfindung.

Weiterhin wird der Arbeitgeberin aufgegeben, das gekündigte Arbeitsverhältnis vollständig abzurechnen und auszuzahlen. Allein hierfür lohnt sich schon die KSchKl.

Sollten sich beide Parteien im Gütetermin nicht einigen können, wird ein sogenannter Kammertermin ca. 3 Monate später angesetzt. Bis dahin haben beide Parteien ihre Auffassung zu begründen. Bis zum Kammertermin einschließlich kann man sich selber vertreten, für die Termine danach brauchen beide Parteien notwendig einen Anwalt.

(...)

-----------------------------------

Wie die Vorredner aber bereits ausführten braucht es hier noch Informationen, etwa wie lange das Arbeitsverhältnis überhaupt ging. Für mehr als 10 Jahre Betriebsdauer empfiehlt sich ein Fachanwalt.

Weiterhin ist wesentlich, ob ein Betriebsrat existiert und falls ja, ob dieser hinreichend angehört wurde.

Eine KSchKl ist innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung zu erheben, sonst ist diese per se unwirksam. Es empfiehlt sich, nach Erhalt der Kündigung einen Arzt zu konsultieren, damit die Kündigungsfrist auch abgegolten wird. Arbeitsuchend melden innerhalb von drei Tagen nicht vergessen.


ave
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Eine Weiterbeschäftigung ist in der Regel nicht realistisch.
Ich kenne eigentlich nur Fälle aus dem öffentlichen Dienst oder Großunternehmen.

Ich will Dir da nicht den Mut nehmen, sondern eher vorbereiten, damit man entsprechend agieren kann.

Falls man wirklich die Weiterbeschäftigung durchsetzen will, wäre auch wichtig, dass ein evtl. vorhandener Betriebsrat der Kündigung widersprochen hat, da der AG dann die Zeit dazwischen nachzahlen müsste bzw. der AN auf Weiterbeschäftigung abzielt.

Der Grund muss allerdings für den BR auch nachvollziehbar Rechtsgrundlage haben.
 
M

mucel

Gast
Verstehe ich nicht.

So wie es da steht, kann/muss man es auch nicht unbedingt verstehen. :smile:

Wenn der AN sich nach Erhalt der Kündigung bis zum Ende der Kündigungnsfrist krankschreiben lässt, kann der AG für diesen Zeitraum nicht mit etwaigen Resturlaubsansprüchen oder Zeitguthaben verrechnen und muss diese auszahlen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ein AN der aber wirklich ernsthaft die Weiterbeschäftigung anstrebt, sollte aber eher in Richtung Tapferkeitsmedaille, statt AU denken. ;-)
 
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