Erfahrungen mit privaten Arbeitsvermittlern?

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Passant

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Hallo,

bei meinem letzten Jobcentertermin habe ich einen Gutschein für einen privaten Arbeitsvermittler in die Hand gedrückt bekommen. Wie sind eigentlich so die Erfahrungen mit privaten Arbeitsvermittlern? Ist das eine sinnvolle Sache oder eher nicht?

Und wenn es sinnvoll ist: Woher weiß man eigentlich, welcher Arbeitsvermittler empfehlenswert ist und welcher nicht? Grundsätzlich kann man den Gutschein ja bei jedem privaten Arbeitsvermittler einlösen.

Bräuchte mal ein wenig Input.

Passant
 
E

ExitUser

Gast
Ich hatte 2008 sehr sehr schlechte Erfahrungen mit so einem gemacht.
Selber würde ich nie mehr mit einem PAV einen Vertrag abschließen.

Es war damals so, ich hatte von der AfA einen Vermittlungsgutschein bekommen.
Dann habe einen Vertrag bei einem PAV abgeschlossen.
Angebote kamen nicht von ihm. Selber habe ich dann eine Stelle gefunden, in der Schweiz.

Ich hatte die AfA telefonisch informiert, da ich schon am nächsten Tag in Basel sein musste, und natürlich Stress hatte.

Plötzlich rief mich der PAV an und meinte zu mir, ich hätte ja eine Stelle in Basel. Ja meinte ich nur, und?
Kann er ja eigentlich nur von der AfA erfahren haben.

Er meinte, er hätte sie mir vermittelt.

Oh nein meinte ich, die habe ich mir selber gesucht.
Daraufhin wurde ich am Telefon übelst von ihm beleidigt und angeschrien.

Deshalb, nie wieder will ich mit solchen Menschen was zu tun haben.
 

DonOs

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Ich hatte es 2-mal versucht. Beide Male ist es nicht mal zum Vertrag gekommen. Man kündigte sich telephonisch vorher an und erschein zur gegebener Zeit. Beide Male war der Ton schon dermaßen rau, einer bekam nicht mal ein Guten Tag heraus und legte mir mit den Wort: "ausfüllen" einen Personalfragebogen hin und ging in sein Büro, denn ich durfte im kalten dunklem Flur vorlieb nehmen. Ich strich den Personalfragebogen durch und bin wieder gegangen.

Bei einem anderen fast dasselbe Spielchen. Ich mein, ich habe einen Gutschein, der richtig viel Geld bringt, sofern man Arbeit hat. Ich bin König Kunde verdammt nochmal!

Auch hier kündigte ich mich vorher telephonisch an, klopfte und wurde in einem rauen Ton empfangen, draußen Platz zu nehmen. Nach einiger Zeit kam dann der Herr, stellte sich mir nicht vor und hielt mir einen Personalfragebogen unter die Nase, der auszufüllen sei. Ich entgegnete, daß ich kein Personalfragebogen auszufüllen gedenke, erstens bin ich hier kein Personal, zweitens möchte ich erstmal etwas erfahren... . Ohne Personalfragebogen ging es nicht, meinte der Herr. Guten Tag, bin ich halt wieder gegangen, der hat doof geschaut.

Wenn ich empfangen werde wie ein nasser Hund, ohne den geringsten Standard an Höflichkeit, können die mich mal gerne haben. Heute bin ich ja so schlau, bei solch Parasiten nicht mehr vorstellig zu werden.

Mein Fazit: Hände weg.
 

BerndB

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Selber habe ich dann eine Stelle gefunden, in der Schweiz.
.........
Er meinte, er hätte sie mir vermittelt.
Dies ist natürlich dreist. Darf doch in die Schweiz nur ein Arbeitsvermittler vermitteln, der dort registriert ist und die Vermittlungserlaubnis für die Schweiz hat. Auch greift hier der Vermittlungsgutschein nicht.

Ich bin kein privater Arbeitsvermittler und hatte damit noch nichts zu tun. Man muss sich aber bewusst sein, dass er gewinnorientiert arbeitet. Deshalb wäre es nur fair, wenn er bereits bei einer Terminvereinbarung nach vorhandenem Beruf und der Berufserfahrung fragen würde. Dann könnten die hier zu Recht geschilderten negativen Erfahrungen von vornherein vermieden werden, Termine würden oft von vornherein entfallen.
Dass man aber nicht als Mensch behandelt wird, lässt sich so oder so nicht entschuldigen.
 

Sonne11

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Wenn ein Unternehmen schwer an geeignete Bewerber kommt, weil etwas spezielles gefordert wird und eine Vorauswahl getroffen werden soll, weil sich ein Unternehmen die Abläufe vereinfachen soll, dann ist eine AV was kluges. Es sind dann auch nicht dunkle gemietete Büros in bröckelnden Altbauten.

Bei "normalen" Berufen und Hilfstätigkeiten vermitteln AV 's einfach weiter an eine ZAF ! Gaaanz simpel! Und dann wird geteilt! Nach der Auszahlung der Vermittlungsprovision kommt das nächste Opfer. Egal ob Lager, Produktion, Handel oder Büro!

Unternehmen, die selbst über ZAF keine Gesundheitsopfer finden können, versuchen es auch mit AV 's! Call-Center oder Reifenhersteller. ;)

Man Muss das Spiel etwas drehen, wenn man unbedingt eine AV braucht: hast ein passendes Angebot? Dann Vermittlungsvertrag und Gutschein überreichen. Und nicht erst Vermittlungsvertrag und Gutschein-Kopie und dann suchen!

Es wurde ganz viel Schund mit den Verm.G betrieben, dass man heute nur einem AV die Kopie als Vermittlungsauftrag übersenden darf! Vor Jahren durfte man noch an viele AV gleichzeitig die Gutschein-Kopien versenden.
 

Tricia

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Mein Fazit: Hände weg.
Eigentlich gibt es dazu nicht mehr zu sagen...

Du macht dich selbst nur zur Ware. Der private Arbeitsvermittler ist ein Zwischenhändler, der dich an Zeitarbeitsfirmen weiterverkauft. Die behalten dich dann für 6 Monate (das ist meines Wissens nach die Zeit, die Du beschäftigt sein muss, damit der Vermittler seine volle Provision bekommt); und dann stehst Du wieder auf der Strasse.

Lies auch mal hier weiter:

https://www.elo-forum.org/allgemein...ler-verbindlich-ihn-gebunden.html#post2164794
 

Matt45

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Ich finde, DonOs hat alles richtig gemacht. Das ist der richtige Weg, aber auch bei "schlechten" Vorstellungsgesprächen usw.
Wenn die "Chemie" nicht stimmt, sollte man Abstand nehmen.

Man muss sich nicht wie "Dreck" behandeln lassen.
 
E

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Gast
Ich war mal beim Ifd. Das sind zwar keine privaten AV , aber es läuft ähnlich über eine Zuweisung der Rehastelle.

Ich sollte im Kuhstall arbeiten, als Gärtner oder in der Pommesbude (bei meinen Einschränkungen absolut ungeeignet).
Dann kam er nach Wochen mit einer Stelle in meinem Beruf irgendwo im tiefsten Münsterland, obwohl er wusste, dass ich kein Auto haben.

Normalerweise hätte er ja passende Stellen, aber Zur Zeit halt nicht. :icon_twisted:

Wenn du Arbeit suchst, musst du dich selbst darum kümmern.
Es mag zwar Headhunter oder Talentscouts geben, die gute Arbeit leisten, das betrifft aber wohl andere Berufsfelder und Einkommensklassen als die hier vertretenen.
 

Heidschnucke

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Ich habe das drei mal versucht mit so einen PAV, mein SB der AfA war da nicht von begeistert hat aber den Gutschein ausgestellt, und muss sagen er hatte Recht. Ich hätte sagen können:"Außer Spesen nichts gewesen!" aber die gab es auch nicht.
Mir wurde nicht ein Arbeitsplatz angeboten, von der AfA gab es wenigstens VV .
Außer unnötiger Papierkram hat es nichts gebracht.
Ich bin raus aus der Nummer.
 
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