Erfahrungen mit einen Bewerbertag mit Zeitarbeitsfirmen im BIZ - sinnlose Maßnahmen

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Fra1212

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Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich meine Erfahrungen mit der Einladung zu einem Bewerbertag mit Zeitarbeitsfirmen im Berufsinformationszentrum der Agentur "gegen" Arbeit in Offenbach am Main mit Euch teilen - für den Fall, dass der ein oder andere von Euch diese eigenartige Veranstaltung noch vor sich hat.

Ich wurde zu einem "Bewerbertag, in Form eines Speeddatings" (Einladungstext) eingeladen, bei dem "fünf Personaldienstleister vor Ort" (Einladungstext) seien. "Personaldienstleister" heißt in diesem Fall "Zeitarbeitsfirmen". In der Einladung stand weiterhin, ich solle 5 Lebensläufe mitbringen und in BIZ kommen.

Die Einladung für den Tag selbst war bereits vollkommen unsinnig. Kurz auch für Euch zum Abgleich: Mein Profil: Berufsausbildung, Studium, Dr., mehrere > 1jährige Weiterbildungen, 10 Jahre Berufserfahrung nach Studium, sehr stark strategisch ausgerichteter Beruf, Zusammenarbeit bis auf Vorstandsebene. Nun kurz zu den Stellen, die von den Zeitarbeitsfirmen angeboten werden (ja, ich habe mir tatsächlich alle Stellen vor ab im Internet alle angesehen): Stellen für Ungelernte und Stellen für Menschen mit handwerklicher Ausbildung (Tischler, Installateure u.a.). Im Ernst: Würdet Ihr Euch bei mir einen Tisch oder eine Küche bauen lassen? Ich nicht, das Ergebnis sähe eben wie das Ergebnis einen Laien aus! Geschweige denn, dass ich durch mich eine Installation machen lassen würde, das Wasser würde nur so aus der Wand laufen (ich kenne meine Schwächen und stehe dazu ;-)).

Im Einladungsschreiben selbst stand natürlich nicht, welche Firmen vor Ort sein würden oder irgendwelche sonstigen Angaben, so dass ich diese vorab erfragt habe.

Wieso bin ich also hingegangen, obwohl das eine unpassende Veranstaltung für mich war? Leider kam das Schreiben mit Rechtsfolgebelehrung und zudem sehr kurzfristig vor der Veranstaltung, so dass man vorab die Eignung nicht mehr hätte klären können. Also dachte ich mir, dann mache ich mir wenigstens einen ordentlichen Spaß aus dem Tag.

Der Bewerbertag selbst war dann mehr als amüsant. Von noch 2 Tage vor dem "Event" angekündigten Firmen waren nicht alle da, dafür ein paar andere, und es waren insg. nur 4 Stück. Wie haben die Firmen auf mich reagiert?: Kein einziger wollte meinen Lebenslauf. Alle haben mir gesagt, dass ich mit meinem Profil (strategisch und hohe Qualifikation = längere Einsätze von mind. 1 Jahr, Festanstellungen) nicht zu einer Zeitarbeitsfirma passe (Zeitarbeit = kurzfristiger Einsatz, eher geringere Qualifikation oder bei handwerklich inhaltlich andere Qualifikationen gesucht). Bei einer der Zeitarbeitsbuden musste ich mich richtig zusammenreißen, dass ich kein Kommentar loslasse. Ich komme beruflich aus einem sehr internationalen Umfeld, so dass es üblich ist, den Lebenslauf in Englisch einzureichen. Für den Tag habe ich den Lebenslauf auf also direkt auf Englisch mitgebracht. Als ich der Dame den Lebenslauf reichte, bekam sie große Augen (sie konnte kein Englisch) und meinte deshalb in einem sehr schnippischen Ton: "Warum ist der denn auf Englisch." (Die Antwort: "Warum bist Du denn so sozial inkompetent" habe ich mir verkniffen - schade eigentlich, im Nachhinein betrachtet). Was an dem Tag sehr unschön war: Ich konnte die Gespräche der anderen "Bewerber" durch die enge Anordnung der Tische im Raum mithören, d.h. ich weiß jetzt u.a. über welche Stellen sie angeboten bekommen haben und zu welchen Konditionen (Stichwort Datenschutz).

Ich habe mir nach dem Tag erlaubt, ein sehr differenziertes Feedback an das Arbeitsamt über diese eigenartige Entscheidung, mich für den Tag einzuladen sowie über die Datenschutzverstöße zu senden und habe um Aufklärung gebeten. Das ganze liegt mittlerweile bei der Geschäftsführung des Arbeitsamtes in Offenbach. Bis heute hat man es dort nicht hinbekommen, mir eine vernünftige Erklärung zu geben und Vorschläge zu machen, welche Verbesserungen bei der "Bewerberauswahl" und den Datenschutz man für die Zukunft vornehmen möchte. U.a. hat eine Bereichsleiterin gemeint, man nehme das Thema Datenschutz zur Kenntnis, ändere aber nichts daran. Wenn ich jetzt dazuschreibe, dass diese Bereichsleiterin Rechtsanwältin ist, bekommt dies einen noch übleren Beigeschmack, denn in diesem Fall handelt es sich um vorsätzlichen und nicht versehentlichen oder unwissenden Verstoß gegen den Datenschutz (da gibt's doch irgendwo auch noch dieses schöne Gerichtsurteil dazu, inwieweit man die Gespräche anderer mithören darf ;-)). Zur Auswahl für den Tag meinte diese "Dame" gar, die Auswahl wäre korrekt gewesen, auch wenn ich nicht gewerblich bin, die Zeitarbeitsfirmen hätten auch andere Stellen. Leicht am Thema vorbei, wenn man bedenkt, dass mir alle Zeitarbeitsfirmen gesagt haben, sie hätten aktuell und auch zukünftig niemals eine Stelle für mich. Ebenso am Thema vorbei, als ich in meinem Feedback auch die nicht-gewerblichen Stellen (z.B. Sekretärin) in meine Nachfrage an die Agentur gegen Arbeit gegeben hatte und verlangt hatte, dass man mir anhand eines Abgleichs jeder einzelnen Stelle aufzeigt, wie dies zu meinem Profil passt. Dieser Aufforderung wurde leider nicht entsprochen. Zeugt nicht grade von Fähigkeiten des logischen Schlussfolgerns, was auf der Ebene einer Bereichsleitung schon bedenklich ist!

Also, mit diesen Rückmeldungen war ich natürlich nicht zufrieden. Da die Zusammenarbeit mit diesem Amt seit Monaten mehr als unprofessionell verläuft, habe ich mittlerweile Dienstaufsichtsbeschwerde bei den jeweils übergeordneten Behörden gegen das Amt in Offenbach eingereicht zu sämtlichen Dingen, die ich dort bisher erlebt habe. Bin gespannt, welche Rückmeldung ich bekommen werde. Ansonsten habe ich gerade das Geschäftsführungsbüro in Offenbach angeschrieben, mir einen Termin für ein einstündiges Gespräch mit dem Geschäftsführer einzurichten, in dem er mir Rede und Antwort zu seinen größtenteils unqualifizierten, unmotivierten und unhöflichen Mitarbeitern stehen soll. Ach so: Hatte ich schon erwähnt, dass etwa die Hälfte der Mitarbeiter in Offenbach im Krankenstand sind? Wie war der Spruch noch mal: Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

Wer von Euch aktuell von irgendeiner komplett unsinnigen Maßnahme betroffen ist: Ich denke an Euch und drücke Euch die Daumen!

Hoffe, mein Beitrag ist nützlich für Euch. Bei Fragen & Anregungen freue ich mich über eine entsprechende Diskussion mit Euch!
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Dann informier doch mal den Bundesdatenschutzbeauftragten.
Wäre gespannt auf dessen Kommentare.
 

Tante Berta

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Offenbach...

Wenngleich meine Erfahrungen mit diversen Mitarbeitern zu 90% in der Berliner Strasse (JC) angesiedelt sind, so waren die wenigen - und durchwegs unangenehmen - Erlebnisse in der Domstrasse ähnlich den Deinen.
Das Beeindruckendste, was ich in Sachen Mitarbeiterkompetenz erleben durfte war, dass das Gegenüber einen wichtigen Buchungsvorgang nicht in der Maske sehen konnte...auf das hierfür doch recht hilfreiche scrollen musste ich als Beistand einer Betroffenen hinweisen und siehe da, der Vorgang wurde gefunden.
In einem anderen Fall bestand man bei einem deutschen Bürger auf die Vorlage von Reisepass nebst Meldebescheinigung - trotz Vorlage Perso.

Leider ist Inkompetenz noch steigerungsfähig und wer über Jahre hinweg als - eigentlich neutrale - Begleitung das zweifelhafte Vergnügen hatte, sich mit Jobcentergepflogenheiten zu beschäftigen, der sehnt sich fast schon nach der in der Agentur vorherrschenden "Unhöflichkeit". Die MainArbeit ist diesbezüglich, wie auch im sonstigen Niveau-Limbo, als kaum zu unterbieten zu bezeichnen.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du nicht in das ALG2 wechseln musst, Deine Erfahrungsberichte würden eindeutig heftiger werden, wenn Du als "Kunde" der MainArbeit berichten müsstest.
Bzgl des nicht vorhandenen Datenschutzes kontaktiere bitte den BDS, die amtsinternen Datenschützer kann man getrost vergessen...Erfahrungswerte.

Übrigens: Dein Erfahrungsbericht "andernorts" ist ebenfalls sehr informativ, chapeau :wink:
 

gelibeh

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Leider kam das Schreiben mit Rechtsfolgebelehrung und zudem sehr kurzfristig vor der Veranstaltung, so dass man vorab die Eignung nicht mehr hätte klären können.
Auch eine RFB macht daraus aber keinen zulässigen Meldegrund.
 

dots

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Du kämpfst leider gegen Windmühlen, die haben soviel Intelligenz wie eine Milbe. Und da hat die Milbe noch mehr Intelligenz und die habe ich gerade beleidigt.

Auch ich wäre nicht in so eine Zaf reingerutscht, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, weil das dumme Gelaber hat mich schon so erschreckt, dass ich in Abwartungshaltung gegangen bin, wer ist auch so doof und geht drauflos wenn das Gegenüber (die Zaf-Tussi) so dumm daher quasselt dass es kracht, aber ich bin leider nicht so qualifiziert, aber eben nicht wirklich blöde, nur hatte ich nicht die vielen Chancen im Leben, bzw, schon Chancen, aber zuviele haben mir ein Bein gestellt, und somit habe ich nicht das Glück, über all dem stehen zu können.
Ich bin sehr dumm dran: die können mich ausnutzen wie die wollen und ergötzen sich noch dran, halten mich einfach für doof und lachen mich noch aus, dabei war ich auch auf dem Gymnasium und nur weil ich so sensibel bin, habe ich leider da abgehen müssen (das Mobbing nicht ausgehalten) und da blieb dann nur noch Realschule auch toll, es war damals schon schlimm, weil es nicht mein Niveau war, aber nun habe ich eben Pech und kaum nachweisbare Bildung und somit eben die Arschkarte.

Schön für alle, die besser stehen, traurig aber auch zu sehen, wie sogar solche über den Tisch gezogen werden sollen, was ist das für ein Land dass nicht mal das auf die Reihe kriegt, Bildung anzuerkennen und die Menschen nach ihren Qualifikationen angemessen zu beurteilen...
Eine Schande ist das.
lg, dots
 

Fra1212

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Dann informier doch mal den Bundesdatenschutzbeauftragten.
Wäre gespannt auf dessen Kommentare.

Danke für den Hinweis. Ist gestern schon rausgegangen. Da sich auch die Regionaldirektion und die Bundesagentur in Nürnberg nicht geäußert haben, geht die Anzeige aktuell also gleich gegen 3 Stellen ;-)
 

Fra1212

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Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du nicht in das ALG2 wechseln musst, Deine Erfahrungsberichte würden eindeutig heftiger werden, wenn Du als "Kunde" der MainArbeit berichten müsstest.

Danke! Bin leider seit 01.04. aus ALG I raus. ALG II bekomme ich nicht, da ich verheiratet bin und mein Mann "zuviel" (was bei der Berechnungsgrundlage für das ALG II ja nicht mal sehr viel sein muss) verdient. Bin also noch ohne Leistungsbezug arbeitslos und bleibe deshalb wohl auch in der Domstraße. Habe lange überlegt, ob ich mich nicht ganz abmelden soll. In dem Fall würde ich aber, für den Fall dass ich irgendwann einmal arbeitsunfähig werden sollte, ggf. keine vorzeitige Rente mehr bekommen können. Da ich in meinem Arbeits- und Bekanntenumfeld wiederholt erlebt habe, dass Menschen - auch in jüngeren Jahren - arbeitsunfähig geworden sind (leider sind einige auch nach längerer Arbeitsunfähigkeit verstorben), will ich mir das offen halten. Was aber schön ist: Sanktionen gehen mir jetzt an meinem Hinterteil vorbei - denn womit wollen die mir drohen: Dass sie mir nichts von nichts sanktionieren? :wink:

Ich bewundere, dass Du Dich freiwillig als Begleitung engagierst! Wünsche Dir weiterhin viel Kraft, diesem Wahnsinn gelassen zu begegnen.
 

Fra1212

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Schreib doch direkt an die Jule Nahles und berichte, dass ihr Amt nur schei*e vermittelt. Ich bin mir sicher sie wird schockiert sein :wink:

Also, soviel Lob von Dir hat das Arbeitsamt gar nicht verdient, dass man die auch noch dafür lobt, dass die "schei*e" vermitteln. Die vermitteln ja nicht mal das! ;-) Ja, ich glaub genauso wie Du, dass Fr. Nahles das Ganze an dem Körperteil vorbeigeht, aus dem die "Schei*e" normalerweise rauskommt. ;-)

Aber halte ich mir diese Option trotzdem mal offen, danke für die Anregung!
 
G

Gast1

Gast
Was aber schön ist: Sanktionen gehen mir jetzt an meinem Hinterteil vorbei - denn womit wollen die mir drohen: Dass sie mir nichts von nichts sanktionieren? :wink:

Nichtleistungsempfänger, die arbeitssuchend bei der AfA gemeldet sind, können eine 12wöchige Vermittlungssperre statt einer gewöhnlichen Sperre erhalten. Wenn man in dieser Zeit nicht wöchentlich 2 Bewerbungen der Deutschen Rentenversicherung nachweist, hat man eine Lücke in den Anwartschaftszeiten auf eine Erwerbsminderungsrente.
 

Kone

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Ja, ich glaub genauso wie Du, dass Fr. Nahles das Ganze an dem Körperteil vorbeigeht, aus dem die "Schei*e" normalerweise rauskommt. ;-)

Also ich habe Frau Nahles direkt angeschrieben, die Dame hat übrigens einen GdB von 40% wie ich meine?

Im selben Atemzug habe ich den Datenschützer vom JC und den Landesdatenschutz-Hessen angeschrieben.

Etwa eine DIN A4 Seite mit begründeten, fundierten Beschwerden. Von allen kam Antwort, die von der Schreibkraft von Frau Nahles, war am längsten, 5. Seiten. Ich habe mir lange überlegt ob ich die hier einstelle?

Zumindest weis ich warum die SPD immer mehr an Wählern verliert.

Totzdem, wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! Ich glaube fest daran, dass wenn nur genug Beschwerden offenkundig werden, es auch wahrgenommen wird. Insofern ist jedes sachliche Schreiben an die am Futtertrog niemals umsonst.

Demokratie fängt ganz unten an und das sollen die Damen und Herren Politiker ruhig spüren.
 

Fra1212

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Etwa eine DIN A4 Seite mit begründeten, fundierten Beschwerden. Von allen kam Antwort, die von der Schreibkraft von Frau Nahles, war am längsten, 5. Seiten. Ich habe mir lange überlegt ob ich die hier einstelle?

Oh ja, bitte, stell mal ein! Dann hätten wir schon mal eine Einschätzung was das bringt.

Ich hatte bislang mehr an die Variante mit der Presse gedacht :) Wobei ich noch nicht genau weiß, ob lieber Einzelmeldung in der Lokalpresse oder lieber Sammlung zusammen mit anderen Betroffenen und dann richtig groß aufgezogen.

Aber da wir gerade diskutieren: Ggf. wäre auch eine Aktion über Campact oder Change.org nicht schlecht. Dann könnte man mal das allgemeine Stimmungsbild zusammenfassen, ein Thema draus machen und dann u.a. hier den Link posten, so dass jeder, der virtuell unterschreiben mag, das tun kann. Das Ganze geht dann letztendlich an irgendeine sehr prominente Stelle.

Was denkt Ihr bringt am meisten:
- Nahles?
- Presse? Einzeln oder mit mehreren gebündelt?
- Onlinepetition + dann einreichen

Ich schließe natürlich auch die Variante "bringt alles nichts" nicht aus :icon_frown:
 

Kone

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Da muss ich aber viel schwärzen Leute, das war sehr speziell auf ein JC und seine SB der Leistungsabteilung gerichtet.

Aus dem Schreiben vom Büro Nahles/Arbeitsministerium kann man sagen, dass die alle Vorwürfe nicht so sehen.

Für die ist alles völlig in Ordnung, der Landesdatenschutz sah das auch so!

Beispiel, dass Besucher/Kunden vom JC hinter einer Ecke am internen Briefkasten Dokumente fischen können.

Dann, dass der Empfang (hinter Panzerglas) grundsätzlich keine Dokumente annimmt und auf eben diesen Briefkasten verweist der auch nicht täglich geleert wird.

Deshalb bin ich dazu über gegangen im Dreisprung zu agieren, einmal per Mail, einmal per E-Fax mit Sende/Empfangsbestätigung und per Post.

Letztes Jahr habe ich der Leistungsabteilung einmal per Gerichtsvollzieher die angeblich verschollenen Unterlagen nebst Dienstaufsichtsbeschwerde nochmal zustellen lassen. :biggrin: Da ist mir aber auch echt der Kragen geplatzt nach 6. Monaten hinhalten.

Danach funktionierte es und nichts verschwand mehr, wie auch wenn zusätzlich per Mail und Fax nachweislich alles angekommen ist?

Das sind ganz miese Spielchen der Leistungsabteilung vom hiesigen Jobcenter, nachdem der Landesdatenschutz, Nahles etc., angeschrieben wurde ging alles ganz schnell (Beschwerde - Antwort JC), was ohnehin schon ein Skandal ist das sich erst etwas rührt wenn massiv beschwert wird.

Wird das Sozialgericht einbezogen (ich berichtete) geht das wie ein Wunder auch mal über Nacht!

Mein Fazit, Anwalt und Sozialgericht wirkt schnell erziehend, ein Gerichtsvollzieher ebenfalls, aber hier sind auch fast 40€ fällig.
 

Tante Berta

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Hallo Fra1212,

ich möchte Dich ungern entmutigen...und mache dies vermutlich dennoch umgehend :icon_frown:
Briefe/Eingaben an die SPD-Pipi ( Namen sind hier austauschbar ) sind mM so sinnstiftend wie Versuche, sich in einem runden Raum in die Ecke zu stellen: Es stellt sich nicht das kleinste Erfolgserlebnis ein und das frustriert früher oder später.
Dieser Frust ließe sich nur vermeiden, wenn man bereits während des Verfassens eines solchen Schreibens ohne jedwede Illusion ist...das wäre dann aber letztlich schreiben um des schreiben Willens, auch irgendwie sinnbefreit, wie ich finde.

Für ein wenig Aufmerksamkeit kann man sorgen, wenn es gelingt, die Presse zu interessieren.
Das mögen weder AfA noch JC.
Aber auch hier verspreche Dir bitte nicht zu viel davon, es bleiben, wenn überhaupt,meist mediale Strohfeuer, denen seltenst Veränderungen folgen.
Hier aber denke ich, dass selbst die kleinste, mögliche Veränderung zugunsten der Erwerbslosen Grund genug ist, es zumindest zu versuchen.
Tipp:
Die OP ist zögerlicher als der Extra-Tipp, an dessen boulevardesker Aufmachung man sich nicht stören sollte, wenn auf Mißstände hingewiesen werden soll.
Hier zwei Beispiele (wie der "Fall", der in der OP geschildert wird ausging, weiß ich nicht, nach der Extra-Tipp-Berichterstattung zu dem anderen Fall wurden Richtlinien grundsätzlich geändert :icon_mrgreen: , es kann also durchaus, wenngleich selten, erfolgversprechend sein, mit Unterstützung der Presse Gegebenheiten zu skandalisieren)

Offenbach: Streit um Qualifizierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose | Offenbach

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Kone

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Tante Berta kann ich weitestgehend zustimmen, Schreiben an Politiker etc., werden zwar beantwortet aber zufrieden ist man i.d.R. dann nicht, weil schlicht nichts passiert, es verharmlost wird usw., usf.

Die Reaktion des Maßnahmeträgers im Artikel spricht für sich, er geht überhaupt nicht auf die Kritik ein, wohl wissend das er für das Geld was der MT bekommt vom JC nichts zielführendes anbieten kann.

Dafür muss man schon einen Bildungsgutschein haben. Somit wie immer, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die Helferindustrie rund um die Jobcenter schafft ja auch Jobs die es gilt zu erhalten.

Diesen Gutmenschen, oft im Herzen Grün oder den Fisch am Auto, kommt man nur bei wie es hier empfohlen wird. Die Systempresse ignoriert das Thema und die privaten Sender sind doch nur dazu da Menschen vorzuführen.
 
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