Erfahrungen mit dem Rechtsschutz des DGB

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echt machtlos

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Hallo Leute ,

ich habe mich in einer Arbeitsrechtsschutzsache vom DGB vertreten lassen
und katastrophale Erfahrungen gemacht.
Ich hatte 3 Anwälte : die erste nahm trotz bitte nie Kontakt zu mir auf den als sie meinen Fall übernahm ging sie zugleich auf Altersrente, der zweite behielt meinen Fall ein paar Tage dann hatte er keinen Bock mehr, den dritten bekam ich als ich persöhnlich dort vorbei schaute weil ich telefonisch niemanden erreichen konnte, den zauberten sie aus dem Hut als ich dort aufschlug.

Ich stritt vor Gericht 1. um meine Arbeitspapiere

2. um fehlenden Lohn.


Sie ließen mich in dem Fall die meiste Arbeit alleine machen auch Dinge die
sie wirklich selber hätten tun können( Gewerbeauskunft über ehemalige Firma einholen).
Am liebsten wollten sie nur schriftlich mit mir verkehren obwohl es mündlich wirklich einfacher wäre ( extra keine Telefonummer auf den Briefköpfen).

Das schärfste Ding aber kommt noch :

es gab vor dem Arbeitsgericht erst einmal eine Güteverhandlung und dort wurde beschlossen - rechtskräftig- das ich meine Papiere schon mal kriege,so weit so gut.
Meine ehemalige Firma kam mit dem Zeug aber nicht rüber also ließ ich sie vom DGB abmahnen, erfolglos . Ich ging jetzt davon aus sie würden Zwangsvollstrecken.

Das werden sie aber wohl nicht mehr können den sie haben mich inzwischen
zu einer Klagerücknahme überredet wegen zu geringer erfolgsaussichten
für den zweiten Teil in dem es um den Lohn geht, ohne mir zu sagen das ich jetzt auch keinen Titel mehr auf meine Papiere habe.

Das einzige was sie getan haben ist meinen ehemaligen Chef auf die Papiere nochmal abzumahnen . Ich habe mich gefragt wieso die noch mal abmahnen diesmal sogar noch ohne eine Frist zusetzen , ganz einfach sie haben mit einer Klagerückname ,auch auf ein schon ergangenes Teilurteil aus der Güteverhandlung ,keinen Titel mehr der wird hinfällig.

Denken die ich merk das nicht?
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Wie sind eure Erfahrungen mit denen?:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 

xj3Qr1nL7ys

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Hmm das ist bitter für dich, keine Frage. Ich bin schon mein ganzes Leben lang Gewerkschaftsmitglied und kann das auch jedem nur empfehlen. Gerade im Arbeitsrecht macht das aufgrund des Rechtschutzes mit Sicherheit auch mehr Sinn. Im Sozialrecht vertrete ich mich mittlerweile auch lieber selbst. Meine Erfahrungen mit dem Rechtsschutz im allgemeinen sind "geht so". In einer Kündigungsschutzklage haben die mir zumindestens mal zu einer Abfindundung verholfen. Allerdings ist mir später auch aufgefallen, dass da wahrscheinlich im Vorfeld mit der Gegenseite gemauschelt wurde. Trotzdem hatte ich dadurch einen nicht unerheblichen finanziellen Vorteil. 2 weitere Male haben Sie für mich ein angemessenes Arbeitszeugnis durchgesetzt :icon_daumen: Man muss da halt immer mal Druck machen, sprich dort anrufen, E Mails schreiben, oder dort persönlich vorbeischauen; aber dann läufts. Oder andersrum gesagt, wenn man die nur machen lässt, wirds nicht unbedingt ein Selbstläufer. Den Rechtsschutz im Arbeitsrecht halte ich also durchaus für sehr wichtig.

Im Sozialrecht scheint deren Motivation nochmals nachzulassen, weil man halt als Erwerbsloser auch nur noch sehr geringe Beiträge zahlt. Dazu ging es mir total auf den Keks dass ich bei meinen eigenen persönlichen Angelegenheiten nur noch Zuschauer bin. Das gefällt mir gar nicht. Hier kommt beim strategischen Abwägen der Frage ja oder nein noch dazu, dass für uns der Weg der Sozialgerichtsbarkeit "relativ" "kostenfrei" ist. Hier sehe ich also keinen zwingenden Anlass den Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen.

Deswegen meine Quintessenz: Die Gewerkschaftszugehörigkeit werde ich nie aufgeben. Stichwort: kostenfreier Rechtsschutz, dieser kann vor allem im Arbeitsrecht sehr wertvoll sein, auch wenns bei dir jetzt nicht so war. Außerdem unterstützt man mit seiner Zugehörigkeit natürlich seine eigene Sache als Arbeitnehmer an sich. Dies ist meiner Meinung nach schon sehr wichtig. Im Sozialrecht hingegen mache ich jetzt lieber mein eigenes Ding. Das ist qualitativ mit Sicherheit nicht schlechter, eher hochwertiger. Vor allem ist es schneller und damit effektiver und unterliegt vor allem auch nur meiner eigenen Kontrolle. Im Sozialrecht würde ich den Rechtschutz der Gewerkschaft also nur noch im Notfall in Anspruch nehmen, falls ich selbst gar nicht mehr weiter weiss. Einmal mehr: tut mir leid wie das bei dir gelaufen ist, aber wie schon gesagt, normalerweise hat man duch seine Mitgliedschaft eigentlich schon eher Vorteile als Nachteile.

Gruß
xj3Qr1nL7ys
 

ethos07

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Wenn du die Suchfunktion "Rechtsschutz" hier für's Forum benutzt , findest du ältere Threads in denen andere User schlechte Erfahrungen mit dem DGB-Rechtsschutz ebenfalls schildern. Es kommt wohl bei diesem Rechtsschutz sehr stark drauf an, auf welche Rechtsreferenten beim DGB man da fällt...
 
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