Erfahrungen mit dem göttlichen Eingliederungszuschuss, wie war das bei Euch?

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Texter50

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Erfahrungen mit Eingliederungszuschuss
- Stelle gefunden / vonner Behörde aufs Auge gedrückt bei Sparbrötchen X
- Bewerbung verfasst und der Bewerbung die hässliche Zeile: "mit mir kannste Dir den nächsten Porsche ersparen" zugefügt
- der Bewerber wird angeschrieben und "eingeladen"
- Schreiben werden ausgetauscht und der Bewerber gibt den Namen der Sachbearbeitung im JC an
- zweites Gespräch und Arbeitsvertrag unterschrieben
- im Hintergrund haben derweil das JC und das Sparbrötchen einen eigenständigen Vertrag ausgehandelt
- das Ziel des Vertrages: den ELO möglichst günstig abgeben / einkaufen, wichtig: der ELO ist hier nicht beteiligt
- ist der Arbeitsvertrag eingetütet, erhält der ELO eine Kopie der Förderbescheinigung zur Kenntnisnahme
- in der Förderbescheinigung steht unter einem Punkt:
- zur Bestätigung über die Erfüllung der Nachbeschäftigungspflicht (Weiterbeschäftigungserklärung) erhält der ELO ein Formular, dass er unterschreiben soll und bis zum Tag xx.xx.xxxx vorzulegen hat. Das hier genannte Datum liegt einen Monat nach dem letzten Tag der Nachbeschäftigung

Fragen:
- hat wer basierend auf dem Eingliederungszuschuss gearbeitet?
- hat wer basierend auf der dicken Spende an das Sparbrötchen nen dauerhaften Job?
- hat wer den Zettel über die Erfüllung der Nachbeschäftigungspflicht erhalten und kann das Teil anonymisiert hier einstellen?
- wurde eine zusätzliche Unterschrift bei Arbeitsaufnahme vom JC verlangt?

Kopie des Vertrages zum Eingliederungszuschuss, der an Sparbötchen und desses Opfer durch das JC verteilt wurde wird nachgereicht!
 

qwertz123

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Mein alter Job den ich auf ärztlichen Rat selbst kündigte (Gott sei Dank krank) und mir noch einen Prozess vor dem Arbeitsgericht bescherrte, den ich natürlich gewann, wurde auch durch den Eingliederungszuschuss gefördert.

Zusätzlich unterschreiben musste ich anfangs garnicht, ich bekam nur eine Info Post dass der Arbeitgeber so und so lang so und so viel Geld bezuschusst bekommt. Ich selbst merkte es in keinster Weise, ich bekam den normalen Lohn. Das geht maximal 6 Monate und maximal 50% des Lohnes oder so, weiß ich nimmer genau, ist aber so oder so Einzelfallabhängig.
Nach dem Ablauf des Zuschusses, muss der Arbeitgeber dich noch mindestens 6 Monate dort beschäftigen damit er das Geld behalten darf, wenn du vorher gehst aus welchen Gründen auch immer muss er alles zurückzahlen. Egal wie lang es bezuschusst wird ob 3 oder 6 Monate, er muss dich immer nach Ablauf 6 Monate weiterbeschäftigen. Da bekommt der Arbeitgeber Post vom Amt die das überprüfen und du musst das mit deiner Unterschrift bestätigen.
So war es jetzt zumindenst bei mir.
Ich kann auch aus eigener Erfahrung bestätigen, dass ein Arbeitgeber der darauf angewiesen ist einen Eingliederungszuschuss vom Amt zu bekommen, so oder so nichts gescheites ist.
Mein Tipp deshalb, lieber den Job vereiteln und damit alle Grauzonen die das Gesetz hergibt nutzen, damit es keine Sanktion gibt, das bringt meist nur Streß und Ärger. Hast du nicht gerade die Sommergrippe und dazu noch verschleppt? Telefon im See gefallen? Etc....
 

Merse

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Mein AG wollte mich ursprünglich auf 450€-Basis einstellen. Kleiner Zweimannbetrieb, gleich eine Vollzeitstelle wollte er nicht machen. Er hat sich beim JC erkundigt, ob es da Fördermöglichkeiten gäbe - O-Ton: Die sollen auch mal was leisten, nicht immer nur fordern. Das JC hat angeboten, ein Jahr meinen Lohn zu übernehmen, wenn ich zwei Jahre beschäftigt werde. Habe dann direkt einen unbefristeten Vertrag erhalten und arbeite jetzt seit vier Jahren dort.
 

Texter50

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Mein Tipp deshalb, lieber den Job vereiteln und damit alle Grauzonen die das Gesetz hergibt nutzen, damit es keine Sanktion gibt, das bringt meist nur Streß und Ärger. Hast du nicht gerade die Sommergrippe und dazu noch verschleppt? Telefon im See gefallen? Etc....
Hab Dank für die Antwort. :D

Vermeiden war irgends nicht, der Geiz des Sparbrötchens war irgends größer. :LOL:
Das Formelle war wie bei Dir, 50% für ein halbes Jahr und dann 6 Monate Nachbeschäftigung.
Mit der Nachbeschäftigung begann das Mobbing - allerdings ohne Erfolg.
Nach insgesamt 12 Monaten und 6 Tagen war Alcatraz dann vorbei, die Folgeschäden werden gerade beseitigt.

Wir waren Anfangs zu zweit da, so als Ex-ALGII-Bezieher.
Die Kollegin haben se geschafft.
Ob sich meine Anwesenheit außer als Leergeld für die Firma gelohnt hat - ich denke nöö!
 

qwertz123

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Aus Erfahrung spreche ich auch dass man kleine Minifirmen meiden sollte, gibt klar Ausnahmen die gibt es überall, aber umso kleiner die Firma umso mehr wird aufs Gesetz gesch*ssen und umso mehr Ärger hat man.

Stelle mir gerade die Frage was ist wenn man nach 6 Monaten die Unterschrift wegen der Nachbeschäftigung verweigert mit Verweis auf Vertragsfreiheit und Grundgesetz :D, gibt da doch sicher einen Präzidenzfall.
Oder man Stellt eben Ansprüche und erpresst den Chef, natürlich alles legal.
 

Texter50

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Stelle mir gerade die Frage was ist wenn man nach 6 Monaten die Unterschrift wegen der Nachbeschäftigung verweigert mit Verweis auf Vertragsfreiheit und Grundgesetz :D, gibt da doch sicher einen Präzidenzfall.
Oder man Stellt eben Ansprüche und erpresst den Chef, natürlich alles legal.
Ich habe den Zettel für die Bestätigung der Nachbeschäftigung nie erhalten.
Nachfragen werd ich da tunlichst nicht, aber jetzt noch unterschreiben - wozu? ;)
 
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