Erfahrungen m. Stuttgart als Optionskommune

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Rounddancer

Gast
Seit 01.01.2012 ist die LHS Stuttgart ja Optionskommune.


  • Geändert haben sich die Telefonnummern, denn die sind nun Teil des Telefonnetzes der Stadtverwaltung, beginnen alle mit "216-"

  • Entgegen der Befürchtungen der Bundesagentur, Nürnberg, läuft die von der LHS Stuttgart benutzte, andere Abrechnungssoftware aus meiner Sicht als "Kunde" ordentlich.

  • Mit das Wichtigste: Meine "Staatsknete" kommt pünktlich, und mit Ausnahme von diesmal sogar einen Tag früher, als gesetzlich vorgeschrieben.

  • Die JobCenter haben keinen Zugriff mehr auf die Datensätze ihrer "Kunden" bei der Jobbörse.

  • Die Suchagenten der Datenbank, die für die "Kunden" nach passenden Stellen in der Jobbörse suchten, wurden mit Übergang von regulärem zum Optionskommune-JobCenter storniert, wer diese weiter nach Jobs suchen lassen will, muß sie neu selbst wieder einsetzen.

  • Da die JobCenter der Optionskommune nicht mehr mit der Jobbörse der BA zusammenarbeiten, zahlt auch die BA nichts mehr an Lizenzgebühren für die "Kunden" der Optionskommunen. Lizenzgebühren für die Online-Lernsoftware, die für "Kunden" normaler JobCenter und Kunden der Arbeitsagenturen als "Lernbörse exklusiv" kostenfrei Weiterbildungsangebote in der Jobbörse der BA bereitstellen.

  • Da die Optionskommune eine andere Software für das Erstellen der Weiterbewilligungsbescheide nutzt, als reguläre JobCenter, ist nicht sichergestellt, daß die Bescheinigung zur Vorlage beim Beitragsservice der Rundfunkanstalten auf einem nur einseitig bedruckten Blatt ausgedruckt werden. Was dann dazu führt, daß man, da man ja die Bescheinigung im Original an den Beitragsservice (früher: GEZ) schicken muß, die letzte Seite des Bescheides verliert,- denn auf dessen Rückseite ist ja die Bescheinigung. Gleichzeitig aber kommen so die vermutlich jungen Damen des Beitragsservice in Kenntnis über den Inhalt der letzten Seite es Bescheides,- der sie ja eigentlich gar nix angeht.
Ich habe zu den letzten beiden Punkten etwas Schriftverkehr gehabt, den ich gleich anhängen werde.
 
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Rounddancer

Gast
Meine Email an die Stadtverwaltung (Beschwerdeabteilungsteam "Gelbe Karte":

Sehr geehrtes Gelbe-Karte-Team,

ersteinmal freue ich mich, daß der Übergang zur Optionskommune in Stuttgart besser klappt(e), als von mir befürchtet worden war.
Eben mit zwei Ausnahmen,

a) wir als Leistungsempfänger der Optionskommune sind ja vom kostenlosen Online-Weiterbildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit ausgeschlossen, das die allen "Kunden" im Umfeld Alg I und den Alg-II-Beziehern zur Verfügung stellt, die in JobCentern sind, die nicht Optionskommune sind. Das ist ärgerlich, und als ich das vor einiger Zeit schon mal erwähnte, kam die Meldung, das JobCenter wolle versuchen, auch für uns Leistungsbezieher in der Optionskommune LHS Stuttgart den Zugang zu bekommen. Ist wohl im Sande verlaufen, fürchte ich.

b) Mit dem Bescheid über Leistungen nach dem SGB II bekommen wir Alg-II-Empfänger der LHS Stuttgart ja die Bescheinigung über den Leistungsbezug zur Vorlage beim Beitragsservice (früher: GEZ).
Seit die LHS Stuttgart Optionskommune ist, erfolgt dieser Bescheid ja auf städtischem Briefkopf.
Das würde eigentlich nichts ausmachen.
Aber: Der Bescheid, den wir ja im Original an den Beitragsservice der Rundfunkanstalten (früher: GEZ) senden müssen, kommt seitdem nicht mehr mit einem eigenen Seitenumbruch, sondern ist einfach die letzte Seite des ja - zurecht, um Papier zu sparen - doppelseitig bedruckten Bescheides.

Das bedeutet,

1. wir müssen entweder auf das letzte Blatt unseres Leistungsbescheides verzichten, denn das ist ja die Rückseite der Bescheinigung, die wir ja im Original an den Beitragsservice schicken müssen, oder wir müssen diese uns sonst fehlende Seite kopieren.

2. daß der Beitragsservice, den ja eigentlich nur die Bescheinigung datenschutzmäßig/sozialdatenschutzmäßig etwas angeht, kriegen diese Damen und Herren so Kenntnis vom Inhalt der letzten Seite unseres Leistungsbescheides. Da steht zwar nicht besonders viel Wichtiges drin,- aber es geht die halt trotzdem nichts an.

Was dann wieder dazu führt, daß andere Leistungsempfänger nach dem Empfang des Leistungsbescheides Ärger empfinden,- beim JobCenter persönlich, schriftlich oder fernmündlich vorstellig werden, um dann die für die Vorlage beim Beitragsservice im Original nötige Bescheinigung nochmal, auf einzelnem, einseitig bedrucktem Papier ausgedruckt und ggf. zugesandt zu bekommen.
Das bringt Verdruß, Aufwand und Kosten bei allen Beteiligten, auch bei der LHS Stuttgart.
Und müßte ja eigentlich nicht sein. Müßte nicht sein, wenn die Vorlage, mit der die Bescheide erstellt würden, einen Seitenumbruch vor dem Ausdruck der Bescheinigung über den Leistungsbezug zur Vorlage beim Beitragsservice hätte.
Denn dann käme diese auf einem einzelnen Blatt, der Bescheid bliebe ganz, und der Beitragsservice bekäme nur die Daten und Infos, die ihn von Amts wegen etwas angehen.

Das geht nicht um mich,- aber eben generell um alle Leistungsbezieher der Optionskommune Stuttgart.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz D.

Die Antwort:

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ShowCenterFulda

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Seit 01.01.2012 ist die LHS Stuttgart ja Optionskommune.

Options-Murks? Na dann gute Nacht, davon kann ich ein Lied singen. :frown:

Die machen das ja nur, um Personalkosten zu sparen. Die Optis können nämlich billiger einstellen oder SBs von der BA mit Abschlägen übernehmen. Außerdem nutzen Optis das JC gern als sog. "Auffanggesellschaft", um unliebsame Beamte (Low-Performer) aus anderen Behörden loszuwerden. Natürlich gibt es auch fähige, empathische Mitarbeiter, aber die Quote ist wohl wesentlich niedriger als bei der Arge.

Optierende Kommunen werden außerdem sehr leicht größenwahnsinnig und glauben oftmals, sogar eigene Gesetze erlassen zu können. Warte nur ab, bis die sich eigene Formulare erfinden und versuchen, sich sowohl über das SGB als auch über die Weisungen der BA hinwegzusetzen. Die Sanktionswut dürfte ebenso rasant ansteigen - die damit verbundene Klageflut auch.

andere Abrechnungssoftware aus meiner Sicht als "Kunde" ordentlich.

Die andere Software schimpft sich meist OpenProsoz - hat meines Wissens nach nur einfachste Eingabemasken mit einer SQL-Datenbank dahintergeklemmt und scheint lange nicht so leistungsfähig zu sein wie das "Flaggschiff" Verbis. Mag ja sein, dass die Abrechnung noch halbwegs läuft, aber es geht ja nicht nur darum.

wir als Leistungsempfänger der Optionskommune sind ja vom kostenlosen Online-Weiterbildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit ausgeschlossen

In einer Optionskommune ist man von noch weiteren Service-Leistungen ausgeschlossen, die trotz Alg2-Bezug bei der Arge selbstverständlich sind. Durch eine Optionskommune werden die H4-Elos echt degradiert. Sozusagen Edel-Hartz über die Arge gegen Billig-Hartz bei den Optionskommunen. Da gibt es wirklich vielerlei Ungleichbehandlungen.
 
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Rounddancer

Gast
Hier die per Texterkennung eingescannte Antwort der Stadt, JobCenter abt. Grundsatz und Recht, die gestern bei mir eintraf:

Landeshauptstadt Stuttgart STUTTGART
Jobcenter Bereichsleitung GZ:
Landeshauptstadt Stuttgart, 70161 Stuttgart
Herr
Heinz D. . _s__
Sehr geehrter Herr

lhre Nachricht: lhr Zeichen:
Unser Zeichen:
(Bei jeder Antwort bitte angeben!) Bearbeiterf-in: Herr
Zimmer: Telefon: Fax:
E-Mail:
27. September 2013
im Namen von Herrn Oberbürgermeister Kuhn danke lhnen für lhre Gelbe Karte vom 25. September 2013. Herr Kuhn, hat mich gebeten, lhnen direkt zu antworten.
Ein Zugriff auf das Online-Weiterbildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit ist für Leistungsberechtigte des Jobcenters Stuttgart leider nicht möglich. Die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter Stuttgart nutzen unterschiedliche EDV-Systeme, die nicht miteinander verknüpft sind.

Aus technischen Gründen ist es derzeit nicht möglich, bel beiderseitigem Ausdruck das Dokument zur Vorlage beim Beitragsservice der Rundfunkanstalten in allen Fällen auf ein separates Blatt zu drucken. Ich kann lhnen versichern, dass derzeit an einer Lösung gearbeitet wird. Einen konkreten Zeitpunkt, ab dem dies funktioniert, kann ich lhnen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch leider nicht nennen.

Ich bedanke mich recht herzlich für lhre Anregung und bin mir sicher, dass sie zur Optimierung des Verfahrens beitragen wird.

Mit freundlichen Grüßen
 
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