Erfährt der Arbeitgeber vom Bezug einer Erwerbsminderungsrente?

joerg50679

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Angenommen, man bezieht eine EM-Rente. Von einer EM-Rente kann man nicht leben. Man will diese los werden, aber, die DRV spielt nicht mit.

Also bewirbt man sich auf eine Stelle. Der Arbeitgeber frägt, unter anderen im Bewerbungsgespräch, ob man eine EM-Rente bezieht, muss man doch nicht die Wahrheit sagen und sagt NEIN.
Man unterzeichnet den Arbeitsvertrag, legt los mit Arbeiten.

Was jetzt folgt. Nach 10 Tagen Arbeiten bekommt man die fristgerechte Kündigung und darf die nächsten 10 Tage nicht mehr Arbeiten.
 

Stauer

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:welcome:
Ist die Rente befristet und welchen Grad der Behinderung hast Du? Den Grad der Behinderung mußt Du nicht angeben, wenn die Behinderung Dich beim Ausüben der Tätigkeit nicht beeinträchtigt.
Wenn Du in der Lage bist zu arbeiten, dürfte die DRV soweit ich weiß, nichts dagegen haben.
 

joerg50679

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Die EM-Rente ist unbefristet bis zum Eintritt der Altersrente in 15 Jahren. Eine Behinderung liegt nicht vor.
Ich bin in der Lage zu arbeiten, 100 % Leistung zu erbringen, aber, die DRV hat was dagegen, dass ich eine Arbeit aufnehme.

Woanders habe ich gelesen, dies soll mit irgend einen Schlüssel zusammen hängen bei der Anmeldung zur Krankenversicherung, ob man den vollen oder ermäßigten Beitragssatz bezahlt.
Wer arbeitet, zahlt den vollen Betragssatz zur KV und erhält Krankengeld. Wer Rente bezieht, zahlt den ermäßigten Betragssatz zur KV und hat keinen Anspruch auf Krankengeld.
 

Kerstin_K

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Ich bin in der Lage zu arbeiten, 100 % Leistung zu erbringen, aber, die DRV hat was dagegen, dass ich eine Arbeit aufnehme.
Verstehe ich nicht. Die DRV nusst du doch da gar nicht fragen, Allerdengs musst du die Erwerbstätigkeit und das Einkommen dort melden. Und wenn du täglich über drei Stunden arbeitest, dürfte die Rente ganz schnell auf eineine Teilrente runtergestuft weren. Arbeitest du sogar mehr als 6 Stunden, ist die Rente ganz weg.

Einziger Haken: Wenn wasscheifgeht und du den Job doch nicht schaffst oder ihn in der Probezeit verlierst, bleibt dir nur noch ALG II.

Was jetzt folgt. Nach 10 Tagen Arbeiten bekommt man die fristgerechte Kündigung und darf die nächsten 10 Tage nicht mehr Arbeiten.
Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Wie kommst d auf 10 Tage? Und warum darfst du dann nicht mehr arbeiten?
 

joerg50679

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Jetzt habe ich was gefunden im Internet, hängt mit dem Beitragsgruppenschlüssel zusammen. Man wird an die Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung mit der '1111' gemeldet. Doch dann meldet sich die Krankenversicherung zurück, dass man nur den Beitragsgruppenschlüssel '3111' hat.
Also hat man den Arbeitsgeber arglistig getäuscht.
 

hansklein

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Ich wurde bei Einstellung nicht gefragt, ob ich eine Rente beziehe und habe das auch nicht angegeben. Ich hatte erst die volle EM Rente, nachdem ich fristgerecht und wahrheitsgemäß, der RV meine Tätigkeit, unter 30 Std.., gemeldet habe wurde ich runtergestuft auf tw. EM.

Ich muss Einschränkungen angeben, wenn sie sich bei der Arbeit auswirken würden. Wenn ich nicht gefragt wurde, habe ich meinen AG nicht getäuscht. Ich habe auch noch nie erlebt, das in einem Vorstellungsgespräch danach gefragt wurde.

Ist dir das Real passiert @joerg50679 oder Fiction, was ich mir eher vorstellen kann.

Mein Schlüssel mit tw. EM Rente ist 1111. Ganz normal.
 

saurbier

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Also ich halte das eher für eine schöne Geschichte und mehr nicht.

Ich hab seinerzeit eine Teil-EMR erhalten (nach langem Rechtsstreit mit der DRV) und mir hat die DRV nie Probleme bei Thema Arbeiten gemacht.

Und nach meiner letzten Verlängerung gab es erneut viele Infoblätter der DRV, diesmal bezüglich dem geänderten Teilhabegesetz.

Ich halte die Aussagen für ein Märchen, daß die DRV jemanden verbietet zu arbeiten. Wie Kerstin_K und hansklein schon ausführten, wird die DRV im Falle einer Arbeitsaufnahme bestenfalls recht zügig prüfen, in welchem Rahmen sie noch zu leisten hätte (Teil-EMR oder wohlmöglich gar nicht mehr) und das ist normal, denn darauf wird jeder EMR Bezieher in den Info-Blättern ausführlich informiert.

Ggf. kann hier bei psychisch Kranken selbstverständlich eine besondere Ausnahmeregel existieren, insofern sie wohlmöglich sich und andere mit Ihrem Verhalten gefährden könnten, was dann aber eher eine Ausnahmesituation sein dürfte, denn wer geht schon freiwillig arbeiten wenn er gesundheitlich es gar nicht kann.

Was jetzt folgt. Nach 10 Tagen Arbeiten bekommt man die fristgerechte Kündigung und darf die nächsten 10 Tage nicht mehr Arbeiten.

Noch weniger paßt diese Aussage das der TE.

Woanders habe ich gelesen, dies soll mit irgend einen Schlüssel zusammen hängen bei der Anmeldung zur Krankenversicherung, ob man den vollen oder ermäßigten Beitragssatz bezahlt.
Wer arbeitet, zahlt den vollen Betragssatz zur KV und erhält Krankengeld. Wer Rente bezieht, zahlt den ermäßigten Betragssatz zur KV und hat keinen Anspruch auf Krankengeld.

Was bitte soll das damit zu tun haben, wohl nichts.

Es dürfte wohl jedem EMR klar sein, daß die DRV ihren Teil zur KV beiträgt und man als EMR über die KVdR versichert ist, oder. Letzteres natürlich nur dann, wenn man die erforderliche Zeit dafür erfüllt hat (90% Beitragszahlung in der zweiten Berufshäfte) und Arbeitnehmer von ihrem Lohn immer voll zur KV mit KG-Anspruch abgezogen bekommen. Hier werden doch Äpfel mit Birnen wahllos vermischt, vielleicht als Corona Freizeitvertreib.

Abschließend noch anzumerken, einem mit voller EMR steht keine AUB zu also auch kein KG, daß bekommt bestenfalls noch jemand mit einer Teil-EMR und dann nur für den Teil wo er zusätzlich einer Erwerbstätigkeit nach geht (also Teil-EMR plus Einkünfte).
 
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