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Erbschein erforderlich!?

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Yahweh

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#1
Hallo,

mine SB verlangte zu meinem Antrag einen Erbschein. Mein Vater ist vor 5 Jahren verstorben. Das Haus ist in Besitz meiner Mutter. Ich wohne nun in einem anderen Ort in einer Mietwohnung. Sonstiges Erbe oder ein Testament gab es nicht. Können die den verlangen!?
 

Arania

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#2
Sie wollen wissen ob Du geerbt hast, das musst Du irgendwie belegen
 

Yahweh

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#3
Klar wollen die was wissen. Aber wenn es eh nichts zu erben gab!? Können die das dan trotzdem verlangen!?
 

Kleeblatt

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#4
Kommt drauf an ob die ARGE voraussetzt das ein Berliner Testament vorlag oder ob sie voraussetzt das die Tochter einen Pflichtanteil erworben hat.
Bei Letzterem hätte sie anteilig mit der Mutter das Haus geerbt und von daher die Möglichkeit sich den Pflichtanteil von der Mutter (Anteil am Haus) auch auszahlen zu lassen.

Die Frage ist ob die Mutter damals einen Erbschein beantragte und überhaupt benötigte. Wurde damals für niemanden ein Erbschein ausgestellt, so kann man nach 5 Jahren keinen mehr im Nachhinein vorzeigen bzw. ausstellen lassen. Was es nicht gibt kann man nicht vorzeigen.

Im Zweifel erklärt die Mutter sie sei damals Alleinerbin des gesamten Nachlasses gewesen und zeigt eine Kopie !!! der Grundbucheintragung vor.
Steht sie dort alleine drin ist ja alles paletti.
 

Kleeblatt

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#5
Zudem ist wichtig ob die ALG-Bezüge zum Zeitpunkt des Erbeintritts bereits erfolgten.

Wurde erst nach dem Eintritt des Erbfalles (ggf. Jahre später sogar) der Antrag gestellt, so ist ein Rückgriff auf eine Erbmasse nicht gesetzeskonform.

Sogar wenn geerbt wurde, dann wurde es damls Verwertet, denn man ist nicht verpflichtet für die Wahrscheinlichkeit eines eventuell eintretenden Arbeitslosenfalles anzusparen, - dafür zahlt man seine Beiträge an die "Versicherung" monatlich.
Weiterhin hat man noch ein gewisses Schonvermögen, was man in der Zeit des ALG I-Bezuges auch schon verbrauchen kann.
ect. pp.

Also, - auch WENN hier geerbt worden ist, dann steht sowohl der Zeitpunkt als auch die anderen Faktoren zur Disposition.

Für eine exacte Beurteilung allerdings liegen hier keinerlei nähere Auskünfte vor. Die obige kurze Frage allein macht eine Beurteilung völlig unmöglich.
 
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#6
Kann es sein, dass nach fünf jahren die Erbauseinandersetzung noch nicht beendet ist?
Nur dann könnte das Erbe für ARGE noch interessant sein.
Ist diese jedoch beendet ist der Erbfall abgeschlossen und damit für ARGE zur Leistungserbringung nicht wichtig. Das Eigentum des Erblassers ist auf die Erben übergegangen und ENDE.
Vielleicht möchte SB denn noch eine Taschengeldbescheinigung unterzeichnet vom Vater als gesetzlichem Vertreter zum Zeitpunkt des Zuflusses?
 

Yahweh

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#7
Hab von meiner Mutter erfahren, dass sie von vornerein das Haus besaß. Ich hab ja wirklich nichts erhalten... Geld, Auto usw. FEHLANZEIGE.

Reicht da nun eine Aussage meiner Mutter?

Kontoauszüge gibts auch nicht mehr. Werd einfach die Sterbeurkunde vorlegen (Tod 5 Jahre her), da ich der SB nicht genau sagen konnte wie lange es her war. Sie faselte da was von ner dreijahres-Frist!?
 

ela1953

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#8
Da hat deine SB wohl was von Erbenhaftung gehört und weiß damit nichts anzufangen.

Aber die tritt nur ein, wenn der Verstorbene Sozialleistungen bezogen hat. (ALG oder Sozialhilfe)

Dann kann sich das Amt bis zu drei Jahren nach dem Tod an die Erben wenden. Diese müssen dann die Hilfeleistung der letzten zehn Jahre zurück zahlen.
 

egjowe

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#9
Sie wollen wissen ob Du geerbt hast, das musst Du irgendwie belegen
aber doch wohl nicht mit einem erbschein!

selbst wenn ein erbschein beantragt und ausgestellt worden wäre, sagt er überhaupt nichts über das erbe aus.
über die höhe schon gar nichts.

ein erbschein wird nur auf antrag ausgestellt.
kein antrag, kein erbschein.

er dient hauptsächlich dazu, die rechtsgeschäfte für den verstorbenen fortführen zu können, wenn erbin/erbe nicht schon vorher entsprechende vollmachten erhielt.
und er hilft auch im falle von streitigkeiten unter den erben, weil ein gesetzlicher erbe ohne vollmachten erst mit ihm einsicht in die vermögenslage des verstorbenen erhalten wird.

selbst wenn ich einen erbschein in händen halte, heißt das noch lange nicht, dass ich das erbe annehme.
im falle der überschuldung würde es wohl kaum eine/r annehmen, oder?

letzteres kann man ohne zu lebzeiten des verstorbenen erteilte vollmachten aber nur mit hilfe des erbscheines herausfinden.
dem erben bleiben ab dem zeitpunkt, zu dem sie/er kenntnis erhalten hat, dass sie/er erbe ist, für eine mögliche ablehnung sechs wochen zeit.
wird das erbe innerhalb dieser frist nicht abgelehnt, gilt es als angenommen.
 
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