Erbschaft einer Landwirtschaftliche Fläche

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Matthias9

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Guten Tag miteinander
Folgendes Problem bzw. Fragen habe ich an euch:

Ich bin seit ca 4 Jahren Arbeitssuchend. Ein Bandscheibenvorfall sowie Psychische Probleme hindern und erschweren es wieder in Arbeit zu kommen. Ich bin 28 Jahre jung.


Ich bin großgeworden auf dem Bauernhof meiner Eltern. Nun ist die Stadt vor einiger Zeit an meine Eltern heran getreten mit dem Wunsch eine Wiese zu kaufen (Stadt hat das Vorkaufsrecht). Meine Eltern möchten diese jedoch nicht verkaufen, sondern an mich weitergeben damit ich den Verkauf bei Bedarf in die Wege leiten kann.

Gibt es also eine Möglichkeit für mich die Landwirtschaftliche Fläche zu besitzen und auch zu verkaufen ohne davon Nachteile im Bezug auf das Jobcenter zu haben? Ich möchte das Stück Land erst verkaufen, wenn ein angemessener Preis im Raum steht, deswegen kann das noch eine ganze Zeit dauern.

Ich habe mich bereits über Schenkung informiert, scheinbar fallen selbst da Steuern an. Abzüge möchte ich natürlich vermeiden, sowie eventuell einen Zwangsverkauf unter dem Preis.

Das selbe Problem beim Erbe ergibt sich mit dem Elterlichen Hof, der eigentlich auch längst auf mich überschrieben werden sollte...
 
M

Mitglied 61702

Gast
Also, wenn der Wert des Grundstücks derart hoch ist, daß bei einer Schenkung an ein Kind Steuern anfallen, dann richte dich darauf ein, daß dein ALGII wegfällt sobald es an dich überschrieben ist.
 

vidar

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Ob hier (Erbschafts) Steuern anfallen, ist für die Anrechnung auf Hartz 4 erst einmal irrelevant.

Ich denke wohl eher, dass es hier darauf ankommt inwiefern das Grundstück zu verwerten wäre. Das Grundstück könnte ja sowohl verkauft, als auch verpachtet werden, um mit den erzielten Einnahmen den künftigen Lebensunterhalt ganz, oder teilweise bestreiten zu können.

Zu bedenken ist auch, wer denn hier, bei einem weiteren H4-Bezug, für die sicherlich dann vorhandenen Folgekosten des Grundstückseigentums aufkommen soll. Sicherlich nicht die Allgemeinheit!
 
M

Mitglied 61702

Gast
Ob hier (Erbschafts) Steuern anfallen, ist für die Anrechnung auf Hartz 4 erst einmal irrelevant.

Der Steuerfreibetrag für Kinder liegt bei 400.000 €. Das ist dann eben schon ein satter Betrag, bei dem ich nicht sehe - vor allem wenn die Wiese verkäuflich ist und ein Vorkaufsrecht eingetragen ist, das das dokumentiert - daß das JC einfach so still hält und die Verpachtung abnickt.

Zu überlegen wäre eventuell die Wiese vor der Schenkung fest auf längere Dauer zu verpachten, die Schenkungssteuern aus dem Pachterlös abzuzahlen, und zu hoffen, daß das JC nicht Zeter und Mordio schreit.

Sowas sollte man unbedingt mit einem gewieften Sozialrechtsanwalt besprechen, der das lokale SG und JC gut kennt.
 

Onkel Tom

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Den Umständen entsprechend, ist es eine Überlegung wert, die unbewirtschaftete? Fläche künftig
für Festivals etc. zu nutzen..

Je nach dem könnte dies dazu führen, das lästige JC los zu werden..

Nur so ein Erstgedanke..
 

Pixelschieberin

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Schenkungen können an Bedingungen geknüpft sein.
Wie niemals zu verkaufen und/oder an noch zu zeugende Enkel weiter zu vererben.
Bei Immobilien schreckt z. B. das im Grundbuch auf Lebenszeit eingetragene Wohnrecht des Schenkenden und seines Ehegespons potentielle Käufer ab, das Objekt zu erwerben.
Marktwert, Verwertbarkeit nahezu Null €uronen.

Bedingungen kann der unabhängige Bürger als Schenkender selbst bestimmen.
Der Beschenkte hat da weniger Gestaltungsmöglichkeiten.
Dem wird gesagt, take it or leave it.

Erbfolgeverträge könnten auch knifflig genug konstruiert sein, um nicht vom JC auf Masse gelegt zu werden.
Dafür braucht's Spezialwissen.
 

Claus.

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Ich möchte das Stück Land erst verkaufen, wenn ein angemessener Preis im Raum steht, deswegen kann das noch eine ganze Zeit dauern.
Also wird wohl die nächsten 20 bis 40 Jahre noch nichts draus ... sofern nicht doch noch "was" dazwischenkommt.

Ich hab nur den leisen Verdacht daß in Bayern seit gut 2 Jahren im stillen Kämmerlein überlegt wird, wie man so unwillige Grundstücksbesitzer (weiß nicht ob du /ihr da mit dazu gehört) möglichst einfach zum Verkauf "überreden" kann.
Laut unserem BGM, eben von vor 2 Jahren, soll da ein entsprechendes Gesetz in der Ausarbeitung sein (wobei ich auch nicht ganz verstehe, warum man sich nicht schlicht der bereits gegebenen rechtlichen Möglichkeiten bedient).

Zur Erklärung: hier in der Ortschaft ist das bereits seit zig Jahren ein Dauerbrenner, und ein Dauerärgerniss. Wir haben schlicht mitten in der Ortschaft ein riesen Loch mit satten 15x 500qm unbebautem Baugrund. Seit 1978 oder spätestens 1980 voll erschlossen, Wasser, Abwasser, geteerte Straße(n), (funkelniegelnagelneue) Straßenlampen ... und wird schon mangels Pflege durch die nicht vorhandenen Anwohner alles wieder schwer brüchig. Dort wird der Randstein nicht gekehrt -nöö- der wird 1-3x im Jahr gemäht.
Aber es muß am Ortsrand neues Bauland ausgewiesen werden - mit allen dazugehörigen Schwierigkeiten; Flächenverbrauch, Ausgleichsflächen, (fehlende) Priorität auf Ortsverdichtung usw. .Und dazu hat die Ortschaft zwischenzeitlich die Form einer ´8´; weil die Flächen rechts und links der "Taille" dem gleichen unleidlichen Zeitgenossen gehören (ich sage nicht daß ihr auch zu denen gehört). "Unserer" hat auf jeden Fall Freude am andere quälen; der Weg zur Bushaltestelle wird immer noch weiter, Friedhofserweiterung kannste knicken, seniorengerechtes Wohnen aufm Land^^ wird wohl ausschließlich auf illegal im Wald errichtete Hütten hinauslaufen können ...
Möglicherweise eine ähnliche Situation; landwirtschaftliche Flächen geerbt, Bauernhof im Grunde schon vor Jahrzehnten eingestellt, und im Moment ist kein "akuter" Geldbedarf.

Was ist denn ein angemessener Preis? 300€ /qm, 400, 500, 600? :popcorn:
Ich würde eher zu bedenken geben, daß sich überhaupt niemals ein angemessener Preis einstellen wird. Weil die Vorstellungen dauerhaft fleißig mitwachsen dürften. Für diese Vermutung reicht ein Blick auf die Bodenpreisentwicklung. Ende der 80´ger kostete bei uns 1qm (Bauland) 220DM, nun liegt er im Einheimischenmodell bei 280€ sowie 320€ /qm im freien Verkauf. Dazu hat unsere Gemeinde dieses Jahr auch noch den etwas bedenklichen Versuchsballon gestartet, ein Grundstück zu versteigern :mad: Zuschlag für die 525qm war bei sage und schreibe 440€ /qm - an einen bauwilligen Münchner (Muc ist von hier allerdings noch ´ne h Fahrtzeit weg, einfach).

Natürlich: unerschlossen ist Brachland (eine unverpachtete Wiese die in fleißigen Jahren doch immerhin 3x gemäht wird, ist für mich eben nur Brachland) fast keinen Pfifferling wert. Aber hab erstmal das Geld für die Erschließung; ohne Erschließung keine Preisexplosion. Daß die Kommunen dabei meinen, sie könnten die Flächen auch zum Faktor 0,7 bis 0,8 bekommen, einfach weil´s sie sind, ist ganz klar auch nicht richtig.

Evtl. wäre es doch sinnvoll, die Wiese bald zu verkaufen. Weil: "Eigentum verpflichtet"; streiche dabei ruhig das ´verpflichtet´ und ersetze es gegen ein ´belastet´.
Es dürfte wohl, wie überall halt, recht sinnvoll sein zum jetzt noch ein wenig Geld in den Gebäudebestand des elterlichen Hofes hineinzustecken. Das Zeug muß im Zweifelsfall noch 40-50 Jahre ohne größere Erhaltungsmaßnahmen überdauern. Denn ist irgendwann mal was dran -was sowieso so sicher ist wie das Amen in der Kirche- wird das (ggf.) JC und Konsorten gar nichts oder lediglichst das äußerst rudimentärste zahlen.
Dann evtl. lieber Risikominimierung durch jetzt die Wiese verscheppern, ein halbes oder Jahr auf AlgII verzichten, und derweil ohne großartige fremde Einmischungen nochmal den Hof auf Vordermann bringen.

Nicht daß du eines Tages plötzlich ohne alles dastehst. Kann da leider auch nur mal wieder von einem für mich immer noch schockierenden Ereignis vor 3-4-5-6 Jahren berichten ... Damals ist während des "Jahrhundertwinters" in einer Nachbarortschaft ein Teil eines Stadldaches runtergekommen. Die Eigentümer, mittleres Alter, Familie, waren/sind ebenfalls auf AlgII angewiesen. Daß das Dach an dieser Stelle undicht ist, war auch schon etwas länger bekannt. JC hat als "Dachreparatur" allerdings nur (bestimmt 30 Jahre, nur ganz leicht mit brauner "Patina" versehene) Wellblechplatten bezahlt.
Das Geschepper hat nur der "falsche" gehört; war wohl am späten Vormittag. Am frühen Nachmittag war von der Gemeinde die Abrissverfügung für den kompletten Stadl da, wegen Gefahr im Verzug (fragt sich nur für wen Gefahr im Verzug; zudem hätte wohl auch 1/3-tel des Stadls völlig ausgereicht). Anschließend ist via gemeindliche Ersatzvornahme urplötzlich ein Bagger förmlich vom Himmel gefallen. Und abends um 7 war der Stadl weg, und das Wohnhaus wegen Einsturzgefahr gesperrt; weil ... naja ... der Baggerfahrer evtl. doch etwas grob vorgegangen ist.

Soviel wollte ich eigt. gar nicht schreiben :icon_pfeiff: tschuldigung. Kurz gesagt: überlege, ob hier nicht eher die Flucht nach vorne sinnvoll ist - als "nur" über x mal 416€ AlgII (mit vermutl. eh schon nicht umwerfend viel an KdU) nachzudenken. Ich sag´ auch nichtmal ´Gesundschrumpfen´ o.ä.; mag Städter vielleicht seltsam vorkommen aber wir wollen halt mehr oder weniger dummerweise nunmal das erhalten was die Alten mal aufgebaut haben; geht ja teilw. bis zu den Großeltern und Urgroßeltern zurück . Allerdings ist es mir persönlich immer lieber, wenn ich für mich selbst frei entscheiden kann - als daß irgendein dahergelaufenes A........ meint er dürfte und müsste für mich entscheiden.
 

Matthias9

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Danke für die Antworten.
Die umliegenden Felder hatte unsere Stadt alle innerhalb 2 Jahren gekauft und Industrie bzw. Baugebiet daraus gemacht.

Nur unser Feld ist also noch übrig.
Mein Vater hat den Gedanken das die Stadt also bereit ist mehr zu Zahlen, da sie natürlich alles kaufen wollen.

Ich persönlich würde erst mal sehen wie die Nachfrage in den Immobörsen aussieht. Immerhin heißt das Vorkaufsrecht der Stadt nicht das diese auch am meisten Zahlen.

Generell wäre ich beruhigt wenn es auf mich überschrieben wird.
Aber sofern das nicht in trockenen Tüchern mit dem JC liegt, schiebe ich das mal lieber nach hinten.

Es besteht nämlich eine art Alternativ Plan zwischen meinem Vater und dessen Bruder. Der Bruder hat gute Kontakte zur Stadt und denkt er kann einen höheren Preis pro qm erzielen.
Dafür bekommt er dann einen satten Anteil...
 

Badener

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Ende der 80´ger kostete bei uns 1qm (Bauland) 220DM, nun liegt er im Einheimischenmodell bei 280€ sowie 320€ /qm im freien Verkauf.
Natürlich: unerschlossen ist Brachland (eine unverpachtete Wiese die in fleißigen Jahren doch immerhin 3x gemäht wird, ist für mich eben nur Brachland) fast keinen Pfifferling wert.

Hallo,
hm ... es kommt immer drau an wo und wie groß z.B. Landwirtschaftliche Fläche Durchschnittspreis in Oberbayern in Höhe von 89.110 €/ha ! Das läppert sich bei ein paar ha ganz schön ;-) Aber ... klar ... kein Vergleich zu Bauerwartungs oder Bauland!
LG
 
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