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Ben09

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#1
Hallo,

ich möchte nächstes Jahr umziehen und meiner dann 18 jährigen Tochter die Wohnung überlassen. Ich würde dann aufs Land ziehen, aber meine Tochter will definitiv aus der Stadt nicht weg, schon alleine wegen der größeren Chance auf Arbeit, bzw. Ausbildung. Desweiteren kommt sie mit meinem zukünftigen Mann (zu dem ich dann ziehen würde) gar nicht zurecht.
Von Vermieterseite gibt es keine Probleme. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das mit Harz IV so einfach kann.
Überall liest man nur die Regelung, dass das Kind ggf. nicht ausziehen darf, wenn es U25 ist und noch nicht in Ausbildung oder Job steht. Aber wie ist es im Umgekehrten/meinem Fall?
Und was müsste ich ggf. dabei beachten.

Wenn mir hierzu jemand hilfreiche Tipps geben könnte, wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße
 

Andrea123

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#2
Hallo Ben09,
eigentlich dürfen Jugendliche erst eine eigene Wohnung mit 25 Jahren alleine beziehen.
Da bekommst du wahrscheinlich Schwierigkeiten , dass das Amt es übernimmt.
Hat deine Tochter denn schon eine Ausbildung in deiner alten Stadt? Dann könnte sie doch BAB / Berufsausbildungsbeihilfe und Wohngeld beantragen, vielleicht könnte sie dann so die Miete finanzieren. Dann bekommt sie auch noch den Lehrlohn und das Kindergeld, dass wäre doch sehr gut und sie würde mit dem Geld bestimmt auskommen.
Gruss von Andrea
 

gelibeh

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#3
Überall liest man nur die Regelung, dass das Kind ggf. nicht ausziehen darf, wenn es U25 ist und noch nicht in Ausbildung oder Job steht. Aber wie ist es im Umgekehrten/meinem Fall?
Es kann Dich niemand zwingen, deine Tochter mitzunehmen.
 

Ben09

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#4
Hallo Ben09,
eigentlich dürfen Jugendliche erst eine eigene Wohnung mit 25 Jahren alleine beziehen.
-Diese Regelung ist mir bekannt. Aber sie bezieht ja keine neue Wohnung, sondern bleibt in der bisherigen Wohnung.-

Hat deine Tochter denn schon eine Ausbildung in deiner alten Stadt?
-Meine Tochter hat noch keine Lehrstelle, aber in der Stadt mehr Chancen darauf, als auf dem Land.-
 

biddy

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#5
Es kann Dich niemand zwingen, deine Tochter mitzunehmen.
*mich-anschließ* ;)
Keine Kinder-Mitnahme-Pflicht

Ebenso gibt es keine Pflicht der Eltern bei Wohnungswechsel die unter 25-Jährigen
Jungerwachsenen mitzunehmen. Die Eltern können sanktionslos das Zusammenleben mit
dem Jungerwachsenen beenden (LSG NB vom 30.3.07 – L 13 AS 38/07 ER; LSG SH vom 19.3.07 –
L 11 B 13/07 AS ER).
Quelle: Folienvortrag Harald Thomé - PDF-Seiten 40-43:
http://www.harald-thome.de/media/files/Folien-SGB-II---30.11.09-2.pdf


Oben erwähntes LSG-Urteil SH: L 11 B 13/07 AS ER · LSG SHS · Beschluss vom 19.03.2007 · rechtskräftig
Auszug:
§ 22 Abs. 2a SGB II erfordere dem Wortlaut nach einen Umzug des jungen Erwachsenen. Ein Verbleiben in der schon bisher genutzten Wohnung sei begrifflich schwer als Umziehen in diesem Sinne zu verstehen. Für den seltenen Fall des Auszugs der Eltern aus dem gemeinsamen Haushalt habe der Gesetzgeber keine Regelung getroffen. Ein Missbrauch könne zu einem anderen Ergebnis führen, sei hier jedoch nicht ersichtlich. Soweit die Wohnung preislich über dem von der Antragsgegnerin als angemessen angesehenen Betrag bewege, liege es an ihr, ein Kostensenkungsverfahren nach § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II einzuleiten.
Oben erwähntes LSG-Urteil NB: Recht Interessant
 

Kikaka

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#6
- Also Du bist jetzt mit der Tochter gemeinsam in der Wohnung
- Wie groß ist die Wohnung denn ? Mehr als max. 45 qm dürfte sie schon mal nicht haben, da wird die Arge nicht mitspielen
- Wie hoch sind die KdU ? Sie müßten den Richtlinien für 1 Person entsprechen.
 

Ben09

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#7
Danke biddy, damit kann ich doch schon mal etwas anfangen :icon_daumen:

@Kikaka ... die Wohnung entspricht ganz genau den Anforderungen für 1 Person in Größe, Preis usw.
 

Mario Nette

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#8
Na ideal. Ziehe um, fertig. Natürlich muss deine Tochter sich dann recht eigenständig um ihre ARGE-Sachen kümmern. Aber du kannst sie ja hier ans Forum verweisen :icon_smile:

Mario Nette
 

Ben09

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#9
@Mario Nette ... ich kann mir das nicht so einfach vorstellen, denke mal, dass sie dann vielleicht die Miete nicht bezahlt bekommt (für den Fall, dass sie bis dahin immer noch keine Lehrstelle gefunden hat)

Meine Tochter und ich bilden ja eine BG ... Ich ziehe in einen anderen Zuständigkeitsbereich.
D.h. für mich ... ich muss mich am alten Wohnort bei der ARGE ab und im neuen Wohnort anmelden. Da ich aber bisher die Miete erhalten habe, muss das dann ja die ARGE ändern und sie meiner Tochter überweisen, sonst kommt sie eventuell in Verzug mit der Mietzahlung.
Das ist auch ein Grund mit, warum ich etwas verunsichert bin, was das "einfach ausziehen" betrifft.
Aber eigentlich ist es doch richtig -wie oben schon geschrieben wurde- "zwingen kann man mich nicht" und meine Tochter auch nicht.
Hat denn hier vielleicht schon jemand damit Erfahrung gemacht?
 

Curt The Cat

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#10
@Ben09

Den Aussagen von gelibeh, Biddy und Mario Nette ist nichts mehr hinzuzufügen - so is' das.

Kann sein, daß Deine ARGE das anders sieht, das tun die gerne, und das es Turbulenzen mit denen gibt, aber dann mußt Du das eben, notfalls gerichtlich, mit denen klären.

Unterstützung dafür findest Du hier ...

... also, auf gehts!


:icon_wink:

 

Ben09

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#11
Ok, dann werde ich das einfach so machen.

Vielen Dank für eure Antworten und, dass man hier wirkliche Unterstützung bekommt :icon_klatsch: Darauf werde ich ggf zurückkommen :icon_smile:
 

Mario Nette

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#12
Deine Tochter soll sicherheitshalber einen eigenständigen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II einreichen, wenn du ausziehst. Oder möglichst schon dann, wenn bekannt ist, dass du ausziehen wirst. Der Antrag der Tochter soll dann ab dem Zeitpunkt Leistungen begehren, ab dem du im - dann: Ex- - Wohnort keine Leistungen mehr beziehst.

Mario Nette
 
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