Erbe wird aufgeteilt, was muss ich dem Jobcenter melden? (1 Betrachter)

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DTS1999

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Hallo, bin noch etwas durch den Wind denn mein Vater ist heut morgen an Lungenkrebs verstorben...

Ich würde gerne wissen wie ich vorgehen muss, mein Vater hatte in den letzten Wochen das vermögen was er hat seinen Brüdern und Schwestern zugesagt, es soll geteilt werden! Ich habe immer gesagt das ich von dem Erbe nichts abhaben möchte nun bleibt aber ein Laptop etwas neuer und diverse andere Gegenstände aus der Wohnung über (Flachbild TV ca. 5 Jahre alt, Stereoanlage, Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine) die ich gebrauchen könnte. Muss ich davon was dem Jobcenter melden? Mir geht es darum das ich kein Geld bekommen werde weil das mein Vater nicht wollte und ich auch nicht! Es wurde nichts schriftlich festgehalten! Allerdings verfügt eine Tante von mir, also die Schwester meines Vaters über eine Vollmacht für seine Konten + Sparbücher und mein Vater hat ihr wie bereits erwähnt den letzten willen entgegengebracht das diese das "vermögen" an die Brüder und Schwestern gleich verteilen soll!

Ich habe mich im Internet dumm gelesen schon gestern Abend, denn immer wieder kommt dieses Wort Pflichterbe wo man Anspruch drauf haben soll, allerdings hatte mein Vater ja gesagt er möchte das nur Brüder und Schwestern was bekommen!

Ist das alles so rechtens? Muss ich dem Jobcenter mitteilen das mein Vater verstorben ist? Ich bekomme ja so gesehen kein Geld als Erbe sondern eher ältere Gegenstände wie Laptop & TV die gebraucht sind.

Würde mich über Antworten zum verhalten sehr freuen, damit ich hinterher keine böse Post bekomme!

Kurz gesagt werde ich vom Vermögen im sinne von Geld von meinen Vater nie etwas auf meinen Konto sehen!

Danke
 

Proletarier

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Wenn nichts schriftlich festgehalten wurde und du sowieso vom Geldvermögen nichts zu erwarten hast, dann würde ich das dem JC auch nicht auf die Nase binden. Das löst sowieso nur eine Lawine an Papier und Fragen aus. Die Gegenstände, die du beschreibst, haben keinen übermäßigen Wert, der es rechtfertigt, sowas anzugeben. Solange du keinen offiziellen Erbschein oder sonstiges hast, hast du auch nichts zu melden.
 

OssyReynolds

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Muss ich davon was dem Jobcenter melden?
Theoretisch schon, wenn es sich um wertvolle Schenkungen handelt. Aber mal ehrlich: Wieso willst du das melden? Das merkt doch keiner.

Ein Pflichtteil steht dir dennoch zu. Ob du den nun haben willst oder nicht: Das Jobcenter wird drauf bestehen, dass du deinen Pflichtanteil annimmst.

Muss ich dem Jobcenter mitteilen das mein Vater verstorben ist?
Nein.

Moderation:
Zitat kenntlich gemacht
 

DTS1999

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Wenn nichts schriftlich festgehalten wurde und du sowieso vom Geldvermögen nichts zu erwarten hast, dann würde ich das dem JC auch nicht auf die Nase binden. Das löst sowieso nur eine Lawine an Papier und Fragen aus. Die Gegenstände, die du beschreibst, haben keinen übermäßigen Wert, der es rechtfertigt, sowas anzugeben. Solange du keinen offiziellen Erbschein oder sonstiges hast, hast du auch nichts zu melden.
Danke für die Antwort, mein Vater hatte wohl extra die Vollmacht für die Konten meiner Tante überschrieben oder wie man das nennt damit man nicht erst alles beantragen muss und meine Tante dann von dem Guthaben die Trauerfeier, Beerdigung etc zahlen kann! Wie ich schon sagte ich möchte und will von dem Geld gar nichts haben mir war es wichtig meines Vaters letzten Wunsch zu Respektieren! Dennoch liest man ja immer was vom Pflichtanteil und das man Sanktioniert werden kann wenn man diesen nicht annimmt und weiss der Geier noch was ...

Ich möchte mich eigentlich nur mit meiner Trauer zurückziehen und an alte Zeiten erinnern ohne das ich mich mit irgendeiner Willkür rumschlagen muss!

danke!
 

Gaestin

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es ist ein bisschen problematisch, dass es nichts Schriftliches gibt. Erstens Beileid, zweitens finde ich das auch sehr ehrenwert.
Hoffen wir, dass es so geht und sich niemand einmischt.
 

Proletarier

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es ist ein bisschen problematisch, dass es nichts Schriftliches gibt. Erstens Beileid, zweitens finde ich das auch sehr ehrenwert.
Hoffen wir, dass es so geht und sich niemand einmischt.
Ich finde es nicht prolematisch, sondern fantastisch. Je weniger schriftliches es gibt, desto weniger Angriffsfläche hat das JC.
 

Doppeloma

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Hallo DTS1999,

Danke für die Antwort, mein Vater hatte wohl extra die Vollmacht für die Konten meiner Tante überschrieben oder wie man das nennt damit man nicht erst alles beantragen muss und meine Tante dann von dem Guthaben die Trauerfeier, Beerdigung etc zahlen kann!
Zunächst mein herzliches Beileid zu deinem Verlust !

Trotzdem wird es wohl Einiges zu regeln geben, was dein Vater mal so mündlich beschlossen hat, als "seinen letzten Willen" hat rechtlich gesehen keinerlei Bedeutung wenn es KEIN schriftliches Testament dazu gibt.

Vollmachten für Konten (auch über den Tod hinaus) ersetzen KEINE testamentarische Verfügung, was mit seiner gesamten Hinterlassenschaft zu geschehen hat, da tritt dann (OHNE vorliegendes, korrektes und schriftliches Testament) die gesetzliche Erbfolge ein und da stehst DU als leibliches Kind an der ersten Stelle.

Jedenfalls wenn es keine Ehefrau und keine weiteren Geschwiester (leibliche Kinder deines Vaters gibt), dann wäre das Erbe entsprechend aufzuteilen.

Die Geschwister deines Vaters sind also gesetzlich gesehen noch längst NICHT die berechtigten Erben, nur weil da mal drüber gesprochen wurde ... :icon_evil:

Wie ich schon sagte ich möchte und will von dem Geld gar nichts haben mir war es wichtig meines Vaters letzten Wunsch zu Respektieren! Dennoch liest man ja immer was vom Pflichtanteil und das man Sanktioniert werden kann wenn man diesen nicht annimmt und weiss der Geier noch was ...
Wenn der "letzte Wunsch" verbindliche Wirkung haben soll muss der aber auch schriftlich (als Testament) festgelegt werden, um die gesetzliche Erbfolge zu "umgehen", daraus würde sich dann tatsächlich das "Pflichtteil" für dich ergeben, denn eine komplette "Enterbung" muss sehr gut begründet sein und ist ansonsten unwirksam.

Ich möchte mich eigentlich nur mit meiner Trauer zurückziehen und an alte Zeiten erinnern ohne das ich mich mit irgendeiner Willkür rumschlagen muss!
Dann geh sehr bald zum zuständigen Nachlassgericht (der Sitz lässt sich bestimmt über das Internet herausfinden) und schlage dort ganz offiziell die Erbschaft aus ... das wird schriftlich niedergelegt und du hast KEINERLEI Ansprüche auf GAR NICHTS ... dafür (Erbausschlagung) hast du aber nur 6 Wochen Zeit ab Kenntnisnahme des Erbfalles.

Ob du dir die gewünschten Gegenstände dann trotzdem aus der Wohnung deines Vaters nehmen darfst haben dann die verbleibenden / dir nachfolgenden (gesetzlichen) Erben zu entscheiden, dazu würde ich persönlich dann keine gesonderte "Meldung" machen, wo diese Gegenstände nun hergekommen sind geht (auch aus meiner Sicht) beim JC Niemanden was an.

Deine Reaktion ist aktuell natürlich völlig normal aber leider ist man als Angehöriger (besonders als Kind / Eltern oder Partner des Verstorbenen) auch vorrangig dafür zuständig, sich um die Bestattung zu kümmern, selbst dann wenn man das persönliche Erbe ausgeschlagen hat.

Dem JC musst du (vermutlich) aktuell nicht mitteilen, dass dein Vater verstorben ist wenn er selbst keine Leistungen vom Amt bezogen hat.
Es gibt aber durchaus einige Behörden denen man das umgehend mitteilen MUSS ... wie z.B. Krankenkasse / Rentenkasse / Pflegekasse sofern er von dort Leistungen bezogen hat, dafür wird man auch vorrangig den (gesetzlichen) Haupterben für verantwortlich machen (wollen).
Das gilt besonders für laufende Zahlungen an deinen Vater, auf die nun kein Anspruch mehr besteht.

Ich fürchte die Zeit deiner Trauer wirst du noch verschieben müssen bis das alles ordentlich geklärt wurde und dein Vater seine letzte Ruhe gefunden hat.
Das JC kann (meiner Kenntnis nach) nicht verlangen, dass du ein Erbe antreten musst, dessen Umfang dir völlig unbekannt ist, man kann durchaus auch "Schulden" erben und erfährt das oft erst wenn es für die Ausschlagung schon zu spät ist.

Die JC sind immer wieder sehr schnell damit Leistungen einzustellen ehe überhaupt klar ist, ob es dafür ein ausreichendes / verwertbares Erbe geben wird ... damit habe ich allerdings keine persönlichen Erfahrungen.

MfG Doppeloma
 

Larsson

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Wenn es kein Testament gibt, dann gilt die gesetzl. Erbfolge. Somit bist du als Kind automatisch Erbe. Du kannst das Erbe ausschlagen, das geht bis zu 6 Wochen nach Kenntnisnahme des Ablebens, schlägst du nicht aus, bist du automatisch Erbe.
Pflichteil spielt nur ein Rolle, wenn es ein Testament gibt.
Schlägst du das Erbe aus und bleibst damit bedürftig dann kann es Probleme geben, wenn das JC Wind davon bekommt. Zumindest ein Pflichtteil müsste eingeklagt werden.
Da es mündl. Abmachungen gibt, gilt es diese wohl zu beweisen.
Aufgrund dieser Konstellation würde ich einen Rechtsanwalt befragen ob dir das JC was kann, wenn du ausvhlägst und zwar, bevor die 6 Wochen um sind.
Was die Dinge wie Flachbildschirm und dergleichen angeht, da würde ich kein Wort drüber verlieren, wie der Hausstand verteilt wird interesdiert keinen.


Ach noch etwas, Bankvollmacht hin oder her, die hatte ich auch bei meinem Vater, aber ab bekannt werden des Todes war essig damit. Ohne Erbschein waren nur noch Ausgaben möglich, die direkt mit dem Erblasser an sich zu tun hatten oder seinem Ableben. Sprich ich durfte die Krankenhausrechnungen überweisen und die Beerdigung bezahlen. Ansonsten war aber nix mit Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo Proletarier,

Ich finde es nicht prolematisch, sondern fantastisch. Je weniger schriftliches es gibt, desto weniger Angriffsfläche hat das JC.
Du darfst davon ausgehen, dass die gesetzliche Erbfolge auch beim JC kein Geheimnis ist und denen auch bekannt sein dürfte, dass man davon NUR mit (anderen) testamentarisch festgelegten "Verteilungen" abweichen kann.
Bisher habe ich von einem Testament mit diesen Inhalten noch nichts gelesen und was mal so "besprochen" wurde mit den Schwestern des Vaters hat OHNE Testament gesetzlich überhaupt KEINE Relevanz. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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Rechtlich ist es klar, dass die gesetzliche Erbfolge gilt, aber wenn die Familie sich einig ist, wer will da was machen. Wenn der Vater selber nicht im Bezug war, muss der Todesfall dort nicht gemeldet werden. Wenn die Geschwister die Bestattungskosten übernehmen, die ja sowieso von der Erbmasse abgeht, hat der TE damit auch nichts zu tun und auch wegen der Haushaltsgegenstände könnte man sich einigen.

Ich weiss, so ganz legal ist das nicht und es bestünde eventuell die Gefahr, dass, wenn das JC davon Wind bekommt, es Ärger gibt, aber ansonsten, wo kein Kläger, da kein Richter. Auch wäre erstmal zu klären, um wieviel Geld es eigentlich geht, denn Bestttungen sind nicht billig und im Zuge der Wohnungsauflösung fallen eventuell auch noch Kosten an, zu Beispiel drei Monatsmieten und sonstiges.

Die Abmeldung bei der Rente usw. übernimmt gewöhnlich das Betttungsinstitut, so kenne ich das zumindest.

ch noch etwas, Bankvollmacht hin oder her, die hatte ich auch bei meinem Vater, aber ab bekannt werden des Todes war essig damit. Ohne Erbschein waren nur noch Ausgaben möglich, die direkt mit dem Erblasser an sich zu tun hatten oder seinem Ableben. Sprich ich durfte die Krankenhausrechnungen überweisen und die Beerdigung bezahlen. Ansonsten war aber nix mit Geld.
Das kommt auf die Vollmacht an. Für die Konten meiner Mutter hatte ich eine Vollmacht, die ausdrücklich über den Tod hinaus galt. Damit ist das kein Problem. Zuerst wollte die Bank da auch rumzicken und einen Erbschein oder ein notarieles Testment sehen, aber ich habe dann mal deutlich nachgefragt, wozu meine Mutter dann bitte eine über den Tod hinausgehende Vollmacht erteilt hat (auf bankeigenem Formular) und dann war das Thema vom Tisch.

So wie Du das beschreibst kenne ich das von der Mutter meiner Ptentante, Sparkasse auf dem Dorf. Sie musste die Rechnungen dort vorlegen und die Bankmitarbeter entschieden dann, welche Rechnugen vob dem Konto bezahlt werden und welche nicht. Die waren sogar so dreist, sich das Testament vorlegen zu lassen und dann selber die Überweisung an die Erben zu veranlassen. Ich nenne sowas übergriffig und dreist. Die Sparkasse ist kein Nachlassverwalter. Aber da auf dem Dorf läift das wohl immer so.
 

Larsson

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Rechtlich ist es klar, dass die gesetzliche Erbfolge gilt, aber wenn die Familie sich einig ist, wer will da was machen. Wenn der Vater selber nicht im Bezug war, muss der Todesfall dort nicht gemeldet werden. Wenn die Geschwister die Bestattungskosten übernehmen, die ja sowieso von der Erbmasse abgeht, hat der TE damit auch nichts zu tun und auch wegen der Haushaltsgegenstände könnte man sich einigen.

Ich weiss, so ganz legal ist das nicht und es bestünde eventuell die Gefahr, dass, wenn das JC davon Wind bekommt, es Ärger gibt, aber ansonsten, wo kein Kläger, da kein Richter. Auch wäre erstmal zu klären, um wieviel Geld es eigentlich geht, denn Bestttungen sind nicht billig und im Zuge der Wohnungsauflösung fallen eventuell auch noch Kosten an, zu Beispiel drei Monatsmieten und sonstiges.
Das große Problem ist, schlägt der TE das Erbe nicht rechtzeitig aus, dann ist er von Amts wegen Erbe. Hat der TE Kinder, müssen die ebenfalls ausschlagen usw. Erst dann kommen Geschwister.
Prinzipiell kann man niemandem zum Erben zwingen, egal ob nun Schulden oder Vermögen. Ich nbin mir aber nicht sicher, wenn der TE Vermögen ausschlägt, ob da das JC bei Bekannt werden nicht doch Ärger macht. Auf einen testmentarisch festgelegten Pflichteil kannst du theoretisch auch verzichten, da aber weiss ich, dass das Jobcenter schon dafür sorgen kann, dass du diesen einklagst. Und da würde ich im Bezug "Erbe ausschlagen" in jedem Fall einen Anwalt fragen. Sollte das möglich sein, dann können ja alle gesetzl. Erben ausschlagen, bis die Geschwister nachrücken. Damit ist der Wunsch des Vaters erfüllt.
Sollte das nicht möglich sein, wegen herbeigeführter Bedürftigkeit, dann müssen halt alle den Beweis führen, was der Wunsch des Vaters war, ohne Testament schwierig.
Die Abmeldung bei der Rente usw. übernimmt gewöhnlich das Betttungsinstitut, so kenne ich das zumindest.
Das Bestattungsinstitut hat bei uns sogar die Sterbeurkunde besorgt und alkes gekündigt, was zu kündigen war.


Das kommt auf die Vollmacht an. Für die Konten meiner Mutter hatte ich eine Vollmacht, die ausdrücklich über den Tod hinaus galt. Damit ist das kein Problem. Zuerst wollte die Bank da auch rumzicken und einen Erbschein oder ein notarieles Testment sehen, aber ich habe dann mal deutlich nachgefragt, wozu meine Mutter dann bitte eine über den Tod hinausgehende Vollmacht erteilt hat (auf bankeigenem Formular) und dann war das Thema vom Tisch.
Vielleicht hat mich auch die Bank verarscht. Fakt war, als die Todesanzeige in der Zeitung stand, war die Volmacht hin, bis auf Rechnungen. War mir im Prinzip auch recht, es hatten mehrere Leute Vollmacht, z.B. 3 Freunde. Er war halt krank und ich wohnte 500km entfernt.
 

Kerstin_K

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Wie soll eigentlich das JC jemanden zwingen, den Pflichtteil einzuklagen? Sowas sit mit Kosten verbunden....
 

ela1953

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Rechtlich ist es klar, dass die gesetzliche Erbfolge gilt, aber wenn die Familie sich einig ist, wer will da was machen. Wenn der Vater selber nicht im Bezug war, muss der Todesfall dort nicht gemeldet werden. Wenn die Geschwister die Bestattungskosten übernehmen, die ja sowieso von der Erbmasse abgeht, hat der TE damit auch nichts zu tun und auch wegen der Haushaltsgegenstände könnte man sich einigen.

Ich weiss, so ganz legal ist das nicht und es bestünde eventuell die Gefahr, dass, wenn das JC davon Wind bekommt, es Ärger gibt, aber ansonsten, wo kein Kläger, da kein Richter. Auch wäre erstmal zu klären, um wieviel Geld es eigentlich geht, denn Bestttungen sind nicht billig und im Zuge der Wohnungsauflösung fallen eventuell auch noch Kosten an, zu Beispiel drei Monatsmieten und sonstiges.

Die Abmeldung bei der Rente usw. übernimmt gewöhnlich das Betttungsinstitut, so kenne ich das zumindest.


Das kommt auf die Vollmacht an. Für die Konten meiner Mutter hatte ich eine Vollmacht, die ausdrücklich über den Tod hinaus galt. Damit ist das kein Problem. Zuerst wollte die Bank da auch rumzicken und einen Erbschein oder ein notarieles Testment sehen, aber ich habe dann mal deutlich nachgefragt, wozu meine Mutter dann bitte eine über den Tod hinausgehende Vollmacht erteilt hat (auf bankeigenem Formular) und dann war das Thema vom Tisch.

So wie Du das beschreibst kenne ich das von der Mutter meiner Ptentante, Sparkasse auf dem Dorf. Sie musste die Rechnungen dort vorlegen und die Bankmitarbeter entschieden dann, welche Rechnugen vob dem Konto bezahlt werden und welche nicht. Die waren sogar so dreist, sich das Testament vorlegen zu lassen und dann selber die Überweisung an die Erben zu veranlassen. Ich nenne sowas übergriffig und dreist. Die Sparkasse ist kein Nachlassverwalter. Aber da auf dem Dorf läift das wohl immer so.
Das lag nicht an dem Dorf, sondern an der Sparkasse.
Das Theater hatte ich auch. Ich musste die Rechnungen einreichen und dann haben die überwiesen z.b. an Telekom. Begründung war, dass ich kein Erbe bin.
Bei dem Hauptkonto bei einer Bank ging alles problemlos. Ich hätte auch die Konten und Sparbücher auflösen können, nur hätte ich gegenüber der Erben Rechenschaft ablegen müssen.
Das Testament, das vorhanden sein sollte, gab es auch nicht.
Selbst die Verwandten waren erstaunt. Die wollten ja schon den Pflichtteil.
Ein Rechtspfleger hat das dann in die Hand genommen. Und der hat nach Sachen gefragt, die mal vor 20 Jahren die verstorbene Frau besaß. Das wollten die Erben, obwohl der Mann das gar nicht mehr hatte.

Ein mündliches Testament zählt nur, wenn der später Verstorbene das unter offiziellen Zeugen abgegeben hat. (Wie das genau heißt, weiß ich nicht mehr)

Ist kein Testament vorhanden, greift die gesetzliche Erbfolge. In diesem Fall kann aber die Tante das Konto leerräumen und auch die Wohnung.

Der Erbe müsste dann die Tante verklagen.

Das ist aber teuer. (Mein Opa hatte nämlich für seine Kinder Sparbücher und die 2. Fau hat mit der Kontovollmacht alles aufgelöst und war verschwunden.)
 

Kerstin_K

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Ich denke einklagen war das falsche gewählte Wort von mir, es kann dich zwingen einen Pflichtteil geltend zu machen.
Wenn die anderen Erben den dannnicht rausrücken nützt das nicht viel.

Man müsste wirklich wissen, um welche Summe es hier geht. bei ein paar hundert EUR lohnt sich der ganze Stress ja nicht.
 

Larsson

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Wenn die anderen Erben den dannnicht rausrücken nützt das nicht viel.
Das spielt für den TE ja keine Rolle, die Familie ist sich doch längst einig. Gegen diese Einigkeit spricht die gesetzl. Erbfolge.
Gesetzt den Fall, es gäbe ein Testament und der TE wöllte auf den Pflichtteil verzichten, dann darf er das grundsätzlich wenn er nicht vom JC Leistungen bezieht. Wenn aber jemand Leistungen bezieht und ihm steht ein Pflichtteil zu, dann muss er diesen geltend machen. Er wurde vom Erblasser bedacht und mit der Ausschlagung eine Bedürftigkeit herbeiführen. Geltend machen, heisst ja nicht verklagen, wie gesagt, das Wort war falsch gewählt von mir.
So, nun gibt es kein Testament, also sollte sich der TE kundig machen, ob es sich beim Erbe und bis jetzt ist der TE Erbe, ebenso verhält. Tut es das nicht, ist doch alles gut, weil sich die Verwandschaft einig ist.
Das sollte schon rechtlich abgesichert sein, das ist hier ein Laienforum.
 

Kerstin_K

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Das lag nicht an dem Dorf, sondern an der Sparkasse.
Das Theater hatte ich auch. Ich musste die Rechnungen einreichen und dann haben die überwiesen z.b. an Telekom. Begründung war, dass ich kein Erbe bin.
Zu dem Spiel gehören aber auch imer zwei. Die Sparkasse und der Verfügugsberechtigte, der das mit sich machen lässt. Pkay, als Trauernder hat man meist wenig Lust, auch nochch rumzustreiten, aber da bei meiner Ptentante sind die Leute halt so gestrickt, dass sie sich generell nicht wehren. Ich krieg das ja auch bei ihren sonstigen Sachen so mit. Rollator und Rollstuhl für ihre Mutter hat sie selber gekauft, weil sie keine Lust auf Diskussionen mit der KK hatte.....
 

DTS1999

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Ich hatte gestern schon mal einen Bericht eröffnet, aber heute kommt nun dazu das ich mit meiner Familie mit der ich nichts mehr zu tun habe mal telefoniert habe!

Zur Sachlage mein Vater verstorben und ich bin in der Erbfolge als Sohn alleiniger Erbe ( So sieht es das Gesetz) mein Vaters wunsch war es aber das ich von dem Geldvermögen (Girokonto & Sparbuch) nichts bekomme aufgrund alter Spannungen, das Geld sollte eigentlich gleichmäßig an seine Geschwister verteilt werden.

Eine Tante besitzt eine Vollmacht über den Tod hinaus für seine Konten, sie kann also ohne Probleme über das Geld verfügen!

Jetzt haben wir aber heut darüber gesprochen, das es ganz schön Ärger geben könnte da ich ja eigentlich trotzdem Erbe bin. Mir gehört gesetzmßig jetzt alles was meinen Vater vorher gehört hat da es kein Testament schriftlich gibt. Mein Vater hatte wohl meinen Cousin versprochen das er sein Auto haben kann ( nicht erst nachdem er verstorben ist, sondern auch schon vorher weil er kein Auto mehr hätte fahren können) Das Auto gehört ja nun quasi auch mir ... ich werde aber einen Teufel tun und meinen Cousin jetzt sagen, du kannst das Auto nicht haben weil ich ALG2 beziehe!

Kann mir jemand sagen ob ich das Auto irgendwie angeben muss oder ob das Auto irgendwo vermerkt ist? Angemeldet ist es ja logischerweise noch auf meinen Vater! Ich darf zudem gar kein Auto fahren weil ich keinen FS besitze!

Ich Erbe nach Aussage meines Onkels ca. 50.000 Eur wenn alles abgezogen ist, das heißt Beisetzung, Trauerfeier, Miete etc...

Wir möchten rechtlich nichts verbotenes machen, allerding sagte mein Onkel auch zu mir das mein Vater das Geld auch nicht angespart hat um mich damit durchzufüttern!

Am liebsten wäre es, wenn der wunsch meines Vaters erfüllt werden kann das die Summe auf die Geschwister aufgeteilt wird und das Thema ist erledigt und ich muss dem Jobcenter gar nicht mitteilen weil ich auch nicht wirklich etwas bekomme!

Ich habe schon in einer Rechtsanwaltskanzlei angerufen für einen beratungstermin allerdings warte ich auf einen Rückruf!

Vielleicht kann mir irgendjemand sagen was hart auf hart auf mich zukommt wenn ich dem Jobcenter alles mitteilen muss und wie lange ich dann von dem Geld leben müsste! Ich bin 35 jahre vielleicht hilft das bei der Berechnung!

Käme auch in frage das erbe auszuschlagen?

Vielen Dank!
 

Larsson

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Auch hier keine neue Info. Wenn du das Erbe nicht antreten willst, musst du es ausschlagen, dazu hast du 6 Wochen Zeit, nach bekannt werden des Todesfalls. Hast du Kinder, werden diese Erben, wenn diese unter 18, musst du für diese ausschlagen, ansonsten entscheiden diese selbst. Hast du keine Kinder und schlägst aus, dann sind die Eltern deines Vaters Erben, so noch am leben. Sind die Eltern tot, kommen die Geschwister.
Ob du Probleme mit dem Jobcenter bekommst, wenn du ausschlägst, da frage bitte einen Anwalt, prinzipiell kann dich niemand zwingen, das Erbe anzutreten.
 

Gaestin

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ich vermute, dass es Probleme mit dem JC gibt, wenn das Erbe ausgeschlagen wird. Das Amt wird sagen: ihm steht Geld zu,
warum sollen wir ihm Geld geben. Aber frag lieber einen Anwalt. Ich vermute, es wird schwierig, Dein Vater hätte ein Testament
machen sollen, dann hättest Du höchstens einen Pflichtteil bekommen. Warum hat er das nicht gemacht, wenn er bestimmte Wünsche hatte, wer sein Geld bekommen sollte?
 

Larsson

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Ich vermute, es wird schwierig, Dein Vater hätte ein Testament
machen sollen, dann hättest Du höchstens einen Pflichtteil bekommen. Warum hat er das nicht gemacht, wenn er bestimmte Wünsche hatte, wer sein Geld bekommen sollte?
Ich glaube es ist fast besser, dass er keines gemacht hat. Pflichtteil hätte der TE auf Verlangen des JC in jedem Fall geltend machen müssen, denn er wurde vom Vater bedacht.
Da es kein Testament gibt, wurde der TE nicht vom Erblasser bedacht, es gilt lediglich die gesetzl. Erbfolge. Und das könnte das Zünglein an der Waage sein, denn wie gesagt, prinzipiell kann dich niemand zum Erben zwingen. Bei einer gesetzl. Erbfolge gibt es keinen Pflichtteil. Deswegen in jedem Falle Anwalt fragen.f
Und da der TE ja ebenso will, dass der Wunsch seines Vaters resoektiert wird, dann sollten die Onkel und Tanten halt ein Beratungsgespräch beim Anwalt spendieren, ist ja auch in ihrem Interess.
 

Gaestin

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ist die gesetzliche Erbfolge nicht Kinder und Enkel zuerst, erst in der zweiten Reihe kommen Geschwister.
Und deswegen: Anwalt.
 

Larsson

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ist die gesetzliche Erbfolge nicht Kinder und Enkel zuerst, erst in der zweiten Reihe kommen Geschwister
Habe ich etwas anderes geschrieben? Nein.
Kind schlägt aus, dann kommen Enkel, wenn vorhanden. Sind Enkel vorhanden und die schlagen ebenso aus, Urenkel, etc. Ist diese Kette unterbrochen, dann Eltern, so es sie gibt. Gibt es keine Eltern mehr, dann Geschwister. Aber darum geht es nicht.
Wenn der TE keine Kinder hat und es gibt keine Eltern mehr des Erblassers, dann schlägt der TE das Erbe aus und der Wunsch des Vaters ist erfüllt.
Einzig zu klären ist, vom Anwalt, ob die gesetzl. Erbfolge unter "der TE wurde bedacht" zählt, weil hier Vermögen vererbt wird. Im Prinzip könnte der TE einfach ausschlagen und später sagen, hatte 20 Jahre keinen Kontakt zum Vater, seine finanziellen Mittel waren mir unbekannt. Wie gesagt, prinzipiell muss keiner ein Erbe annehmen, egal ob mit oder ohne Testament.
 

TazD

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Das Problem hinsichtlich der Ausschlagung ist § 34 Abs 1 SGB II. Mit der Ausschlagung wird die Hilfebedürftigkeit vorsätzlich herbeigeführt und das JC wäre dazu berechtigt, die gezahlten Leistungen ab dem Zeitpunkt zurückzufordern, ab dem die Hilfebedürftigkeit eigentlich nicht mehr gegeben wäre.
 
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