Entmündigende Maßnahme als Voraussetzung für §§ 16e bzw. 16i SGB II

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Keyboard

Elo-User*in
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Im Dez. 2018 hatte ich eine Meldeaufforderung zum Kennenlernen des Maßnahmeträgers "Haus der Perspektive"
3 Monate 15 Stunden/Woche:
Inhalt: Yoga, Spazieren gehen, Kochen, Schlaftraining, Ernährungsberatung usw.. .

Dabei hieß es damals ausdrücklich: "Diese Maßnahme ist freiwillig".

Denkste!
Letzten Freitag hatte ich einen Meldetermin bei einem neuen SB beim JC, der mich OHNE jegliches Vorgespräch
sofort bei diesem Kindergartenkurs anmelden wollte. "Jetzt melde ich Sie dort an", sagte er.

Als ich protestierte und darauf hinwies, dass diese Maßnahme doch freiwillig sei, kam postwendend die Antwort:

"Nein, diese Maßnahme müssen Sie machen. Das schreibt das Gesetz vor. Erst nach einer 3-monatigen
Maßnahme können Sie nach § 16e und § 16i SGB II in Arbeit vermittelt werden."


Ich fiel aus allen Socken.
Nach einem Disput setzte er mich unter Druck.
"Entweder Sie machen die Maßnahme bei "Haus der Perspektiven" oder ein Sozial-Coaching bei fuwe Köln."
Und gab mir ein Flyer von fuwe ich die Hand. !!!Dauer bis zu 9 Monaten lang!!!!
Mit dem mündlichen Auftrag, mich bei fuwe zu erkundigen.

Vollkommen fix und fertig schaute ich mir Zuhause die § 16e und 16i SGB II an.
Dort steht unter:

§ 16 i SGB II Teilnahme am Arbeitsmarkt (Bis zu 100% Lohnkostenzuschuss für Arbeitgeber)
Absatz 3
--------------------------------------------------------------------
In der Regel soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person bereits für einen Zeitraum von mindestens
zwei Monaten eine ganzheitliche Unterstützung erhalten haben.

------------------------------------------------------------------
Verdammt, wer denkt sich denn solch´ entmündigenden Blödsinn für LZA aus?
Wer gibt PolitikerInnen das Recht, LZAs jegliche Sozialkompetenz abzusprechen?

"Sie müssen Pünktlichkeit / sinnvolle Freizeitgestaltung /Tagestruktur lernen .."/b] Originalton vom SB.

Bleibt die Frage:

Muss sich ein LZA wirklich jede Maßnahme bieten lassen?
Nur damit dem Gesetz § 16i SGB II Genüge geleistet wird?

@Dinobot
Hättest Du vielleicht auch – genau wie beim "Haus der Perspektiven" – für fuwe die internen
Ausschreibungsunterlagen parat? Das wäre schön. Ich weiß nicht, was ich bei diesem Maßnahmeträger
soll. Der Flyer alleine macht mich schon krank.
 

Anhänge

  • Fuwe_Flyer_Sozialcoaching.pdf
    578,3 KB · Aufrufe: 153
  • Haus der Perspektive_Stundenplan.pdf
    1,9 MB · Aufrufe: 136

hartzerkaese

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Ich bin mir sicher, mit der Hilfe hier im Forum wird man diese Sinnlosmaßnahmen ob "Haus der Perspektive" oder "FAW gGmbH" (nicht fuwe) - versenken können. Das sind Standard-Sinnlosmaßnahmen die es schon sehr viel länger gibt.

Hast du eine EGV unterschrieben (ich hoffe nicht, jedenfalls nicht ungeprüft - mein Anwalt meinte mal "Ich habe noch nie eine sinvolle EGV gesehen") oder eine EGV-VA bekommen? Hast du eine Zuweisung zu einem dieser Weiterbildungs-Mafia-Vereine bekommen? Könntest du dieses auch hochladen?! Mündlich kann SB viel sagen, nur schriftlich zählt.

Wichtige Text-Vorlagen
https://www.elo-forum.org/antraege-...n-sortiert-/163847-allgemein.html#post2007880

Durchstöbere ruhig auch dieses Forum/Beiträge/Hilfestellungen von ähnlichen Fällen

Das ein Beitrag von Pixelschieberin gleich ins Auge sticht ist beabsichtigt ;)

Das mit Teilhabenchacengesetz ist in der Tat neu - würde mich abere jetzt vorangig in Sachen passive Maßnahmenabwehr schlau machen.
 
D

Dinobot

Gast
Ich fiel aus allen Socken.

Also -da bin ich auch von den Socken -wie du da veärmelt bzw. manipuliert wirst. Zuerst einmal : Haus der Perspektiven -solch eine Maßnahme gab es schon vor 16e und 16i. . SElbst wenn die jetzt als solche Vorschaltmaßne herhalten soll, so ist jede Vorschaltmaßnhme zuerst einmal dafür gedacht -überhaupt Deine Eignung hierfür als solches zu ermitteln.

Erst nach einer 3-monatigen Maßnahme können Sie nach § 16e und § 16i SGB II in Arbeit vermittelt werden."


Das mag sein -Die einseitige Feststellung Deiner Eingnung hierfür ist aber bislang nicht erwiesen. Vielmehr versucht Sb hier als Triebjäger manipulativ zu agieren, weil der seine Statistik bedienen will . Das ist gesetz bedeutet: Ich muss hier irgendwas machen , damit ich keine Minuspunkte bekomme -sondern vielleicht sogar mehr.. Selbstverständlich kann das auch andere spezielle Gründe haben. Manchmal stehen die SB auch unter extremem Druck von Seiten der Tl. Hatte auch mal solch eine Treibjagd -Sb. Siehe dazu aber mal auch ganz interessante Stellenanzeige für die Maßnahme "Haus der Perspektiven":

https://www.faw.de/uploads/intranet_jobs/08_2018_Paed._Mitarbeiter_Haus_der_Perspektiven.pdf

Siehst du in der Stelleanzeige irgendeine Erwähnung in Reichtung 16i oder 16e?

Möglich auch -der inzeniert einen Schnellschuss in die Richtung 16i oder 15e -und schaut -inwieweit du du hier Verwrurstungspotential aufweist. Der will dich aus der Statistik haben -egal wie. Ganz deutlich an der Fuwe Maßnahme für mich erkennbar. Solche Maßnahmen sind auch für Schwerstvermittelbare , weil deren Rennomee mithin hier einer Gründe für die LZA sein kann oder zumindest vermutet oder eingeschätzt wird.

Die Maßnahme Sozialcoaching erscheint mir eine Zwilling des mobilen Coachings zu sein, wobei bei Sozialcoaching noch mehr der Fokus auf Migranten zu liegen scheint. Auf jeden Fall ein Kurs für Elo mit sehr vielen oder/und sehr ernsthaften Problemen..

Mobiles und stationäres Sozialcoaching

Die Ausschreibung speziell für deisen Anbieter habe ich nicht . Aber pauschale Ausschreibungen , was Einzelcoaching oder mobiles Coaching angeht. Wenn du die ohne Probleme anfängst -dann verpasst du dir schon vorherselbst das Etikett -was Sb dir wohl unbedingt verpassen will. sicher wird der dann im System nicht vermerken -dass der dich dahin getrieben hat -sondern du wärest freiwillig dorthin. Und das wäre die Schweinerei dann im Nachhinein.:devilish:
 

Kampfmops

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Inhalt: Yoga, Spazieren gehen, Kochen, Schlaftraining, Ernährungsberatung usw.. .
So einen Mist wollte man mir auch mal andrehen. Ich frag mich noch immer, warum da solche Dinge drin vor kommen. Gerade mit dem neuen Gesetz hat das doch nichts zu tun und in einem Job bringt es doch Null, wenn ich z.B. Yoga kann. Stelle mir das eher komisch vor :"Ui,chef, guck mal, ich hab da Yoga gelernt!" stolz gucken ..."Und spazieren gehen auch. Ich wusste zwar nicht, wie ich vorher zum einkaufen kam, aber nun kann ich spazieren gehen, ist doch toll!" irre lachen

Wie schon im Thema zum Gesetz angedeutet, ist das ganze Freiwillig. ABER, die SB legen es mal wieder so aus, das man das machen MUSS oder die Drohungen fangen wieder an. Das übliche Spielchen, wie mit anderen Maßnahmen. Die drehen und wenden alles wieder so, wie sie es brauchen.
 

erwerbsuchend

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Diese ganzen Sachen aus den Bereichen Lebensführung und Gesunderhaltung dienen doch nur dem Zweck der Aufrechterhaltung und Stärkung der Arbeitskraft der eLB. Es geht also nicht darum einem AG zu zeigen, dass man Yoga kann, sondern, dass man beigebracht bekam, wie man sich entspannen kann, wenn der Stress auf Arbeit zu viel wird.
 
D

Dinobot

Gast
Diese ganzen Sachen aus den Bereichen Lebensführung und Gesunderhaltung dienen doch nur dem Zweck der Aufrechterhaltung und Stärkung der Arbeitskraft der eLB.

🤔😨 Kennst du denn auch die Kehrseite ?

[
Warum Yoga den Körper ruiniert

Yoga hat viele positive Effekte auf unser Wohlbefinden. Dennoch sollte man nicht vergessen, das Yoga auch gesundheitliche Gefahren birgt. 2009 wurde eine große wissenschaftliche Studie an der Columbia Universität „College of Physicians and Surgeons“ durchgeführt, in der 1.336 Experten (darunter Yoga-Lehrer, Yoga-Therapeuten und Mediziner) aus 35 Ländern zu den gesundheitlichen Risiken von Yoga befragt wurden.

Das Ergebnis: Ein Großteil der Spezialisten bewertet falschen Ehrgeiz als die größte Gefahr, gefolgt von einer schlechten Anleitung und einer falschen Technik. Der Nacken, der untere Rückenbereich, die Schulter, das Handgelenk und das Knie werden demnach am häufigsten verletzt.

Eine weitere große Gefahr besteht laut Experten darin, wenn man trotz Schmerzen weiter übt. Die Folge sind meist ernsthafte Verletzungen (wie Meniskusrisse oder Bandscheibenvorfälle im Bereich der Halswirbelsäule) die äußerst schmerzhaft sein können und deren Heilungsphase sehr langwierig ist.

Vorsicht bei Vorerkrankungen

Gefährlich wird es aber auch dann, wenn Yoga-Schüler unter bestimmten Vorerkrankungen leiden, ohne es zu wissen. Dehnübungen können in diesem Fall bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen erheblichen Vorschub leisten. Ebenfalls aufpassen sollten Menschen mit einem hohen Blutdruck oder einem hohen Augeninnendruck. Wenn der Kopf lange nach unten zeigt (z. B. bei einem Schulterstand), klettern beide weiter in die Höhe!
/QUOTE]


Quelle: : https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Verbraucher/Fuer-wen-Yoga-geeignet-ist_article1471734043.html
 
E

ExUser 1309

Gast
Es geht also nicht darum einem AG zu zeigen, dass man Yoga kann, sondern, dass man beigebracht bekam, wie man sich entspannen kann, wenn der Stress auf Arbeit zu viel wird.
Na, da gibts aber bessere "Kurse" zur Selbst Entspannung und Beherschung ( Boxen, TaiChi, Karate, deeskalationstraining u.a. auch Meditieren und ähnliches Frustabbauendes),, die manch einem sogar was bringen können. Wenn der Stress auf Arbeit zuviel wird, wird man psychisch krank... Da hilft Yoga mit Sicherheit nicht, eher wie oben beschrieben wurde, macht es noch dazu körperlich krank...

Solche Kurse sind einfach Sinnbefreit und dienen einem Zweck.... Dem Anbieter Kohle zu bringen...
 

Keyboard

Elo-User*in
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Das darf nicht wahr sein!

Ich war heute morgen – gemäß der mündlichen Anordnung des SB [ja, so bin ich!] – bei fuwe Köln, um
nähere Informationen zum Programmablauf des "Sozial-Coachings" zu erfahren.

Das Sozial-Coaching (= Einzelcoaching) bei fuwe Köln verläuft wie folgt:
  1. Dauer: 9 Monate (= 39 Wochen)
  2. Pro Woche 1-2 Einzelgespräche von 1,5 – 2 Stunden mit einem Coach
  3. Maximale Gesprächsstunden: 100, verteilt auf die 39 Wochen
  4. Kunde kann die Gesprächsthemen mehr oder weniger selbst bestimmen
  5. Kunde kann auch Hilfe von Begleitgängen zu Behörden, Vermieter ... in Anspruch nehmen.

So weit, so gut.

Als ich nach Arbeitgeberkontakten zwecks Vermittlung in Arbeit fragte, bekam ich zur Antwort:

"Mit Arbeitgebern haben wir nichts zu tun. Wir vermitteln nicht!!!!
Diese Maßnahme ist eine Vormaßnahme zur Prüfung, ob der Kunde in das Programm
§ 16 i aufgenommen werden kann.
Wenn ja, gibt es eine weitere Maßnahme, die den Kunden dann in die bezuschusste Arbeit vermittelt."


Mir blieb die Spucke weg!
Von einer Maßnahme in die nächste ... Elos werden monatelang zwecks Statistikbereinigung in sinnlosen Maßnahmen geparkt.

Und dazwischen erlauben sich mehr oder weniger unausgebildete Personen, ein Psychogramm meiner
Persönlichkeitsstruktur zu erstellen
(würdig oder nicht würdig für 16 i...)

Wer jetzt noch nicht begriffen hat, worum es bei diesen Maßnahmen des Teilhabegesetzes geht, dem ist nicht mehr zu helfen!
 

erwerbsuchend

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Kennst du denn auch die Kehrseite ?
Na, da gibts aber bessere "Kurse" zur Selbst Entspannung und Beherschung

Ich habe mich nicht nur auf Yoga bezogen, sondern auf alle Inhalte, die man in solchen Kursen lernen soll. Damit habe ich nicht ausgeschlossen, dass es bessere Entspannungsmethoden gibt.

  1. Pro Woche 1-2 Einzelgespräche von 1,5 – 2 Stunden mit einem Coach
  2. Maximale Gesprächsstunden: 100, verteilt auf die 39 Wochen
  3. Kunde kann die Gesprächsthemen mehr oder weniger selbst bestimmen
  4. Kunde kann auch Hilfe von Begleitgängen zu Behörden, Vermieter ... in Anspruch nehmen.

Wenn der Kunde nun aber keinen Gesprächsbedarf hat, worüber soll dann in diesen Coaching-Stunden gesprochen werden? Gibt es dafür eine Alternativ-Agenda, falls der Kunde eben keinen Gesprächsbedarf hat?

"Mit Arbeitgebern haben wir nichts zu tun. Wir vermitteln nicht!

Möchtest du denn gern von einem MT in Arbeit vermittelt werden? Ich lese hier meistens nur von Elos, die nicht von einem MT vermittelt werden wollen.
Und dazwischen erlauben sich mehr oder weniger unausgebildete Personen, ein Psychogramm meiner Persönlichkeitsstruktur zu erstellen (würdig oder nicht würdig für 16 i...)

Ob du es jetzt glauben möchtest oder nicht, aber dies passiert dauernd, wenn sich 2 Personen begegnen. Man versucht den Gegenüber einzuschätzen, wie er reagieren wird, was seine Eigenschaften und Kenntnisse sind.
Davon abgesehen, wäre es für dich so schlimm als nicht für 16i-würdig eingeschätzt zu werden?

Hast du mit deinem SB bereits über deine Erkenntnisse des heutigen Tages gesprochen? Wie hat er reagiert?
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Diese ganzen Sachen aus den Bereichen Lebensführung und Gesunderhaltung dienen doch nur dem Zweck der Aufrechterhaltung und Stärkung der Arbeitskraft der eLB. Es geht also nicht darum einem AG zu zeigen, dass man Yoga kann, sondern, dass man beigebracht bekam, wie man sich
Wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, werden viele Teuros aus dem Rohr geblasen.
Die Kehrseite sollte mal die Politik betrachten und einen ordentlichen Betrag in den Regelsatz für die Gesunderhaltung und Aufrechterhaltung der Arbeitskraft einbauen - Sport - Wellness - Autogenes Training u.v.m tun sie aber nicht.
Der viel zu geringe im Regelsatz eingebaute Betrag fürs tägliche Essen, verführt bereits zu einer unausgewogenen Ernährung, viele greifen einfach zu
Kohlehydrate, weil sie einfach nur satt machen. Adipositas läßt dann Grüssen.

Es könnten bereits während des Bezugs H4 Gutscheine für die Gesunderhaltung und Arbeitskrafterhaltung ausgegeben werden, um Menschen nicht nach 7 Jahren mit einem erheblichen Kostenaufwand konform machen zu wollen für den 16i.
 
E

ExUser 1309

Gast
Wer jetzt noch nicht begriffen hat, worum es bei diesen Maßnahmen des Teilhabegesetzes geht, dem ist nicht mehr zu helfen!
Na, ganz einfach! Die TE sollen positiv Eingestimmt werden auf ihr zukünftiges positives Arbeitserlebnis, wobei alle negativen Gedanken und Hemmnisse in Kursen in Luft aufgelöst werden. Ich kann mir das Coaching gut vorstellen. Coach stellt sich am Projektor, positive Bilder - dein Haus, Dein Auto, Dein Garten...
Du willst arbeiten... damit du ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft wirst...
.... Geld verdienst, um dir was Leisten zu können... .... unabhängig vom JC....
.... Gute Rente..... ... Sorgenfrei in die Zukunft blicken...
und wenn du mal muckst...
du willst dir nicht helfen lassen... ...siehst du nicht, das du dir nur selbst im Weg stehst...wenn du nicht schneller und effektiver arbeitest, riskierst du deinen wertvollen Job... usw...
Nach 9 Monaten Gehirnwäsche bist du dann endlich bereit oder wirst endgültig Ausgemustert :love: Aber fast 1 Jahr warste aus der Statistik und wer das Programm erfolgreich beendet bekommt endlich seinen Job...
Wenn der Kunde nun aber keinen Gesprächsbedarf hat, worüber soll dann in diesen Coaching-Stunden gesprochen werden? Gibt es dafür eine Alternativ-Agenda, falls der Kunde eben keinen Gesprächsbedarf hat?
Alleine schon um die Hemmnisse der LZA, deswegen kommt man ja in die Kurse, zu beseitigen, dienen die Coaching Stunden und um den Elo zu motivieren. Wer solange Arbeitslos war, braucht doch auch Motivation und Hilfe in allen Lagen... Sonst gibt das nix... Hätte der Elo sich selbst helfen können, wäre er nicht in der Situation... So ist denk ich das Programm...
Der viel zu geringe im Regelsatz eingebaute Betrag fürs tägliche Essen, verführt bereits zu einer unausgewogenen Ernährung, viele greifen einfach zu
Kohlehydrate, weil sie einfach nur satt machen.
Würden die meisten tatsächlich mehr Geld für bessere Ernährung einsetzen, wobei ein Teil sein Ernährungsprogramm auf "Mangel" gewohnt ist oder nicht auch/eher um andere, nach ihrer Meinung dringendere Dinge anzuschaffen oder am Leben teilzunehmen, wenn es ein paar €mehr gäbe? Es mangelt an zu vielem.
 

Kampfmops

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Glaube wie @hansklein auch schon an geplante Gehirnwäsche. Erst die "Testmaßnahme" ob man für den Schwachsinn geeignet ist, wo schon alle Infos gesammelt werden, wie Elo am besten zu manipulieren ist. In Maßnahme 2 gehts dann richtig rund und man wird auf "JUHUUU, ich darf mich ausbeuten lassen!" eingestimmt.

dass man beigebracht bekam, wie man sich entspannen kann, wenn der Stress auf Arbeit zu viel wird.
Und ganz sicher hat so ein Coach auch Ahnung davon :ROFLMAO:
Hatten ja schon viele Beispiele, aus welchen Bereichen die Coaches vorher kamen und wenn dieser dann überhaupt kein Plan von Yoga hat und nach DvD die Übungen machen lässt, kann es ganz schön in die Hose gehen.
Zu dem verlinkten Beitrag (Thema vorerkrankungen) kann ich mir gut vorstellen, das die einen dann noch zum Gesundheits-Check zum Arzt schicken oder Unterlagen verlangen, damit man beim Yoga mitmachen "darf". Allgemein wird mir das ganze immer suspekter.
 

faalk

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Diese ganzen Sachen aus den Bereichen Lebensführung und Gesunderhaltung dienen doch nur dem Zweck der Aufrechterhaltung und Stärkung der Arbeitskraft
Worüber jeder Mündige ELO noch selber entscheiden kann und sollte. Dafür braucht es keine MTs mit zweifelhaften Ausbildungen, möchtegern Psychologen etc.

dass man beigebracht bekam, wie man sich entspannen kann, wenn der Stress auf Arbeit zu viel wird.

In solch einen Fall suche ich mir Hilfe bei der Person meines Vertrauens und keine die mir vor die Nase gesetzt wird.
 

Paulinchen1977

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Verdammt, wer denkt sich denn solch´ entmündigenden Blödsinn für LZA aus?
Wer gibt PolitikerInnen das Recht, LZAs jegliche Sozialkompetenz abzusprechen?
Noch schlimmer empfinde ich die personelle Besetzung der Jobcenter. In keiner anderen deutschen Behörde, egal ob Gemeinde-/Bezirksverwaltung, Kreisverwaltung, Finanzbehörden, BAföG-Ämter, etc. bin ich bislang auf fachlich inkompetente Bedienstete begegnet wie in Jobcentern. Und eben da scheinen es nicht wenige zu sein.

Vielleicht sollte man erst einmal die Jobcenter mit qualifizierten Mitarbeitern (im Idealfall mit gelernten Verwaltungsfachangestellten) besetzen.
 
D

Dinobot

Gast
Vielleicht sollte man erst einmal die Jobcenter mit qualifizierten Mitarbeitern (im Idealfall mit gelernten Verwaltungsfachangestellten) besetzen.


Das sind die meisten. Aber von Problembewusstsein, Serveiceorientierung und Dienst am Kunden ist diese Grunausbildung von jeher nie geeignet gewesen. Und es kommt seit 2009 etwas ganz Neues, den meisten Arbeitslosen so nicht bekanntes , dazu. Seitdem sind die meisten Jobcenter Anstalten des öffentlichen Rechts und bewirtschaften sämtliche Mittel, welche mit den Aufgaben nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zusammenhängen.

Diese sind nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen seitdem große Kapitalgesellschaften. Der Abschluss und der Lagebericht werden zum Beispiel beim JC Lippe OK gem. § 114 a Abs. 10 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) bzw. gemäß § 22 Kommunalunternehmensverordnung (KUV) nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches HGB (1. und 2. Abschnitt) für große Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften der KUV aufgestellt. Kein Witz -die brauchen echte Wirtschaftsprüfer und suchen auch gerade einen per Ausschreibung.

Auch das ist und war so nie in den Lehrgängen für die Mitarbeiter vorher vermittelt worden. Es wird und wurde auch nicht an die Erfordernisse von Kapitalgesellchaften angepasst. Ein Merkmal solcher Konstrukte ist eine gewinnbringende Bewirtschaftung, wobei der Elo daran gemessen -natürlich im Sinne der PR , wie bei Unternehmen sonst auch - natürlich zu funktionieren hat. Schwachstellen werden dann natürlich auch nur beim Elo verortet und entsprechend gewinnbringend bereinigt --könnte ja sonst der Gewinn und Verlustrechnung und auch ansonsten dem Rennomee des Jobcenters schaden. Hat dann wohl den Vorteil -die Mitarbeiter sind nie schuld. Es muss der Elo sein. Nicht umsonst wird in den Maßnahmen der Auftrag erteilt: Feststellung von Vermittlunghemmnissen . Ob "verschüttete" oder "unterschwellig vorhandene" oder wie auch immer -es muss gesucht und gefunden werden, damit die "Firma" sauber bleibt und der Sündenbock für die Arbeitslosigkeit immer der Elo ist und bleibt. Oder erst dazu gemacht oder dahin getrieben wird.

Die personelle Besetzung ist da deshalb in diesem Zusammenhang ganz besonders gefordert und der Mitarbeiter der Verwaltung überfordert -mit der geforderten oder gewünschten Manipulation und dem dazu benötigtem Talent zu Selbstdarstellungm sicherlich auch bis hin zur eiskalten Berechnung, die aber eher von "Oben" vordiktiert werden dürfte, via Leistungsvorgaben. Meine bisherige Erfahrung und Beobachtung ist, dass die meisten Verwaltungsmitarbeiter ganz lausige Schauspieler dabei sind -wenn man den Nerv besitzt, die dann entsprechend vor Ort souverän zu "enttarnen" und denen den Spiegel vor die Nase zu halten und die Maske vom Gesicht zu nehmen -bildlich gesprochen . Das kann eine sehr gute Abwehrstrategie sein. Denn dann ist der faule Zauber von Einschüchterung und meist lächerlich anmutenden despotischen Anwandlungen ganz schnell vorbei -und der Termin meist unverrrichteter Dinge auch .

Das ist meine Meinung dazu .
 
E

ExUser 1309

Gast
Paulinchen1977 schrieb:
Vielleicht sollte man erst einmal die Jobcenter mit qualifizierten Mitarbeitern (im Idealfall mit gelernten Verwaltungsfachangestellten) besetzen.

Es wurden bei uns auch viele ehemalige Telekommunikationsmenschen in die JC untergebracht oder ehemalige BW-Menschen. Verwaltungsfachangestellte sind nach meiner Meinung eh nicht die Lösung, um die Problemlagen eines Elo nachvollziehen und ihm wirklich helfen zu können. Die kennen nur ihre bescheidenen Druckmittel, die bei vielen Menschen zu funktionieren scheinen. Ich werde nie vergessen, das mein erster Besuch beim JC seinen Höhepunkt darin fand, das mir der ehemalige Telekommunikationsmensch ins Gesicht sagte und Eskalation provozierte: "Und sie haben sowieso keine Ansprüche". Was ich ihm Gerichtlich widerlegen lies.
Danach hatte ich in der Tat erstmal lange Ruhe und wurde mit "Samthandschuhen" angepackt.

In den Kursen wird es denk ich nicht anders sein. Eine Handvoll echt Qualifizierte und der Rest.... Naja... In Schnellkursen "Qualifizierte". Das war in einem ehemaligen Kurs auch so. Ein gescheiteter Unternehmer mit Beziehungen und seine ehemaligen Elos wollten dem Rest erzählen, wie Positiv doch alles ist und wie man uns in Arbeit bringt... Natürlich vorrangig in kostenlose Praktika, wer es mitmachte. Denke, die wirklich später vermittelt werden, werden nur diejenigen sein, die sich so formen lassen, das sie auch "alles" ungefragt mitmachen werden.
 
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