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Endlich geht es den Arbeitslosen an den Kragen

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Martin Behrsing

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#1
Im unten stehenden Link der Bericht der "Arbeitsgruppe Arbeitsmarkt" unserer Bundesregierung. Wer immer noch empfindlich ist, sollte sich beim lesen, einen Kotzkübel :icon_kotz: zur Seite stellen.

Da steckt echter Tobak drin, die ALG II -Bezieher sollen ihren Brotkorb in Richtung Hinzuverdienst noch ein paar Meter höher gehängt bekommen, aber nach Reichsarbeitsdienst riechende Gemeindetätigkeiten sollen ausgebaut werden. Also, ein richtig schönes Handbuch für:
Wie bekämpfen wir die Arbeitslosen, insbesondere ALG II Empfänger noch besser. Damit die nicht noch länger auf der Sozialen-Hängematte verschnaufen."

http://www.erwerbslosenforum.de/Planung-Regierung-Erwerbslose.pdf

Auszug

-​
Einkommen ab 401 Euro bleiben künftig deutlich stärker anrechnungsfrei als
heute
; hier empfiehlt der Sachverständigenrat eine Quote von 50% bis zu einer
Obergrenze von 800 € Monatsverdienst;

-​
Bis 400 € findet künftig eine volle Anrechnung auf das Arbeitslosengeld II statt;
Erwerbstätigkeit muss künftig wieder klar die Alternative und nicht die bequeme Ergänzung
zum Transferbezug sein. Da die Minijobs in der Praxis auch keine Brücke in
sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung sind, ist dieser Schritt im Sinne einer
stärker arbeitsmarktbezogenen Ausgestaltung der Hinzuverdienste notwendig und auch
gerechtfertigt. Der Sektor der haushaltsnahen Dienstleistungen muss gesondert geprüft
werden.

-​
Der pauschale Grundfreibetrag wird deutlich auf 40 Euro herabgesetzt.

-​
Die genaue Ausgestaltung der Neuregelung bedarf aber noch der eingehenden
Prüfung
und darf weder zu höheren Kosten noch zu einem Anstieg der Transferempfänger
gegenüber heute führen; außerdem muss beachtet werden, dass der
Bereich, in dem die Transferentzugsrate 100% beträgt, wo sich also der Verzicht auf
Transfereinkommen nicht lohnt, möglichst klein gehalten wird.

-​
Die „Vergütung“ der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (1 € Jobs)
muss gesetzlich auf einem Niveau festgeschrieben werden, das verhindert, dass der,
durch die neue Hinzuverdienstregelung geschaffene, stärkere Anreiz zur Aufnahme
einer Vollzeitbeschäftigung, wieder unterlaufen wird."

………..​
 

ladydi12

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#5
Hallo zusammen,

nachdem ich mir grade eure Beiträge zum Thema Zuverdienst angesehen habe kann ich nur sagen:

HERZLICH WILLKOMMEN IN DER SCHWARZARBEIT!!!

Der Staat fordert einen ja förmlich zum Betrug auf, wenn vom Dazuverdienten nichts mehr übrig bleibt. Auf die Idee, den Leuten vernünftige und gescheite Arbeitsstellen zu vermitteln, ist dieser Staat bislang noch nicht gekommen.
Alleine schon die 40€ Grundfreibetrag find ich schon frech:icon_dampf: :icon_dampf:

meint ladydi12
 

gerda52

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#6
Wie reduziert Staat Bedürftigkeit trotz Preissteigerungen ?

Durch eine neue Verdienstanrechnung.:icon_frown:

Diesen Absatz finde ich besonders aufschlussreich. Daher habe ich die Hervorhebung etwas verschoben(Kernaussage),..
Die genaue Ausgestaltung der Neuregelung bedarf aber noch der eingehenden
Prüfungund darf weder zu höheren Kosten noch zu einem Anstieg der Transferempfänger
gegenüber heute führen; außerdem muss beachtet werden, dass der
Bereich, in dem die Transferentzugsrate 100% beträgt, wo sich also der Verzicht auf
Transfereinkommen nicht lohnt, möglichst klein gehalten wird.

weil wir nämlich aus diesem Grund sehr lange auf eine Erhöhung der Regelsätze werden warten müssen.

Zu den Anrechnungsspekulationen erst mal wegen Übelkeit kein Kommentar.:icon_dampf:
 

Nimrodel

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#9
Erwerbstätigkeit muss künftig wieder klar die Alternative und nicht die bequeme Ergänzung zum Transferbezug sein.



Dieser Satz ist eine schallende Ohrfeige für jeden Arbeitslosen, der sich mit einem Minijob über Wasser hält und froh ist wenigsten diesen -auf dem von dem ach so tollen Aufschwung überwältigten Deutschland- ergattert zu haben.


Der pauschale Grundfreibetrag wird deutlich auf 40 Euro herabgesetzt.
Spätestens dann werde ich mir überlegen müssen, meinen Minijob wieder voll und ganz aufzugeben, weil ich mir dann schlicht die Fahrt zum Arbeitsplatz nicht mehr leisten kann und in der Regelleistung sind Fahrten zum Arbeitsplatz nicht vorgesehen.

Die, die solchen Töne von sich geben, wären gut beraten wenn sie mal von den bequemen Transferleistungen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssten.
Das könnte aber ziemlich unbequem werden, wenn man immer die Existenzangst im Nacken hat.

Und NEIN, ich bin nicht zu faul zum arbeiten. Ich habe es nur gewagt ein Kind in die Welt zu setzen, obwohl ich von Anfang an wusste, dass ich es alleine großziehe und damit habe ich mir die Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt gewaltig verspielt.
Sorry dafür!
Von mir wird jetzt aber nicht erwartet, dass ich mein Kind zugunsten einer flexiblen Teil- oder Vollzeitstelle sich selbst überlasse, damit ich von dem bequemen Transferbezug wegkomme?!?


Gruß
Nimrodel
 
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10 Jan 2007
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#10
400 € Job

Vielleicht sollte unser Gesetzgeber seinem beliebtesten Klientel das Einkommen kürzen. Einfach die Vereinfachungsregelungen so ändern, dass der gewöhnliche Arbeitgeber lieber Vollzeitbeschäftigung anbietet. Natürlich zu angemessenen Bedingungen.
 

Hexe45

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#11
Na ja wundert mich nicht, sie werden nicht aufhören und immer mehr austesten. richtigen Widerstand wirds wohal auch dann nicht geben.
Gruß
Hexe
 

Diam's

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#12
Widerstand wirds wohal auch dann nicht geben.
Gruß
Hexe
Ja leider, viele können sich den Widerstand nicht leisten, viele sind resigniert, viele haben Angst, viele denken, las das mal die ander'n machen und die die etwas bewegen wollen scheitern an diesen !


Grüsse
Diam's
 

burki

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#13
Hi,
so, habe es mir auch mal "angetan".
War bisher davon überzeugt, dass Hartz IV bisher recht gut verpackt (eben nach aussen hin halbwegs human) dahergekommen wäre, doch diese offene Menschenverachtung in dem paper, hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Ziel scheint doch die generelle Abschaffung der Minijobs zu sein und dabei den EEJ als fixe und dauerhafte Grösse zu etablieren.
Das Fördern wird auch offiziell an die hintere Wand gedrängt, während das Fordern und vorallem die "Kostenneutralität" (also massive Einsparungen) ganz vorne stehen.

Die Massnahmenträger und "gemeinnützigen" Organisationen werden sich also noch mehr die Hände reiben dürfen, während der "Bedürftige" in der Slavenarbeit versuchen darf, seine Existenz zu erhalten
Pfui, solch ein Bestreben hätte ich selbst von "unserer" Regierung nicht erwartet.
Gruss
burki
 

gerda52

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#14
Verteilung von unten nach oben kennt keine Grenzen

@ kleindieter

Alternativen zum 400 Euro Job:

Im Bericht sind auch diese Ansätze vorhanden, u.a. ein Vorschlag über die Absenkung der Minijobgrenze auf 200 Euro. Soviel dazu.

@ all

Aber den absoluten Hammer habe ich auf Seite 11 entdeckt, nur ein Vorschlag des Sachverständigenrates, doch damit steht das Folgende auch im Raum:

Um gleichzeitig den Anreiz für die Leistungsempfänger zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu
erhöhen und die höheren Freibeträge im Bereich zwischen 200 € und 800 € finanzieren zu
können, schlägt der Sachverständigenrat eine Absenkung der Regelleistung um 30% vor.
Diejenigen, die keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden, müssen eine
angebotene Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung aufnehmen, um ihren Bedarf
auf Basis des heutigen soziokulturellen Existenzminimums sichern zu können.
Ist das nicht toll?
 

Kaleika

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#15
Wie oft wird denn dieser Horror noch aufgekocht werden?

Dadurch wird er hoffentlich nicht wahrer!
Kaleika
 

gerda52

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#16
Warum aufgekocht, sehe den Bericht zum 1. Mal.

Wurde schon entschieden, und alles ist kalter Kaffee?
 

Arwen

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#17
Nein, kein kalter Kaffee... ich verfolge das schon längere Zeit, weil ich auch einen Minijob habe.

Es ist seit langem geplant, dass hier zum Juli 2007 eine Gesetzesänderung in Kraft tritt. "Die" beraten halt gerade und mir wird ziemlich übel...


Gruß, Arwen
 
E

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#18
Ist mir übel

Wer jetzt keine Angst bekommt ist dumm wie Stroh!

Es ist so, als hättest Du keine Arme und Beine und sollst am New York Marathon teilnehmen und es wird von Dir erwartet, das Du mindestens unter die ersten 3 kommst.Ansonsten geht es Dir an Deinen Torso!

Aber nein, was schreibe ich hier? Es geht doch! Die Leute nehmen ja auch an "Deutschland sucht den Superstar" teil, obwohl sie nicht singen können!
Kann das sein, das die Bundesregierung von Dieter Bohlen beraten wird?

Warum also in Gottes Namen sollten nicht alle Erwerbslosen eine existenssichernde Arbeit finden, obwohl ca. 5 Mio.Arbeitsstellen fehlen?

Dieter, bitte , bitte, hilf uns! Mach aus uns allen Helden der Arbeit!

Dem Gegner die andere Backe hin zu halten,
ist Quatsch mit Sosse!
In seine Feinde schiesst man Löcher
und zwar grosse!
 
E

ExitUser

Gast
#19
In den 90ern gab es mal auf NDR eine New York Nacht, in der es ausschliesslich über die andere Seite New Yorks ging, als man es sonst aus Krimis oder aus der Boulevard Presse kennt.

Es wurde mehrere Dokumentationen gezeigt.

Bei einer ging es um Jugendliche die am Rand der Stadt lebten, aber nicht in Gebäuden sondern irgend ein Gelände was nicht mehr genutzt wurde, ich weis nicht mehr genau was das für ein Gelände war, zumindest wurde da schon um die besten Plätze gekämpft, und es handelte sich da schon um wirklich die unterste Stufe wo man hinkommen kann wenn man völlig Mittellos ist.

Dann kam ein Bericht über einen Jugendlichen der mit seinem Chef jeden Tag mit verstopften Klos und andere Sanitäre Anlagen in den uralten Häusern zu tun hatte. Und das zu einem Hungerlohn. Er sagte nur das er sonst keine Chance hätte, wenn er diesen Job nicht machen würde.

Ein Taxifahrer hatte auch ständig zu kämpfen um um die Runden zu kommen. Der hatte eine klitze kleine Wohnung die nur sehr spärlich eingerichtet war, obwohl er ja jeden Tag gearbeitet hat. Da drin hätte ich Depressionen bekommen.

Es ging jedenfals im allgemeinen um das erbärmliche menschenunwürdige Leben der Ärmsten die am Rande von Börse, Entertainment und Schikkeria des Big Apples leben müssen....

Und da habe ich mir damals noch so gedacht, man oh man, da bin ich aber froh das ich hier in Deutschland lebe, auch wenn ich hier nicht mit allem einverstanden bin, aber solche Zustände werden unsere Politiker nicht zulassen!

So kann man sich täuschen! Es wird vieles von den USA schleichend aber stetig übernommen! Und ich muss ehrlich sagen, ich sehe in der nächsten Zeit keine Besserung, im Gegenteil, wie man jetzt ja wieder sieht, wird es ja noch schlimmer, anstatt das Hartz IV mal wenigstens ein wenig zu unseren Gunsten geändert würde, geschweige ganz abgeschaft wird!

Politisch sehe ich keine Besserung auch nicht wenn die Linke mitmischt, das wird meiner Ansicht nach nicht reichen.

Ich bin Jetzt 45 und wenn ich mir vorstelle bis 67/70 ständig auf diese Behörden angewiesen zu sein, weil ich mir nicht mehr vorstellen kann einen menschenwürdigen Arbeitsplatz zu bekommen, mit dem ich von alleine existieren kann, werde ich jetzt wohl meine Konsequentzen ziehen und mir andere Wege suchen, um überleben zu können, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde!

Ich denke auch das Viele sich nicht politisch arangieren werden, sondern eher in die Kriminalität abtauchen werden, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Hartz IV läuft gerade mal zwei Jahre und und viele konten noch auf Reserven zurückgreifen, wenn überhaupt vorhanden, aber es wird ja nicht besser sondern geht immer weiter, und "Kollateralschäden" haben die Politiker doch längst mit einkalkuliert!
 

Heiko1961

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#20
Nein, kein kalter Kaffee... ich verfolge das schon längere Zeit, weil ich auch einen Minijob habe.

Es ist seit langem geplant, dass hier zum Juli 2007 eine Gesetzesänderung in Kraft tritt. "Die" beraten halt gerade und mir wird ziemlich übel...


Gruß, Arwen
....schon deshalb wird mir übel, weil ich vermute, dass diese Parasitenregierung mit Zeckenmentalitätspolitik damit, ohne größeren Widerstand, durchkommen wird.:icon_dampf:
Entschuldigt die Betitelungen, aber anders kann man unsere Regierung und deren Politik nicht mehr bezeichnen.:mad:
 

steely

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#21
Hallo zusammen,

nachdem ich mir grade eure Beiträge zum Thema Zuverdienst angesehen habe kann ich nur sagen:

HERZLICH WILLKOMMEN IN DER SCHWARZARBEIT!!!

Der Staat fordert einen ja förmlich zum Betrug auf, wenn vom Dazuverdienten nichts mehr übrig bleibt. Auf die Idee, den Leuten vernünftige und gescheite Arbeitsstellen zu vermitteln, ist dieser Staat bislang noch nicht gekommen.
Alleine schon die 40€ Grundfreibetrag find ich schon frech:icon_dampf: :icon_dampf:

meint ladydi12

Was meinst Du denn mit Schwarzarbeit??

Für jemand der auf so wenig Kohle jeden verdammten Monat nur hoffen kann, dass sie pünktlich auf dem Konto ist, damit man seine Miete etc. bezahlen kann, für den gibt es ganz einfach keine Schwarzarbeit!!!

Für denjenigen ist das ganz einfach Selbsterhaltungstrieb!!:icon_dampf:

Oder aber staatliche Zwangsarbeit!!

Gruß Günther
 

eAlex79

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#22
Die ehemalige Bundesrepublik Deutschland, die nach der Wiedervereinigung mit der ehemaligen Satellitenrepublik "DDR" der Sowjetunion nunmehr inoffiziell der 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika ist, hat wiedereinmal einen Schritt in die Richtige Richtung vor sich.
Nachdem man den Sozialstaat erst in Richtung der i.Ü. fehlgeschlagenen Experimente in Wiscon nachgebaut hat, begibt man sich nun Richtung Abbruch aller Sozialsysteme alá USA und der Privatisierung von Organen des Staates welche Gewalt auf Bürger ausüben dürfen. Ich nehme an es ist auch nur noch eine Frage der Zeit bis das aktive und passive Wahlrecht verbunden sind an genügend Einkommen bzw. genügend noch gerade so zu bedienender Kreditaufnahme.
Der europäische Verfassungsvertrag wird das Vorgehen gegen Demonstraten möglich machen sowie es die Chinesen auf dem Platz des himmlischen Friedens vorgemacht haben.
Es ist m.E. auch nur eine Frage der Zeit bis wir unsere eigenen kleinen Guantanamo Bay's haben werden.

Deutschland wo gehst Du hin?

Ich habe mit 17 dieses Land verlassen und meinen Spass in Holland gehabt. Ich habe immer genug verdient. Ich hatte ein Bild von Deutschland da so nicht stimmt. Wenn ich gewusst hätte was hier passiert, wäre ich nicht zurückgekommen.

x
x Alex
x
 

Syndrom

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#24
Quo vadis?

@eAlex79
Du hast Recht! Unser Land entwickelt sich zunehmend vom demokratischen Sozial- zu einem Polizei- und Überwachungsstaat. Das ist nicht nur unsere Meinung, sondern auch das Ergebnis der Analysen von unabhängigen Experten.

Beispiel: ZDF Frontal21: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,5274324,00.html
und dazu auf der gleichen Seite das Interview mit dem Strafrechtler, Prof. Albrecht (Video): http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,5272791-5,00.html

Bei denen, die sich am wenigsten wehren können (sozial Schwache, Hartz-IV-Opfer) wird ausprobiert, wie weit man es treiben kann. "Hausbesuche" (Artikel 13 GG "Unverletzlichkeit der Wohnung"), eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die uns hier allen bekannten Repressalien sind nur die "Proben" für die Ausweitung dieser Maßnahmen.
"Big Brother is watching you!"

Die völlige Aufgabe jeglicher Privatsphäre ist dann das Ergebnis des "Arguments": "Ich hab ja nichts zu verbergen"

Und was die Maßnahmen der Bundesregierung (Das Regime) in Bezug auf die Arbeitslosen betrifft:
Hier werden bewusst alle diejenigen, die bisher versucht haben, im Rahmen der Gesetze "irgendwie über die Runden zu kommen", in die Illegalität getrieben. Dann können auch die "erweiterten Polizeimaßnahme" greifen.
Erste Lager werden ja in Mecklenburg-Vorpommern schon eingerichtet. Der Vorwand ist hier zwar der G8-"Gipfel", aber ich bin mir sicher, dass diese auf Dauer ausgebaut werden...
 
E

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#25
Da steckt echter Tobak drin, die ALG II -Bezieher sollen ihren Brotkorb in Richtung Hinzuverdienst noch ein paar Meter höher gehängt bekommen, aber nach Reichsarbeitsdienst riechende Gemeindetätigkeiten sollen ausgebaut werden.
Weiß eigentlich jemand, in wie weit das gediehen ist? Ich meine, welche ´Chance´ besteht, dass das tatsächlich durchkommt?

Ich kann gar nicht sagen, wie zornig ich darüber bin. Im Moment fehlen mir da echt die Worte.
 

eAlex79

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#26
@Wölfin .. Die Niederlande haben natürlich auch mit den Errungenschaften des Neoliberalismus zu kämpfen, aber ihre andere Grundeinstellung nimmt der Sache die Schärfe die es bei uns hat. Das Fernsehn in Holland ist grösstenteils komplett Schrott. Auf praktisch allen Programmen tagsüber oder nachts stundenlang Programme bei denen man für nur 1.59 p/m anrufen soll oder bei welchem man für nur 3.90 pro empfangener Rückantwort (maximal 10) via SMS irgendeinen Schwachsinn von sich geben muss.. Aber die Kiste darf ja aus bleiben ;)
Das einzige weitere echte Problem sind Wohnungen. Obwohl ebensogross und ebenso dicht bevölkert wie NRW herrscht extreme Wohnungsnot. Man muss halt jahrelang warten bevor man eine Wohnung zu vernünftigen Preisen hat oder richtig Glück haben. Wenn man privat anmietet, was äussert selten ist, dann sucht der Vermieter sich die Mieter aus und nicht der Mieter eine Wohnung.
Das Sozialsystem wiederum sieht so aus: 6 Monate ALG I, 70 % des letzten Brutto Gehalts, dann Bijstand (Sozialhilfe) die aber i.a.R. nur Reichsbürgern gewährt wird. Macht aber nichts denn man findet 1 2 3 neue Arbeit sollte es bei der alten net mehr passen.
Und zwar vernünftige. Egal ob man was gelernt hat oder nicht. Auch Ausbildung ist Möglich, auch durch Betriebe.
Sowohl Berufsausbildung als auch Studium ist in Holland i.a.R. kostenpflichtig. Da sucht man sich dann eine Firma die einen finanziert oder man nimmt einen Bildungskredit auf.

Ich kam hierher zurück weil jemand um den ich mich kümmere zum Thema Hilfe bei Drogensucht, Spielsucht, Alkoholismus und psych. Erkrankung in den Niederlanden keine Hilfe bekommt, und weil ich es Leid war 800 € für ein Loch von Wohnung zu bezahlen. Wenn ich gewusst hätte das man sich den Arsch aufreissen muss um seine blöden 500 € nochwas im Monat zu bekommen .. boa.

Trotzdem. Leben kann man dort gut. Ich habe mich daheim gefühlt.

x
x Alex
x
 

Borgi

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#27
So, auch ich habe die netten Vorschläge des Sachverständigenrats gelesen.
Positiv finde ich es, das den Leuten aufgefallen ist, dass es in Deutschland einen Niedriglohn gibt.
Ansonsten sehe ich nur Forderungen seitens der Sachverständigen an die Arbeitslosen. Arbeitgeber werden nur in Nebensätzen - wenn überhaupt - an den Pranger gestellt. Die CDU und CSU beweisen wieder einmal, dass sie für den Niedriglohn in Deutschland stehen.

Die für mich wichtigen Textstellen habe ich zwar kopiert (Select) und in Word eingefügt, weiß aber leider nicht, wie ich diese hier als Zitate einbringen kann - Hilfe mittel PN wird gerne angenommen. Auch als Anhang war nicht möglich, weil datei zu groß.
 

Arania

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#28
Verlinke doch einfach zu dem Bericht:smile:
Dann kann es jeder nachlesen
 
E

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Gast
#30
So, auch ich habe die netten Vorschläge des Sachverständigenrats gelesen.
...
Ansonsten sehe ich nur Forderungen seitens der Sachverständigen an die Arbeitslosen. Arbeitgeber werden nur in Nebensätzen - wenn überhaupt - an den Pranger gestellt. Die CDU und CSU beweisen wieder einmal, dass sie für den Niedriglohn in Deutschland stehen. /FONT]


Kein Wunder, CDU/CSU sind a) Marionetten der Arbeitgeberverbände und Finanzinvestoren, b) müssen die sich doch ihre Anschlussposten "verdienen". ;) Finanzinvestoren verdienen kein Geld mit dem schaffen von Arbeitsplätzen, sondern dem Gegenteil. Ein dreifach Hipp,Hipp - Hurra auf unsere Deutschen und Europäischen Steuergesetze

Schlimm ist dass die SPD versucht diese Hündtische Versöderung zu übertreffen.

@Alle
Den Sündenpfuhl unserer politischen Landschaft kann nur noch eine Sintflut bereinigen, eine Sintflut aus Menschen wie ich, Du und vor allem
auch DU und Sie da vorne, ja gerade auch SIE. :icon_motz:- :icon_psst: nicht bewegen!

Gruß, Anselm
 
E

ExitUser

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#31
Nachdem man den Sozialstaat erst in Richtung der i.Ü. fehlgeschlagenen Experimente in Wiscon nachgebaut hat, begibt man sich nun Richtung Abbruch aller Sozialsysteme alá USA und der Privatisierung von Organen des Staates welche Gewalt auf Bürger ausüben dürfen.
x
x Alex
x
Man bekommt aber das Gefühl, dass unsere jetzige _Regierung den USA beweisen will, dass das Wisconsin -Modell dennoch erfolgreich durchgesetzt werden kann, wenn man eine so tolle Regierungschefin ist, wie unsere Merkel.
Entschuldigt die Polemik, aber ich habe sooooooo einen Hals. Da hat man ( ich ) über 40Jahre Vollzeit gearbeitet und wird nun verheizt, regelrecht verheizt und in die Gosse getrieben.

aufgemerkt hat es noch harmlos geschrieben, aber ich könnte spucken und Ihr dürft raten wohin.



Im Forum von Martin Pausch ist gleich auf der Startseite den Art.1 unseres GG angebracht:

Grundgesetz Artikel 1: Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar, Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Ich finde, das haben die Jungs da sehr gut umformuliert.
 

Robinson

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#32
volle Zustimmung für die Pläne

"Danach soll der Hinzuverdienst bis zu einem Einkommen von 400 € vollständig auf das ArbeitslosengeldII angerechnet...werden"

"Um gleichzeitig den Anreiz für die Leistungsempfänger zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu erhöhen ... schlägt der Sachverständigenrat eine Absenkung der Regelleistung um 30% vor."

"Diejenigen, die keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden, müssen eine angebotene Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung aufnehmen, um ihren Bedarf auf Basis des heutigen soziokulturellen Existenzminimums sichern zu können." heißt Arbeitspflicht ggf. unter Androhung von Zwang.

Endlich mal harte Regelungen gegen Faulenzer und Schmarotzer.
Spargelfeld statt Stammtischparolen und Bierflaschen vor der Kaufhalle.
 

eAlex79

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#33
Verstehe ich da eigentlich irgendwas Falsch? Die Bedeutung des Wortes "Mehraufwandsentschädigung" sagt doch deutlich aus dass man nicht mehr Geld hat als ohne.

x
x Alex
x
 

Robinson

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#34
Das Wort ist allein deshalb schon unglücklich, weil es den Bestandteil "Entschädigung" enthält. Es impliziert die Vorstellung, dass man notwendig Schaden erleidet, wenn man der Tätigkeit nachgeht.

Das ist natürlich nicht so, man sollte diese "Entschädigung" auch streichen - ich sehe den Sinn nicht: Auch richtige Arbeitnehmer bekommen vom Arbeitgeber in der Regel keine "Entschädigung".
 
E

ExitUser

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#35
@tinkalla
treffender fände ich es so
Grundgesetz Artikel 1: Die Wünsche der Bundesregierung sind unantastbar, Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller Bürger und Bürgerinnen.
 
E

ExitUser

Gast
#36
Momentan fühl ich mich total ohnmächtig vor Wut. Anselm hat Recht, mit der Sintflut. Und ich meine (hoffe), es fehlt nicht mehr viel ...

@ Alex:

Danke für die Info über Holland. Als ich das mit den neuen Plänen der Regierung heute morgen las, hab ich sofort gedacht, jetzt ist Schluss. Wo kann man hin. Holland wär wohl ´ne Alternative (nettes Völkchen, übrigens), aber dann muss man erstmal Arbeit da haben. Und wenn es da mit den Wohnungen so superschlecht aussieht. Aber hier bleiben wollen wir auch nicht, das wächst sich zum totalen Kontroll- und Schikanestaat aus, das es mir langsam graust.

Für mich sieht all das, was in den letzten Jahren an schlimmer Entwicklung in Deutschland gelaufen ist, nach der Re-Inszenierung des Traumas eines ganzen Volkes aus, weil das eigentliche Trauma der einzelnen Menschen nie verarbeitet, sondern verdrängt wurde. Wer sich mit Traumata auskennt, weiß, dass sie, wenn sie nicht bearbeitet werden, beginnen ein Eigenleben zu führen und auch unbewusst über Generationen weitergegeben werden können...

Demnächst hab ich noch ein Vorstellungsgespräch. Wenn das nix wird, werden wir uns wohl ernsthaft drum bemühen, hier wegzukommen.
 

eAlex79

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#37
Ach zieh an den Rand der BRD und geh in Holland arbeiten.. wenn ich nen Auto hätt tät ichs auch aber 4-5 Stunden rumfahren und 8 Stunden arbeiten pack ich net.

x
x Alex
x
 

a f a

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#39
Dieser Widerstandsrechtsartikel 20 GG, in welchem Fall tritt der eigentlich ein, weiss das zufällig jemand ? :icon_pfeiff:



Gruss
Norbert

alles für alle
 
E

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#41
Das Wort ist allein deshalb schon unglücklich, weil es den Bestandteil "Entschädigung" enthält. Es impliziert die Vorstellung, dass man notwendig Schaden erleidet, wenn man der Tätigkeit nachgeht.

Das ist natürlich nicht so, man sollte diese "Entschädigung" auch streichen - ich sehe den Sinn nicht: Auch richtige Arbeitnehmer bekommen vom Arbeitgeber in der Regel keine "Entschädigung".
Im Kopf der Erdenker sieht es anders aus.

Du bekommst das soziokulturele Existenzminimum und sollst zusätzlich eine "Maßnahme" zu deiner Wiedereingliederung ins Arbeitsleben machen. Mit dieser Wiedereingliederung ist auch ein Aufwand verbunden der (ausnahmsweise mal) nicht im Regelsatz enthalten ist, für diesen Mehraufwand (Fahrtkosten etc.) sollst Du nun entschädigt werden, denn sonst würde Dir ja durch Annahme dieser Maßnahme ein finanzieller Schaden entstehen und man hätte ein Argument mehr. :icon_idee:

Allerdings dient die "Mehraufwandsentschädigung" vorwiegend dazu, das Zwangsarbeitsargument abzuschwächen und auch dazu, dem Bürger den Erhalt einer Art Arbeitslohn und die Fairness zu des "Sozialsystems" zu suggerieren.

Die "Politik der kleinen Schritte" wird hier deutlich und anschaulich.
Der nächste Schritt ist ja nun bekannt, 30% weniger, damit man uns somit "noch besser integrieren" kann, faktisch aber nur ein Schritt auf dem Weg zu "Arbeit für Sozialhilfe".

Gruß, Anselm
 
E

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#42
Dieser Widerstandsrechtsartikel 20 GG, in welchem Fall tritt der eigentlich ein, weiss das zufällig jemand ? :icon_pfeiff:

Gruss
Norbert

alles für alle
Da hilft lesen und Logik. ;)

Nehmen wir den Paragraphen:
Artikel 20
[Staatsstrukturprinzipien; Widerstandsrecht]
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
Ab jetzt wird es "nützlich", denn man nehme den Bezug von "diese Ordnung"
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Juristen berufen sich auf diese Definition, also 4. bezieht sich alleine auf 3. und meinen damit die verschiedenen "Gewalten" als "Ordnung", allerdings gibt es darunter auch nicht wenige Stimmen die besagen dass sich "diese Ordnung" zumindest auf alle Absätze des Paragraphen beziehen, was auch ich unterstütze da die erste Definition den Tenor des GG ändern, einschränken, ja Teile des Paragraphen insgesamt sogar sinnlos machen würde. Man lese dass in jeden der Absätze eine Ordnung festgelegt wird, nicht nur in 3. ja dass das Ganze Grundgesetz als solches eine Ordnung darstellt..

Deshalb bin ich der Meinung dass dieses Widerstandsrecht u. a. in dem Moment greift, wo "Arbeit für Sozialhilfe" oder sonstiger Quasi-Entzug des Existenzminimums greift und "gerichtlich" nichts dagegen zu machen ist.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsrecht

Gruß, Anselm
 
E

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#43
...
Endlich mal harte Regelungen gegen Faulenzer und Schmarotzer.
Spargelfeld statt Stammtischparolen und Bierflaschen vor der Kaufhalle.
Na, na! Nun sein'se mal nicht gar so streng gegen unsere Politiker!

Man erntet was man sät, nicht sofort; aber sicher.

Gruß, Anselm
 

Arwen

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#45
@Anselm:

Der nächste Schritt ist ja nun bekannt, 30% weniger,
Ja, das ist ein Vorschlag von mehreren, aber nicht der, auf dessen Grundlage entschieden werden soll! Du hast schon alles gelesen, oder? Klar könnte es so kommen, aber ewig diese Schwarzmalerei nervt! Nein, ich verschließ' auch nicht die Augen; ich weiß, dass etwas an der Zuverdienstregelung geändert wird und es wird mir ganz und gar nicht gefallen, aber das da oben glaub' ich nie und nimmer.

Ihr tut so, als wäre alles schon entschieden; dass das bereits mehr als ein halbes Jahr im Raum steht, hat bisher niemanden interessiert und dass Du, Wölfin,jetzt erst ohnmächtig vor Wut darüber bist, wundert mich auch ein bisschen.

Sorry, denn ich bin gerad mal ein bisschen aufgebracht, wird schon wieder...

Gruß von Arwen


PS: *lach* ...und dass Du gerade Robinson das mit der Mehraufwandsentschädigung erklärst, ich lach mich tot! Als würde er das nicht wissen - und trotzdem für Streichung plädieren sowie die kommende Gesetzesänderung befürworten. Ne, Robinson?
 
E

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#46
@Anselm:

Ja, das ist ein Vorschlag von mehreren, aber nicht der, auf dessen Grundlage entschieden werden soll! Du hast schon alles gelesen, oder? Klar könnte es so kommen, aber ewig diese Schwarzmalerei nervt! ...
Sicher habe ich alles gelesen. Ich hätte es meinen Nerven zuliebe lassen sollen!
Mich nervte die "Schwarzmalerei" bis Anfang 2005 auch.

PS: *lach* ...und dass Du gerade Robinson das mit der Mehraufwandsentschädigung erklärst, ich lach mich tot! Als würde er das nicht wissen - und trotzdem für Streichung plädieren sowie die kommende Gesetzesänderung befürworten. Ne, Robinson?
Bei mir bekommt jeder eine Chance und viel habe ich von "Robinson" noch nicht gelesen. Er fragte doch "nur" oder? ;) Soll man Menschen "Dumm" sterben lassen, nur weil sie sozialpsychologisch auf unterem Niveau herumkrebsen?

Gruß, Anselm
 

Robinson

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#47
Es geht nicht um Sozialpsychologie, sondern darum, dass man sich endlich mal über "Tabu-Schranken" hinwegsetzt und z.B. ernsthaft diskutiert, wie arbeitsscheue ALGII-Empfänger angemessen zu bestrafen sind.

Außerdem bin ich gegen die Streichung der MAE, denn richtige Arbeitnehmer kriegen ihr Fahrgeld schließlich auch nicht erstattet - es liegt doch auch in der Verantwortung des Arbeitnehmers seine Verfügbarkeit im Sinne des Unternehmens bereitzustellen.
 

Arwen

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#48
Es geht nicht um Sozialpsychologie, sondern darum, dass man sich endlich mal über "Tabu-Schranken" hinwegsetzt und z.B. ernsthaft diskutiert, wie arbeitsscheue ALGII-Empfänger angemessen zu bestrafen sind.

Außerdem bin ich gegen die Streichung der MAE, denn richtige Arbeitnehmer kriegen ihr Fahrgeld schließlich auch nicht erstattet Doch!!
Was soll DIESER Satz aussagen???!!


- es liegt doch auch in der Verantwortung des Arbeitnehmers seine Verfügbarkeit im Sinne des Unternehmens bereitzustellen.
Verstehste mich jetzt, Anselm?

:icon_cry::icon_cry::icon_cry::icon_cry:
 

Heiko1961

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#49
Es geht nicht um Sozialpsychologie, sondern darum, dass man sich endlich mal über "Tabu-Schranken" hinwegsetzt und z.B. ernsthaft diskutiert, wie arbeitsscheue ALGII-Empfänger angemessen zu bestrafen sind.

Außerdem bin ich gegen die Streichung der MAE, denn richtige Arbeitnehmer kriegen ihr Fahrgeld schließlich auch nicht erstattet - es liegt doch auch in der Verantwortung des Arbeitnehmers seine Verfügbarkeit im Sinne des Unternehmens bereitzustellen.
Das war mir schon fast klar, dass dein Beitrag so aussehen würde.
Sind die Menschen, die sich nicht versklaven lassen wollen, gleich arbeitsscheu? Und wenn es Die Arbeitsscheuen gibt, die wenigen picken sich dann die Medien für ihre Hetzkampagnen raus.
Aber lassen wir es.
 
E

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#50
Es geht nicht um Sozialpsychologie, sondern darum, dass man sich endlich mal über "Tabu-Schranken" hinwegsetzt und z.B. ernsthaft diskutiert, wie arbeitsscheue ALGII-Empfänger angemessen zu bestrafen sind.
Du weist was Sozialpsychologie ist? Scheinbar nicht, sonst würdest Du den Zusammenhang mit deinen "Aussagen" nicht verkennen.

"Die psychologische Sozialpsychologie erforscht im weitesten Sinne die Auswirkungen sozialer Interaktionen auf Gedanken, Gefühle und Verhalten des Individuums" Boah ey ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychologie

Warum den "arbeitsscheue ALGII-Empfänger"?
Das ist schon Volksverhetzend. Ich kenne mehr als genug arbeitsscheue Beamte, Politiker, Arbeiter, Angestellte etc. Der Unterschied jedoch besteht darin, dass deren Menschenrechte im Großen und Ganzen eingehalten werden und diese nicht mit Hilfe des staatlichen Gewaltmonopols in prekäre Lebenslagen bugsiert und dann ausgebeutet werden.

Wie hälst Du es eigentlich mit dem Grundgesetz? Bist Du ein dem Grundgesetz treuer oder das Grundgesetz achtender Staatsbürger?

Außerdem bin ich gegen die Streichung der MAE, denn richtige Arbeitnehmer kriegen ihr Fahrgeld schließlich auch nicht erstattet - es liegt doch auch in der Verantwortung des Arbeitnehmers seine Verfügbarkeit im Sinne des Unternehmens bereitzustellen.
*Lach*.
Sicher können "richtige" Arbeitnehmer ihre Fahrtkosten erstattet bekommen. Das nennt sich Werbungskosten. Auch eine staatliche Fürsorgeleistung.

Hier ein wenig Allgemeinbildung.
http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/stsp0081.htm

Wenn Du eine weitere Diskussion wünschst, schwängere Dich bitte mit Allgemeinwissen, sonst wirst Du schnellstens zu einem anschaulichen Beispiel dafür, wo unsere Gesellschaft tatsächlich Lernbedarf hat, damit meine ich nicht Rechtschreibung oder sonstige Nebensächlichkeiten. :icon_arrow:

Gruß, Anselm
 

Robinson

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#52
Sind die Menschen, die sich nicht versklaven lassen wollen, gleich arbeitsscheu?
Ich sprach von arbeitsscheuen ALGII-Empfängern, nicht von ALGII-Empfängern, die z.B. jede Woche 5 Bewerbungen schreiben und 3 Job-Börsen beuschen - bitte differenzieren.

Wenn du der Meinung bist, es gäbe keine arbeitsscheuen ALGII-Leute, dann verbringe mal einen Tag vor der Kaufhalle: Jeden Tag lungert dort die Unterschicht mit ihren 20ct-Bierflaschen in ihrem Siff.
Früh um 9 schon rappelvoll, ab um 10 werden die Flaschen zerdeppert ( sie haben soviel Geld, dass sie auch aufs Pfand verzichten können) und die Passanten angegröhlt, ab 12 sind sie im Delirium...

Da muss man doch mal was dagegen tun !
 

Dopamin

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#53
Falls jemand mit dem Begriff "Wisconsin-Modell" nichts anfangen kann - hier ist das was ich mit Hilfe darüber zusammentragen konnte:

Wisconsin

Dopamin
 
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#54
Robinson schrieb:
Außerdem bin ich gegen die Streichung der MAE, denn richtige Arbeitnehmer kriegen ihr Fahrgeld schließlich auch nicht erstattet

Natürlich kriegen richtige Arbeitnehmer ihr Fahrgeld nicht erstattet! Dafür kriegen sie ja schon richtiges Geld!
und dann:
- es liegt doch auch in der Verantwortung des Arbeitnehmers seine Verfügbarkeit im Sinne des Unternehmens bereitzustellen.

Das gilt natürlich auch nur für richtige Arbeitnehmer und nicht für Zwangsrekrutierte!

und dann:
Wenn du der Meinung bist, es gäbe keine arbeitsscheuen ALGII-Leute, dann verbringe mal einen Tag vor der Kaufhalle: Jeden Tag lungert dort die Unterschicht mit ihren 20ct-Bierflaschen in ihrem Siff.

Natürlich gibt es arbeitsscheue ALGII-Empfänger so wie es auch Millionen arbeitsscheue Berufstätige gibt! Der einzige Unterschied: Die werden dafür besser bezahlt und stehen bei den Unwissenden höher im Ansehen!
und dann:
Früh um 9 schon rappelvoll, ab um 10 werden die Flaschen zerdeppert ( sie haben soviel Geld, dass sie auch aufs Pfand verzichten können) und die Passanten angegröhlt, ab 12 sind sie im Delirium...

Sag mal, was kennst Du eigentlich für Leute? Die , die bei uns morgens vor der Kaufhalle biertrinkend rumlungern, kommen gerade alle von der Nachtschicht und trinken ihr wohlverdientes Feierabendbier!
Die sind dann Mittags zu Hause im Delirium, während Du nach eigener Aussage den ganzen Tag dort rumlungerst!

Und nun das Wichtigste: Wo um alles in der Welt gibt es für 20Ct. Flaschbier?
Falls diese Leute nicht so gefährlich sind, tue mir den Gefallen: Gehe hin und frage sie und teile uns das dann bitte hier mit !

danke!
 
E

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Gast
#55
Ihr tut so, als wäre alles schon entschieden; dass das bereits mehr als ein halbes Jahr im Raum steht, hat bisher niemanden interessiert und dass Du, Wölfin,jetzt erst ohnmächtig vor Wut darüber bist, wundert mich auch ein bisschen.
@Arwen:

... na, dann wundere Dich man weiter, ein bisschen. So lange, bis Du klarer siehst, ein bisschen, in welche Richtung sich das alles entwickelt.
 

Gurudev

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#56
@aufgemerkt


***Dem Gegner die andere Backe hin zu halten,
ist Quatsch mit Sosse!
In seine Feinde schiesst man Löcher
und zwar grosse!***

...damit sprichst Du das aus, was sicher schon viele denken...!
 

Arwen

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#57
@Arwen:

... na, dann wundere Dich man weiter, ein bisschen. So lange, bis Du klarer siehst, ein bisschen, in welche Richtung sich das alles entwickelt.
:icon_lol: ... ja, Mami.


Aber keine Sorge, ich weiß schon lange, wohin es letztendlich läuft.

Das hat aber nichts damit zu tun, dass es diesen Sommer keine 30%-Regelsatzkürzung geben wird und dass die Absicht, bei der Anrechnung von Hinzuverdienst im Sommer 2007 etwas zu ändern, uralt ist. Jetzt muss ich mich darüber auch nicht mehr künstlich echauffieren - schon gar nicht, wenn man doch über die Fähigkeit verfügt, die Entwicklung vorherzusehen.

Gruß, Arwen
 
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#58
@ kleindieter

Alternativen zum 400 Euro Job:

Im Bericht sind auch diese Ansätze vorhanden, u.a. ein Vorschlag über die Absenkung der Minijobgrenze auf 200 Euro. Soviel dazu.

@ all

Aber den absoluten Hammer habe ich auf Seite 11 entdeckt, nur ein Vorschlag des Sachverständigenrates, doch damit steht das Folgende auch im Raum:


Ist das nicht toll?

Wenn von dem wenigen was wir haben noch gekürzt werden soll,
werde ich meine kleine Tochter (7 Jahre) aus der Schule nehmen.:icon_motz:

Ist eh nichts im Regelsatz vorgesehen dafür.

Essen und trinken muß sie, sich warm anziehen auch, aber bilden
ist finanziell dann überhaupt nicht mehr drin.

Ist jetzt schon schwierig, --hier mal 20€ in die Klassenkasse,
da mal ein neues Übungsheft usw..
Gesetze zur Schulpflicht hin und her, wo nichts mehr ist,
kann man sich nicht mehr an die Gesetze halten.:icon_neutral:

Mal sehen, was die sagen, wenn ich das tatsächlich mache.
( Obwohl..., auf dem Rücken des Kindes ist auch blöd)

Sehe darin aber nur noch die einzige Einsparungsmöglichkeit.:frown:
 

eAlex79

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#59
Da wird die Polizei Dein Kind zur Schule bringen und Du bekommst nebst Regelsatzkürzung eine dicke Busse oder schlimmer.

x
x Alex
x
 
E

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#60
Ich sprach von arbeitsscheuen ALGII-Empfängern, nicht von ALGII-Empfängern, die z.B. jede Woche 5 Bewerbungen schreiben und 3 Job-Börsen beuschen - bitte differenzieren.
Du führst Dich mit Deiner Aussage und dem ersten Bezug selbst ad absurdum, denn Du befürwortest schlimme Maßnahmen die alle ALGII-Empfänger noch härter treffen, als dies die bisherigen schon tun.

Das "Arbeitsscheue" wird im Volk generell auf alle ALGII-Empfänger bezogen, dafür sorgt RTL und Konsorten. Deshalb ist es nötig deine Ansagen sehr sensibel zu formulieren. Bist doch einer von dem Besseren? ;)

Wenn du der Meinung bist, es gäbe keine arbeitsscheuen ALGII-Leute, dann verbringe mal einen Tag vor der Kaufhalle: Jeden Tag lungert dort die Unterschicht mit ihren 20ct-Bierflaschen in ihrem Siff.
Früh um 9 schon rappelvoll, ab um 10 werden die Flaschen zerdeppert ( sie haben soviel Geld, dass sie auch aufs Pfand verzichten können) und die Passanten angegröhlt, ab 12 sind sie im Delirium...

Da muss man doch mal was dagegen tun !
Da stimme ich dir sogar zu! Nur; das sind Problemfälle aus der früheren Sozialhilfe, Probleme die auch mit der HatzIV nicht besser werden, da kann man
kürzen und sanktionieren soviel man will. Das trifft nur jene im Bereich des SGBII die zwar wollen, aber nicht dürfen oder können. Da es sich hierbei um Menschen handelt die keineswegs Dumm und/oder Faul sind, baut der Staat mit seiner falschen Vorgehensweise ein "Potenzial" auf, da nützt auch Schäubles Bundeswehr im Innern nichts mehr. Noch wird von Seiten der Betroffenen versucht, die Fehlentwicklung über die Justiz abzubauen oder zu entschärfen, das geht aber nur solange gut, wie die Justitz sich an die Regeln des Grundgesetzes hält und nicht versucht, sich mit "geltendem Recht" herauszuwinden und weiter Politik und Verantwortliche in den Behörden ihren polemischen Kurs korrigieren.

Irgendwann ist bei HartzIV ein Mensch so gequält und abgestumpft dass er entweder bei denen landet, die Du bemängelst, oder er wird vom Hass zerfressen nicht mehr Gutes vom Bösen unterscheiden und "wenigstens noch etwas mitnehmen."

So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen! Wie sagt Priol so genial treffend. (Aus dem Gedächtnis zitiert!)
"Weimar wurde nicht von Studenten zerstört, es waren Finanzbonzen, die sich in Ihrer Renditegeilheit Hitler an den Hals warfen!"

Genau dieser Tenor ist auch heute wieder das Problem, Finanzbonzen zerstören wieder ein eigentlich gutes System um ihre Renditen zu erhöhen bzw. zu sichern. Dazu haben sie Politiker korrumpiert, die -- zusammen mit ihrer Medienmacht -- fleißig das aufbauen, was ihnen die Marionetten der Finanzbonzen vorgeben.

An einer Gesellschaft des Rückschritts möchte ich aber nicht teilhaben, oder mitmachen, mein Gewissen und unabhängiges Denken ist noch nicht outgesourct, ich bin leider auch nicht repräsentativ Dumm und es gibt bei mir Dinge, die stehen weit über dem Geld, das sichtlich unseren Planeten und unsere Gesellschaften ruiniert.

Gruß, Anselm
 

Robinson

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#61
Die geplanten Maßnahmen werden natürlich alle treffen, auch die "braven" ALGII-Bezieher, da differenziert auch das SGB nicht so. Allerdings gibt es auch jetzt schon für unwillige spezielle Sanktionsregeln (SGB II §§ 30 ff.).

Andererseits wirds nun auch mal Zeit, dass die Damen und Herren im Bundestag mal über echte Probleme diskutieren, z.B. über die Bereitstellung von Arbeitsplätzen statt Krippenplätzen.
 
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#62
[Endlich geht es den Arbeitslosen an den Kragen /QUOTE]

Wenn die Wirtschaft doch so brummt, ein Aufschwung den nächsten jagt und der Finanzminister in den Steuermehreinnahmen baden kann: Wieso geht man dann eigentlich ständig den Arbeitslosen auf den Sack?

Verursachen die "Überflüssigen" in der Politik und den Amtsstuben nicht wesentlich mehr Unkosten - gerade auch wenn man die Pensionen betrachtet ?

Müsste es demnach nicht ganz anderen zuerst an den Kragen, die genauso wie Hartz4 Empfänger vom Staat und seinen Einnahmen leben und diese Gelder verschleudern ?
 
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#63
Wenn du der Meinung bist, es gäbe keine arbeitsscheuen ALGII-Leute, dann verbringe mal einen Tag vor der Kaufhalle: Jeden Tag lungert dort die Unterschicht mit ihren 20ct-Bierflaschen in ihrem Siff.
Früh um 9 schon rappelvoll, ab um 10 werden die Flaschen zerdeppert ( sie haben soviel Geld, dass sie auch aufs Pfand verzichten können) und die Passanten angegröhlt, ab 12 sind sie im Delirium...

Da muss man doch mal was dagegen tun !
Hi,

das sind aber nicht primär arbeitsscheu ALGII Empfänger sondern alkoholkranke, abgestürzte, nicht wirklich Gesellschaftsfähige ALGII Empfänger. Ich denke wenn ich einen Job zu vergeben hätte dann würde ich mir einen Alkoholiker nicht in die Firma holen.

Bei Arbeisscheu stelle ich mir jemanden vor der seine Arbeitslosigkeit geniesst weil er was besseres zu tun hat als in eine Arbeit zu gehen. Wärend ich nicht glaube daß diese Leute in ihrer Situation glücklich oder zufrieden sind. Sondern eher Fälle für Therapie sind.

Grüssle,

Petra
 

Robinson

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#64
Man sollte aber "diesen Leuten" einen Job anbieten, z.B. auf dem Spargelfeld oder bei der Stadtwirtschaft.

Wenn das nicht funktioniert - wovon auszugehen ist - hat man dann einen ganz
einfachen Grund, die Leistungen zu kürzen, nach dem 3. Mal auf 0.
 

a f a

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#65
Man sollte aber "diesen Leuten" einen Job anbieten, z.B. auf dem Spargelfeld oder bei der Stadtwirtschaft.

Wenn das nicht funktioniert - wovon auszugehen ist - hat man dann einen ganz
einfachen Grund, die Leistungen zu kürzen, nach dem 3. Mal auf 0.
Das wär wohl dein Traumjob was ? Alkoholiker-Leistungskürz-Checker,
kannste stolz darauf sein, echte deutsche Blockwart Tugenden:icon_twisted:


Norbert

alles für alle
 

RobertKS

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#66
Hallo zusammen,

also wenn ich das lese was sich da alles wie verändern soll - wobei ich mir gerade mal einen Überblick über den Bericht verschafft habe - dann würde ich am liebsten :icon_kotz2:

Ich frag mich manchmal ob die eigentlich wissen was sie da von sich geben:

Im Bericht sind auch diese Ansätze vorhanden, u.a. ein Vorschlag über die Absenkung der Minijobgrenze auf 200 Euro. bzw. die 400 .- € sollen gleich angerechnet werden...

Das ist doch ein Widerspruch zu der Aussage von Franz M. der für einen Mindestlohn plädiert, weil er Löhne für unter 5.- € für Ausbeutung hält.
Tschuldigung Herr M., für wieviele Stundenlohn arbeitet dann jemand wenn man den Zuverdienst auf 200.- € begrenzt, und Leute mit 400.- € - Job, schon für unter 5.- € / Stunde arbeiten??? Das würde ich dann erstrecht als Ausbeute bezeichnen, oder?

Vorallem was soll der ganze Blödsinn bringen, wenn in Deutschland nachweislich beinahe 6 Mio. Arbeitsplätze fehlen, besonders oder gerade für Leute mit einem gesundheitlichen Manko, wie mich, der am liebsten seine Wirbelsäule wegschmeissen würde, was ich aber nicht tun kann, sonst steh ich ohne Rückrat da, leider.Haben die Herrschaften in Berlin, da mal eine Idee??

Gruß Robert ;)
 
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#67
sonst steh ich ohne Rückrat da, leider.Haben die Herrschaften in Berlin, da mal eine Idee??

Die Herrschaften in Berlin: "Dann fangen sie doch hier bei uns im Parlament an, hier hat keiner Rückgrat"
 

Debra

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#68
Falls jemand mit dem Begriff "Wisconsin-Modell" nichts anfangen kann - hier ist das was ich mit Hilfe darüber zusammentragen konnte:

Wisconsin

Dopamin
Danke für den Hinweis, Dopamin.

Nachdem ich 2 Nächte nun Alpträume hatte wg. dieser Informationen, und dass einige Leute hier wohl der Meinung sind, dass es geplant sei, nach 5 Jahren keinerlei Leistungen mehr an ArbeitslosengeldII-Empfänger zu zahlen, hab ich die offizielle WebSite von Wisconsin gelesen, um herauszufinden, was es mit W-2 auf sich hat und eindeutig gravierende Unterschiede gefunden. HartzIV kann daher allenfalls beanspruchen, das Schlechteste aus dem Wisconsin Programm übernommen zu haben, nämlich das Wort Sanktionen (die dort nur in Kraft treten, wenn der Hilfeempfänger 3mal alles abgelehnt hat, er somit aus dem Programm fliegt).

"
  • Unterhaltspflicht zwischen erwachsenen Eltern und Kindern
  • keine Beiträge zur Rentenversicherung
  • keine verbindliche Krankenversicherungs-Mitgliedschaft
  • Leistungen unterhalb des Sozialhilfesatzes
  • Einführung eines flächendeckenden Niedriglohnsektors mit Lohndumping
  • Extreme Finanzbelastungen für die Kommunen und den Bund"
All diese Punkte gibt es überhaupt nicht im Wisconsin-Programm! Da steht nichts von Unterhaltspflichten Kind/Eltern, außer dem normalen, dass der andere Elternteil Unterhalt für ein minderjähriges Kind zahlen muss.

Zunächst einmal ist es so, dass das W-2 Programm sowieso nur auf einen bestimmten Personenkreis Anwendung findet. Das sind alleinstehende Eltern unmündiger Kinder, die das Sorgerecht haben. Diese bekommen als Grundversorgung:
  • Krankenversicherung
  • Kinderbetreuung (für Kinder ab 12 Monaten!)
  • Fahrgeld (oder die Möglichkeit, an einem öffentlichen Transportsystem teilzunehmen, öffentl. Transport in den USA ist außer in den Städten nicht besonders ausgebaut, weshalb ein arbeitender Mensch immer ein Auto braucht.)
dazu gibt es Lebensmittelgutscheine. Des Weiteren erhalten sie den Kindesunterhalt, der vorher im Falle von Sozialhilfebezug vom Sozialamt eingezogen wurde.
Dann gibt es drei Modelle von Arbeit, alle haben aber gemein, dass für jede geleistete Arbeitsstunde (bei privaten Anbietern beträgt das Limit des Einsatzes 3 Monate und der Arbeitgeber wird bezuschusst, wenn er vorrangig Sozialhilfeempfänger einstellt) der Arbeitnehmer/Hilfeempfänger den Mindestlohn (in USA sehr niedrig, ca. 5 $) erhält. Für jede Std. die er nicht arbeitet, werden ihm $4,95 abgezogen. Da steht nichts von sofortigem Rausschmiss sollte er mal eine Std. zu spät kommen, Verlust der Krankenversicherung oder dass es keine Lebensmittelgutscheine mehr gibt!)
Da steht des Weiteren absolut gar nichts, dass diese Hilfeempfänger dort diskriminiert werden, dass sie für 1$/Std. Arbeiten verrichten müssen, die im öffentlichen Interesse liegen. Im Gegenteil! Sie erhalten für eine gemeinnützige oder öffentlich-geförderte Beschäftigung ein normales (Mindestlohn-)Gehalt und unterscheiden sich somit nicht von anderen Normal-Erwerbstätigen. Zusätzlich zu Kindesunterhalt, Krankenversicherung (sehr viele US-Arbeitnehmer haben überhaupt keine Krankenversicherung!), Kindesbetreuung, Fahrgeld und Lebensmittelgutscheinen!
Wo es notwendig ist, bekommt derjenige "Training" um Fähigkeiten zu erwerben, die ihm fehlen, (in Amerika kann man ja bekanntlich auch ohne eine fundierte Berufsausbildung in Berufe einsteigen, die es einem ermöglichen, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Da macht jemand ein paar Wochen ein "Training" und kann in einer Bank arbeiten, z.B.).
Hilfeempfänger mit pflegebedürftigen Angehörigen brauchen nur 10 Std./Woche an einem Training teilzunehmen und bekommen außerdem Hilfen bzgl. Sucht etc.

Der Sinn des Programms scheint allein darin zu liegen, dass Alleinerziehenden Möglichkeiten geboten werden sollen, einer normalen Erwerbstätigkeit nachzugehen, um so auch Vorbild für ihre Kinder sein zu können. Dies ist in Amerika wohl nötig, denn dort gibt es eine hohe Anzahl von alleinerziehenden Müttern, die allein aus diesem Grund - und wegen dem miserablen Transportsystem - nicht arbeiten können. Die Arbeitslosenquote in Wisconsin insgesamt liegt nur bei 3,5%. Das Programm ist deshalb vermutlich auf 5 Jahre beschränkt, weil das Kind dann ja wohl 5 Jahre alt ist und normal in den Kindergarten gehen kann!

Das alles hat mit unserem breit angelegten Schikanier- und Diskriminierungsprogramm für Arbeitssuchende, denen kein ALGI mehr zusteht überhaupt nichts zu tun!

Wo ist HartzIV auf alleinerziehende Personen mit minderjährigen Kindern beschränkt? Wo kriegen wir Fahrgeld? Wo kriegen wir umsonst Kinderbetreuung? Wo kriegen wir Lebensmittelgutscheine (außer bei Sanktionen, aber auch dieses wurde z.B. im Fall Speyer überhaupt nicht erwähnt, es wurde lapidar auf die Tafel verwiesen! Und die gibt es auch in Amerika und trotzdem werden die Hilfeempfänger nicht auf die Tafel verwiesen!) Wo kriegen wir den gleichen Lohn wie andere Arbeitnehmer für öffentlich-geförderte Beschäftigung?

Gäbe es freie Stellen als "Hausmeisterhelfer, Pflegekraft (angelernt) oder Reinigungskraft im Altenheim", die ein normales sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis sind, dann würde sich die Zahl der HartzIV-Empfänger von heute auf morgen um die Zahl der angebotenen Stellen verringern!

Wisconsin hat nur insofern etwas mit HartzIV zu tun, als sie das Wort Sanktion übernommen haben und die Möglichkeit, dass "Träger" Gewinn mit gemeinnütziger Arbeit machen.
Die Amis sind trotzdem besser dran, sie werden zumindest gegenüber ihren normal arbeitenden Kollegen bzgl. der Entlohnung nicht diskriminiert!

Nein, HartzIV ist weitaus teuflischer als Wisconsin! Der Knackpunkt ist, dass GmbH's (private "Beschäftigungs"-Träger (Büttel der SPD?)Steuergelder scheffeln und Gewinn auf Kosten wehrloser Arbeitsloser machen können gepaart mit ganz widerlicher Diskriminierung der Letzteren und fast ohne Möglichkeit, dort jemals wieder rauszukommen! Denn anders als in den USA, gibt es hier nicht genug Jobs, obwohl anderes vorgegauckelt wird!
Warum werden Arbeitgeber nicht in die Pflicht genommen, vorrangig Langzeitarbeitslose einzustellen? Was für einen Grund gibt es, "Hausmeisterhelfern, IT-Betreuern, Reinigungs- und Hilfspflegekräften" in Schulen und Altersheimen EEJs anstatt richtigen Beschäftigungsverhältnissen anzubieten? Der Staat spart nicht, denn für den Einsatz von EEJobbern werden Pauschalen bis zu 500 EUR/Monat an private GmbH's bezahlt, die als "Träger" fungieren.
Das ist eine Umverteilung von Geldern an diese Parasiten. Anstatt staatliche Stellen zu finanzieren und anzubieten von denen Arbeitslose leben könnten, werden letztere mit einem ausgefeilten Programm diskriminiert und wie Untermenschen behandelt, von denjenigen, die Steuergelder zur persönlichen Bereicherung bekommen und die sich als "Helfer" der von ihnen diskriminierten Gruppe aufspielen!
Das ist einfach nur abartig und hat nichts mit Wisconsin zu tun.
 

Debra

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#69
Passend zu diesen neuen Gesetzesvorschlägen wurde auf MDR eine 400-EURO-Jobberin gezeigt, die Taxi fährt.
Sie gab kund, dass sie sich nirgends mehr bewerben würde (seltsam genug, ich würde Sanktionen bekommen für Nicht-Bewerben), schon genug tun würde, sie außerdem behindert sei (wo, blieb unklar, sie war Mitte 30, hatte 17jährige Tochter). :icon_laber: Das is natürlich Muntion für Kaliber wie Münte über ALGII-Bezieher, die sich's "bequem machen" mit 400 EUR-Job + HartzIV.

Dann hatte sie noch einen Termin bei der ARGE verpasst, also wurde gezeigt, wie sie die Blockwartin dort ankeifte in breitestem Sächsisch von wegen, sie hätte ja angerufen und die Blockwartin wollte einen Telefonnachweis haben, nur dann würde sie von Sanktionen absehen.

Kriegen die eigentlich Geld dafür, HartIV-ler im schlechtest möglichen Licht darzustellen? :icon_lol: Und warum sind das immer die aus'm Osten?
 

Dopamin

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#70
Debra,

"Wisconsin" ist ein "Mitbringsel" des herrn Koch und ich nehme mal an, dass er auch nur hören (und sich merken) wollte, was IHM in den Kram passt...

Zu dem Zeitpunkt, als ich den Thread erstellte (und heute auch eigentlich immer noch) war ich mit der "Grundlagenforschung" der "Gesetze zur Modernen Dienstleistung am Arbeitsmarkt", oder wie immer sie heissen mögen, beschäftigt, daher habe ich nicht direkt in den USA geforscht...

Ich bin auch nur ein Mensch und mein Tag hat auch nur 24 Stunden, wie die eines jeden anderen auch, ich schätze mal dass Du mir diesen "Faux pas" nicht krumm nimmst...

Dopamin
 
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#71
Man sollte aber "diesen Leuten" einen Job anbieten, z.B. auf dem Spargelfeld oder bei der Stadtwirtschaft.

Wenn das nicht funktioniert - wovon auszugehen ist - hat man dann einen ganz
einfachen Grund, die Leistungen zu kürzen, nach dem 3. Mal auf 0.
und ich frage mich gerade, wie lange hier noch im forum diese permanente menschenverachtende FASCHISTISCHE HETZE von robinson geduldet wird ?
 

Debra

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#72
@Dopamin

Da schätzt Du richtig. :wink: Mir ging es nur darum, die Unterschiede aufzuzeigen, nicht Dich anzugreifen oder so. Da fällt mir noch mehr ein:
  • es gibt keine "Residenzpflicht"
  • kein Zwang, soundsoviel Bewerbungen pro Monat nachzuweisen
  • kein sanktionsbewehrter öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen Behörde/Hilfeempfänger, keine Nötigung zur Abschließung eines solchen
  • keine Schweigepflicht-Entbindung von Ärzten
  • kurz, alle Schikanen, die bei HartzIV vorkommen, gibt es dort nicht!
  • Diskriminierung von zur Arbeit verpflichteten Hilfeempfängern gibt es dort nicht!
Daher ist Wisconsin kein Schreckensscenario, sondern HartzIV und unsere Politiker bzw. deren perversen "Ideen", die sie daraus gestrickt haben, sind es.
 
E

ExitUser

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#73
Hallo Debra,

danke für Deine ausführliche Ausarbeitung. :icon_daumen: Ist für mich sehr aufschlussreich gewesen.

Dein Vergleich zwischen Wisconsin und Hartz IV zeigt mir, dass die Deutschen im Vergleich zu der Zeit vor 60/70 Jahren nichts von ihrem Effizienz- und Effektivitäts-Wahn verloren haben.

Wenn die Deutschen was machen, dann machen sie es gründlich. So gründlich, dass da, wo sie hinschei.... kein Grashalm mehr wächst.
 

Debra

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#74
Dein Vergleich zwischen Wisconsin und Hartz IV zeigt mir, dass die Deutschen im Vergleich zu der Zeit vor 60/70 Jahren nichts von ihrem Effizienz- und Effektivitäts-Wahn verloren haben.
Genauso ist es, Wölfin. Vor allem nehmen die meisten Behördenvertreter jede Gelegenheit wahr, das Gesetz zum Nachteil der Betroffenen auszulegen und bei der Gelegenheit kräftig nach unten zu treten, auch wenn das Gesetz in Wahrheit gegenteilig gemeint war!

Hierzu fällt mir auch gleich eine "Sicherung" ein, die HartzIV trotz allem noch hat und ein weiterer Grund, warum der SB im Fall Speyer voll versagt hat und deshalb verantwortlich ist. Bei Sanktionen können Lebensmittelgutscheine ausgestellt werden! Da steht nirgendwo, dass die Behörde die Versorgung des Bedürftigen der Tafel überlassen soll!

Ergo: Wenn niemand einen Widerspruch wg. Kürzung der Leistungen eingelegt hat (was im Normalfall ja wohl eintritt) noch Lebensmittelgutscheine in Anspruch genommen wurden, hätte er von einer weiteren Kürzung absehen müssen bzw. hätte er den sozialen Dienst informieren müssen, wenn er denn sparen möchte, weil er das Gesetz so stur auslegt!
 

Dopamin

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#75
Debra sagte :
Ergo: Wenn niemand einen Widerspruch wg. Kürzung der Leistungen eingelegt hat (was im Normalfall ja wohl eintritt) noch Lebensmittelgutscheine in Anspruch genommen wurden, hätte er von einer weiteren Kürzung absehen müssen bzw. hätte er den sozialen Dienst informieren müssen, wenn er denn sparen möchte, weil er das Gesetz so stur auslegt!
Wobei ich aber dann auch einwerfen möchte, dass fairerweise auch in die Diskussion gebracht werden sollte, dass der SB möglicherweise von DIESER Option nichts gewusst haben könnte...

WIR wollen nicht unter Generalverdacht gestellt werden, aber einige haben überhaupt keine Probleme damit andere unter Generalverdacht zu stellen...

WER weiß genau, wie gut oder schlecht sein zuständiger SB auf die Aufgabe vorbeireitet wurde? Wer kann von aussen erkennen ob der SB ein Ar*** ist oder ob er einfach nur keine Ahnung hat?

Dazu kommt, dass jede/-r SB Druck von oben bekommt, Druck von unten sowieso...

Dopamin
 

Debra

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#76
Wobei ich aber dann auch einwerfen möchte, dass fairerweise auch in die Diskussion gebracht werden sollte, dass der SB möglicherweise von DIESER Option nichts gewusst haben könnte...
Sorry, aber das ist augenscheinlich unmöglich, wenn die Briefe aus Textbausteinen bestehen, es sei denn, der SB liest sie gar nicht. *gg*
 

Dopamin

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#77
Sorry, aber das ist augenscheinlich unmöglich, wenn die Briefe aus Textbausteine bestehen, es sei denn, der SB liest sie gar nicht. *gg*
Ich weiß nicht ob sie sie lesen, obwohl ein Fall im Bekanntenkreis, lässt die Vermutung zu, dass DIESE Sachbearbeiterin gar nicht lesen kann... Zumindest versteht diese nicht, was der Datensatz auf dem Bildschirm ihr an Informationen gibt...

Dopamin
 

eAlex79

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#78
@Debra zum Thema Wisconsin

Das man bei uns aus einem schon gescheiterten Programm die schlechten Rosinen rausfummelt um dann noch typisch Deutsch Schikane und Menschenfeindlichkeit ad absurdum einzubauen spricht doch Bände. Der liebe Herr Koch und alle die braf Mitmachen sollten sich nunmal was schämen. Scheinbar sind wir ausschliesslich in der Lage Schlechtes von anderen Ländern zu übernehmen.

Ich denke nur an den Mindestlohn in Holland. Der wird in öffentlichen Diskussionen nicht einmal erwähnt. Wohlwissend das das deutsche und das holländische Sozialsystem die selbe Wurzel haben und man unmöglich noch argumentieren kann das es hier nicht funktionieren kann, weil...



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