Ende des Krankengeldanspruchs

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

bernd21

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
8 April 2012
Beiträge
6
Bewertungen
0
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen, ich recherchiere für meinen Vater!
Es geht um folgendes!
Mein Vater hat gestern einen Brief von seiner Krankenkasse erhalten, da steht drinnen als Überschrift Ende des Krankengeldanspruchs, seit 07.12.12 sind sie wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig krank und erhalten Krankengeld von Ihrer Krankenkasse.

Wie sie aus beiliegender Aufstellung ersehen, sind Krankheitszeiten anzurechnen.
Dass bedeutet, dass wir ihnen bis 30.03.13 Krankengeld zahlen.

Krankheitstage:

vom 05.08.2010 bis 26.08.2011 = 387 anrechenbare Tage
vom 09.02.2012 bis 16.03.2012 = 37 anrechenbare Tage
vom 31.07.2012 bis 07.08.2012 = 8 anrechenbare Tage

Gesamt = 432 anrechenbare Tage


Mein Vater ist seitdem 01.08.2010 arbeitslos vom 05.08.2010 bis 26.08.2011 hatte er zwei Op´s bei der Ersten Op bekam er ein Neues Kniegelenk und bei der Zweiten Op wurde er an der Linken Schulter operiert.
Während dieser Zeit war er auch 3 Wochen auf eine Reha.
Frage: Wo er auf der Reha war hat er Übergangsgeld erhalten, werden die 3 Wochen auch auf die Krankheitstage angerechnet?

Vom 09.02.2012 bis 16.03.2012 wurde mein Vater am Darm operiert, da er eine Zyste hatte.

Vom 31.07.2012 bis 07.08.2012 lag er im Krankenhaus wegen einer Nierenblutung.

Seitdem 07.12.2012 ist mein Vater wieder krankgeschrieben, weil er diesesmal die Rechte Schulter operieren lassen musste.

Meine Fragen dazu wären:

Dass ist doch nicht richtig, dass die Krankenkasse die Ganzen Krankheitstage zusammen rechnet oder?
Weil, es doch immer unterschiedliche Krankheiten waren?
Mein Vater ist gestern zu den Krankenkassenberater gegangen, und der meinte dass hat alles seine Richtigkeit, weil bei meinen Vater immer in den Entlassungberichte aus dem Krankenhaus steht, dass er mit seinem Herz Probleme hat und dass dann als Krankheit gezählt wird.
Mein Vater hat schon seit über 20 Jahren Herzprobleme.
Aber es ist doch Entscheidend was auf der Krankmeldung drauf steht und nicht in den Entlassungsbriefen oder?


[FONT=&quot]Vielen dank im Voraus…[/FONT]
 

galadriel

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Februar 2007
Beiträge
1.517
Bewertungen
56
4. Dauer

(§ 48 SGB V)
Krankengeld gibt es wegen derselben Krankheit für eine maximale Leistungsdauer von 78 Wochen (546 Kalendertage) innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Bei den 3 Jahren handelt es sich um die sogenannte Blockfrist.

4.1. Blockfrist

Eine Blockfrist beginnt mit dem erstmaligen Eintritt der Arbeitsunfähigkeit für die ihr zugrunde liegende Krankheit. Bei jeder Arbeitsunfähigkeit wegen einer anderen Erkrankung beginnt eine neue Blockfrist. Es ist möglich, dass mehrere Blockfristen nebeneinander laufen.

4.2. Dieselbe Krankheit

"Dieselbe Krankheit" heißt: identische Krankheitsursache. Es genügt, dass ein nicht ausgeheiltes Grundleiden Krankheitsschübe bewirkt.

4.3. Leistungsdauer

Die Leistungsdauer verlängert sich nicht, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine andere Krankheit hinzutritt. Es bleibt bei maximal 78 Wochen.




Krankengeld - Soziales & Recht - betanet
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.798
Bewertungen
5.420
Hallo,

wenn er zwischen den Erkrankungen arbeitsfähig war, dann dürfen "andere" Krankheiten nicht angerechnet werden..

es kommt drauf an, was der Arzt jetzt jeweils auf die Zahlscheine geschrieben hat...
wenn er alle Diagnosen aufgeführt hat, dann trifft zu: hinzugetretene Erkrankungen verlängern den KG-Anspruch nicht..

ansonsten besteht für jede Erkrankung eine 3-Jahres-Frist und innerhalb der 3-Jahres-Frist hat er für 78 Wochen (einschl.Weiterzahlung des Gehalts oder ALG I, einschl.REHA) KG-Anspruch..

ich würde Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen und Akteneinsciht verlangen...
m.E. dürfte das Nierenbluten,
und das Darmbluten nicht zu der jetzigen Diagnose dazu gerechnet werden.

Hol dir vom Arzt eine Bescheinigung, das die derzeitige Arbeitsunfähigkeit lediglich aufgrund der Erkrankung......XX verursacht wird und das folgende Erkrankungen.....nicht im ursächlichem Zusammenhang stehen.

Das müßte m.E. reichen..

zusätzlich empfehle ich dir einen Blick ins Krankenkassen und Krankenversicherung - Krankenkassenforum

geh dort unter "Krankengeld" und du wirst etliche solcher Fälle finden..

viel Erfolg
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten