Ende der Leiharbeit in Deutschland Ende April?

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TimoNRW

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Im Jahr 2013 liegt das entscheidende Datum, um die heutige Praxis der Leiharbeit in Deutschland
zu beenden – wenn die Gewerkschaften den Mut dazu haben. Denn am 31. Oktober 2013 laufen die Tarifverträge der Leiharbeitgeber-Verbände mit den DGB-Gewerkschaften aus, wenn sie bis zum 30. April 2013 gekündigt werden. Nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz müssen LeiharbeitnehmerInnen,
für die kein Tarifvertrag gilt, bei gleicher Arbeit dasselbe Entgelt erhalten wie die ArbeitnehmerInnen des entleihenden Betriebs. Nur: die Gewerkschaften halten zu diesem Thema merkwürdig still. Man würde erwarten, dass sie voll Jubel das Ende der unterbezahlten Leiharbeit ankündigen. Das Gegenteil ist der Fall.

Auf keiner gewerkschaftlichen Webseite findet man einen
Hinweis auf die rechtliche Sachlage.

Wie ist das möglich?

https://archiv.labournet.de/GewLinke/disk/info/leiharbeit13.pdf
 

ladydi12

Super-Moderation
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Hallo ihr beiden,

irgendwie müssen die Gewerkschaften ihre Mitglieder weiter verarschen und gegeneinander ausspielen und ein Opfer braucht man schließlich auch.:icon_kinn:

Kündigt man nun seitens der Gewerkschaften einseitig die Tarifverträge, entfällt letzteres und das gegenseitige Ausspielen der Mitglieder reduziert sich etwas.

Außerdem ist noch fraglich, was für Konventionalstrafen und/oder Strafgebühren etc. drohen, wenn ein Vertrag einseitig gekündigt wird, denn davon redet kein Mensch. Ich könnte mir vorstellen, daß die Gewerkschaften diese scheuen.:icon_kinn:

meint ladydi12
 
E

ExitUser

Gast
...weil es immer noch die selben Gewerkschaften sind, die mit
Schröder und Clement ins Bett gestiegen sind und sich derb
hernehmen ließen.
Die Gewerkschaften haben eine große Fresse, schauen dass sie
selbst gut im Futter stehen und betreiben Klientelpolitik auf kurze Sicht
(deren gutes Recht) und Leiharbeiter gehen denen im Grunde am
NoNo vorbei, solange man für (noch) festangestellte
Gewerkschaftmitglieder den Stauts Quo halten kann.
 

JulieOcean

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(...) und Leiharbeiter gehen denen im Grunde am
NoNo vorbei, (...)

Und Arbeitslose und Geringverdiener und alle irgendwie prekär Beschäftigten ganz genauso. :frown:
Damit bedienen die Gewerkschaften genau die Interessen ihrer Zielgruppe, nämlich der Festangestellten, denn denen sind die oben genannten ebenfalls egal.

Also werden die Gewerkschaften in Sachen Ende der Leiharbeitsverträge auch lieber schweigen.
 
E

ExitUser

Gast
Schaut einfach mal hier:

Luxusreisen für IG-Metall-Vorstand: ThyssenKrupp verwöhnt Gewerkschafter mit Luxusreisen - Unternehmen - FOCUS Online - Nachrichten

Wird vermutlich seit Jahren so oder so ähnlich hinter etlichen Türen
der Bosse und Gewerkschaften gehandhabt.
Da weiß man weshalb die Gewerkschaften u.a. erst dieser ganzen
Leiharbeits-Sauerei zugestimmt, dieser in der jetzigen Form in den
Sattel geholfen hat, diese bis heute nur halbherzig bekämpft und
Scheingefechtchen führt. :icon_daumen:

Allesamt gekaufte Gauner, am Luxus Gefallen gefundene Emporkömmliche und Verräter.
Gewerkschaftler eben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Hallo ihr beiden,
Außerdem ist noch fraglich, was für Konventionalstrafen und/oder Strafgebühren etc. drohen, wenn ein Vertrag einseitig gekündigt wird, denn davon redet kein Mensch. Ich könnte mir vorstellen, daß die Gewerkschaften diese scheuen.:icon_kinn:

Es gibt keine Konventional- oder sonstige Strafen, da ist auch nichts fraglich.
Die Leiharbeitstarifverträge können regulär mit einer Frist von 6 Monaten zum 31.10.2013 (oder zu einem späteren Termin) gekündigt werden.
 
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