Endabrechnung Stadtwerke Strom

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Emmi2512

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Bisher zahlte ich für meine 60 qm Wohnung zweimonatlich 50 € Strom. Nachberechnet wurden mir aufgrund von Preiserhöhungen - 410,-- für das alte Jahr.

Statt 50,--€ soll ich nun alle zwei Monate 131€ Strom bezahlen. Wie soll ich das bei 345,-- € nur bewerkstelligen.

Die Preiserhöhungen für Strom sind derart gestiegen, so daß eigentlich eine Erhöhung der Regelleistungen erforderlich wäre.

Gibt es darüber bereits ein Urteil - Entscheid oder kann mir jemand einen Tipp geben.

PS Natürlich habe ich alle Stecker aus den Steckdosen genommen etc etc



LG Emmi
 

Arwen

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Bisher zahlte ich für meine 60 qm Wohnung zweimonatlich 50 € Strom. Nachberechnet wurden mir aufgrund von Preiserhöhungen - 410,-- für das alte Jahr.
Statt 50,--€ soll ich nun alle zwei Monate 131€ Strom bezahlen. Wie soll ich das bei 345,-- € nur bewerkstelligen.
Die Preiserhöhungen für Strom sind derart gestiegen, so daß eigentlich eine Erhöhung der Regelleistungen erforderlich wäre.
Gibt es darüber bereits ein Urteil - Entscheid oder kann mir jemand einen Tipp geben.
PS Natürlich habe ich alle Stecker aus den Steckdosen genommen etc etc
LG Emmi
Vorab: Über ein Gerichtsurteil o.ä. hierzu kann ich Dir leider nichts sagen.

Mir kommt allerdings Dein Stromverbrauch recht hoch vor.

Meine Wohnung ist größer als Deine, ich zahle jeden Monat 37 Euro für Strom, Du (wenn ich die Nachforderung berücksichtige) ca. 60 Euro ... das sind 35 Euro pro Monat mehr als im Jahr davor!
Mein Abschlag wurde im letzten Jahr auch nur um 2 Euro erhöht.
Dass die Kosten für Gas und Öl stark gestiegen sind, ist ja bekannt; für Strom kann ich es anhand meiner Rechnung nicht in gleichem Maße sagen.

Deshalb überlege ich, wie es bei Dir zu diesem starken Anstieg gekommen sein kann. :icon_kinn: Hast Du gar keine Erklärung dafür?

Gruß, Arwen
 

Emmi2512

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Anruf Stadtwerke

Hier werden Preiserhöhungen angegeben

das betrifft in gleicher Höhe auch andere Haushalte der Umgebung.

LG Emmi
 

Arwen

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"Normal" - auch wenn nicht nachvollziehbar und ärgerlich für uns - wäre eine Preiserhöhung um 6 bis 8 %. Das wären im Mittel bei Dir eine Erhöhung von 25 Euro im Monat auf 26,75 Euro. Das kommt mir alles sehr komisch vor. Ich würde evtl. eine Verbraucherberatung aufsuchen.

Du kannst den Anbieter anschreiben, dass er Dir genauere Zahlen nennt, aufgrund dessen die Preiserhöhung zustande kommt. Dazu hier:
https://www.elo-forum.org/wehren-gegen-hohe-energiekosten-und-rechnungsnachforderungen-t7204.html

Gruß, Arwen
 

wolliohne

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Stromkosten sind als KdU zu übernehmen

Überprüfungsantrag stellen

Das Sozialgericht Frankfurt hat am 29. Dezember 2006 (S 58 AS 518/05) durch Richter Karst für Recht erkannt, dass die den Betrag von 20,74 übersteigenden Stromkosten von den Argen bzw. Optionskommunen als Kosten der Unterkunft nach § 22 SGB II zu gewähren sind. Im monatlichen Eckregelsatz von 345 Euro seien lediglich 8 Prozent für Energiekosten und Instandhaltung der Wohnung vorgesehen.Der darüber hinaus gehende Bedarf für die Stromversorgung müsse daher zu den Kosten der Unterkunft gezählt werden, die in tatsächlicher Höhe übernommen werden müssen.

Der Leitsatz des Urteils lautet wörtlich: "In der monatlichen Regelleistung von 345,- Euro sind Stromkosten bis zur Höhe von 20,74 Euro enthalten. Der diesen Betrag übersteigende Stromabschlag ist als Kosten der Unterkunft nach § 22 Abs. 1 SGB II zu gewähren." Das Urteil ist rechtskräftig, eine Berufung wurde nicht zugelassen.

Dazu erklärt, Frank Eschrich: "Nach der an Absurdität nicht mehr zu überbietenden bisherigen Rechtssprechung, dass Strom zum Hausrat gehöre und daher mit der Regelleistung bereits abgegolten sei, ist das Urteil aus Frankfurt ein gute Nachricht für alle Hartz IV-Empfänger. Nun gilt es für die Betroffenen, ihre Bescheide per Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X von den zuständigen Behörden vor Ort überprüfen zu lassen.

Da sowohl die Pirmasenser Jobbörse als auch die Kreisverwaltung Südwestpfalz - wie in der Vergangenheit auch - uneinsichtig sein werden, wird wohl jeder Betroffene letztlich den Gang zum Sozialgericht antreten müssen. Dies kostet den Steuerzahler zwar eine Stange Geld, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die ALG II-Stellen am Ende die Stromrechnung bezahlen müssen. Die Verfahren an den Sozialgerichten sind noch gebührenfrei und über die Prozesskostenhilfe können sich Hartz IV-Bezieher auch kostenlos einen Anwalt nehmen. Da die entsprechenden Gesetzesentwürfe zur Beschneidung dieser Grundrechte allerdings schon vorliegen, ist Eile geboten."
 

Emmi2512

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Das ist

doch wirklich eine Aussage, mit der etwas anzufangen ist.

Ich bedanke mich und werde das in meinem Antrag an die ARGE zitieren.

LG Emmi
 

poldibaer

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doch wirklich eine Aussage, mit der etwas anzufangen ist.

Ich bedanke mich und werde das in meinem Antrag an die ARGE zitieren.

LG Emmi
Der Antrag an die ARGE alleine reicht aber nicht.

Die Energieversorger versuchen massiv und landauf, landab ihre Kunden abzuzocken, indem sie ihre ohnehin völlig überhöhten Preise noch höher schrauben.

Wehr Dich bitte dagegen - je mehr es tun, umso besser ist es für jeden einzelnen - und auch für Dich.

Siehe dazu diesen Link:
https://www.elo-forum.org/wehren-gegen-hohe-energiekosten-und-rechnungsnachforderungen-t7204.html

P.
 

Arwen

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Diesen Link hatte ich ihr unten auch schon gegeben... konnte sie "nichts mit anfangen", schade
 
M

Micha310678

Gast
Überprüfungsantrag stellen
Hallo "Wolliohne",

zunächst danke, danke für den außerordentlich wertvollen Tipp!


Achso, noch etwas:

Im Grunde (ich bin jedoch absoluter Laie auf juristischem Gebiet) sollte, nachdem eine Berufung seitens des SG Frankfurt/M abgelehnt wurde und die Entscheidung damit auch rechtskräftig wurde, auf Einwände anderer Leistungsempfänger zugunsten derer auch entschieden werden (?), da der Kläger des wegweisenden Verfahrens nunmehr ca. 38.- Euro (58.- Euro beträgt dessen Abschlagzahlung - 20,74 Euro) zusätzlich zur Bestreitung des Lebensunterhalts zur Verfügung hat, insofern würde, sobald nicht generell (für alle anderen auch) Stromkosten über die im Regelsatz enthaltenen 20,74 Euro hinaus von Seiten der Leistungsbehörden getragen werden, doch ein massiver Verstoß gegen den verfassungsrechtlich geschützten Gleichheitsgrundsatz vorliegen, oder täusche ich mich dahingehend? Denn die "übrigen" HARTZ-IV-Empfänger erhalten lediglich die vorgenannte Pauschale und müssen zusätzlich (eigenständig) aus dem Regelsatz ihren Stromabschlagszahlungen leisten, während sich der Kläger lediglich mit den 20,74 Euro aus seinem 345.- Euro-Satz an den Kosten beteiligen muß.

Ich habe das deshalb angemerkt, weil du befürchtest, dass sich die ARGE´n mit "Händen und Füssen" gegen die Entscheidung des SG F./M. zur Wehr setzen werden und schon deshalb wohl jedem Einzelnen nichts anderes übrig bleiben wird als zu klagen.
 
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